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Zentrale Lüftung ohne Geräusche?
Verfasser:
Kajjo
Zeit: 09.08.2019 15:56:23
0
2811589
Hallo!

Ich plane gerade einen Neubau (180 qm Bungalow) und muss mich auch bezüglich Lüftung entscheiden.

Ich bin recht geräuschempfindlich. Vor einem Jahr habe ich mal als Gast bei einer Familie mit zentraler Lüftung übernachtet und das ging gar nicht. Deutliches Hauchen/Rauschen die Nacht über. Und nein, ich möchte mich nicht daran gewöhnen.

FRAGE 1: Kann man eine zentrale Lüftungsanlage zu auslegen, dass man im Schlafzimmer nachts nichts hört oder bleibt realistisch gesehen immer ein Restgeräusch? Bitte nüchterne, ehrliche Antworten.

FRAGE 2: Welche technischen Punkte muss man beachten, damit es so leise wie möglich wird. Rohrdurchmesser? Größe des Geräts? Volumenstrom? Anzahl der Auslässe?

FRAGE 3: Mir wurde in einem Vorgespräch zum Beispiel die Anlage "Wolf CWL-300" vorgeschlagen. Hat jemand Erfahrungen damit? Welche anderen Modelle sollte ich mir mal anschauen?

Vielen Dank im voraus!

Verfasser:
passra
Zeit: 09.08.2019 16:19:57
0
2811591
Also bei uns hört man da nichts, auch nicht nachts. Wohnfläche 200m2.
Ist eine Zehnder 350, die im Normalbetrieb (also immer) mit 180m3/h läuft. Schaltet man auf Vollgas (bei uns 300m3/h), dann erst hört man es rauschen.
Gerät selbst steht im Keller.

Also:
Anlage groß genug auslegen, kein Tellerventil über 20m3/h. Braucht es in einem Raum mehr, dann auch mehr Ventile. Nach dem Lüftungsgerät einen ausreichend großen Schalldämpfer in die Zuluft einbauen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.08.2019 16:56:49
0
2811595
Luftströmung im Rohr unter 1m/s, ausreichend Auslässe wurden bereits genannt, quelluftauslässe mit Geschwindigkeit an der Öffnung unter 0,2m/s wären noch perfekter, dann noch ausrechend Schalldämmung hinter dem gerät, und für besonders emfindliche Telefonieschaldämpfer zwischen den Räumen wennn man keine Sernverrohrung nimmt.
Irgendwann ist es so leise dass keiner mehr was hört. Es ist eine Auslegungsfrage.

Verfasser:
msfox
Zeit: 09.08.2019 17:25:00
0
2811599
Wir haben eine AP Pluggit 310 incl. der Luftkanäle vom Hersteller.
Auf Stufe 1 hört man quasi nix im ganzen Haus
Auf Stufe 2 hört man es im Wohnzimmer, welches nur durch eine Tür bzw. Holztreppe zum Technikraum getrennt ist. Hier hört man aber nur die Geräusche der Anlage aus dem Raum, wenn es wirklich mux-mäuschen-still ist. Im OG (Schlafräume) röhrt man nix.
Auf Stufe 3 hört man leichte Luftgeräusche im ganzen Haus.
Aber: Nach einem Jahr begann der Zuluft-Lüfter mit quitschen. Dieser wurde von Pluggit kostenlos getauscht - kostet sonst ca. 500€. Trotz des Preises für einen Lüfter (Papst-Lüfter), scheint es ein bekanntest Problem zu sein.
Entscheid bei den Geräuschen ist a) die Verlegung und b) die Art der Kanäle.
Ein bekannter Tontechniker hat mir dazu gesagt, dass man hier z.B. keine glatten Kanäle verwende darf, sondern welche die drinnen gedreht sind. Die von Pluggit sind drinen wie ein flexibler Schlauch wie ein Art Zieharmonika...
Bei der Verlegung sollte auf enge Bögen verzichtet werden. Je weniger Bögen, desto besser.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 09.08.2019 17:38:53
1
2811604
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Luftströmung im Rohr unter 1m/s, ausreichend Auslässe wurden bereits genannt, quelluftauslässe mit Geschwindigkeit an der Öffnung unter 0,2m/s wären noch perfekter, dann noch ausrechend Schalldämmung hinter dem gerät, und für besonders emfindliche Telefonieschaldämpfer zwischen den Räumen wennn man[...]

Richtig, für geräuschempfindliche Bewohner sind die Quellauslässe die beste Lösung. Natürlich sind in der Anlage entsprechende Schalldämpfer notwendig.

