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Sanierung der Heizung für grosses Haus mit 7500 l Ölverbrauch
Verfasser:
Lucky6666
Zeit: 23.03.2019 09:34:33
0
2766835
Hallo,

wir (Familie 3 Erwachsene und 3 Kinder) habenvor 2 Jahren ein Haus mit ca. 350 qm Wfl im Norden von Baden Württemberg gekauft. Für das Haus wurde mit einem Energieausweis mit 122 kWh/qm/a geworben. Inzwischen haben wir fast 4000€ an Rechnungen für Reparaturen, Wartung und Optimierungsmassnahmen an der alten Heizung ausgegeben und festgestellt, dass wir 15000 Liter Heizöl seit dem Einzug verbraucht haben.

Folgende Heizung ist verbaut:

Viessmann Uniferral ne46 mit 46-55KW Heizleistung (Baujahr 1984)
Unit-Gelbbrenner von Viessmann (Typenschild unleserlich, wahrscheinlich 4-8,1l/h, Baujahr 1984, Serienummer ist 7072604)

Die Heizung versorgt insgesamt 7 bzw. 8 Heizkreise
2 Systemabtrennungen für Fussbodenheizungsbereiche (jeweils mit Mischer)
4 Heizkreise für Radiatorheizungen (jeweils mit Mischer)
1 ungemischter Heizkreis für WW
1 von der Heizung ungesteuerter Heizkreis (die Pumpe ist bisher nicht an d8e Heizung angeschlossen) für einen Innenpool, der aber bisher noch nicht in Betrieb genommen wurde

200-250l Viessmann Edelstahlboiler von 1984
15000 Liter Heizöl-Erdtank
3 x Dekamatik DE mit Fernsteuerungen im Wohnbereich
Hydraulische Weiche mit großer Pumpe

Folgende Werte sind bei der letzten Wartung festgestellt worden

55KW
Brennerdüse 45^ SF
13 Bar Pumpendruck
12,2 % CO2
Russzahl 0-0-0
Rauchgastemp. 196,2 c^
Raumtemperatur 9,7 c^
Abgasverlust 8,9 %


Bisherige Optimierungsmaßnahmen:
1. Aufgrund der sehr hohen Stromverbräuche haben wir die 180-270W Pumpen der Heizkreise gegen 5-40W Pumpen ausgetauscht.

2. Ich habe inzwischen einen Erdgasanschluss in unser Haus verlegen lassen.

3. Der HB hat die beiden Fussbodenheizkreise gespült, da wenig Wärme oben angekommen ist.

4. Der Kessel wurde inzwischen zum 3 mal gewartet und gereinigt.


Angebot meines Heizungsbauers

Alternative 1:
Neue Kesseltür einbauen 375€
Neuer Blaubrenner 1700€
Klappe in das Abgasrohr (Kondesat)
Deutliche Reduktion der Brennerdüse
Zzgl. Montagekosten vermutlich Kosten >2500€
Meine Meinung: Hohe Investition für eine 35 Jahre alte Heizung... Klare Aussage, dass er im Moment keine Kapazität zum Austausch der gesamten Heizung hat

Alternative 2 (von Heizungsbaufirma B):
Neue Gasbrennwert-Heizung mit Brennstoffzelle zur Stromproduktion
Viessmann Vitavalor 30 KW Heizleistung
Erweiterung der Steuerung auf 7 Heizkreise
Inkl. Umbau zum „Brennwertkondensat“-fähigen Schornstein
40.500€ Abzüglich der Förderung von knapp über 11.000€ .
Zzgl Kosten für Hydr. Abgleich


Alternative 3 :
Einbau einer Buderus GB212-30/6, G25, IP, MC110 Gasheizung
Mit Buderus Logaplus-Paket S76, blau Solarpaket
Inkl. Umbau zum „Brennwertkondensat“-fähigen Schornstein
29.900€ Inkl. Entsorgung alte Anlage

Alternative 4 (Angebot wird gerade noch erstellt)
Bluegen Brennstoffzelle mit Wärmepumpe

Investitionen in dieser Größenordnung hatten wir beim Hauskauf überhaupt nicht eingeplant. Allerdings sind die hohen Verbrauchskosten ebenfalls inakzeptabel.

