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Hilfe bei der Anlagenkonzeption (PV + Sole-WP)
Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 18.04.2019 23:52:25
0
2774436
Hallo zusammen,

zunächst einmal: tolles Forum. Ich habe hier schon viel gelesen, was mir bei der Meinungsbildung geholfen hat. Dennoch benötige ich Hilfe :(, daher habe ich mich mal angemeldet und stelle den Experten hier meine Frage. Ich habe mich schon über ein anderes Forum ein wenig aufschlauen lassen. Jetzt würde ich gerne von euch eine Meinung haben, bevor ich final den Auftrag vergebe - noch ist nichts bestellt und nicht dass ich mich in einem Jahr ärgere :)

Ich habe mal versucht, die Infos so strukturiert wie möglich zu beschreiben, ich hoffe ich erschlage euch damit nicht ;)

Ausgangslage:
- Zweigeschossiges EFH, 156 qm Wohnfläche, ohne Keller
- Poroton Vollsteinbauweise
- Norm-Heizlast ca. 5,9 kW
- Normales Verbraucherverhalten, zwei Erwachsene, zwei Kinder < 8 Jahre, Sauna geplant mit 8kW Ofen
- Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
- Es wird eine 15,4 kWp PV-Anlage installiert, zunächst keine Batterie, erst wenn diese günstiger / effizienter / sicherer werden
- Sole-Wärmepumpe soll es werden
- Bohrung mit 128 Metern (Doppel-U-Sonde aus PE100-RC (32x2,9 mm)) auf 8kW ausgelegt
- Es wird eine intelligente Heizungssteuerung installiert, welche versucht, tagsüber den Estrich / die Räume etwas höher aufzuheizen und nachts eine Absenkung durchführt
- Es soll eine Förderung der BAFA (MAP-Programm) in Anspruch genommen werden:
Innovationsförderung für Wärmequelle Erde und Wasser
Förderung für Lastmanagementfähigkeit (die WP, die ich rausgesucht habe, ist Smart-Grid-Ready)
- Über die FBH soll auch gekühlt werden, was über eine Erweiterung wohl möglich ist
- Technikraum steht in der gedämmten Gebäudehülle, so dass Wärmeverluste von Speichern nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Ziele:
- Möglichst zukunftssicherer Aufbau der Anlage
- Möglichst kosteneffizient
- Möglichst hoher (sinnvoller) Eigenverbrauch der PV-Anlage, da EEG-Einspeisung nur ca. 11 Cent.

Frage:
Ist der folgende Systemaufbau ideal, oder habt ihr Verbesserungsvorschläge?