Außerdem sollte man bei der Planung die passende Lüftungsart (z. B. Quelllüftung) wählen.

Verfasser:
passra
Zeit: 09.08.2019 18:43:22
0
2811613
Zitat:
Ein bekannter Tontechniker hat mir dazu gesagt, dass man hier z.B. keine glatten Kanäle verwende darf, sondern welche die drinnen gedreht sind


Bei mir ist die Anlage zu geschätzt 80% mit Kunststoff Rechteckkanal (also innen glatt) aufgebaut. Trotzdem hört man nichts aus den Rohren.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 09.08.2019 21:21:19
0
2811643
Zitat von msfox Beitrag anzeigen
Ein bekannter Tontechniker hat mir dazu gesagt, dass man hier z.B. keine glatten Kanäle verwende darf, sondern welche die drinnen gedreht sind. Die von Pluggit sind drinen wie ein flexibler Schlauch wie ein Art Zieharmonika...
Bei der Verlegung sollte auf enge Bögen verzichtet werden. Je weniger Bögen, desto besser. [...]

Wieviele Anlagen hat der denn schon geplant, gebaut und eingemessen?

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 10.08.2019 22:03:53
0
2811884
Ich habe eine CWL 300 Excellent, mit 75er Flexrohren in den Elementdecken. War mit dem ursprünglichen Zustand beim Einzug nicht zufrieden, zu laut. Nachts im Schlafzimmer ging nur reduzierte Stufe (die allerdings für CO2 durchaus gereicht hat). Nach einigem Optimieren der Leitungsführung im Technikraum, Einstellen der Luftmengen, einem zusätzlichen Schalldämpfer (60cm) bin ich ziemlich zufrieden, nachts kann man jetzt die Luftmenge der normalen Stufe lassen. Und es steht noch der Bau einer Taschenfilterbox für die Außenluft aus, danach müsste wegen weniger Druckverlust die Lautstärke noch weiter runtergehen.

Aber: völlig still ist es mit einer KWL nie! Wer SO empfindlich ist, dass ihn jedes Geräusch stört, der sollte wohl die Finger davon lassen. Mich stört das gleichmäßige, tieffrequente Hintergrundrauschen nicht, das ich nach den Optimierungen erzielen konnte. Ob eine Q350, die nach den Prospektwerten noch leiser ist, da wirklich was bringt, kann ich natürlich nicht sagen.

Technisch gesehen ist die CWL 300 etwas älter als die Q350, dafür aber sehr viel leichter mit freien Methoden anzusteuern, mit Ebus z.B. Die Zehnder ist da viel zickiger, da an sich nur über die Hersteller-App anzusteuern. Es gibt von Brink inzwischen die Flair 325, die ist wohl auf dem gleichen oder einem besseren Stand als die Zehnder.

Zu beachten gibt es viel und das hängt vom Einzelfall ab... möglichst großer Rohrdurchmesser und kurze Leitungen ist das einzige, was man so ohne Weiteres sagen kann. Also nicht mit 63mm Flexrohren abspeisen lassen!

Verfasser:
passra
Zeit: 10.08.2019 22:22:42
1
2811888
Was bitte, willst du da von außen steuern? Das Ding wird eingeschaltet und läuft dann durch. Vielleicht noch einen CO2-Sensor, geht aber auch ganz gut ohne. Bei mir läuft die KWL seit 20 Jahren Jahr und Tag in Stufe 2 durch. Alle paar Wochen in der App die Drehzahlen kontrollieren, um den Status der Filterverschmutzung zu sehen, kucken ob Alarme anstehen, fertig.
Bei uns hört man in den Wohnungen NICHTS, kannst ja gerne mal vorbeikommen :-) War mit der alten Anlage so und ist mit der Zehnder genau so.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 10.08.2019 22:56:52
0
2811896
Es gibt aber Leute, die sehr geräuschempfindlich sind. Als "normaler" Mensch wird man das nicht verstehen können. Ich habe vor einigen Jahren auf meiner Homepage und bei SHKwissen einige Informationen über Infraschall, Ultraschall und Gegenschall ins Internet gesetzt.

Seitdem bekomme ich wöchentlich einige Anfragen und Anrufe von Menschen, die von derartigen Geräuschen krank geworden sind und nirgends Hilfe bekommen. In den meisten Fällen ist die Ursache der Geräuschentstehung unbekannt. Leider kann ich auf dem Gebiet auch nicht viel weiter helfen.

