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Heizungserneuerung/neues Energeimanagement?
Verfasser:
Paulie
Zeit: 22.02.2019 10:04:57
0
2754994
Hallo an alle,

über kurz oder lang (von mir aus auch gerne länger) muss meine Heizung erneuert werden (Buderus Gasheizung von 1995). Unser Heizungsbauer meint, das es ein sehr zuverlässiger Brenner sei und ich ihn ruhig noch ein paar Jahre laufen lassen soll. Das mache ich gerne, ich möchte aber zumindest für den Falle eines Defektes einen Masterplan haben, und nicht in einer kalten Hütte übereilt Entscheidungen treffen.

Außerdem möchte ich mir PV aufs Dach packen und damit das Energiemanagement überdenken.

Kurz die Eckdaten des IST-Zustandes:

- Das Haus ist eine DHH von 1960 voll unterkellert und verklinkert.
- Die Fenster wurden 2009 durch doppelverglaste Scheiben ausgetauscht mit einem U-Wert von 1,1. Mehr geht bei dem Mauerwerk auch nicht.
- Ebenfalls wurden die Heizkörper getauscht (genaue Spezifikationen dieser müsste ich noch mal nachsehen, aber ich meine schon für NT ausgelegt) und in den Bädern zusätzlich eine FBH eingebaut.
- Das Dach wurde vor ein paar Jahren ordentlich gedämmt (30cm Wolle). Da ich die Klinker nicht abschlagen möchte könnte man als weitere Maßnahme höchstens noch die Kellerdecke dämmen, ich glaube das ist aber den Aufwand nicht wert, zumal dann Stehhöhe verloren geht.
- Die Heizung lief diesen Winter mit einer max. Vorlauftemp. von 50° und es war immer warm genug. Wobei hier im Westen (48...) der Winter auch sehr mild war.

Stromverbrauch: ca. 4800 kWh/a
Gas (incl. WW): ca. 33.000 kWh/a
Wohnfläche: ca. 160 m²
5 Personen, dies auch noch vermutlich ca. 15 Jahre lang.

Meine bisherigen Überlegungen:
- Die SW-Seite des Daches mit PV vollpflastern (sind aber max. 23 Felder also ca. 7kWp). [Aus Spaß am Hobby ggf. auch mit Speicher und Notstrom.]

Bei der Heizungsunterstüzung komme ich dann ins Grübeln, daher die Anfrage hier:

Eine WW Unterstützung über eine WP ist sicherlich sinnvoll - dann kann der Kessel im Sommer ruhen. Aber wenn in 15 Jahren nur noch 2 Pers. wohnen wäre es doch schön, wenn man die Energie im Übergangszeitraum auch in die Heizungsunterstützung stecken könnte.
Außerdem gab es durchaus auch schon mal "Sommer" in denen sogar im Juli die Heizung eingeschaltet wurde, da die Chefin schnell fröstelt.
Wäre ein großer Wärmespeicher sinnvoll? Gerade im Bezug auf die WP Unterstützung?
Oder vielleicht sogar eine Hybridheizung sinnvoll?
Oder doch ganz klassisch mit BW-Gas weitermachen?

Fragt man Elektriker, die wollen Wärmepumpen verkaufen (die können Strom).
Fragt man Heizungsbauer, die wollen Solartermie-Unterstützung verkaufen (die können löten).

Vielleicht habt Ihr gute/schlechte Erfahrung mit ähnlichen Objekten gemacht, es wäre auch einfach mal schön, neutrale Meinungen zu hören.

Danke fürs Lesen
Paulie

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 22.02.2019 10:45:26
0
2755029
Wenn Du PV aufs Dach schmeissen willst, dann wäre eine möglichst hohe "Eigenstromnutzung" anzustreben!
Schau einmal unter www.ta.co.at nch unter "ATON" das ist ein genau darauf zugeschnittenes Überschussstromnutzsystem bestehend aus einem Energiezähler und einem Intelligentem Heizstab welcher von 50 bis 3000 W nahezu stufenlos steuerbar ist und nicht benötigten Strom einer PV in die Heizung steckt (oder über zusätzliche Steuergeräte auch in WP oder Klima)!

