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Wärmepumpe mit Verbrennerhydraulik vergewaltigt
Verfasser:
amausbw
Zeit: 15.07.2019 12:42:13
0
2803690
effizienzvernichtender Riesenbottich

Hallo,

habe o.a. Kommentare und vieles betreffend Effizienz gelesen und auch akzeptiert.
So wie ich bis jetzt verstanden habe
- ist eine WP auf niedrige Vorlauftemp angewiesen,
- braucht einen relativ hohen Durchfluss um nicht zu überhitzen und auch
- einen hohen Rückfluss zum Abtauen des Verdampfers.

Dies ist am besten durch eine FBH mit offenen Ventilen in allen Heizkreisen gewährleistet.

Ich habe aber ein EFH Bj. 1975,
- mit teilweise Gliederheizkörpern
- Ölkessel 25 kW (120 Grad Abgastemp. 10 % Verlust lt Schornsteinf)und eine
-Heizzentrale 600 l in die der Kessel direkt und eine Solaranlage einspeist.
Von Mai bis Sept brauche ich keinen Kessel.

Aus der Heizzentrale werden die Heizkörper versorgt, reguliert durch eine Heizkurvensteuerung nach Außentemp. am Heizkessel und über ein motorisches Mischerventil am Speicher.
Warmwasser wird durch einen Wärmetauscher (5 qm) in der Heizzentrale bereitgestellt.

Mein Problem: 1600 l Öl sind 5,12 t CO 2, ziemlich viel für meinen Geschmack.

Wenn ich aber eine WP (geplant SQCH09 Panasonic) kaufe, kann ich 5 t CO2 sparen, muss aber die Heizung komplett auf FBH umstellen, was auch nicht unter 50.000 € (WP + FBH) zu haben ist. Auch ineffizient.

Ich suche also eine CO2 optimierte Lösung, bei der ich meine Verbrennerhydraulik mit Pufferspeicher behalten kann ohne bei der JAZ tief in den Keller zu rutschen.
Geplante Investitionskosten 3.000 € – 5.000 (zuzügl. BAFA)€ um 5 t CO2 / a zu sparen.

Fakten:
EFH 160 qm WF, 1600 l ÖL = 16.000 kWh th ./.10 = 14.400 kWh für WP (keine Abgasverluste)
1600 l Öl ist der Durchschnitt aus 18 Jahren Öleinkauf.

Auf der Internetseite des Bundesverbandes WP habe ich eine Heizlastberchnung gemacht. Sie ergab 10 kW bei – 10 Grad ..(-3 Grad Durchschitts-Nachttemp im Januar lt. DWD hier)

Ebenso eine Berechnung der Schallausbreitung, sie liegt innerhalb der Grundstücksgrenzen unter den Anforderungen 55 dB/40 dB tags/nachts.

Bei der Berechnung der Heizkörperleistung ergab sich, dass ich einige HZK durch Kermi Z2 33 ersetzen muss um bei 45
VL35 RL ausreichend Wärme zu haben.

Über die Brennerbetriebsstunden im Laufe von 5 Jahren habe ich auch den Verbrauch pro Monat berechnet:

Jan 3.120 kWh th Feb 2.460 kWh th März 880 kWh th
Okt 880 kWh th Nov 1.800 kWh th Dez 2.680 kWh th

Gesamt 14.500 kWh th incl. Warmwasser 50 l/Person x2 x 100 d = 10.000 l
Im Sommer macht die Solaranlage das WW.

Anliegend als PDF
- meine Verbrauchsdaten pro Monat der letzten 5 Jahre
- Hydraulikschema 1 (Einfachvariante)
- Hydrauikvariante 2 (Vorlauf von WP in Heizkreislauf)
- Warmwasserbereitung (Nacherwärmung mit Durchlauferhitzer möglich)

Kriege die PDFs nicht hochgeladen???

Würde mich sehr freuen, wenn ich Eure Erfahrungen lesen könnte.

