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Kein Warmwasser, Speicher defekt?
Verfasser:
atlan
Zeit: 23.06.2019 11:11:42
0
2796929
Hallo Forum,

ich lese hier schon länger wegen verschiedensten Thematiken mit und habe mich jetzt wegen eines größeren Problems mal angemeldet.

In unserem 6 Parteienmehrfamilienhaus ist die Warmwasseraufbereitung ausgefallen und ich habe diesbezüglich einige Verständnisprobleme. Wir haben die Wohnung vor drei Jahren gekauft und uns bis jetzt nicht groß mit der Heizungsanlage auseinandergesetzt, ich bin also Neuling in der Thematik. Leider haben die anderen Eigentümer noch weniger Ahnung als ich oder keine Lust und unsere Hausverwaltung kann man offenbar in der Pfeiffe rauchen. Es ist eine Gasheizung mit Warmwasseraufbereitung, Baujahr 92.

Jedefalls ist einem Bewohner vor drei Wochen aufgefallen, dass unsere Heizungsanlage ordentlich tropft, genauer gesagt das 3 Bar Sicherheitsventil. Das Manometer am Heizungsrücklauf war über dem roten Strich bei etwa 3,2 Bar. Dann kam ein Mitarbeiter der Verwaltung und ließ etwas Wasser ab, so daß der Druck auf etwa 2,5 Bar verringert wurde. Da es weiter tropfte, wollte er eine Fachfirma beauftragen. Ich bin davon ausgegangen, dass das Sicherheitsventil kaputt ist, aus Zeitgründen habe ich die Sache dann nicht weiter verfolgt. Klar der Überdruck war schon komisch, aber da unsere Heizungsfirma kurze Zeit vorher eine Wartung durchgeführt hatte, dachte ich, die haben einfach etwas zu viel Wasser aufgefüllt.

Vor vier Tagen ist dann die Warmwasseraufbereitung komplett ausgefallen. Das Manometer zeigte unter 2 Bar an und es tropfte ordentlich weiter. Ich habe dann die Hausverwaltung kontaktiert und nachgefragt, warum denn nicht schon längst das Ventil ausgetauscht wurde. Ich bin dann aus allen Wolken gefallen, als es hieß, der Warmwasserspeicher sei defekt und müsse getauscht werden, unsere Vertragsfirma könne das erst nach Sommerferien machen, vielleicht könne eine andere Firma es "schon" nächste Woche erledigen, Kostenpunkt rund 5000 Euro. Um die Kosten geht es mir aber gar nicht, hier in Berlin ist Bauboom und die Firmen können momentan nehmen was sie wollen.

Was ich nicht verstehe ist, dass das Ventil angeblich wegen Überdruck tropft, den der defekte Warmwasserspeicher produziert. Ich mußte mich erst einmal in die Thematik einlesen, wenn ich es richtig verstanden habe kann so etwas passieren, wenn die Heizwendel undicht ist und Trinkwasser in das Heizsystem drückt.

Aber wenn es einen Überdruck im System gibt und deshalb das 3 Bar Sicherheitsventil auslöst, warum zeigt es das Manometer dann nicht an? Momentan zeigt es etwa 2,3 Bar an.

Und die viel wichtigere Frage: Warum sollen wir jetzt bis eine Firma den Speicher tauscht, ohne Warmwasser leben? Offenbar lief die Anlage trotz Defekt mindestens 2 Wochen weiter, bis kein warmes Wasser mehr kam. Bisher dachte ich ja, es liegt nur am Ventil und bis das getauscht wird kann man provisorisch immer mal wieder Wasser nachfüllen. Wenn es jetzt genau anders herum ist und da Wasser einströmt, könnte man nicht einfach immer mal wieder etwas Wasser ablassen? Welche Risiken sollte es denn da geben?

