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Neues Heizungskonzept gesucht
Verfasser:
Voodoo6666
Zeit: 24.05.2019 12:55:32
0
2788652
Moin zusammen,Ich habe mir ein Haus gekauft und suche nun nach einer neuen Heizungsanlage.Es handelt sich hierbei um ein Einfamilienhaus Baujahr ca. 1936. Es wurde 1999 komplett verklinkert und gedämmt inklusive der obersten Geschossdecke. Außerdem kamen alle Fenster und Außentüren neu in Wärmeschutzverglasung. Die Heizungsanlage besteht aus einem 300l Puffer und einem Gaskessel (Hydrotherm) Baujahr 1987. Es sind ingesamt 120m2 die beheizt werden. Es gibt 9 Heizkörper, 4 davon sind moderne normale Heizkörper, die restlichen sind Rippenheizkörper.Abgas läuft durch einen Schornstein ohne Verzug.Warmwasser wird auch über die Anlage erzeugt. Wir sind noch zu zweit ;-)Hatte jetzt verschiedene Heizungsmonteure da, die Angebotsspanne reicht von einer einfachen Brennwerttherme mit neuem Speicher für 6600€ bis hin zur Wärmepumpe (Monoblock) für 7000€ (geliefert durch die Firma, Montage in Eigenarbeit).Jetzt tun sich einige Fragen auf - reicht eine Wärmepumpe trotz der Rippenheizkörper überhaupt aus?Sind 6600€ für eine einfache Gasbrennwerttherme gerechtfertigt?Welches Konzept würdet ich wählen? Oder vielleicht ein ganz anderes Konzept?Mein Budget geht bis ca 10.000€Grüße

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.05.2019 13:15:56
0
2788660
Hast Du dich schon mal mit dem Ringgrabenkollektor beschäftigt?

Das wäre wohl langfristig die beste Variante (durch sehr üppige finanzielle Förderung vom BAFA) wenn auf dem Grundstück ausreichend Möglichkeit dafür gegeben ist.

Mit einer passend dimensionierten vollmodulierenden Sole-Wasser-Erdwärmepumpe ist dann auch ein eventuell etwas höherer Vorlauftemperaturbedarf relativ effizient zu decken.

Vorteil wäre dann zukünftig zudem, dass wesentlich weniger Nebenkosten als bei Gasheizung anfallen werden! 😉

Verfasser:
muscheid
Zeit: 24.05.2019 13:46:48
1
2788674
6600€ klingt für eine Erneuerung an einer Kesselanlage von 1987 eher billig. Mit Arbeiten wie neuem filter, magnetitabscheider, Absterrungen, neue TH Ventile, Abgleich, zusammen mit neuem Heizgrät und Speicher, werden das eher 9000,-€, wenns vernünftig gemacht wird.
Wärmepumpe geht nur wenn die Vorlauftemperatur der Heizung gering sind (max 35-38°). Aber bei WW haben die ein Problem, mehr als 55° sind da nicht möglich und aufgrund der hohen Temp wird die WP ineffizient.

Verfasser:
Thorfinn Hansen
Zeit: 24.05.2019 14:33:01
0
2788689
Zitat von Voodoo6666 Beitrag anzeigen


Jetzt tun sich einige Fragen auf -
reicht eine Wärmepumpe trotz der Rippenheizkörper überhaupt aus?
Sind 6600€ für eine einfache Gasbrennwerttherme gerechtfertigt?
Welches Konzept würdet ich wählen?
Oder vielleicht ein ganz anderes Konzept?[...]


Natürlich kann man das "nach Gefühl und Wellenschlag" machen.
Das geht schnell aber halt auch schnell in die Hose.

Zunächst:
Welche Energieträger sind am Standort verfügbar?
Welche Heizlast und welchen Heizenergiebedarf hat das Haus?
Welche Temperaturen brauchen die Heizkörper um die Heizlast zu befriedigen?
Nicht durchschnittlich rechnen sondern raumweise.

Gibt es Flächen für Erdwärmepumpen?
Ist der Elektroanschluss dafür ausreichend oder ist dieser schon "überreizt"?
Welche Anforderungen stellt man selber an Lärmemissionen?

6600 EUR für eine Gasbrennwerttherme geliefert, montiert, erprobt, einreguliert, Abfallbeseitigung und Schlussreinigung können durchaus gerechtfertigt sein.

