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Wärmepumpe für die Schreinerei
Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 18.05.2019 20:32:24
0
2786897
Guten Tag,
Ich bin neu hier und in einer Lage aus der ihr mich vermutlich am ehesten befreien könnt. Diesen Eindruck vermittelt dieses großartige Forum zumindest. Leider kann ich euch viele Daten die ihr gern haben würdet, wie Heizlast usw. nicht liefern. Ich schildere kurz meine Situation:
Meine Freundin und ich haben uns vor einem halben Jahr in ein Haus aus den 60er Jahren verliebt. Leider sind die Verkäufer sehr anstrengend, weswegen sich der Verkauf hingezogen hat. Im Moment warten wir immer noch darauf, dass das Geld fließt, da uns die Verkäuferin den Schlüssel vorher nicht geben will. Man kann dieses Verhalten sehen wie man will. Jedenfalls kann ich euch deswegen nur die Informationen geben, die ich bis jetzt kenne und mit denen ich arbeite. :P

Das Haus ist 1967 gebaut und im Moment stehen noch 2 Kohleöfen im Keller. Diese müssen und sollen raus und dafür soll eine Wärmepumpe her. Unser Budget für den Start (Das Projekt ist wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt auf Lebenszeit ausgelegt ist :P) ist relativ knapp bemessen. Eine Nachdämmung soll nicht stattfinden, da die Flächen die gedämmt werden können eh gering sind, da viele Fenster verbaut sind und die Mauern recht dick sind, so dass mir die Dämmsituation ausreicht. Das Haus hat eine Fläche von 400m² von denen 120m² beheizte Wohnfläche sind und der Rest eine Werkstatt. Von dieser soll nur ein kleiner Raum im Winter beheizt werden und dann auch nur auf ca. 12-15°C. Aus der Recherche hier im Forum und einem laienhaften Vergleich unserer Situation mit der in den Threads gehe ich davon aus, dass wir 8-11kW benötigen. Außerdem ist das Gebäude ungefähr 40m lang und der Wohnbereich ist durch eine gedämmte Wand von der Werkstatt abgetrennt (man kann es sich ähnlich wie einen Ladebalken vorstellen). Der Wohnbereich hat demnach eine Stirnwand des Hauses. Das Dach ist schon gedämmt und wird auch nochmal nachgedämmt, im Bereich des Wohnbereichs. Außerdem steht das Haus mit einer langen Seite nach Süden, was bedeutet, dass wir ca. 240m² reine Süddachfläche haben, welche durch Solarthermie und Photovoltaik genutzt werden soll (nicht komplett sondern nur so wie es sinnvoll ist (Eigenverbrauch)). Natürlich würde ich am liebsten eine Sole-Wasser-Pumpe verwenden, da die Gegebenheiten wahrscheinlich auch gut sind, da die Nachbarn alle Grundwasserbrunnen haben und das Grundstück in der Marsch der Elbe liegt. Leider nehme ich an, dass unser Budget so eine Anschaffung nicht zulässt. Deswegen sind wir nun soweit, dass eine Luft-Wasser-Pumpe der beste Kompromiss ist, da wir den Wärmetauscher auch sehr gut auf der Südseite platzieren können. Die jetzige Heizung ist eine Schwerkraftheizung, welche durch die Bauform sehr große Querschnitte bereitstellt. Wir wollen die alten Heizkörper behalten, da wir diese sehr schön finden und das gute an ihnen, sie sind völlig überdimensioniert. Die Verkäuferin sagte uns, dass sie das Wohnzimmer (doppelt verglaste Fenster) so gut wie nicht geheizt hat, da die Sonne sehr viel Wärme gebracht hat auch im Winter, da es mit einer riesigen Fensterfläche Richtung Süden schaut. Keine Leitung zu einem Wasserhahn oder einem Heizkörper sollte eine Länge von 5m übersteigen, da die Heizung im Keller aufgestellt wird (der Heizungsraum wird nachgedämmt) und alle Räume von diesem Kellerraum nach oben abgehen. Wir wollen noch ein zweites Bad nachträglich einbauen, da werden die Leitungen dann etwas länger.
Ich weiß die Informationen sind alle sehr wage und das ist mir tatsächlich unangenehm.
Ich habe jetzt hier noch ein bisschen gelesen und bin auf die Panasonic Wärempumpen gestoßen, welche anscheinend großartig sind. Ich bin ein sehr großer Freund solcher "Underdogs" und bin sehr interessiert. Außerdem habe ich auch von Fällen gelesen, wo die Jahresarbeitszahlen bei 2 und niedriger liegen und der Stromverbrauch exorbitant war. Ich schwanke während meiner Recherche durchgehend zwischen Sole und Luft. Allerdings ist der einmalige finanzielle Mehraufwand so gravierend, dass wir so eine Anlage vermutlich nicht mit gutem Gefühl und Perspektive für das restliche Projekt finanzieren können.