Ich werde einfach den Verdacht nicht los, das wir hier nur deshalb ohne Warmwasser sitzen, weil die Verwaltung keine Lust hat oder unfähig ist. Aber vielleicht hat hier ja jemand eine plausible Erklärung, was bei uns los ist?

Ansonsten spiele ich schon mit dem Gedanken, einen Gutachter zu beauftragen, wenn hier nächste Woche wieder nichts passiert. Es ist zwar eine Bullenhitze und ich komme auch ohne Warmwasser aus, aber wir haben ein kleines Kind und im Haus gibt es ältere Herrschaften mit gesundheitlichen Problemen. Der ganze Vorgang ist eigentlich unverzeihlich.

Zum besseren Verständnis habe ich auch einige Fotos gemacht:

Verfasser:
atlan
Zeit: 23.06.2019 11:18:30
0
2796930





Verfasser:
atlan
Zeit: 23.06.2019 11:22:35
0
2796932


Verfasser:
JoergK
Zeit: 23.06.2019 11:47:43
0
2796941
Selbst wenn der Warmwasserspeicher eine Undichheit aufweist, sollte die Ladung noch funktionieren.
Allerdings denkbar das es einen indirekten Zusammenhang gibt mit der Undichtheit.
Beispielsweise könnte durch Feuchtigkeit der Warmwasserfühler falsche Werte an die Regelung liefern, oder durch Feuchtigkeit hat es einen Kurzschluss gegeben.
Hat die Anlage Spannung und was zeigt die Regelung an?
Eventuell ist ein Druckwächter oder Wassermangelsicherung verbaut und dort gab es eine Auslösung?
Regelung schon mal auf Handschaltung bzw Kaminkehrer geschaltet was dann passiert?
Oder der Techniker hat die Heizung aus Sicherheitsgründen stillgelegt?
Mir würden noch einige weitere Gründe einfallen, aber so aus der Ferne sehr schwer einzuschätzen.
Was von den Hausverwaltungen teilweise für Infos kommen, weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut.

Verfasser:
Paule 5019
Zeit: 23.06.2019 12:30:16
0
2796950
Zitat: Ansonsten spiele ich schon mit dem Gedanken, einen Gutachter zu beauftragen, wenn hier nächste Woche wieder nichts passiert. Es ist zwar eine Bullenhitze und ich komme auch ohne Warmwasser aus, aber wir haben ein kleines Kind und im Haus gibt es ältere Herrschaften mit gesundheitlichen Problemen. Der ganze Vorgang ist eigentlich unverzeihlich.

.
Hier mal, das übliche Aushang -Muster....




Es ist ja Löblich.... das Sie jetzt die Verwaltung Aufgaben der Hausverwaltung oder dem Hausmeister Übernommen haben. Es ist nun mal so, das durch den (Bekannten) Facharbeiter Mangel, viele Fachfirmen Ihre Aufträge nicht zu den gewünschten Termin mehr Ausführen können.

Dann das mit dem Austauschpreis von ~ 5000 €... nun hier Bestimmt eben der Mangel an Facharbeiter den Preis der Reparatur (Austausch) .. Denn diese Mitarbeiter müßen ja von einer anderen (wo möglich) von einer Termin -Baustelle abgezogen werden.

Und die möglichen Vertragstrafen dort, spielen eben auch ein Rolle bei der von Ihnen Beanstandeten Austauschpreis.... Gewiss gibt es einige Handwerkliche Möglichkeiten um hier noch ein Notbetrieb Aufrecht zu halten, aber das ist leider nicht ganz Legal.

Ihre ersten Übersicht Fotos zeigen, das es sich hier um ein Atmo -Buderus Gaskessel handelt. Dieses in ein 6 Mehrfamilen Haus mit dem (vermutlichen) Baujahr 1992 also eine 27 Jahre alte Heizung Anlage, da kann schon mal eine komplett Sanierung der Kesselanlage, der richtige Schritt sein.

