Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Planung Fußbodenheizung / Zuleitung Heizkreisverteiler
Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 01.06.2019 08:54:48
0
2790892
Zitat von michi83 Beitrag anzeigen
Tabelle Raumbeheizung[...]


Was an der Berechnung auffällt : Die Wassermengen für die Heizkreise Bad

Wassermenge Bad OG Heizlast 250 Watt auf FBH 38 Watt --> 15,6 l/h
Wassermenge Bad KG Heizlast 200 Watt auf FBH 31 Watt --> 12,8 l/h
Wassermenge Bad EG Heizlast 850 Watt auf FBH 162 Watt --> 33,4 l/h

Ich würde mal behaupten in der Praxis werden diese Heizkreise nie so betrieben wie vorgegeben. Ne Wassermenge mit 15 l/h = 0,25 l/min lässt sich am Verteiler weder sauber einstellen noch ablesen.
Die meisten Durchflussanzeiger beginnen erst bei 0,3-0,4 l/min. Solche Wassermengen im Bad führen regelmäßig dazu dass bei dieser Einstellung einer eins aufs Auge kriegt.

Für mich nicht nachvollziehbar wie man auf solche Werte bei ner Berechnung kommt.
Ne FBH im Bad die weniger Leistung bring als ne 100 Watt Glühbirne - komisch.
Ich glaube da ist der WAF eher unterdurchschnittlich (mit allen negativen Folgen ... nämlich dem Dreh am Temperaturregler der WP) ... könnte man auch bei der Auslegung gleich berücksichtigen, dann liegt die Auslegung näher an der Realität. Aber dafür müsste man sich vom Forumsgeplärre von 30° Auslegungstemperatur verabschieden.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 01.06.2019 09:02:30
0
2790895
Zitat von Flachkollektoren Beitrag anzeigen
Wenn ich es richtig verstanden habe, würde das bedeuten, dass bei zu großer Anbindeleitung diese untere Kennlinienbegrenzung unterschritten wird und dann funktioniert die Pumpe nicht.


Die Pumpe funktioniert nur bringt sie in der kleinsten regelbaren Einstellung immer noch mehr Leistung als man im Rohrnetz verbraucht, heisst es stellt sich kein *Vorteil* mehr ein, da dieser Leistungsüberschuss weggedrosselt werden muss.

Verfasser:
michi83
Zeit: 01.06.2019 18:12:03
0
2790993
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen
Zitat von michi83 Beitrag anzeigen
[...]


Was an der Berechnung auffällt : Die Wassermengen für die Heizkreise Bad...

Wassermenge Bad OG Heizlast 250 Watt auf FBH 38 Watt --> 15,6 l/h
Wassermenge Bad KG Heizlast 200 Watt auf FBH 31 Watt --> 12,8 l/h
Wassermenge Bad EG Heizlast 850 Watt auf FBH 162 Watt --> 33,4 l/h

...Ich würde mal behaupten in der Praxis werden diese Heizkreise nie so betrieben wie vorgegeben. Ne Wassermenge mit 15 l/h = 0,25 l/min lässt sich am Verteiler weder sauber einstellen noch ablesen.
Die meisten Durchflussanzeiger beginnen erst bei 0,3-0,4 l/min. Solche Wassermengen im Bad führen regelmäßig dazu dass bei dieser Einstellung einer eins aufs Auge kriegt.

Für mich nicht nachvollziehbar wie man auf solche Werte bei ner Berechnung kommt.
[...]


Wie meinst dass, das einer eins aufs Auge kriegt?
Du meist also die Berechnung vom HB ist falsch oder wie?

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 01.06.2019 20:17:35
0
2791003
Na ganz einfach : Wenn es nen Raum im Haus gibt an dem ich nen warmen Boden haben will dann im Bad. Das die Heizleistung regelmäßig nicht ausreicht, weil die beheizte Fläche zu klein ist ist ziemlich normal. Aber auf der kleinen Fläche will ich haben *was geht* und nicht ein schlaffes Rumgeschwächel dass sich in ~ 30 Watt Heizleistung äussert.

Wegen 30 Watt maximaler Heizleistung - Entschuldigung - da bau ich keine FBH da stell ich ein Teelicht auf !