Die Kosten dafür sind überschaubar, lt. Liste kostet das System nur rund 580,-€ und verursacht kaum Installationskosten (eine Steckdose 1~ 230 V mit 16 A abgesichert) und das Steuermodul im Verteilerkasten, welches mit dem Heizkörper per Funkt kommuniziert!

Verfasser:
HFrik
Zeit: 22.02.2019 11:05:23
0
2755053
Also Bivalent - Brenner +WP - gibt es hier öfters im FOrum, mit ählichen Rahmenbedingungen. (Bisher bevorzugt Öl+WP, da Gas je kWh günstiger ist als Öl und der Druck bisher kleiner war)

Beim Keller- 3-5cm PUR können hier im EG für spürbar wärmere Füsse sorgen, bei gleichzeitig nur geringem Stehhöheverlust. Mehr ist besser bei gleihem Arbeitsaufwand.

Aussenwand - nun Klinker sind schön und solide, bremsen aber oft die Sanierung - ist keine Luftschicht hinter den Klinkern? Da kann für kleines Geld eine Einblasdämmung rein. Sanierung wäre dann Klinker runter, Dämmung drauf, Klinkerriemchen drauf. Ist natürlich ein Aufwand.

Rolladenkästen optimiernen bringt oft etwas ein.

Wärmeverteilung: Tja, klassische Auslegung war eventuell auf 60°, die "Niedertemperatur"-Auslegung in den 80'er JAhren, auch in den 90'ern dann oft auf 75° Vorlauf. Die Leistung je Heizkörpergrösse hat sich seit den 50'ern kaum geändert. WEnn die Heizköper also bei der Sanierung kleiner / schlanker geworden sind ging das leider in die falsche Richtung - bessere Optik, schlechtere Wärmeverteilung. Nun egal wie es ist, wenn dem so wäre liegt das Kind schon lange im Brunnen.

Bei 50°Vorlauftemperatur nte die WP 50% der Heizleistung bringen, und der Gasbrenner die letzten 50% drauflegen bei dann >40° Vorlauftemperatur. Energiemässig würde die WP dann um 80% der Energie liefern, aus Gas kämen die übrigen 20%. Zusammen mit PV wird das auch eine schwarze Null geben. Wenn jemand die Abgabenseitige Subventionierung von Gas beendet sogar ein dickes Plus.

Bringt man die Vorlauftemperatur durch Optimierung der Wärmeverteilung, und etwas gegenandämmen und einen thermischen Abgleich ganzjährig auf 40° oder darunter, kann die WP wirklich sinnvoll eingesetzt werden, als alleinige Heizung.

Das kann man alles jetzt angehen und wenn dann der Gaser das zeitliche segnet bleibt er einfach aus und wird abgebaut.

Verfasser:
ynaic
Zeit: 22.02.2019 12:15:31
0
2755104
Auf den ATON warte ich auch schon länger, die Website sagt aber nur 487 Euro Liste (und Preisgruppe 2, was auch immer das bedeutet)
https://www.ta.co.at/energiemanagement/aton-warmwasser-mit-pv/

Verfasser:
Paulie
Zeit: 22.02.2019 12:32:05
0
2755113
Danke schon mal für die Denkanstöße. :-)

Zur weiteren Information: Die Rolladenkästen sind im Rahmen des Umbaus 2009 so gut es ging gedämmt worden, zwischen Mauer und Klinker ist noch eine (Teer?)Pappe die kreuz und quer liegt, da kann man leider nichts reinpusten.

Zu den Heizkörpern schaue ich noch mal in die techn. Daten. Ich meine die wären so großzügig dimensioniert worden, damit sie mit (2009-)aktuellen Heizkesseln auf NT betrieben werden könnten.

Da das EG im Winter tatsächlich etwas fußkalt ist - bringt da eine Dämmung der Kellerdecke tatsächlich spürbare Verbesserung? Ich bezweifel das irgendwie, zumal der Keller ja auch nie richtig kalt ist.

