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Machbarkeit Erdwäre bei DHH und ca. 220qm nutzbarer Fläche
Verfasser:
Sisan
Zeit: 29.03.2020 12:05:25
0
2939079
So, nachdem hier einmal feucht durchgewischt wurde...
Hat jemand evtl. noch Meinungen zu dem Vorhaben mit der Drainage über dem RGK oder eine Info, was wir überhaupt aus dem Angebot vom Heizungsbauer zwingend benötigen?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.03.2020 12:29:37
1
2939102
:-)

In meinen Augen spricht nichts gegen die Drainage in einer
Kiespackung über dem Kollektor.
Im Forum "Energiesparhaus.at" findest Du da einige Beispiele
mit Verlegebildern.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 08.04.2020 12:59:05
0
2944593
Es geht voran. BAFA-Antrag ist gestellt, ein fähiger Heizi (hoffentlich) gefunden. Zumindest kennt er den Ringgrabenkollektor, hat schon mehrfach Erdwärmepumpen an RGK, die in Eigenleistung entstanden sind, angeschlossen und ist zudem Nibe Vertragspartner. Wir können zudem die gewünschten Eigenleistungen wohl ohne Probleme einbringen. Und das beste: er hat von sich aus gesagt, dass wir bei dem Haus mit max. 6kW Heizleistung locker auskommen sollten. Ich warte aktuell noch auf ein Angebot, es hörte sich aber schon einmal vernünftig an.

Auch ein Baggerfahrer ist gefunden, nachdem bei meiner Anfrage bei einem anderen Tiefbauer 1.900 Euro netto für den Graben aufgerufen wurden, lande ich nun bei ca. 1.000 Euro brutto. Ist schon ein Unterschied :) Die Rohre sind nun bei Santherr bestellt (300m, 40x3,7mm) und das Drainagerohr bestelle ich heute auch noch. Mein Plan ist, das Rohr auf die erste verdichtete Schicht (ca. 50cm über Soleleitung) auf Vlies zu verlegen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, sollten die Restleitungen für den Kellergrubenkollektor (bzw. was davon übrig geblieben ist) unter der Erde bis zum Verwendungstag "gelagert" werden. Ist das soweit korrekt?

Wir werden wahrscheinlich Ende April den RGK umsetzen. Ich poste dann ein paar Bilder vom Verlegen :)

Danke für eure gute Hilfe!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.04.2020 13:06:16
0
2944604
Hört sich alles gut an und ja, ich würde die Rohre vergraben,
damit die geschützt sind und keine Begehrlichkeiten bei
Langfingern wecken...

Grüsse und weiterhin gutes Gelingen

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 09.04.2020 11:47:27
0
2945068
So, wie es so ist, sobald man sich mit dem Thema wieder mehr beschäftigt, kommen wieder mehr Ideen :)

Bei uns ist ja ursprünglich der Kellergrubenkollektor der Regenrinnenentwässerung bzw. der Lichtschachtentwässerung zum Opfer gefallen. Ich habe mir nun noch ein paar Gedanken dazu gemacht und geschaut, wie man das evtl. dennoch hinbekommt, damit man einfach noch ein paar Watt mehr in Reserve hat, z.B. falls der Boden doch nicht so feucht ist, wie gehofft und auch die geplante Drainage nicht sonderlich hilft... bin da halt ein Angsthase :)

Das bestellte Rohr wird in 90cm Wickeldurchmesser geliefert. Man könnte doch nun an den Teilstücken H und I statt eines geraden Kollektors eine Mini-Version des Kellergrubenkollektors verlegen. Die Teilstücke sind zusammen gut 20m lang. Bei locker verlegten Slinkies (z.B. 1 Slinky/Meter) kommt man auf 20 Slinkies mit einem Meter Durchmesser bzw. auf grob 60m Rohr. Leider kann man das so nicht im Trenchplanner abbilden. So könnte ich immerhin die Slinky-Zahl in den anderen Teilstücken D, E und F reduzieren und ein bisschen die Entzugsleistung auf der Fläche ein wenig besser verteilen.

Wäre das sinnvoll oder lohnt dieser Aufwand für ein paar Watt mehr nicht?

