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12.04.2019 11:57:53 |
Hallo zusammen, ich möchte in unserem Einfamilienhaus eine Ölzentralheizung einbauen mit Fußbodenverlegung und muss deshalb laut dem EEG in BW 15% der Energie durch erneuerbare Energien erzeugen. Nun bin ich am überlegen,was sich hierfür am besten anbietet. Ich habe mich mittlerweile auf 2 Alternativen festgelegt, hier kann ich aber keinen Sieger ausmachen. Was würdet ihr mir empfehlen: 1. Solarthermie 12 m² 2. Photovoltaik 4kWp Hat jemand schonmal ausführliche Berechnungen durchgeführt, welche dieser beiden Alternativen sich mehr lohnen bzgl Anschaffungskosten und jährlicher Einsparung ? Insbesonders bei der PV-Anlage finde ich es schwer zu berechnen, weil ich nicht weiss wie hoch die Wirkungsgradverluste sind. Laut Googlen werde ich ca. 4000 kwH pro Jahr erzielen, aber kann ich diesen Wert nun mit 12 Cent Einspeisevergütung multiplizieren ohne Verluste?? nein oder? welchen Wirkungsgrad kann man hier annhemen? Oder lohnt sich die Selbstnutzung mit Speicher? welche zusätzliche Investition ist dafür nötig und wie ist dann der Wirkungsgrad? Ich habe verschiedene Geschichten gehört, dass man erzeugten Strom dann auch noch versteuern muss? Stimmt das? Wie sieht es mit Solarthermie aus? Danke!
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12.04.2019 12:05:49 |
Ich habe den Eindruck dass PV zuverlässiger und wartungsfreier funktioniert. Mit Warmwasser hast du im Sommer womöglich einen (ungenutzten) Energieüberschuss. Dieses Problem stellt sich bei PV nicht.
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12.04.2019 12:09:14 |
Also zu dem Thema findest du über die Suchfunktion gerade genug. Ich selber Betreibe eine Solarthermie Anlage (Heizungsunterstützt) dementsprechend kann ich mich auch nur zu dieser Äußern. Also wenn man fragt ob es sich lohnt dann muss ich aus meiner Erfahrung ganz klar sagen nein. Dafür ist sind die Anschaffungskosten einfach zu Hoch im Vergleich zu der Einsparung. Das Hauptproblem ist hierbei einfach das du im Sommer Energie ohne Ende in Form von heißem Wasser hast aber es nicht brauchst. Im Winter das Gegenteil. Anderst sieht es aus wenn zb. ein Pool beheizt wird. Ich persönlich will meine Solarthermie nicht mehr missen. Habe da aber auch eher den Grünen Gedanken im Kopf. Wirtschaftlich rechnet sich zwar meine Anlage auch aber das auch nur weil ich alles selber machen kann (Installation/ Wartung) etc. Fazit: Auch wenn gleich alle auf mich Einschlagen. Wirtschaftlich rechnet sich eine Solarthermie in den seltensten Fällen. Armortiesierungszeit von größer 20 Jahren. (Und da darf keine Pumpe oder so was Kaputt gehen)
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12.04.2019 12:14:40 |
wie groß ist das Dach? 4kWp ist wenig und teuer (Fixkosten)
mein Neubau bekommt knapp 30kWp das Elternhaus jetzt 28kWp PV bezahlt sich (derzeit) noch selbst
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12.04.2019 12:29:04 |
Warum eine Ölheizung? Photovoltaik und Wärmepumpe wäre das zeitgemäße Gespann, besonders mit Flächenheizung. bei Solarthermie kann man den viel zu hohen Ertrag im Sommer nicht nutzen, bei PV bekommt man für den eingespeisten Überschuss Vergütung. je nach Ausrichtung und Dachneigung kann man bei PV Richtung Süden mit 1000kWh/kWp jährlicher Erzeugung rechnen, zudem kann man hier wirtschaftlich sehr viel besser eine große Anlage bauen. Bei Solarthermie ist die Ausrichtung deutlich kritischer und die Kosten unverhältnismäßig hoch, wenn man den nutzbaren Ertrag gegenrechnet.