Deswegen finde ich die Beiträge, die über ihre eigenen "lautlosen" Anlagen berichten, zwar wurderbar, das es so ist, aber für einige, in diesem Fall der TE, sind diese wenig hilfreich.

PS: Ich könnte mich täglich über meinen Tinitus im linken Ohr, den ich seit 30 Jahren habe, aufregen. Ich habe aber meine eigene Methode (ignorieren und überlagern mit bestimmten Geräuschen) gefunden, damit zu leben.

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 11.08.2019 06:14:50
0
2811920
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Kann man eine zentrale Lüftungsanlage zu auslegen, dass man im Schlafzimmer nachts nichts hört

ich bin im bereich geräusche auch sehr sensibel..

fast jede lüftunganlage hat einen externen steuereingang (meistens 10v)
über den kann man, im zusammenspiel mit einer haussteuerung, die anlage an sehr viele bedürfnisse anpassen.

meine vallox z.b wird über meine homematic sowohl über temp als auch über feuchtigkeit und zeit geregelt.
also abends zum einschlafen auf eine niedrige (unhörbare) stufe, nachts lagsam wieder etwas höher.
tagsüber und bei dusch-/badefeuchtigkeit dann durchlüften.

die vallox eigene steuerung ist aber sch....

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 11.08.2019 16:13:44
0
2812049
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Was bitte, willst du da von außen steuern? Das Ding wird eingeschaltet und läuft dann durch.[...]


Kann man so machen, ich will aber die volle Kontrolle über die Anlage. Und zwar Sensoren und Aktoren, also Temperaturen und Drehzahlen etc. sehen, Stufe und Volumen steuern, Bypass etc. Z.B. wird meine Anlage abhängig von der Dunstabzugshaube in die Intensiv-Stufe geschaltet und läuft dann etwas nach. Mit der Hersteller-App geht das so nicht. Also bitte Abstand nehmen von "warum willst Du das, das geht doch auch prima ohne"-Beiträgen! Ich will das so, und Zehnder lässt es mich - so einfach - nicht machen.

Und wie OldBo richtig bemerkte, es mag ja Leute geben, die ihre Anlage für lautlos halten. Bzw. denen sie tatsächlich so erscheint, also subjektiv. Objektiv kann ich das schlicht nicht glauben, es wird spätestens ab Nennlüftung wohl immer ein wahrnehmbares (im besten Fall aber nicht störendes) Geräusch geben. Vielleicht ist es auch so, dass man bei laufender KWL nichts zu hören glaubt, beim Abschalten einem aber etwas "fehlen" würde.

Und es hängt extrem von der Planung und Ausführung der Anlage ab. Leider ist scheinbar bei den meisten Installateuren da nicht viel Engagement gezeigt, um es mal vorsichtig zu sagen. Meiner war denke ich schon im oberen Viertel, aber auch der hat ein paar nicht so dolle Details gebaut, die ich dann nach und nach korrigiert habe. Und die trotz vermeintlicher Geringfügigkeit in Summe die KWL deutlich leiser machten.

Insofern ist das beliebte "Unsere ist lautlos, kannst ja mal Probehören kommen" total sinnlos! Das wäre ja nur bei 1:1 identischen Häusern mit identischer Leitungsführung möglich, und wo bitte ist das schon so?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.08.2019 16:20:46
0
2812053
Richtig. Und auch die Hintergrund- bzw. Umgebungsgeräusche (Grundgeräuschpegel) spielen dabei eine große Rolle.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.08.2019 16:59:05
0
2812070
Zitat von NeuDLi Beitrag anzeigen
Zitat von passra Beitrag anzeigen
[...]


Und es hängt extrem von der Planung und Ausführung der Anlage ab. Leider ist scheinbar bei den meisten Installateuren da nicht viel Engagement gezeigt, um es mal vorsichtig zu sagen. Meiner war denke ich schon im oberen Viertel, aber auch der hat ein paar nicht so dolle Details gebaut, die ich dann nach und nach korrigiert habe. Und die trotz vermeintlicher Geringfügigkeit in Summe die KWL deutlich leiser machten.[...]

Die Lüftungstechnik war und ist immer noch das Stiefkind des Gewerks. Was nach der Zusammenlegung der verschiedenen Berufe (Gas- und Wasserinstallateure, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer, Teile der Klempnerei, Elektro- und Regelungstechnik) noch extremer geworden ist.