Vielleicht, hat der Heizung Fachbetrieb, genau so ein neues Angebot für eine komplett Sanierung bei der Hausverwaltung schon abgegeben. Und Sie als Hilfs -Verwaltung Hausmeister, sind da über noch nicht Aktuell Informiert worden.

Nun sprechen Sie (im Namen der restlichen 5 Wohnung Mieter) die Hausverwaltung einfach mal erneut an. Denn das die anderen alle bis jetzt so Still -halten, ist doch schon Merkwürdig...

Sie können auch ja zum Mieterschutz Verein gehen, um nun Ihre Forderungen verstärkt durch zu setzen. Aber, dabei kann es passieren, das vielleicht später eine neue Mietwohnung (für ander Zahlungkräftige Mieter) Freigewohnt wird.

Und für den Notfall des Klein -Kindes. Sicherlich haben Sie in der Küchenzeile ein Elektro oder Gasherd, mit dem können gewisse Mengen Warmwasser bereit gestellt werden. Ist nun mal der Notfall...Sowie das Hotel oder Badeanstalt, ist auch ein Option, wobei aber die Kostenfrage erst mal geklärt werden sollte...

Sie sind aber mit diesen Problem, nicht ganz ganz alleine...






Paule. 5019


.

Verfasser:
SG03
Zeit: 23.06.2019 12:47:57
0
2796958
Die in den Verwaltungen sind meist Bürohengste bzw. Stuten. Die wissen nichts über Technik.

Es kann sein, das die Anlage nachgefüllt wurde, aber das Ausdehnungsgefäß nicht überprüft wurde.
Jetzt heißt es SV erneuern.

Das Alles zu teuer ist, wenn es um Handwerkfirmen geht, ist ja klar.🙄 In anderen Branchen werden 5000 € als Peanuts betrachtet.


Kommt denn Wasser aus der WW Seite der Armatur?

Der Anlagendruck kann eigentlich nur fallen, wenn kein Wasser in den Speicher nachgefüllt wird. Das heißt, wenn der Speicher defekt ist, muß das KW-Ventil zum Speicher geschlossen sein.

Ohne WW mußt du auskommen, weil verhindert werden muß, das Heizungswasser in die Trinkwasseranlage gerät.

Verfasser:
JoergK
Zeit: 23.06.2019 13:54:18
1
2796973
Zitat von SG03 Beitrag anzeigen

Kommt denn Wasser aus der WW Seite der Armatur?

Das ist die Frage die ich mir auch schon gestellt habe.
Wenn die Firma aus Sicherheitsgründen den Speicher abgesperrt hat, ist es logisch das der Heizungsdruck nicht mehr ansteigt.
Egal wie aber es geht nicht die Bewohner auf einen so langen Zeitraum ohne Warmwasser zu vertrösten und die 5000,- sind auch kein Diskussionsthema.
Zumindest bei uns in der Firma finden sich bei diesen Notfällen immer 2-3 Monteure, die auch mal eine Samstagsschicht schieben.
Und der Austausch eines Warmwasserspeichers ist schließlich keine Großbaustelle, zumindest für ein gut eingespieltes Monteurteam.

Verfasser:
atlan
Zeit: 23.06.2019 14:17:25
0
2796983
Hallo,
vielen Dank erst mal für die Antworten!
@Joergk: Ich gehe davon aus, das niemand mehr an der Anlage dran war, genau weiß ich es aber nicht. Der Gashahn ist aufgedreht und der Schalter ist auf "An", es gibt aber keinerlei digitale Anzeige und Wassertemperatur ist Raumtemperatur:



Ausprobiert habe ich noch nichts, weil ich die Risiken nicht einschätzen kann und nicht genau verstanden habe was vor sich geht.

