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Planung und Umsetzung RGK in Sachsen Anhalt
Verfasser:
Hausbaumichel
Zeit: 25.02.2019 11:24:54
0
2756069
Hallo liebe Haustechnik-Dialogisten :)

Das Frühjahr naht und das Wetter lässt (zumindest im Moment) auf einen pünktlichen Baustart unserens EFH im Mai hoffen.

Winni war bereits so nett und hat uns einen Entwurf für unseren RGK entworfen (Vielen Dank nochmals dafür!)
Entwurf

Zu dieser Zeit waren einige Dinge noch nicht geklärt bzw. hat sich nochmal einiges geändert. Unser Tiefbauunternehmen ist nun gefunden und gebunden und die ersten Detailplanungen zwecks Leitungsverlegung Dachentwässerung, Zisterne usw. sind abgeschlossen (erfolgt alles im Norden des Hauses). Da der Tiefbauer die Abwassersammelleitung längs außen am Haus verlegen möchte (nicht wie ich gedacht habe unter der Bodenplatte), haben wir die Grundstücksnutzung dementsprechen angepasst und möchten den RGK gerne in den Bereich südlich des Hauses verlegen.
Entwurf neu

Der bemaßte Bereich ist die Fläche, die uns für den Kollektor zur Verfügung steht. Gibt es vernünftige Möglichkeiten im dieser Fläche einen RGK zu realisieren? Alle Entwürfe die ich bis jetzt gezeichnet habe, hatten zu wenig Leistung. Benötigt werden 6270W.

Die Ausführung des RGK sollte im April/ Anfang Mai erfolgen, auf jeden Fall vor dem Beginn der Tiefbauarbeiten. Ehrlich gesagt macht mir die Ausführung allerdings noch etwas Bauchschmerzen und ich weiß nicht ob ich mir dieses Projekt so ohne Weiteres zutraue. Daher offen und ehrlich die Frage an alle Ringgraben-Pioniere hier:
Gibt es jemanden, der mich bei diesem Vorhaben aktiv unterstützen würde? Nach vorheriger Absprache (Termin) etc. werden selbstverständlich alle anfallenden Kosten für Anreise, Kost und Logie für ein komplettes Wochenende im Harz übernommen! Ein Baggerfahrer der zeitlich flexibel ist, ist vorhanden und wartet nur auf den Startschuss.

Vielen Dank
Hausbaumichel

Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.02.2019 11:49:30
1
2756090
Hallo,

vielleicht habe ich da was nicht verstanden, weil ich sehe da keine
Probleme den Kollektor im markierten Bereich zu realisieren?

Z.B.:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=0R50Wc5mSLvBluDe5GlS

Oder:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=OssTbX9A6ivpOedsWGq1

Grüsse

winni

Verfasser:
Hausbaumichel
Zeit: 25.02.2019 12:42:08
0
2756118
Vielen Dank, mal wieder! Ich weiß nicht, was ich falsch mache, habe wahrscheinlich viel zu kompliziert gezeichnet. Ich habe allerdings im Moment nur ein 12" Netbook zur Verfügung. Damit macht das Arbeiten mit dem Trenchplaner wirklich nicht viel Spaß :-/

Gibt es Probleme bei der engen Verlegung zwischen Vor- und Rücklauf (ca. 1m) im Bereich unter der Hausecke? Oder müssen die Sohlerohre dort im KG Rohr liegen damit sich Vor-und Rücklauf nicht beeinflussen?

MfG
Hausbaucmichel

Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.02.2019 12:56:09
0
2756126
Gerne. :-)

Unter dem Haus legst Du die Rohre in Kabuflex oder KG-Rohr.
Das ist mehr eine Sicherheitsmassnahme, gegen Vereisung
unter dem Haus und Du könntest die Sole-Rohre tauschen, falls
das aus irgendeinem Grund notwendig werden sollte.