Ich würde mich über über Empfehlungen zum weiteren Vorgehen und zeitgemäßen aber bezahlbaren Modernisierungsmassnahmen zu meinem Projekt freuen. Gerne darf sich auch ein Heizungsbauer per PN mit Vorschlägen melden.

Verfasser:
winklernorbert28
Zeit: 23.03.2019 09:58:03
3
2766848
Gasbrennwert mit ca 45 kw und fertig....
In eine alte Heizung zu investrieren und rausgeworfenes Geld...

Ein Gerät mit integrierter Brennstoffzelle, ist vermutlich in der Wartung und bei den Ersatzteilen sehr teuer und nicht rentabel...

Eine Solar nachzurüsten, wirst du auch nie runter holen, solange nicht alles auf Heizungsunterstützung und WW ausgelegt ist

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 23.03.2019 10:48:09
4
2766869
Die Frage ist ob die Anlage wirklich so extrem ineffizient ist oder wo sonst sie Energie verloren geht.

Nicht daß ihr einen Haufen geld in ne neue Heizung investiert und habt trotzdem noch einen ähnlich hohen Verbrauch habt.

Verfasser:
schallundrauch
Zeit: 23.03.2019 10:48:36
4
2766870
Ähm, habt Ihr Fenster mit mehr als einer Scheibe und sind die auch gelegentlich geschlossen?

Bei 7500l/350qm würde ich mir erstmal gedanken machen wo die Wärme hin geht, bevor ich über eine neue Heizung nachdenke.

Würde mich nicht wundern wenn man den Verbrauch durch anderes Nutzerverhalten, richtige Einstellung der Anlage und einige Kleinere Modernisierungen (welche sich Locker in <5 Jahren amortisieren) locker halbieren könnte. Dann würde auch die neue Heizung Preiswerter...

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 23.03.2019 10:48:53
6
2766871
SECHS Heizkreise in einem (wenn auch großen) Einfamilienhaus? Warum das denn?
Ich hätte zwei erwartet: Einen für die Fußbodenheizung und einen für die Heizkörper.

So wie du schreibst habt ihr bislang euch noch nicht weiter mit Einstellungen und Optimierungen befasst. Ich würd daher erstmal nochmal tanken (natürlich max. halb voll) und einen Winter lang auch mit Forenhilfe Einstellungen optimieren.

1) Benötigen die vier Heizkörper- und die zwei FBH-Heizkreise wirklich unterschiedliche Temperaturen - oder kann man die zusammenfassen? Spart deutlich in der Anlagentechnik für die Neuanlage
2) Wie weit kommt man mit Vorlauftemperatur für FBH und Heizkörper runter (dabei speziell bei der FBH NICHT die Pumpe auf Mindestleistung laufen lassen und über die gesparten Elektro-Watt freuen. Mehr Durchsatz ermöglicht weniger Vorlauftemperatur.)
3) Auslastungsmessung, wieviel Heizleistung braucht man wirklich.

Ansonsten würde ich auch weder in eine 30 Jahre alte Ölheizung nochmal neu investieren, speziell wenn schon Gas im Haus liegt (von üblicher Wartung abgesehen). Noch würde ich wie der Vorschreiber schon sagt die teurere Brennstoffzelle nehmen, sondern einfach Gasbrennwert.

Aber: In Baden-Württemberg brauchst du bei Heizungserneuerung einen regenerativen Anteil, alternativ Ersatzmaßnahme.
Trotzdem würde ich das nicht über Solarthermie erschlagen. Sondern wahlweise über Photovoltaik, oder über Ersatzmaßnahme Dämmung. Prüfen, was an Dämmung einfach und ggf. (teilweise) in Eigenleistung gemacht werden kann (Oberste Geschoßdecke dämmen, Scheiben tauschen, Kellerdecke dämmen) und dafür ausreichend ist. Wenn das klappt, das unbedingt schon vor der nächsten Heizperiode erledigen. Dann fließt das in die Erkenntnisse zu benötigter Vorlauftemperatur, möglichem zusammenfassen von Heizkreisen und insbesondere benötigter Heizleistung ein, und führt somit ggf. zu einer kleineren nötigen Anlage (die - selbst wenn eine 5kW kleinere Anlage nicht billiger im Invest sein sollte, langfristig effizienter läuft). Und spart natürlich schon die erste Saison Energie. Das im Vorfeld zum Heizungstausch zu machen ist für die Anerkennung soweit ich weiß kein Problem.