@paule: Aus ihrem Beitrag entnehme ich, dass sie wohl selbst schon so einigen Ärger hatten. ;) Sie können sich sicher sein, dass ich - wenn ich es allein entscheiden könnte - schon längst eine neue Anlage hätte. Eine andere Verwaltung sowieso. Auch seine Miteigentümer kann man sich nicht aussuchen. Fakt ist das es gut ist wenn es im Haus jemanden gibt der sich mit der Heizungsanlage zumindest rudimentär auskennt. Dieser Jemand - auf den sich die anderern immer verlassen haben - ist nun 88 Jahre alt und dement. Wenn ich es nicht mache macht es keiner, aber leider habe ich noch keine richtige Einweisung erhalten und mich vorher auch nie mit der Thematik beschäftigt.
Wir kriegen auch leider maximal erst mal nur einen neuen Speicher, Kostenvoranschlag liegt mir vor. Ich hoffe sehr, dass dieser dann auch mit einer zukünftigen neuen Brennwertanlage kompatibel ist.
@sg03:
Zitat von SG03 Beitrag anzeigen
Kommt denn Wasser aus der WW Seite der Armatur?

Der Anlagendruck kann eigentlich nur fallen, wenn kein Wasser in den Speicher nachgefüllt wird. Das heißt, wenn der Speicher defekt ist, muß das KW-Ventil zum Speicher geschlossen sein.

Ohne WW mußt du auskommen, weil verhindert werden muß, das Heizungswasser in die Trinkwasseranlage gerät.


Warmwasser läuft, es wird nur nicht warm. Das kein Heizungswasser in die Trinkwasseranlage sollte, leuchtet natürlich erst mal ein. Aber ist es nicht so, daß bei Überdruck Trinkwasser in die Heizungsanlage läuft, weil das Trinkwasser den höheren Druck hat? Und was für Konsequenzen hätte das denn dann technisch, wenn es doch passiert? Sobald die Anlage wieder in Ordnung ist wird doch wieder alles gespült?

Was mich halt wundert ist, dass man das ganze zwei Wochen so hat laufen lassen und es jetzt nicht mehr geht bzw. gehen soll. Und wie gesagt, ein grundsätzliches Verständnisproblem habe ich, warum es einen Überdruck geben soll, dieser aber durch das Manometer nicht angezeigt wird.

In der Zwischenzeit tropft weiter munter Heizungswasser aus dem Sicherheitsventil...

Verfasser:
JoergK
Zeit: 23.06.2019 14:34:28
0
2796987
Ja die Anlage ist ohne Spannung.
Entweder hat jemand den Notschalter unbeabsichtigt ausgeschaltet oder wie ich weiter oben geschrieben hatte, durch Wassereintritt gab es einen Kurzschluss und die Sicherung ist raus.
Irgendwie alles merkwürdig.
Wäre vermutlich das beste wenn die Firma sich das nochmals anschaut.
Irgendwie schaut mir das ganze nicht nach "Aus Sicherheitsgründen stillgelegt" aus.

Verfasser:
Buddy5
Zeit: 23.06.2019 14:41:10
1
2796989
Der Fehler ist einfach zu erklären, Wartungsdefizit nennt man es in der Fachsprache. Die Opferanode wird bekannter weise sehr stiefmütterlich behandelt. Ist diese verbraucht wird der Speicher meist am Wärmetauscher undicht, Brauchwasser kann in den Heizungskreislauf eindringen und läuft über das SV ab. 5000€ für den Austausch halte ich schon für sehr übertrieben, wenn die Verwaltung aber keine Stammhandwerker für Wartungsarbeiten hat will eben jeder etwas vom Kuchen abhaben.

@Paule5019, du kannst so etwas immer so schön mit Bildern illustrieren. Vielleicht hast du ja eine Erklärung der Opferanode parat.

