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Brötje WGB Pro EVO 20 C - Fehler 133
Verfasser:
Sauseklaus
Zeit: 12.05.2019 17:51:53
0
2782861
Hallo liebe Heizungs- und speziell Brötje-Experten,
nach 9,5 Jahren fehlerfreiem Betrieb macht unsere Gastherme Brötje WGB Pro EVO 20 C leider seit Anfang des Jahres Zicken.Es tritt immer mal wieder der Fehler 133 auf, den ich bisher mit einem Reset/Entriegeln beseitigen konnte.

Gestern hat leider der einfache Reset nicht sofort geholfen und erst nach vielen Resets und mehrmaligem Ausschalten der ganzen Anlage startete heute früh der Brenner wieder. Da absehbar ist, dass der Fehler wieder auftreten wird, wollte ich hier mal nach Hinweisen, Tipps etc. fragen.

Zu den Details, Infos bzw. meinen Beobachtungen:
- Therme ist seit 9,5 Jahren in Betrieb, bis Anfang des Jahres perfekt ohne jegliche Fehler
- Wartung erfolgte jedes Jahr durch Fachbetrieb
- Ionisierungs- und Zündelektrode wurden vor 1,5 Jahren im Oktober 2017 das letzte Mal getauscht
- seit letzter Wartung im Januar 2019 durch neuen Heizungsbauer treten die genannten Fehler auf (Zufall oder kausaler Zusammenhang - wer weiß?)
- im Gegensatz zu den bisherigen Wartungen wurde im Januar nicht die Brennerdichtung ausgetauscht (nicht mitgebracht/vorhanden), sonst alles wie immer
- Fehlerbild: Pumpen laufen an, Gebläse läuft an, Zündung erfolgt, Flamme ist kurzzeitig (ca. 2-3 Sek.) durch das Sichtfenster der Brennkammer sichtbar und verlöscht dann wegen Abschaltung
- nach 3 vergeblichen Versuchen wird Anlage verriegelt und Fehler 133 angezeigt
- seit einiger Zeit war oft/manchmal beim Anlaufen des Gebläses ein kurzes "Knacken" zu hören. Irgendwie sowas wie klack, klack, klack - 3-4 Mal
- das Flammsymbol im Display erscheint, verschwindet für einen Sekundenbruchteil und taucht dann wieder auf, wenn Anlage korrekt startet bzw. verschwindet, wenn der o.g. Fehler auftritt
- Ionisierungsstrom war heute früh beim ersten Starten kurzzeitig mit 6 uA angezeigt, danach dann keine Anzeige mehr
- als der Brenner heute früh dann doch endlich lief, wurde ein Ionisierungsstrom im Bereich von 28-31 uA angezeigt bei Volllast
- der Gasdurchsatz bei Volllast war ca. 36 m3/min
- Kondensat lief wie immer relativ konstant ab
- aktuell läuft die Therme wie gewünscht bzw. wie bis Januar 2019 schön durch, moduliert bis auf 2-3% Leistung runter und erzeugt keine besonderen Geräusche etc.
- zum aktuellen Fehler: Prog. Nr. 6705: 620, FA Phase Störstellung 3
- Historie 1 in Progr. Nr. 6000: 4 mit Fehlercode 133 und SW Diagnosecode 102 sowie FA Phase 1 mit dem Wert 14 in Progr. Nr. 6805

Soweit meine Beobachtungen zum aktuellen Stand und dem Fehler.

Für mich sieht es so aus, als wenn die Flammbildung nicht korrekt erkannt wird und die Fehlerursache die Ionisierungselektrode sein könnte. Oder aber eine fehlerhafte Auswertung der Flammerkennung durch die Steuerung und eine daraus resultierende Sicherheitsabschaltung.

Da ich aber nur ein interessierter Laie und nicht vom Fach bin, kann ich hier natürlich auch stark daneben liegen und frage daher hier mal nach.

Was meint Ihr dazu? Was kann ich noch prüfen bzw. hier als Infos angeben?

Ich möchte verhindern, dass eine Austauschorgie verschiedener Elemente der Therme beginnt, um den Fehler auf diese Weise zu finden und zu beheben.

Das bringt mich auch gleich zu meinem zweiten Anliegen: könnt Ihr mir einen Heizungsbauer im PLZ-Bereich 42799 empfehlen, der sich mit Brötje-Geräten gut auskennt und die jährliche Wartung übernehmen kann und möchte?