Klar wäre eine neue Heizung ein paar Prozent effizenter. Aber im wesentlichen benötigt die Energie nicht die Heizung, sondern das Haus. Auch dafür wäre die "Ersatzmaßnahme Dämmung" hilfreich. Und auch deswegen ist nochmal eine Saison mit alter Heizung nicht unbedingt ein Beinbruch.

Bleibt die Frage was mit deinem Pool ist. Willst du den wieder in Betrieb nehmen? Wenn ja, soll der auch im tiefen Winter beheizt werden?
Da kenn ich mich leider null aus, wieviel Leistung das braucht. Aber geh in dich, ob das (finanziell) wirklich (zeitnah) eine Option ist. Sowas kostet ja deutlich Energie, und ich könnte mir vorstellen ein 35 Jahre alter Pool benötigt auch erstmal einiges Sanierungs-Invest. Dein Beitrag klingt ehrlich gesagt nicht so, als ob das Geld allzu locker sitzt.
Wenn das erst in 15-20 Jahren passieren könnte, würde ich die jetzige Heizung ohne planen. Kostet nur mehr an Anlagentechnik, du hast eine zu große Heizung die damit dauerhaft ineffizienter läuft, und bis du es mal umsetzt ist die Heizung schon wieder (fast) austauschreif. Sofern die Heizung den Pool jemals sieht.
Mit der jetzigen Heizung nochmal eine Saison heizen würde auch hier Zeit verschaffen, sich das zu überlegen (und überhaupt erstmal Infos einzuholen, was da auf einen zukommen würde, wenn).

Eltern von einem Freund hatten in den 70ern einen Innenpool vorbereitet. Nach der ersten Ölkrise sofort verworfen und den Raum anderweitig genutzt - aber die Heizung war denke ich schon vorbereitet und lief dann noch paar Jahrzehnte so. 20 Jahre später haben sie sich einen unbeheizten Outdoor-Pool in den Garten gestellt.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 23.03.2019 10:55:14
0
2766875
Weil schon die etwas provokative Frage "Sind die Fenster auch ab und zu geschlossen" kam: In der Tat auch Nutzerverhalten hinterfragen. Wird per Dauerkipp gelüftet, oder per Stoß-/Querlüftung? Macht auch deutlich was aus!

Verfasser:
wpibex
Zeit: 23.03.2019 11:56:21
1
2766896
Hallo Lucky,
wir haben ein ähnliches 5-FH im Norden von BW und seit 1980 ständig mit physikalischem Verstand saniert. Vor ~40 Jahren noch 5500 Liter HEL für 300 qm.
Dieses Jahr noch 100 Liter HEL und 9000 kWh Wärmestrom für eine GW-WP und WW-Luft-WP. Näheres auf waermebrunnen.de Dort steht auch was wir alles saniert haben.

Verfasser:
sukram
Zeit: 23.03.2019 13:18:18
0
2766930
Zitat von Didi-MCR52 Beitrag anzeigen
In Baden-Württemberg brauchst du bei Heizungserneuerung einen regenerativen Anteil, alternativ Ersatzmaßnahme.[...]


EWärmeG BW

Bei mir genügen dafür die 20 cm Styropor auf der Speicherdecke.

In einen 35jährigen Uniferral tät' ich nix mehr investieren.
In Öl generell auch nix mehr.

Im Übrigen: hier bis 244qm - Umstellbrandkessel 49kW aus '73 - Schnitt 2.670l/a.

BDEW Heizkostenvergleich Altbau

CO2online Beratungswerkzeug

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 23.03.2019 13:41:39
0
2766941
Mehr als 50% der "Energieausweise" sind nicht einmal das Papier wert auf dem Sie gedruckt sind, besonders bei "zum Verkauf stehenden Altbauten"!
Denn nachprüfen kann der Laie dies sowieso nicht und wenn dann wird argumentiert dass "das persönliche Nutzerverhalten" für den Mehrverbrauch verantwortlich ist.