Louis

Verfasser:
Taunusheizer
Zeit: 15.07.2019 16:58:41
2
2803824
Habe bei mir bei FBH 20.500 kWh Erdgas ohne Solarthermie durch die Geisha 5kW Panasonic Monoblock ersetzt. Die reicht an 360 Tagen im Jahr, für den Rest habe ich noch einen Kaminofen. Andere haben ihre Ölheizung ersetzt oder betreiben diese Bivalent, teilweise weil noch Öl vorhanden ist, oder weil sie die nächsten Jahre noch gegendämmen wollen und den Ölkessel verschrotten, wenn die WP ausreicht.
Schau dir mal die Anlage von KOKON66 Paule26 oder Manfred G. an.

Dein Ölverbrauch ist eigentlich gar nicht so hoch, zur Auslegung kannst du aber keine Durchschnittswerte annehmen. 10kW glaube ich nicht. Mein höchster Verbrauch waren vorher 4500kWh im Monat oder 160kWh an Tag. Der Verlust den der Heizi errechnet hat ist vermutlich nicht vom Brennwert sondern vom Heizwert gerechnet oder? Andererseits kann die Anlage durch die Zentrale ohne WW im Sommer schon relativ effizient sein.

Entscheident ist die benötigte Leistung bei Normaußentemperatur, über mehrere Tage und die NAT am Standort. Weiterhin die benötigte VL/RL Temperatur bei NAT, wenn die Heizkörper in allen Räumen voll offen sind und 24/7 temperiert wird. Dabei ist zu prüfen, ob ausreichend Durchfluss vorhanden ist, das bedeutet nicht mehr als 5K Differenz zwischen VL/RL.

Beim Durchfluss und Heizkreisvolumen musst du den Betrieb der WP und deren abtauen unterscheiden. In beiden Fällen benötigst du den Nenn-Durchfluss, immer wenigstens den Mindest-Durchfluss, beim Abtauen auch ein Midestvolumen.

45/35 ist zu wenig Durchfluss, die Frage ist ob du mit 42/37 auskommst, das wäre schon Wärmepumpentauglich. Vermutlich teilweise größere HK, evtl. Flächenheizung in einem Raum. Du benötigst eine Raumweise Heizlastberechnung um Details zu erfahren.

Je nachdem ob du den Ölkessel ganz oder nur teilweise ersetzen möchtest, wie alt der Kessel und Tank ist, ob du viel CO2 oder viel Geld sparen möchtest, Ob es noch günstige Sanierungsmöglichkeiten gibt. Mehr Invest oder weniger mit weiterhin Schornikosten, könntest du einfach eine 5kW Maschine bivalent betreiben und schauen was passiert oder jetzt ein paar HK tauschen, in der nächsten Saison mit einem Wärmemengenzähler Temperaturen und Durchfluss messen, die kalten Tage auf NAT umrechnen und dann nächstes Jahr eine passende Maschine ohne Öler installieren.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 15.07.2019 19:09:06
2
2803878
Also nach alter SChweizer Formel liegt die Heizlast so um 7kW. Das passt auch zu dem Januarwert, die 5kW Geisha liefert ral knapp 100kWh je Tag inkl Abtauen und Warmasser und Co, und wäre dann im Januar mit 100kWh im Schnitt am Ölbrenner etwas knapp. Das ruft eigentlich nach einem Bivalenten start mit einer der preiswerten 5kW WP, und dann Gegenandämmen um den Öler schrittweise vollends ganz zu eliminieren. Die Heizkörper müsste man dann anschauen, was dort getauscht werden muss und was nicht, und ob sich einiges nicht mit gegenandämmen auch erschlagen lässt - mit dem Vorteil dass die Wohqualität steigt und der Verbrauch sinkt, was beim Invest in die Wärmeverteilung weniger der Fall ist.