Verfasser:
Voodoo6666
Zeit: 26.05.2019 18:55:26
0
2789356
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
6600€ klingt für eine Erneuerung an einer Kesselanlage von 1987 eher billig. Mit Arbeiten wie neuem filter, magnetitabscheider, Absperrungen, neue TH Ventile, Abgleich, zusammen mit neuem Heizgrät und Speicher, werden das eher 9000,-€, wenns vernünftig gemacht wird.
Wärmepumpe geht nur wenn[...]



Oh! Habe vergessen das in dem Preis schon eine KFW Fördung eingerechnet ist!
Ohne diese Förderung liegt der Preis auch bei ca. 9000€!

Alles in allem denke ich ist es, ohne eine Änderung der Rippenheizkörper in Gebläsekonvektoren (oder besser noch FBH), nicht sinvoll eine Wärmepumpe einzusetzen?

Würde es Sinn machen eine Luftwärmepumpe für die warmen Monate zur Brauchwassererzeugung zu nutzen? Somit könnte die dann neue Brennwertheizung die Sommermonate sogar abgeschaltet werden?

Rechnet sich so etwas? Habe ja schon herausgelesen das eine möglichst niedrige Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und dem Medium bei einer WP nötig ist! Was ja bei einer Brauchwassertemperatur von 60 Grad nicht der fall ist?

Mit einer Brauchwasserwärmepumpe im Bivalenzbetrieb liebäugle ich auch, aus dem Grund, dass man z.B. auch mit der "Abluft" den Aufstellungsort (Heizungs- und Lagerraum) nebenher kühlen könnte.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 26.05.2019 19:18:19
0
2789363
@Voodoo6666.
Wer braucht denn +60 Grad Celsius heißes Duschwasser? 🤔

Um auch mit normalen Heizkörpern an mehreren zusammenhängenden kältesten und trüben Tagen nur eine relativ geringe maximale Vorlauftemperatur fahren zu müssen um die gewünschte thermische Behaglichkeit in den einzelnen Räumen halten zu können, ist es zwangsläufig nötig, dass die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen konsequent mit ausreichend hohem Volumenstrom und geringer Spreizung bedient werden, sowie möglichst 24/7 ein bedarfsgerechter Wärmeeintrag ins Hausheizkreiswasser stattfindet.

Wir benötigen beispielsweise nur knapp über +35°C im Vorlauf der Heizkörper wenn's draußen mehrere Tage lang richtig kalt ist.
Im Großteil der Heizperiode ist das bedarfsgerecht geregelte mittlere Heizwassertemperaturniveau natürlich wesentlich geringer.
Der maximal erforderliche Heizleistungsbedarf in unserem gut 20 Jahre altem Haus mit rund 250qm beheizter Fläche ist etwa 7 kW.

Daher könnte auch bei Deinem in 1999 gedämmten Haus mit 120 qm beheizter Fläche unter Umständen trotz Heizkörpern materialschonendes und effizientes Wärmepumpen funzen.

Ließ dazu bitte mal auf folgend verlinkter Seite quer: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Hauptseite

👍

Verfasser:
Voodoo6666
Zeit: 26.05.2019 20:01:00
0
2789367
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
@Voodoo6666.
Wer braucht denn +60 Grad Celsius heißes Duschwasser? 🤔

Um auch mit normalen Heizkörpern an mehreren zusammenhängenden kältesten und trüben Tagen nur eine relativ geringe maximale Vorlauftemperatur fahren zu müssen um die gewünschte thermische Behaglichkeit in den[...]



Fahre den Speicher mit 60 Grad da ich überall wegen Legionellengefahr davon gelesen habe?!

Wie warm ist denn dein Trinkwasser wenn ich fragen darf?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 26.05.2019 20:25:49
1
2789374
Unser Trinkwasser kommt mit etwa +10 Grad Celsius ins Haus und wird jenachdem wofür es benötigt wird im zentral im Haus platzierten vollelektronischen Durchlauferhitzer bedarfsgerecht auf +42 bis maximal + 50 Grad Celsius erwärmt.

Bzgl. der Legionellengefahr ist meines Wissens ein regelmäßiger Austausch des Trinkwassers bei möglichst bedarfsgerechten Temperaturen in allen Teilen der hausinternen Warmwasserverteilung wesentlich hilfreicher als eine dauernde Aufrechterhaltung von +60 Grad Celsius warmem Wasser im Speicher.

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