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RGK Grundfragen
Verfasser:
Highhead
Zeit: 24.07.2019 15:34:51
0
2806157
Guten Tag alle miteinander, ich lese hier seit einiger Zeit mit, habe mich jetzt mal Registriert und hoffe in Zukunft auch stolzer Besitzer einer RGK-Solewärmepumpe zu sein!

Ein Lob an die aktiven hier, die soweit ich es beurteilen kann eine hervorragende Pionierarbeit hier leisten bzw geleistet haben!

Nun zu meinem eigentlichen Anliegen!
RGK sollten mindest Abständen zum Haus, Garage, also jeglicher Fundamente 1,5m und Grundstücksgrenze 1m einhalten

Ab welcher tiefe dürfte ich diesen Abstand zu Fundamente gefahrlos Missachten und die Schläuche direkt darunter legen? Gibt es weitere Gründe ausser das dort kein Regeneration durch Regen stattfindet und die Bodenplatt keinen Frost verträgt?

Im Tool bleit der Abstand bei 1,5m egal ob ich 1,5m tief oder 2,5m tief bin! Natürlich für den Punkt Regeneration ist dies irrelevant aber fur den Punkt Frost in meine Augen nicht!
Gibt es dafür eine Tabelle o. Ä?

Die Regeneration solte erst einmal ignoriert werden!
Ich warte gerade meine HLB ab um dann mit der Dimensionierung der RGK zu beginnen!


Gruß HHead

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 24.07.2019 15:59:22
0
2806168
Grenzabstand ist notwendig wegen behördlicher Auflagen und weil man, wenn man näher herangeht, u.a. Schäden am Nachbargrundstück verursachen könnte, wenn z.B. der Graben am Rand einbricht. Und bei 1m Grenzabstand ist gewährleistet dass auch der Nachbar einen Graben 1m von der Grenze anlegen kann, ohne dass ihr euch nennenswert gegenseitig beeinträchtigt.

Unter das Fundament oder zu nahe ans Haus darfst du nicht, weil sich der Boden beim Gefrieren ausdehnen kann. Das muss nicht bei jedem Boden passieren, aber wenn dann könnten die Schäden enorm sein - du möchtest sicher keine Risse im Haus haben.
Die Regeneration ist höchstens ein nachgeordneter Punkt dabei.

Theoretisch könnte man einen Graben so auslegen dass du auch unter das Fundament kannst - wenn er sicher frostfrei ist. Das erreichst du nur wenn so viel Platz vorhanden ist, dass es schlichtweg nicht nötig ist, unter das Fundament zu legen.

Grüße
Frank

Verfasser:
Highhead
Zeit: 24.07.2019 16:33:57
0
2806181
Hallo Frank, Dankeschön fur die schnelle Antwort.

Nun ja das mit gefrierendem Boden hatte ich nun nur teilweise bedacht, dachte der Frost wäre schädlich fur die Bodenplatte :).

Meine Gedanken sind eher Zukunftsorientierte, um eine bestimmte Tiefe zu verlegen um im Fall eines Anbaus/Garage/größere Partyhütte noch relativ frei planen zu können! Naja aber wenn das einfach möglich wäre, würden RGK wohl nicht mehr so unbekannt bzw selten sein hier in D.

Ist das heben des Bodens ein Effekt, der bei einer Anlage ohne "Puffer" also HLB 6kW, Graben 6kW und Wärmepumpe modelierend 3-10kW jährlich vorkommt oder nur wenn die 6kW Bedarf nicht aussreichen weil die Normaussentemperatur sich stark verändert bzw slikys falsch verlegt wurden
(kalte Ende zu Dicht gelegt)?

Wird der Effekt des zerstörerischen Hebens durch mehr Tiefe zumindest merkbar abgeschwächt?

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 24.07.2019 16:43:10
0
2806186
Das hängt an erster Stelle von der Bodenart ab. Bei einem trockenen Sandboden wird vermutlich nie etwas passieren, egal wie tief du den einfrierst. Andere Böden sind da sensibler, vor allem schwere bindige Tonböden.

