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Innendämmung - 10cm Bimswand + hinterlüftete Fassade
Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 21.02.2019 14:02:40
0
2754633
Hallo,

Bei uns im Haus ist im Obergeschoss (wo auch schon der Dachstuhl anfängt, aber Speicher noch drüber ist) die Wand aus 10cm Bimsstein. (durchgehend, also keine Hohlblock oder sowas). Baujahr ist 1898.
Die Wand ist dann alle paar Meter durchsetzt von den Holzstützen für das Dach,
Nun wird eine Wohnung mit ca 25m² neugemacht, welche in der Rückseite eine Wandfläche von ca 2m x 2,2m hat (Rest sind entweder Wände zu anderen Wohnungen oder Nachbbarhaus)

Da vor der Wand die Dachkonstruktion schräg verläuft, kommt man von außen leider nicht ran. Zwischen Wand und Dach sind dann ca 50-30cm (je nach Höhe) an freiem Raum (wo man aber leider nicht rankommt)

Kann man bei dieser Wand eine Innendämmung machen? Klar eine Wärmebrücke hätte man in der Ecke wo diese auf die Querwand trifft, aber würde es trotzdem Sinn ergeben? Da die Wohnung schon klein genug ist, würde ich gerne so wenig Aufbau wie möglich haben, dafür wäre aber bei der Fläche der Preis (fast!) egal.

Danke für Anregungen!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.02.2019 14:36:46
0
2754649
Innendämmung könntest Du machen.
Z.B. mit vollflächig verklebeter Holzfaserdämmung, die dann
verputzt wird.

Du könntest auch überlegen, ob Du die Wand einfach abreisst,
weil tragende Funktion wird die kaum haben?
Dann könntest Du ohne Raumverlust eine gut gedämmte Leicht-
bauwand an die Stelle setzen.

Grüsse

winni

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 22.02.2019 00:19:30
0
2754895
Hi,

abreißen könnte ich mir bei anderen Räumemn vielleicht mal vorstellen, aber in diesem Fall geht es nicht, da die Decke bereits abgehängt wurde und ich da sozusagen nicht mehr rankomme. Außerdem weiß ich zwar das Rechts und Links irgendwann Pfosten kommen, aber leider nicht genau ab welcher Höhe nach oben.

Hättest du eine Empfehlung für eine Holzfaserdämmung, insb. im Hinblick auf möglichst hohen Dämmwert (pro cm Dicke)?
Diese dann verkleben und darauf nochmal eine Lage Rigips oder wie meinst du es mit verputzen?
Ich kenne Holzfaserdämmung als relativ weich und würde mich wundern, wenn da ein Putz drauf hält.
Der Putz wäre dann auch entsprechend Dicht, damit es nicht in der Dämmung kondensiert?
Evt ist es ein Problem, dass die Bimswand rauminnenseitig bereits einmal mit Knauf Rotband verputzt ist?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 22.02.2019 11:11:19
0
2755055
Also - Pfosten findet man in der Wand durch klopfen mit dem Fingerknöchel - oder neumodisch mit MEssgerät. Dann weist Du wo sie sind.

Wenn da ein Raum ist an den Du nicht rankommst kann man den nicht einfach mit Dämmung ausblasen oder für den Hausgebrauch durch ein 10cm Loch ausstopfen? Dann wäre das eine super dämmung, auf der richtigen Seite der Wand soweit ich das verstehe.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 22.02.2019 11:45:14
0
2755084
Hallo,

danke für die Anregung, aber ausstopfen ist leider nicht möglich.
Der Raum zwischen Wand und Dach ist zum einen nach unten einen Spalt offen (zur Regenrinne hin) und zum anderen gehe ich davon aus, dass die Unterspannbahn nicht mehr voll intakt ist. Somit kann dort also Wasser eintreten...zumindest bei Starkregenereignissen.

Ja ich weiß, alles andere als optimal, aber Dach ist eigentlich erst in ca 10 Jahren geplant, da das eine deutlich größere Aktion wird.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.02.2019 11:53:45
0
2755093
Z.B.:
https://gutex.de/sortiment/systeme/system/gutex-innendaemmung/

Es kommt zu Kondensation im Dämmaufbau, aber durch die Kapillarität
der Holzfaser ist das unbedenklich.
Der Rotband-Gipsputz ist da allerdings ein Problem, weil er faulen könnte...
Der müsste, glaube ich, wieder runter? Bei Gutex oder anderem Anbieter,
fragen?

Für schlanke Innendämmung gäbe es da noch diese teure Möglichkeit:
https://www.bundesbaublatt.de/artikel/bbb_Hyperschlank_daemmen_2473064.html

Oder das:
https://www.inwerk-baustoffe.de/wedi-bauplatten-standard-2500x600-wz65208.htm

Grüsse

winni

Verfasser:
HFrik
Zeit: 22.02.2019 11:58:59
0
2755098
Wie soll ein rotband gips faulen??