Außerdem ist die Nachbarin meines Vaters Heizungsingenieurin und hat angeboten unsere Anlage zu planen. Ihr Hauptgeschäft sind jedoch große Heizungsanlagen für Hotels und ähnliches, weswegen sie mit Vorliebe auf die Geräte von Weishaupt zurückgreift, da sie dort auch einen Ansprechpaartner hat, der sie zu so einem Auftrag berät. Mit diesem haben wir uns auch schon getroffen. Allerdings ist mir dieser Mann als Vertreter von Weishaupt etwas zu befangen, was die Produktpalette angeht. :D Die Recherche hier im Forum hat ergeben, dass es gerade im Preis-Leistungs-Verhältnis bessere Adressen gibt. ICh habe von Bosch und halt von Panasonic gelesen. Die Igeneurin wird für uns in nächster Zeit die Heizlast ausrechnen.

Ich versuche meinen Text in ein paar Fragen zusammen zu fassen, aber es gelingt mir nicht. Ich befürchte, dass meine Beschreibung auch zu ungenau ist um explizite Aussagen zu treffen, allerdings würden mich eure Meinung zum Projekt interessieren. Meine jetzigen Recherchen haben ergeben, dass auch mit fehlender Dämmung eine Wärmepumpe für uns das richtige ist.

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 18.05.2019 20:37:44
0
2786898
Da ich nicht rausfinde wie man einen Beitrag bearbeitet, muss ich einen Nachtrag noch auf diesem Wege hinzufügen.

Vielleicht gibt es ja sogar einen bewanderten Heizungsbauer, welcher im Raum Magdeburg lebt und interessiert ist, dieses Projekt mit mir anzugehen.

Verfasser:
rman
Zeit: 19.05.2019 01:06:23
1
2786952
Ich denke nicht dass Panasonic ein Underdog ist. Nur in diesem Lande kennt man außer den inländischen Marken kaum Alternativen.
Man kennt sich, geht zusammen ein Bierchen trinken und hält die Wirtschaft auf Kosten der Kunden am laufen.

Zu deinem Projekt:

Analysiere zuerst die Situation und dann kann man überlegen, ob eine LWWP für dein Projekt geeignet ist oder nicht.

Heizlast ist ein Parameter. Der zweite ist die benötigte Vorlauftemperatur.
Dann sind da noch:
- Hydraulik
- Standort der Wärmepumpe
- was auch immer, genaueres kann man spezifizieren, wenn man mehr von deinem Projekt weis.

Verfasser:
alorie
Zeit: 19.05.2019 07:38:57
1
2786964
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
durch Solarthermie und Photovoltaik genutzt werden soll (nicht komplett sondern nur so wie es sinnvoll ist (Eigenverbrauch)[...]


Hallo.
Wer hat den Schmarrn vom Sinnvoll=Eigenverbrauch erfunden?
Was soll also Sinnvoll sein? Den Strom der PV-Anlage für die Wärmepumpe verwenden? Im Sommer braucht die Wärmepumpe wenig Strom, also Balkonkraftwerk?
Im Winter liefert die PV-Anlage wenig Strom/kwp. Je mehr kwp desto mehr Strom dennoch!
Für mich (Einspeisevergütung nach EEG Standort Deutschland) gibt es also nur eine Antwort auf diese Frage!
PV soviel als möglich! Minimum aber knapp 30 kwp, da diese vom VNB in aller Regel ohne Mehrkosten für Dich an deinem Hausanschluß angeschlossen werden.
Da Vorbesitzer eine Schreinerei betrieben, könnte sogar mehr Anschlußleistung möglich sein.
Mehr Infos dazu auf: http://www.photovoltaikforum.com

