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Weishaupt WWP LS || L A || LB (Biblock)
Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 11.04.2019 20:59:31
0
2772593
Hallo Zusammen,

wir beschäftigen uns mit dem Thema Heizung schon seit einiger Zeit und am Anfang hatten wir eher die Geräte im Fokus, aber man ließt ja immer, dass die Geräte eher zweitrangig sind, es kommt auf den Installateur an, da das beste Gerät nicht taugt, wenn es falsch eingestellt/installiert etc ist.

Nun haben wir einen Installateur der uns persönlich sehr kompetent vorkommt und überzeugt. Er arbeitet überwiegend mit Weishaupt zusammen, wobei auch andere Marken möglich wären, aber er war ehrlich und sagte, dass er mit Weishaupt einfach am meisten Arbeitet.

Der Installateur schlägt eine WWP L 9 AD(R) vor, da diese effizient wäre und auch einen mit 300l größeren Warmwasserspeicher hat. Als günstigere Alternative wäre die WWP LS 8. Also ein Splitgerät mit 200l Warmwasser und 100l Pufferspeicher.
Dann wäre da noch der neue Biblock WWP LB. Die Daten lesen sich sehr gut und auch erreicht die Biblock die Förderfähige JAZ, aber ich kann nichts über diese LWWP im Netz finden.

Bei unserem Haus geht es um einen Neubau mit 200m² nach KfW55. Als Alternative zu Weishaupt hat er Kermi vorgeschlagen, was Preislich aber teurer wird. Als KWL kommt die Zehnder Comfort Air Q zum Einsatz.

Ich liebäugle ja ein wenig mit der Biblock, da wir hier ein Effizientes und technische aktuelles Produkt bekommen würde. Ich habe aber etwas Angst, dass es eventuell zu neu und somit nicht ausgereift ist. Hm... ich muss auch den Platzbedarf nochmal überprüfen, weil wir haben nicht sooo viel Platz.

Was sagt ihr?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 11.04.2019 23:05:32
0
2772614
Auf jeden Fall die neue BiBlock Variante von Weishaupt, wenn es Weishaupt werden soll.
Diese moduliert über einen breiten Leistungsbereich.
Das Aussengerät hat zwar eine gewisse "Grösse", aber um möglichst viel Wärmetauscherfläche zu bekommen, benötigt man nun mal platz. Und damit ergibt sich eine gute Effizienz (von nichts, kommt nichts.... :-)

Du kannst mal in einer der vielen Niederlassungen von Weishaupt anrufen, ob die eine BIBLOCK zur Vorführung aufgebaut haben. Dann könntest du dorthin, dir das Aussen + Innengerät anschauen :-)

Optisch ist das Aussengerät dezent aber doch modern gestaltet.
Technisch ausgereift und die Effizienz ist top.
Die Lautstärke ist natürlich auch nicht schlecht (35dB bei 1,5m abstand)...
Das teil gilt als hermetisch abgeschlossen und damit ist man von der Dichtigkeitsprüfung befreit.

Für mich macht die neue Luft-WP einen durchdachten Eindruck. (Leise, Effizient, sicher).

Ich hab die WP schon mal im JAZ durchgerechnet für Bestandsbau. Da ist sie ganz gut von den Ergebnissen her...

Das Gerät ist mit Sicherheit ausgereift. Du kannst mal nachfragen ob sich die WP-Steuerung updaten lässt - dann bist du "safe"…. - genau das ärgert mich an meiner alten Stiebel Wärmepumpe (da hörte ich - nach Garantie- bei mehreren Problemen, von der Hotline nur, da müsste ein Update gemacht werden - Ihre Steuerung kann aber kein UPdate - also im Zweifel ne Austauschsteuerung kaufen für Betrag X).

