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RGK lang oder 2x kurz?
Verfasser:
T. Schulte
Zeit: 22.07.2019 08:12:57
0
2805458
Hallo Freunde,

Ich bin in meiner Planung etwas weiter und benötige euren Rat. Ich stehe vor der Frage, mache ich einen sehr langen RGK oder 2x kurz. Es soll ein vertikaler RGK mit 3m Tiefe werden.

Version A - 1x lang
RGK Länge 200 m
PE dn40 3x 400 m
Version A 1x 3x 400 m PE

Version B - 2x kurz
RGK Länge 100 m + 100 m
PE dn32 3x 300 m + 3x 300 m
Version B.1
Version B.2

Version B hat den großen Vorteil, dass es sich leichter Verlegen lässt. In Version A wiegen die Rollen über 250 kg. In Version B kann ich die warme Seite an der Garage längs führen.

Haben die kleineren Längen und die Durchmesser der Version B negativen Einfluss auf Druck und Strömung?

Danke schon mal für eure Kommentare.

Verfasser:
crink
Zeit: 22.07.2019 08:24:23
0
2805461
Hi,

mit 2 x 400 m 40er Rohr hast Du mehr als ausreichend Rohrmeter für 13 kW Heizlast mit modulierender WP . Das Ganze mit 4 x 200 m Rohren, die in der Mitte geschweißt werden, dann wird es nicht zu schwer.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 22.07.2019 09:16:05
0
2805470
Hallo.
eine Erstellung eines senkrechter Graben bei trockenem Sand würde ich abraten.
Falls es ein Bestandsbau ist, wäre bei der Grundstückgröße auch ein waagrechter Graben möglich, es sollte hier aber wegen der Aushubmenge in Abschnitten erstellt werden.
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=CECHwIUJRFUJLGQ39DKX

Wolfgang

Verfasser:
crink
Zeit: 22.07.2019 11:13:21
0
2805513
Hi,

wenn Altbau, dann wäre auch die Verlegung ohne Slinkies zu prüfen. Stell Dir einen Graben mit 0,6 m Breite und mit 3 40er-Rohren in 1 m Tiefe und 3 40er-Rohren in 2 m Tiefe vor. Die 2 m Tiefe lassen sich auch mit trockenem Sand noch einigermaßen realisieren, da der Graben jeweils nur kurze Zeit bis auf 2 m Tiefe offen sein muss und die Rohre von oben reingeschmissen und zurechtgerückt werden können.

Wenn dieser Graben 230 m aktive Länge hat, dann kann damit bei 13 kW Heizlast in Korbach-Lengefeld (da steht die nächste von Dir aus gelegene DWD-Wetterstation) das Haus gut geheizt werden. Die Simulation für den Extremwinter 1995/1996 ergibt:
- Bei 13 kW Heizlast knapp 39.000 kWh Wärmebedarf des Hauses (heftig...)
- Minimale Soletemperatur von -2,7 Grad am 8.2.1996, was für trockenen Sand ein sinnvoller Wert ist
- AZ mit FBH und modulierender Nibe 1255-12 bei über 5

Grabenplan (nur die untere Lage eingezeichnet, eigentlich ist der TrenchPlanner nicht für gerade Rohrverlegung gedacht, deshalb bitte die Hinweise im TrenchPlanner nicht beachten).

Zwei Nachteile hat dieses Grabendesign: Du brauchst viel Rohr (6 x 230 m ist ziemlich teuer) und einen breiten Soleverteiler mit 6 Anschlüssen. Etwas vereinfachen ließe sich das durch einen Wendegraben, der als Stichgraben oben (in 1 m Tiefe) mit dem kalten Ende aus dem Haus raus geht, dann nach 230 m die Rohrtiefe auf 2 m wechselt und unten (in 2 m Tiefe) mit dem warmen Ende wieder zurück zum Haus führt. Verlegung genau wie oben beschrieben, nur dass ein Ende des Grabens nicht wieder ins Haus zurück führt, sondern die Ebenen miteinander verbindet. Dann sind zumindest die Soleverteiler nicht so fett.

Vereinfachen würde sich das ganze mit lehmigem Sand (oder genügend Feuchtigkeit), dann würden auch 190 m aktiver Graben ausreichen (also keine Schlenkerei im Bereich rechts auf dem Grundstück) - dann wäre die Rohrbeschaffung ein ganzes Stück kostengünstiger. Also prüfe bitte genau, welche Bodenart in 2 m Tiefe vorliegt.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
T. Schulte
Zeit: 22.07.2019 20:37:58
0
2805676
Vielen Dank schon mal für die Antworten und Gestaltungstips.

Zwei Dinge muss ich noch ergänzen.

1. Ich liebe es Redundanz zu haben.
Wenn ein Ring kaputt geht, sollte der Rest noch auskömmlich sein. Mit 2x 400 m dn40 wird es nicht redundant sein. Ein drittes Rohr ist von den Kosten vernachlässigbar.
@crink
Mit 6+ Rohren ist quasi Redundanz eingebaut. Das gefällt mir. Allerdings ist der Aushub größer als die vertikale Lösung.