Wie sieht die Dämmung nach oben aus (oberste Geschossdecke, wie die Kellerdeckendämmung? Sind alte Gläser vorhanden die man tauschen könnte, sind die Rolladenkästen schon perfekt, wäre eine Fassadendämmung mit Eigenleistung ganz oder teilweise denkbar? Das gäbe dann bessere Nägel mit schöneren Köpfen :-)

Verfasser:
amausbw
Zeit: 15.07.2019 19:49:16
0
2803891
@ Taunusheizer
@HFrik

Erstmal vielen Dank für die prompte Reaktion. Ich habe noch ein paar PDF´s gemacht wie ich mir das weiter vorstelle. Habe aber noch nicht den Knopf gefunden wie ich die hochladen kann. Es wird nur "Link" und "Bild" angezeigt. Wer kann helfen.

Will auch noch ergänzen, dass unser Versorger einen WP-Tarif mit 19 ct/kWh anbietet. Damit bin ich mit Öl pari, spare aber 5.000 kg CO2. Der Kessel ist 25 Jahre alt und wird sowieso mal fällig. Also gleich richtig, aber nicht zuviel.

Ich denke wir haben eine neue Situation: Man sollte nach CO2 optimieren, wenn der Rest erträglich. Danach suche ich.

Schönen Abend

Louis

Verfasser:
OttoB
Zeit: 15.07.2019 21:28:39
0
2803947
Bilder/Dateien muss man hochladen bei einem Hoster wie picr.de

Verfasser:
amausbw
Zeit: 16.07.2019 17:14:24
0
2804151
Hallo
Habe jetzt ein PDF hochgeladen, kommt aber als jpg an.
[img]
[/img]

Der COP für SQCH9 -7 / +2 / + 7 ist linear umgerechnet auf die mittleren Monats Nachttemperaturen lt. DWD hier vor Ort. Damit kann man aus kWh th - kWh el machen. Der WP-Tarif hier ist 19 ct. Vor daher sind die Kosten gleich.

Was ist die Meinung? Kann man das so rechnen. Vermutlich kommen noch Verluste dazu.
VG
Louis

Verfasser:
amausbw
Zeit: 16.07.2019 22:02:13
0
2804201
Hi
@ Taunusheizer Habe mal in die empfohlenen Threads geschaut, sehr interessant aber auch kompliziert. und erfolgreich. Ich möchte aber erstmal Basisüberlegungen durchspielen und Begriffe klären.

@HFrik Könnte auf der passiv Seite noch etwas machen, aber ist dann auch eine Frage der Rentabilität. Für das Alter ist das Haus schon ganz gut.
Hier wird viel mit der Geisha gearbeitet, das ist eine LT - Maschine.
Ich gehe davon aus, dass es mindestens eine T-CAP (MXCH3E8) sein muss um auch an kalten Tagen eine warme Stube zu haben.
Müssen wir mal klären wie das mit der Geisha geht.

VG
Louis

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 17.07.2019 12:05:36
0
2804258
Zitat von amausbw Beitrag anzeigen
...Was ist die Meinung? Kann man das so rechnen...


Aus meiner Sicht ist Deine Rechnung ein guter Ansatz. Die Verluste des riesigen Pufferspeichers kommen aber dazu. Die 20% Vorteil der WP liegen m. E. im Rahmen der Ungenauigkeit und wären für mich kein Grund auf WP umzustellen. Die offenbar erforderliche 45°C VL-Temperatur verdirbt nicht nur den COP, sondern hält die WP auch im Dauerstress (das gilt geräuschlich auch für die Nachbarn). Es sollte anlagenseitig alles getan werden, die VL-Temperatur auf akzeptable 35°C zu senken.

Gruß
Karl

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.07.2019 12:20:24
0
2804263
Zitat von amausbw Beitrag anzeigen
Geplante Investitionskosten 3.000 € – 5.000 (zuzügl. BAFA)€


Inklusive Heizköperaustausch? Ich bin gespannt...
Bei mir gibt es ähnliche Vorraussetzungen. Für 3000.- würde ich das sofort machen. Für einen (ohne 100% Eigenleistung realistischen) fünfstelligen Betrag erst, wenn der Ölkessel das zeitliche segnet.

Oliver

Verfasser:
passra
Zeit: 17.07.2019 13:02:13
1
2804284
Die 45° werden doch nicht dauerhaft gefahren, welche Heizkurve liegt den da im Moment dahinter? Welcher Vorlauf wird bei -5° und 5°C gefahren?