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12.04.2019 12:31:31 |
Ölheizung und Solarthermie.
:-)
Super Kombi! Ich glaub in der Überschrift stimmt was mit dem Datum nicht. Der Faden muss doch aus 1999 sein oder?
Beste Grüße
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12.04.2019 12:32:21 |
Moin,
Altbau oder Neubau? Im Neubau hat eine Ölheizung nichts zu suchen, sonst baust Du einen Altbau. Lieber PV.
Viele Grüße crink
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12.04.2019 12:43:12 |
Erstmal als generelle Frage, ist das ein Neubau mit FBH oder Ersatz der Ölheizung im Bestand? Im ersten Fall würde ich dir raten, die FBH auf niedrige VL/RL- Temperaturen auszulegen und eine Wärmepumpe (WP) zu installieren. Im zweiten Fall, über eine WP nachzudenken. Solarthermie macht in meinen Augen nur bei hohem WW-Verbrauch Sinn, wie etwa im Mehrfamilienhaus. Im EFH kannst du Überschüsse nicht nutzen. PV-Ertrag aber immer nutzen und den Rest verkaufen. Auf dem EFH hast du eine Flächenkonkurrenz zur PV. Bei beiden gilt, je kleiner desto tuerer im Verhältnis zum Ertrag. Bei der PV kannst du ohne Verschattung mit 1000kWh / kWp rechnen. 4000kWh Einspeisung für eine 4kWp Anlage ist realistisch, nach Verlusten, allerdings mittlerweile eher zu 11 cent. Du musst nicht den Ertrag aus dem Verkauf versteuern sondern deinen Gewinn. Also Erlöse aus dem Verkauf - Abschreibung, Versichrung und sonstiger Kosten. Bei 4kWp ist das fast nichts, weil jedes kWp relativ teuer ist. Obendrauf kommt aber noch die Ersparnis durch Eigenverbrauch. Denn der kostet dich wesentlich weniger als wenn du den vom Versorger kaufst. Ich würde dir eine maximal große PV-Anlage auf den sinnvollen Dachflächen empfehlen, eher so 10kWp, weil die Fixkosten für Gerüst, Baustelleneinrichtung, Anfahrt, Kabelverlegung, Hausverteilung usw. immer weniger ins Gewicht fallen und das kWp dann günstiger wird, damit kannst du Gewinn machen, bei 4kWp wird es wegen der Kosten schwierig sein ins Plus zu kommen. Im PV-Forum wird dir geholfen.
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12.04.2019 12:48:51 |
Bei Solarthermie liegen die Wärmegestehungskosten bei 10-15ct je kwh. Nur wenn die Preise darüber liegen oder sie wesentlich länger hält, als die 20 Jahre kann sich das rechnen. Jedoch muss man sich dann fragen, warum man auf ein Wärmesystem setzt, wo man gleichzeitig so stark steigende Brennstoffkosten annimmt. Wenn PV anrechenbar ist, würde ich mich in jedem Fall für PV entscheiden. Da aber so groß wie möglich. Ölheizung? Finde ich im Altbau schon schlimm, aber du scheinst hier sogar von einem Neubau zu reden?!?