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.02.2019 12:20:37
0
2755107
Faulen ist wohl ein allgmein genutzter Ausdruck bei Gips, der den
Vorgang nicht richtig trifft.
Durch ständigen Feuchteeinfluss zersetzt sich Gipsputz = "Gipsfäule".
Die durch die Dämmung diffundierte Raumfeuchtigkeit könnte am
Rotband kondensieren und ihn schädigen.
https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/putz-holz-186514.html

Grüsse


winni

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 26.02.2019 16:50:22
0
2756679
Hallo,

Also habe die Wand mal probiert in Ubakus einzugeben.
Egal wie dick ich die Wediplatte nehme und auch egal ob ich den Rotband vor und hinter oder nur davor habe, es scheint keinen Tauwasserbefall zu geben.

Die Wand ist ca 2,3m x 2,3m wobei das Fenster nochmal 1,1m + 0,76m.
In der Fensterflucht ist keine Dämmung möglich, es handelt sich nach außen um eine Gaube.




Verfasser:
winni 2
Zeit: 26.02.2019 17:17:13
0
2756685
Hi,

über den Bimsstein habe ich nicht genug nachgedacht.
Der ist relativ dampfoffen und so geht das mit der starken
Dampfbremse Wedi-Platte sehr gut.

Wie sieht es denn hinter den Fensterlaibungen aus?
Die könnten mit wenig Dämmung evtl. schimmeln, falls
nicht gut gelüftet wird.

Grüsse

winni

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 26.02.2019 17:25:08
0
2756689
Hm ich probiere mal dne Zustand zu beschreiben, bin mir nicht ganz sicher, wie ich dir sonst die Frage beantworten kann.




Also das Fenster sitzt in einer Gaube (das ganz oben) und die ist nach rechts und links (wo dann der freie Raum zwischen Bims und Dach ist) unbekanntes Material, schätze mal aus Holz.
Das Fenster selbst inklusive Rahmen wurde 2018 auf Dreifachverglasung getauscht und auch entsprechend RAL-konform eingebaut.

Ist die Wediplatte denn dann diffusionsoffen? Habe mich bzgl. Taupunkt auch etwas gewundert, aber wenn sie es nicht wäre und die Feuchtigkeit von Innen kommt, kann ja durch den Bims nichts mehr trocknen, da die Wediplatte ja im Weg ist.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 26.02.2019 17:43:58
0
2756695
Nein, die Wediplatte ist überhaupt nicht dampfoffen, SD-Wert 100,
aber da sie auf der richtigen Seite der Dämmkonstruktion sitzt, ist
das gut.
Problematisch sind aussenliegende stark dampfbremsende
Schichten.

Die Gaube scheint sehr dünne Aussenwände zu haben und da
sind Probleme zu befürchten, denke ich.
Sollte sich das bewahrheiten, müsste die Gaube von aussen
nachgedänmmt werden...

Grüsse

winni

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 26.02.2019 22:50:48
0
2756806
Das mit Dämmung der Gaube wird leider nichts. Ist einfach nicht möglich mit einem irgendwie vertretbaren Aufwand, da man dort nur mit Gerüst drankommt (auf dem Bild ist die baugleiche aber auf der Vorderseite gezeigt, geht aber um Gebäuderückseite)

Da ich dem Dach nur noch um die 10 Jahre gebe, wäre das in keinster Weise gerechtfertigt.

Entschuldigung, aber ich muss nochmal nachhaken:

Feuchte Innenluft - geht auf Isolierende, dampfdichte Wediplatte -> ergo kommt sie doch nicht weiter, wieso spielt dann noch eine Rolle ob der Bims diffusionsoffen oder geschlossen ist?

Und noch eine Frage:
Muss / sollte man die Wediplatte nochmal verputzen oder könnte man da direkt Wandfarbe draufstreichen? Ist halt "nur" eine Zentimeter Putz, aber läppert sich halt.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.02.2019 16:59:12
0
2757088
Evtl. Schimmel wird sich da nicht drum kümmern, ob der Aufwand
gerechtfertigt ist. :-)
Aber vielleicht geht es ja gut.

Die Wediplatte ist eine starke Dampfbremse, aber keine Dampfsperre.
Und dann gibt es da noch die Flankendiffsuion über anliegende Wände,
Boden, Decke oder die Fensterlaibung.
Insofern ist es schon besser, das da aussen der relativ dampfoffene
Bimsstein ist.

Die Wedi-Platte könntest Du dünn glatt spachteln, mit Armierungs-
band über den Plattenstössen und dann streichen.

Grüsse

winni

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