Verfasser:
atlan
Zeit: 23.06.2019 14:59:27
0
2796995
Ich befürchte das hat sich gar keine Firma angeguckt, sondern ist auf dem Mist des Typen aus der Instandhaltungsabteilung der Hausverwaltung gewachsen. Eine Nachfrage, welche Firma den Schaden festgestellt hat wurde mir jedenfall noch nicht beantwortet. Die Firma, mit der wir sogar einen Wartungsvertrag haben, ist äußerst unzuverlässig und hat halt erst nach den Sommerferien Zeit. ich wollte diese Firma schon letztes Jahr in den Wind schiessen, aber die Alteingessenen finden den Inhaber so nett und wollen das alles so bleibt wie es schon immer war. :( Mal sehen ob sie jetzt ihre Meinung ändern...

Was kann denn passieren, wenn ich die Notabschaltung mal teste, oder einfach das System aus- und wieder einschalte? Sicherungen sind drin. Kann ich da Schaden anrichten oder geht es gar nicht erst an oder schaltet sich direkt wieder ab? Ideal wäre es halt wenn man das Teil noch ein paar Tage laufen lassen könnte.

Ach ja meine Frage warum das Manometer keinen Überdruck anzeigt, ist die einfach zu doof oder weiß da wirklich keiner was? Ich stelle mir ja weiterhin die Frage, ob es überhaupt am Warmwasserspeicher liegt. Irgendwie leuchtet mir das überhaupt nicht ein, aber das muss wegen meiner Unkenntnis nicht unbedingt etwas bedeuten.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 23.06.2019 15:35:32
0
2797002
Wenn der Speicher undicht ist kommt das Trinkwasser mit Trinkwasserdruck in den Heizungskreislauf.

Werden 3 bar erreicht Last das Sicherheitsventil das Wasser ab. Daher kein Überdruck...

Ansonsten sollte die Heizung normal laufen.

Nichts desto trotz sollte der WW Speicher getauscht werden und die Elektrik repariert werden.

Meins Vermutung

Defekte Regelung + defekter Speicher .... Zufällig zusammen aufgetreten.

...............

Nun zu deinem Wohnungsmangel

Hast du schon schriftlich die Hausverwaltung abgemahnt ???

..........

Ansonsten da die Systemtrennung zwischen Trink und Heizungswasser nicht mehr gewährleiset ist würde ich hoffen das keiner beim Gesundheitsamt nachfragt, ob es ihm so schlecht gehen könnte, weil er versehentlich Heizungswasser gemischt mit Trinkwasser getrunken hat....

Verfasser:
atlan
Zeit: 24.06.2019 08:14:23
0
2797125
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wenn der Speicher undicht ist kommt das Trinkwasser mit Trinkwasserdruck in den Heizungskreislauf.

Werden 3 bar erreicht Last das Sicherheitsventil das Wasser ab. Daher kein Überdruck...

Ansonsten sollte die Heizung normal laufen.


Mhhh, das heißt innerhalb eines Heizkreislaufes kann es größere Druckunterschiede geben, also vor dem Ventil ist der Druck über 3 Bar und weiter hinten beim Manometer nur noch 2,3? Das war mir so nicht bewußt.

Ich denke ich werden heute Abend wenn ich Ruhe habe mal versuchen, die Anlage neu zu starten. Wenn ich es richtig sehe, gibt es dabei keinerlei technische Risken, oder doch?

Wenn man das Gesundheitliche mal pragmatisch sieht sollte es doch kein Problem sein, so lange alle Bewohner darüber informiert sind, dass man das Wasser nicht trinken darf. Ich würde auch meinen das man eine Verunreinigung eigentlich merken müsste, durch Geruch oder Verfärbung des Wassers. Also bei braunem Wasser nicht duschen. :)

Andersherum frage ich mich, ob die Verwaltung nicht grob fahrlässig gehandelt hat, in dem sie uns nicht darüber informiert hat. Es kommt ja noch "kaltes Warmwasser" an, da besteht ja genauso die Möglichkeit der Verunreinigung, oder nicht?