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12.04.2019 13:22:11 |
Welche Rolle spielen Ölheizungen noch im Neubau? Schätze 1% Anteil. Das ist keine zukunftssichere Investition. Wenn Neubau dann Wärmepumpe. Da braucht man weder ST noch PV, um die Vorgaben zu erfüllen. Die Investition ist selbst für eine hocheffiziente Sole- Wasser-WP weitaus geringer als für die Kombi Öl + ST, wenn man es richtig anstellt. PV würde ich für später zumindest vorsehen ( Leerrohr ), muss aber nicht sofort sein. Da ich davon ausgehe dass die Kosten für dich die wichtigste Rolle spielen würde ich vorschlagen die beiden Alternativen mal abzuklopfen: - Ölbrennwertkessel samt Öltank, Schornstein, Solarthermie, Speicher - modulierende hocheffiziente Sole-Wasser-WP mit integriertem WW-Speicher und Ringgrabenkollektor als Wärmequelle Bin mir fast sicher dass die WP in der Anschaffung günstiger ist. Von den laufenden Betriebskosten sowieso. Grüße Frank
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12.04.2019 13:38:16 |
es handelt sich aber um einen ungedämmten Altbau: 24 cm Aussenwand HBL25 -> ich habe also vermutlich ca. einen U-Wert von 1,0 neue Fensteraltes Dach ohne Dämmung Öltanks stehen schon im Keller. Bislang wurde mit dezentralen Ölöfen geheizt. Es kommt nun eine zentrale Ölheizung mit Brennwerttechnik und WW-Speicher rein und Fußbodenverlegung. Ich denke das macht in Anbetracht aller Umstände und unserem begrenztem Budget am meisten Sinn? Wärmepumpen werden im Betrieb zu teuer sein in meinem Altbau oder? die meisten raten mir also zu PV?
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12.04.2019 13:47:30 |
Hallo! Der erste Schritt sollte Dämmen sein. Am besten OG Decke/Dach beginnen. Ev. VWS anbieten lassen/selber machen.
Erst das Haus energetisch verbessern, zweiter Schritt Heizung. Da wiederum sollte man eine Flächenheizung anstreben wenn möglich. Dann kann man über den Wärmeerzeuger nachdenken.
Beste Grüße
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12.04.2019 13:52:07 |
Das Sinnigste wäre aus meiner Sicht, solange nicht gedämmt, eine Wärmepumpe im bivalenten Betrieb mit dem (vorhandenen?) Ölbrenner (WP wenn mild bis leichter Frost, Öl bei strengem Frost). In Übergangszeit und Sommer macht die Wärmepumpe Heizen und Warmwasser allein; dazu die PV, so viel wie geht. Als Wärmepumpe Luft suche mal nach "Geisha Altbau", besser noch Sole (mit Grabenkollektor, wenn ausreichend Gartenfläche vorhanden). Eigentlich wäre aber erstmal interessant, was die Hütte so an Öl verbraucht (hat) - und welche Dämmmaßnahmen kommen (sollten).
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12.04.2019 13:55:14 |
Mit Fußbodenverlegung meinst du wahrscheinlich eine Fußbodenheizung?
Das wäre ja eigentlich ideal für eine Wärmepumpe, dazu noch PV aufs Dach, das ergänzt sich doch bestens.
Und schon biste die stinkenden Heizöltanks aus dem Keller los ...
Mach es, wie Frank (fdl1409) es dir vorgezeichnet hat, rechne das mal richtig durch.
(Das Leute heute immer noch Ölheizungen neu einbauen lassen.... ??)
Grüßle Oliver
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12.04.2019 14:21:25 |
das heisst also, dass man definitiv mit einer Sole WP niedrigere Betriebskosten hat als mit öL?? ist das wirklich in der Praxis korrekt? ich kann mir das nur schwer vorstellen. ist das nicht schön gerechnet?
