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Heizlastabschätzung Massivholzhaus
Verfasser:
Seggli
Zeit: 09.06.2019 10:07:03
0
2793376
Hallo zusammen,

nachdem ich die Thematik der Erdwärme mit RGK hier schon seit längerer Zeit ganz interessiert verfolge, ist es nun an der Zeit mit der Planung meines eigenen Projektes zu beginnen.

Das vorhandende Fachwissen und die Hilfsbereitschaft hier im Forum finde ich überragend und ich würde mich freuen, wenn ich für mein Projekt auch ein wenig Hilfestellung und Tipps bekommen würde.

Ich selbst durfte bereits bei angri (https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/214128/Planung-RGK-LKR-Eichstaett) bei der Verlegung seines RGK dabei sein und habe dabei schon wertvolle Praxiserfahrung gesammelt.

Gegebenheiten:
- Nebau EFH (neben Bestandsbau) auf Grundstück mit 821m²
- Massivholz-Bauweise (CLT, StoraEnso)
- Der Großteil des Hauses wird unterkellert, Garage wird gemauert und nicht unterkellert
- KWL mit WRG
- KfW 55
- EnEV-Berechnung liegt vor (siehe unten)
- Personen: 2, später geplant: 4
- normales Verbrauchsverhalten / keine Heizungs-Sonderverbraucher

Bevor es aber mit der Planung des eigentilchen RGK los geht, bräuchte ich eure Hilfe bei der Heizlastabschätzung, da ich mir unsicher bin, welche Werte ich dort annehmen muss und ob der Platz für den RGK dann überhaupt ausreichend ist.

Heizlastabschätzung:
Norm-Außentemperatur (Ingolstadt): -16°C
H'T: 0.26
gewünschte mittlere Temperatur: 21°C
A:(Hüllfläche): 755m²
Ve:(Beheiztes Bruttovolumen): 1200m³
Maximale Anzahl Bewohner: 4
Lüftung: zentrale KWL mit WRG
Dadurch berechnete gesamte Heizlast: 8237W

Meine Fragen:
1. Wie hoch sollte ich die mittlere Temperatur zur Berechnung wählen?
In den Wohnräumen würde ich 21°C annehmen. Im Wohnzimmer, Bad und Gäste-WC (inkl. Dusche) dürfte es auch ein wenig mehr sein. Im Schlafzimmer/Gästezimmer entsprechend weniger.

Der Keller ist kein Wohnraum (Technik, Speis, Hauswirtschaft, Werkstatt, Sport/Party). D.h die Räume werden nicht bzw. nur sehr wenig bzw. sporadisch beheizt.

2. Welches beheizte Volumen sollte ich zur Heizlastabschätzung heranziehen, wenn der Keller wie oben angesprochen nur teilweise und zeitweise beheizt wird?

3. Gibt es noch weitere Optimierungsmoglichkeiten, die bei der Energiebedarfberechnung ins Gewicht fallen?



Mit meinem Heizungsbauer habe ich demnächst den ersten Termin und würde mit ihm dann auch über die Heizlast und die Auswahl der Wärmepumpe sprechen.
Wenn es allerdings bei den 8237W bleibt, sehe ich das Projekt in Gefahr, da aufgrund des Bestandbaus der Platz für den RGK mehr als knapp wird.

EnEV-Bedarfsberechnung: hier!

Erste Optimierung:
Nach Rücksprache mit dem Zimmerer wird die Außenwand nicht mit 20cm, sondern 22cm gedämmt.


Viele Grüße und vorab schon vielen Dank für eure Hilfe!
Andy

Verfasser:
loli
Zeit: 09.06.2019 10:45:55
0
2793387
Hallo,

zu Frage 1:

Wie warm Sie es mögen, brauchen Sie uns nicht zu fragen!

Ich z.B. würde die Raumtemps für Wohn- und Schlafräume mit 23° ansetzen - denn dann passt es am besten ;-)
Bäder mit 25° - sonst wird gefroren.

Mit diesem Empfinden bin ich hier aber ein Exot, also geben Sie bei der Berechnung Ihre Werte ein.

Gruß

Verfasser:
Seggli
Zeit: 10.06.2019 07:44:02
0
2793591
Hi loli,
vielen Dank für deine Hilfestellung.

Natürlich ist mir mein eigenes Empfinden bezüglich der Wunsch-Temperatur bewusst, weshalb ich 21°C angenommen habe.

