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Neuer RGK in Mittelfranken
Verfasser:
DennisH2
Zeit: 19.04.2019 21:38:18
0
2774669
Hallo zusammen,

Zunächst einmal möchte ich ein dickes Lob an das Forum richten. Ich beschäftige mich mit dem Thema RGK seit ca. einem Jahr und konnte Dank Euch bereits Vieles lernen.
Daher habe ich mal versucht einen eigenen RGK zu planen. Vielleicht habt Ihr noch Ideen für eine Optimierung. Eine Frage hätte ich vorab bereits dazu: Welchen Abstand sollte man mit einem Kellergrubenkollektor mindestens zur Hauswand einhalten und welchen mit einem geraden Kollektor?


Daten zum Projekt:

Wohnfläche ca. 145m²
Ein beheizter Keller mit ca. 27m²
Hausstandard: etwas besser als EnEV
Boden: sandiger Lehm, vielleicht auch besser

Laut Heizlastberechnung gemäß DIN EN 12831 ergibt sich eine Heizlast von 6208W. Allerdings ist hier noch keine Warmwasserlast einberechnet. Im Trenchplaner kommen 6583W heraus.


Vielen Dank im Voraus.

Gruß,
Dennis

Verfasser:
crink
Zeit: 19.04.2019 22:24:35
0
2774682
Hi,

zu den Vorab-Fragen: 1 m und 1 m ;-) Wobei der Kellergrubenkollektor bitte unten den Meter Abstand zur Kellerdämmung einhalten soll und sich dann nach oben hin entlang der schrägen Wand der Kellergrube vom Keller entfernt. Also oben dann mindestens 1,5 m Abstand zum Keller.

Der Grabenplan sieht auf den ersten unvollständigen Blick vom Smartphone aus sinnvoll aus, aber beachte bitte die Tiefenhinweise des TrenchPlanners. Arbeitssicherheit ist das Wichtigste beim Grabenbau.

Viele Grüße
crink

Ps: In Mittelfranken hab ich schon mehrfach gearbeitet und auch gerne Urlaub verbracht, schöne Gegend. Grüße an Ansbach und Nürnberg ;-)

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 19.04.2019 22:47:59
0
2774691
Hi crink,

danke für die schnelle Antwort.

Das mit den Abständen sollte ich hinbekommen. :-)
Den Aushub macht unser Rohbauer, der später auch die Kellergrube aushebt. Je nach Stabilität des Bodens wird er sicherlich eine entsprechende Böschung vorsehen damit da nichts passiert. Danke für den Tipp.

Die Nürnberger Gegend gefällt mir auch sehr gut. :-)

Viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.04.2019 10:44:30
0
2774748
Hallo Dennis,

sieht gut aus,
nur die gefährlichen Tiefen sind nicht notwendig, kann man in einer
risikoloseren Tiefe durchziehen und ich würde die Kellergrube
auch am kalten Ende mit gerader Verlegung nutzen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=8RhrlvCdAyqZmSwpolAv

Warum liegt in Deinem Plan E. so weit von der Grundstückgrenze?

Die Heizlast finde ich für 145 m2 zu hoch.
Vielleicht gibt es da noch Möglichkeiten zur Optimierung?
Mit H,t 0.25 und Lüftung mit Wärmerückgewinnung wären es
freundliche ca. 5 kW Heizlast.

Grüsse

winni

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 22.04.2019 12:21:13
0
2775183
Hallo Winni,

dein Plan hat den Charme, dass weniger Aushubvolumen benötigt wird. :-) Die Idee, dass man am kalten Ende die Kellergrube verwendet hatte ich auch, aber sollte man am kalten Ende nicht zu tief verlegen oder ist das bei gerader Verlegung egal? Wenn das so geht, müssten wir hier nicht extra buddeln. :-)
Teilstück E liegt etwas weiter weg, da hier ein ca. 2 Meter hoher Erdwall als Lärmschutz aufgeschüttet ist. Der Kollektor würde hier am Fuß des Walls liegen.