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12.04.2019 14:32:02 |
Zitat von afzeipv  [...]ungedämmten Altbau: 24 cm Aussenwand [...]ca. einen U-Wert von 1,0 neue Fensteraltes Dach ohne Dämmung [...] zentrale Ölheizung mit Brennwerttechnik und WW-Speicher rein und Fußbodenverlegung. Ich denke das macht in Anbetracht aller Umstände und unserem begrenztem Budget am meisten Sinn? Wärmepumpen werden im Betrieb zu teuer sein in meinem Altbau oder? die meisten raten mir also zu PV?[...] Egal welche Heizung, in jedem Fall PV. Da gibt es nix zu diskutieren. Strom kannst du flexibel nutzen. Und mit 4kWp wirst du einen hohen Eigenverbrauch haben. Nun zu Heizsystem. Ufff.... Als erstes solltest du dich fragen, welche Maßnahmen am Haus stehen die nächsten 5-10 Jahre an? Da es ein Altbau ist, gehe ich davon aus, dass die Fassade in dieser Zeit eh fällig sein wird. Szenario 1: Es wird die nächsten 10 Jahre am Haus nix gemacht. Als Heizung werden nur Heizkörper installiert. Dann wird wohl Öl/Gas am sinnvollsten sein. Jedoch wird es zukünftig mit hoher Sicherheit hohe laufende Kosten verursachen. Und nach 10 Jahren wirst du dich ärgern und anfangen Gedanken zu machen, was du tun kannst. Szenario 2: In den nächsten 10 jahren wird die Fassade erneuert. Im Zuge dessen kann diese gut gedämmt werden. Außerdem kann man die oberste Geschossdecke bzw. das Dach gut in Eigenleistung dämmen. Damit senkt man die Heizlast. Außerdem kann man vor dem Verlegen der Böden FBH in den Estrich einfräsen. Alternativ FBH als Trockenbausystem verlegen. Das Einfräsen in den Estrich kostet nicht die Welt (ca. 2000€). FBH und Heizkörper kosten ansonsten gleich viel. FBH im Trockebausystem ist natürlich teuerer. Jedoch hat man mit FBH keine Heizkörper die ständig im Weg, veratauben und obendrein ggfs. noch häßlich sind. Außerdem ist FBH bestens für Brennwerttechnik oder WP geeignet. Mit normalen HK nutzt dir die Brennwerttechnik nix. Wenn dann gemäß Szenario 2 eine FBH verlegt wird und später sonstige Maßnahmen getroffen werden, impliziert dies - der Wärmeerzeuger kann kleiner gewählt werden und ist günstiger - als Wärmeerzeuger kann eine WP sinnvoll gewählt werden. Bis die Fassade erneuert wird, wird die WP natürlich etwas unterdimensioniert sein und deshalb wird der Heizstab bei niedrigen Temperaturen ab und zu einspringen. Das wird die Kosten etwas höher halten. Jedoch aber den Druck aufrechterhalten das Haus baldmöglichst auf Vordermann zu bringen. Dabei ist es nicht mal gesagt, dass die Kosten höher wären als beim Ölbrenner. Denn es entallen alle Kosten die im Zusammenhang mit Öltanks (Prüfung, etc) und mit dem Schornsteifeger stehen. Außerdem wird das WW im Sommer mit PV+WP gemacht. In der Überganszeit wird die PV auch um die 15-20% des WP Bedarfs decken. Außerdem aufgrund der höheren Heizgrenztemperatur im Altbau erreichen die LWPs dort bei sonst gleichen Rahmenbedingungen bessere JAZen als im Neubau. Aus den erwähnten Gründen und aufgrund der nachhaltigeren Entwicklung der Immobilie, würde ich Szenario 2 anstreben. Dazu muss erstmal statt Heizkörpern die höhere Investition für FBH getroffen werden. Wenn man etwas Eigenleistung macht kann man noch dazu eine Wandheizung, insbesondere im Bad, verbauen. Und wenn man es besonders gut machen will, verlegt man gleich Rohre für die zentrale KWL. Zitat von afzeipv  das heisst also, dass man definitiv mit einer Sole WP niedrigere Betriebskosten hat als mit öL?? ist das wirklich in der Praxis korrekt? ich kann mir das nur schwer vorstellen. ist das nicht schön gerechnet? Bei einer Flächenheizung, ja! Insbesondere mit einer PV. Wenn möglich, kannst du mit Ringgrabenkollektor sehr günstig Erdwärme erschliessen. Und wenn man geschickt vorgeht und BAFA-Förderung nutzt, kann man EWP+Quelle günstiger hinstellen als LWP. 1. Warum ist die PV so klein? 2. Fußbodenverlegung=FBH? So, ich habe fetisch. Grüße Nika P.S. Mit Szenario 1 lebt man die nächsten 30 Jahre im Altbau,