Da es um Gemeinschaftseigentum geht, ist eine Abmahnung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, bei den Hornochsen geht das frühestens in zwei Monaten. Und "wir" haben ja unser Schicksal selbst ausgewählt, ihr wisst ja, nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlachter selber.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 24.06.2019 10:46:20
1
2797159
Zitat von atlan Beitrag anzeigen
Ich denke ich werden heute Abend wenn ich Ruhe habe mal versuchen, die Anlage neu zu starten. Wenn ich es richtig sehe, gibt es dabei keinerlei technische Risken, oder doch?


Da niemand weiß, wer wann was gemacht hat und die Anlage möglicherweise abgeschaltet hat, würde ich dringend davon absehen, auf eigene Faust zu experimentieren.

Ein dauerhafter Zufluss von Trinkwasser in die Heizungsanlage birgt auch erhebliches Korrosionspotential.

Meist sind die Leckagen anfangs noch so klein, dass der Leckvolumenstrom abhängig von der Speichertemperatur ist und mit der Zeit zunimmt.


Was auch immer passiert: Unbedingt mit dem Vermieter/Verwalter sprechen, etwaiges Handeln genehmigen lassen und alles, was getan wird, protokollieren.


Da der Speicher nicht gerade klein ist, wird allein die Beschaffung schon ein paar Tage dauern. Und mit zwei Mann bringt man den auch nicht an Ort und Stelle.

Verfasser:
atlan
Zeit: 24.06.2019 15:44:20
0
2797223
Wenn ich die Vorposter richtig verstanden habe, hätte jemand, der bewusst die Anlage fachmännisch abgeschaltet hat, doch auch die Wasserzufuhr zum Boiler abgedreht.

Es kommt ja immer noch (kaltes) Warmwasser, da dreht sich dann ja auch der Warmwasserzähler. Da ist doch eine potentielle Gesundheitsgefahr genauso gegeben und ein Zufluss von Trinkwasser findet doch derzeit auch statt?

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 24.06.2019 15:48:44
1
2797226
Vielleicht wurde ein Bypass geschaffen, damit keine Fehlbedienung eintritt oder oder oder...

Außerdem ist eine Kontamination mit Heizungswasser allein durch den trinkwasserseitigen Überdruck ausgeschlossen. Du darfst dir solche Defekte nicht wie fingerdicke Löcher im Wärmetauscher vorstellen. Das sind eher Kapillare, die langsam aber sicher für einen Druckangleich sorgen und sich mit der Zeit und Wärme etwas weiten.

Verfasser:
atlan
Zeit: 26.06.2019 09:18:55
0
2797606
Gestern war die Firma da, die den neuen Speicher einbauen soll. Der hat sich erst mal angeschaut was da passiert ist. Der Speicher ist undicht, aber die Anlage hat sich nicht selbst aufgehängt und wurde auch nicht fachgerecht ausgeschaltet, sondern der Notausschalter im Treppenhaus wurde betätigt. Wer und warum keine Ahnung, möglicherweise gar unbeabsichtigt.

Da fasse ich mir doch an den Kopf und ärgere mich auch über mich selbst. Wäre der Schalter nicht betätigt worden oder wäre ich darauf gekommen den mal zu drücken, wäre die Anlage einfach weitergelaufen. Jetzt hat der Mitarbeiter den Speicher aber entleert, weil die Sache in der Welt ist und nicht den Vorschriften entspricht.

Der Speicher ist bestellt und der Einbau könnte angeblich diese oder nächste Woche klappen. Er ist von ACV und heißt smart 210 green. Gibt es hier Erfahrungen mit Produkten dieser Firma? Ich frage mich warum die kein deutsches Produkt einbauen. Belgien assoziiere ich jetzt nicht direkt mit guter Technik, aber muß ja nichts heißen.

Sind diese Speicher eigentlich alle mit allen Heizungsanlagen kompatibel? Gerade nach dieser Geschichte möchte ich lieber gestern als heute die ganze Anlage ausgetauscht haben, gegen eine moderne mit Brennwerttechnik. Nicht das es dann wieder heisst, wir bräuchten einen neuen Speicher.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 26.06.2019 09:29:55
0
2797608
Du lebst auch von deinen Vorurteilen, oder?