Bezugnehmend auf eine reine WP-Heizung sagten sowohl PV-Anbieter, als auch Heizungsbauer meines Vertrauens, dass es bei den Voraussetzungen sehr teuer sei, rein elektrisch zu heizen. Um eine Gas-Zusatzheizung komme ich wohl nicht herum.

Gruß
Paulie

Verfasser:
Paulie
Zeit: 22.02.2019 12:52:22
0
2755116
"Das kann man alles jetzt angehen und wenn dann der Gaser das zeitliche segnet bleibt er einfach aus und wird abgebaut."

Das hört sich vom Prinzip her gut an. Da hätte ich noch eine Rückfrage:

Eine WP nur für Warmwasser würde man ja deutlich kleiner auslegen als eine für das ganze Haus (ggf. sogar ohne Splitgerät über Raumluft). Eine große Anlage ist wiederum teuer, ineffizienter und überdimensioniert für den reinen WW Betrieb im Sommer. Inverstiert mann dann ggf. in eine falsche Richtung?

Und gibt es eine Steuerung, die eine neue WP mit dem alten Buderus-Kessel verheiraten kann?

Beim googeln finde ich bei Hybridheizungen immer nur "all in one" Geräte, oder Anschlußmöglichkeiten für aktuelle Geräte.

Würde eine Lösung mit moderner WP und dem alten Brenner (nur) über ein Wärmespeicher in Form eines großen Wasserkessels funktionieren? Dem ist es das vermutlich egal, woher die Energie kommt, aber welche Intelligenz kann da die Steuerung übernehmen?

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 22.02.2019 13:04:02
0
2755124
@ Ynaic

Der angegebene Preis ist Liste incl. österreichischer Märchensteuer!

Preisgruppe 2 Bedeutet den Rabattsatz für Gewerbe Wiederverkäufer, wieviel das ist kann ich nicht sagen.

Verfasser:
RobertP
Zeit: 22.02.2019 13:36:33
1
2755142
Hallo,

über 200 kWh/m²a Gasverbrauch sind schon eine Hausnummer, vor allem bei mildem Außenklima!

Ich würde hier empfehlen, den verschiedenen üblichen Optimierungspunkten nachzuspüren:
- Gibt es eine Warmwasserzirkulation, die vielleicht noch 24/7 läuft? Das wäre eine echt Energievernichtungsmaschine...
- Ist so etwas wie ein HA oder TA mal durchgeführt worden? Also Abgleich der Heizkörper, richtige Einstellung der Pumpen und vor allem der Heizkurve?
- Ist die Heizgrenze vernünftig eingestellt worden?
- Welche Laufzeiten hat der Brenner? Wie oft macht er Start/Stopp pro Tag?
- Gibt es noch diverse Bauteile, die die Effizienz beeinflussen (Heizwasserpuffer, hydraulische Weiche usw.)?

Es empfiehlt sich, gerade im Hinblick auf einen späteren Tausch des Wärmeerzeugers, einen Wärmemengenzähler einzubauen (oder vielleicht zwei, einen für Heizen und einen für Warmwasser).

Robert

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.02.2019 14:16:44
1
2755163
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Wenn Du PV aufs Dach schmeissen willst, dann wäre eine möglichst hohe "Eigenstromnutzung" anzustreben!
Schau einmal unter www.ta.co.at nch unter "ATON" das ist ein genau darauf zugeschnittenes Überschussstromnutzsystem bestehend aus einem Energiezähler und einem Intelligentem Heizstab welcher[...]


Ich sehe da, zumindest in Deutschland, aktuell keinen Sinn drin?
Da kostet mich die kWh rund 12 Cent entgangene Einspeise-
vergütung und Strom ist 1:1 in Wärme verwandelt schade.

Grüsse

winni

Verfasser:
Paulie
Zeit: 22.02.2019 14:23:14
0
2755168
"- Gibt es eine Warmwasserzirkulation, die vielleicht noch 24/7 läuft? Das wäre eine echt Energievernichtungsmaschine..."