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12.04.2019 14:35:00 |
Zitat von afzeipv  Öltanks stehen schon im Keller. Bislang wurde mit dezentralen Ölöfen geheizt. Es kommt nun eine zentrale Ölheizung mit Brennwerttechnik und WW-Speicher rein und Fußbodenverlegung. Ich denke das macht in Anbetracht aller Umstände und unserem begrenztem Budget am meisten Sinn? Wärmepumpen werden im Betrieb zu teuer sein in meinem Altbau oder?[...] Vergiss die pauschale Aussage, dass WP im Bestand teuer ist.Du musst unterscheiden, zwischen der Wärmemenge die dein Altbau benötigt, diese unterscheidet sich nicht bei Öl und WP. Sowie der Kosten für die Bereitstellung dieser Wärmeenergie. Bei der WP ist hier die Differenz zwischen Qelle, also Luft oder Sole und der Senke, bei dir Fußbodenheizung entscheidend. Bei einer neuen, auf niedrige Temperaturen ausgelegten FBH kannst du auf Jahresarbeitszahlen über 4,5 kommen, derzeit also 5cent/kWh. Auf eine gute Auslegung solltest du sowieso achten, wenn du die FBH neu machst, vor allem im Bad. Ein anderer Punkt ist die benötigte Heizleistung. Diese solltest du kennen. Der Ölheizung ist diese relativ egal, weil es diese nicht in klein gibt. Eine WP ist aber in der Anschaffung abhängig von der Leistung und darf auch wegen der Effizienz und der benötigten Durchflüsse in der FBH nicht zu groß ausgelegt werden. Hier besteht eventuell ein Konflikt mit späteren Sanierungen. Denn dann müsste diese am Anfang eventuell zu groß ausgelegt werden. Beim Öler bitte Wartung, Stromverbrauch, Schorni, Abgassystem und Wirkungsgrad nicht vergessen. Hast du das ungedämmte Dach gegen bewohnte Räume oder einen Speicher dazwischen?. Die obere Geschoßdecke lässt sich sehr günstig dämmen und dann könnte eine WP günstiger werden als ein neuer Öler mit allem drum und dran. Es gibt hier Leute, die haben eine LWP für 3000€ installiert. Entscheidend sind die Rahmenbedingungen bei dir.
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12.04.2019 14:36:04 |
Also deine Öltanks werden vermutlich in nicht alzu langer Zeit einen Austausch vor sich haben, z.B. auch wegen fehlender dichtigkeit des Lagerraum (2. Wanne) wenn Du mit dem Pukt nicht roulett pielen willst. Ansonsten - Öler+ Schornsteinertüchtigung auf der Investseite, eventuell die Tanks gleich mit, gegenüber z.B. Ringraben oder Bohrung + Sole WP bei einer WP-Lösung. Betriebskosten: Öl, Strom, Schornsteinfeger, höhere Wartungskosten, Tankversicherung, ggf Tankprüfung beim Öler (Wirkungsgrad beim Öler nicht vergessen: real 11-12kWh Öl kaufen um 10kWh Wärme zu bekommen) gegenüber Strom bei der WP. Mal eine fiktive Rechnung: Öl: 160kWh Strom /Jahr je 0,25€ =40€ 20.000kWhnutzwärme =24.000kWh Öleinkauf je 7ct/kWh= 1680€ Wartungskosten 50€/Jahr mehrkosten Tankversicherung 15€/Jahr Schorni 30€/Jahr Summe 1815€/Jahr. WP 20.000kWh, JAZ 5 , 25ct/kWh = 1000€/Jahr WP 20.000kWh, JAZ 4 , 25ct/kWh = 1250€/Jahr Wie sieht deine Rechnung aus dass Du den Öler als günstiger ansiehst? Die WP kann auch gut PV-STrom nutzen - anteilig. der dann den Strombeschaffungspreis senkt.