- Da mein Heizungsbauer auf Buderus festgelegt ist, soll es die "Logatherm WSW196i-12 3kW-11,8kW" mit 190 Litern WW-Tank, modulierend 3-11,8 kW werden
- Kein Puffer für die FBH gem. Empfehlung hier im Forum. Ich habe verstanden, dass ein Puffer nicht notwendig / sinnvoll ist. Begründung:
- Puffer um häufiges Takten zu vermeiden ist nicht notwendig, da die WP modulierend ist.
- Eine Speicherung von Wärme in einem Wasser-Puffer ist vernachlässigbar. Hier macht es eher sinn, die FB-Temperatur 1-2 K tagsüber zu erhöhen und eine Nachtabschaltung / -absenkung zu programmieren, um die PV Energie zu nutzen. Dies wird sogar von Haus aus durch die WP unterstützt. So heißt es in der Anleitung: "Anhebung Heizen: Wenn die Photovoltaikanlage elektrische Energie liefert, wird diese genutzt um die gewünschte Raumtemperatur um 0 °C bis 5 °C zu erhöhen" und "Anhebung Warmwasser: Wenn hier Ja eingestellt ist, wird das Warmwasser auf die für die Betriebsart Warmwasser eingestellte Temperatur erwärmt.". Klasse!
- Keine Erweiterung des WW-Puffers, da die 190 Liter ggf. ausreichen. Begründung: 190 Liter bei 45 Grad ergeben eine höhere Wassermenge bei 38 Grad. Zumal kleine Speicher geringere Legionellengefahr haben, da das WW schneller ausgetauscht wird. Sollte die Wassermenge mal wg. Baden plus wildes Duschen der Hausbewohner alle gehen könnte es eng werden. Ausweichstrategien:
- Man erhöht in den kritischen Zeiten die WW-Temperatur auf 50 Grad, um eine höhere Menge an Wasser zu haben. Damit sinkt allerdings die COP und die Effizienz der WP
- Wenn ich die Anleitung richtig lese, dann kann man auch die Temperatur niedrig halten und die "Extra WW"-Funktion einstellen, dann wird der in der WP eingebaute 9kW Heizstab verwendet, um WW bei hohem Bedarf zu zuheizen: "Die Wärmepumpe kann auch so dimensioniert werden, dass der Bedarf des Hauses nur soweit gedeckt wird, dass für kältere Jahreszeiten ein Zuheizer erforderlich ist. Der Zuheizer hilft in diesem Fall auch im Notfall, bei Extra Warmwasser und thermischer Desinfektion aus."
- Auf eine Zirkulationsleitung würde ich verzichten. Bei uns ist die Dusche und Badewanne zu Bad EG, Bad OG und GästeWC jeweils maximal 4-5 Meter entfernt (war nicht extra so geplant, aber zufällig sind die Bäder alle rund um den Technik-Raum verteilt). Lediglich die Küche ist ca. 15 Meter entfernt. Da würde ich ggf. einen DLE installieren, wenn es nervig wird (denke aber, dass das in der Küche nicht so tragisch ist, ein paar Sek. zu warten...). Vorteile: kein Wärmeverlust durch Zirkulationsleitung quer durchs Haus (insb. bei der Küche), kein Strom für die Pumpe. Wird zudem nicht empfohlen: "Anforderung im DVGW-Arbeitsblatt W 551 ist, dass das Wasser darin eine Vorlauftemperatur von mind. 60° und Rücklauf von mind. 55° haben soll und die Pumpe mind. 16 Stunden am Tag betrieben werden soll.". 60 Grad würde ja bedeuten, dass ich permanent mit dem Heizer den Kessel hochjagen muss, damit das WW die Temp. erreicht.
- Zusatzheizungen in den Badezimmern würde ich nicht an die FBH anschließen, da der Mehrwert bei 29-35 Grad Vorlauf nahe null ist. Da installiere ich lieber direkt rein elektrische Heizungen als Zusatz-Option.
- Die FBH wird relativ eng ausgelegt (<= 10 cm), damit die beheizte Fläche größer und die Vorlauftemperatur geringer wird. Zudem hat es einen Vorteil bei der geplanten Kühlfunktion via FBH, da der Temp-Unterschied dann am Boden nicht zu unangenehm wird.

Was ist eure Meinung zum Systemaufbau? Habt Ihr Verbesserungsvorschläge?

Mein Heizungsbauer baut leider nur ein, was man ihm sagt, berät aber leider nicht wirklich…

Danke vorab (insb. für die, die bis hierhin den langen Text gelesen haben :)
Gregor

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.04.2019 08:02:54
4
2774450
Wozu eine Maschine mit bis zu 12 kW thermischer Verdichterleistung?

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 19.04.2019 08:26:47
0
2774451
Hallo lowenergy,
ursprünglich wurde von meinem Heizungsbauer folgendes angeboten (fairerweise muss man zugeben, dass dies vom Architekten so ausgeschrieben war...):
Buderus Logatherm WPS 8-1 Sole-Wasser-Wärmepumpe 7,6 kW
Buderus Logalux P120.5 S-B, 120 Liter Pufferspeicher
Buderus Logalux SH370 RS-B, 352 Liter Warmwasserspeicher

Hier wäre also die 7,6 kW passend zum Bedarf von 8kW gewesen. Da ich eine PV Anlage haben werde, möchte ich eine modulierende WP, die sich dem Bedarf aber auch dem verfügbaren Strom anpasst. Das kann die WSW196i. Es gäbe noch andere WPs, die einen geringeren Modulationsbereich haben, allerdings nicht von Buderus. Mein Heizungsbauer arbeitet vermutlich aber nur mit Buderus (finale Klärung steht noch aus).