Zwecks der Wärmepumpe Sole oder Luft:

Wie gruß ist das zum Haus gehörige Grundstück? Evtl Ringgrabenkolllektor?
Dazu gibt es hier im Forum viele Infos und Preislich oft nicht teurer als Luftwärmepumpe.
Gruß

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 09:52:35
0
2786989
Nun ja, mit der Photovoltaik Sache habe ich mich noch nicht viel beschäftigt. Bis jetzt ist die Info die ich kenne, dadass man eine Anlage die zu viel erzeugt in der Anschaffung bezahlt, aber die lächerlich geringe Vergütung es unwirtschaftlich macht zum einspeisen zu erzeugen.
Die Grabenkollektor-Option habe ich tatsächlich erst hier kennen gelernt. Und werde mich damit beschäftigen. Wenn meine Vorstellung richtig ist könnte man auch darüber nachdenken. Als tatsächlich perfekter Kompromiss. Das Grundstück hat eine Größe von 1772m²
Ich habe auch hier aus dem Forum schon einem Mitglied geschrieben der empfohlen wurde. Mal sehen was der sagt :). Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.

Ich hatte auch darüber nachgedacht, die Solarthermie Fläche sehr groß auszulegen und dann über einen zweiten Wärmetauscher die Wärme für die Pumpe aus der SolarthermieAnlage direkt zu ziehen. Da hat der Vertreter von Weishaupt abgewunken und gesagt, dass sich das niemals lohnen wird, da die Wartungskosten und die Anschaffungskosten den Mehrwert vernichten. Ich kann das allerdings noch nicht so ganz glauben. Wenn die Flüssigkeit im Winter eine konstante Temperatur von 16°C schafft, wäre es die perfekte Wärmrquelle. Die 15-20m² Solarthermie die wir dann bräuchten würden quasi nicht auffallen. Auf der anderen Seite habe ich mir allerdings auch gedacht, dass würde sich das lohnen es so gut wie jeder machen würde. Die Hitze würde ich im Sommer über Kühlsysteme wie Pool oder Brunnen abführen um die Anlage zu schützen. Der Vertreter sagte, dass Solarthermie Module nach 15-20 Jahren ersetzt werden müssen, was mir auch neu war. Ich habe dazu allerdings auch noch nicht gefunden, dass es jemand ausprobiert hat.

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 10:00:06
0
2786992
Zitat von rman Beitrag anzeigen
Ich denke nicht dass Panasonic ein Underdog ist. Nur in diesem Lande kennt man außer den inländischen Marken kaum Alternativen.
Man kennt sich, geht zusammen ein Bierchen trinken und hält die Wirtschaft auf Kosten der Kunden am laufen.

Zu deinem Projekt:

Analysiere[...]


Deswegen wählte ich die Anführungszeichen bei dem Begriff. :p

...und genau da liegt das Problem. Ich tue mich sehr schwer das Projekt genauer zu fassen, da ich nicht rein kann, allerdings will ich die Zeit die ich jetzt zu großen Teilen zum warten habe, nutzen um die Dinge wie Heizung schon zu klären, damit man am Ende vielleicht wenigstens das System weiß, welches man final verwenden wird. Die Grabenkollektor Option ist interessant und ich werde mich damit beschäftigen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.05.2019 10:12:14
0
2786994
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Nun ja, mit der Photovoltaik Sache habe ich mich noch nicht viel beschäftigt. Bis jetzt ist die Info die ich kenne, dadass man eine Anlage die zu viel erzeugt in der Anschaffung bezahlt, aber die lächerlich geringe Vergütung es unwirtschaftlich macht zum einspeisen zu erzeugen.
Die[...]

Wer hat den dir diesen Floh ins Ohr gesetzt!? Bei einer 30kWp kann man auf Stromgestehungskosten unter 6ct/kWh kommen. Die Differenz zu der Einspeisevergütung ist deine Rendite. Diese ist sicher und im Vergleich zu vergleichbaren Alternativen ein Traum. Außerdem eine 30kWp Anlage ist besser dazu geeignet im Winter möglichst viel Strom für WP bereitzustellen. Eine auf Eigenverbrauch optimierte PV würde eine sehr geringe absolute Rendite abwerfen und in im Winter 0kWh für WP bereitstellen können.

Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.05.2019 10:13:30
0
2786995
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Zitat von rman Beitrag anzeigen
[...]


Deswegen wählte ich die Anführungszeichen bei dem Begriff. :p

...und genau da liegt das Problem. Ich tue mich sehr schwer das Projekt genauer zu fassen, da ich nicht rein kann, allerdings will ich die Zeit die ich jetzt zu großen Teilen zum warten habe, nutzen um die[...]

Ist beim Verkauf ein Energieausweis nicht Pflicht heute?

Grüße Nika

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 10:35:14
0
2787001
Hey,
Vielen Dank für deine Antwort. Ein Energieausweis wurde angefertigt, aber ich war anscheinend nicht so schlau diesen zu kopieren, bevor er zur Bank ging.

Ich habe eben die Unterlagen durchforstet die ich noch habe und da hab eich "Angaben zur Heizungsart" gefunden, aus dem Jahr 2003. (Hier wurde der Wohnbereich ausgebaut)

Die Angaben sind folgende:
modifizierte Warmwasser-Heizung
Bauart: 6 K 31
Heizfläche: 5.6m²
Heizlast: 67.200kcal/h
Hersteller: TGA BT SBK
Betr.temp: 60°C

Das sind jetzt natürlich Angaben über Kohleöfen aus den 60er Jahren und die Heizlast bezieht sich auf die komplette Werkstatt, weswegen die Angaben vermutlich eher wenig hilfreich sind.

Um den Energieausweis kümmere ich mich simultan.

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 10:56:08
0
2787006
Habe den Energieausweis jetzt gefunden :D:

https://drive.google.com/open?id=1McwpNRSXtrOTEd8tM-ivPxNeyxif0IAE

Verfasser:
Exergie
Zeit: 19.05.2019 11:27:39
3
2787018
@Glasshead93,

für so eine umfangreiche haustechnische Sanierung, benötigt man großen Sachverstand!
Hierfür sollte man sich Unterstüzung holen. Dafür gibt Ingenieurbüros für Haustechnik.
Diese ermitteln ersteinmal die Heizlast des Hauses. Erstellen einen Plan der Gewerke und berücksichtigen dabei das Budget.
Dann kann eine detaillierte Ausschreibung für die Handwerker erstellt werden.

Hier brauchst Du kompetente Unterstützung.

Grüsse

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 11:45:52
0
2787024
Die brauche ich definitiv und im Grunde bin ich auf der Suche danach. Ich versuche mir nur so viel wie möglich anzueignen, um dann auch kompetente Unterstützung überhaupt ausmachen zu können und nicht, mal blöd gesagt, dem erstbesten auf den Leim gehe und dann im Nachhinein merke, dass er doch keine Ahnung hatte. Wie gesagt gibt es ja schon eine Ingenieurin für Heizungstechnik welche unser Haus berechnet. Allerdings tue ich mich sehr schwer einen geeigneten Heizungsbauer zu finden, der auch flexibel genug wäre zum Beispiel eine Heizung von Panasonic überhaupt zu verbauen. Hier in Madgeburg ist es so wie schon jemand schrieb: Vaillant, Buderus, Stiebel-Eltron, Weishaupt sind die Firmen die ich aussuchen kann. Buderus verbaut wohl Boschgeräte was ok wäre, aber ich mag auch das Gefühl was einem eine Heizung wie eine Panasonic gibt. Dieses Gefühl sich gegen diese Maschinerie zu wehren und erfolgreich damit zu sein :)

Deswegen würde mir im Moment vermutlich eine Adresse zu einem Heizungsbauer der sich mit WP's auskennt und diese auch erfolgreich aufbaut wahrscheinlich am meisten bringen. Da ich im Grunde nicht so genau weiß wo ich anfangen soll und desto länger ich mich mit diesem Thema beschäftige um so mehr Fragen kommen auf und um so konkreter wird, dass ich im Grunde gar nichts über die Ausgangssituation weiß XD