ACV baut hochwertige Edelstahlspeicher mit Tank-in-Tank System. Das System spielt wenigstens eine Liga über dem vorhandenen Bluterguss Speicher.
Da hat jemand mitgedacht und etwas potentiell haltbareres bestellt.

Und warum willst du eine Brennwertanlage haben? Bist du Eigentümer? Zahlst du das System? War es letzten Winter bei dir kalt?

Wahrscheinlich gibt die Wärmeverteilung mit 08-15 Radiatoren den Einsatz der Brennwerttechnik nichtmal her.

Verfasser:
atlan
Zeit: 26.06.2019 09:58:17
0
2797614
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Du lebst auch von deinen Vorurteilen, oder?


Bist du Belgier??? :) Auf das Vorurteil "Made in Germany" vertrauen weltweit viele Kunden. Und da wir uns hier in Deutschland befinden kann man sich doch durchaus die Frage stellen, warum es ein Speicher aus Belgien sein muss? Aber wenn er gut ist, dann kann ich ja wenigstens technisch beruhigt sein. ;)

Natürlich bin ich Eigentümer, ich wohne hier, die gesamte Anlage ist 27 Jahre alt und wir sind gerade ohne Warmwasser. Glücklicherweise im Sommer, aber wer den Wink mit dem Zaunpfahl nicht versteht, dem ist doch nicht mehr zu helfen. Ich habe jedenfalls keine Lust, Sylvester ohne Heizung dazustehen.

Eine Anlage mit Brennwerttechnik ist nach meinem jetzigen Kenntnisstand in puncto Kosten/Nutzenrelation die beste Lösung. Wenn es jemand anders sieht, kann er mich gerne aufklären.

Das die Radiatoren nicht kompatibel sein könnten, habe ich allerdings bisher nicht berücksichtigt und auch noch gar nicht davon gehört. Aber die kosten ja nun auch nicht die Welt.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 26.06.2019 10:32:13
3
2797621
Keine Ahnung in welchem Paralleluniversum du lebst. Consumer-Produkte aus Deutschland taugen auch mit dem Prädikat "Made in Germany" nicht mehr das, was man erwartet. Das fängt bei "deutschen" Autos an und hört bei Heizungsanlagen nicht auf. Bei Industrieprodukten, individuellen Ingenieursleistungen, Werkzeugmaschinen, Waffen und paar anderen Dingen mag das noch anders aussehen.
Aber ein deutscher Emailliespeicher taugt kein Deut mehr als ein internationaler Emailliespeicher.

Und das Gemeinschaftseigentum einer Eigentümergemeinschaft verhält sich nunmal ähnlich problematisch wenn nicht schlimmer wie in einer Mietsbude.

Wenn die Instandhaltungsrücklage nicht reicht, dann war's das mit der neuen Heizung. Zumal der installierte Niedertemperaturkessel nur unwesentlich schlechter als eine Brennwerttherme sein dürfte. Von den Wartungskosten mal ganz zu schweigen.

Für die Brennwerttherme ist wichtig, dass die mittlere Systemtemperatur möglichst kalt ist. Das funktioniert im Mehrparteienbau perse recht schlecht. Dazu kommt die Auslegung der Heizkörper auf deutlich höhere Heizwassertemperaturen. Unterm Strich verfluchen viele Nutzer ihre Brennwertanlagen. Spätestens dann, wenn sie nach 10 Jahren den Anlagenneupreis nochmal in Ersatz- und Verschleißteile investiert haben.

Verfasser:
atlan
Zeit: 26.06.2019 13:20:27
0
2797665
Rücklagekonto ist prall gefüllt, es besteht eher das Problem, dass Miteigentümer partout kein Geld ausgeben wollen... Psychologisch erscheint der Zeitpunkt ideal, das jetzt durchzukriegen.