Modulierend bedeutet ja, dass die WP 3 bis 11,8 kW Leistung geben könnte. Vermutlich wird der Bedarf aber wesentlich geringer sein.
Viele Grüße

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.04.2019 08:55:40
2
2774452
Genau ... im letzten Satz in Deinem letzten Beitrag hast es selbst auf den Punkt gebracht!

Betreibe selbst einen modulierenden 5 kW Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock ... an einer so optimal wie möglich für's effiziente und materialschonende Wärmepumpen umgefrickelten Hausheizkreishydraulik eines etwa 20 Jahre alten Hauses mit rund 250qm beheizter Fläche.

Diese Maschine moduliert recht gut, aber oberhalb von +10 Grad Celsius Außentemperatur, ist aufgrund der dann gegebenen geringen Wärmequellen- und Wärmesenkentemperaturdifferenz (Hub), die (der) wegen dem bei steigenden Außentemperaturen immer geringer werdendem Vorlauftemperaturbedarf kleiner wird, selbst bei diesem Gerät mit geringer Verdichterleistung und den komplett thermostatlos betriebenen Wärmeaustauschflächen (Heizwasserumlauf durch den Verflüssiger ist konsequent mit mehr als 1100 l/h möglich) ohne ein bisschen Trickserei nicht zu vermeiden.

Bei einer Erdwärmepumpenanlage hast natürlich wesentlich konstantere Wärmequellentemperatur ... aber trotzdem wird die modulierende Maschine, natürlich abhängig vom bei dir gegebenen Hub, kaum nur mit 3 kW laufen ... was wohl dann immer zu viel des guten ist.

Habe übrigens bei unserer wasserführenden Wärmeverteilung per Fernwärmeübergabestation durch derer Modulatinsfähigkeit die Möglichkeit zu testen, da diese bis auf zwischen 50 bis 100 thermische Watt Dauerleistung herunter regeln kann!
Selbst damit ist ab bestimmten Bedingungen kein 24/7 "Dauerfeuer" mehr möglich.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 19.04.2019 09:06:26
4
2774455
Wichtig ist sich nicht so 100%ig auf die Modulierung zu versteifen sondenr die FBH trotzdem mit viel Umlauf zu planen....

Denn die 3kW wird bei der Bohrung und guter FBH eher eine MInleistung von 4 kW haben.

Daher eine ordentliche hydraulik planen mit vielen offenen Kreisen. Dann ist das kein Problem

Verfasser:
Kevin89
Zeit: 19.04.2019 09:13:01
3
2774456
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen

Modulierend bedeutet ja, dass die WP 3 bis 11,8 kW Leistung geben könnte. Vermutlich wird der Bedarf aber wesentlich geringer sein. [...]

Ich hab ein Haus mit ähnlicher Fläche/Heizlast mit Sole WP 1,5-7,5 kW. Die meiste Zeit der Heizperiode läuft sie auf kleinster Stufe, denn bei gutem Kollektor mit Temperaturen über 0°C ist die thermische Abgabeleistung einiges höher.
Deine 3- kW WP würde bei dir ziemlich viel takten, weil die meiste Zeit die Abgabeleistung weit über 3 kW sein dürfte.

Verfasser:
dyarne
Zeit: 19.04.2019 09:17:00
2
2774457
die schwedischen IVT-maschinen sind super, aber viel zu groß für dein haus.

die mindestleistung liegt über deiner typischen last an 80% der zeit.
die maschine wird nie modulieren...

ich kann dir dazu kurven zeigen...

Verfasser:
FabKep
Zeit: 19.04.2019 10:42:20
2
2774483
Moin moin,

auch wenn wir hier im WP-Bereich sind... erlaubt mir bitte eine Anmerkung zur PV-Anlage.

@G8r8e8g:
Ich empfehle bei der Größe der PV eine Anlagengröße unter 10kWp.
Soweit meine Information stimmt, wird ab einer Peak-Leistung von 10 kW für den selbst verbrauchten Strom 40% EEG Umlage fällig. Das war der Grund, weshalb ich bei meiner Anlage "nur" 9,3 kWp gebaut habe.