Hol dir einen vernünftigen Energieberater, der mit dir gemeinsam die Hütte abgeht, kostet wohl ein paar Hunderter, aber dann hast Du fundierte Vorschläge wo Du ansetzen musst, da möchte ich erst gar nicht aufzählen, denn oberste Geschoßdecke, Aussenwände, Fenster, Kellerdecke etc sind schon einmal die Hauptverdächtigten.
Zusätzlich noch das Nutzerverhalten und die Einstellungen der Heizungsregelung!

Ich hab 200 m² beheizte Fläche (+ noch ein Glashaus mit 15m² welches auf +5°C gehalten wird) und heize mit Solaranlage mit Pufferspeicher (63.000 L) und mit HEL und verbrauche von 1200 bis max 1500 L/a

Verfasser:
Lucky6666
Zeit: 23.03.2019 14:07:06
0
2766949
Hallo zusammen,

erstmal Danke für die Antworten.
Zu
Verfasser:
schallundrauch Zeit: 23.03.2019 10:48:36
2766870
Ähm, habt Ihr Fenster mit mehr als einer Scheibe und sind die auch gelegentlich geschlossen?

Bei 7500l/350qm würde ich mir erstmal gedanken machen wo die Wärme hin geht, bevor ich über eine neue Heizung nachdenke.

Würde mich nicht wundern wenn man den Verbrauch durch anderes Nutzerverhalten, richtige Einstellung der Anlage und einige Kleinere Modernisierungen (welche sich Locker in <5 Jahren amortisieren) locker halbieren könnte. Dann würde auch die neue Heizung Preiswerter...


Meine ANTWORTEN:
Der Verbrauch ist absolut unklar. Ich habe natürlich bereits erste Maßnahmen im letzten Jahr getroffen:

Wir haben programmierbare Einzelraumregelungen und neue Stellmotoren für die FBH installiert. Raumtemperatur ist nie über 21^ und Fenster werden in der Heizperiode nicht gekippt.

Mit den 3 Steuerungen (Dekamatik De) komme ich nicht wirklich klar und die Einstellungen wurden daher kaum angepasst.

Die Fenster habe ich vom Fensterbauer checken lassen, sind Holz-Thermo-Plus- Isolierglasfenster von 1984. Er meinte der uw-Wert wäre zwischen 1.7 und 1.3
Die Fensterdichtungen waren hinüber und wurden ausgetauscht.

Die Außenwände sind massiv und mit einer dünnen Dämmung zwischen Stein und äußerer Holzverkleidung ausgeführt. Also auch nicht ganz schlecht...

Woran könnte es sonst noch liegen...?

Verfasser:
kd-gast
Zeit: 23.03.2019 14:08:00
3
2766950
derzeit 25 kW Heizlast laut Verbrauch nach Schweizer Formel.
sanierungszustand des Objekts unbekannt ....
also erstmal alle Optimierungsmassnahmen ohne großen Invest durchführen und soweit möglich die Haustechnik vereinfachen,wie schon oben geschrieben...
dann kommt man bestimmt auf unter 20 kW Heizlast und das ist mit den gängigen fast vollmodulierenden Gasgeräten optimal zu erschlagen.

Gruß kd-gast

Verfasser:
Lucky6666
Zeit: 23.03.2019 14:15:07
0
2766954
.... vergessen habe ich noch zu erwähnen, dass das Dach eine Glaswolle- Zwischensparrungdämmung mit Holzverschalung hat.

Verfasser:
sukram
Zeit: 23.03.2019 14:33:05
0
2766956
Zitat von Lucky6666 Beitrag anzeigen
Raumtemperatur 9,7 c^ [...]


Sowas kommt halt von sowas- >50kW Vorschrift:
Zitat von FeuFO
(4) Heizräume müssen zur Raumlüftung jeweils eine obere und eine untere Öffnung ins Freie mit einem Querschnitt von mindestens je 150 cm² oder Leitungen ins Freie mit strömungstechnisch äquivalenten Querschnitten haben. Der Querschnitt einer Öffnung oder Leitung darf auf die Verbrennungsluftversorgung nach § 3 Abs. 3 angerechnet werden.


Das da
>Rauchgastemp. 196,2°C

muss auch nicht sein- Düse mindestens eine Nummer kleiner.

