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Bautrockner - Luftfeuchtigkeit sinkt nicht
Verfasser:
Haeuslbauer_noe
Zeit: 17.07.2019 22:21:03
0
2804450
Liebe Gemeinde,Eine theoretische Frage stellt sich mir:Wir haben in unserem Haus (Altbau, ein Geschoss, sehr offene Bauwelse) aktuell einen Bautrockner laufen, da wir Putz und Estrich (Herbst&Winter 2018) offensichtlich nicht genug aufgeheizt haben. Dies äußert sich durch kühle, klamme Wände, leichte Feuchte im Sockelbereich und generell die erhöhte Luftfeuchtigkeit innen.Haben uns nun eine zweite Meinung eingeholt und betreiben aktuell einen 1,5kW Bautrockner mit einer max. Leistung von 60l pro Tag (30 Grad und 80%rLF) welcher uns (20 Grad, 60%rLF) rund 20l Wasser pro Tag fördert. Dazu laufen Ventilatoren, die für Zirkulation sorgen. Spannend finde ich, dass er brav entfeuchtet, die Luftfeuchtigkeit aber nicht sinkt (absolute natürlich..)Er läuft jetzt gerade mal ein paar Tage, Fenster sind natürlich zu, es wird bei niedrigerer absoluter Feuchte Stoß gelüftet, ansonsten sind die Fenster zu. Das Haus ist auch verhältnismäßiges dicht, also großartig Feuchte nachziehen kann eigentlich nur über die restfeuchte aus Boden und Wänden kommen oder?Danke im Voraus,LG

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 17.07.2019 23:36:41
3
2804465
Hallo,

irgendwie verstehe ich die Frage nicht.

Ihr entfeuchtet seit einigen Tag 20l/Tag.

Und du wunderst dich, warum es nicht weniger wird.

Da würde ich sagen, dass noch einige 100 l im Gebäude sind.

MfG
uwe

Verfasser:
Haeuslbauer_noe
Zeit: 18.07.2019 07:12:24
0
2804494
Tut mir leid, wenn’s etwas konfus formuliert war :)
Ich hab es diese Nacht nochmal beobachtet, da wir nachts aus Lärmgründen den Trockner abschalten, die absolute Luftfeuchtigkeit ist in ca 7h von 10,5 auf 12g/m3 gestiegen - das bedeutet für mich, dass durchaus feuchte „nachkommt“. Ich war nur kurzfristig irritiert, dass sich vermeintlich außer etwas höhere Temperaturen halt kaum was sichtbares bzgl. Feuchte getan hat.
Werde jetzt dann gleich wieder aufdrehen und dann schauen wie, was der Tag bringt. Wir rechnen ohnehin damit, dass das jetzt einige Wochen laufen muss, meine Frage hat sich eben darauf bezogen, dass die geförderte Wassermenge ja unmöglich nur da sein kann, was reingelüftet wird - denn da achten wir ja drauf, dass eben nix bis kaum was aus der Aussenluft kommt. Es kann also nur Feuchte aus dem Bauwerk sein, oder?

Verfasser:
Martin24
Zeit: 18.07.2019 07:43:30
0
2804500
Das ist wirklich völlig normal. Massive Wände können unglaubliche Mengen Wasser speichern.
Das ist ja das Angenehme an solchen Wänden, die puffern die Feuchtigkeit, so dass es kaum größere Schwankungen gibt.
Hat man aber mal so ein Haus nass, dann dauert es ewig bis die Feuchtigkeit raus ist.

Ich sehe das auch bei unserem Keller. Wenn ich den zu einem geeigneten Zeitpunkt querlüfte, sinkt die Luftfeuchtigkeit bei offenen Fenstern schnell ab. Wenn die Fenster dann wieder zu sind, steigt die Luftfeuchtigkeit wieder fast bis auf den Wert vor dem Lüften. Um mit Lüften dauerhaft die Luftfeuchtigkeit zu senken, muss man sehr viel lüften, weil immer wieder Wasser aus den Wänden nachkommt.

Wenn ich ihn dann aber den Winter über trocken gelüftet habe, dann bleibt die Luftfeuchtigkeit auch den ganzen Sommer über in vertretbarem Rahmen, weil die Wände wieder Feuchtigkeit aufnehmen.

Grüße
Martin

Verfasser:
Gecko1927
Zeit: 18.07.2019 07:51:02
0
2804505
Die Luftfeuchtigkeit die wieder „nachkommt“ ist einfach nur Wasser das in den Wänden an die Oberfläche kommt und dort verdunstet. Dieser Prozess ist relativ langsam daher sinkt dir Luftfeuchtigkeit immer wieder ab und braucht eine Zeit bis sie durch die Wände wieder angehoben wird.

Verfasser:
Haeuslbauer_noe
Zeit: 18.07.2019 09:29:28
0
2804537
Hallo Martin, hallo Gecko,

danke für eure Antworten.
Ja, das habe ich mir eh gedacht, aber da dies halt unser erstes Haus ist und es ja immer schön und nett ist, mit Professionisten zu sprechen, dachte ich mir, ich frage noch nach Erfahrungen von der anderen Seite.

