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Ersatz alte Pelletsheizanlage
Verfasser:
Heizungserneuerer
Zeit: 16.03.2019 06:34:54
0
2764364
Hallo Forenmitglieder,
ich habe da mal eine Frage, da meine 14 Jahre alte Wagner Solar Pelletsanlage mit solarer Heizungsunterstützung, Pelletsansaugung und Pufferspeicher mangels Ersatzteilen und fehlender Wartungskompetenz ausgetauscht werden sollte.
Ich möchte wieder eine gut funktionierende Pelletsheizanlage, wobei die Solarpanel und die Ansaugung aus dem Saugtopf wieder eingesetzt werden sollen. Ich würde aber den Pufferspeicher (mit 200 l Brauchwasserbaby) durch ein Frischwassermodul, in erster Linie aus Platzgründen, ersetzen.
Wer hat kompetente Tipps in Sachen Fabrikat, Lieferung, Selbstaufbau, Wartung usw.

Die Wagneranlage wurde von einer Fachfirma geliefert und von mir aufgebaut.
So möchte ich es wieder machen.
Ebenso bitte ich um Tipps zur Förderung durch die BAFA.

Grüße und schon einmal ein erstes Dankeschön

euer Heizungserneurerer

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 16.03.2019 14:52:21
0
2764537
Meinst dass Dein Plan wirklich Sinn macht?
Wir schreiben 2019 ... eventuell gibt's bessere Alternativen!
Erzähl mal ein bisschen mehr zur Wärmesenke und den Gegebenheiten vor Ort.

Verfasser:
Heizungserneuerer
Zeit: 17.03.2019 14:15:05
0
2764813
Hallo lowenergy,
aus diesem Grund bin ich im Forum. Also nicht alternativlos und noch im Findungsprozess.

Was meinst du mit Wärmesenke?

Zu meinem Gegebenheiten kann ich folgendes sagen:
Wir haben ein ca. 100 Jahre alten neurenovierten Bauernhof mit mehr als 300 qm Wohn- und Praxisflächen, die zu beheizen sind.
Ich brauche ca. 7 to Pellets im Jahr und habe keinen Gasanschluss im Haus. Im Prinzip haben wir eine 120 qm große OG Wohnung, eine 80 qm große EG Wohnung, der Rest sind Praxisräumlichkeiten über 2 Geschosse. Das Gebäude ist nicht unterkellert.

Was willst du sonst noch wissen?

Verfasser:
Taunusheizer
Zeit: 17.03.2019 14:32:03
0
2764827
Was willst du sonst noch wissen?

Er und wir wollen wissen, ob die Wärmesenke aus Heizkörpern Fußbodenheizung oder anderen Flächenheizungen besteht und welche VL/RL Temperaturen dort bei Normaußentemperatur nötig sind. Sowie ob die Wohnungen und Praxen vermietet oder selbstgenutzt sind, wegen der effizienten Betriebsweise.
Die Fragen zielen dahin, ob eine zeitgemäße Wärmepumpe effizient in dieser Liegenschaft betrieben werden kann.
Bei Bauernhof wäre noch spannend, ob es Flächen für einen Ring-Grabenkollektor gibt. Falls die Wärmesenke passt, könnte man damit das Anwesen effizient und nachhaltig mit Wärme versorgen.

Verfasser:
Heizungserneuerer
Zeit: 17.03.2019 22:04:11
0
2764998
Okay, damit kann ich umgehen.
Also zuerst habe ich eine Mischung aus Wand (1/3) und Fußboden (2/3) Heizung und keinerlei Radiatoren.
Dies bezieht aich auch auf die Vermietung der Räume. 1/3 Privat genutzt und 2/3 vermeitet.
Meine KesselVL Temperatur beträgt ca. 62 Grad, wird aber wegen der Heizgeschichte auf max. 50 Grad begrenzt.
Der Bauernhof hat einen nun fertigen Kopfsteinpflasterhof, also Ringgraben gestorben.

In Sachen Wärmepumpe habe ich so meine Zweifel, da Strom auch Geld kostet und die Betriebszeit einer WP doch schon erheblich ist.
Wir haben schon seit 1983 unser Warmwasser durch Wärmepumpe erzeugt und konnten keine gravierenden Vorteile erkennen, außer dass die Heiztherme von April bis Oktober abgeschaltet war.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.03.2019 06:49:39
0
2765028
Zitat von Heizungserneuerer Beitrag anzeigen
... In Sachen Wärmepumpe habe ich so meine Zweifel, da Strom auch Geld kostet und die Betriebszeit einer WP doch schon erheblich ist ...
Natürlich kostet die Antriebsenergie für eine Wärmepumpe Geld ... aber dadurch, dass bei einer gut funktionierenden Anlage mit einer Kilowattstunde Strom mindestens 4 bis 5 Kilowattstunden Wärme generiert werden können, kostet eine Kilowattstunde thermische Energie, die mit der Wärmepumpe ins Hausheizkreiswasser eingebracht wird, eben auch nur ein Viertel bzw. ein Fünftel des Stroms!

Z.b. ein Wärmepumpensystem läuft mit AZ5 .... Strom kostet 0,25€/kWh ... kostet 1 kWh Wärme eben 0,05€/kWh!

Beim Pelletsverbrennen geht übrigens ein Teil der im Brennstoff enthaltenen Energie (Pelletskosten) durch den Schornstein und eine Pelletheizung benötigt auch Strom!