Ich befeuere meine 49kW Nenn mit einer 0.65er ;-) aber das ist an der Grenze zum Absaufen, trotz Zugregler.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 23.03.2019 14:34:30
0
2766959
Zitat von Lucky6666 Beitrag anzeigen
Wir haben programmierbare Einzelraumregelungen und neue Stellmotoren für die FBH installiert. Raumtemperatur ist nie über 21^ und Fenster werden in der Heizperiode nicht gekippt.

Mit den 3 Steuerungen (Dekamatik De) komme ich nicht wirklich klar und die Einstellungen wurden daher kaum angepasst.

Andersherum wäre der richtige Weg. Die Heizung regeln und mit Raumthermostaten nur noch Fremdwärme (Sonne, viele Leute) wegregeln. Programmiebare Thermostate nur in Räumen die nur Zeitweise beheizt werden. Dann läuft die Anlage effizienter. Hilft bei der jetzigen schon, ist bei einer neuen Anlage umso wichtiger wo es für Brennwerteffekt auf niedrige Systemtemperaturen ankommt.

Ich kenne deine Regelungen auch nicht, aber irgendjemand im Forum kann dir bestimmt helfen.

Zitat von Lucky6666 Beitrag anzeigen
Die Fenster habe ich vom Fensterbauer checken lassen, sind Holz-Thermo-Plus- Isolierglasfenster von 1984. Er meinte der uw-Wert wäre zwischen 1.7 und 1.3

Zwei- oder Dreischeibenglas?
Dreischeiben könnte sein. Zweischeiben kann ich mir 1984 nur schwer so gute U-Werte vorstellen. Bin da aber kein 100% Experte.
Wenn, dann außerdem nur ug (Glas), der uw-Wert (Window, also Glas plus Rahmen) ist schlechter als das Glas alleine, und war zu der Zeit IMHO keinesfalls so gut.

Zitat von Lucky6666
.... vergessen habe ich noch zu erwähnen, dass das Dach eine Glaswolle- Zwischensparrungdämmung mit Holzverschalung hat.

Jahrgangstypisch sicher nur 10cm.
Wie sieht der waagerechte Teil aus. Ist der Spitzboden darüber zugänglich? Ist die Glaswolle dort offen oder liegt ein Spanplatten-/Holzboden?
Gerade wenn die Glaswolle dort offen ist, kann man für billiges Geld nochmal 20cm drauflegen. Wenn ein Boden drauf ist, müsste man sich das genauer anschauen.

Wie sieht's mit Kellerdecke aus?

Rolladenkästen, so vorhanden, waren damals auch noch nicht immer optimal. Selbst wenn die Kastenwand selbst schon maximal dick geschäumt ist, ist auf dem Wartungsdeckel meist nur 2cm Styropor. Bei normalen Fenstern geht da oft locker das doppelte, selbst bei Balkontüren (langer Rolladen braucht mehr Platz) geht gerne mal noch ein Zentimeter mehr. Und in jedem Fall geht was besseres als Styropor (PUR dämmt bei gleicher Dicke fast doppelt so gut wie Styropor). Hinterher natürlich achten, dass es wieder luftdicht ist.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 23.03.2019 14:39:42
0
2766961
Nachtrag:

Warum so viele Heizkreise? Wie ist das aufgeteilt, nach Stockwerk, nach Himmelsrichtung? War das gedacht für mehrere Nutzer im Mehrfamilienhaus? Laufen die derzeit überhaupt unterschiedlich oder sind alle vier Heizkörper- und alle zwei FBH-Kreise gleich eingestellt?

Die Raumtemperatur im Heizkeller fällt mir jetzt erst auf. Da stellt sich die Frage, wie gut die Rohre im Heizkeller gedämmt sind. Noch offene stellen? Die ein oder andere Styroporplatte auf der Kesselwand wäre sicher auch hilfreich.

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 23.03.2019 16:00:33
0
2766978
Hallo Lucky,

wenn ich Erdgas hätte, würde ich versuchen Erdgas zu nutzen.
1. hast du bereits Geld für den Anschluss ausgegeben.
2. wird die kWh günstiger im Einkauf sein.