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 12:00:43
0
2787029
Also eine in den 60'er Jahren nach der 100W/m² +30% Reserve auf 60° ausgelegte Schwerkraftheizung läuft in dem teilsanierten Haus ( Dach, Trennwand gedämmt) sicher mit spürbar unter 60°, und die für schwerkraftzirkulation ausgelegten Rohre bieten sicherlich genügend querschnitt für hohe Volumenstrröme. Da damals beim Auslegen noch gerechnet wurde - in der Regel war ein Ing beteiligt - und nicht wie heute oft über den daumen dimensioniert wurde, würde ich mal davon ausgehen dass man damit arbeiten kann.
Um das genau zu wissen füttere das Haus mal in die Auslegungstabelle hier im Forum, dann hast Du auch eine raumweise Heizlast gemacht.
Bei den grossen Fenstern kann man prüfen ob da für kleines Geld ein Glastausch gegen Gläser mit U-Wert 1,1 oder 1,0 geht, ebenso ist eine Kellerdeckendämmung eine billige aber spürbare Verbesserung.
Bei PV-Anlagen wurde das wichtige bereits gesagt - die Einspeisevergütung ist gefallen, die Kosten für die PV-Anlage aber ebenfalls. 240m² passt ganz gut zur 30kWp Grenze. ST verträgt sichschlecht mit WP und wird nicht wirtschaftlich sein. Geld besser in Dämmung stecken.

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 16:57:48
0
2787113
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Also eine in den 60'er Jahren nach der 100W/m² +30% Reserve auf 60° ausgelegte Schwerkraftheizung läuft in dem teilsanierten Haus ( Dach, Trennwand gedämmt) sicher mit spürbar unter 60°, und die für schwerkraftzirkulation ausgelegten Rohre bieten sicherlich genügend querschnitt für hohe[...]


Wow ok, ich muss gestehen, dass mir deine Nachricht großen Mut gibt, weil du Dinge bestätigst, die ich mir über Überlegungen auch schon erschlossen habe :D. Ich bin auch zu ein paar anderen Ideen gekommen. Und die Sache mit ST finde ich sehr überraschend.

1. Warum ist es nicht sinnvoll tagsüber wenn die Sonne scheint einen großen Pufferspeicher auf 45°C aufzuheizen (man könnte es ja so steuern, dass erst die Heizung direkt von der WP gespeist wird und wenn alle Räume warm sind, dann wird der PS beschickt) und damit dann nachts die Heizung zu Puffern, da wir mit PV ja quasi den Strom selbst erzeugen, wäre es doch gut den Strom zu nutzen, um ihn quasi zu speichern.

2. Ich glaube ich tendiere weiterhin zur LWWP, da pv eh kommen wird, wie fern Strom demnach haben gut im Winter hat man auch nicht mehr so viel PV Strom, aber um ehrlich zu sein, habe ich keine Lust auf den Aufwand, den eine SWWP mit sich bringt, außerdem gibt es auch nur eine Fläche die sich gut eignet und Gravenkollektoren sind für unser Grundstück vermutlich nicht viel besser geeignet als Flächenkollektoren (es gibt noch das ein oder andere Nevengelass :p).

3. Und noch eine Frage warum ist es nicht gut eine WP mit einer ST Anlage zu koppeln?

Verfasser:
sukram
Zeit: 19.05.2019 17:31:12
2
2787122
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Habe den Energieausweis jetzt gefunden :D:

https://drive.google.com/open?id=1McwpNRSXtrOTEd8tM-ivPxNeyxif0IAE


>Endenergiebedarf 416 KWh/m² x a

Hatten wir selten hier. Und dass jemand sowas mit einer Luftpumpe beheizen will, wohl noch nie ;-) und Schreinereien heizen, Überraschung, überwiegend mit biogenem...

Deine "sehr schönen" Heizköper nennt man übrigens Radiatoren; ein Radiator gibt seine Wärme überwiegend durch Wärmestrahlung ab, was hohe Betriebstemperaturen voraussetzt...

Das Witzigste aus diesem "Energieausweis" zum Schluss - "Empfohlene Modernisierungsmaßnahmen" beim Bauteil
Heizung: Optimierung der Regelungstechnik
Aber nur "bei größeren Modernisierungsmaßnahmen" mit "mittlerer" Amortisation.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 17:57:03
0
2787136
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Wow ok, ich muss gestehen, dass mir deine Nachricht großen Mut gibt, weil du Dinge bestätigst, die ich mir über Überlegungen auch schon erschlossen habe :D. Ich bin auch zu ein paar anderen Ideen gekommen. Und die Sache mit ST finde ich sehr überraschend.

