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Planung Wärmepumpenheizung mit PVT-Kollektoren und Ringgrabenkollektor für ZFH in Thüringen
Verfasser:
joechorn
Zeit: 07.08.2019 18:40:29
0
2811010
Hallo,

wir sind gerade in der Hausplanung und damit auch auf der Suche nach einem geeigneten Heizkonzept. Zuerst sind wir dabei auf die Möglichkeit der Koppelung von PVT Kollektoren mit einer Wärmepumpe gestoßen (v.a. das SOL Autark Terr System von RES Energie finde ich recht Interessant) und die möglichekit das ganze dann noch mit einer Erdwärmeanlage zu koppeln. Gerade die Koppelung soll die benötigte Fläche verringern. Auf der Suche nach platzsparenden Erdwärmekollektoren bin ich dann hier auf HTD auf den Ringgrabenkollektor gestoßen und finde das Konzept sehr Interessant. RES Energie bietet aber keine Ringgrabenkollektoren an, sondern nur normale Flächenkollektoren und Kollektoren von Geocollect (Ich bin jedoch bis jetzt noch nicht sehr überzeugt von dem Gecollect System, da ich es für sehr aufwändig halte und ich die Haltbarkeit eines durchgehenden Schlauches für deutlich besser halte als viele miteinander verschweißte Kunststoffkörper).

Das Haus soll in KFW40+ Standard gebaut werden, hat 280m² Wohnfläche und ca. 80m² Nutzfläche. Die genaue Heizlast kenne ich aktuell noch nicht, da warten wir noch auf die Berechnungen vom Energieberater. Anhand des Trenchplaners komme ich auf ca. 10,5kW (kenne jdoch HT' noch nicht genau).

Das Bodengutachten steht leider auch noch aus, laut der Onlineauskunft des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz ist jedoch sandiger Lehm zu erwarten. Erdwärmesonden scheue ich etwas, da sie zum einen recht teuer sind und laut der Online Auskunft das Grundstück auf ehemaligem Bergwerksgebiet steht, weshalb für die Genehmigung eine Einzelfallentscheidung notwendig ist.

Ich habe mal den Trenchplaner (V1, V2, die Ausrichtung ist jeweils nach Süden) bemüht, wobei ich aktuell nur 1m Grenzabstand eingehalten habe. So wie ich den Leitfaden für Erdwärme in Thüringen verstehe, ist zu den Grundstücksgrenzen auch bei Flächenkollektoren 5m Abstand einzuhalten, wir haben jedoch vor schoneinmal im Vornherein die Zustimmung der zukünftigen Nachbarn einzuholen, sodass wir hfftl. nur 1m Abstand halten müssen.


Wir haben auf dem Grundstück recht starke Höhenunterschiede (ca. 10m maximal), und hier im Forum hatte ich gelesen, dass zumindest geringe Höhenunterschiede keine Probleme bereiten. wir haben jedoch schon recht große Höhendifferenzen. Ist das Problematisch, solange die Hausanschlüsse jeweils die höchsten Punkte sind?

Gibt es bisher Erfahrungen, ob sich die Verringerung der benötigten Fläche auch bei Ringgrabenkollektoren, analog zu Flächenkollektoren bei der Kombi mit PVT-Kollektoren abbilden lässt?

Über google habe ich leider nichts finden können, aber ist zufällig jemandem ein Unternehmen bekannt, das RInggrabenkollektoren in Türhingen anbietet?(Ansonsten würden wir das pinzipiell aber auch selber übernehmen)

Vielen Dank schoneinmal für die ganzen Infos, die hier Im Forum schon gesammelt sind. Über Feddback zu der bisheringen Planung würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße
joechorn

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 07.08.2019 19:14:00
1
2811015
Der RGK zeichnet sich dadurch aus dass man nahezu alles selbst machen kann, sofern man etwas handwerklich begabt ist, zzgl. Baggerfahrer. Sicher die günstigste Erdwärmequelle die man sich vorstellen kann. Der Geocollect-Kram schlägt hier sporadisch auf, meist zu klein dimensioniert und dann auch noch in Sand gebettet, mieser Leistungsentzug (Sand wirkt wie Dämmung wenn nicht nass).

Von PVT würde ic/ abraten, sollte Dein Garten genug Fläche für den RGK hergeben, keep it simple, we4 weiß wie lange man Ersatzteile dafür bekommt. Der RGK ist im Somme4 eh sehr stark, da die Soletemperaturen durch die Sonneneinstrahlung recht hoch sind. Wichtig wäre noch eine gute modulierende und zur Heizlast passende Wärmepumpe.

Verfasser:
joechorn
Zeit: 13.08.2019 16:50:50
0
2812712
Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
Der RGK zeichnet sich dadurch aus dass man nahezu alles selbst machen kann, sofern man etwas handwerklich begabt ist, zzgl. Baggerfahrer. Sicher die günstigste Erdwärmequelle die man sich vorstellen kann.

Ich bin prinzipiell auf jeden Fall nicht abgeneigt, den RGK selber umzusetzen, in der "Arbeitshilfe oberflächennahme Geometrhie" des Freistaats Thüringen, welche zur Beurteilung durch die unteren Wasserbehörden herangezogen wird ist jedoch (in Punkt 4.2) als Anforderung die Planung und Errichtung durch qualifizierte Fachbetriebe gefordert. Ich habe deswegen auch schoneinmal dort angerufen und von eigenleistung waren die sehr unangetan. Deswegen werde ich vermutlich nicht um einen Fachbetrieb, der zumindest seine Unterschrift drunter setzt, herumkommen.

Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
Von PVT würde ic/ abraten, sollte Dein Garten genug Fläche für den RGK hergeben, keep it simple, we4 weiß wie lange man Ersatzteile dafür bekommt.


Zu PVT Kollektoren muss ich sagen, dass ich das rein aus technischer Sicht recht reizvoll finde, gerade wegen der längeren (elektrischen) Lebensdauer der Module und der mittleren Ertragssteigerung von c. 5-10% durch die Kühlung. Außerdem sollte sich ja im Sommer noch ein Teil der Wärme durch die PVT Module decken lassen. Leider habe ich hierzu aber noch keine Aussagekräftigen Studien oder Zahlen gefunden, welche PVT-Erdwärmesysteme betrachten und die Eneegieeinsparungen durch die Kombination beziffern, wenn die PVT-Wärme für Warmwasser gepuffert wird. Daher weiß ich auch nicht sicher, ob das ganze wirklich Sinnvoll ist, gerade wegen der Gefahren, da die Technologie noch ein Nieschendasein pflegt.

Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
Der RGK ist im Somme4 eh sehr stark, da die Soletemperaturen durch die Sonneneinstrahlung recht hoch sind. Wichtig wäre noch eine gute modulierende und zur Heizlast passende Wärmepumpe.


Was heißt er ist im Sommer eh sehr stark? Kann man das Quantifizieren, z.B. welche mittlere Soletemperatur ist im Sommer zu erwarten? Ich dachte bisher, dass die Regeneration der Kollektoren vor allem durch Regenwasser und nicht durch die Sonneneinstrahlung geschieht? Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass es bei längeren Trockenperioden, die es in den letzten Jahren ja doch gehäuft gab, durch geringere Bodenfeuchtigkeit gerade im Sommer Probleme geben könnte (ist natürlich sehr spakulativ).
Jedoch besteht natürlich auch ncoh die Möglichkeit der Kombination mit einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Sollte dann ja zudem mehr Förderung durch die BAFA geben.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 13.08.2019 17:04:44
0
2812719
Also PVT finde ich Spielerei. Das Warmwasser wird mit einem Grabenkollektor bei > 15 Grad C Soletemperatur im Sommer ohnehin sehr effizient mit Arbeitszahl 4,x erwärmt. Technisch vielleicht interessant, wirtschaftlich wahrscheinlich nicht.

Deine Heizlast dürfte deutlich zu hoch angesetzt sein, als KfW 40 auch für die große Hütte nicht mehr als 7-8 kw.

Gib doch mal Deine Grundstücksdaten, Haus usw. im Trenchplaner ein und veröffentliche hier einen auf dem Server gespeicherten link...

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html

200-qm freie Fläche sollten eigentlich reichen. Der "Solarthermieanteil" im Sommer und Übergangszeit durch die PVT bringt wenig bis nichts zur Flächenreduktion des Kollektors.

Ziel wäre es für mich, auch so ein großes Haus mit einer kleinen, leistungsgeregelten WP wie der NIBE F1255 PC-6 zu beheizen, die kann bei Bedarf bis auf 7,5 kw freigeschalten werden.

Verfasser:
joechorn
Zeit: 13.08.2019 22:23:36
0
2812861
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Also PVT finde ich Spielerei. Das Warmwasser wird mit einem Grabenkollektor bei > 15 Grad C Soletemperatur im Sommer ohnehin sehr effizient mit Arbeitszahl 4,x erwärmt.

Ok, danke, die Soletemperatur hätte ich im Sommer eher so auf 10°C geschätzt.

Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Deine Heizlast dürfte deutlich zu hoch angesetzt sein, als KfW 40 auch für die große Hütte nicht mehr als 7-8 kw.

Ich habe da den Trenchplaner genutzt und sehr großzügig mit H'T 0,3 gerechnet und alles aufgerundet um auf der sicheren Seite zu sein. Ich hoffe auch eher, dass wir bei 7-8kW rauskommen, aber Wir warten im Moment noch auf der Energieberater.

Sorry, hatte die Links vom Trenchplaner vll. etwas versteckt:
V1: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=869Cdl169MXsup49uqD7
V2: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=GRavUKPko90cXbNJgkX8

Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
200-qm freie Fläche sollten eigentlich reichen. Der "Solarthermieanteil" im Sommer und Übergangszeit durch die PVT bringt wenig bis nichts zur Flächenreduktion des Kollektors.

Die Kombination mit Solarthermie hatte ich nicht unbedingt zur Regeneration gedacht, habe mich etwas zu Erdreich regeneration belesen und laut link bringt die Regeneration praktisch keinen Nutzen, deshalb war das eher als Ergänzung gedacht, um Im Sommer die Wärmepumpe zu Schonen und Strom zu sparen.

Die NIBE Wärmepumpen werden hier im Forum ja scheinbar recht häufig vorgeschlagen, hat das Spezielle Gründe, sind das z.B. die besten?

Vielen Dank für das Feedback auf jeden Fall!

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