Ich kenne die Software nicht und die Heizlast wird ja auch auf jeden Fall über die elektrische Hühnerleiter abgedeckt.
Von daher *Berechnung und Nachweis erfüllt* aber *warmer Boden* im Bad geht eben anders. Das bei 30 Grad Vorlauf keine Saunatemperaturen erreicht werden auch klar.
Aber so Mickey-Mouse-Werte vorgeben das die Bodenfläche bei 5 K Spreizung auf grade mal 30 Watt Heizleistung kommt - schlechte Parameterwahl. Dann muss eben die Spreizung auf 1 oder 2 K runter und die Wassermengen rauf, damit da wenigstens *minimalst* was geht.

Zudem sollte dir klar sein dass das die MAX Werte sind die in 20 Jahren gemittelt 2x über 24h auftreten, heisst im *Normalbetrieb* läuft deine Anlage wo ganz anders, was zur Folge hat dass Fußbodenoberbelagstemperatur eiert bei 21 - 22 Grad rum und das ist alles andere als *(Fuß-)warm*.

Regelungstechnisch seh ich solche Auslegungstemperaturen eher kritisch, da pro Grad Aussentemperatur nur ne FBH Änderung von ~ 0,3 K anliegt. Das führt schnell zu Überheizungen anderer Räume, wenn in einem Raum kein WAF eintritt.

Ein wenig Denkstoff dazu gefällig : Klick

Verfasser:
michi83
Zeit: 01.06.2019 21:37:35
0
2791027
OK die Berechnung ist schlecht, sehe ich ein. Ich hoffe aber es wird trotzdem etwas warm. 24°C wie angegeben brauche ich aber auch nicht. wird ja eh nicht funktionieren...

Ich hab dem HB gesagt bitte plan mir ne Fußbodenheizung mit geringem Verlegeabstand, so dass ich die Wärmepume mit möglichst niedriger Vorlauftemperatur fahren kann und natürlich dass es in den Räumen auch warm wird wenn Wärme benötigt wird ;). Und dann muss ich als Laie meinem HB halt vertrauen dass seine Berechnungen passen...

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 02.06.2019 08:57:48
0
2791076
Die Berechnung ist nicht schlecht, sondern lediglich in diesem Punkt je nach Blickwinkel und persönlichem Anforderungsprofil verbesserungsfähig.

Deine Planungsvorgaben an den HZB entsprechen durchaus den hier im Forum gebetsmühlenartig getuteten Sollvorgaben, frei nach dem Motto : viel (Heizfläche) bringt viel. Bis zu nem gewissen Punkt ist das richtig. Wenn mans allerdings übertreibt (wie so oft im Leben) nehmen die Nachteile wieder zu und nur zu oft ist das Ergebnis der Übertreibung Mehrverbrauch durch mangelnde Regelungsfähigkeit, erhöhtem Verschwendungspotential und Zwangswärmekonsum in Anlagenteilbereichen vor allem im Teillastbereich.

Natürlich wird sich wieder ein Sturm der Entrüstung angesichts der Aussage erheben, weil es eben nicht der Forumsphilosophie *viel bring viel* entsprcht.

Allerdings ist eine ganzheitliche Anlagenbetrachtung vom Wärmeerzeuger über die Hydraulik bis zur Heizfläche ein wenig mehr als *mach überall nen 10er Verlegeabstand und alles wird gut* vor allem wenn mit der Auslegungstemperatur unter 30 Grad bleibst ! - Pfeifendeckel :-)

Das fängt schon an mit der *Präzision* der Messfühler der Regelung ... Wo liegt die Anforderung der Anlage, wo liegen die Abweichungen der Regelung ... so wie die Anlage designt ist verlangt sie eine wesentlich höhere Anforderung als das was übliche Regler liefern.

Fazit : Ganzheitlich betrachtet könnte man ganz locker 2 bis 5 Grad höhere Vorlauftemperaturen in Betracht ziehen ohne Verbrauchsnachteile im Betrieb befüchten zu müssen. Klar, auf dem Papier geht der Wirkungsgrad der WP etwas in den Keller. Das kann jeder Dünnbrettbohrer feststellen. Wieviel du aber zum Fenster raus heizen wirst mit den teilweise überdimensionierten Heizflächen weil schon ein Grad mehr Vorlauftemperatur ca. 3 Grad weniger Aussentemperatur entspricht sagt dir keiner, vor allem wenn dann aber der WAF im Bad klemmt bleibts sicher nicht bei einem Grad Vorlauftemperatur ... und dann bist beim 10er Verlegeabstand in den großen Räumen schon wieder heftigst am Schrauben weil ... ja was wohl ... in der Bude wirds knackig zu warm. Ist zwar komfortabel ... aber wieviel % Heizenergie lüftest dann durchs Fenster ab ?