BTW:
Ich habe auch mit einem Klempner zusammen gearbeitet, der ursprünglich nur Buderus angeboten hat und trotzdem von ihm eine Nibe F1255-6 PC (macht bis 7,2 kW und bei guten Bedingungen auch mehr) anschließen lassen. Diese Leistungsklasse würde bei Euch sicher auch reichen...

Wenn der Sani mal Kontakt zu Nibe aufnimmt... Die unterstützen mittlerweile sehr gut.

Grüße und Schönes Osterfest
Fabian

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 19.04.2019 11:01:33
2
2774489
Zitat von FabKep Beitrag anzeigen
Moin moin,

auch wenn wir hier im WP-Bereich sind... erlaubt mir bitte eine Anmerkung zur PV-Anlage.

@G8r8e8g:
Ich empfehle bei der Größe der PV eine Anlagengröße unter 10kWp.
Soweit meine Information stimmt, wird ab einer Peak-Leistung von 10 kW für den selbst[...]


Nope!

Man kann zeigen, dass wenn man die 10kwp-Grenze deutlich - was hier gegeben ist - überschreitet, der Nachteil der EEG-Besteuerung überkompensiert wird aufgrund der sinkenden Kosten pro kwp. Außerdem ist die Besteuerung bald Geschichte. EU sei Dank.

Verfasser:
JoRy
Zeit: 19.04.2019 11:07:25
3
2774492
"" - Da mein Heizungsbauer auf Buderus festgelegt ist, ....""

sucht man sich einen anderen !
Für so ein Projekt lässt man sich doch keine Überdimensionierung aufschwätzen,
um so eine Litanei an Fragen zu stellen.

Was bitte soll eine WP mit 12 oder mehr kW , wenn die Hütte eine Heizlast
< als 6 kW hat ?

Dann wird sie bei guter Dimensionierung um die 4 kW modulieren .
Und genau das ist es , was deine Anlage können MUSS.
Mod 1-5 kW und gut isss

Gruß JoRy

Verfasser:
via27
Zeit: 19.04.2019 11:11:20
0
2774496
Buderus mit 3-11,8 kW ist wahrscheinlich bei 0/35° angegeben. Mit einer Bohrung ist man die meiste Zeit im Plus Bereich. Also kann es sein, dass die mit höherer Leistung startet und einige Minuten lang läuft, bis sie anfängt runter zu modulieren. Oder ist das bei Buderus anders geregelt?
Ich habe eine 4,5-9 kW modulierende WP mit einer Tiefenbohrung. Bin im Winter nie unter 8° Soletemperatur gewesen. Also startet die 9 kW Wärmepumpe schon mal mit 12 kW und läuft 5-10 Minuten lang bis sie anfängt runter zu modulieren. Das verkürzt den Takt natürlich etwas. Im Altbau mit 6 kW Heizlast startet meine 8-10 Mal am Tag, was ich persönlich nicht schlimm finde. Bei tieferen Außentemperaturen ab - 5° taktet sie noch weniger.

Aber zurück zum Thema. Gab's hier nicht jemanden, bei dem eine Junkers Bosch 3-12 kW auf 1,5 kW runter moduliert? Wäre dann natürlich ein Top Gerät. Müsste doch die selbe Maschine wie Buderus sein oder?

Aber. Die 12 kW werden dir bezüglich Warmwasser Komfort wahrscheinlich auch nichts bringen. Auch nicht wenn die Bohrung das zulässt. Der obere Frequenzbereich wird im WW-Betrieb vermutlich gesperrt sein, da der Wärmetauscher im Speicher die Leistung nicht abnehmen kann.

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 19.04.2019 11:11:39
0
2774497
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wichtig ist sich nicht so 100%ig auf die Modulierung zu versteifen sondenr die FBH trotzdem mit viel Umlauf zu planen....

Daher eine ordentliche hydraulik planen mit vielen offenen Kreisen[...]