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12.04.2019 15:08:11 |
Zitat von afzeipv  das heisst also, dass man definitiv mit einer Sole WP niedrigere Betriebskosten hat als mit öL?? ist das wirklich in der Praxis korrekt? ich kann mir das nur schwer vorstellen. ist das nicht schön gerechnet? Definitiv, mit einer auf 35/30°C oder tiefer ausgelegten FBH kommst du mit LWP auf eine Jahresarbeitszahl von 4,5 mit Erdwärme locker über 5. Schön gerechnet werden WP oft mit Heizkörpern und daher kommt auch der schlechte Ruf. Dummerweise sind Steuern und Abgaben auf die kWh Strom derzeit wesentlich höher als auf eine kWh Öl und Gas, wie diese sich entwickeln werden steht in den Sternen und hängt maßgeblich von der Politik ab, musst du also für dich abschätzen. Fakt ist aber, dass eine Effiziente WP mit FBH und 0,27€/kWh mit Öl bei 0,50€/L konkurrieren kann. Ohne jetzt den Invest zu berücksichtigen, im Detail hängt es dann davon ab auf wie viel Wärme sich die Fixkosten für Schorni und Wartung verteilen.
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12.04.2019 15:27:49 |
@afzeipv Zitat von afzeipv  ich möchte in unserem Einfamilienhaus eine Ölzentralheizung einbauen mit Fußbodenverlegung und muss deshalb laut dem EEG in BW 15% der Energie durch erneuerbare Energien erzeugen. Du "musst" überhaupt nicht, sondern PV oder ST sind nur zwei von sehr vielen Möglichkeiten bei einem Heizungsersatz - du könntest z.B. auch statt einer Ölheizung eine Pelletheizung einbauen, oder das Haus besser dämmen, oder noch einiges anderes mehr, siehe http://www.energie-fachberater.de/beratung-foerdermittel/gesetzliche-vorgaben/erneuerbare-waerme-gesetz-ewaermeg/Das Haus besser dämmen und eine auf niedrige Systemtemperatur ausgelegte Heizverteilung (hier: FBH) ist für sämtliche Möglichkeiten sinnvoll. Die verschiedenen Optionen fallen je nach Randbedingungen unterschiedlich "günstig" aus, zur Beurteilung fehlen noch etliche Angaben, z.B. - Anzahl Bewohner mit WW-Bedarf? - Pool ja/nein? - beheizte Fläche und bisheriger Jahresverbrauch? - auf welche VL/RL wird die FBH ausgelegt? - wie gut/schlecht für PV oder ST sind das Dach oder ev. andere Flächen geeignet (Fläche, Ausrichtung, Neigung, Verschattung...)? - Ist das Haus denkmalgeschützt oder wäre z.B. eine Aussendämmung möglich? - Nachbarschaft des Hauses: dicht bebaut oder grosser Garten? Wieso ausgerechnet eine Ölheizung? Liegt kein Erdgas in der Nähe? Wäre Platz für eine Pelletheizung samt Lager vorhanden? Das Forum ist aktuell sehr stark von WP+PV-Anhängern bevölkert. Nein, eine WP ist nicht in jedem Altbau sinnvoll, das müsste genau durchgerechnet werden, zudem gibt es auch für WPs einzuhaltende Grenzwerte für Mindest-Effizienz (mit einer FBH hast du reelle Chancen, diese zu erreichen, müsste aber durchgerechnet werden). Bei einer so grundlegenden Heizungserneuerung (samt Heizungsverteilung) am besten einen guten (!) Energieberater beiziehen und die verschiedenen Varianten mit euren konkreten Rahmenbedingungen durchrechnen lassen, und auch die Fördermassnahmen berücksichtigen. Bei sämtlichen Varianten gilt, dass die Erwartungen an die Preisentwicklung (Öl, Gas, Strom...), die Investitionskosten, die angesetzte Lebensdauer sowie eventuelle neue Rahmenbedingungen (z.B. CO2-Besteuerung, andere Preisgestaltung für Strom oder PV-Einspeisung usw.) eine sehr grosse Rolle spielen bei der Frage, welche Variante sich (finanziell) wie sehr lohnt. Für die Umwelt ist jede Reduktion der CO2- Emissionen sowie Ersatz von konventioneller durch erneuerbare Energie "lohnend". Schönen Tag + Gruss Kathrin