... und den *Selbstregeleffekt* lernst dann auch von ner ganz anderen Seite kennen ... denn der regelt von selbst, blos nicht so wie du willst.

Ja ich weiss ... harte Kost und vor allem so gegen der Strom der Forumsmeinungen.

Es brauchte auch lange bis sich die Erkenntnis in der VDI niederschlug :

/Zitat aus dem HLK-Brief 2010

Als Erster erkannte er die „Verkehrtheit“ des alten 2067-Ansatzes: Der damals so
genannte „Gesamtwirkungsgrad“ einer Heizanlage hängt nämlich nur unwesentlich
vom Kesselwirkungsgrad ab, aber umgekehrt der Kesselnutzungsgrad stark von der
Anlage. Seinen Erkenntnisvorsprung hat er selbstlos dem Institut gestiftet. Der von ihm
angelegte Gedanke der wirkgerechten Entwicklungsrichtung des Bedarfs von der
Übergabe zur Erzeugung ist in zwölf (12!) Dissertationen fruchtbar eingeflossen und
bildet die Grundlage der neuen VDI 2067.

/Zitat Ende

.. und zum Schluss noch das Sahnehäubchen aus dem HLK-Brief 2012 mit dem Titel "
Gesamtaufwandszahl von Wärmepumpen mit unterschiedlichen Nutzenübergabesystemen"

/Zitat

Die Ergebnisse zeigen, dass der Mehraufwand für die Nutzenübergabe der FBH nicht durch die bessere Erzeugeraufwandszahl kompensiert wird

/Zitat Ende

Fazit : Um eine gute Anlage zu konzipieren brauchts mehr als das schielen auf nen guten Erzeugerwirkungsgrad (der ist wichtig aber eben nicht alles). Die Übergabeschnittstelle und die Hydraulik ist *wichtiger* als das Dünnbrettbohrerargument "viel hilft viel". Ein paar Grad mehr Vorlauftemperatur ermöglichen eine wesentlich bessere Anpassung der Wärmetauscherflächen an den tatsächlichen Leistungsbedarf im vorrangigen Teillastbetrieb und sparen dazu noch bei der Investition.
Es darf also neu gedacht werden :-).

Nur wenns dich ein wenig interessiert empfehle ich ein wenig Lesestoff
- Kati Jagnow´s Dissertation : Verfahren zur energetischen und wirtschaftlichen Bewertung von Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Heizungstechnik (230 Seiten geballte und komprimierte Informationen)
- Prof. Heinz Bach Uni Stuttgart : Das Bewertungsproblem in der Heiz- und Raumlufttechnik, HLK-Brief 2001
- Prof. Heinz Bach Uni Stuttgart : Wirkungsgrad, Nutzungsgrad, Aufwandszahl - was nu ? HLK-Brief 2008

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 02.06.2019 09:54:58
1
2791087
Hallo michi,
bitte überdenke nochmals den Punkt keine FBH in HWR und Abstellraum zu installieren.
Beide Räume werden Energie aus den benachbarten Räumen abziehen auch wenn diese mit einer Isolierung abgemindert wird. Man kann eine montierte FBH nach Bedarf einregulieren. Die Berechnung halte nicht nur ich für etwas zweifelhaft an, die abgwürgten Heizkreise funktionieren so in der Praxis nicht, die Heizlast fürs UG mit 1321W könnte real auch etwas mehr sein da hier der Wärmeabfluss an HWR/Abstellraum eventuell nicht korrekt berücksichtigt wurde. Es wurde bereits schon angesprochen, ein wesentlicher Energiebedarf in den Bädern wird durch die E-Heizkörper abgedeckt. Wandheizungen nicht möglich da bereits verputzt?
Bei Nibe/KNV gibt es einen sogenannten Doppelwandspeicher der unten einen Anschluss eines Heizkörperkreises zulässt. Wäre nicht mein Weg aber spreche dies dennoch an, die WP dürfte dann mehrmals täglich WW bereiten jenes letztendlich zu höheren Systemtemperaturen führen würde.
Sind die Räume bereits verputz da Wandheizung nicht mehr möglich?
Laut Berechnung wurde ein VL von 30° angenommen, bei uns und einigen mir bekannten Häusern auch bei -16° in der Praxis möglich, man hat hier aber um 27° VL bei 0° Außentemp. also Fußwarm ist etwas anderes.
Man kann bei dir ein 28er Rohr ab WP zum UG Verteiler über die Decke verlaufend
verwenden und wird in der Praxis ausreichen da überwiegend eine geringere Heizleistung erforderlich ist. An diese Leitung die 22x1 Leitung vom OG Verteiler direkt am Ausgang der Kellerdecke, den UG Verteiler mit einer 22x1 von der Decke aus direkt anschließen.