Eine evtl. thermische Beeinflussung von Warm und Kalt spielt
keine Rolle. In einer Erdwärmebohrung laufen Warm und Kalt
auf voller Länge wenige cm nebeneinander.

Ich denke, Du hast gesehen, das ich 2 mal 300 Meter 32 Rohr
eingetragen habe? Ein 300 Meter 40er Rohr wäre zu wenig
Wärmetauscherfläche. Da solltest Du dann auf ein 40er Rohr,
400 Meter lang gehen, wenn Du ein Rohr verlegen willst.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hausbaumichel
Zeit: 25.02.2019 14:08:47
0
2756166
Das mit den Rohren habe ich nicht gesehen, da ich nicht drauf geachtet habe. Aber dein "alter Entwurf" war auch mit 2x 300er Rohr, daher habe ich das fälschlicherweise vorausgesetzt :D

Kannst du aus Erfahrung sagen, was vom Handling bzw. Aufwand her einfacher ist? Mir graut es ehrlich gesagt schon vor der Verarbeitung des 32er Rohrs mit 300m, geschweige denn 400m :O

Bei 400m Rohr müsste sich doch aber auch die Grabenlänge erhöhen, oder habe ich jetzt einen Denkfehler? Die 400m müssen doch auch irgendwie untergebracht werden.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.02.2019 14:18:37
0
2756173
Wenn man das schwerere 40er Rohr nach 200 Meter verschweissen
lässt, ist die Verlegung einfacher und es wird kein Verteiler gebraucht.
Am Graben verändert sich nichts, da werden dann mehr oder weniger
Slinkys eines Rohrs verlegt.
Da man keine Verschweissung braucht, würde ich aber die zwei
32er Rohre empfehlen.

Wieviel Slinkys in jeden Abschnitt verlegt werden, Durchmesser und Rohr-
verbrauch bis zu einem Abschnittende, siehst Du unter "Rohrverteilung"
im Menü.
Für die Slinkyabstände kann man sich vorher ein paar Schablonen aus
Dachlatten basteln und auf den cm kommt es da auch nicht an.

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 25.02.2019 15:10:41
1
2756197
Hi,

nimm mal Kontakt auf zu mausc hier im Forum, der könnte nah genug wohnen um tatkräftige Unterstützung zu leisten. Interesse hat er sicherlich.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Hausbaumichel
Zeit: 25.02.2019 18:15:28
0
2756273
Hallo Crink,
vielen Dank für den Tip. Ich habe Mausc mal angeschrieben. Vielleicht ergibt sich ja was. Die Erfahrungen hier in Mitteldeutschland, speziell im Harz ist sehr dünn was den RGK angeht. Um so dankbarer bin ich für jeden potentiellen Helfer.

LG Michel

Verfasser:
mausc
Zeit: 16.04.2019 23:30:45
3
2773997
Hallo,

hier kann dann auch Vollzug gemeldet werden. ;)

Nachdem das Bodengutachten schon nichts Gutes ahnen lies, hat es ein Probeschurf im Vorfeld der Verlegung bestätigt: verwitterter Tonschiefer ab 0,5 m unter GOK. Schlecht zu baggern, nicht gut für das Rohr. In Rücksprache mit Michel haben wir uns aber doch dazu entschieden, den Kollektor umzusetzen. Eine LKW-Ladung gesiebter Mutterboden als Rohrbettung und fleißige Helfer bei der Verfüllung haben es letztendlich möglich gemacht.

Der Graben wurde von Michel's Baggermann am Donnerstag und Freitag vor der Verlegung am ersten Samstag dieses Monats entsprechend der vorher abgestimmten Pläne erstellt. Der Aushub hat sich durch den schweren Boden hingezogen, am Samstag ging es dann ziemlich fix:

8.30 - Ankunft an der Baustelle und Übersicht verschafft
9.00 - Bodenqualität, Grabenlängen und -tiefen überprüft und mit den Plänen abgeglichen, den Verlegeplan an den realisierten Grabenverlauf angepasst, Helfer säubern den Graben von scharfkantigen Steinen am Grabenboden und den Grabenkanten
9.30 - Einweisung der Helfer in die Verlegung und das Handling der Rohre, die Verlegung angeleitet und die Einhaltung des Verlegeplans geprüft
11.00 - Verlegung fertig und Beginn der Verfüllung mit kleinem Radlader, Helfer verteilen abschnittsweise den Mutterboden in den Gräben
12.00 - Mittagspause
13.00 - Baggerfahrer trifft ein und unterstützt beim Verfüllen mit restlichem Aushub
16.00 - Verfüllen fertig, Abdrücken des Kollektors mit Druckluft
17.00 - Kollektor besteht Druckprobe, Feierabend

DIe Bettung aus 5 bis 10 cm Mutterboden in unmittelbarer Rohrnähe dämpft die mechanische Wirkung des folgend aufgefüllten Aushubs mit feineren Steinscherben. Mit dem gröberen Aushub wurde erst zum Schluss verfüllt. Wie sorgfältig die Verfüllung war, wird die Zeit zeigen. Aber ich bin zuversichtlich.

Der Boden war zwar eine Herausforderung für die Realisierung des Kollektors, aber insgesamt war es eine sehr angenehme Baustelle mit netten Leuten und guter Verpflegung. Da komme ich zur Inbetriebnahme des Kollektors gerne wieder. :)

Gruß
Martin

Verfasser:
crink
Zeit: 17.04.2019 05:00:37
0
2774001
Moin Martin,

toll, dass Du dabei sein konntest und danke für den Bericht. Das klingt ja nach ziemlich schwierigen Bedingungen. Wieviele Personen wart Ihr insgesamt auf der Baustelle?

Viele Grüße
crink

Verfasser:
mausc
Zeit: 17.04.2019 08:36:29
1
2774014
Hallo Claas,

ich hatte bei den letzten Verlegungen auch schon viele Steine, aber Michels Graben hat die nochmal getoppt. Vielleicht kommen noch ein paar Bilder.

Wenn ich richtig gezählt habe waren max. 10 Leute auf der Baustelle (das Bauherren-Paar, 5 Helfer, der Radlader-Fahrer, der Baggermann, ich). Als Baubegleitung habe ich die Arbeiten mehr angeleitet, koordiniert und überwacht, als wirklich mit angepackt. Meine "mechanische Arbeitsleistung" würde ich maximal mit der halben Arbeitsleistung eines der übrigen Helfer bewerten.
Für die reine Kollektorverlegung wären 4 Leute + Baubegleiter das Optimum gewesen. Da war es teilweise schon ein bischen eng im Graben, weil alle anpacken wollten. Für die aufwendige, teilweise händische Verfüllung bzw. Herstellung des Rohrbetts hat es dann aber wieder gepasst.

Gruß
Martin

Verfasser:
Hausbaumichel
Zeit: 17.04.2019 15:31:43
2
2774116
Hallo,
nun möchte ich mich auch mal zu Wort melden :)
Erstmal vielen Dank für deinen Bericht Martin. Dem kann ich nur beipflichten. Die Bodenverhältnisse waren nicht sonderlich toll. Der Schiefer kam viel schneller zu Tage als vermutet. Ab 1,4m Tiefe war der Boden so stark gewachsen, dass das Baggern nur noch einem Kratzen ähnelte. Die reine Zeit die Gräben herzustellen lag bei 8-9 h (wobei viel Aushub mehrfach bewegt werden musste um Platz und Bewegungsfreiheit zu schaffen). Die Aushubmenge habe ich ehrlich gesagt gnadenlos unterschätzt. In 2D auf dem Trenchplaner sah das gar nicht so schlimm aus :)

Zusammenfassend war es aber ein schönes Projekt mit vielen fleißigen Helfern und bei bestem Wetter. Anbei habe ich noch ein paar Bilder vom Graben für alle Interessierten.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal für die Hilfe im Forum und bei Martin bedanken.












LG Michel

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