Die Frage ist, inwiefern der nur teilweise/sporadisch beheizte Keller die Durchschnittstemperatur beeinflusst und/oder der Keller vom beheizten Volumen abgezogen werden sollte?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.06.2019 08:23:52
4
2793596
Die thermische Behaglichkeit im Haus ist nicht ausschließlich von der Raumlufttemperatur abhängig wie landläufig und auch in diesem Fall (@loli "heizt" sicherlich in einem massiv gebautem Haus) mal wieder angenommen wird!

Es sind viele Faktoren die eine Rolle spielen ... mehr Informationen darüber z.b. hier: http://www.bosy-online.de/thermische_Behaglichkeit.htm

Bei den Berechnungen für den Neubau in Holz würde ich persönlich übrigens auch nur die +21 Grad Celsius annehmen!

Wenn die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen wirklich als Niedrigsttemperaturwärmeverteilungssystem realisiert werden und dessen Betriebsweise eben auch genau so konsequent wie das Lüftungsverhalten optimal angepasst werden, ist bei relativ niedrigen Raumlufttemperaturen ein hohes Niveau der thermischen Behaglichkeit zu erwarten! Das funzt sogar bei uns im gut 20 Jahre altem massiv gebauten Einfamilienhaus topstens. 👍

Wenn der Keller nur sporadisch bzw. nur zum Teil beheizt werden wird, dann sollte der gegenüber dem restlichen Wohnraum eine möglichst optimale thermische Trennung (Dämmung) erhalten und dieses sollte natürlich auch entsprechend in den Berechnungen berücksichtigt werden!

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 10.06.2019 09:18:33
1
2793607
Hallo,
beim Keller, wenn man von einer Betonwanne ausgeht - dann FBH mit Estrich drüber - auch an die Trägheit denken, bzgl. "sporadisch heizen".
Bei der Masse kann das Tage dauern, wenn's angenehm werden soll. Für ein spontanes Fitnesstraining etwas lang ;-) Selbst, wenn es nie gänzlich auskühlen wird.

Vielleicht an eine (dünne) Innendämmung denken, die Flächenheizung im Leichtbau davor bauen. Wir haben hier so eine Konstruktion aus ID mit PU-Platten in Verbindung mit Split-Klima, das geht recht flott...

Gruß
Phil

Verfasser:
Seggli
Zeit: 10.06.2019 11:34:19
0
2793664
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Die thermische Behaglichkeit im Haus ist nicht ausschließlich von der Raumlufttemperatur abhängig wie landläufig und auch in diesem Fall (@loli "heizt" sicherlich in einem massiv gebautem Haus) mal wieder angenommen[...]

Vielen Dank für deine Ausführungen!
Wir haben leidvolle Erfahrungen mit der Thematik in unserer Mietwohnung, in der wir uns immer wundern, weshalb es sich bei 23°C Raumlufttemperatur immer so unbehaglich kalt anfühlt.
Unsere Vermutungen gingen schon immer in die Richtung, dass dies wohl an der Strahlkälte der Wände/Boden liegen könnte, nun haben wir es aber auch in der Theorie bestätigt.
Vielen Dank für den aufschlussreichen Link!!!
Somit fühle ich mich auch für meine Annahme mit 21°C gewünschter mittlerer Temperatur bestätigt.

Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Hallo,
beim Keller, wenn man von einer Betonwanne ausgeht - dann FBH mit Estrich drüber - auch an die Trägheit denken, bzgl. "sporadisch heizen".
Bei der Masse kann das Tage dauern, wenn's angenehm werden soll. Für ein spontanes Fitnesstraining etwas lang ;-) Selbst, wenn es nie[...]

Unser Sport beschränkt sich bislang auf Ausdauersport, weshalb es auch gern etwas kühler sein darf ;-)
Aber das kann sich natürlich im Laufe der Zeit ändern bzw. ist nicht jede Nutzung des Kellers immer zwei Tage im Vorlauf geplant. Deshalb vielen Dank für den Tipp mit der zusätzlichen Heizquelle.


Nun bleibt die Frage, ob es noch Optimierungsmöglichkeiten auf Grundlage der bisherigen Dämmungs-Berechnungen gibt und wie sich meine Heizlast mit den beschriebenen Gegebenheiten zusammensetzt.

Verfasser:
loli
Zeit: 11.06.2019 00:05:22
1
2793823
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Die thermische Behaglichkeit im Haus ist nicht ausschließlich von der Raumlufttemperatur abhängig wie landläufig und auch in diesem Fall (@loli "heizt" sicherlich in einem massiv gebautem Haus) mal wieder angenommen[...]