Außerdem reden wird bei diesen Anlagen (zentrale und dezentrale KWL) eigentlich nicht über die wirkliche "Lüftungstechnik". In der Regel sind das Baukastensysteme einfachster Art, bei denen die Planung in der Regel von den Herstellern gemacht wird, die dann nicht einmal vor Ort waren, also das Haus und den Bauherren nicht kennen oder sie werden vom Bauherren nach den Angaben im Internet selber "geplant" und "gebaut".

Die Planung und Ausführung der Anlage setzt viel Erfahrung voraus. Von einer wirklichen Kanalnetzberechnung kann in den meisten Fällen keine Rede sein. Das gilt auch für den pneumatischen Abgleich.

Die Ergebnissen sehen (und hören) wir dann immer wieder.

PS: Und ich bin sicher, dass die meisten Leser die angebotenen Links nicht lesen werden.

Verfasser:
passra
Zeit: 11.08.2019 19:04:34
0
2812123
Zitat:
Und es hängt extrem von der Planung und Ausführung der Anlage ab.

Na, da sind wir uns immerhin einig...

Verfasser:
Thorfinn Hansen
Zeit: 12.08.2019 10:30:25
0
2812235
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Hallo!
FRAGE 1: Kann man eine zentrale Lüftungsanlage zu auslegen, dass man im Schlafzimmer nachts nichts hört oder bleibt realistisch gesehen immer ein Restgeräusch? ]


Definiere "NICHTS". Inschinöre und Technikker messen Schalldruck über das Frequenzband. Das kann in Noise Rating Class zusammenfassen. Dazu gibt es technische Regeln.
Das ist aber nur begrenzt etwas mit dem subjektivem Empfinden zu tun.

Eine Lüftungsanlage auf unter NR25 zu planen und zu bauen ist möglich.
NR25 ist das was man für Aufnahmestudio / Konzertsaal fordert. Das bauen andere Leute als die, die Einfamilienhäuser bauen.
Messen ob NR25 eingehalten wird ist sehr sehr schwer.
Vogelgezwitscher durch feste 4+4+4 Verglasung ist lauter - aber halt anders.

Die Frage ist welche Alternative du hasst um ein Schlafzimmer zu belüften.
"Fenster auf" macht mehr Schalldruck - der Schall ist aber halt "anders".

Lüftungsanlagen mit geringen Schalldrücken brauchen Bauraum. Raum kostet Geld. Etagenbauhöhe kann durch den Bebauungsplan begrenzt sein.

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 12.08.2019 13:11:04
0
2812282
Vielen Dank für die interessanten Beiträge. Da sind wertvolle Informationen zusammengekommen, aber auch viele neue Fragen entstanden... Der Zustand "man hört die Anlage nicht" ist also nur schwierig zu erreichen.

Zusammenfassung: Druckdifferenz und Strömungsgeschwindigkeit möglichst niedrig, also große Durchmesser, kurze Leitungswege, wenig Bögen und sternförmige Verteilung. Richtig?

Große Rohrdurchmesser beachten-- Könnt Ihr bitte konkrete Zahlen für ein EFH mit 160-180 qm nennen? Wäre ein Wolf-Flachkanal 50x140 mm (70 cm2) als groß genug zu erachten? Sind Flex-Rundrohre d63 (31 cm2) zu klein?

Alternativ kam mir der Gedanke, dass bei einem Bungalow mit Betondecke ja auch einfach Isorohre mit DN160 (200 cm2) auf der EG-Betondecke verlegt werden könnten, die dann direkt die Zuluft- und Abluftventile versorgen. Das wäre ja ein sehr großer Durchmesser, der geringe Strömungsgeschwindigkeiten erlauben würde. Macht man so etwas oder ist das Quatsch?

60 cm Schalldämpfer in Abluft und Zuluft. Zusätzlich Schalldämm-Volumenstrom-Element zur Einstellung der Luftströme. Richtig?

Elastischer Anschluss an Gerät. "Segeltuchstutzen" gibt es noch oder was stattdessen bei üblichen Systemen? Richtig?

Falls man auf Kanäle in der Betondecke setzt: Welches Material ist empfehlenswerter. Rechtecke-Flachkanäle aus Blech oder ovale Flachkanäle aus Kunsstoff wie Wolf 50x140 mm-System? Sind Flachkanäle in der Betonrohdecke eingegossen grundsätzlich empfehlenswert?

Zitat von NeuDLi Beitrag anzeigen
Ich habe eine CWL 300 Excellent.... völlig still ist es mit einer KWL nie! Wer SO empfindlich ist, dass ihn jedes Geräusch stört, der sollte wohl die Finger davon lassen.

