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Gas Brennwert oder erstmal Ölbrennertausch
Verfasser:
aelbler
Zeit: 15.03.2019 08:04:17
0
2764011
Hallo zusammen,

ich bin leider kein sehr erfahrener Foren-Schreiber, daher möchte ich mich vorbeugend erstmal entschuldigen, falls ich hier mit dem Thema falsch sein sollte.
Mitlesen tu ich schon eine ganze Weile und finde diese Plattform doch sehr hilfreich und seriös.
Aber gleich mal zum Problem.
Ich habe seit ein paar Jahren ein Einfamilienhaus (BJ 1977; Schwörer-Fertighaus; 210 qm Wfl.) Im Jahre 2005 kam wohl durch den Vorbesitzer eine neue Ölheizung (Buderus Logano) mit 21KW Blaubrenner hinein. Eben dieser Brenner macht nun mit schöner Regelmäßigkeit Probleme. Dauernd gibt etwas den Geist auf.
In der Aufzählung wären dies:
-Düsenvorwärmung
- Zündelektrode (mehrfach-- der frisst die Dinger regelrecht)
- Ölpumpe undicht
-Flammrohr zerbröselt
- Ölfeuerungsautomat kommt evtl. bald, der zickt ordentlich.

Das fällt mir momentan spontan ein.
Düsen werden regelmäßig gewechselt, Kessel wird vor Beginn jeder Heizperiode penibel gesäubert.
Öldruck-Einstellungen sind laut Heizi okay.
Abgaswerte lt. Schorni recht gut.
Aber der Brenner.........
Scheint ein Montagsgerät zu sein.
Nun wollte ich nach all den Problemen weg vom Öl und hin zu Erdgas und ein Brennwertgerät installieren lassen, weil ich mit einem solchen auch schon sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Allerdings waren die Verhältnisse andere und somit ein Vergleich eher schwierig.
Nun sagt mir aber der Heizungsmensch, ich möge den Quatsch doch lassen und lieber einen neuen Brenner installieren, da der Kessel usw. sicher noch lange halten wird und die Investition viel kleiner ausfällt als eine neue Heizanlage und in Summe die alte Anlage mit neuem Brenner ein Gas-Brennwert-Gerät sogar überleben könnte. Und ausserdem wird "Brennwert" ohnehin gerne überbewertet. Alles über 5-10 % Energieeinsparung seien Märchen. Hört sich für mich alles schlüssig an, was er mir erzählt hat. Er ist so wie ich auch schon ein älteres Semester und verfügt über entsprechende langjährige Erfahrung im Heizungsbau. Bin nun etwas unschlüssig und würde mich über schlagkräftige Argumente Pro/Contra Blaubrenner/Gas-Brennwert sehr freuen.
Ergänzend zur Heizsituation:
EG durchgängig Flächenheizung
DG durchgängig Heizkörper (Einrohrsystem!!!)
15 qm Röhrenkollektoren auf dem Dach plus ca. 850 ltr. Pufferspeicher (Drainback-Anlage).
Ganz nebenbei noch ein Holzofen im EG, der bei Bedarf mitläuft und ggf. ins Heizungssystem eingebunden werden könnte; ein Rauchrohr-Wärmetauscher hängt dran.
Ich bin es, wie gesagt, leid, dauernd an der Heizanlage (Brenner) herumzureparieren und möchte gerne mal ein funktionierendes System haben, welches nebenbei auch noch effizient ist.
Gruß

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 15.03.2019 12:05:44
0
2764105
Wegen eventuellem Brennertausch stellt sich die Frage ob der jetzige mit dem Kessel (oder genauer formuliert mit der Kesseltüre / Frontplatte) eine Einheit bildet!

Wenn ja, dann wird es etwas schwieriger, wenn allerdings der Brenner auf einbem standard Brennerflansch am Kessel befestigt ist, dann wäre der Brennertausch eine halbwegs vernünftige option.