Hier auch noch einmal der Link zur aktualisierten Version des RGK (das Haus wurde im Bauantrag knapp 1 m südlicher platziert. Musste ich im Trenchplanner noch anpassen.)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.04.2020 12:25:14
0
2945086
Hi,

könnte man zumindest mit 1 Meter Slinkys so im Trenchplaner
darstellen, wobei dann aber die größere Tiefe, als 2 Meter, nicht
berücksichtigt wird:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=vLx5rw3wKiiwuJ7pR7Oh

Wenn Du da 1 Meter Abstand zu Baukörper und Lichtschächten
einhalten kannst, würde ich es machen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 09.04.2020 16:30:18
0
2945186
Super, dann werden wir das so machen.

Da wir wegen des sandigen Bodens eine recht flache Böschung der Baugrube haben (Böschung max. 45° im sandigen Bereich und max. 60-80° im beim verwitterten Fels), sollten wir auf jeden Fall mindestens 1 Meter von den Lichtschächten und auch der Lichtschachtentwässerung weg sein. Zur Not muss eben die Grube ein wenig weiter ausgehoben werden.

Danke, dann sollten ja rund 5kW mit dem RGK machbar sein. Da habe ich dann auch weniger Schmerzen mit, dass er zu knapp ausgelegt ist ;)

Verfasser:
Sisan
Zeit: 21.04.2020 15:40:48
0
2950899
So, die Rohre für die Versickerungsleitung sowie die Soleleitungen sind gestern bzw. heute angekommen. Beim Solerohr sind wir im letzten Moment doch noch auf die von Muggenhumer umgeschwenkt. Wir möchten wegen Corona so wenig Personen wie möglich auf die Baustelle hole und haben wir lieber den Luxus des größeren Wickeldurchmessers und Rohrmarkierungen gewählt. Da wir nur zu zweit (plus Baggerfahrer) die Rohre verlegen werden, war uns das einen Aufpreis wert - immerhin gibt es ja auch 35% vom Staat zurück.

Am 1. Mai wird alles soweit vorbereitet. Tags drauf der Bagger an und wir verlegen die Rohre. Da ich nach wie vor ein wenig Sorge bzgl. Bodenqualität habe, werden wir den Mutterboden mit dem restlichen Bodenaushub (laut Bodengutachten schwach feuchter Sand) durchmischen und ihn so hoffentlich ein wenig zwecks Wasserdurchlässigkeit und Speicherfähigkeit "pimpen" können. Vom Bauaushub bekommen wir ausreichend Mutterboden, den wir dann noch als Deckschicht aufbringen können.

Das ist jetzt genau das richtige gegen den Lagerkoller :)

Sollte man dem Ende und Anfang für die Installation im Haus noch einen Zuschlag gönnen? Oder reichen da die im Trenchplanner angegebenen 45cm?

Verfasser:
crink
Zeit: 21.04.2020 15:45:40
1
2950903
Hallo,

ein kleiner Zuschlag sollte es schon sein - einfach die Soleverteiler auf dem Plan ein wenig ins Haus rein rücken, dann wird die Berechnung angepasst. Falls ohne Keller brauchst Du ja auch ein paar Reserven, um von -1,5 m Tiefe im Garten auf +0,5 m Höhe im Haus zu kommen. Wenn am Ende ein paar Meter Rohr übrig bleiben ist das überhaupt kein Problem, sondern ganz normal.

Gutes Gelingen und viele Grüße
crink

Verfasser:
Sisan
Zeit: 02.05.2020 17:13:34
4
2956138
Heute war es nun soweit und wir haben den RGK verlegt. Der Boden war zum Glück sehr feucht (ich bin eher von einer trockenen Angelegenheit ausgegangen) und wir konnten trotz erwarteter Bodenklasse 6 ohne größere Steine bis auf 2m Tiefe runtergehen. Unten war es dann grobkörniger Sand mit einigem Schluffanteil. Unten hat dann ganz schön das Wasser reingedrückt (es hatte die Tage nicht wirklich viel bei uns geregnet). Das werte ich mal als gutes Zeichen.