Das ist in den Auslegungen enthalten, sodass nach menschlichem Ermessen nichts passieren dürfte. Wir sind dabei sehr vorsichtig, weil man immer davon ausgehen muss dass die realen von den angenommenen Bedingungen abweichen können, es Extremereignisse gibt und man auch eine gewisse Fehlertoleranz braucht.

Wenn du später in bestimmten Bereichen noch etwas ändern möchtest wie einen Weg zu bauen oder ein Gartenhaus dann kannst du in diesem Abschnitt die Rohre einfach geradeaus verlegen statt slinky. Dann passiert dort nichts.

Wenn du spezielle Pläne hast frage uns hier einfach.
Aber versuche nicht das System zu verbessern indem du, wie viele hier, meinst, noch ein extra Rohr rein werfen zu müssen, den Graben tiefer, länger oder breiter zu machen usw. Der zusätzliche Aufwand steht in aller Regel in keinem Verhältnis zum Aufwand. Die Auslegung ist so, dass es nur noch wenig Potenzial nach oben gibt und viel Sicherheitspolster nach unten.

Wird der Effekt des zerstörerischen Hebens durch mehr Tiefe zumindest merkbar abgeschwächt?

Bei gleicher Breite und Länge des Grabens ja, weil die minimale Soletemperatur etwas höher liegt. Aber: die nach Ertrag gewichtete mittlere Soletemperatur und damit die Jahresarbeitszahl bleibt unverändert, Abweichung meist <1% in beide Richtungen. Da mit der Tiefe der Aufwand steigt und zudem Gefahr beim Arbeiten im Graben entsteht würde ich davon abraten, ohne Not tiefer zu gehen. Wenn du im Trenchplanner grünes Licht bekommst gibt es auch keine Notwendigkeit mehr, zusätzliche Maßnahmen gegen Hebungen zu ergreifen, weil es dann keine geben wird.

Grüße
Frank

Verfasser:
Highhead
Zeit: 24.07.2019 17:04:44
0
2806190
Natürlich werde ich vor Ausführung einen Plan einstellen und hoffe das sich jemand meiner annimmt! Wenn möglich werde ich auch als Azubi versuchen praktische Erfahrungen zu sammeln, passender Theard ist schon gefunden :)

Nun ich versuche nicht unbedingt das System zu verbessern, jedoch liege ich schon tief und somit könnte ich aus einen 2m tiefen Graben einen 4m Tiefen erstellen(noch kein Bodengutachten und keine Messungen vorhanden)

Dadurch hält sich der Mehraufwand und die Gefahr in Grenzen, aber der Effekt war mir nicht bekannt bzw konnte keine Infos hierzu finden!

Wie wäre denn die Allgemeine Meinung zu:

Bodengutachten bei feuchten Lehmhaltigen Boden noch notwendig?

HLB nach PHPP , Sicherheitaufschlag 15% weil es kein Passivhaus wird oder gilt die Rechnung für alle nach EnEV 2019 erstellten Häusern,
bzw ist dies und mehr bereits alles in dem genannten Puffer nach unten enthalten?

Gruß und Danke HHead

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.07.2019 17:45:43
0
2806197
- Wenn Du im Trenchplaner "Lehmiger Sand" auswählst vermutlich nicht.
Ansonsten könntest Du Dich heran versuchen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fingerprobe_(Boden)

- PHPP kann man auf jedes Haus anwenden. Kein Sicherheitzzuschlag.
Die Methode wurde entwickelt, weil die DIN-Heizlast für gut gedämmte
Neubauten und das ist nun im Prinzip jeder Neubau, nicht taugt.

Du musst das Grundstück 2 Meter aufschütten, wenn ich das richtig verstanden
habe?
Dann würde ich die Solerohre nur so tief vergraben, das sie geschützt sind.