Ich akzeptiere somit, dass meine Steuerung nicht an ein Internet-Gateway angeschlossen werden kann und das diese bescheuerte Steuerung den Wechsel von Winter auf Sommerbetrieb und anderstrum nicht hinbekommt ohne hängenzubleiben :-)

Hier mal ne PDF:
http://profinews.ch/fileadmin/Profinews_NL_16/Profinews2019/Waermepumpe_Biblock2019.pdf

P.S. das gerät ist dieses Jahr auf der ISH Messe vorgestellt worden:-) Von daher, gibt's da noch keine Erfahrung

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 12.04.2019 08:47:14
0
2772643
Wahrscheinlich ist die Biblock mit 3-11kW für ein KfW55-Haus deutlich überdimensioniert und damit ineffektiv. Auch die Verwendung eines Pufferspeichers macht misstrauisch.

Gruß Karl

Verfasser:
de Schmied
Zeit: 12.04.2019 09:01:51
0
2772647
Pufferspeicher war aber bei einem anderen Gerät im Gespräch, nicht bei der BiBlock. Wenn ich es richtig gelesen habe

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 12.04.2019 09:38:45
0
2772657
In der verlinkten Werbebroschüre wird der Pufferspeicher mit 100l ausdrücklich erwähnt.

Neuer Kombispeicher für die Biblock
Zur Ergänzung des Systems wurde ein neuer Kombispeicher kreiert. Dieser beinhaltet einen Trinkwasserspeicher WAS Eco mit 300 Litern und Rohrwendel-Wärmetauscher 3,2 m2 sowie einen Pufferspeicher mit 100 Litern.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 12.04.2019 10:41:14
0
2772680
Laut Datenblatt scheint der WWP L 9 AD(R) keine Inverterregelung zu haben. Sowas ist m. E. Steinzeit :-(

Verfasser:
Exergie
Zeit: 12.04.2019 10:44:32
0
2772683
Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen
Bei unserem Haus geht es um einen Neubau mit 200m² nach KfW55.


@JD.MKK,

steht der Rohbau des Hauses schon ? Habt Ihr eine gedämmte Bodenplatte ?
Wie hoch ist die Heizlast (in kW) des Hauses? Sehr wichtig für die Auslegung der WP.
Ist eine Fussbodenheizung geplant, dann für niedrige Temperaturen auslegen, verbessert die Effizienz der WP.

Grüsse
Rainer

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 12.04.2019 10:50:01
0
2772686
Die WWP LS 8 ist immerhin invertergeregelt, hat laut Datenblatt aber einen Schallleistungspegel von 60dBA und keinen Flüstermodus.

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 12.04.2019 18:38:52
0
2772823
Hey,

Danke schon einmal vorab für die vielen Antworten.

@Mastermind1
Mir ist aufgefallen, dass du äußerst Positiv hier im Forum über die Biblock schreibst. Stehst du irgendwie in Beziehung zu Weishaupt? Ich finde das Gerät auch sehr interessant und die positiven Aspekte sind gut, aber die Nachteile sind auch wichtig.
Leider hilft das Infoblatt auch nicht so viel weiter. Kurzfassung: Sie ist toll ;-)
Aber wo die Weiterentwicklung zu finden ist, ist für den Endverbraucher nur schwer bzw. kaum ersichtlich.

@Kala Nag
In wie fern ist es schlecht, wenn das Gerät überdimensioniert ist? Mit einem Inverter wird die Leistung doch bedarfsgerecht heruntergeregelt, man hat aber genügend Reserven.

Inwiefern ist der Zwischenspeicher schlecht? Bei Splitt-Wärmepumpen ist dies meines Wissens nach zwangsläufig notwendig. Die Biblock ist ja eine weiterentwickelte Splitt-WP.

@Exergie
- Nein, der Rohbau steht noch nicht
- Es ist auch keine gedämmte Platte vorgesehen. Es kommt ein Streifenfundament
- Wenn ich es richtig gelesen habe, dann liegt der Heizwärmebdeaft nach ENEV bei 33kWh
- Ja, es ist eine Fußbodenheizung geplant. Was meinst du damit, dass sie für niedrige Temperaturen ausgelegt werden soll? Bisher hatten wir die Info, dass die FBH nach einen errechneten Plan gelegt wird. Als Vorlauftemperatur habe ich 35°C mitbekommen.