Ein anderes Problem wird sein, dass die genannten COPs im Jahresschnitt nicht erreicht werden, da das Warmwasser im Sommer (wenn die LWWP den besten COP hat) durch die ST gezeugt wird und sich die WP dadurch nicht in gute Bereiche "retten" kann. Die LWWP arbeitet dann nur bei eher schlechten Bedingungen im Winter und somit mit schlechtem COP.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.07.2019 14:04:45
1
2804293
Nun, was wir nicht wissen, ist, ob die 45° für 10kW Heizlast im HAus benötigt werden oder für die zu erwartenden 7kW. Das macht bereits einiges aus bei der Vorlauftemperatur. Dito dann die Spreizung. Da fährt man wenn dann 42/37 statt 45/35, womit die Vorlauftemperatur wieder 2,5° unten ist. Ansonsten kann man noch einige Heizkörperlüfter spendieren wenn man nicht tauschen will, dann sollten die 35° durch die Summe der Massnahmen auch bei Normtemperatur zu halten sein.
Bekommt man mit Dämmmassnahmen noch etwa 1kW Heizlast weg, passt auch die Geisha in etwa wegen der inneren Gewinne die dennoch da sind im Gebäude. (und die Befürchtung dass sie doch mal zu klein sein könnte treibt vielleicht noch zu etwas mehr Gegenandämmen an, womit das Haus dann zukunftssicher wird... :-) Ich mag es den inneren Schweinehund anzutreiben :-) )

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.07.2019 14:37:52
0
2804304
Die Schweizer Formel passt hier nicht so ganz, weil da noch eine Solaranlage werkelt.

Die 45/40 kommen vermutlich aus dem Kermi-Prospekt, weil das da in den Tabellen die niedrigste aufgelistete Vorlauftemperatur ist. Dummerweise ist die Minderleistung bei Heizkörpern zwischen 45/40 und 35/xx gewaltig.

Ohne zusätzliche Dämmung geht das nicht, und damit wirds leider auch nichts mit der Traum-CO2-Einsparung zum Wunschbudget.

Das Leben ist ein Kompromiss...

Oliver

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 17.07.2019 15:04:32
1
2804310
Aus meiner Sicht ist Dein Haus und auch der Heizkreis samt und sonders aktuell nicht wärmepumpengeeignet.

Du bist damit in ganz guter Gesellschaft. Ca. 60% der Bestandgebäude in DE sind Stand heute nicht für einen effizienten WP Betrieb geeignet.

Da bleibt nur, den Dämmzustand zu verbessern und den Heizkreis auf Niedertemperatur umzubauen. Wenn Du keine FBH einbauen willst, kommen ggf. Wärmepumpenheizkörper in Frage.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.07.2019 15:38:02
0
2804320
Zitat von OliverSo Beitrag anzeigen
Die Schweizer Formel passt hier nicht so ganz, weil da noch eine Solaranlage werkelt.

Die 45/40 kommen vermutlich aus dem Kermi-Prospekt, weil das da in den Tabellen die niedrigste aufgelistete Vorlauftemperatur ist. Dummerweise ist die Minderleistung bei Heizkörpern zwischen 45/40[...]

Der Minderertrag ist dort schon nicht mehr weit vom linearen entfernt, d.h. 40%+ ein wenig Minderertrag von 45/35 auf 35/40 bei 20° Raumtemperatur. (für die genauen Werte müsste ich die Daten in die Auslegungstabelle klopfen, da habe ich die ganze Heizkörperformel eingebaut.) Von 10kW auf 7kW sind 30%, 10% oder 1kW wären noch durch andere MAßnahmen, - Dämmung, Heizkörperlüfter, grössere Heizkörper zu holen.
Im Übrigen warte ich imernoch auf die "60%" die sich nicht auf WP umrüsten lassen, bei genauer rechnerischer Betrachtung der Gebäude und Suche nach intelligenten Lösungen wurden hier im Forum bisher 100% der Umrüstungswilligen Kandidaten geschafft.
Aber schön dass hier einige ohne nachgerechnet zu haben bereits eine vorgefertigte Meinung zu dem Haus haben.