@ Horst
Die Anbindeleitungen dürften hier auf dem Boden verlegt werden, nach ENEV bekommt man bei 42x1,5 hier 142mm.

@Karl
Laut der Berechnung sind 1424 l/h in der Anlage an Wasser zu bewegen.
Wer dafür DN 40 berechnet sollte ganz einfach seinen Ingenieurstitel wegen Unfähigkeit zurückgeben. Dafür reicht lockerst und bequem Nennweite 32 bei ca. 0,5 m/s und nem R-Wert von ca. 104 pa/m. Man könnte es auch mit Nennweite 25 und 0,8 m/s und 341 pa/m abdecken wenn die Wege kurz sind.

Mein Programm spuckt mir bei 16KW, 1,4m³ Volumenstrom sowie V von ca. 0,5m/s eine Spreizung von 10°K aus? Die verwendete Nibe WP regelt auf 4° Spreizung aus, wenn gelegentlich 5° oder sehr selten nur 6° erreicht werden, wird man dies in der Stromrechnung wohl nicht eklatant erkennen können. Bei 6° Spreizung, hat man 2,3m³ und man wird ca. 230Pa/m haben, alles nicht praxisfremd.
Von locker, easy spreche ich hier nicht mehr, würde dies als Übergangsbereich bezeichnen. Eine optimale Auslegung wird selten erreicht aber von jeden gewünscht, Ziel sollte dennoch sein dies an zu streben.

Wolfgang

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 02.06.2019 10:05:15
0
2791091
Wir reden hier an dieser Anlage nach der Heizlastberechnung über 6254 Watt Heizleistung bei einem berechneten Volumenstrom von 1424 l/h.

Wie kommst du auf 16 kW ??

Verfasser:
michi83
Zeit: 02.06.2019 15:44:11
0
2791196
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen

...Deine Planungsvorgaben an den HZB entsprechen durchaus den hier im Forum gebetsmühlenartig getuteten Sollvorgaben, frei nach dem Motto : viel (Heizfläche) bringt viel. Bis zu nem gewissen Punkt ist das richtig. Wenn mans allerdings übertreibt (wie so oft im Leben) nehmen die Nachteile wieder zu[...]


@Karl
Was kann man deiner Meinung nach verbessern? Was ist übertrieben? Evtl. andere Verlegeabstände wählen? Was wo ändern?

@Wolfgang
Ich treff mich morgen mit dem HB. Er zeigt mir das Verlegen der Kreise. Dann sprech ich ihn auch auf das Beheizen von HWR und Abstellraum an, was er dazu meint. Frag ihn dann auch wie er die UG-EG-Verteiler Zuleitungen geplant hat.
Du schreibst "...ein wesentlicher Energiebedarf in den Bädern wird durch die E-Heizkörper abgedeckt..." -> Also elektrische Heizerkörper sind hier nicht geplant und sicher nicht in der Berechnnung berücksichtigt. Ja Wandheizungen sind nicht möglich da bereits der Grobputz drauf ist. Außer man klopft ihn wieder ab... ;)

Was ist mit den kurzen Kreisen unter 50m. soll ich die etwas enger legen damit die länger werden?


Verfasser:
Flachkollektoren
Zeit: 06.06.2019 16:09:59
0
2792577
Liebe FBH-Experten im Forum,

Ist die Berechnung des Druckverlusts in einem Heizkreissystem mit den unten angeführten Volumenströmen richtig oder falsch?

Ausgangslage: 27 Heizkreise a 80 Meter (ziemlich gleich lang). Keine ERR, keine Durchflussmesser. 3 Heizkreisverteiler (8 + 9 + 10).

Eine Hauptanbindeleitung von der WP 35x1,2 mit Gesamtlänge 14 Meter. Von dieser Hauptanbindung gehen 3 Anbindeleitungen 28x1,0 zu den 3 Heizkreisverteilern mit Längen von 4, 12 und 19 Metern.

Volumenstrom angenommen 1,6 m3/h. Wasser 20°.

Für 27 Heizkreise rechne ich: 1,6 m3/h dividiert durch 27 - das sind 0,059259 m3/h. Die gebe ich beim online-Rechner ein und erhalte 14,0 mbar und 0,107 m/sec.