Bisher kann ich zusammenfassend festhalten, dass:
1. Die WWP LS 8 gut, güsntig, aber laut ist und der Puffer nicht gut ist(?)
2. Die WWP LA 9 keine Inverterregelung hat
3. Die WWP LB überdimensioniert ist

Der Heizungsmonteur meinte das bei überdimensionierten Anlagen es schlecht wäre, wenn die WP keine Inverterregelung hätte, da sie immer nur kurzfristig angeht und (einige) Stromversorger nur 3 starts pro Stunde erlauben. Somit würde die LWP notfalls ein EFH nicht heizen können. Hat man eine gute ausgelegte LWP und stellt für das Haus eine einheitliche Temperatur ein, so braucht man nicht zwingend eine Inverterregelung.

So richtig überzeugt mich Weishaupt gerade nicht... :-/

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 12.04.2019 19:38:50
0
2772838
Heizlast Berechnung machen lassen für deine örtliche Normaussentemperatur.

Ich komme aus einer Weishaupt Gegend :-)
Die Biblock wird von Mitarbeitern die die heizung früher als Endverbraucher bekommen, als super empfunden. (Hab sie aber in einer Weishaupt Niederlassung schon Mal live gesehen und "versucht" zu hören)
Den Mitarbeitern wird eine Mindest JAZ 4 zugesichert:-)
Sie ist also gut.

Und warum soll sie überdimensioniert sein?

Eine geisha zum Vergleich wird auch in Passivhäusern eingesetzt. Und da ist sie eigentlich auch überdimensioniert. Aber da modulierend funktioniert diese dort super.

Warum soll die neue biblock dann nicht funktionieren?

P.s. ein Passivhaus ist auf Basis KfW40.
Hier wird aber ein kfw55 haus und das mit 200qm Wohnfläche gebaut.
Gibt es einen Keller der sich in der thermischen Hülle befindet aber nicht in den 200qm steckt?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 12.04.2019 20:50:15
0
2772862
P.s der Pufferspeicher ist eine Kombilösung (100liter Puffer und dann 300liter WW Speicher)
Das Teil ist doch letztlich ne Standardempfehlung für den Heizungsbauer. Da ist die gesamte anschlusstechnik vorbereitet - er kann somit nicht mehr viel falsch machen . Ob 100liter auffallen weiss ich nicht unser Pufferspeicher von Stiebel hat noch knappe 200liter.

Wenn man aber auf einem Pufferspeicher verzichten will, muss man das eben sagen , und das man im Gegenzug dafür sorgt, das ein zwei heizkreise auf jeden Fall geöffnet sind, damit es keine Hochdruckstörung geben kann. Die enev schreibt ja im Standard diese überflüssigen Raumthermostate samt Stellantriebe vor..

Letztlich ist das ein "Schutz" den sich alle Hersteller vorbehalten. Unsere Stiebel hat auch einen Pufferspeicher.

Mich würde interessieren ob man bei dem Kombipuffer eigentlich nachher zwei Umwälzpumpen hat die die Fussbodenheizung versorgen, oder ob das inzwischen mit einer Pumpe möglich ist?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.04.2019 07:27:02
1
2772909
Bei den genannten 33kWh pro m² und Jahr dürfte der Heizleistungsbedarf bei rund 6kW liegen. Wenn wir das mal als gegeben annehmen, kann eine WP mit 11kW zwar ohne Heizstab bis -14° locker das Haus warm halten, ist aber bei Temperaturen über 0°C bereits unterhalb der Modulationsgrenze von 3kW und geht dauern an und aus ("Takten"). Eine WP mit 6kW würde zwar an den drei Tagen im Jahr mit -14° bei WW-Bereitung den Heizstab als Unterstützung brauchen, läuft aber bis rund +10°C Außentemperatur (also fast immer) im Modulationsbetrieb und damit effizient und verschleißarm.