Mit zwei Mann im Graben und einem im Bagger (alles RGK-Greenhorns) sind wir dennoch recht schnell voran gekommen. Wir haben für alles ziemlich genau 8 Stunden benötigt, ich hatte mit mehr gerechnet.

Durch die bessere Tiefe (es wird ja noch je nach Stelle 20-50cm aufgeschüttet) kommen wir nun auf über 5kW im Trenchplanner. Den letzten Stand habe ich noch einmal gespeichert.

VIELEN DANK an alle, die hier mit Rat und Tipps zur Seite standen, v.a. an winni 2 und crink! Eine super Unterstützung, ohne die ich mir wohl ne LWWP vors Haus gestellt hätte.

Zum Abschluss natürlich auch von mir noch ein paar Fotos von der heutigen Arbeit.

Boden in 2m Tiefe:

Teilstück D (Osten) mit einigem an Wasser:

Teilstück E (Süden). Auch hier haben sich noch ein paar Pfützen gebildet.

Teilstück F (Westen)....

Der fertige RGK aus der Luft.

Bei der Versickerung haben wir es und einfach gemacht: Versickerungsrohr in den Sand und ein Vlies drüber.

Alles zugeschüttet und für den Bagger, der die Kellergrube aushebt, die "sensiblen Stellen" markiert.

Und zu guter Letzt noch ein Foto von oben, als der Spuk vorbei war.

Edit: Die Bilder werden irgendwie nicht angezeigt... Daher die Links auf die Fotos.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.05.2020 17:57:20
1
2956154
Hi, gerne. :-)

Gratuliere, mit dem Wasser in der Kollektorebene wird der Graben
sicher prima performen und freut mich, das alles so glatt ging.

Du könntest mal noch Deine Normtemperatur auf Aktualität
prüfen:
https://www.waermepumpe.de/normen-technik/klimakarte/
Wahrscheinlich ist die jetzt höher und die Heizlast sinkt etwas.

Was ich für Nachmacher zu meckern hätte, wäre die fehlende
Abböschung der Grabenwände, aber ist ja gut gegangen. :-)

Interessant wären noch Deine Gesamtkosten für den Kollektor,
wenn die vorliegen.

Grüsse

winni

P.S. Bei Link "letzter Stand" ist ein Grabenbild.

Verfasser:
Sisan
Zeit: 02.05.2020 19:13:33
1
2956175
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Du könntest mal noch Deine Normtemperatur auf[...]


Hoppla, da habe ich den Link falsch gesetzt. Hier nun aber der korrekte Link.

Die NAT liegt bei uns derzeit bei -13,4 °C, daher habe ich -14 °C gewählt. Die ist daher noch aktuell. Und ja, die Abböschung fehlt. Da der Sand so fest war, hatten wir es zunächst ohne Abböschung versucht und es ist selbst beim Antrocknen der Grabenwände nichts runter gekommen.

Einen Drucktest haben wir heute nicht gemacht, ich hoffe, da kommt keine böse Überraschung dann, wenn das Haus steht. Aber wir waren sehr vorsichtig und auch der Baggerfahrer hat die erste Schicht sehr schön verteilt und nicht einfach nur runterplumpsen lassen.

Die Gesamtkosten kann ich gerne mitteilen. Wir wollten ja eigentlich das Rohr von Santherr nehmen, haben uns im letzten Moment aber noch für Muggenhumer entschieden. Daher ist es etwas teurer geworden, er liegt aber noch absolut im Budget. Bis auf Baggerstunden und Rohr habe ich ein paar Euro für Markierungsspray ausgegeben. Bei den angegebenen Kosten für die Baggerstunden sollten wir für alles bei unter 2.000 Euro bleiben. Aber das kann ich erst sagen, wenn die Rechnung vom Baggerfahrer da ist. Und dank Klimatechniker, der Nibe-Vertragspartner ist und uns den RGK abnimmt, gibt es noch 35% Förderung zurück :)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.05.2020 19:32:49
1
2956186
Schön :-)

Macht dann eine leistungsfähige Erdwärmequelle für um die
1300,-- Brutto...