1. Warum ist es[...]

ganz einfach: wiel tqagsüber die WP wegen hoher Lufttemperatur sowiso effizient läuft und die PV billigen Strom bereitsellt. Sowohl je eingesetztem Euro wie auch je belegtem Quadratmeter holt das Duo WP+PV deutlich mehr Wärme vom Dach als das die ST vermag. Womit die ST keinen Sinn macht. Belege die Fläche mit PV-Modulen, und hebe tagsüber die Temperatur im Haus um 1-2° an, da passt mehr Wärme rein als in einen Pufferspeicher.

Der Energieausweis gibt leider nicht her wohaus der extrem hohe Energiebedarf besteht, und scheint auch etwas älter zu sein (vor 2016), ob da auch der Wärmebedarf der WErstatt mit auf den Wohnflächenbedarf hinzukam steht dort nicht geschrieben. Ergo muss man wohl selbst neu rechnen.

@ Sukram, Andiwaffels Häuschen hat ähnlich miserable Dämmwerte, und läuft mit passend ausgelegter Heizung mit JAZ >4. Was leider den Gesamt Wärmebedarf nicht senkt, der muss noch weiter runter.

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 19:19:36
0
2787159
Ach natürlich, jetzt ergibt es Sinn. Mir kam der Verbrauch auch sehr hoch vor, aber das ist alles was ich habe :p. Übrigens wollte keine Stelle den Ausweis sehen. Deswegen kann ich nicht bestätigen, dass man ihn braucht um zu kaufen/verkaufen.
Dann gucken wir mal, wie die Heizlast ausfällt und dann wird die passende Pumpe gewählt :D. Und dann brauche ich noch wen, der sie, am liebsten mit mir zusammen einbaut.

Der Vertreter von Weishaupt hat immer eine ST Anlage zu jeder WP dazu angeboten, vermutlich weil sie PV nicht im Sortiment haben. XD

Verfasser:
rman
Zeit: 19.05.2019 20:41:15
0
2787184
Eine Monoblock einzubauen ist in der Regel kein Stress.
Noch einfacher ist es eine Split Anlage zu montieren wenn du jemanden hast der die Kältetechnik macht.


Wie immer steckt der Teufel im Detail

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 19.05.2019 20:42:43
1
2787185
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Ach natürlich, jetzt ergibt es Sinn. Mir kam der Verbrauch auch sehr hoch vor, aber das ist alles was ich habe :p. Übrigens wollte keine Stelle den Ausweis sehen. Deswegen kann ich nicht bestätigen, dass man ihn braucht um zu kaufen/verkaufen.
Dann gucken wir mal, wie die Heizlast ausfällt[...]


Oben hast du geschrieben das Weishaupt ein ST nicht empfohlen hat wie von dir gewünscht?

ST macht man wenn man den erneuerbaren Energien Anteils erfüllen will+muss mit Öl oder Gas.
Ansonsten kann Luft wp + Solarthermie? Eine Kombi die man doch nur auf Wunsch des Kunden anbietet...

Letztlich musst du herausfinden in welchem Wärmebedarf + heizlast du unterwegs bist. Ansonsten kann man die Angebote schlecht vergleichen, da zuviel geschätzt oder Pi Mal Daumen gemacht wird...

Umso grösser die heizung um so mehr Platzbedarf, umso teurer .... Von daher die genaue heizlast ermöglicht die erst das passende und dadurch günstigste auszusuchen...

Auf der anderen Seite muss man differenzieren ob man ne Heizung selbst einbauen kann/will oder jemand am der hand hat, der einem auch den passenden Stempel für etwaige BAFA Forderungen machen darf.

Oder hat man eine Firma. Und da wird man zurzeit volle Auftragsbücher haben... Weishaupt hat z.b. die neue WWP LB (Biblock) herausgebracht, die modulierend einen grossen Leistungsbereich abdeckt (ca. 3-10kW) ...