Ein System, das per Pufferspeicher einfach Wassertemperaturen oberhalb der notwendigen Vorlauftemperatur vorhält, um diese dann per Mischer auf das erforderliche Niveau abzuregeln, reduziert die Effizienz. Allerdings kann eine clevere Regelung auch ein System mit Puffer hocheffizient machen. Die Kermi ist ein Beispiel dafür, die neue Weishaupt eventuell auch.

Gruß Karl

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 13.04.2019 11:23:20
0
2772944
Man kann ja nicht nur anhand der JAZ gehen. Klar wichtiger Parameter und wenn wir eine JAZ von 4,5 erreichen super, aber das ist ja nur ein Parameter.

Eine Geisha hat doch nur 5kW und je nach Größe des Hauses wäre es dann bei einem Passivhaus ok. Die Biblock hat ja bis 11kW und Kala Nag hat geschrieben, dass es ab 0° problematisch wird. Gibt es eigentlich irgendwo eine Tabelle wo ich sehe wieviel kw ich bei welcher Temperatur benötige, sodass ich erkennen kann, ob die LWWP im Modulationsbetrieb läuft, oder nicht? Ich finde den Hinweis von Kala Nag sehr hilfreich, aber kann ihn selber nur schwer auf andere Geräte übertragen.

Kann ich einfach so auf einen Pufferspeicher verzichten? Wenn dieser vom Hersteller vorgesehen ist, dann wäre meine Annahme jetzt, dass ich diesen auch nutze, damit das System so wie gedacht funktioniert.

@Kala Nag
Laut deiner Einschätzung wäre die Biblock mit 3-10,7kW überdimensioniert und trotz der Modulation würde sie bei Temperaturen ab 0° ineffektiv werden. Ich ging immer davon aus, dass bei einer stufenlosen Modulation von 0 bis X moduliert wird. Aber klar, die Leistungsangaben sind 3-10,7kW und somit wird unter 3kW mit an/aus/an/aus "moduliert" und erst ab 3kW stufenlos. Leuchtet mir ein, dass man das vermeiden sollte.

Ich habe mir auch mal die Kermi angeschaut und hier ist es leider nicht besser. Die x-change dynamic ac 8 AW E hat eine Heizleistung von (3,5-4,5)-10 (-A7, A2 A7). Wo ist hier eigentlich die Modulationsgrenze? Bei 2°C Außentemperatur hat sie eine Leistungsaufnahme von 4,0kW. Jetzt wäre es eben interessant zu wissen, ob das in der Modulationsgrenze liegt.

Danke euch allen für die ganzen Informationen. Das hilft mir ungemein, dass ganze zu Verstehen und somit eine passende LWWP Auszuwählen. Leider sind noch viele Fragen offen, aber es wird ;-)

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.04.2019 12:37:04
0
2772956
Laut Datenblatt kann die Kermi bei +7°C AT und 35°C VL zwischen 4,5 und 10kW modulieren. Das ist nicht sehr beeindruckend.

Zum Vergleich: meine neue Daikin/Rotex Compact "Ultra" (Nennleistung 8kW) moduliert bis ca. 1 kW runter bei einer Leistungsaufnahme von dann nur ca. 250 Watt. Die Rotex hat keinen Pufferspeicher, kann aber im Notfall (oder wenn man es unbedingt so haben will), den Warmwasserspeicher als Pufferspeicher nutzen. Funktioniert tadellos und mit super Arbeitszahlen.

Gruß Karl

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 13.04.2019 13:29:45
0
2772965
wo hast du den Info her, wie weit die Rotex runtermoduliert? Ich hatte bisher auch Rotex ins Auge gefasst, aber da mein Heizungsbauer überwiegend auf Weishaupt setzt, habe ich Rotex vorerst nicht weiter betrachtet.