Grüsse

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 07.05.2020 20:38:51
0
2958545
Auf die Rechnung vom Baggerfahre warte ich aktuell noch. Dafür geht es mit dem Angebot für Heizung und KWL endlich weiter. Habe einen wirklich äußerst kompetenten Klimatechniker gefunden, der mit eine Nibe S1155-6 PC mit Nibe ERS10-400 KWL zu einem vernünftigen Preis angeboten hat. Zwar etwas teurer als vergleichbare Angebote, dafür aber einfach kompetent in jeder Hinsicht:
- Heizlast wurde auf ca. 4,5kW geschätzt. Berechnung kommt von einem TGA-Planer, der die FBH auf max. 80m Kreise (16x2) auslegt und entsprechend auch die BKA abhängig vom Volumenstrom und Druckverlust berechnet
- VL-Temperatur maximal auf 30 °C
- kein Schnick-Schnack wie hydraulische Weiche oder Heizungspuffer
- Nibe-Vertragspartner, der den RGK kennt, ihn für uns abnimmt und ihn somit förderfähig macht.
- ERR können wir selbst via geplantem Funk nachrüsten
- er hält nichts von Zirkulation und hat auch egsagt, dass wir unserem Sanitärinstallateur dies ausdrücklich sagen sollten, dass diese bei uns unnötig ist.

Allein beim Brauchwasserspeicher bin ich mir noch nicht ganz einig :) Er möchte einen Speicher mit Wärmetauscher (also Heizungswasserkreislauf erwärmt das Frischwasser im Speicher, kein Hygienespeicher) einbauen, ich hätte gerne einen "Blecheimer" zum direkten Befüllen bzw, evtl. auch einen Schichtladespeicher. Macht das einen großen Unterschied, wenn man keine Friwa einbaut?

Verfasser:
dyarne
Zeit: 07.05.2020 21:55:41
1
2958573
gratuliere!

kältetechniker der wärmepumpen verbaut ist natürlich ein glücksfall...

so einen kenne ich auch zwischen München und Deggendorf...

dein TGA-planer scheint der nächste glücksgriff zu sein. schön hier zu lesen daß es auch helle lichter in der branche gibt.
so richtig ist die wp in der deutschen heizungsbranche ja noch nicht angekommen... ;-)

Verfasser:
Sisan
Zeit: 12.05.2020 12:01:53
0
2960655
Zitat von dyarne Beitrag anzeigen
kältetechniker der wärmepumpen verbaut ist natürlich ein glücksfall...


Das stimmt und das merke ich heute auch wieder... Unser Sanitärinstallateur besteht nach wie vor auf seine Ringleitung und Umwälzpumpe (ist ja laut ihm keine Zirkulation) für unser Haus. Das ganze will er mit einem 25er MSVR bauen mit der Aussage, dass die Fittings das Problem bei der Installation seien.

Nun will er mir berechnen, was in den Leitungen drin ist (um zu zeigen, dass die 3-Liter-Regel nicht eingehalten werden kann). Ich frage mich aber echt, wie man auf einen solchen Durchmesser kommt, wir haben im OG keine Bade-Oase und nur einen Warmwasser-Spitzendruchfluss von 0,33l/l wenn man alle Zapfstellen (2x Waschtisch, 1x Duschey 1x Badewanne) aufdrehen würde. Da bin ich leider gerade wirklich am verzweifeln :(

Leider hatte unser Klimatechniker keine Kapazitäten mehr frei bei seinem Heizungsbauer. Der hätte direkt ohne Zirkulation geplant und lieber kleine Rohrdurchmesser gewählt.

Verfasser:
Schorschi81
Zeit: 12.05.2020 14:05:18
2
2960713
Zitat von Sisan Beitrag anzeigen
Zitat von dyarne Beitrag anzeigen
[...]


Das stimmt und das merke ich heute auch wieder... Unser Sanitärinstallateur besteht nach wie vor auf seine Ringleitung und Umwälzpumpe (ist ja laut ihm keine Zirkulation) für unser Haus. Das ganze will er mit einem 25er MSVR bauen mit der Aussage, dass die Fittings das Problem bei der[...]