Zur Heizlast: Zu den 145m² kommt noch ein beheizter Kellerraum mit 27m² dazu. Aktuell soll eine WLG 035er Dämmung an die Fassade. Ich habe deshalb schon mit unserem Verputzer gesprochen. WLG 032er kostet nicht viel mehr. Das würde ich dann favorisieren und dann könnte die Heizlast auch noch etwas sinken. Er meinte nur, dass bei einem heißen Sommer die Verarbeitung schwieriger ist, da die EPS-Platten dunkelgrau statt weiß sind und sich daher mehr aufheizen. Aber die Dämmung würde wahrscheinlich eh erst im September drauf kommen. Da ist es dann hoffentlich etwas kühler.
Die Lüftung wird bei uns zumindest teilweise dezentral eingebaut. Geplant sind Wäschekeller, Bad und Küche gekoppelt mit Wohn-/Essbereich. Dadurch sollte sich die Lüftungslast etwas verringern.

Viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
dyarne
Zeit: 22.04.2019 13:44:26
0
2775195
hallo Dennis,
Zitat von DennisH2 Beitrag anzeigen
Er meinte nur, dass bei einem heißen Sommer die Verarbeitung schwieriger ist, da die EPS-Platten dunkelgrau statt weiß sind und sich daher mehr aufheizen...

darum schreiben die hersteller bei solchen systemen fassadennetze vor.

diese sind ohnehin zu empfehlen, schützen auch gegen wind und regen...


Verfasser:
DennisH2
Zeit: 22.04.2019 14:21:07
0
2775208
Hallo Dyarne,

danke für den Tipp. Dann werde ich das bei Gelegenheit bei ihm mal ansprechen. Er meinte nur, dass der Schutz vor Sonne mehr Aufwand bedeutet und damit auch Mehrkosten. Aber wenn das nur Netze sind und die sowieso laut Hersteller angebracht werden müssen, dann verstehe ich seine Argumentation nicht so wirklich. Es sei denn, es gibt unterschiedliche Vorgaben zwischen 035er und 032er Dämmplatten.

Viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
dyarne
Zeit: 22.04.2019 14:25:22
0
2775212
ja, den unterschied gibt es.
die 032-er platten sind grau, haben einen graphitanteil der wärmestrahlung reflektiert.

durch die farbe erhitzen sie sich stärker in der sonne und schüsseln. daher müssen die 032-er platten vor sonne geschützt werden.

aber wie gesagt hat das netz viele vorteile auf der baustelle. man will auch keinen schlagregen auf grundierung oder putz.

man kann das netz sehr einfach selber am gerüst montieren. wenn man es leihen kann sind die kosten wohl vernachlässigbar...

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 22.04.2019 14:37:58
0
2775218
Hallo Dyarne,

wenn die Mehrkosten tatsächlich hoch ausfallen sollten, dann wäre das Selbstaufhängen eine Alternative. Das bespreche ich mal mit meinem Verputzer.

Ich hab da noch eine Frage zu den RC-Solerohren: Sind die UV-empfindlich? Ich hab gerade meine zwei Bunde bis nächste Woche teilverschattet unterm Balkon im Freien liegen und momentan scheint ja die Sonne ganz ordentlich.

Viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
dyarne
Zeit: 22.04.2019 15:24:06
0
2775226
2 wochen sind überhaupt kein problem...

die grünen RGK-spezialrohre haben einen 2-jahresschutz vor UV eingebaut damit sie auch oberirdisch auf der baustelle überwintern können...

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.04.2019 16:32:52
0
2775249
Wenn der Lärmschutzwall bereits aufgeschüttet ist, würde ich wegen
der Arbeitssicherheit nicht direkt am Fusspunkt graben:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=0n5k4sv0K1raAU4Qw01F

Wird der noch aufgeschüttet, würde ich den Kollektor darunter legen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=pqwe6AHXAZO7J5MLcJWG

Gerade Verlegung zieht wenig Leistung pro Meter und kann daher
auch am kalten Ende in die Baugrube gelegt werden.