Ich finde es auch ein wenig schwer den Überblick über die Geräte zu erhalten, weil die Hersteller schreiben nur Marketingthemen auf die Webseite und die technischen Daten verraten mir noch nicht alles. Wie gesagt, finde ich nirgends die Info, im welchen Bereich die Rotex und Weishaupt modulieren. Also deine genannten 1kW bzw. 3kW.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.04.2019 14:36:33
0
2772974
Was meine Rotex genau macht, weiß ich erst, seit ich sie in Betrieb habe und alle relevanten Daten aufzeichne und analysiere. Die untere Modulationsgrenze sehe ich an der Leistungsanzeige meines Stromzählers und Berechnung der abgegebenen Wärmeleistung aus Temperaturspreizung und Volumenstrom.

Wie man bei Chris, der den gleichen Heizungsbauer hat, nachlesen kann (Brötje, Rotex oder Kermi), hatte auch ich nur die Wahl zwischen drei Alternativen. Dass ich die richtige Wahl getroffen habe, kristallisiert sich jetzt erst final heraus (nach 4 Monaten Betrieb, einiger Optimierung und genauer Beobachtung). Erst jetzt, nach stundenlangem Lesen u.a. in diesem Forum, bin ich auch "belesen" genug, um technische Daten aus Systemhandbüchern richtig zu interpretieren.

Gruß Karl

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.04.2019 14:51:46
0
2772976
Datenblatt Weishaupt:


Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 13.04.2019 15:01:35
0
2772979
Dann erst einmal herzlichen Glückwunsch zur richtigen Wahl.

OK, d.h. du hast die untere Modulationsgrenze erst bestimmen können, als die LWWP bei dir im Einsatz war. Weil aus dem Datenblatt würde ich jetzt auf 3,5kw schließen:



Somit kann man ja nicht sagen, wo die untere Modulationsgrenze der Weishaupt wäre. Weil du beziehst dich ja hier auf das Datenblatt, aber bei der Rotex wären es laut Datenblatt 3,5kW und du misst 1kW, oder verstehe ich hier etwas falsch?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.04.2019 15:53:05
1
2772991
Da verstehst Du was falsch, macht aber nix, wir lernen ja ;-)
Ich habe die 08DV in der rechten Spalte. Die kann bei 2°C Außen- und 35°C Vorlauftemperatur maximal 5,3kW Wärmeleistung abgeben.
Nebenbei (dürfte auch für euer Haus gelten. Erfrage mal den Heizleistungsbedarf!):
1) Das sind für einen Neubau irrelevante Normbedingungen. Mein (nach EnEV 2016 isoliertes) Haus braucht bei 2°C Außentemperatur gerade mal 27°C Vorlauftemperatur für >22°C Raumtemperatur. Mehr als 30°C VL-Temperatur hat mein Haus in diesem Winter nie gesehen.
2.) Mein Haus hat 5,6kW (rechnerischen) Heizleistungsbedarf (ohne Warmwasser) bei -12°C. Als grobe Faustformel kann man sagen, dass bei 0°C knapp die Hälfte dieser Heizleistung erforderlich ist, also ca. 2,5kW.

Gruß Karl

Verfasser:
Exergie
Zeit: 13.04.2019 16:21:52
0
2772998
Zitat von Kala Nag Beitrag anzeigen
Mein (nach EnEV 2016 isoliertes) Haus braucht bei 2°C Außentemperatur gerade mal 27°C Vorlauftemperatur für >22°C Raumtemperatur. Mehr als 30°C VL-Temperatur hat mein Haus in diesem Winter nie gesehen.


@Kala Nag,

diese niedrigen Vorlauftemperaturen erreichst Du aber nur deshalb, weil Du
den verlegeabstand, der Fußbodenheizungsrohre, eng gewählt hast.
Das sollte der Thread Ersteller auch bei seiner Planung berücksichtigen.