Grüsse

winni

Verfasser:
Highhead
Zeit: 25.07.2019 08:58:06
0
2806327
Hallo, schön das sich zwei solch Fähige Leute wie winni und Frank sich meinen Fragen annehmen! :)

Ja ich muss ordentlich Aufschütten und dachte deshalb tiefer = besser für ggf späteres bebauen!
Gebuddelt hab ich schon, dachte nur wenn ich wirklich viel tiefer gehe, das ein Bodengutachten sinvoll wäre!

Gibt es noch weitere rational Gründe warum du die Rohre nur sicher legen würdest winni?
Sicherheit, Aushub und weniger Auffand sind klar!

1m Grenzabstand zum Nachbarn (1,5m bei einem Zaun mit fundament?)
1,5m Abstand zu Haus/Garage und wie verhält es sich bei einem Caport?

0m Abstand zu öffentlichen Grenzen, hab ich das mal richtig Aufgeschnappt? Etwas Abstand wird aber wohl sinvoll sein...

Bei gepflasterten Flächen kann ich gefahrlos drunter her gehen mit Slikys oder besser nur gerade?
Macht es auch bei versiegelten Pflaster, also nicht Regendurchlässig Sinn oder wird es hier problematisch bezüglich der Regeneration durch Regenwasser ggf auch bei gerader Verlegung?

Fragen über Fragen...
Bin für jede Hilfe dankbar, den Basiswissentheard und die Seite habe ich bereits durch!

Verfasser:
Highhead
Zeit: 13.08.2019 06:17:32
0
2812523
Moin, moin alle zusammen...
Ich möchte immer noch einen RGK umsetzen, besitze leider noch keinen EnEV ausweis um meine Heizlast abschätzen zu können!

Aber mal angenommen:
Heizlast 11kw
Kollektor 9kw
NIBE F1255-12

Macht es sinn in diesem Fall ein RGK umzusetzen, da diese Heizlast, welche ja wenn überhaupt nur ein paar Tage im Jahr benötigt wird mit dem Heizstab aufzufangen oder würde dies zu Problemen führen? (ausser schlechter JAZ)
Also die Solltemperatur bis - 3 Grad uber RGK und den rest über den Heizstab?

Gruß HHead

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 13.08.2019 08:09:31
0
2812540
Das würde ich nach Möglichkeit zu vermeiden suchen.

Aus zwei Gründen: kann in einem strengen Winter sehr teuer werden.
Und es ist schlecht für die Energiewende, weil du dann gerade in der Zeit, wo Strom am knappsten ist, eine hohe Leistung mit dem Heizstab ziehst.

Besser als Ergänzung wäre dann ein Pelletofen. Habe ich selbst für die Gemütlichkeit, verbrenne aber nur ein paar Säcke pro Jahr.

Bei der Kombination nominal 11 kW Heizlast und 9 kW Graben laut Trenchplanner ist eine Zusatzheizung auch so gut wie nie notwendig. Der Graben hat reichlich Reserve, und in der Heizlast stecken auch noch welche. Würden wir uns noch mal genauer anschauen wenn du die ENEV hast.

Heizstab sollte immer nur ein Notnagel sein, den man z.B. bei einem Defekt einsetzt.

Grüße
Frank

Verfasser:
crink
Zeit: 13.08.2019 11:18:34
0
2812603
Hi,

lass uns konkret über Deine Planung diskutieren. Zeig den Grabenplan. Mache genaue Angaben zur Lage. Führe die von winni verlinkte Fingerprobe durch. Dann lässt sich mehr dazu sagen, ob auch ein knapp kalkulierter Kollektor sicher und ohne Zusatzheizung eingesetzt werden kann.