Dann sollte einen Entscheidung her für das Schwimmbecken.
Unseres nimmt sich 70 - 80 MWh/a + Verluste bei Erzeugung und Bereitstellung.
Das wirst du nicht schaffen. Aber lass es die Hälfte sein.

Wenn du dich vom Schwimmbad verabschiedest, kann die Heizung entsprechend kleiner projektiert werden.

Dann würde ich mal an einen gebrauchten Gasbrenner denken.

Dann wäre ein brennwerttaugliches Abgassystem nicht schlecht.

Mit dem Rücklauf aus der Fußbodenheizung könnte man einen Abgaswärmetauscher anfahren der zwischen Kessel und Abgassystem kommen könnte, wenn Platz vorhanden.

Damit würde man, wenn man den einen Heizungsbauer findet das da mit geht, auf der Heizungsseite Einsparungen erzielen.

MfG
uwe

Verfasser:
delta97
Zeit: 23.03.2019 16:08:53
0
2766981
Ich habe ein ähnliches Projekt .. fast fertig & Gruss delta97
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/132905/Hoval-UltraOil-35-oder-50-solar-WW

Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 23.03.2019 16:41:59
1
2766986
Zitat von kreitmayr Beitrag anzeigen
Hallo Lucky,

wenn ich Erdgas hätte, würde ich versuchen Erdgas zu nutzen.
1. hast du bereits Geld für den Anschluss ausgegeben.
2. wird die kWh günstiger im Einkauf sein.

Dann sollte einen Entscheidung her für das Schwimmbecken.
Unseres nimmt sich 70 - 80[...]

Du hast schon gelesen, dass der TE einen UNIferral Kessel hat? Sprich: einen Stahlkessel. Noch dazu 35 Jahre alt!! Nicht einen Cent steckt man mehr in die Kiste!
In DIESEM Fall, also bei recht hohen Wärmebedarf, kann eine ST-Anlage durchaus interessant sein - weil EE-Anteil leider auch Pflicht ist. Dazu einen Gasbrennwerter, ich würde einen Vitocrossal empfehlen, und gut ist.
Aber der Verbrauch von Gebäude ist schon ziemlich hoch.

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 23.03.2019 17:21:36
2
2767001
Zitat von Onkel2012 Beitrag anzeigen
Zitat von kreitmayr Beitrag anzeigen
[...]

Du hast schon gelesen, dass der TE einen UNIferral Kessel hat? Sprich: einen Stahlkessel. Noch dazu 35 Jahre alt!! Nicht einen Cent steckt man mehr in die Kiste!
In DIESEM Fall, also bei recht hohen Wärmebedarf, kann eine ST-Anlage durchaus interessant sein - weil EE-Anteil leider[...]



Ja,

aber,

Angebot meines Heizungsbauers

Alternative 1:
Neue Kesseltür einbauen 375€
Neuer Blaubrenner 1700€
Klappe in das Abgasrohr (Kondesat)


Da halte ich meine Anregung für nicht ganz abwegig.

"Mein" beiden sind auch aus Stahl und je Bj. < 1972, insofern schreckt mich ein gut abgelagertes Stück Stahl nicht ;-)

Wahrscheinlich will oder kann Lucky das Geld nicht von Baum schütteln.


Glaubst du , dass von dem Zeug:

Alternative 2 (von Heizungsbaufirma B):
Neue Gasbrennwert-Heizung mit Brennstoffzelle zur Stromproduktion
40.500€ Abzüglich der Förderung von knapp über 11.000€ .
Zzgl Kosten für Hydr. Abgleich

Alternative 3 :
Einbau einer Buderus GB212-30/6, G25, IP, MC110 Gasheizung
29.900€ Inkl. Entsorgung alte Anlage

Alternative 4 (Angebot wird gerade noch erstellt)
Bluegen Brennstoffzelle mit Wärmepumpe


irgend etwas 35 alt wird?

Gaubst du, dass du daß er nach 20 Jahren noch Ersatzteile bekommt?

Wieviel Hirn steckt in einem Angebot, dass die Erweiteung der Steuerung auf 7 Kreise beinhaltet, wenn die vom Schwimmbad mit großer Wahrscheinlichkeit wegfallen.