Grüsse
Rainer

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.04.2019 16:41:00
0
2773012
@Rainer
ich habe 15cm Verlegeabstand. Das ist absolut nichts besonderes.
Allerdings habe ich Feinsteinzeug und 2,3mm Klebevinyl als Bodenbeläge. Das hilft!

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 13.04.2019 17:13:56
1
2773021
Frag doch konkret bei deiner nächsten Weishaupt Niederlassung nach

- Kennlinie Heizleistung nach Aussentemperatur

Gibt es eine Möglichkeit die Modulation und somit die Heizleistung zu beeinflussen?

Ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich auf den Puffer zu verzichten? Da würde ich direkt darauf hinweisen dass dir der Zusammenhang zwischen Hochdruckstörung und geschlossenen heizkreise klar ist und du deshalb auf die Einzelraumregler verzichtest und somit kein Problem besteht... Vielleicht gleich noch darauf hinweisen dass die beim zwang eines Pufferspeichers einen anderen Hersteller nimmst.
Dann kommt sicherlich eine konstruktive Lösung bei heraus

Ist eigentlich ne Photovoltaikanlage geplant?.... Dann wäre die WW Bereitung über die guten Monate "Umsonst" und in der Übergangszeit kannst du die heizung teilweise mitnpc Strom unterstützten...

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 13.04.2019 20:25:54
0
2773079
Danke für die Erläuterung! Unsere Werte sind ähnlich, wobei wir ein KfW55 Haus bauen und bei Frankfurt ist es etwas wärmer.

Ich hatte den Heizungsbauer auch mal gefragt, ob man die Vorlauftemperatur von 35°C auf 30°C senken könnte. Dies kam aus dem Gespräch bzgl. der JAZ und ob dies die JAZ verbessern würde. Irgendwie haben wir uns dann verquatscht und ich hab keine Antwort auf die Frage. Aber für mein Verständnis:

Man kann die Vorlaufzeit auf 30°C bei der Planung einstellen und dann wird die FBH einfach engmaschiger verlegt. Hat sich irgendwelche Nachteile aus ein paar Euro Mehrkosten? Könnte mir vorstellen, dass durch die längere Leitung die Temperatur am Ende zu stark abnimmt, oder kann dies z.B. mit der Durchflussgeschwindigkeit kompensiert werden?

Wir werden im EFH geklebtes Parkett haben. Rainer hat ja mit Feinsteinzeug und Klebevinyl deutlich bessere Bedingungen für die 30°C. Kann ich das mit engen Verlegeabstand auch erreichen? Und wie gesagt, lohnt es sich überhaupt?

@Mastermind1
Hab mir deine Anmerkungen montiert und die Fragen werden gestellt! Danke!

Wir werden einen PV haben. Überlegen daher auch, ob wir im Sommer vielleicht die Kühlung nutzen, aber müssen schauen, was uns hier an Mehrkosten aufgrund der Taupunktmesser erwartet.

Verfasser:
Taunusheizer
Zeit: 13.04.2019 20:49:25
0
2773089
Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen

Ich hatte den Heizungsbauer auch mal gefragt, ob man die Vorlauftemperatur von 35°C auf 30°C senken könnte. Dies kam aus dem Gespräch bzgl. der JAZ und ob dies die JAZ verbessern würde. Irgendwie haben wir uns dann verquatscht und ich hab keine Antwort auf die Frage. Aber für mein Verständnis:

Man kann die Vorlaufzeit auf 30°C bei der Planung einstellen und dann wird die FBH einfach engmaschiger verlegt. Hat sich irgendwelche Nachteile aus ein paar Euro Mehrkosten? Könnte mir vorstellen, dass durch die längere Leitung die Temperatur am Ende zu stark abnimmt, oder kann dies z.B. mit der Durchflussgeschwindigkeit kompensiert werden?

Wir werden im EFH geklebtes Parkett haben. Rainer hat ja mit Feinsteinzeug und Klebevinyl deutlich bessere Bedingungen für die 30°C. Kann ich das mit engen Verlegeabstand auch erreichen? Und wie gesagt, lohnt es sich überhaupt?[...]