-> WW-Zirkulation gibt es, die läuft aber nur morgends für eine Stunde.

"- Ist so etwas wie ein HA oder TA mal durchgeführt worden? Also Abgleich der Heizkörper, richtige Einstellung der Pumpen und vor allem der Heizkurve?"

-> Hydraulischer Abgleich wurde 2009 durchgeführt. Was ist TA?
Die Heizkurve kann man nur mäßig parametrisieren. Ich glaube die geht nur linear vom Ansprungstemperatur zur max. VL-Temperatur. Und es gibt die Einstellung "gut, mittel, schlecht" isoliert - steht da auf mittel, glaube ich.

"- Ist die Heizgrenze vernünftig eingestellt worden?"
Was ist das? Ab wann die Heizung überhaupt anspringen soll? Ich bin, was die Heizung angeht, eher ein technisch versierter Laie. :-)

"- Welche Laufzeiten hat der Brenner? Wie oft macht er Start/Stopp pro Tag?"
Keine Ahnung. Kann man das abrufen? Muss man das selbst zählen? Ich glaube nicht, dass die Steuerung die Informationen hergibt. Kann aber noch mal nachschauen.

"- Gibt es noch diverse Bauteile, die die Effizienz beeinflussen (Heizwasserpuffer, hydraulische Weiche usw.)? "
Einen Brauchwasserpuffer hat sie. Der wird einmal die Woche auf 85°C gehoben, sonst liegt er bei 60°C.

"Es empfiehlt sich, gerade im Hinblick auf einen späteren Tausch des Wärmeerzeugers, einen Wärmemengenzähler einzubauen (oder vielleicht zwei, einen für Heizen und einen für Warmwasser)."
So ein Ding muss dann in die Leitung rein? Und ist das sinnvoll bei einer Zirkulationsleitung?

Dankende Grüße
Paulie

Verfasser:
HFrik
Zeit: 22.02.2019 14:56:14
1
2755191
Zitat von Paulie Beitrag anzeigen
"Das kann man alles jetzt angehen und wenn dann der Gaser das zeitliche segnet bleibt er einfach aus und wird abgebaut."

Das hört sich vom Prinzip her gut an. Da hätte ich noch eine Rückfrage:

Eine WP nur für Warmwasser würde man ja deutlich kleiner auslegen als eine für[...]

Also schau mal in die Threads von AltbaumitWP, oder ich denke Kooxon (?) sowie einigen anderen die bivalent fahren. Da ist kein Puffer nötig, die WP und der Öler bzw bei Dir Gaser hängen einfach seriell hinterienander zwschen Vorlauf und Rücklauf, mit passend eingestellten Heizkurven. Der Gaser kommt dann ab dem Bivalenzpunkt (Heizgrenztemperatur in seiner Heizkurve) dazu, solange der Rücklauf kalt genug ist (Spich unter der Heizkurve der WP liegt) arbeitet die WP noch zu (parametrierbar), der Gaser legt dann nochmal X-XX°C an Vorlauftemperatur oben drauf und dann läuft die Heizung. Das Designprinzip sollte immer KISS sein (Keep it simple S....), besonders bei Wärmepumpen. Da kostet jede zusätzliche Komponente ind er Regel nicht nur Geld sondern auch Effizienz.

Das mit der Teerpappe im Wandspalt ist ja überaus blöd. Eigentlich sollte die, wenn man mit hinreichend Überdruck rangeht sich in weiten Flächen nach innen schieben lassen vom Dämmaterial, z.B. Perite. Das dann auch in Lücken rieseln kann. Vielleicht einfach mal versuchen. Schlechter als heute wird der Dämmwert der Wand nicht werden. Das alles Gedämmt ist wird da natürlich kein Handwerker garantieren, muss da also von der Haftung befreit werden.