2. Inzwischen gibt es ein Bodengutachten.
Ich hatte mit schlechtem Boden gerechnet, da man mir im Vorfeld schlimmes prophezeit hatte. Nun haben wir eine schichtweise Tonschluff-Sandstein-Gemenge. Das ist viel besser als ich gehofft hatte. Sollte eine vertikale Verlegung mit 3m Tiefe möglich sein? Ich würde gerne Bilder einstellen...wie geht das von meinem tablet?

Nachtrag:
keine FBH, Vorlauf 55 Grad. Ab ca VT=50 übernimmt die Ölheizung. Heizstab nicht geplant. In 3 Jahren VT=50 max [verbesserte Dämmung, Ölheizung wird terminiert]

Verfasser:
mdonau
Zeit: 22.07.2019 21:21:29
0
2805688
erstmal zur Heizlast:
gehen da wirklich über 4500l Heizöl (Annahme von crink von 39MWh) durch?

Wenn ihr stabilen Boden habt (ich habe trockenen Sand, alles über 1,5m fällt da zusammen!) dann würde ich das so legen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=cyo3PFflKNSl2Y4nh1Du

Ich würde immer als erste Option den normalen waagerechten Kollektor planen...
1,5 tief und ca. 1,8m breit.
Das steht und fällt jedoch immer mit der größe des Baggers, den man in den Garten bekommt.
Sonst ist mit kleinerem Bagger die gerade Verlegung in 2 bis 3 Ebenen, ggf kann man auch alle Enden in den Keller legen und dort verbinden, denn oft sind Verbindungen im Erdreich nicht zulässig.

Verfasser:
crink
Zeit: 22.07.2019 22:59:58
0
2805713
Hi,

das klingt zumindest nach lehmigem Sand, dann entspannt sich die Lage. Dann 4 x 200 m 40er gerade in 1 und 2 m Tiefe und beide Enden ins Haus rein. Ob dann 2 x 4er Soleverteiler zum Einsatz kommen oder im Sinne eines Wendegrabenkollektors wie von mdonau vorgeschlagen am einen Ende unten und oben direkt im Haus (Gewässerschutz) verbunden wird (dann reichen 2 x 2er Soleverteiler) kannst Du selbst entscheiden. Dadurch, dass alle 4 Rohre im Haus frei verbindbar sind, ließe sich auch der Ausfall eines Rohrs verschmerzen.

Die knapp 39 MWh purzeln aus dem Simulator, wenn ein Haus mit 13 kW Heizlast und den lokalen Wetterdaten vom Winter 95/96 durchgespielt wird. Sag mir einen Winter (außer dem gerade vergangenen, die Daten hab ich noch nicht im Simulator eingepflegt), den Standort, die durchschnittliche Temperatur im Haus, den ungefähren WW-Bedarf, den Ölverbrauch und den Wirkungsgrad und ich kann Dir die Heizlast aus der Simulation ganz gut ermitteln.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
crink
Zeit: 22.07.2019 23:05:55
0
2805716
Hi,das klingt zumindest nach lehmigem Sand, dann entspannt sich die Lage. Dann 4 x 200 m 40er gerade in 1 und 2 m Tiefe und beide Enden ins Haus rein. Ob dann 2 x 4er Soleverteiler zum Einsatz kommen oder im Sinne eines Wendegrabenkollektors wie von mdonau vorgeschlagen am einen Ende unten und oben direkt im Haus (Gewässerschutz) verbunden wird (dann reichen 2 x 2er Soleverteiler) kannst Du selbst entscheiden. Dadurch, dass alle 4 Rohre im Haus frei verbindbar sind, ließe sich auch der Ausfall eines Rohrs verschmerzen.Die knapp 39 MWh purzeln aus dem Simulator, wenn ein Haus mit 13 kW Heizlast und den lokalen Wetterdaten vom Winter 95/96 durchgespielt wird. Sag mir einen Winter (außer dem gerade vergangenen, die Daten hab ich noch nicht im Simulator eingepflegt), den Standort, die durchschnittliche Temperatur im Haus, den ungefähren WW-Bedarf, den Ölverbrauch und den Wirkungsgrad und ich kann Dir die Heizlast aus der Simulation ganz gut ermitteln.Viele Grüßecrink

Verfasser:
T. Schulte
Zeit: 23.07.2019 18:29:07
0
2805942
@crink
Den letzten16 Monaten Winter haben wir ca. 4000 L Öl verbraucht.
Im Jahr davor ca. 4200 bis 4500 L.
Wir haben von Jahr zu Jahr kleine Verbesserungen der Dämmung.

"Dann 4 x 200 m 40er gerade in 1 und 2 m Tiefe und beide Enden ins Haus rein."
Also, ich denke darüber nach, aber in dieser Variante:
8x 100m in einem linken und einem rechten Graben verteilt. Damit habe ich Redundanz. Natürlich doppelte Verteileranschlüsse. Ist ja gewollt um allen Katastrophen trotzen zu können. Spricht etwas gegen 100m?