Der tolle Heizungsbauer, der die Wartung bei uns bis Ende 2017 durchgeführt hat, steht leider nicht mehr zur Verfügung. Das Vertrauen zu meinem neuen Heizungsbauer ist auf Grund der seit der von ihm durchgeführten Wartung im Januar und auch einem weiterem unglücklichen Vorfall mit unserer Solaranlage nicht mehr vorhanden.

Ich würde mich über Hinweise, Tipps und Empfehlungen sehr freuen.

Gruss aus dem Rheinland!

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 12.05.2019 18:43:00
1
2782876
Die Schrauben des Brennertopfes sind korrodiert und Leiten den Ionisationsstrom nicht richtig weiter.

Dieser Fehler hat mich mal ein dreivierteljahr auf Trab gehalten. Elektroden, Platinen, Kabelbäume, Gasventile... Alles hat nix gebracht. Ein KDLer hatte dann die Lösung parat. Gruss
Dom

Verfasser:
Paule 5019
Zeit: 12.05.2019 19:30:16
0
2782899
.

Zitat: Der tolle Heizungsbauer, der die Wartung bei uns bis Ende 2017 durchgeführt hat, steht leider nicht mehr zur Verfügung. Das Vertrauen zu meinem neuen Heizungsbauer ist auf Grund der seit der von ihm durchgeführten Wartung im Januar und auch einem weiterem unglücklichen Vorfall mit unserer Solaranlage nicht mehr vorhanden.




Nun dann die Brötje Kundendienst Informationen dort könnten Sie vielleicht ein neuen auf die Brötje Produkten geschulten Fachbetrieb schon finden.

Oder über ein Fachbetrieb, den Original Brötje Werkskundendienst, mit zu Ihrer auf Störung gestrandeten Gasheizung Bestellen. Vorteil, dieser kennt die Zicken seiner Mädchen recht genau. Und hat dem entsprechend auch, all die nötigen Ersatzteile mit im Kundendienst Wagen dabei.

Aber auch diese Dienstleistung hat eben seinen gewissen Preis... Vielleicht finden Sie über die Brötje Fach Firmen Such -Info, doch noch ein Fachbetrieb in Ihrer Nähe.. Ganz nebenbei gesagt, Ihr möglicher Störung Fehler... könnte von der großen Steuerplatine mit der Feuerung Überwachung schon kommen.

Denn gerade dort, sind nach so einer langen Betrieb -Zeit (9,5 Jahre Betrieb -Bereitschaft) schon mal einige der Elektronische Bauteile, wie auch Überlastete Lötstellen oder andere Bauteile mal festgestellt worden. Nur.... diese Hauptplatine, ist eben das Haupt Sicherheit Bauteil....

Und auf dieser, dürfen eben keine Reparaturen von wem auch immer, nicht Ausgeführt werden. Denn gerade bei diesen Sensiblen Elektronischen Bauteilen, ist eben die größte Vorsicht Angesagt.

Also bleibt die Hobbywerkstatt, erst mal da von, völlig geschlossen...




Paule.5019


.

Verfasser:
Sauseklaus
Zeit: 13.05.2019 15:02:25
0
2784174
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten und Hinweise.

Gerade war der freundliche Heizungsbauer da und hat die Ionisierungselektrode ausgetauscht. Die war's auch und die Anlage läuft nun wieder (bisher) ohne Probleme.

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich einen neuen Heizungsbauer gefunden, der auf mich einen sehr guten Eindruck macht. Den habe ich übrigens wie empfohlen über die Web-Seite von Brötje gefunden/ausgewählt. :-)

VG

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 13.05.2019 15:20:37
0
2784178
Ich glaube nicht so recht daran, dass die Io-Elektrode nach 1,5 Jahren schon wieder runter sein soll. Natürlich kann ich mich auch irren...

Aber genauso habe ich auch angefangen. Wenn es jetzt nochmals zu einer Störung kommen sollte, dann bitte zuerst die Brennertopfschrauben überprüfen/austauschen lassen, bevor weitergedocktert wird.

Weil...Io-Strom wurde ja gemessen und scheint i.o. gewesen zu sein...