Bei der Alten schweizer Formel habe ich übrigens die ST bereits durch einen kleineren Divisor berücksichtigt, der orginal-Divisor für Altbauten ohne ST ist 3, ich habe 2,3 angesetzt und aufgerundet (2,28 ist der exakte Divisor daher). Real kötnnte er ein wenig höher liegen, je nachdem wie viel die ST beisteuert. (Der Kessel ist ein NT-Kessel, kein Brennwertkessel, mit 10% Abgasverlust hat er einen Wirkungsgrad von unter 85% gegenüber dem Brennwert, real gerne auch 70%....)

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.07.2019 16:44:55
0
2804339
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen

Der Minderertrag ist dort schon nicht mehr weit vom linearen entfernt, d.h. 40%+ ein wenig


Eben. Bedeutet 40%+ ein wenig größere Heizkörper, oder zusätzliche Ventilatoren, oder beides. Das wirds in der Praxis dann doch meistens eng.

Zitat von HFrik Beitrag anzeigen

Im Übrigen warte ich imernoch auf die "60%" die sich nicht auf WP umrüsten lassen, bei genauer rechnerischer Betrachtung der Gebäude und Suche nach intelligenten Lösungen wurden hier im Forum bisher 100% der Umrüstungswilligen Kandidaten geschafft.
Aber schön dass hier einige ohne nachgerechnet zu haben bereits eine vorgefertigte Meinung zu dem Haus haben.


Geht nicht gibts nicht. Da stimme ich zu.
Meine Meinung zu dem Haus ist insofern etwas fundiert, weil die Daten doch sehr ähnich zu denen meiner Hütte sind, und für die habe ich die Rechenübung schon durch (und auch den praktischen Versuch, was mit 35 Grad HK-Vorlauftemperatur möglich ist).
Mal eben einen heizkörperbestückten Altbau für 5000.- auf WP umrüsten ist schlicht unrealistisch. Es geht prinzipiell, erfordert aber doch ein paar aufwendigere (und damit teurere) Maßnahmen.

Oliver

Verfasser:
amausbw
Zeit: 17.07.2019 21:11:39
0
2804430
Hi
erst mal vielen Dank an alle, freut mich sehr die Beiträge zu lesen.

Aus familieninternen Gründen will ich CO2 sparen. Da bin ich der Meinung, dass das mit einer WP besser geht (1.600 l Öl sind 5 Tonnen CO2). Wenn man das mit einem E-Auto sparen will dauert das lange und kostet saumäßig viel Geld. Ich bin jetzt auf der Suche nach einem erträglichen Weg. Danke für die Hilfe.

@KalaNag
Wegen der Lärmentwicklung will ich eine stärkere WP, die sind leiser habe ich gehört.
COP ist relativ wenn die Stromkosten im Rahmen bleiben (wir haben hier 19 ct/kWh, Öl wird wohl zunehmend mit CO2-Steuer belastet). Also bewege ich mich auf die sichere Seite zu.

@OliverSo
o.k. 3.000 € sind zu wenig, aber 5.000 € + BAFA 1.500 Basis +500 Smart Grid Bonus + 500 von unserem Versorger sind 7.500 €. Quelle Förderrechner Bundesverb WP
Förderrechner

@passra
Ich fahre meinen Kessel mit ca. 50 Grad, die Heizkurve macht daraus ca. 40 - 45 Grad VL. Komme damit zurecht. Mehr weiss ist nicht.

@HFrik
Habe meine Heizlast mit dem tool des BWP
Heizlastrechner

gerechnet: Ergebnis 9,3 kW bei NAT -10 Grad. Die Heizlast zu senken ist schwierig, ich habe isoliert, ich habe Fenster getauscht, Die Decke isoliert schon vor 20 Jahren. die Kellerdecke isoliert usw. Kleine Massnahmen mache ich auch. Wenn alle Stricke reissen heize ich den Holzofen ordentlich an.