Bezüglich Kellerdecke - die hat aktuell einen U-WErt von etwa 2,4. Ensprechend stellt scih da eine Temperatur einige Grad unter Lufttemperaur ein - laut Ubacus bei 7° im Keller 11° am Fussboden.. 3cm PU mit U-wert 0,026 reduzieren den U-WErt schon auf 0,68, und heben die Fussbodentemperatur auf ca. 17,7°. Mit 50mm U-Wert 0,46 und Oberflächentemperatur 18,4°. Siehe ubacus.net. Des Bauherrens Freund und Helfer.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 22.02.2019 15:05:22
0
2755197
Hallo winnie!
Dass bei euch in DE der Gesetzgeber so verrückt war für PV Strom diese hohen Rückspeisetarife zu gewähren (bezahlt von allen kleinen Stromkunden OHNE PV) ist leider Realität.

Bei uns in A gibts leider nur etwa 4 cent / kWh, da schaut die Variante "Rückspeisen von PV Strom leider ganz anders aus!
Grüße Hannes

Verfasser:
RobertP
Zeit: 22.02.2019 17:24:44
0
2755245
Zitat von Paulie Beitrag anzeigen
Was ist TA?

Thermischer Abgleich = Einregulierung der Heizflächen / Heizkörper über Versuch und Irrtum.

Zitat von Paulie Beitrag anzeigen

"- Ist die Heizgrenze vernünftig eingestellt worden?"
Was ist das? Ab wann die Heizung überhaupt anspringen soll?

Genau.

Zitat von Paulie Beitrag anzeigen

"- Welche Laufzeiten hat der Brenner? Wie oft macht er Start/Stopp pro Tag?"
Keine Ahnung. Kann man das abrufen? Muss man das selbst zählen? Ich glaube nicht, dass die Steuerung die Informationen hergibt. Kann aber noch mal nachschauen.

Die meisten Steuerungen haben einen Zähler. Zur Not stellst Du Dich mal daneben und wartest ab.

Zitat von Paulie Beitrag anzeigen

"Es empfiehlt sich, gerade im Hinblick auf einen späteren Tausch des Wärmeerzeugers, einen Wärmemengenzähler einzubauen (oder vielleicht zwei, einen für Heizen und einen für Warmwasser)."
So ein Ding muss dann in die Leitung rein? Und ist das sinnvoll bei einer Zirkulationsleitung?

Die WMZ müssen zwischen Kessel und TWW-Speicher bzw. zwischen Kessel und Heizkreis.

Robert

Verfasser:
ynaic
Zeit: 24.02.2019 23:19:49
0
2755938
Zitat von Paulie Beitrag anzeigen
Und gibt es eine Steuerung, die eine neue WP mit dem alten Buderus-Kessel verheiraten kann?


Auch da die Empfehlung: https://www.ta.co.at/frei-programmierbar/

Je nachdem was du alles an Ein- und Ausgängen brauchst kann das RSM 610 reichen, sonst einfach einen UVR16x2

Verfasser:
Paulie
Zeit: 20.03.2019 17:30:29
0
2766036
Danke noch mal an alle Antworten-Schreiber!

Falls ich an die Umsetzung gehe (oder gegangen bin) melde ich mich noch einmal wieder. :-)

Verfasser:
KOKON66
Zeit: 21.03.2019 13:56:50
0
2766354
@Paulie

Obwohl du dich erst später wieder melden willst,
- schicke ich meine Info trotzdem, zwar etwas verspätet..

Dein Zitat
Und gibt es eine Steuerung, die eine neue WP mit dem alten Buderus-Kessel verheiraten kann?
Ab wann die Heizung überhaupt anspringen soll? Ich bin, was die Heizung angeht, eher ein technisch versierter Laie


@HFrik
- oder ich denke Kooxon (? Richtig ist: KOKON66

Diese deine Fragen sind in meinem Thread detailliert beantwortet.

- ich fahre zwar die Geisha bivalent mit Oelbrennwert,
- dies kann aber auch mit einer Gas-Heizung auf die gleiche Weise realisiert werden.

Geisha-bivalent-mit-Oel-Brennwert-und-Heizkoerper-im-EFH-1960

Verfasser:
Paulie
Zeit: 08.04.2019 11:41:34
0
2771586
Schönen Dank, KOKON66, für den Link, ich habe mir die ganze Diskussion durchgelesen und die Links verfolgt.