Für Hauptanbindeleitung 35x1,2 und 14 Meter. Da das Vor- und Rücklauf ist, dividiere ich Volumenstrom durch 2 und erhalte 0,8 m3/h. Das ergibt 4,89 mbar bei 0,266 m/sec.

Für die Anbindeleitungen 28x1,0 zu den 3 Heizkreisverteilern nehme ich als Volumenstrom 1,6 diviert durch 6 (bei 3 Anbindeleitungen Vor- und Rücklauf) und komme auf 0,26666 m3/h. Das ergibt bei der längsten Anbindung mit 19 Meter 2,92 mbar und 0,140 m/sec.

Ich wolle nur wissen, ob die Berechnung schlüssig ist oder meine angenommenen Parameter völlig falsch. Nicht eingerechnet sind natürlich Bögen/Schlammabscheider sowie das Innenleben der WP.
Danke
Lg Horst

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 06.06.2019 21:59:45
0
2792662
Zitat von michi83 Beitrag anzeigen
@Karl
Was kann man deiner Meinung nach verbessern? Was ist übertrieben? Evtl. andere Verlegeabstände wählen? Was wo ändern?

Du schreibst "...ein wesentlicher Energiebedarf in den Bädern wird durch die E-Heizkörper abgedeckt..." -> Also elektrische Heizerkörper sind hier nicht geplant und sicher nicht in der Berechnnung berücksichtigt.


Dann schau mal in die Berechnung ... die FBH bringt die Mini-Watt Zahlen und der Rest bringen die elektrischen Badheizkörper AFG Bagnowatt... laut Berechnung.

Zu deiner ersten Frage : Die Beantwortung im Detail sprengt das was ein Forum leisten kann. Dazu brauchts die komplette Planung und die Berechnung auf dem Rechner um sich anzeigen zu lassen was passiert wenn die Anlage mit veränderten Temperaturen ausgelegt wird.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 09.06.2019 09:24:19
2
2793363
Horst,
die Berechnung ist nur zum Teil richtig.
Deine angenommene 1,6m³ auf 27 Heizkreise sind 1l/min, ergibt laminare Strömung und 19mbar bei einer Rohrrauhigkeit von 0,0013mm.
Der Volumenstrom halbiert sich nicht zwischen Vor- und Rücklauf!
Wenn du nun hier auch die 27l/min, 32mm Innendruchmesser sowie Kupferrohr annimmst, ergibt turbolente Strömung, Rohrrauhigkeit von 0,03 einen Druckverlust 19,5mbar. Die Zahlen sagen nur einen Teil aus, denn es soll eine 16KW WP installiert werden. Die Leistung soll bzw. muss durch die Leitung, Spreizung ist ein Aspekt, Pumpe ein weiterer. Die letzten Effizienzpunkte eines Gesamtsystem zu erhalten sind in der Regel die teuersten, werden also wirtschaftlich oft unrentabel.
Woher stammen deine 27l/min?
Diesen Wert erreicht manch 6KW 1155/1255 Heizkreispumpe bei Vollast. In der Praxis wird dieser Wert nur nicht benötigt, er sagt nur etwas über die örtlich verbaute Hydraulik aus.

Wolfgang

Verfasser:
Flachkollektoren
Zeit: 09.06.2019 11:42:45
0
2793395
Hallo Wolfgang,

Danke für Deine Mühe. Ich wollte einfach nur die Berechnungsmethode für ein Heizkreissystem verstehen und die dafür erforderlichen Parameter. Aber da bin ich offenbar weit davon entfernt. Mein Beispiel mit 1,6 m3/h ist ein angenommenes - bei der Nibe 4-16 habe ich einmal von maximal 2,75 m3/h gelesen. Daher habe ich die 1,6 m3/h oder rund 1 l/min bei 27 gleich langen Heizkreisen angenommen. Hat aber keine Bedeutung in der Praxis, nur für mein Verständnis.

Sorry für die Verwirrung. In der Praxis zählt mein zuvor in diesem Faden angeführter Beitrag mit 39 Heizkreisen 18x2,0 und jeweils 80 m auf vier Heizkreisverteiler. Da wollte ich vor allem wissen, ob es gut ist, als Hauptanbindeleitung ein dickes 42x1,2 Rohr zu nehmen (das ha Karl hier als Unsinn und viel zu dick bezeichnet), oder ob ein 35x1,2 reicht, wobei jeweils von dieser Hauptanbindeleitung nach und nach die Abzweigungen 28x1,0 zu den 4 Heizkreisverteilern laufen.