Ich persönlich würde den Intercal BNR100 nehmen, (gibts im net bereits um 695,-€), einfach, gut funktionierend langzeitstabil und auch sehr wartungsfreundlich!

Verfasser:
sukram
Zeit: 15.03.2019 14:18:14
0
2764153
Wenn das ein Gusskessel sein sollte, hält der Jahrzehnte, und auch mit der Einsparung Gasbrennwert vs. einem 2005er NT liegt der Heizer nicht arg daneben; nicht zu vergessen, dass man bei Gas den Brennwert berechnet kriegt ;-)

Bei Units war manchmal auch eine andere Brennertür mit Universalflansch verfügbar, an den jeder Fremdbrenner passt...

Stellt sich erstmal die Frage, in welchem Zustand die Tankanlage ist- bei einem '77er Erdtank z.B. sollte man schonmal über einen Brennstoffwechsel nachdenken.

Verfasser:
mc.stoni
Zeit: 15.03.2019 15:45:50
0
2764189
Hallo

Erstmal ist der Blaubrenner von Buderus garnicht so schlecht.
Zumal es auch drauf ankommt welcher Kessel da steht, bei einigen war schon ab 2005 Blaubrenner Pflicht wegen NOX werte so das ein neuer Brenner ebenfalls Blaubrenner sein müste.

Zu den Beanstandungen:
-Düsenvorwärmung
- Zündelektrode (mehrfach-- der frisst die Dinger regelrecht)
- Ölpumpe undicht
-Flammrohr zerbröselt
- Ölfeuerungsautomat kommt evtl. bald, der zickt ordentlich.

Zündelektroden sind bei jedem Brenner verschleißteile, ich wüste auf anhieb keinen Blaubrenner wo die lange halten meistens nach 1-2 Jahren sind die Weg.

Düsenvorwärmung geht schon mal Kapput, das ist aber ein zukaufteil wie bei jedem anderen Hersteller auch, das gleiche gilt für Ölpumpe und Steuerung.

Flamrohr defekte gehen auf falsches Öl und flasche Montage nach der Wartung zurück, es wird immer vergessen die Dichtung zu tauschen was einen falschen anstellwinkel des Brenners veruchsacht, oder man hat das Falsche Öl getankt aber hier gibt es inzwischen die Keramische Version die man dann einbauen kann.

Gruß

Verfasser:
aelbler
Zeit: 15.03.2019 15:46:21
0
2764190
Hallo und danke für die raschen Antworten.

Den Intercal BNR 100 hatte ich mir doch tatsächlich auch schon etwas näher angeschaut. So, wie es aussieht, wird da ein Schiebeflansch mitgeliefert, mit dem man ihn dann passgenau eingebaut bekommt. Sollte also lösbar sein. Mein derzeitiger Buderus ist auch an die Kesseltür angeflanscht.

@sukram:
Wie meinst Du das mit dem 77-er Erdtank??? Ja, ich habe einen derartigen. Es ist ein Pfisterer mit 7.500 ltr. Er hat zwischendurch mal eine Innenhülle bekommen, so, dass jetzt nur noch ca. 7.000 ltr. reinpassen. Ist bislang nix gewesen an dem Teil.
Was sollte denn da passieren? Ich habe darüber auch noch nie irgend etwas gehört.

Verfasser:
HarryD
Zeit: 15.03.2019 16:05:57
0
2764194
Hallo aelbler,

hmmmmm....

Ölvorwärmer ist ein Verschleißteil, das sollte jetzt aber wieder ein paar Jahre halten.

Zerbröseltes Flammrohr aus Stahl ist ein bekanntes Problem bei schwefelfreiem Heizöl. Jetzt sollte aber (hoffentlich) ein Keramikrohr verbaut sein, dass dieses Problem nicht mehr hat.

Defekte Ölpumpe kommt nach knapp 15 Jahren auch mal vor, ist wohl auch neu.