In einer Nutzungseinheit (z.B. Badezimmer) werden nur die beiden größten Verbraucher addiert. Also in deinem Beispiel die Badewanne und ein Waschbecken, da es eher unwahrscheinlich ist, dass die Dusche und Badewanne zeitgleich laufen werden. Auch das 2. Waschbecken fällt hier nicht groß ins Gewicht. Somit liegt dein Vs bei 0,22 l/s.

Ob Ring oder Reihe sollte berechnet werden. Der Ring erhöht meist die Ausstoßzeiten. Du könntest z.B. die Bade- und Duschwanne mit einer Leitung in Reihe schalten und die beiden WT´s mit einer separaten kleineren Leitung ebenfalls in einer Reihe anschließen. Somit hast du fürs kurze Händewaschen/Zähneputzen sehr geringe Ausstoßzeiten an den WT´s und bleibst auf jeden Fall unter 3 Liter.

Verfasser:
Sisan
Zeit: 12.05.2020 14:54:50
0
2960744
Zitat von Schorschi81 Beitrag anzeigen

In einer Nutzungseinheit (z.B. Badezimmer) werden nur die beiden größten Verbraucher addiert.


Na dann komme ich ja noch weiter runter mit dem Durchfluss. So ähnlich wie von dir beschrieben, ist es auch eigentlich mein Wunsch gewesen. Der Installateur beharrt aber auf seiner Ringleitung mit 25er MSVR.

Bei uns liegen die beiden Bäder übereinander und der Warmwasserspeicher ist im Keller in Nebenzimmer. Wenn ich ganz grob überschlage, komme ich auf Leitungslängen von jeweils ca. 12m bis zu den Waschbecken als Abnehmer. Meine Hoffnung war eigentlich, das Gästebad in Reihe (von Dusche zu WT als letzter Abnehmer) und das Hauptbad als Stichleitung zu dem WT und als Reihe von Badewannd und Dusche (in der Anordnung, da öfter gebadet als geduscht wird) auszulegen. Aber da möchte mein Installateur nicht mitspielen, wie es aussieht. Er hat darauf verwiesen, dass alles andere als eine Ringleitung "nicht mehr Stand der Technik" sei und man die Umwälzpumpe der Ringleitung ja nur auf ein paar Minuten pro Tag einstellen könnte (eben dann, wenn man am wahrscheinlichsten Warmwasser braucht). Aber spricht nicht genau dieses Vorgehen gehen die Hygiene in einer Ringleitung?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 12.05.2020 18:29:22
0
2960868
Zitat von Sisan Beitrag anzeigen
Zitat von Schorschi81 Beitrag anzeigen
[...]


Er hat darauf verwiesen, dass alles andere als eine Ringleitung "nicht mehr Stand der Technik" sei und man die Umwälzpumpe der Ringleitung ja nur auf ein paar Minuten pro Tag einstellen könnte (eben dann, wenn man am wahrscheinlichsten Warmwasser braucht). Aber spricht nicht genau dieses Vorgehen gehen die Hygiene in einer Ringleitung? [...]


Also - der Herr will dir nur unnützes Zeuch verkaufen, das lediglich Probleme und Kosten nach sich zieht.

Wenn eine Ringleitung, dann muss die dauerhaft mit min. 60°C/55°C betrieben werden, oder es wird eine Legionellenbrutstätte.
Der ordnungsgemäße, d.h. dauerhafte Betrieb einer solchen Ringleitung verbraucht in etwa soviel Wärmeenergie, wie eine Person WW verbraucht (1,75kW/Tag x 365Tag/a = 638,75kWh/a) zuzüglich ca. 4kWh/a Strom (oft kommunizierter Erfahrungswert).

DN 25 ist ja schon ein elendiglich großer Querschnitt- absoluter Kopfschuss für deine 20l/min.

Apropo - es gibt eine etwas ältere Dr. Arbeit einer Medizinerin, die >400 Häuser auf Legionellen untersucht hat. Bei EFH gab es ausschließlich bei Häusern mit Ring/Zirkulationsleitung Legionellen. Bei EFH mit Stichleitungen kein einziges...