Was bedeutet denn viel Umlauf? Ich hab meinem Heizungsbauer gebeten den FB-Verlegeabstand so gering wie möglich zu wählen. Er hatte schon 10cm kalkuliert und schaut nun, ob er noch weiter runter gehen kann, meinst du das?
Offene Kreise im Sinne von ohne Stellmotoren?

Zitat von Kevin89 Beitrag anzeigen
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
[...]

Deine 3- kW WP würde bei dir ziemlich viel takten,[...]


Mir wurde gesagt, dass die WP auch unter 3 kW runter kann. In diesem Forum habe ich das nur an einer Stelle gefunden: Geht glaube bis 1,5kw runter oder so runter laut sido.

Wenn es tats. 1,5 kW wäre, müsste das doch gut passen, oder? Die 11,8kW nach oben sind dann ja irrelevant, das ist ja nur, wenn es mal sibirische Kälteverhältnisse annimmt. Kann jemand bestätigen, dass die WSW auf 1,5 kW runter kann?

Zitat von FabKep Beitrag anzeigen

Ich empfehle bei der Größe der PV eine Anlagengröße unter 10kWp.
Soweit meine Information stimmt, wird ab einer Peak-Leistung von 10 kW für den selbst[...]


Danke für den Hinweis, deine Infos sind richtig. Da habe ich auch lange überlegt, bin aber zum Schluss gekommen, dass es sich lohnt. Hier der mathematische Beweis :)
Ersparnis / Einspeisegewinn bei 9,8 kWp Anlage: 1194 Euro.
Ersparnis / Einspeisegewinn bei 15,4 kWp Anlage: 1721 Euro.
Mehrgewinn 9,8 vs. 15,4 kWp-Anlage : 527 Euro
EEG- Umlage: 79 Euro
Mehrgewinn nach EEG-Umlage: 448 Euro (jährlich)
Mehrpreis der Anlage: 5077 Euro (einmalig)
Rendite pro Jahr auf eingesetztes Kapital 8,82%, d.h. nach 11 Jahren amortisiert

Verfasser:
feanorx
Zeit: 19.04.2019 11:50:18
2
2774504
Lass dich nicht verrückt machen. Solange die Hydraulik und die Senke passt kann man die WP auch etwas überdimensionieren. In deinem Fall wäre sie ja nur manchmal in der Übergangszeit etwas überdimensioniert, also seh ich das null Probleme mit der Buderus.
Betreibe im Altbau eine on/off die durch die hohe Heizlast im Altbau in der Übergangszeit ca. 14-15kW Heizleistung bringt es aber in der Übergangszeit im Haus nur ca. 2kw Heizlast vorliegen.
Dann taktet die WP eben 15-20 pro Tag. Der Kompressor hält so trotzdem locker 50 Jahre und die AZ liegt um die 6-7 in der Überganszeit.
JAZ liegt trotz Heizkörper und sehr knappem Kollektor in diesem Jahr bei 5,1

Entscheidend ist, dass die Wärme der WP problemlos in die Heizflächen gelangt und pro Raum die Heizfläche nach der Raumheizlast ausgelegt ist. Also enge FBH Verlegung, gleichlange FBH Kreise und kleine warme Räume wie Bad mit Wand/Deckenheizung erweitern um diese warm zu bekommen ohne mit extra hohem Vorlauf heizen zu müssen weil die sonst zu kleinen Heizflächen in den kleinen Räumen den Raum nicht auf Temperatur bringen können.

Aber das hast du ja schon berücksichtigt.

Auch zu wenig Kreise und zu kleine FBH Rohr Querschnitte können dazu führen dass der hohe Volumenstrom einer WP nicht abgenommen werden kann und die die VL Temp zu schnell ansteigt und es dazu noch zu Störungen der WP kommen kann.
Auch zu kurze Kreise erzeugen einen hydraulischen Kurzschluss.
2 Fragen:
1. Wieviel Kreise sind geplant und wie ist der FBH Rohr Querschnitt?
2. Wie lang ist der längste und der kürzeste Kreis?