Oder ich nehme zwei Hauptanbindeleitungen 35x1,2 mit jeweils zwei Abzweigungen 28x1,0 zu den HKV.

Oder ich nehme vier parallele Hauptanbindeleitungen von „nur“ mehr 28x1,0 zu den vier HKV. Das hätte den Vorteil gleich langer Vor- und Rückläufe von jedem Heizkreisverteiler.
Nochmals danke lg Horst

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 12.06.2019 12:36:48
0
2794211
Hallo Horst,
jeden Verteiler mit einem 28er Rohr anschließen halte ich in einem EFH für absolute Material- und Resoucenverschwendung. Alle Heizkreise exat gleich wie auch gleichlange Anbindeleitungen kann muss aber nicht zielführend sein.
So einfach ist das gesamte Thema nicht und aus der Entfernung ohne Kenntnis des Baukörpers befindet man sich schnell im Modus "Glaskugel sehen".
Gleichlange Heizkreise ergeben selbige Druckverhältnisse, ein Bad ist in der Regel wärmer aus zu legen. Wenn dieser Kreis etwas kürzer ist wäre dies selten nachteilig für das Bad und auch andere Zimmer. Die Menge jene nun mehr durch den Badkreis läuft wird allen anderen abgezweigt. Um hier Bestwerte in der Effizienz erreichen zu können wird man ohne einer genauen Berechnung nicht herum kommen.
Du kannst HFrik oder Berhan Auslegung hier verwenden, könnte unser Haus aus Interesse mal durch rechnen, wobei mir ein paar Ausführungsfehler bereits bekannt sind.
Dein Bauvorhaben ist nach der Beschreibung auch nicht klasssich, die angegebenen 2,75m³ (45,8l/min) entsprechen bei 5° Spreizung ca.15,5KW.
Welche Leitungen hier besser zu verwenden sind hängt im wesentlichen vom Heizbedarf, der Spreizung und Leitungslänge ab.

Wolfgang

Verfasser:
Flachkollektoren
Zeit: 12.06.2019 16:47:20
0
2794279
Hallo Wolfgang,

Nochmals vielen Dank für Deine Informationen. Mir ist klar, dass nicht alles ganz genau berechenbar ist. Aber wenn ich weiß, dass ich nicht völlig falsch liege, bin ich auch schon erleichtert.

Wenn Du 28er Rohr für jeden Heizkreisverteiler als absolut unnotwendig ansiehst, lässt sich dann zumindest sagen, dass das zwar schwierig und vom Material teurer ist, aber sonst zumindest keinen Nachteil aufweist?

Jedenfalls hast Du Recht, dass eine genaue Berechnung das Beste wäre. Ich werde mich also für eine gute Auslegung umschauen. Danke für Deinen Hinweis mit HFrik und Berhan Auslegung.
Lg Horst

Verfasser:
magucken
Zeit: 04.07.2019 15:15:11
0
2799822
Nur mal so als Beispiel bei mir:

160qm Haus auf 3 Geschosse mit so 4.x kW irgendwas Heizleistung für die FBH. Knapp unter 1000l/h Umsatz bei so 5-6K Spreizung.

Jeweils 32er MVR Rohr, bleiben innen 26mm.

Von WP zum kleinen Puffer (ja leider nötig wegen etvl. fast totaler ERR) sind es so 11m je Richtung, von diesen Puffer dann weiter zum 1.HKV sind es so 16m eine Richtung. Dann jeweils noch so 3m hoch und runter zu den anderen HKV, deren letztes Stück glaube nur 26er MVR hat.

Die gesamte Förderhöhe von WP bis zu den HKV ist glaube weit unter 1m, 100mBar, und dann nochmals ähnliches für die einzelnen Kreise 17x2 bis so 90m max. Länge, ein dutzend Muffen/Winkel, Filter, Abscheider…wird wohl um die 200mBar liegen von WP bis einschließlich Heizkreis.

In der dicken 32er MVR fließt es dann so mit 0,5m/s, ein ziemlich guter/normaler Wert wie ich so sah. Bis 1m/s glaube ist völlig ok.

Hier kann man selber rechnen.
https://www.qwant.com/?q=druckverlust%20online&t=web

Aktuelle Forenbeiträge
Mala1986 schrieb: Hej Gunar, danke für deine Antwort! Du machst mir Mut das DOM bald wieder auftaucht! Ich habe echt keine Ahnung was...
Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
UP-fix
Messstationen
Verteilerstationen
Regelstationen
Haustechnische Softwarelösungen
Website-Statistik