Klar sind 15.000 in zwei Jahren eine Hausnummer. Wenn das Gebäude auch so alt ist wie die Heizung, beachtlich.
Da würde ich hinterfragen, stimmen die 15.000/2a und sind die Fenster wirklich zu;-)

MfG
uwe

Verfasser:
Lucky6666
Zeit: 23.03.2019 18:11:15
0
2767009
Hallo,

erstmal vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps. Zu den Fragen:

Die Fensterscheiben habe ich selbst mal gegoogelt (Auf den Fenstern ist so ein Kätzchensymbol und das Wort Sigla aufgedruckt.) und einen Forumsbeitrag gefunden, der die Aussage des Fensterbauers bestätigt. Tatsächlich haben diese Fenster einen Uw von ca. 1.3 in 1984 erreicht.

Einen Dachboden habe ich nicht, da die Räume nach oben bis in den Dachspitz offen sind. Die Höhe macht die Räume teilweise sehr Energiehungrig... hier könnte schon auch noch Potential liegen.

Rolladen gibt es keine, da nur elektrische Stoff-Aussenjalousien verbaut wurden.

Das mit dem Energieberater finde ich ebenfalls eine gute Idee...

Bedeutet die Berechnung von 25Kw nach Schweizer-Formel, dass mir evtl. 30KW-Heizkessel reicht?

Das Schwimmbad habe ich komplett saniert aber noch nicht dauerhaft in Betrieb genommen. Es war letztes Jahr ca. 2-3 Monate in Betrieb und hat somit auch etwas Öl in meiner Gesamtbilanz verbraucht. Ich beabsichtige aber grundsätzlich nicht, dass Schwimmbad bei -10^ Außentemperatur in wohliger Wärme zu halten.

Weshalb die vielen Heizkreise installiert wurden ist mir eigentlich gar nicht klar. da ich die ganze Dekamatik-Steuerung nicht durchschaue, kann ich nur sagen, dass die Pumpen zu unterschiedlichen Zeitpunkten angesteuert werden. Man kann mit den Heizkreisen bestimmte Hausbereiche regeln. Zum einen ist die Hauptwohnung über einen eigenen FBH-HK (Systemrennung mit Wärmetauscher) zu beheizen. Zusätzlich kann man Radiator-Heizkörperbereiche zuschalten. Dann gibt es noch eine Systemtrennung für FBH außerhalb unserer Wohnung... etc...

Im Prinzip ist das schon alles logisch aufgebaut. Ein Rückbau auf weniger HK ergibt für meine Logik keine Energieeinsparung. Ich vermute aber, dass die vielen HK der Preistreibereien bei den Angeboten für den Kesseltausch sind. Und hier kann ich nicht abwägen, ob die Mehrpreise angemessen und evtl. Sogar sinnvoll sind oder mir hier vielleicht auch Pemiumpreisaufschläge gemacht wurden.

Vielleicht ist die ganze Dekamatik-Steuerung das Problem... wir hatten beim Kauf mit Max. 4500l Verbrauch gerechnet.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 23.03.2019 18:53:30
1
2767020
Ich hab jetzt nicht nochmals nachgesehen wieviel Heizkreise deine Villa hat, aber egal obs nun 3 oder 5 sind eine UVR 16x2 Regelung eventuell mit einem Zusatzmodul schafft dies locker, von den Kosten her reden wir bei der Hardware von etwa 800 bis 1000 € und die Software nochmals etwa 3 bis 400 € , das Ganze ist dann auch für Laien bedienbar und alle Temperaturen sind jederzeit ablesbar.

Wie Du schreibst sind die Dachgeschoßausbaten bis zum Giebelspitz rauf, nimm einmal eine Bohrmaschine und einen langen 10 mm Bohrer und bohr vorsichtig ein Loch in die Rigipsplatte, dann steck einen steifen Draht hinein und messe einmal nach wie stark die Isolierung ist, würde mich wundern wenn diese mehr als 150 mm ist.
Damals (1984) war die Energiewelt noch nicht so weit dass dafür 250 mm Isolierung verwendet wurden, oft warens auch nur 100 mm und diese schlecht verarbeitet!!

Glaub auch nichts was Du nicht selbst nachgemessen hast, wie schon oben gesagt, Papier ist geduldig!!