Hi Low,

nur der Richtigkeit wegen, muss ich wiedersprechen:
Die Annahme, ich würde ungleichmässig heizen (so habe ich jedenfalls den Link verstanden) stimmt ganz und gar nicht! Meine Heizung läuft auch 24/7 ca. 7-8 Monate im Jahr. Auch haben alle Räume die gleiche Temperatur (nur die Bäder sind etwas wärmer), weil die Türen meist offen stehen.

Geheizt wird mit FW und Heizkörpern (die aber nie heiß werden) - die Thermostate werden eigentlich nie angefasst und es wird auch nichts gesteuert (die Steuerung ist stromlos). Die Temperaturen schwanken kaum - höchstens um 0,5°-1° bei Sonneneinstrahlung (dieses Jahr habe ich die teilweise mit einem Funkthermometer geloggt).

Hier stand auch häufiger, dass die Luftfeuchtigkeit sehr wichtig für die thermische Behaglichkeit wäre - nun das kann ich aus eigener Erfahrung leider nicht bestätigen. Demnach müsste es sich jetzt deutlich wärmer anfühlen als im Winter, weil es (bei mir) bei gleicher Temperatur deutlich feuchter ist - das tut es aber nicht! Es ist etwas schwüler, aber es ist nicht wärmer (mir frieren sogar die Füsse)

Es wäre schön, wenn sich alle Menschen in der gleichen Tabelle wiederfinden lassen, aber es ist wie es ist: einige empfinden eben anders!

Ich hatte es schon geschrieben: Ich bin ein Exot - glaub´s einfach.

Gruß

PS: Es geht nicht nur mir so - meine ganze Familie ist so verwöhnt...
Meine Tochter z.B. macht nie wieder Schüleraustausch während der Heizperiode ;-)))

Verfasser:
Mu Lei
Zeit: 11.06.2019 07:14:07
1
2793835
Zitat von loli Beitrag anzeigen
(mir frieren sogar die Füsse)


Willkommen im Club!!! Ich habe besonders im Sommer immer mit kalten Füßen zu kämpfen und kann quasi nie barfuss durchs Haus. Unser Haus, welches wir aktuell zur Miete haben, ist durchweg gefliest.

Was wiederum auch die Theorie der thermischen Behaglichkeit stützt.

Meine persönliche Abhilfe bei meinem im Planung befindlichen Neubau (Massivbau): bei mir wird es überall Massivholzdielenboden geben. Einzige Ausnahme wird der Eingangsbereich (Zementfliesen/Estrichziegel fühlen sich schon wärmer an) und eventuell die Bäder, wobei wir bei letzteren sogar noch überlegen, auch dort auf Diele zu gehen.

Zur besseren natürlichen Regulierung der Luftfeuchtigkeit haben wir uns auch für Lehmputz entschieden.

Ich habe es selber intentiv getestet, da wir immer wieder im Urlaub Ferienwohnungen mit Dielenboden hatten.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 11.06.2019 08:45:55
1
2793853
Hallo Andy,
bei deinem Haus wurde ich auch nur 21° annehmen, völlig ausreichend denn euer Haus wird alleinig von der Ausführung her besser sein als ein identischer Massivbau. Euer Holzhaus ist außerdem außen kpl. mit einer Holzfaserplatte isoliert.
Die 22cm Isolierung statt den 20cm sind in der Gesamtbilanz weniger wirksam als andere Maßnahmen.
Die Kelleraußenwand hat einen U-Wert von 0,3 und ist mit 120mm isoliert, hier statt dem Material mit Lamda 0,4 ein 0,35 verwenden. Wenn noch möglich hier dickere Isolierung verbauen, dann wären hier leicht 0,23 oder 0,2 möglich. Die Bodenplatte EG hat eine 10cm Isolierung außen, innen im Bodenaufbau 7cm mit einem U-Wert von 0,21.
Falls hier eine FBH installiert wird, hat man hier einen effektiven U-Wert von 0,32, bei 200mm unter der Bodenplatte verbessert sich dieser auf 0,2 (konstruktiv 0,14). Bei der Kellerbodenplatte wurde anscheinend bewußt auf eine außere Isolierung verzichtet und innen 12cm PU mit Lamda 0,28 verwendet. Hier gibt es auch alukaschiertes PU oder Resolplatten mit Lambda 0,23.
Wenn im Kellerbereich diese Verbesserungen vorgenommen werden sollte der Ht`bei ca. 0,245 heraus kommen.