Um meine Heizung besser zu verstehen, habe ich die Vor/Rücklauf-Temperaturen letzte Woche mit einem Sensor versehen und die Daten nebst Außentemperatur in einen Grafen gepresst. Am letzten Samstag ist die Temperatur außen von morgends 8° auf knapp 20° gestiegen, da dachte ich kann man das Verhalten der Steuerung gut sehen.

Was mich überrascht hat ist, dass die Heizung trotz eingestellter "Sommerabschaltung" bei 16° munter weitergeheizt hat. Wird da die Temperatur so stark gemittelt, dass die Sommerabschaltung noch nicht greift? Komisch...
Auch wurde die Vorlauftemperatur nicht wirklich der Außentemperatur angepasst. Die ist ja über alle Temperaturen konstant geblieben. :-/

Auch scheint die "Nachtabsenkung" in dem jetzigen Temperaturfenster einer Abschaltung zu gleichen. Kalt war es morgends in der Hütte nicht, in sofern alles in Ordnung. Wunderte mich nur etwas.

Ich werde das weiter beobachten. :-)


Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 08.04.2019 11:55:16
0
2771593
Wäre nicht die erste Heizung die nicht geregelt lquft, weil der Nutzer es nicht merkt " haus ist doch warm"

Dann hast du über den Sommer eine schöne Energievernichtung betrieben

Ggf ist da 1000l Heizöl drin den Kessel richtig zu optimieren...

Verfasser:
Paulie
Zeit: 09.04.2019 09:03:56
0
2771878
Bei genauerem Hinsehen wird am obigen Bild doch in der Frequenz geregelt.
Nimmt man die 4 Stunden von 8-12, 12-16, 16-20 Uhr, so sind im ersten Teil 7 Peaks, im zweiten 6 und im dritten 5 Peaks zu erkennen.

Gestern wurden die Anzahl der Peaks noch mal deutlich verringert. Die Außentemperatur war aber auch deutlich höher im Schnitt.
Die Vorlauftemperatur lag allerdings wieder in etwa bei 50°. In der Regelung steht i.ü. eine "Kurve" von "34 - 42 - 49" als Vorlauftemperatur bei Außentemperaturen von 10°, 0°, -10°.

Ein bisserl komisch finde ich das trotzdem. Naja, mal sehen wie die Kurve aussieht, wenn es richtig warm wird. Und auf den nächsten Winter bin ich gespannt. Hätte die Messung besser schon letztes Jahr starten sollen.


Verfasser:
wolleg
Zeit: 09.04.2019 18:13:41
0
2772032
Zitat von RobertP Beitrag anzeigen
Zitat von Paulie Beitrag anzeigen
[...]

Thermischer Abgleich = Einregulierung der Heizflächen / Heizkörper über Versuch und Irrtum.Robert

Warum einfach, wenn es auch umständlich geht.

Es gibt heute Thermostatventile und sonstige Raumtemperaturregeleinrichtungen, welche sich in der Regel sich nicht irren
und mit denen man jederzeit sich seine Wunschtemperatur einstellen kann.

Verfasser:
wolleg
Zeit: 09.04.2019 20:44:25
0
2772082
Zitat von Paulie Beitrag anzeigen
Bei genauerem Hinsehen wird am obigen Bild doch in der Frequenz geregelt.

Ich würde das Diagramm so deuten:
Ich kenne zwar die Regelung der Heizungsanlage nicht, würde ich aber durch Analyse des Diagramms zu folgendem Ergebnis kommen:
Es gibt keine von der Außentemperatur gesteuerte Vorlauftemperatur, sondern nur eine Art Zweipunktregelung. Bei ca. 30°C wird eingeschaltet und bei ca. 50°C abgeschaltet.
Dass bei höherer Außentemperatur weniger geschaltet wird, kann damit zusammenhängen, dass es länger dauert, bis sich das Wasser wieder abgekühlt hat, da die Temperaturdifferenz zwischen Raum- und Außentemperatur sich verringert hat.