@Oliverso
Ich will erst mal den Keller in Ordnung haben und dann schauen was in/an der Hydraulik/HZK noch zu tun ist.

@Texlahoma
Das will ich rausfinden was ich tun muss um WP-tauglich zu sein incl. WP-HZK (Cosmo E2) wenn unbedingt notwendig, aber nicht sofort.

@HFrik
Die Heizkörper habe ich mit dem tool
Heizkörperrrechner
berechnet mit 45/35 22 Grad. Da wir überwiegend nur zu 2 hier wohnen muss ich erst mal nur im Bad tauschen zzügl. Infrarot-Lampen von der Decke, und im Besucherzimmer + Bad wenn die Kinder mit den Enkeln kommen. Den Rest kann ich abwarten. Den Holzofen und den Öllkessel schmeisse ich ja nicht weg.

@OliverSo
Ich neige dazu im Ernstfall eine etwas höhere Stromrechnung zu akzeptieren und Holz zu heizen, will aber keine groben Fehler machen.

Wenn dann bivalent WP/Holz oder WP/Öler rauskommt bin ich auch zufrieden. Aber Fußbodenheizung geht nicht, evtl. noch ein paar kleine Ecken dicht machen.

Für den nächsten Schritt meine Vorstellung für die Anbindung der WP an die "Verbrenner-Hydraulik"

Ist sehr ungeil, ich weiss, aber auch


schon etwas besser.

Frage: Wie groß sind die Vorteile von Variante 2

Der Solartiroler hat auch einen "Bottich" und kommt gut damit zurecht??
[img]
[/img]

Einen schönen Abend

Louis

Verfasser:
passra
Zeit: 17.07.2019 21:49:00
0
2804441
Zitat:
@passra
Ich fahre meinen Kessel mit ca. 50 Grad, die Heizkurve macht daraus ca. 40 - 45 Grad VL.

WER macht den diese Heizkurve? Gibt es einen Außentemperatursensor? Welcher Vorlauf wird den bei +5° oder +10° Außentemp gefahren? Doch nicht auch 45°, oder?
Du kannst mit der WP nicht dauerhaft 45°C oder noch mehr in deinem 600Liter-Bottich hatlen, das ist einfach nicht effektiv. Braucht es den Puffer eigentlich fürs Brauchwasser oder wie wird das erzeugt?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.07.2019 06:29:23
0
2804481
@amausbw.
Wenn Du die Wärmepumpe einigermaßen zufriedenstellend effizient und materialschonend Betreiben möchtest, dann solltest die direkt an der Hausheizkreishydraulik anbinden.

Den bivalenten Energieeintrag ins Hausheizkreiswasser dann per simpler hydraulischer Schaltung realisieren und natürlich die hausinterne wasserführende Wärmeverteilung optimieren.

Beispielsweise bei uns funzt das topstens mit einer Rückschlagklappe und zwei T-Stücken im Vorlauf der Hausheizkreishydraulik:



Ein paar Informationen zu dem System findest bei Interesse hier verlinkt: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Anlage_lowEnergy#Konzept_.2F_Kurzinfo

Verfasser:
HFrik
Zeit: 18.07.2019 07:04:35
0
2804491
Also bei der überschlägigen Heizlastberechnung mit dem Tool wird vermutlich nicht die ganze schon getätigte Dämmung einfliessen, beim realen Heizölverbrauch aber schon. Da wird die schweizer Formel ein besseres Ergebnis liefern, d.h. die Heizlast ist entsprechend geringer. Mit Ubakus und der Auslegungstabelle hier im Forum bekommst Du noch ein genaueres Erebnis für die Einzelräume und für die heizkörper.

Wenn ich das richtig sehe dann kommst Du mit 45°/35° auf genügend Leistung für 9,3kW, d.h. real wird man dann mit grob 7kW Heizlast darunter liegen, s.o.
Der Holzofen wird dann genügend Reserven bei der Heizlast bringen so dass man mit einem 5kW-WP ins Rennen gehen kann.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 18.07.2019 09:21:00
1
2804533
Zitat von amausbw Beitrag anzeigen
@KalaNag
Wegen der Lärmentwicklung will ich eine stärkere WP, die sind leiser habe ich gehört. ...