Verfasser:
Sauseklaus
Zeit: 13.05.2019 17:29:06
0
2784199
Ja, ein wenig skeptisch bin ich auch, hoffe aber, dass es die Ionisationselektrode wirklich war. Wir werden sehen.
Den Hinweis mit den ggf. korrodierten Schrauben habe ich abgespeichert, keine Sorge! :-)
VG

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 14.05.2019 16:07:37
0
2784551
Sauseklaus!
Du hast Post

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 14.05.2019 16:23:14
0
2784556
Du hast Post das gilt auch für DO

Verfasser:
silence63
Zeit: 14.05.2019 18:27:51
2
2784582
Moin Namensvetter,

habe es schon mal erwähnt, gerade Forumsteilnehmer wie ich mit der gleichen Therme wären schon daran interessiert, das Du Deine Hilfestellung hier veröffentlichst und das nicht über PN mit dem TE erfolgt...😉

Nett gemeinte Grüsse von Thomas

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 14.05.2019 18:39:07
0
2784584
Du hast Post

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 14.05.2019 19:36:43
0
2784603
Hallo Silence!
Kann Dein einwand verstehen!
Aber zum austausch der Schrauben und der Dichtung(Wichtig)sind erhebliche Arbeiten an der Gasanlage notwendig!!!!!Die sind aber dem KONZ. Fachbetrieb vorbehalten!
Deshalb würde ich hier mit Tips und Anweisungen in "Teufelstüte"kommen.
MFg

Verfasser:
Sauseklaus
Zeit: 15.05.2019 14:11:01
1
2784863
Hallo nochmal in die Runde,

der Hinweis von capithomas bezog sich auf die letzte Wartung im Hinblick auf die Schrauben für das Flammrohr.

Wie oben schon geschrieben war die letzte Wartung im Januar 2019, also vor knapp 4 Monaten. Die Anlage wurde bzw. wird jährlich gewartet. Dabei wurden bisher immer die Dichtung zur Brennkammer und alle 2 Jahre die Zünd- und Ionisierungselektroden ausgetauscht. Einmal wurde auch die Isolierplatte in der Brennkammer gewechselt. Von den Schrauben war bisher nie die Rede!?

Grundsätzlich scheint das Thema Wartung ja eh etwas merkwürdig zu sein: entgegen der Angaben in der Brötje-Wartungsanleitung wurde mir mehrfach versichert, dass ein Spülen nicht notwendig bzw. sogar schädlich und ein Aussaugen völlig ausreichend sei!

Der Heizungsbauer, der nun hier war und zukünftig die Wartung durchführen wird, ist da (zum Glück) anderer Meinung und wird Spülen.

Es scheint mir so zu sein, als wenn eh jeder das im Rahmen einer Wartung macht, was er für richtig hält, wozu er Zeit und Lust hat und was in den finanziellen Rahmen des vereinbarten Preises paßt. Alles nicht so toll, aber was soll man machen?

Nochmal zur Klarstellung im Hinblick auf meine Anfrage: ich habe und werde hier nicht selber Hand anlegen, dafür sind m.E. die Fachleute da. Ich möchte nur verstehen, was da so passiert, um z.B. zu verhindern, dass mir eventl. Unsinn erzählt und fröhlich drauflos getauscht wird. Nach dem Motto "der Kunde zahlt ja die Ersatzteile und die Arbeitszeit". M.E. sollte jeder das Risiko kennen, wenn er als Laie die Dinge selber in die Hand nehmen will, und dann besser die Finger davon lassen.

Die Anlage läuft immer noch ohne ein Problem und zündet ohne Mucken. Wird hoffentlich so bleiben ...

VG

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 15.05.2019 16:33:38
0
2784908
Hallo Sauseklaus!
Noch ein Tip!
Mach eine "Leistungsmessung"
Schornsteinfegerbetrieb-Mit einer Stoppuhr am Gaszähler die Lieterzahl messen 1min.
Mfg capi

Verfasser:
Sauseklaus
Zeit: 15.05.2019 17:39:24
1
2784934
Hi capi
Zitat von caipithomas Beitrag anzeigen

Mach eine "Leistungsmessung"
Schornsteinfegerbetrieb-Mit einer Stoppuhr am Gaszähler die Lieterzahl messen 1min.

vielen Dank für den Tipp. Die Leistungsmessung hatte ich ja bereits gemacht und 36 Liter pro Minute gemessen (s.o.). Das sollte für 20 kW okay sein.