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Verfasser: Dietmar Lange | Zeit:
12.04.2019 15:44:28 |
Zitat von afzeipv  Hallo zusammen, ich möchte in unserem Einfamilienhaus eine Ölzentralheizung einbauen mit Fußbodenverlegung und muss deshalb laut dem EEG in BW 15% der Energie durch erneuerbare Energien erzeugen. Nun bin ich am überlegen,was sich hierfür am besten anbietet. Ich habe mich[...] Eine Frage, steht das Haus in BW und soll eine vorhandene Ölheizung erneuert werden? Eine Reihe von Antworten zu gestellten Fragen geht nicht auf die Besonderheiten in der Landesgesetzgebung ein Dietmar Lange
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12.04.2019 15:52:34 |
das heisst also, dass man definitiv mit einer Sole WP niedrigere Betriebskosten hat als mit öL?? ist das wirklich in der Praxis korrekt? ich kann mir das nur schwer vorstellen. ist das nicht schön gerechnet?Ich habe seit September eine Sole- Wasser-WP im Altbau. Keine Fußbodenheizung, sondern Heizkörper. Meine Arbeitszahl bis jetzt liegt bei 5,61. Bei 24 Cent Stromkosten liegen meine Wärmekosten bei 4,3 Cent. Keinerlei Zusatzkosten, der Betriebsstrom für Regelung und Umwälzpumpen ist da schon drin. Das kannst du mit einer anderen Heizung nicht erreichen. Das Forum ist aktuell sehr stark von WP+PV-Anhängern bevölkert. Nein, eine WP ist nicht in jedem Altbau sinnvoll, das müsste genau durchgerechnet werdenNicht in jedem Altbau, aber in den meisten. Voraussetzung: man fragt nicht den Heizungbauer - sonst bekommt man eine sauteure und ineffziente Anlage. Die Maßnahme muss sehr gut geplant und vorbereitet werden. Das Forum ist der ideale Platz dazu. Wir haben nicht nur die Kenntnisse, sondern auch die Geduld die kein Planer aufbringen kann. Die Fassade musst du nicht dämmen, um das Haus wärmepumpentauglich zu machen. Das wäre zwar wünschenswert und du wirst es eines Tages machen. Da dies aber eine sehr teure Maßnahme ist kannst du das zurückstellen und andere Dinge vorziehen, die mit weniger Geld mehr erreichen. Sehr in Frage stellen möchte ich auch die FBH. Das ist ein extremer Eingriff. Wenn das Haus nicht sowieso auf links gedreht werden soll würde ich das nicht machen. Auch mit Heizkörpern kannst du sehr hohe Arbeitszahlen erreichen, wie gesagt liege ich bei 5,6. Bei den Heizkörpern muss man im Altbau in den meisten Fällen nachrüsten. Ich hatte 18, habe 4 komplett raus geworfen und 4 neue, fette Heizkörper installiert. Der Aufwand ist unvergleichlich geringer als der für eine FBH. Du baust ja die Anlage komplett neu, und dann kann man die Heizkörper gleich richtig auslegen auf maximal 45/35°, besser noch weniger. Das kostet weniger als man meinen sollte. Unbedingt machen würde ich die Dämmung der obersten Geschossdecke und Kellerdecke. Das kostet nicht viel. Wenn du eine Zugleiter zum Dachboden hast