LG jogi

Verfasser:
Schorschi81
Zeit: 13.05.2020 07:21:36
1
2961102
Tu dir bitte den Gefallen und schieß deinen Installateur in den Wind!
Eine Ringleitung wird innerhalb einer Naßzelle verlegt und besitzt auch keine Pumpe. Ich denke dein Installateur will eine Zirkulation durchs ganze Haus/Anschlußschacht verlegen, so wie ich das herauslese. Schwachsinn und vor allem in 25 in nem EFH. Zudem ist es nur in hygienisch einwandfreien Installationen erlaubt die Zirkulationspumpe über eine gewisse Zeit abzustellen.

Dein Installateur soll dir bitte die Berechnung für seine Planung nachweisen (diese muss er laut Norm machen). Alles andere hier ist der typische "Viel hilft viel" Ansatz, welcher aber bei Trinkwasser genau das Gegenteil bewirkt. Hygiene ist das Stichwort wenn er schon von Stand der Technik spricht. Zum anderen mag eine Ringleitung heutzutage zwar etabliert (Stand der Technik) sein, aber nicht immer zwingend notwendig. Jedoch gibt es da draußen auch sehr viele SHKler die meinen man dürfe keine T-Stück Installation mehr machen. Alles Mumpitz.

Am besten fragst du Ihn nach dem Zertifikat seiner letzten VDI 6023 Teil A Schulung die in der Regel jeder Meisterbetrieb vorzuweisen haben sollte! ;-)

Bei den meisten Studien/Arbeiten/etc. die ich so bisher in der Hand hatte, waren meist eine Überdimensionierung, zu niedrige Temperaturen oder ein fehlerhafter Bestimmungsgemäßer Betrieb die Hauptursache für eine Legionellenverkeimung. Und auch die so hochgelobten DLE und FriWas sind nicht immer frei von dieser Problematik!

Verfasser:
Sisan
Zeit: 13.05.2020 08:09:54
1
2961116
Dank für eure Rückmeldungen und die fachliche Unterstützung! Das bestätigt leider genau das, was ich bei dem Installateur schon immer im Gefühl hatte. Mir war bewusst, dass er gerne eine Zirkulation einbauen will (hatte er im ersten Werksgespräch schon gesagt), aber da hatte ich ihm schon mitgeteilt, dass dies nicht erwünscht ist. Leider hat er das bislang wohl ignoriert. Zur Not hilft wirklich nur in den sauren Apfel beißen, die angefallene Planungsarbeit (was ja bei seinem standardisierten Ansatz nicht so viel sein kann) zu bezahlen und einen neuen Installateur zu suchen.

Ich habe gerade nochmals schriftlich meinen Standpunkt mitgeteilt (einzelne Nutzungseinheiten anfahren, keine Ringleitung, vorzugsweise Reihenanschluss je Nutzungseinheit) und dass eine optimierte und keine pauschalisierte Trinkwasserinstallation durchgeführt soll. Zudem habe ich eine Rohrnetzberechnung als Nachweis für seine großzügige Planung angefordert und gesagt, dass sein Vorhaben mit der geplanten Wärmepumpe und der daraus resultierenden Warmwassertemperatur von < 50 °C hygienisch nicht einwandfrei sein kann. Ich glaube, so langsam mache ich mich bei dem ein oder anderen Gewerk unbeliebt :D

Ich bin gespannt, was kommt.

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 13.05.2020 08:58:26
1
2961141
Zitat von Sisan Beitrag anzeigen
..der daraus resultierenden Warmwassertemperatur von < 50 °C hygienisch nicht einwandfrei sein kann..

das hängt stark davon ab, ob das vorhandene warmwasser in einem annehmbaren zeitraum komplett genutzt, also umgewälzt wird.

einfach sagen <50° kann nicht hygienisch sein, ist zu simpel gedacht..

grade im efh bereich..

Verfasser:
Schorschi81
Zeit: 13.05.2020 10:13:19
1
2961187
Hygienisch sicher sind auf alle Fälle PWH Temps um die 60 Grad. Die Norm lässt allerdings für regenerative Wärmeerzeuger auch ein Absenken auf bis zu 50 Grad zu.
Klar kann jeder das dann für sich entscheiden, aber wenn mal was sein sollte wird mit Sicherheit zuerst mit den geltenden Vorschriften abgeglichen. Wobei eine Verkeimung nicht allein von den Temps abhängt wie Hartmut schon bemerkt hat.