Übrigends: Falls dein HB sich vom Puffer nicht abbringen lassen will weil er meint es könnte zuwenig Volumenstrom abgenommen werden dann schlage ein Überströmventil vor. Das ist zum einen kostengünstiger und lässt sich zudem besser einstellen falls wirklich mal zuwenig Volumenstrom anliegen sollte aber auch zudrehen(zumindest die meisten Modelle).

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 19.04.2019 11:55:23
2
2774508
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
[...]


Was bedeutet denn viel Umlauf? Ich hab meinem Heizungsbauer gebeten den FB-Verlegeabstand so gering wie möglich zu wählen. Er hatte schon 10cm kalkuliert und schaut nun, ob er noch weiter runter gehen kann, meinst du das?
Offene Kreise im Sinne von ohne[...]


Ja...

Enger Verlegeabstand ist gut aber eben auch viele Kreise ohne ERR

Nur so kann die WP immer Wärme abgeben.

wenn du nicht heizen willst und dir ist zu warm stellst du eben die WP besser ein ( heizkurve runter .. Sommerabschaltung früher )

ERR ist immer nur "die Handbremse bei laufendem Auto ziehen"

Klar steht das Auto dann auch, aber mit Verschleiß.... Besser Auto ausmachen

Genauso bei der Wärmepumpe
Ist einem zu warm... Wärmepumpe besser einstellen / abschalten... nicht abwürgen.

Daher die Kreise ohne Stellmotor zählen und schauen dass der Mindestvolumenstrom gesichert ist

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.04.2019 11:56:33
3
2774509
Müsste die Bohrung nicht als Doppel-U in 40 er Rohr ausgeführt werden.
32 er Rohr ist für eine 12 kW Wärmepumpe im Druckwiderstand ungünstig,
denke ich.

Hast Du Dich mal mit dem Ringgrabenkolllektor beschäftigt, der mit etwas
Eigenleistung einiges sparen könnte?
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/

Grüsse

winni

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 19.04.2019 11:56:55
0
2774510
Zitat von via27 Beitrag anzeigen
Gab's hier nicht jemanden, bei dem eine Junkers Bosch 3-12 kW auf 1,5 kW runter moduliert? Wäre dann natürlich ein Top Gerät. Müsste doch die selbe Maschine wie Buderus sein oder? [...]


Na, das hat sich mal überschnitten. Während ich danach frage schreibst du schon die Antwort :D
Bosch und Junkers sind zumindest beide unter Bosch Thermotechnik. Aber bisher habe ich nun nur durch drei Personen gehört, dass jemand anderes die geringe kW Zahl gemessen haben soll. Habe versucht, im Netz was zu finden - vergeblich.

Beim Durchlesen der Anleitung habe ich noch rausgefunden, dass die WP nicht kühlen kann :/
"Die Wärmepumpe WSW196i-12 T/TS ist nicht
für den Kühlbetrieb geeignet. Da die Regelung
HMC300 auch in weiteren Wärmepumpen enthalten
ist, die für den Kühlbetrieb geeignet
sind, wird der Hinweis auf Kühlung nicht entfernt."

Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
"" - Da mein Heizungsbauer auf Buderus festgelegt ist, ....""
sucht man sich einen anderen !


Noch habe ich meinen Installateur nicht fragen können, da er mit der Heizlastberechnung noch zu kämpfen hat. Ich muss das noch bestätigen. Wenn die Buderus aber bei 1,5 kW moduliert, wäre das doch ok. Nur muss ich überlegen, ob ich auf Kühlung verzichten will. Welche WP würdet ihr denn empfehlen?

Viele Grüße
Gregor

Verfasser:
mdonau
Zeit: 19.04.2019 12:27:17
3
2774522
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen

Welche WP würdet ihr denn empfehlen?


AIT/Novelan SICV bzw. SWCV 1,5-6kW in der "K" Variante oder Nibe F1255-6PC
für deinen HB ggf auch ein wichtiger schritt, bei sein Produktportfolio zu erweitern
und für die kommenden Neubauten was vernünftiges anbieten zu können...