Die Angaben im TrenchPlanner sind Worst-Case-Betrachtungen, so dass es damit auf jeden Fall klappt. Da ist je nach Standort durchaus noch Reserve enthalten (es sei denn, Du lebst in Braunlage, das ist einer der Referenzstandorte...). Es gibt dann noch ein paar Tricks wie zusätzliche Rohrmeter oder Doppelstock-Verlegung, die allerdings mit Mehrkosten verbunden sind. Die Mehrkosten sind manchmal besser in zusätzlicher Dämmung des Hauses untergebracht. Das lässt sich allerdings erst nach Offenlegung Deines Projekts sagen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Highhead
Zeit: 10.10.2019 11:47:30
0
2837406
Hallo alle zusammen,
Ich bin weiterhin hier am lesen und werde auch meinen Plan des RGK weiter verfolgen :)
I
Nun besitze ich den EnEV und würde gerne mal über allgemeine Verbesserungen nachdenken!

Soweit ich mich eingelesen habe ist der Ht wert 0,34 nicht wirklich ambitioniert!

U werte
Aussenwand: 0,185
Fenster : 1,1
Dachfenster : 1,3
Eingangstür: 1,3
Bodenplatte 0,170
Dach 0,232

Jährlichenr Nutzenergiebedarf 27350kwh/a
Jährlicher Energiebedarf : 8600kwh/a
Jahrlicher Primärenergiebedarf:15500kwh/a

Dach und Aussenwand sollte sicher verbessert werden oder wie ist eure Meinung zu diesen Werten?

Das Dach wird sicherlich besser werden, Dämmung wird auf dem Dachboden ausgelegt!



https://drive.google.com/folderview?id=1-36Fr5_i7latd6oVIiOHm9M-KTkb9Z7L

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.10.2019 12:23:16
0
2837421
Ja, 0,34 ist mies, zumal schon der kleinere Wärmebrückenzuschlag 0,05
verrechnet wurde.

- Aussenwand ist okay, wenn auch nicht besonders.
Du könntest 032er Dämmwolle nehmen und vielleicht auch dickere.

- Fenster 1,1 geht gar nicht, zumal Du große Fensterflächen hast.
Ein aktuelles 3-fach-Glasfenster sollte sich um 0,8 bewegen.

- Bodenplatte ist okay.

- Dach würde ich auf maximal 0,15 bringen.

Hast Du die Heizlastabschätzung im Trenchplaner mal ausgefüllt?
Die Werte findest Du im Energieausweis.

Grüsse

winni

Verfasser:
Highhead
Zeit: 10.10.2019 14:17:17
0
2837467
Hi winni, schön das du dich hierhin wieder verirrt hast!

Ja ich habe es bereits eingetragen und komme auf 14,5 kWh...was natürlich echt viel ist!

Die Aussenwand kann ich nur durch eine bessere Dämmung verbessern, diese dicker zu machen wird nicht möglich sein!
Die Bodenplatte hatte ich vorher schon direkt angesprochen, da das Argument von dir in anderen Theards überzeugt, dass ich dort nie wieder ran komme!
Ich hoffe das da eine gute Balance zwischen Kosten und Nutzen gefunden wurde!

Die Fenster sind ja noch nicht bestellt o. Ä, hier wurde wahrscheinlich erst einmal mit einem worst case gerechnet, hier werde ich demnächst ansetzen und kann sicherlich etwas verbessern!

Die große Frage die mich eigentlich umtreibt ist der Wert des Dach's! Wir hatten bereits über aufdopplung der Sparen nachgedacht! Die sollte dann doch einen merkbaren Effekt haben oder gib es noch andere Optionen als bessere und dickere Dämmung zwischen den Sparren zu packen?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.10.2019 14:52:08
0
2837476
Statt die Sparren längs aufzudoppeln, kannst Du eine Untersparrendämmung
anbringen.
Dazu quer aufdoppeln, dann wird der schlechter dämmende Sparren noch
überdämmt:
https://www.bauen.de/a/do-it-yourself-untersparrendaemmung.html

Alternativ kann man auch auf dem Sparren eine durchgehende Dämmschicht
aufbauen, z.B. mit Holzfaserdämmplatten.

Grüsse

winni

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