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 23.03.2019 19:46:47
0
2767032
Hallo,

Es war letztes Jahr ca. 2-3 Monate in Betrieb und hat somit auch etwas Öl in meiner Gesamtbilanz verbraucht. Ich beabsichtige aber grundsätzlich nicht, dass Schwimmbad bei -10^ Außentemperatur in wohliger Wärme zu halten.

Ob -10, 0, oder +5°C.

Da tut sich bei einem Indoorpool nicht viel, zumindest bei unserem.
Hängt auch stark von der Technik ab.




Ich verweise mal auf
https://www.ubakus.de/u-wert-rechner/?

Nettes Spielzeug. Bringt aber schnell Ernüchterung, wenn man sich die Wirtschaftlichkeit von Zusatzdämmung ausrechnen lässt.

MfG
uwe

Verfasser:
Günter Thäsler
Zeit: 23.03.2019 21:51:16
1
2767055
N'Abend,

mich interessiert erst mal wie denn die ganzen Heizkreise angebunden sind.

Alle parallel. Oder sind da Unterkreise dabei?

Sowas macht man doch nur, wenn man in den Heizkreisen eben unterschiedliche Vorlauftemperaturen benötigt.

Hab ich bei mr auch. 1 Kreis FBH und 1 Kreis HKs, der nen Unterkreis für noch eine FBH hat und die wiederum nen überdimensionierten Heizkörper hat. Funktioniert.

Gruß

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.03.2019 08:06:29
0
2767081
Zitat von Lucky6666 Beitrag anzeigen
... haben programmierbare Einzelraumregelungen und neue Stellmotoren für die FBH installiert. Raumtemperatur ist nie über 21^ und Fenster werden in der Heizperiode nicht gekippt.

Mit den 3 Steuerungen (Dekamatik De) komme ich nicht wirklich klar und die Einstellungen wurden daher kaum angepasst.
Bin Absolut der Meinung von @Günter Thäsler ... hier sollte unbedingt mal jemand die Hausheizkreishydraulik auf Vordermann bringen!
Zitat von Lucky6666 Beitrag anzeigen
Bisherige Optimierungsmaßnahmen:
1. Aufgrund der sehr hohen Stromverbräuche haben wir die 180-270W Pumpen der Heizkreise gegen 5-40W Pumpen ausgetauscht.

2. Ich habe inzwischen einen Erdgasanschluss in unser Haus verlegen lassen.

3. Der HB hat die beiden Fussbodenheizkreise gespült, da wenig Wärme oben angekommen ist.

4. Der Kessel wurde inzwischen zum 3 mal gewartet und gereinigt.
Aber bitte von Fachkräften die wissen was sie tun und nicht den alten Kessel zum 4. Mal Warten!

Lass da einen passend dimensionierten modulierenden Gasbrennwerter mit möglichst geringer Minimalleistung installieren und dann die wasserführende Wärmeverteilung mal ordentlich abgeglichen (TA = https://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/2711/Thermischer-Abgleich)

Auch mal querlesen: https://www.energie-lexikon.info/thermodynamisch_optimiertes_heizen.html

👍

Verfasser:
cleodor
Zeit: 24.03.2019 08:13:25
0
2767083
Hallo Lucky,
Vielleicht hab ich es ja überlesen, aber mit welcher Vorlauf Temperatur fährst du in den Heizkreis?

Aktuelle Forenbeiträge
Buddy5 schrieb: Euer Problem ist alt bekannt, kein einziger Techniker hat euch beschrieben wie es funktioniert. Das Stichwort "Betriebsbedingungen" kennt wohl keiner mehr. Ihr habt keinen Brennwertkessel der moduliert...
feanorx schrieb: zu1. 17mm Querschnitt ist ok sofern die FBH Kreisanzahl passt zu2. Das sollte eigentlich so üblich sein aber es gibt auch hier genug schwarze Schafe die frei Schnauze arbeiten wenn man sie denn lässt...
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Sanierung der Heizung für grosses Haus mit 7500 l Ölverbrauch
Verfasser:
cleodor
Zeit: 24.03.2019 08:13:25
0
2767083
Hallo Lucky,
Vielleicht hab ich es ja überlesen, aber mit welcher Vorlauf Temperatur fährst du in den Heizkreis?
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