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 21:00:37
0
2787193
Genau die BiBlock von Weishaupt hat er uns auch empfohlen und die finde ich auch interessant, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Panasonic auch eine modulierende Lösung im Programm hat, welche günstiger als die Weishaupt ist. Aber ja wie du schon sagst ich muss erstmal ein paar Daten ermitteln.

Ich glaube nicht, dass der gute Mann wusste, dass wir eine ST Anlage wollen. Ich nehme an, diese ST Anlage ist immer mit dabei, aber vielleicht hat er die ST Anlage für uns hinzugefügt.

Jedenfalls keine ST und der Rest klärt sich hoffentlich zeitnah.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 19.05.2019 21:29:43
0
2787203
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Genau die BiBlock von Weishaupt hat er uns auch empfohlen und die finde ich auch interessant, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Panasonic auch eine modulierende Lösung im Programm hat, welche günstiger als die Weishaupt ist. Aber ja wie du schon sagst ich muss erstmal ein paar Daten ermitteln.[...]


Also unabhängig davon ob das jetzt Weishaupt oder sonst wer war, wäre es schon sehr komisch ne WP + Solarthermie zu kombinieren. (Sinnvoll sowieso nicht)...

Die Biblock erreicht unter bestimmten Bedingungen im JAZ Rechner 4,5+ was eine Innovationsförderung im Bestandsbau sehr interessant macht... (2.250€+500€ Lastmanagement).
Bei Panasonic ist es eigentlich meiner Meinung nach nur interessant wenn du die WP selbst verbauen kannst/willst.

+ Photovoltaik ergibt eine super Kombination -
Nur Mal fürs grobe - ins PV Forum gehen und dort das Dach vorstellen dann bekommst du Tipps und Infos zu solateure...

Grob geschätzt:
Eine Anlage (da alles Standardkomponenten) kostet in DE mit Gerüst all-inkl.zwischen 900-1200€ netto pro kWp.
Also bei 9kWp ca. 8100€. Die MwSt bekommst du zurück.
Die Selbstkosten liegen bei etwa 6cent pro erzeugtem kWh.
Aktuelle Einspeisevergütung bei knapp ,11cent.
Eine Anlage zahlt sich je nach Eigenverbrauch in einem Zeitraum von 8-12 Jahren selbst ab. Die restlichen Jahre fährt man ins Plus. Rendite je nach EK zwischen 3-5% auf die Laufzeit von 20 Jahren betrachtet.

Im Sommer hast du mit ner PV Anlage ausreichend Str vom Dach für die WW Bereitung.

wichtig die Einspeisevergütung geht in nächster Zeit wieder runter. Ob und wie lange es die Einspeisevergütung noch gibt ist auch so ein Thema...
Im Zweifel als erste Amtshandlung ne PV Anlage Installieren und im Betrieb nehmen und danacj erst die Heizung und sonstigen Renovierungsarbeiten angehen ;-)

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 22:36:55
0
2787215
Ich bin seit c.a. 2 Stunden im PV Forum unterwegs :D
Und muss gestehen, dass die Kombi WP und PV quasi großartig ist, aber das muss ich euch ja nicht sagen. Tatsächlich ist es sehr schnell sehr interessant geworden das ganze Dach mit PV zu belegen. Jetzt gibt es nur das Problem der Bezahlbarkeit. Meine Dame findet es vermutlich nicht so schön, wenn ich ihr sage, “Schatz der neue Plan ist: wir bezahlen das Haus, dann pv und dann ziehen wir vielleicht zeitnah ein xD

Außerdem ist das komplette Dach im Moment noch mit Asbest belegt. Das bedeutet die Investitionen bis zur pv Anlage liegen ungefähr bei ganz ganz grob über die fliehenden Daumen gepeilt bei 60-70t€.
Ich glaube da brauchen wir noch ein Jährchen um das zu realisieren. Deswegen werden wir vielleicht erstmal nur einen kleinen Teil des Daches erneuern und dann erstmal auch nur einen kleinen Teil PV auflegen. Ich bin gespannt was wir für Angebote von Weishaupt erhalten. Wenn die Preise nicht zu exorbitant sind, werden wir vermutlich ein Gerät von diesen nehmen, einfach weil wir dann auch einen direkten Draht zum Hersteller haben.