tausche die aus gegen eine luftdichte, gedämmte Bodentreppe. Die Fenster sind unabdingbar, und die hast du schon. Das ist der größte Brocken. Ganz wichtig ist es, die Heizlast zu ermitteln. Dein Ölverbrauch ist ein wichtiger Indikator. Wenn die Heizlast bekannt ist kannst du die Heizflächen auslegen, und die Wärmepumpe. Sehr günstig wäre es wenn du über Grünland verfügst. Dann kannst du einen sehr preiswerten und effizienten Ringgrabenkollektor als Wärmequelle nehmen. Grüße Frank
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12.04.2019 16:00:17 |
Solarthermie ist für einen Altbau sinnvoll, da in den Übergangszeiten -die Hauptarbeitszeit einer thermischen Solaranlage für WW und Heizungsunterstützung- nennenswerter Wärmebedarf besteht, der in einem gut gedämmten Neubau nicht oder nur sehr kurz vorhanden ist. Dementsprechend dient eine PV-Anlage in Verbindung mit einer WP in einem gut gedämmten Neubau eher weniger zum "befeuern" der WP in der Heizperiode, sondern allenfalls im Sommer ode rin der ÜZ zur WW-Aufbereitung, da bei einem gut gedämmten Haus die Heizsaison eben signifikant kürzer ist als bei einem Altbau. Ergo ist die PV vor allem gut für das eigene Portemonnaie (und für das eigene gute Gewissen) Wenn die Heizlast des Hauses noch zu hoch ist (> 15 kW, entspricht ca. 5.000 l Öl/a), um in die kleinste Kesselklasse (max. 15 kW Leistung) einzusteigen, sollten zunächst gezielte Dämmmaßnahmen angedacht werden, um die Heizlast des Hauses entsprechend zu senken. Dämmmaßnahmen, die das Haus wirklich WP-geeignet machen, sind i.d.R. unwirtschaftlich. Ebenso der Umbau eines HK-Heizkreises auf FBH. Ist schlicht so, auch wenn hier gleich wieder des Geschrei der WP-Glaubenskrieger losbrechen wird. Es ist nun mal abgesicherte Tatsache, dass nicht mehr als max. 40% der Bestandsgebäude in DE WP geeignet sind, nimmt man als Grenzwert eine JAZ von 3,0 für LWPs und eine JAZ von ~4,0 für SWPs an, die beide an sich schon reichlich grenzwertig sind Über das Thema Öl würde ich mir allerdings ernsthaft Gedanken machen. Alternative der ersten Wahl wäre für mich Gas oder z.B. Pellets. Platz für einen Pelletbunker ergäbe sich dort, wo heute der Öltank untergebracht ist. Einen Speicher benötigt man auch für die Solarthermie, der durch die Pelletanlage eine Zweitnutzung erfahren würde.
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12.04.2019 16:08:20 |
Hallo! Bei Solarthermie und Altbau komm ich ja noch mit. Aber, Bei Den Preisen von Pelletanlagen komm ich nicht mehr mit. Gas ist toll, wenn Anschluss schon vorhanden. Sonst rechnet sich das nie.
Beste Grüße
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| | Zeit:
12.04.2019 16:39:55 |
Stellen wir die Frage doch mal anders: wenn wir die Kosten mal komplett vergessen und annehmen dass die Anlagen alle gleich viel kosten. Was würdest du dann am liebsten haben: - Ölheizung ohne Solar - Ölheizung mit Solar - Pelletheizung mit / ohne Solar - Solewärmepumpe - Luftwärmepumpe - Gasheizung mit / ohne Solar Und dann schauen wie mal was du dir leisten kannst. Was hast du denn veranschlagt für Ölheizung, Solar, Schornsteinertüchtigung und Fußbodenheizung? Grüße Frank
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