(Bildquelle)


😉

Verfasser:
HFrik
Zeit: 18.03.2019 10:19:15
0
2765085
Nun, mit Wand und Fussbodenheizungen ist eventuell eine taugliche Wärmesenke vorhanden. Wie tief man die betreiben kann müsste man sehen - die 50° sind vermutlich eingestellt weil es bei höheren Temperaturen stellenweise unangenehm warm wird?
Je °C weniger Vorlauftemperatur steigt die Effizienz einer WP um 2-2,5%, ebenso steigt die Lebenserwarteung der Heizungsrohre. Es wäre also sinnvoll mit der bestehenden Anlage noch auszuprobieren wie tief man die Vorlauftemperatur senken kann (sofern das die bestehende Anlage zulässt). Das bringt auch Vorteile für die ggf noch weiterzunutzende ST, bei der mir noch nicht ganz klar ist ob hier der Bestand obsolet ist und erneutert werden soll/kann, oder ob dieser Teil der Bestandsanlage noch OK ist.
Sofern eine Erneuerung der ST ansteht sollte man auch über PV nachdenken.
Das Duo PV+WP holt je m² sowie je € mehr Wärme vom Dach als eine ST. (und stellt zusätlich noch Strom für andere Bereit, den man verkaufen kann.)
Auch wenn natürlich im Winter nicht genügend PV-Strom da ist -aber das Problem hat die ST noch im verstärkten Maße.
Im Winter steht aber von der Windkraft genügend EE-STrom zur Verfügung. Global betrachtet würde eine solche Umrüstung bedeuten dass man mehr Pellets frei hat für Gebäude, welche wirklich nicht anders zu beheizen sind, bzw. zur Stromerzeugung aus Biomasse (Modernere Stein und Braunkohleblöcke mit Wirbelschichtfeuerung sollten auch mit Pellets laufen mit kleinen Anpassungen) um kurzfristige Spitzen der Residuallast abzuarbeiten (Dann für Strom, Wärme, Mobilität auf einmal).
Diesen globalen Hintergrund braucht der kleine Bauherr natürlich nicht zu berücksichtigen, wird aber Einfluss auf die Rahmenbedingungen für den Anlagenbettieb im Einzelnen in Zukunft haben. Daher halten einige der Mitforisten dies stets mit im Auge bei den vorgeschlagenen Systemen.

Verfasser:
Taunusheizer
Zeit: 18.03.2019 11:15:44
0
2765117
Zitat von Heizungserneuerer Beitrag anzeigen
Wir haben schon seit 1983 unser Warmwasser durch Wärmepumpe erzeugt und konnten keine gravierenden Vorteile erkennen, außer dass die Heiztherme von April bis Oktober abgeschaltet war. [...]

Ist ja auch schon mal ein Vorteil.
Bei den Flächenheizungen reichen dir vermutlich maximal 35°C im Vorlauf, oft weniger. Brauchwasser musst du je nach System auf 45, 55 oder noch höher erwärmen, dass macht in der Effizienz schon einen riesen Unterschied.
Bei der neuen Brauchwasserbereitung würde ich egal ob Solar oder WP, versuchen auf Frischwassertechnik, möglichst ohne Zirkulation zu gehen. Wobei bei Vermietung auch auf die Bedürfnisse der Mieter rücksicht genommen werden muss.

Verfasser:
Heizungserneuerer
Zeit: 19.03.2019 20:21:52
0
2765733
Ich danke euch allen für die Denkanstöße und ich meine es auch so.
Ich werde tatsächlich mal einen Fachmann dazuholen, um den Einsatz einer Wärmepumpe mal durchzuhecheln.
Bliebe dann noch die Brauchwassererwärmung, die ja höher als 35 oder 40 Grad sein sollte. Wie wäre das zu realisieren?
Die ST ist nicht obsolet, sondern soll, solange sie läuft, noch genutzt werden. Es sind 6 Felder, die der Heizungsunterstützung und im Sommer der Brauchwassererwärmung dienen. Übrigens ist der HK im Sommer „unnötig“, da die ST das Brauchwasser abdeckt.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.03.2019 20:46:02
0
2765744
Nun, Legionellensicher aber dennoch mit niedriger Temperatur kann man Warmwasser mit einer Friwa mit grossem Wärmetauscher machen. Da die ST weiterhin hohe Temperaturen erzeugen kann muss die Friwa auch einen Verbrühschutz haben.
Man kann eine WP als Monoblockanlage auch leicht selbst aufstellen und den HB nur die Zuleitungen legen lassen (und den Abgleich bestätigen für die BAFA) sofern das von Interesse ist (senkt die Kosten gewaltig) Eine "Geisha" ist für 2700€ inkl Lieferung erhältlich, abzüglich glaube ich 1800€ BAFA-Förderung. Die Anschlussleitung sowie die Dreiwegeventile sowie ggf ein passendes Rückschlagventil etc für die Einbindung in die Bestandsanlage kommen noch dazu.

Verfasser:
Heizungserneuerer
Zeit: 20.03.2019 08:24:48
0
2765833
Das hört sich gut und nach finanziell realisierbar an.
Jetzt muss ich nur noch sehen, welche WP Marke gut für uns ist und wer das auch optimal handeln kann bzw. mich vorher auch gezielt berät.

Das „Problemchen“ wird aber sein, dass die WP wahrscheinlich im Außenbereich steht und dann die Verbindung irgendwie in den vorhandenen Heizraum führen werden muss.

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