Schade das am Ende das Geld einen daran hindert, die Umwelt zu bewahren :p.

Oder ihr helft mir, oder das PV Forum einen Weg zu finden, wie die Sache finanzierbar wird.

Verfasser:
Glasshead93
Zeit: 19.05.2019 22:53:04
0
2787217
Gerade kurz bei der kfw rein geschaut und diese bieten tilgungsfreie Jahre an ;D. Ich werde mich informieren. :D

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 20.05.2019 08:17:10
0
2787247
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Gerade kurz bei der kfw rein geschaut und diese bieten tilgungsfreie Jahre an ;D. Ich werde mich informieren. :D


Was Förderungen / Zinsgünstige Kredite angeht, auch die lokalen Möglichkeiten prüfen...
da gibt's teils, regional interessante Förderungen - man muss Sie nur kennen.
In manchen Regionen gibt's wohl auch spezielle Förderungen im ländlichen Raum.
Da sind bestimmte Gegenden in Zonen eingeteilt und je nach Zone kann man weitere Förderungen beantragen... (vielleicht auch mal im Bauamt anrufen und nachfragen)

Es gibt bei vielen Herstellern Fördermitteldatenbanken... So auch bei Weishaupt (Fördermitteldatenbank)...

Hier mal der Link, da kannst du schon mal einen Überblick gewinnen:

www.weishaupt.de/service/foerdermitteldatenbank

Verfasser:
gnika7
Zeit: 20.05.2019 09:27:00
0
2787266
Zitat von Glasshead93 Beitrag anzeigen
Schade das am Ende das Geld einen daran hindert, die Umwelt zu bewahren :p.

Oder ihr helft mir, oder das PV Forum einen Weg zu finden, wie die Sache finanzierbar wird. [...]

Das Problem ist offensichtlich die Asbestsanierung und nicht die PV. Wie gesagt, PV finaziert sich zu 100% selber und wirft noch Rendite ab.

Asbestsanierung ist deshalb unabhängig davon zu betrachten. Wenn diese eh die nächsten 5 Jahre gemacht wird, spricht nur wenig dagegen, diese nicht vorzuziehen und so die bessere Rendite bei PV zu sichern. Vielleicht gibt es ja auch Förderungen zu Asbestsanierung.

Wenn Absestsanierung eher in 15-25 Jahren gemacht werden soll, dann macht es IMHO wenig Sinn diese auf jetzt wegen PV vorzuziehen. Gegebenenfalls kann ein eigenes E-Auto in 10 Jahren da ein Grund sein.

Wie gesagt, bei der PV-Kalklulation die Asbessanierung nich der PV anlasten. Du darfst höchstens die Sanierung mit PV subventionieren. Jedoch macht es wenig Sinn, wenn diese nicht in den nächsten 10 Jahren eh gamcht worden wäre.

Grüße Nika

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Verfasser:
gnika7
Zeit: 20.05.2019 09:27:00
0
2787266
Zitat:
...
Schade das am Ende das Geld einen daran hindert, die Umwelt zu bewahren :p.

Oder ihr helft mir, oder das PV Forum einen Weg zu finden, wie die Sache finanzierbar wird. [...]
Das Problem ist offensichtlich die Asbestsanierung und nicht die PV. Wie gesagt, PV finaziert sich zu 100% selber und wirft noch Rendite ab.

Asbestsanierung ist deshalb unabhängig davon zu betrachten. Wenn diese eh die nächsten 5 Jahre gemacht wird, spricht nur wenig dagegen, diese nicht vorzuziehen und so die bessere Rendite bei PV zu sichern. Vielleicht gibt es ja auch Förderungen zu Asbestsanierung.

Wenn Absestsanierung eher in 15-25 Jahren gemacht werden soll, dann macht es IMHO wenig Sinn diese auf jetzt wegen PV vorzuziehen. Gegebenenfalls kann ein eigenes E-Auto in 10 Jahren da ein Grund sein.

Wie gesagt, bei der PV-Kalklulation die Asbessanierung nich der PV anlasten. Du darfst höchstens die Sanierung mit PV subventionieren. Jedoch macht es wenig Sinn, wenn diese nicht in den nächsten 10 Jahren eh gamcht worden wäre.

Grüße Nika
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