Wolfgang

Verfasser:
Seggli
Zeit: 11.06.2019 13:28:04
0
2793962
Vielen Dank für eure Hilfe!
Ich sehe mich nun in der Annahme meiner gewünschten Temperatur mit 21°C bestätigt.

@Wolfang: Danke, dass du dich meinem EnEV-Berechnung angenommen und so wertvolle Schlüsse daraus gezogen hast!

Kelleraußenwand:
Hierzu habe ich zwischenzeitlich in einem anderen Thread gelesen, dass eine stärkere Dämmung der Kelleraußenwände sinnvoll wäre.
In der momentanen Phase (Angebote einholen) ist eine Änderung problemlos noch möglich, weshalb ich da jederzeit auf eine dickere Isolierung gehen könnte, was bei der enormen U-Wert-Verbesserung als sehr sinnvoll erscheint.
Hinsichtlich Dämmaterialien bin ich aber zugegebenermaßen ein Laie, weshalb ich mich gerade schwer tue, das kostenverhältnis zwischen 120, 140 und 160mm Dämmung vorab zu ergooglen.
Mit welchem prozentualen Aufschlag müsste ich hier ca. rechnen?

Bodenplatte EG:
Da es sich bei den "nur" 30m² EG-Bodenplatte (ohne Unterkellerung) um das Wohnzimmer handelt und dort natürlich eine FBH verbaut wird, klingt auch dieser Verbesserungsvorschlag sehr sinnvoll.
Hier würde ich mal mit einer Kosten-Verdoppelung rechnen, was aber bei 30m² machbar sein sollte.

Kellerbodenplatte:
Das hast du ganz richitg erkannt, dass wir bewusst auf die Isolierung unter der Bodenplatte verzichten.
Mein guter Freund und Statiker hat hierzu eine sehr eingefahrene Meinung zum Thema "ein Haus auf Dämmplatten zu stellen". Hierzu aber bitte keine Diskussion. Das würde zu nichts führen... ;-)
Jedenfalls hatte auch der Energieberater nichts dagegen, da wir den Keller nicht als Wohnraum nutzen und er somit die innere Isolierung als ausreichend sieht.
Auch hier werde ich deinen Tipp beherzigen und Platten mit Lambda 0,23 ins Auge fassen.

Mit dem überschlagenen H'T-Wert von 0,245 wäre ich bei einer Heizlastabschätzung von 7815W, sofern ich den nur teilweise beheizten Keller mit in das Heizvolumen mit einbeziehe?

Die Heizlast kommt jedenfalls in den Bereich, was bei meinem Grundstück mit einigen Klimmzügen machbar sein dürfte.

Verfasser:
crink
Zeit: 11.06.2019 13:43:18
1
2793965
Moin Andy,

falls Du Dir Sorgen wegen der RGK-Möglichkeiten in Deinem Garten machst stell doch einfach Deinen bisherigen Plan hier ins Forum, damit wir gemeinsam eine optimale Lösung für Dich finden können. Dabei bedenke: Der TrenchPlanner geht von einigen Worst-Case-Annahmen aus, die je nach Standort und Boden durchaus noch knapper gehandhabt werden können.

Sobald Du keinen Standard-Graben in den Garten bekommst können wir immer noch Speziallösungen (Doppelstock, höhere Rohrmenge, geplante Verletzung der Temperaturgrenzen) überlegen.

Gibt es schon einen Planungsthread für Deinen Ringgrabenkollektor?

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Seggli
Zeit: 11.06.2019 13:56:01
0
2793969
Hi Crink,

es gibt noch keinen Planungsthread, aber der ist selbstverständlich in Vorbereitung :)

Dazu sammle ich momentan alle Informationen zusammen, wie hier z.B. die Heizlastabschätzung, damit wir wissen wo wir ungefähr hin müssen mit der Grabenauslegung.
In Kürze folgt noch eine Bodenprobe mit dem Minibagger und dann können wir mit fundierten Werten die Planung angehen.

Durch den Bestandsbau auf dem Grundstück dürfte es eine kleine Herausforderung werden, aber mit der herausragenden Hilfe hier im Forum bin ich dennoch zuversichtlich, dass wir das hinbekommen :)

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.06.2019 14:17:25
1
2793973
Auch wenn es hier nicht zum Thema gehört - trotzdem: Bitte immer gleich die Verschattung / Kühlung mitplanen.

