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Sternförmige RS485 Bussyteme
Verfasser:
Sturmtief
Zeit: 12.06.2005 12:29:44
0
197491
Moin.
Kann mir jemand erzählen / mit nem link weiterhelfen der mir erklärt warum es bei Bussystemen die über eine RS485 laufen (S-Bus /Terminal-Bus /Feldbus) physikalisch nicht möglich sein soll den Bus mit Sternpunkten zu betreiben??
Danke

Verfasser:
Energie-Ronny
Zeit: 12.06.2005 20:41:32
0
197652
http://www.pci-card.com/schnittstellen.html

Zitat als Anhang :

RS-485:
Die Leitungen dieser Industrie-Bus-Schnittstelle werden wie bei RS-422 im Gegentakt betrieben; es werden jedoch i.d.R. nur zwei Leitungen benötigt, die halbduplex angesteuert werden. Der Vorteil der 2-Draht-Technik liegt hautpsächlich in der Multimaster-Fähigkeit: Jeder Teilnehmer kann prinzipiell mit jedem anderen Teilnehmer Daten austauschen. Physikalisch unterscheiden sich beide Schnittstellen nur geringfügig. Ein RS485-Bus kann sowohl als 2-Draht- als auch als 4-Draht-System aufgebaut werden (mit Handshake, oder ohne). Außerdem ermöglicht RS-485 mit Hilfe eines Protokolls, Anschluß mehrerer Sender und Empfänger (bis zu 32 Teilnehmer). Die ISO-Norm 8482 sieht eine maximale Kabellänge von 500 Metern vor. Danke moderner, symmetrischer Leitungstreiber und kapazitäts- bzw. dämpfungsarmen, paarig verseiltem (twisted pair)-Kabel, konnte die Entfernung zwischen zwei Endgeräten wesendlich erhöht werden: RS-485 unterstützt heutzutage somit Kabellängen von bis zu 1.2 km und Datenübertragungsraten bis zu 1MBit/s (abhängig vom jeweiligen seriellen Controller, siehe technische Daten der Karten und Module). Aufgrund der großen Übertragungslänge von über 1 km kann zwischen der Betriebserde des Daten-Senders und des Empfängers eine grosse Potentialdifferenz auftreten. Damit Potentialdifferenzen keinen Einfluss auf die Schaltungen bzw. Endgeräte ausüben können, ist lt. DIN-Norm 66348 eine galvanische Trennung der Schnittstelle vom Rest der Schaltung (z.B. durch schnelle Daten-Optokoppler) zwingend vorgeschrieben. Eine einheitliche Belegung der Anschlussverkabelung existiert nicht. Es gilt besonders darauf zu achten, daß bei der Verbindung zu anderen Geräten, immer das in der Dokumentation aufgeführte Pinout ausschlaggebend ist. Im Gegensatz zu RS422 wird die RS485-Kommunikation mit einem Richtungssignal zwangsgesteuert (TX-enable), um den Sender auf die jeweilige Datenleitung freizuschalten. Es gibt Schnittstellen und Konverter, die dieses Signal automatisch steuern, wenn Daten übertragen werden. Bei älteren Konvertern wird dieses TX-Steuersignal durch ein Handshake-bit manuell umgeschaltet, was die jeweilige Software unterstützen muss.

Gruß aus Schleswig-Holstein, wo man zur Zeit den Bus nimmt, weil es in Strömen gießt

Verfasser:
2moose
Zeit: 13.06.2005 20:02:47
0
198098
Hallo Ronny!

Ich hab den Text jetzt mehrmals durchgelesen und trotzdem die Stelle nicht gefunden, an der Sternpunkte ausgeschlossen werden. Steht das zwischen den Zeilen?

Bernhard


Verfasser:
Energie-Ronny
Zeit: 13.06.2005 22:54:04
0
198214
Nochmal Zitat : Kurze Fassung

Aufgrund der großen Übertragungslänge von über 1 km kann zwischen der Betriebserde des Daten-Senders und des Empfängers eine grosse Potentialdifferenz auftreten. Damit Potentialdifferenzen keinen Einfluss auf die Schaltungen bzw. Endgeräte ausüben können, ist lt. DIN-Norm 66348 eine galvanische Trennung der Schnittstelle vom Rest der Schaltung (z.B. durch schnelle Daten-Optokoppler) zwingend vorgeschrieben.

Gruß aus Schleswig-Holstein

Verfasser:
Energie-Ronny
Zeit: 13.06.2005 23:12:51
0
198222
http://www.itwissen.info/index.php?id=31&ano=01-016892&no_cache=1

Neues Zitat : Erklärt es vieleicht besser

RS-485
RS-485 (ISO 8482) ist eine Industriebus-Schnittstelle, vergleichbar RS-422. An dieses Bussystem können bis zu 32 Sende- und Empfangsgeräte im Gegentakt angeschlossen werden. Um diese Zahl erreichen zu können, muss die Eingangsimpedanz der anschließbaren Geräte mindestens 12 kOhm betragen. Die Impedanz dieser 2-Draht-Schnittstelle ist 120 Ohm. Bei der 2-Draht-Version werden die Signale ternär mit drei Pegeln übertragen, bei einer zweiten Version mit zwei TP-Kabeln erfolgt die Signalübertragung binär.
RS-485 arbeitet in Halbduplex, wobei jeder angeschlossene Teilnehmer mit jedem anderen kommunizieren kann.
Definiert ist die RS-485-Schnittstelle für eine Länge von 500 m, sie kann aber mit symmetrischen Leitungstreibern bis auf 1,2 km erhöht werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist stark abhängig von der Leitungslänge des symmetrischen Kabels, das an beiden Enden mit der Leitungsimpedanz abgeschlossen sein muss. Bei kurzen Kabellängen von 10 m werden Datenraten von 10 Mbit/s erreicht, bei Kabellängen von über 1 km liegen diese bei 100 kbit/s.
Bei der großen Länge der RS-485-Schnittstelle sind Potentialdifferenzen zwischen zwei weit voneinander entfernt angeschlosssenen Geräten wegen des unterschiedlichen Massepotentials nicht ausgeschlossen. Solche Probleme können durch Optokoppler behoben werden.

Viele IT-Grüße

Verfasser:
2moose
Zeit: 14.06.2005 00:17:42
0
198238
Danke Ronny, jetzt hab das Osterei entdeckt ...

"Die Übertragungsgeschwindigkeit ist stark abhängig von der Leitungslänge des symmetrischen Kabels, das an beiden Enden mit der Leitungsimpedanz abgeschlossen sein muss."

Da wir DDC-Systeme seit Jahren mit serieller, sternförmiger und gemischter Bustopologie betreiben (bloss Ring geht ned) denk ich fast, es ist doch nicht alles genormt ;-) RS485, 2-Draht, 32 Teilnehmer, keine Endabschlüsse.

Bernhard

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