Zitat von FabKep Beitrag anzeigen

Ich empfehle bei der Größe der PV eine Anlagengröße unter 10kWp.
Soweit meine Information stimmt, wird ab einer Peak-Leistung von 10 kW für den selbst verbrauchten Strom 40% EEG Umlage fällig. Das war der Grund, weshalb ich bei meiner Anlage "nur" 9,3 kWp gebaut habe.


wenn deutlich mehr als 10kWp drin sind, ist kleiner bauen eine dumme Entscheidung:
"würde man wegen 50€ Steuern auf 500€ mehr Lohn verzichten?"

Bei einem Eigenverbrauch von 3000kWh (das muss man erstmal schaffen!)
Sind das (3000kWh*2,6ct/kWh)/100ct/€=78€ jährlich.
Die 5kWp mehr generieren aber 5000kWh zu 0,11€/kWh=550€
und die Anlage wird je kWp günstiger.

Der 10kWp Unfug hält sich leider hartnäckig...

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 19.04.2019 12:28:34
0
2774523
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Hast Du Dich mal mit dem Ringgrabenkolllektor beschäftigt, der mit etwas
Eigenleistung einiges sparen[...]


Hab ich geprüft. Wir haben aber schöne alte Bäume, die sollen bleiben. Sole ist ja auch effizienter und da es die Förderung gibt, preislich ok...

Verfasser:
Kevin89
Zeit: 19.04.2019 12:33:14
3
2774526
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
Sole ist ja auch effizienter und da es die Förderung gibt, preislich ok...
[...]

Ringgrabenkollektor ist Sole und gibt die gleiche Förderung und Effiziens, vllt doch nochmal mit beschäftigen.

Verfasser:
via27
Zeit: 19.04.2019 12:47:51
0
2774529
Zitat von Kevin89 Beitrag anzeigen
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
[...]

Ringgrabenkollektor ist Sole und gibt die gleiche Förderung und Effiziens, vllt doch nochmal mit beschäftigen.


Ringgrabenkollektor und eine Tiefenbohrung ist nicht die gleiche Förderung. Für eine Tiefenbohrung gibt es 500€ mehr. Viellleicht sich doch mal mit beschäftigen, bevor man es schreibt.

Verfasser:
Kevin89
Zeit: 19.04.2019 13:10:10
0
2774538
Zitat von via27 Beitrag anzeigen
Zitat von Kevin89 Beitrag anzeigen
[...]


Ringgrabenkollektor und eine Tiefenbohrung ist nicht die gleiche Förderung. Für eine Tiefenbohrung gibt es 500€ mehr. Viellleicht sich doch mal mit beschäftigen, bevor man es schreibt.

hast recht sind 500€ mehr, danke für die Richtigstellung

Verfasser:
dyarne
Zeit: 19.04.2019 15:30:44
2
2774584
Zitat von feanorx Beitrag anzeigen
Lass dich nicht verrückt machen. Solange die Hydraulik und die Senke passt kann man die WP auch etwas überdimensionieren...
das ist falsch.

wer will denn eine modulierende wp kaufen und dann als on/off betreiben?

normheizlast von 5,9kw kann bsplw real 4,5kw ergeben.
80% der heizzeit liegt diese dann um bzw unter 2-3kw.

so sehen monitoring auswertungen dazu aus.
hier wurde bei deutlich höherer heizlast als hier eine 3-12kw wp eingesetzt.
sie moduliert einzig in der kältesten woche des jahres.
ansonsten taktet sie...



so sieht es dagegen bei richtiger dimensionierung aus...


Verfasser:
feanorx
Zeit: 19.04.2019 16:56:03
3
2774604
Und wo ist das Problem wenn sie mal taktet? Meine WP taktet auch ständig, jeder Kühlschrank taktet. Hält trotzdem ewig und läuft effizient.
Ihr macht ein Drama aus den Takten ..ist einfach albern

Verfasser:
via27
Zeit: 19.04.2019 16:56:41
0
2774605
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
Zitat von via27 Beitrag anzeigen
[...]