Nun zu dem 2 Lagen Prinzip: Was spricht dagegen, die 4 Rohre in 4 Schichten [ 1 bis 2 m] zu verteilen? Ich würde den Graben sogar auf nur 30 cm Breite anlegen, um den Vorteil des verringerten Aushubs zu bekommen.

Verfasser:
T. Schulte
Zeit: 23.07.2019 18:34:27
0
2805944
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
erstmal zur Heizlast:
gehen da wirklich über 4500l Heizöl (Annahme von crink von 39MWh) durch?

Wenn ihr stabilen Boden habt (ich habe trockenen Sand, alles über 1,5m[...]

Ja, es ist soviel Öl. Früher doppelte Menge. Aber mit etwas Dämmung und Verbesserungen bekommt man einen ersten, großen Einspareffekt. Es wird noch weiter gedämmt.

Diese breiten, horizontalen Gräben mag ich wegen dem unkomplizierten Verlegen. Aber sie erzeugen viel Aushub. Allein, was man auf die Deponie schicken muss, verteuert erheblich.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 23.07.2019 23:09:28
0
2806003
welche Größe Bagger soll denn verwendet werden?
Die Aushubmenge ist eigentlich nur unter 10t relevant,
ein großer Radbagger (ich hatte einen 13t) ist eher
der Platz für Aushub und Platz zum rangieren das Limit.
vernünftig verdichtet bleibt nichts vom Aushub übrig, ich brauche sogar noch reichlich Mutterboden.

beide Seiten als waagerechte Slinkies mit je
2*200m DA40 oder 300m DA32 und alle Enden in den Keller führen
wäre m.M.n. die einfachste Option alle 4 parallel
auf einen Soleverteiler.

in einem Schlitzgraben könnte man 2* eine Wende machen, also 4 Ebenen. die Frage dabei ist immer,
wie tief man ohne einstürze kommt...
ich würde daher mit min. 2 Optionen planen,
falls sich die optimale Variante nicht durchführen lässt hat man dann einen etwas "schlechteren"
Plan B zum ausweichen. Das Rohrmaterial sollte auch dem entsprechenden verwendbar sein.

Verfasser:
T. Schulte
Zeit: 24.07.2019 19:00:38
0
2806214
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
welche Größe Bagger soll denn verwendet werden?
Die Aushubmenge ist eigentlich nur unter 10t relevant,
ein großer Radbagger (ich hatte einen 13t) ist eher
der Platz für Aushub und Platz zum rangieren das Limit.
vernünftig verdichtet bleibt nichts vom Aushub übrig, ich[...]

Danke für deine Gedanken. Ich habe mir ebenfalls schon überlegt, mit Plan B zu arbeiten.
Plan A: RGK vertikal 3m tief, 0,5m breit
Plan B: RGK horizontale (falls die Wände von Pkan A nicht halten)

Das Problem ist, dass ich erst DANN die passenden Rohre bestellen kann. Also muss der Bagger 2x kommen.

Zu dem Aushub: Bisher sagen Alle, von den 300 m3 (vertikal RGK) behalte ich bis zu 100 m3 übrig. Wenn dies so kommt, gehe ich selektiv vor und lasse die schlechtere Bodenschichten zu den Deponien bringen.

Dass du alles wieder verwenden konntest stimmt mich natürlich positiv.

Am Freitag Abend habe ich den Bagger Kapitän hier und lasse mir ein Angebot machen. Mal sehen, was er zu all den Themen sagt.

Verfasser:
T. Schulte
Zeit: 25.07.2019 18:16:21
0
2806507
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hi,

mit 2 x 400 m 40er Rohr hast Du mehr als ausreichend Rohrmeter für 13 kW Heizlast mit modulierender WP . Das Ganze mit 4 x 200 m Rohren, die in der Mitte geschweißt werden, dann wird es nicht zu schwer.

Viele Grüße
crink

Irgendwie würde ich das Verschweißen gerne vermeiden. Aber die Idee mit den 2x200m würde ich so umsetzen, dass beide Seiten parallel an den Soleverteiler gehen. Mir gefällt die Redundanz.

Ähm...was ist eine modulierende WP ?
Ist Viessman Vitocal 300-G so etwas?

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 25.07.2019 18:27:02
0
2806512
Eine die ihre Drehzahl regulieren kann

Sie kann dann durchfahren anstatt Stop & Go


Gerade wenn du renoviert und dammst ist das sinnvoll

Verfasser:
T. Schulte
Zeit: 25.07.2019 18:49:43
0
2806521
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Eine die ihre Drehzahl regulieren kann

Sie kann dann durchfahren anstatt Stop & Go


Gerade wenn du renoviert und dammst ist das sinnvoll

Vielen Dank für die Erläuterung.
Woran kann man denn erkennen, dass eine WP damit ausgestattet ist?

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