Weiß auch nicht worauf du hinaus willst, außer mir ein Leben in einer Parallelwelt vorzuwerfen. :) Willst du sagen, du würdest die alte Anlage drinlassen, oder wie soll ich das verstehen? Oder neuen Niedertemperaturkessel?

Können und wollen das denn andere Foristen bestätigen, dass eine Brennwerttherme als Nachrüstung für ein Sechsparteienhaus eher weniger geeignet ist und nicht die erhoffte Ersparnis erbringt?

Gibt es dazu einen Thread?

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 26.06.2019 14:32:39
3
2797682
Genau das möchte ich sagen: Lass die Anlage laufen, solange sie läuft!

Neue Niedertemperaturkessel gibts nicht mehr. So ein gutmütiges Eisenschwein findest du nie wieder. Der Gesetzgeber schreibt heute Brennwert vor. Der Brennwerter läuft dann im schlechtesten Fall trocken, also im nicht kondensierenden Betrieb.

Verfasser:
maurch2b
Zeit: 26.06.2019 14:53:19
3
2797690
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Genau das möchte ich sagen: Lass die Anlage laufen, solange sie läuft!

Neue Niedertemperaturkessel gibts nicht mehr. So ein gutmütiges Eisenschwein findest du nie wieder. Der Gesetzgeber schreibt heute Brennwert vor. Der Brennwerter läuft dann im schlechtesten Fall trocken, also im[...]



Der Meinung bin ich auch. Nur weil jetzt mal der Warmwasserspeicher defekt ist, muss noch lange nicht die komplette Anlage ersetzt werden.
Es ist ja dann nicht nur ein neuer Kessel, auch der Schornstein muss neu usw...

Erwarte dir keine Wunder von einer neuen Brennwertanlage im Bestandsbau.

Lass den Kessel drin und gut ist. Ob ein neuer so lange wie der Alte hält ist eh zu bezweifeln....


Gruß

Verfasser:
muscheid
Zeit: 26.06.2019 15:14:01
1
2797693
"lass so laufen" ist falsch gesagt - das ist bei der Kiste eher "Augen zu und weiter gehts".
Im Ernst, der Heizungsoldie ist rund 30 Jahre alt! Dem seine Zeit ist längst abgelaufen. Wenn der im Winter aufsfällt und kaputt ist, sitzt ihr erstmal kalt. Denn eine Modernisierung ist kaum kurzfristig mach- und einplanbar, zudem muß man auch außen auf dem Dach arbeiten - bei Schnee und Eis (oder auch nur bei ar....kalt) oft genug nicht möglich.
Nun ist Sommer, also plant was vernünftiges. Ja das kostet dann mal 13-18.000€.

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 26.06.2019 17:03:26
0
2797718
Hallo Muscheidt!
Was soll bei "Einem Überdachten Lagerfeuer"kaputt gehen?Zünd und Überwachung-Gasregelblock-Brennerlanze-Hol ich bei Buderus-Fertig!
Deiner Kostenschätzung kann ich nicht nachverfolgen 18000,00-20000,00E
Bei 6 Wohn. ca30-32 neue Ventile(Voreinstellbar)Hydra. Abgleich.
Da reichen 20000,00E nicht!
MFG Capi

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Kein Warmwasser, Speicher defekt?
Verfasser:
caipithomas
Zeit: 26.06.2019 17:03:26
0
2797718
Hallo Muscheidt!
Was soll bei "Einem Überdachten Lagerfeuer"kaputt gehen?Zünd und Überwachung-Gasregelblock-Brennerlanze-Hol ich bei Buderus-Fertig!
Deiner Kostenschätzung kann ich nicht nachverfolgen 18000,00-20000,00E
Bei 6 Wohn. ca30-32 neue Ventile(Voreinstellbar)Hydra. Abgleich.
Da reichen 20000,00E nicht!
MFG Capi
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