Verfasser:
Paulie
Zeit: 14.05.2019 13:53:52
0
2784487
So, habe noch mal Informationen zusammengesucht, viel gelesen und versucht alles zu verstehen. Meine bisherigen weiteren Erkenntnisse bezogen auf meine IST-Situation:

- Es scheint, dass immer mind. auf 50°C aufgeheizt wird um Korrosion zu vermeiden (ist ein Gußkessel).

- Wenn die Heizung aus ist (es gab so warme Tage) heizt er 4x am Tag, damit das Wasser auf Temperatur bleibt.

- Im Energiegutachten von der letzten Baumaßnahme 2017 (DG-Ausbau) steht eine Heizlast des Gebäudes von 13 kW, welches ich auch mit einer Interpolation der Verbrauchs- und Außentemperaturdurchschnittswerte des letzten Winters als Norm-Heizlast für -15°C interpolieren konnte (bzw. 11kW bei -10°C).

Ich beobachte und lese weiter... :-)

Verfasser:
cbob
Zeit: 15.05.2019 08:07:55
0
2784702
Darf man fragen, wie der Messaufbau aussieht?
Welche Temperaturfühler wurden an Vor- und Rücklauf verwendet?
Und wie werden die Messwerte geloggt?

Verfasser:
Paulie
Zeit: 15.05.2019 10:56:26
0
2784766
Ich habe bei mir zu Hause eine Homematic-Hausautomation mit FHEM am Laufen.
In erster Linie für Gartenlampensteuerung und Signalgebung (Bewegung- und Türsensoren, Wassermelder).

Habe da einen Zweifachtemperaturmesser genommen und die Sensoren an die Vor- bzw. Rücklaufleitung zwischen Rohr und Isolierung geklemmt. Der schickt alle 2-3 Minuten zeitgleich die Werte zur Zentrale, die die Daten zu einem Grafen aufbereiten kann.

Einen Außentemperatursensor hatte ich ohnehin schon im Einsatz.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 15.05.2019 11:28:21
0
2784779
Also wenn ich das richtig lese, kommt dein Haus aktuell (Messreihe) mit ca. 35° Vorlauftemperatur konstant (bei genauem Abgleich vielleicht auch weniger) aus, was für eine Geisha für Warmwasser+Heizungsunterstützung genau passen würde, dan wäre der Gaser bis auf tiefen Winter aus. Und eventuell würde sich der Gasverbrauch nerwartet stark senken, wenn der Kessel den ganzen Sommer durhc noch relevante SChornsteinverluste hat weil er warm bleibt. (Dei Verbrauch ist relativ zum Dämmstandard sehr hoch, mögliche Erklärung: Kessel läuft ineffizient, ineffizienz durch Verluste die der Schorni nicht misst).
Zeichne mal weiter auf was der Gaser so treibt bei wärmer werdendem Wetter, sowie was je Tag oder Woche so an Gas durchläuft.

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Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast du dich schonmal mit deiner Anlage und deiner Regelung beschäftigt Wie...
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Heizungserneuerung/neues Energeimanagement?
Verfasser:
HFrik
Zeit: 15.05.2019 11:28:21
0
2784779
Also wenn ich das richtig lese, kommt dein Haus aktuell (Messreihe) mit ca. 35° Vorlauftemperatur konstant (bei genauem Abgleich vielleicht auch weniger) aus, was für eine Geisha für Warmwasser+Heizungsunterstützung genau passen würde, dan wäre der Gaser bis auf tiefen Winter aus. Und eventuell würde sich der Gasverbrauch nerwartet stark senken, wenn der Kessel den ganzen Sommer durhc noch relevante SChornsteinverluste hat weil er warm bleibt. (Dei Verbrauch ist relativ zum Dämmstandard sehr hoch, mögliche Erklärung: Kessel läuft ineffizient, ineffizienz durch Verluste die der Schorni nicht misst).
Zeichne mal weiter auf was der Gaser so treibt bei wärmer werdendem Wetter, sowie was je Tag oder Woche so an Gas durchläuft.
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