Das beschriebene Klacken kam übrigens aus der Gasamatur. Es war wohl das Magnetventil, dass auf Grund des nicht vorhandenen/zu kleinen Ionisationsstroms versucht hat sich zu kalibriere oder so. Jetzt ist das Klacken jedenfalls auch verschwunden. :-)
VG

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 15.05.2019 17:48:58
3
2784941
Nochmal zum spülen...

ich habe mit den WGBs und Spülung desWärmetauschers gemischte Erfahrungen.

Wenn es der neue mit Beschichtung ist (zu erkennen an einer Prägung an einer der unteren Ecken) dann kann es gutgehen. Aber meistens wars nach dem spülen schlimmer als vorher. Der Wärmetauscher ist halt schlecht konstruiert, zu engmaschig und ohne Reinigungsöffnung. Daher rate ich eher von einer Spülung ab.

Wichtig ist, dass Du sicherstellst, dass die WGB hohe Laufzeiten bei niedriger Temperatur erreicht, dann kondensiert es schön und der WT reinigt sich quasi selbst.

Zu hohe Temperaturen, gerade bei den WGBs, enden meist viel zu schnell mit einem dichten Wärmetauscher.

Wie gesagt, meine persönliche Erfahrung.

Gruss
Dom

Verfasser:
Sauseklaus
Zeit: 16.05.2019 09:20:39
0
2785152
Hallo Dom,

vielen Dank für die Info und Deine Erfahrung zum Thema Spülen. Das hört sich interessant an und bestätigt meine Vermutung, dass es bei diesem Thema kaum eine eindeutige Aussage gibt. Deine Erfahrung deckt sich ja auch mit der Aussage meines vorletzten Heizungsbauers, von dem ich viel gehalten habe.

Die Gastherme ist von 2009 und da gab es soweit ich weiß die beschichtete Version noch nicht. Es dürfte daher ein unbeschichteter WT vorhanden sein.

Zu den niedrigen Temperaturen, langen Laufzeiten und Kondensat: führen niedrigere Temperaturen zu weniger Verbrennungsrückständen im WT oder sind diese eher auf Grund einer höheren Kondensation hilfreich? Oder ggf. beides? Ich könnte mir vorstellen, dass durch das abfließende Kondensat Verbrennungsrückstände "weggespült" werden und das der von Dir genannte Selbstreinigungseffekt ist, oder?

Unsere Anlage läuft im Heizbetrieb abhängig von der AT mit VL-Temperaturen im Bereich von ca. 27 bis 32 Grad bei sehr kalten AT. Die Laufzeit liegt im Winter bei AT kleiner als 5 Grad bei 9,5 h am Tag und bei AT größer 5 Grad reduziere ich auf 6,5 h. Im Warmwasserbetrieb geht es dann natürlich weiter hoch auf 65 Grad bei Legionellenaufheizung 1x pro Woche (falls nicht schon durch Solarthermie erreicht) und sonst ca. 55 Grad. Das ist dann aber nur für eine relativ kurze Zeit und ca. 2x am Tag.

Die Gastherme zündet am Tag ca. 6 Mal und läuft sonst die o.g. Zeiten durch.

Soweit ich das beurteilen kann, liegt eine gute Kondensatbildung vor und es tropft schön regelmässig vor sich hin. Ich habe hier aber keinen Vergleich, um die Kondensatmenge beurteilen zu können.

Insgesamt sollte das doch eher günstig für die von Dir angesprochene Selbstreinigung sein, oder?

VG aus dem Rheinland

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 16.05.2019 13:01:17
2
2785244
So ohne jetzt vor Ort gewesen zu sein würde ich sagen, dass das schöne Betriebswerte sind. Und ja, das Dauerkondensat spült natürlich eventuelle Flammenrückstände weg.

Schön... find ich gut!

Aktuelle Forenbeiträge
derjoerg schrieb: Ich danke allen für die vielen Antworten, wesentlich in meinem Fall scheint zu sein, dass ich aus dem System Eigentumsflasche in das System Tauschflasche wechseln will, dabei noch das Medium wechseln will...
Hanna1995 schrieb: Hallo zusammen, vielen Dank für eure tolle Hilfe bisher! Vier Fragen hätte ich dazu: - Bei unserer Rigole handelt es sich um eine "Rohrrigole mit Kiesschüttung". Darf ich diese wirklich über dem Graben...
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