Will damit sagen, die teuren Verschleißteile sind doch schon ersetzt.

Bei dem übertriebenem Zündelektrodenverschleiß solltest Du deinen Heizungsbauer mal "hochnotpeinlich" befragen, ob er wirklich exakt die Düse genau nach Werksvorschrift (!) eingebaut hat? Blaubrenner sind da recht empfindlich.
Es gibt halt nicht nur die Düsengröße, sondern auch das Spritzbild und den Hersteller. Buderus hat da mal Fluidics durch Danfoss ersetzt, trotz nominell gleicher Daten.
Da würde ich mich auf keine Diskussionen einlassen und fordern, dass ausschließlich die aktuelle Werksempfehlung verbaut wird.

Was meinst Du mit "zickendem" Feuerungsautomaten? Vielleicht ist auch nur der (erschwingliche) Flammensensor altersschwach.

Dann hast Du wieder einen fast neuen Brenner für die nächsten Jahre und kannst in Ruhe ein energetisches Gesamtkonzept planen.

P. S.
Brennwertnutzen und Heizkörper vertragen sich aufgrund der hohen Systemtemperaturen nicht so gut, da hat Dein Heizungsbauer schon sehr recht.

Viel Erfolg

HarryD

Verfasser:
kd-gast
Zeit: 15.03.2019 16:43:28
0
2764209
und so ein feuerungsautomat sollte
auch nicht mehr wie 100€ kosten ,von der Fachfirma...
Elektroden fressen meine blaubrennern nicht ....aber alle 10 Jahre können die Mal neu.
interessant zu wissen wären die messprotokolle der Jahre mit den Ausfällen...

dazu genauer brennertyp und den Ölverbrauch im Durchschnitt pro Jahr.

Gruß kd-gast

Verfasser:
sukram
Zeit: 15.03.2019 17:01:25
0
2764216
Zitat von aelbler Beitrag anzeigen
@sukram:
Wie meinst Du das mit dem 77-er Erdtank??? Ja, ich habe einen derartigen. Es ist ein Pfisterer mit 7.500 ltr. Er hat zwischendurch mal eine Innenhülle bekommen, so, dass jetzt nur noch ca. 7.000 ltr. reinpassen. Ist bislang nix gewesen an dem Teil.
Was sollte denn da passieren? Ich habe darüber auch noch nie irgend etwas gehört.[...]


Ich bin von einem damals typischen DIN 6608-Stahltank ausgegangen; aber auch ein Pfisterer bekommt seine Gebresten...

Verfasser:
Green7
Zeit: 15.03.2019 17:19:11
0
2764230
Der erhöhte Verschleiß der Elektroden ist durch zu hohes Takten zu erklären.

Hintergrund Buderus hat früher noch einen Analogen Feuerungsautomaten in den BE Brennern verbaut (LOA) diese hatten eine nachzündzeit von 12 Sekunden.

D.h die haben länger als nötig den Zündstrom freigegeben und so ist der erhöhte Verbrauch zu erklären.

Abhilfe würde die Umrüstung auf den nachfolge Feuerungsmanager , dieser hat eine kürzere nachzündzeit. 3 sek meine ich.

Verfasser:
Green7
Zeit: 15.03.2019 17:38:08
0
2764239
Der Nachfolge Feuerungsmanager wäre der LMO54, der hat dann auch einen Fehlerspeicher.

Verfasser:
aelbler
Zeit: 16.03.2019 13:15:46
0
2764503
Hallo,
der Zusammenhang zwischen dem Elektrodenverschleiss und Takten bzw. langer Nachzündzeit leuchtet mir direkt ein.
Andererseits:
an diesem Brenner ist jetzt soviel ersetzt/repariert/geschraubt worden, dass es mir lieber ist, ich ersetze den Brenner durch einen vernünftigen neuen und verwende den alten, sofern möglich, als Ersatzteilträger.
Gruß

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