Das Gegenteil ist richtig. Was Du wahrscheinlich gehört hast: Größere WP sind leiser. Das bezieht sich auf die geometrische Größe bei gleicher Leistung. Größere Wärmetauscher, ein größerer und damit langsamer laufender Ventilator und mehr Raum für die Dämmung des Kompressors machen die WP leiser. Ein gutes Beispiel ist die Kermi x-Change. Die ist sehr groß und sehr leise.

Gruß
Karl

Verfasser:
amausbw
Zeit: 18.07.2019 09:28:41
0
2804536
Guten Morgen

Nachtrag @all
Ihr seid schon hochprofessionell muss ich sagen. Deswegen zurück zu meiner Basisüberlegung

[img]
[/img]

Mein Verbrauch von 14.500 kWh th macht uns das Haus ausreichend warm, beinhaltet WW Winterhalbjahr, Wärmeverluste meines "Bottich" und sonstige Leitungsverluste usw..
Die SQC09H3E8 alternativ MXC09H3E8 hat lt. JAZ-Rechner
https://www.waermepumpe.de/jazrechner/
bei 45 VL 38 RL - 10 Grad Außentemp / 10 % Wärmebedarf für WW/50 Grad eine
JAZ von 4,32.

Worst Case:
Wenn jetzt durch "Bottich" und andere Umstände die JAZ auf 2 fällt brauche ich 7.250 kWh elektrisch. Bei 19 ct el sind das 1.377 €. Damit kann ich leben weil das Äquvalent in Öl ja auch 1.280 € kostet und durch CO2-Bepreisung mit Sicherheit steigt..
Gibt es irgend welche Gründe dass die JAZ unter 2 fällt?

Mein Budget würde auch reichen ich habe ein Angebot für MXC09H3E8 Monoblock für 4.600 € + 1.000 € für elektr. und hydraulische Anbindung macht 5.600 € abzüglich BAFA 2.000 abzügl Versorger 500 = 2.500 verbleiben 3.100 € Invest.

Jetzt bitte mal diesen Fall (Variante 1 Bild) untersuchen, danach Variante 2.

VG
Louis

Ich habe immer noch nicht verstanden was an der Geisha (MDC05H3E5) so besonders ist (bringt bei -7 Grad 4,5 kW)

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 18.07.2019 11:21:00
0
2804579
Zitat von amausbw Beitrag anzeigen
...Ich habe immer noch nicht verstanden was an der Geisha (MDC05H3E5) so besonders ist...


Habe ich mich auch gefragt. Mögliche Gründe: Es gibt m. E. keine WP mit einer so großen Selbermacher-Community im Netz. Die Eignung (keine Kältemittelleitungen) und Verfügbarkeit (Onlinehändler) der Geisha für Selbermacher ist m. E. besonders gut.

Gruß
Karl

Verfasser:
passra
Zeit: 18.07.2019 11:26:59
1
2804580
Beantworte doch bitte mal meine Fragen und zeichne ein VOLLSTÄNDIGES Hydraulikschema.
Wie wird das Warmwasser erzeugt???
Du kannst nicht mit der WP direkt auf den Bottich gehen und den mit 1000Liter/h ständig umwälzen!!! Da ist jede Schichtung beim Teufel.
Das muss anders gelöst werden.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 18.07.2019 11:51:55
0
2804587
Die Schweizer Formel geht hier fehl, da die thermische Solaranlage zwar bei der Heizlastabschätzung über den Verbrauch einbezogen werden muss, die Schweizer Formel dies aber nicht berücksichtigt.

Insofern bitte die Schweizer Formel zur Heizlastabschätzung in diesem Fall schnell wieder vergessen.