D.h. soweit Geld vorhanden: Raffstore dort wo es auch hell sein soll, beim Rest normale Jalousien. Dachüberstände, Anordnung der Räume in Relation zur Himmelsrichtung...

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.06.2019 16:58:20
2
2794028
Dein Statiker sollte sich mal mit Wärmebrücken beschäftigen...
Mit einer Betonwand, aussen gedämmt, auf einer Betonplatte,
innen gedämmt, hast Du viele Meter fiese Wärmebrücken im
Fusspunkt der Kellerwände.

Ich würde bei einem teilbeheizten Keller auch nur die beheizten
Bereiche in die Heizlastermittlung einbeziehen, oder die ganze
Fläche mit einer mittleren Temperatur ansetzen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Seggli
Zeit: 12.06.2019 08:10:59
0
2794141
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Auch wenn es hier nicht zum Thema gehört - trotzdem: Bitte immer gleich die Verschattung / Kühlung mitplanen.

D.h. soweit Geld vorhanden: Raffstore dort wo es auch hell sein soll, beim Rest normale Jalousien. Dachüberstände, Anordnung der Räume in Relation zur Himmelsrichtung...

Vielen Dank auch für deinen Hinweis!
Raffstore sind in Planung.
Im Zusammenspiel mit der geplanten KNX-Installation ergeben sich hier viele Möglichkeiten:
Im Sommer Verschattung und im Winter mit offenen Raffstore die Sonne als Wärmequelle nutzen. Das alles automatisiert in Abhängigkeit von Sonnenstand, Innen- und Außentemperatur und Anwesenheit.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dein Statiker sollte sich mal mit Wärmebrücken beschäftigen...
Mit einer Betonwand, aussen gedämmt, auf einer Betonplatte,
innen gedämmt, hast Du viele Meter fiese Wärmebrücken im
Fusspunkt der Kellerwände.

Ich würde bei einem teilbeheizten Keller auch nur die[...]

Er kennt die Thematik mit den Wärmebrücken. Der Energieberater war da natürlich anderer Meinung.
Da sich die beiden gut kennen, durfte ich ihre Argumente bei den jew. Terminen hin- und her schmeißen und als Vermittler und zugleich Betroffener den Kampf leiten ;-)
Wie gesagt, über das Thema könnte man sicherlich ausführlich diskutieren, aber mit dem Ergebnis sind alle Beteiligten momentan zufrieden gestellt.

Vielen Dank für die Hilfestellung bezüglich der Heizlastermittlung!
Ich würde demnach von den 322m³ Kellervolumen ca. 200m³ behzeiztes Volum abziehen. Die übrigen 122m³ werden zwar auch nur teil- bzw. sporadisch beheizt. Aber ich denke, ich bin mit der Rechnung auf der sicheren Seite.



Den H'T-Wert nehme ich nach oben aufgeführten Verbesserungen hinsichtlich der Dämmung und Überschlagsrechnung von Lupo1 mal mit 0.25 an. Für die genaue Berechnung halte ich noch Rücksprache mit meinem Energieberater.

Damit würde sich die Heizlast wie folgt berechnen:

Norm-Außentemperatur (Ingolstadt): -16°C
H'T: 0.25
gewünschte mittlere Temperatur: 21°C
A:(Hüllfläche): 755m²
Ve:(Beheiztes Bruttovolumen): 1000m³
Maximale Anzahl Bewohner: 4
Lüftung: zentrale KWL mit WRG
Dadurch berechnete gesamte Heizlast: 7862W

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.06.2019 17:45:05
1
2794291
Schon nicht einfach, mit den Fachleuten...:-)

Die Hüllfläche müsste eigentlich auch geringer werden, wenn Du
nicht den ganzen Keller einbeziehst?
Auf der anderen Seite könnte sich H,t auch verändern, wenn
z.B. die Kellerdecke die Bilanzgrenze wird...

Na ja, letzten Endes liegt die reale Heizlast eh einiges tiefer, weil
auch die Heizlastabschätzung keine internen und solaren Wärme-
gewinne ansetzt.
Die können sich aber erheblich auswirken:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP
(Für den Graben aber die Heizlastabschätzung zugrunde legen,
nicht aber unbedingt für die Wärmepumpenleistung)

Grüsse

winni

Verfasser:
Seggli
Zeit: 13.06.2019 09:14:19
0
2794460
Danke für deine Hinweise, winni!