Grüsse

winni

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 24.04.2019 21:50:53
0
2775957
Hallo zusammen,

dann bin ich beruhigt, dass die Rohre da kein Problem haben.

Der Wall steht schon. Wir werden den Graben dann mit etwas Abstand aufgraben. Danke für den Tipp. :-)

Viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 04.06.2019 22:24:06
0
2792016
Hallo zusammen,

der Kollektor ist mittlerweile verlegt. Der Rest soll Ende der Woche in die Baugrube kommen. Die kalte Seite wird gerade ums Haus verlegt. Hier werden wir die Frischwasserleitung kreuzen. Auch Abwasser verläuft in der Nähe. Wieviel Abstand sollte zwischen Wasser/Abwasser und den Soleleitungen (wenn sie gerade verlegt sind) eingehalten werden, um ein Einfrieren zu verhindern? Könnt ihr mir hier weiterhelfen?

Viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
crink
Zeit: 05.06.2019 06:44:01
0
2792039
Hi

Kreuzung 1 m Abstand, parallel 2m Abstand zum Frischwasser, zum Abwasser jeweils die Hälfte. Bei geringerem Abstand packst Du die Solerohre in ein Leerrohr oder Perimeterdämmung zwischen die Rohre.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 05.06.2019 21:27:31
0
2792341
Hallo crink,

danke für die schnelle Antwort. Wenn ich dich richtig verstanden habe, brauche ich keine Dämmung, wenn ich KG-Rohr nehme. Die Dämmwirkung entsteht dann quasi durch die Luft im KG-Rohr, richtig? Kann ich beide Leitungen in ein Rohr legen?

Danke und viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 05.06.2019 23:06:39
0
2792371
Hallo nochmal,

ich habe in der Baugrube den Abstand von Böschungswand zur Hauswand im Bereich des Kellergrubenkollektors gemessen. Leider komme ich hier nicht auf 1m Abstand. Dieser liegt zwischen 60cm bis 80cm. Weiter aufbaggern geht nicht, da die Grundstücksgrenze limitiert. Der gewachsene Boden ist lehmig und die Baugrube wird mit einem sandigen Material verfüllt. Theoretisch müsste sich der Kollektor mehr Wärme aus dem lehmigen Boden holen. Zudem ist der Keller gedämmt. Besteht dann trotzdem eine Gefahr für den Keller? Laut Trenchplanner ist der Kollektor insgesamt großzügig ausgelegt.

Danke schon einmal und viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
crink
Zeit: 06.06.2019 09:10:39
1
2792426
Moin Dennis,

richtig, keine zusätzliche Dämmung, wenn Du beide Rohre in ein KG-Rohr packst. Du musst nur drauf achten, dass das Rohr nicht mit Wasser volllaufen kann, denn dann wäre die Dämmwirkung der Luft weg. Also das KG-Rohr (oder Kabuflex) mit leichtem Gefälle verlegen und das obere Ende abdichten, mit Brunnenschaum z.B.

Ist der Boden rund um die Kellergrube lehmig und wird mit Sand aufgefüllt, dann baust Du sozusagen einen Trichter, der das Niederschlagswasser zum Haus hin leitet. Das kann zu Problemen führen wenn unterhalb des Hauses eine dichte Bodenschicht vorliegt.

Der Abstand des Kollektors zum Keller von mindestens 1 m hat zwei Gründe: Einerseits soll die Kellerwand unter allen Umständen heil bleiben und andererseits soll der Kollektor nicht unterhalb des Dachüberstandes verlaufen.

Um beurteilen zu können, ob der Kollektor zu nah am Keller liegt brauche ich einen detaillierten Grabenplan, der die aktuelle Situation zeigt und auch die Tiefe der Kellergrube genau dokumentiert. Dann lässt sich mehr dazu sagen.