Noch habe ich meinen Installateur nicht fragen können, da er mit der Heizlastberechnung noch zu kämpfen hat. Ich muss das noch bestätigen. Wenn die Buderus aber bei 1,5 kW moduliert, wäre das doch ok. Nur muss ich überlegen, ob ich auf Kühlung verzichten will. Welche WP würdet ihr[...]



Die Angabe mit 1,5 kW ist nicht bestätigt. Offiziell sind es 3-12 kW. Ich würde die in deinem Fall nicht einbauen.

Frage doch deinen Monteur, ob er dir nicht eine kleinere, nach Möglichkeit modulierende WP anbieten kann. Muss nicht unbedingt von Buderus sein.
Werbung für eine Alternative wurde oben schon gemacht. Je nach Region bekommst du ein Modell davon. Dort gibt es auch eine Variante mit Kühlung. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine 6 kW WP mit Kühlfunktion günstiger sein wird als 12 kW Buderus ohne Kühlung.
Buderus (IVT) Geräte sind aber auch vernünftig. Wenn alle im Forum, durch die Werbung hier, eine Nibe/KNV/AIT eingebaut bekommen haben, heißt es noch lange nicht, dass alle anderen Marken unvernünftig sind.

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 19.04.2019 20:44:21
0
2774652
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
[...]

AIT/Novelan SICV bzw. SWCV 1,5-6kW in der "K" Variante oder Nibe F1255-6PC
für deinen HB ggf auch ein wichtiger schritt, bei sein Produktportfolio zu erweitern
und für die kommenden Neubauten was vernünftiges anbieten zu können...
[...]


Hi mdonau, schön dass du auch hier unterwegs bist.

Zitat von via27 Beitrag anzeigen

Frage doch deinen Monteur, ob er dir nicht eine kleinere, nach Möglichkeit modulierende WP anbieten kann. Muss nicht unbedingt von Buderus sein.[...]


Wenn ich einen Heizbedarf von 5,9 kW habe, plus 1-2 kW für WW, dann komme ich etwa bei 8kW raus. Die Bohrung wird auf 8 kW ausgelegt. Wenn nun die WP nur bis 6kW ausgelegt wird, ist dann nicht die Leistung zu gering? In der Übergangszeit komme ich mit den 1,5 bis 6 kW gut hin, aber wenn es mal arg kalt wird, und darauf sind die Anlagen ja immer ausgelegt, oder(?), dann bin ich am Limit von 6kW, obwohl die Bohrung 8kW hat und ich auch die 8kW bräuchte.
Oder habe ich einen Denkfehler?
Eine WP, die von 1,5 bis 8 kW moduliert gibt es sicher nicht.

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Hilfe bei der Anlagenkonzeption (PV + Sole-WP)
Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 19.04.2019 20:44:21
0
2774652
Zitat:
...
Zitat:
...
[...]
AIT/Novelan SICV bzw. SWCV 1,5-6kW in der "K" Variante oder Nibe F1255-6PC
für deinen HB ggf auch ein wichtiger schritt, bei sein Produktportfolio zu erweitern
und für die kommenden Neubauten was vernünftiges anbieten zu können...
[...]

Hi mdonau, schön dass du auch hier unterwegs bist.

Zitat:
...

Frage doch deinen Monteur, ob er dir nicht eine kleinere, nach Möglichkeit modulierende WP anbieten kann. Muss nicht unbedingt von Buderus sein.[...]

Wenn ich einen Heizbedarf von 5,9 kW habe, plus 1-2 kW für WW, dann komme ich etwa bei 8kW raus. Die Bohrung wird auf 8 kW ausgelegt. Wenn nun die WP nur bis 6kW ausgelegt wird, ist dann nicht die Leistung zu gering? In der Übergangszeit komme ich mit den 1,5 bis 6 kW gut hin, aber wenn es mal arg kalt wird, und darauf sind die Anlagen ja immer ausgelegt, oder(?), dann bin ich am Limit von 6kW, obwohl die Bohrung 8kW hat und ich auch die 8kW bräuchte.
Oder habe ich einen Denkfehler?
Eine WP, die von 1,5 bis 8 kW moduliert gibt es sicher nicht.
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