Du gibst die Raumtemperaturen und VL/RL Temperaturen und den maximalen Druckverlust der FBH vor. Mit der Raumweisen Heizlastberechnung wird dann die FBH ausgelegt. Würde im Neubau auf höchstens 30/26 gehen. Verlegeabstand kann in Grenzen verringert werden. In den Bädern kann eine Wandheizung nötig werden.
Anstatt überlanger Kreise macht man eher mehrere. z.B. ca. 80m bei 16x2

In meinem 1990 Altbau komme ich mit 31/27 aus. Im Wohn/Esszimmer habe ich Abstände zwischen 10cm am Rand und 30cm in der Raummitte. 300m Rohr auf 42m². Auf den Anhydridestrich ist 10mm Parkett geklebt, dennoch sind diese Kreise teilweise gedrosselt, der grenzwertige Raum ist auch bei mir das Bad.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 13.04.2019 20:59:49
0
2773091
Wie schon geschrieben, sollte man die Fussbodenheizung im Verbindung mit der raumweisen heizlast Berechnung machen.
Auf der Basis wird die fussbodenheizung berechnet und die Verlegeabstände + Leitungslängen bestimmt. Und damit hast du die beste Basis, dass auch der letzte Heizungsbauer die fbh effizient verlegt unabhängig davon welche Heizung nachher reinkommt....

Im wesentlichen sollte man möglichst gleich lange Leitungen verlegen. In grossen räumen lieber zwei oder mehr Kreise als ein grosser mit mehr als 80-100metern.

Mit der Berechnung hat man später dann schon die annähernd passenden Durchflussmengen für den hydraulischen Abgleich. (Man stellt einfach den Durchfluss an jedem heizkreis am heizkreisverteiler ein - fertig)... Das macht sonst die Einzelraumregelung mit an/aus = auf/zu... Und damit sind die Hochdruckstörungen möglich - und von hier kommt der Wunsch eines Pufferspeichers :-)

Wichtig, gerade bei einem Parkettboden ein korrekt ausgelegte fbh zu installieren,da dort der Wärme Widerstand mit am größten ist.

P.s. ich bin fan von Parkettböden :-)
Und vor allem im Bad auf Wandheizung bestehen. Gerade wenn man ne Trockenbauwand hat, ist das gar keinaufwand während des Rohbaus....

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Weishaupt WWP LS || L A || LB (Biblock)
Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 13.04.2019 20:59:49
0
2773091
Wie schon geschrieben, sollte man die Fussbodenheizung im Verbindung mit der raumweisen heizlast Berechnung machen.
Auf der Basis wird die fussbodenheizung berechnet und die Verlegeabstände + Leitungslängen bestimmt. Und damit hast du die beste Basis, dass auch der letzte Heizungsbauer die fbh effizient verlegt unabhängig davon welche Heizung nachher reinkommt....

Im wesentlichen sollte man möglichst gleich lange Leitungen verlegen. In grossen räumen lieber zwei oder mehr Kreise als ein grosser mit mehr als 80-100metern.

Mit der Berechnung hat man später dann schon die annähernd passenden Durchflussmengen für den hydraulischen Abgleich. (Man stellt einfach den Durchfluss an jedem heizkreis am heizkreisverteiler ein - fertig)... Das macht sonst die Einzelraumregelung mit an/aus = auf/zu... Und damit sind die Hochdruckstörungen möglich - und von hier kommt der Wunsch eines Pufferspeichers :-)

Wichtig, gerade bei einem Parkettboden ein korrekt ausgelegte fbh zu installieren,da dort der Wärme Widerstand mit am größten ist.

P.s. ich bin fan von Parkettböden :-)
Und vor allem im Bad auf Wandheizung bestehen. Gerade wenn man ne Trockenbauwand hat, ist das gar keinaufwand während des Rohbaus....
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