Bisher dachte ich, dass die Hüllfläche fest nach der berechneten gebäudeumhüllenden Fläche gesetzt ist. Aber bei meinen unbeheizten Kellerräumen klingt dein Einwand plausibel, dass sich die Fläche verkleinern müsste.
Wie sich das durch die Verschiebung der Bilanzgrenze auf die Kellerdecke dann rechnerisch auf den H'T-Wert auswirkt, klingt für mich nach Hokus-Pokus ;-)

Gehe ich aber richtig davon aus, dass sich die Heizlast dann nach unten in Richtung von 7,5kW verschieben dürfte?
Mal sehen was der Heizungsbauer bezüglich der Heizlastabschätzung zu sagen hat.


Den Link mit der Auslegung der WP kenne ich als aufmerksamer Leser des Forums natürlich :)
In welcher Größenordnung sollte ich die Wärmepumpe bei den Gegebenheiten wählen?
(Im Vorgespräch hat mein Heizungsbauer schon erwähnt, dass er Wärmepumpen von Nibe verbauen würde.)

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.06.2019 10:46:48
1
2794488
Würde dann wohl am besten mit einer der ..
Zitat von www.nibe.eu
... besonders effizienten drehzahlgeregelten Erdwärmepumpen NIBE F1155 oder NIBE F1255....
... als 6 kW Modell funzen. 👍

Verfasser:
winni 2
Zeit: 13.06.2019 12:11:03
2
2794528
Die von low genannte WP würde ich von Nibe auch nehmen.

Die kann man auf ca. 7,5 kW Heizleistung freischalten.
Wird wahrscheinlich nicht notwendig sein, aber damit könnte man
einer evtl. Leistungsangst des Heizi,s begegnen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Seggli
Zeit: 13.06.2019 14:41:58
0
2794587
Vielen Dank euch beiden!

Das freut mich zu hören, dass eine Nibe mit 6kW für mein Projekt ausreichend sein dürfte.
Bis es soweit ist, gibt es vielleicht auch schon den irgendwo mal erwähnten Nachfolger der Nibe.
Aber das steht momentan nicht im Fokus.

Die Info mit der Größenordnung 6kW reicht mir momentan schon aus um mich zuversichtlich zu stimmen :)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 13.06.2019 14:57:26
0
2794590
Die Nibe mit 6 kW, weil die kann man auf mehr Leistung freischalten.
Bei einer anderen Wärmepumpe, ohne diese Möglichkeit, könnte
es vielleicht mit 6 kW ganz knapp werden.
Dyarne sagt, das auch mal nur 20 % Abschlag auf die rechnerische
Heizlast durch interne und solare Gewinne anliegen können.

Für mich würde ich da immer noch eine 6 kW nehmen, aber bei einer
Empfehlung muss ich da wohl vorsichtiger sein.
Letzten Endes riskiert man nur, an wenigen Tagen mal, z.B. mit einen
Heizlüfter, zuzuheizen zu müssen.

Grüsse

winni

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.06.2019 15:14:33
0
2794594
Entscheidend für die thermische Verdichterleistung der F1155-6 oder der F1255-6 sind die Temperaturdifferenzen zwischen Sole-- und Heizwasserkreis.

Kaum ein Neubau braucht bei korrekter Auslegung und passender Betriebsweise wirklich noch volle +35°C Vorlauftemperatur.

Es gibt mittlerweile Berichte von Usern dieser vollmodulierenden Sole-Wasser-Erdwärmepumpen bei denen bis zu 8,5 kW auf'm Wärmemengenzähler Stand!

Verfasser:
Seggli
Zeit: 27.06.2019 12:33:32
0
2797901
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Hallo,
beim Keller, wenn man von einer Betonwanne ausgeht - dann FBH mit Estrich drüber - auch an die Trägheit denken, bzgl. "sporadisch heizen".
Bei der Masse kann das Tage dauern, wenn's angenehm werden soll. Für ein spontanes Fitnesstraining etwas lang ;-) Selbst, wenn es nie[...]


Hi Phil,

könntest du mir deine Konstruktion im Detail erklären, da so eine Umsetzung bei uns im Party/Sport-Raum eine gute Lösung im ansonsten unbeheizten Keller darstellen würde.

Wie sieht dein Wandaufbau deiner Kelleraußen und -innenwände im Detail aus?

Welches Split-Klima-Gerät hast du im Einsatz und wie hast du die Leitungen vom Keller nach außen geführt?

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