Eigentlich hätten wir das Gerät gleich nach "Estrichfreigabe" aufstellen sollen, aber was solls. Es ist ja aktuell nichts kaputt, die paar Bodenleisten, die evtl. was abbekommen, kann man tauschen, aber der Kalk-Zementputz ist ja glücklicherweise eine ganz gute Wahl für solche Sachen.. Bin schon gespannt, wenn die Bude dann mal trocken ist, wie das wirklich mit der Pufferleistung vom Wasser aussieht :)

Das Haus ist halt nicht gerade klein, der Bautrockner wälzt einmal pro Stunde das gesamte Innenvolumen um.. wir werdens die Nächte (wird wieder sehr schwül bei uns...) probieren, das Ding laufen lassen, Oropax hab ich eh genug da.

Und jetzt freu ich mich auf den Winter, wo wir dann gemütlich den Ofen einheizen können, bis wir schwitzen.

Liebe Grüße!

Verfasser:
Haeuslbauer_noe
Zeit: 19.07.2019 22:12:30
0
2805033
Guten Abend, jetzt muss ich doch nochmal nachfragen..
Mir ist schon bewusst, dass das Wetter momentan (heiß und schwül) nen großen Einfluss hat und alles andere als optimal ist, um einen Bau zu trocken.. wir lüften nur, wenn es draußen gleich oder trockener ist, der Eintrag ist hier also gering. (Selbst wenn wir bei beispielsweise bei 10g/m3 600m3 Luft, also rund 6L Wasser im Haus haben, hat der Trockner das in ca 6h im Eimer, aber die Luftfeuchtigkeit ist dennoch nicht auf null...)

Aber hier werden täglich fleißig mehr als 20l Wasser rausgezogen, die innentemperatur steigt (2-3grad) aber die rel. Feuchte ist tagsüber quasi konstant bei ca 55%. Somit steigt also die absolute feuchte innen...

Was heißt das nun? Prinzipiell läuft die entfeuchtung ja besser, wenn es wärmer ist, heißt das nun dass die Mauern mehr feuchte abgeben?

Und wie ist das wirklich mit dem Kalk Zement Putz.. wenn wir den einmal trocken haben, nimmt der ja eigentlich keine bis kaum feuchte auf oder? Eine gewisse Pufferfunktion hat er wohl, aber Lehm ist er halt keiner..


Schönen Abend, LG

(Vom Handy getippt, ev deswegen keine Absätze)

Verfasser:
Paule 5019
Zeit: 20.07.2019 12:29:55
0
2805100
.
Zitat: Aber hier werden täglich fleißig mehr als 20l Wasser rausgezogen, die Innentemperatur steigt (2-3 grad) aber die rel. Feuchte ist Tagsüber quasi Konstant bei ca 55%. Somit steigt also die absolute Feuchte innen...

Zitat: Was heißt das nun? Prinzipiell läuft die Entfeuchtung ja besser, wenn es Wärmer ist, heißt das nun dass die Mauern mehr Feuchte abgeben?



Nun mit so ein Profi Messgerät...





Mit dem können die genauen Trocknung -Verläufe Dokumentiert werden. Denn es dauert eben seine Zeit, bis das eingebrachte Mischwasser bei dem Esstrich oder den Wänden) wieder an das Tageslicht Befördert worden ist.

Und das mit Ihren zusätzlichen Lüften... nun da holen Sie ja gleich die Feuchte von Außen mit wieder in das Haus. In Ihren Fall, sollte das Entfeuchtung Gerät im geschlossenden Raum (Gebäude) die Luft Entfeuchten.

Und das, dauert eben seine Zeit, je nach dem wieviel Feuchte im Fußboden oder den Wänden noch Verborgen ist. Je länger Sie die Trocknung dort laufen lassen, um so besser ist das (im ganzen.) Spätensens bei der nächtsten Heizung Energie Abrechnung zeigt sich der Erfolg einer gründlichen Vortrocknung im Neubau...

Und mit so ein Profi Messgerät, kann sehr schnell die Belegreife einfach Bestimmt werden.. (über 100 Digit > pures Wasser in den Wänden)







Paule. 5019


.

Verfasser:
Haeuslbauer_noe
Zeit: 20.07.2019 14:56:03
0
2805118
Zitat:
Und das mit Ihren zusätzlichen Lüften... nun da holen Sie ja gleich die Feuchte von Außen mit wieder in das Haus. In Ihren Fall, sollte das Entfeuchtung Gerät im geschlossenden Raum (Gebäude) die Luft Entfeuchten.


-> Deswegen lüften wir ja nur, wenn es draußen trockener ist als drinnen. Es ist aktuell alles zu, die Ventilatoren pusten brav alles an Luft zum Trockner und der läuft durchgehend.

Heizkostenvergleiche werden wir kaum haben, das Haus komplett saniert wurde und wir diesen Winter ja nicht drin gewohnt haben und wenn wir jetzt ordentlich trocknen, dann haben wir das krasse Ausheizdilemma im kommenden Winter nicht oder nur weniger..

Die Frage mit dem Putz und der Wasseraufnahmekapazität (ca. 2kg/m²) hat sich soweit auch erledigt.

Weitere Recherchen haben ergeben, dass wir natürlich einen schnelleren Trocknungserfolg hätten, wenn wir eine Luftwechselrate von min. 2 hätten (aktuell haben wir 1), dafür bräuchten wir aber einen zweiten Trockner und ich glaube, dass es im Endeffekt halt auf ne längere Zeit rauslaufen wird. (Man sagt, dass man 500-1000 Luftwechsel braucht, um einen Neubau/Sanierung trocken zu kriegen, das wären in unserm Fall ca 25-50 Tage die so laufen müssten wie die letzten 5..) Insgesamt hätten wir dann 400-800 L Wasser aus den Wänden gezogen.

Liebe Grüße und danke nochmal.

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