Wesentlich zielführender ist hier definitiv eine Auslastungsmessung des Brenners an einem kalten, trüben Wintertag, über die auf die Heizlast im Auslegungsfall hochgerechnet werden kann. Bei einem Ölbrenner muss dabei die eingesetzte Brennerdüse bekannt sein.

Ich tippe hier auf eine Heizlast im Auslegungsfall von ca. 10 kW und die halte ich in Verbindung mit dem aktuell nicht niedertemperaturgeeigneten Heizkreis eben nicht für WP-geeignet.

Weitere Dämmmaßnahmen und der Einbau einer FBH sind -richtig bemerkt- unter normalen Umständen nicht wirtschaftlich.

Dieser Fall zeigt das wesentliche Dilemma im Gebäudebestand recht gut: Bei aktuellen Sanierungsraten deutlich < 2%/a dauert es schlicht zu lange, bis der Gebäudebestand durchsaniert ist.

Hier müsste der Staat m.E. mit deutlich attraktiveren Förderprogrammen massiv eingreifen, wenn die Energiewende im Gebäudebestand erfolgreich werden soll.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 18.07.2019 12:11:28
0
2804593
Nun, dann kann man die SChweizer Formel rückwärts anwenden, womit man dann bei 10kW Heizlast auf einen Bruttoenergiebedarf von 30.000 kWh kommt, von denen 16.000kWh aus Öl kommt und grob 14.000kWh von der ST. DAs wären dann 40% ST, das wäre schon eine sehr grosse ST-anlage mit entsprechend Fast Jenny-Artigem Puffer.
Aktuell leistet der Öler im Januar um 100kWh/tag brutto, Netto dann eher 80-85kWh, der Rest ist Verlust. Bei Normtemeratur wären es bei 7kW Heizlast dann 168kWh, bei 10kW Heizlast dann 240kWh. Ich sehe auch hier keine Basis für 10kW Heizlast.

Auch die Bausubstanz mit den verschiedenen bereits durchgeführten Dämmasnahmen spricht für eine geringere Heizlast.
Wenn der TE es ganz genau wissen will, kann er wie AltbaumitWP jeden Tag die Aussentemperatur (Mittel) ermitteln sowie mit dem Wärmemengenzähler die von Öler (+ST) abgegebene Wärmeleistung. Dann erhält man die Kennlinie des HAuses, verlängert sie bis zur Normtemperatur, udn hat so MEsstechnisch, und damit i.d.R. exakter als gerechnet die Heizlast des Gebäudes, ink aller Besonderheiten des Nutzerverhaltens.

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Wärmepumpe mit Verbrennerhydraulik vergewaltigt
Verfasser:
HFrik
Zeit: 18.07.2019 12:11:28
0
2804593
Nun, dann kann man die SChweizer Formel rückwärts anwenden, womit man dann bei 10kW Heizlast auf einen Bruttoenergiebedarf von 30.000 kWh kommt, von denen 16.000kWh aus Öl kommt und grob 14.000kWh von der ST. DAs wären dann 40% ST, das wäre schon eine sehr grosse ST-anlage mit entsprechend Fast Jenny-Artigem Puffer.
Aktuell leistet der Öler im Januar um 100kWh/tag brutto, Netto dann eher 80-85kWh, der Rest ist Verlust. Bei Normtemeratur wären es bei 7kW Heizlast dann 168kWh, bei 10kW Heizlast dann 240kWh. Ich sehe auch hier keine Basis für 10kW Heizlast.

Auch die Bausubstanz mit den verschiedenen bereits durchgeführten Dämmasnahmen spricht für eine geringere Heizlast.
Wenn der TE es ganz genau wissen will, kann er wie AltbaumitWP jeden Tag die Aussentemperatur (Mittel) ermitteln sowie mit dem Wärmemengenzähler die von Öler (+ST) abgegebene Wärmeleistung. Dann erhält man die Kennlinie des HAuses, verlängert sie bis zur Normtemperatur, udn hat so MEsstechnisch, und damit i.d.R. exakter als gerechnet die Heizlast des Gebäudes, ink aller Besonderheiten des Nutzerverhaltens.
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