Zum anderen ist es auch immer eine Auslegungssache der Anlage. Mit meinem 180 Liter Speicher komme ich mit 45 Grad halt nicht so weit wie mit einem 500 Liter Puffer und einer Friwa dran.

Weiterhin wollte ich in meinem letzten Post dir oder deinem Installateur die Ringleitung nicht ausreden. Im Kaltwasserbereich kannst du diese nach wie vor einsetzen. Im Warmwasserbereich spielt halt meist die Ausstoßzeit eine Rolle und diese ist bei den Ringleitungen eher höher als ein Einzelanschluss oder eine Reihenschaltung von z.B. nur 2 Verbrauchern!

Eventuell legst du auch mit dem Installateur vertraglich die Anforderungsstufen an z.B. deine gewünschten Ausstoßzeiten nach VDI 6003 fest.

So eine Installation ist halt eben nicht immer nur "mal eben schnell ein Rohr verlegen". Trinkwasser ist nach wie vor ein Lebensmittel und es soll Leute geben die neben dem Waschen und Kochen dieses Wasser auch direkt aus dem Hahn trinken (man munkelt dass auch daher die Namensgebung kommt).

Verfasser:
Sisan
Zeit: 13.05.2020 10:17:58
0
2961191
Zitat von hbrockmann Beitrag anzeigen
Zitat von Sisan Beitrag anzeigen
[...]

das hängt stark davon ab, ob das vorhandene warmwasser in einem annehmbaren zeitraum komplett genutzt, also umgewälzt wird.


Stimmt, das hast du recht. Da war von mir ein kleiner Denkfehler, da ja auch das Warmwasser aus der Zirkulationsleitung auf kurz oder lang verbraucht wird. War einfach noch zu früh am Morgen :)

Ich hatte nun ein ausführliches Gespräch und bin nun ein wenig schlauer. Ob ich zufriedener bin, weiß ich noch nicht.
Geplant ist nun, eine Hauptleitung zu legen. Bis zum EG-Bad mit 26er MSVR, ab da mit 20er MSVR ins OG-Bad. Im EG-Bad selbst eine Ringleitung, die in der Hauptleitung wieder endet, und im OG-Bad ebenfalls eine Ringleitung mit 16er Leitung für die Zirkulation am Ende.

Leitungslängen (Schätzungen vom Installateur):
26x2,6: MSVR: 10-15m
20x2 MSVR: 20m (insgesamt für alle Ringe inkl. Küche)
16x2 MSVR: 8-10m (für Zirkulationsleitung)

In dem gesamten Rohrnetz wären also knapp 10l Wasser... Da wundert es mich nicht, dass er mir sagt, dass ich ohne Zirkulation 2 Minuten warten müsse, bis Warmwasser kommt. Immerhin hat er ehrlicher Weise gesagt, dass die Zirkulation im Jahr ca. 200 Euro mehr kostet, aber das sei ja Komfort ohne ohne Zirkulation wäre man ja im sozialen Wohnungsbau unterwegs.

Wenn die einzelnen Badezimmer mit einem eigenen Strang angefahren werden würden, rechnet er mit ca. 15-20m 20x2 MSVR je Badezimmer und sagt, dass hier auch eine Zirkulation notwendig werden würde. Meine Frage, dass man einen Berechnungsdurchfluss von 0,22l/s hat und ob da ein solch großes Rohr notwendig ist, hat er nicht beantwortet.

Eine Rohrnetzberechnung macht er mir nur gegen Aufpreis, da nicht notwendig und auch nicht im Angebot enthalten. Hier kam direkt eine Abwehrhaltung, dass ich dann alle Rohrlängen auf den Zentimeter genau und die finale Position des Warmwasserspeichers angeben solle und auch sicherstellen müsse, dass die Rohe genau exakt verlegt werden können.

Immerhin konnte mich mein Heizungsbauer inkl. Heizkreisberechnung aufmuntern. Er hat die Heizlastberechnung von seinem TGA-Planer erhalten. Deckt sich sogar recht gut mit meinem groben Plan als Hobbyhandwerker.

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