Hauptsache, Du bist Dir der Situation bewusst und entziehst dem Erdreich die Wärme möglichst schonend -> modulierende Wärmepumpe (welche ist geplant?). Wenn diese dann noch eine Regelung hat, die das Setzen einer minimalen Soletemperatur unterstützt, die nicht unterschritten wird, und die Leistung daran anpasst, dann kannst Du mit den Solerohren so nah an den Keller ran wie Du willst, musst dann aber bei einem sehr langen/kalten Winter damit rechnen, dass die Heizleistung etwas eingeschränkt ist und ein wenig direktelektrisch zugeheizt werden muss.

Wenn die Baugrube tiefer als 2,2 m ist kannst Du auch mit dem Verlegen der Slinkies nicht ganz unten, sondern etwas höher beginnen. Das 32er Rohr lässt sich sinnvoll auf minimal 1,2 m Slinky-Durchmesser biegen. Also lehnst Du die Kellergruben-Slinkies von 1,0 bis 2,2 m Tiefe an die Kellergrubenwand in der Hoffnung, dass dort durch den Böschungswinkel der Abstand zwischen Keller und Rohr mindestens 1 m beträgt.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 06.06.2019 11:23:43
0
2792483
Hallo crink,

danke für die ausführliche Antwort.
Kann ich die KG-Rohre auch auf beiden Seiten mit Brunnenschaum abdichten oder gibt da Probleme? Dann sollte ja gar nichts mehr reinlaufen können.

Als Wärmepumpe werden wir die SWCV 62H3 von Alpha Innotec bekommen. Die ist ja ähnlich der NIBE 1155. Die Grube wurde zunächst mit Schotter ausgegleitet. Darauf kam dann die Dämmung und anschließend die Bodenplatte. Die Grube wurde nun schon bis Oberkante Bodenplatte mit dem sandigen Material verfüllt. Dort sind wir jetzt ca. 2,5m tief. Nach oben hin wird der Abstand zwischen Haus und Grubenwand leider nicht viel größer, da der Lehmboden relativ stabil ist. Der Dachüberstand ist bei uns nicht sehr groß.
Was würde im schlimmsten Fall passieren, wenn wir den Kellergrubenkollektor weglassen und stattdessen gerade verlegen? Wir hätten dann einiges an Rohrmetern, die fehlen würden. Ich hatte den Kollektor ursprünglich mit sandigem Lehm geplant. Bei der Verlegung hat sich aber herausgestellt, dass es doch eher Lehm ist. Puffer hätten wir also noch.

Viele Grüße,
Dennis

Verfasser:
winni 2
Zeit: 06.06.2019 12:02:47
0
2792503
Hallo Dennis,

ich würde da Perimeterdämmplatten, statt KG.Rohr einbauen.
Scheint mir einfacher.

Ca. 160 Meter wenger Rohr ist der Verlust einer erheblichen
Wärmetauscherfläche.
Könnte man da noch mal etwas baggern und ein waagerechtes
Slinky-Stück ergänzen?
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=TeRsBCwbklPuGcQDhGSJ

Bei der geraden Verlegung in der Kellergrube würde ich noch zusätzlich
einmal hin und zurück in verschiedenen Höhen verlegen.

Grüsse

winni

Verfasser:
DennisH2
Zeit: 06.06.2019 13:06:05
0
2792518
Hallo winni,

leider liegt auf der Seite schon Verfüllmaterial. Außerdem ist das die hintere Seite des Grundstücks. Da wird der große Bagger nicht mehr hin passen. Den brauchen wir aber, da bei uns eine Schieferplatte quer durchs Grundstück verläuft. :-(
Ich habe mir gerade nochmal Bilder von der Baustelle angesehen. Die Böschung der Grubenwand ist doch etwas weniger steil als ich es in Erinnerung hatte. Ich würde daher crinks Idee umsetzen wollen, dass ich die Slinkies einfach etwas höher setze. Dann komme ich weiter von der Hauswand weg und Wasser, das evtl. weiter nach unten sickert kann nicht gefrieren.
Dazu hätte ich noch eine Frage. Wie weit um das Rohr herum kann vorhandene Bodenfeuchte eigentlich gefrieren bzw. wie dick kann so ein Eispanzer werden?

Danke und viele Grüße,
Dennis

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