Danke. Hm, das klingt nicht gut...

Zitat von hbrockmann Beitrag anzeigen
fast jede lüftunganlage hat einen externen steuereingang (meistens 10v) über den kann man, im zusammenspiel mit einer haussteuerung, die anlage an sehr viele bedürfnisse anpassen.

Danke für die Idee. Darauf werde ich zu gegebener Zeit noch mal zurückkommen. Schön, dass es auch andere gibt, die bei Geräuschen empfindlich sind.

Ich möchte es nachts einfach komplett leise haben. Ist eine naturnahe, still Wohnlage, sehr massiver Bau, da wäre es ärgerlich, wenn man sich selbst Geräusche ins Haus holt.

Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Und ich bin sicher, dass die meisten Leser die angebotenen Links nicht lesen werden.

Danke für alle Infos. Ich habe sie gelesen und noch viel mehr. Aber man muss eben auch einen Installateur finden, der das wirklich beherrscht und die entsprechende "Liebe" und Mühe investiert.

Zitat von Thorfinn Hansen Beitrag anzeigen
Definiere "NICHTS".

Logisch, ist subjektiv und von der Person abhängig. Aber wenn ich nachts im Bett liege und still bin, dann möchte ich kein Rauschen, Summen, Hauchen, Strömen wahrnehmen können. Ich habe ein ganz normales Gehör (kein besonders gutes), mich stört aber Rauschen und Summen.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 12.08.2019 14:27:51
0
2812308
Und wenn nebenbei eine Frau (oder Mann) liegt, dann hilft beim Atmen und/oder Schnarchen nur einen eigenen Schlafraum einrichten ;>))

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 12.08.2019 18:53:09
1
2812376
Bei uns ist auch ein leichtes Rauschen wahrnehmbar, wenn es sehr still im Haus ist und man nah am Ventil sitzt. Es wird aber lauter, wenn ich ein Fenster öffne - Autos, Flugzeuge, Wind, Tiere, Kinder,...
Aber nicht falsch verstehen - so leise wie möglich muss eine KWL natürlich sein, ich meine nur, dass keine KWL auf jeden Fall von Nachteil ist, wenn man sehr geräuschempfindlich ist.

Gruß
Frank

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 13.08.2019 21:23:44
0
2812828
Nochmal konkret gefragt: Was haltet ihr von folgender Idee:

DN160 Isorohre auf der Erdgeschoss-Betondecke im Dachboden verlegen (innerhalb der thermischen Hülle).

Senkrecht durch die Betondecke zu DN160-Zuluft- und Abluftventilen direkt verbinden ... also keine Drosselung auf kleinere Durchmesser nötig.

Wäre das bezüglich wenig Geräusch optimal? Große Durchmesser, keine Drosselung, geringe Strömungsgeschwindigkeiten müsste doch passen, oder?

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 13.08.2019 22:14:35
0
2812858
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Nochmal konkret gefragt: Was haltet ihr von folgender Idee:

DN160 Isorohre auf der Erdgeschoss-Betondecke im Dachboden verlegen (innerhalb der thermischen Hülle).

Senkrecht durch die Betondecke zu DN160-Zuluft- und Abluftventilen direkt verbinden ... also keine Drosselung[...]


Meine unmaßgebliche Meinung:

Die Geräusche (der meisten KWLs) kommen nicht von der Drosselung! Maximal bei zu hohen Geschwindigkeiten aufgrund zu kleiner Leitungen und/oder fast zugedrehter Ventile kann es pfeifen, aber dann ist schon woanders was falsch gelaufen. Bei vernünftig dimensionierten Leitungen und Luftmengen dürfte das nicht maßgeblich sein.

Da es nunmal keine lautlosen Lüfter gibt, erzeugt JEDES Zentralgerät zwangsläufig Geräusche. Und diese sind der Hauptanteil. Das muss also weggedämpft werden. Einerseits durch Schalldämpfer, andererseits z.B. durch ISO-Rohre zwischen Gerät und Verteiler sowie Flexrohre zwischen Verteiler und Ventil. Und dummerweise dämpfen "dünne" und "lange" Leitungen in vielen Bereichen besser als "dicke" und "kurze" (guck dir mal die Wert des baugleichen Schalldämpfer in verschiedenen DN-Größen und Längen an). Es kann also durchaus passieren, dass bei reiner DN160-Verrohrung zwar hydraulisch alles super ist, akustisch aber die Gerätelüfter noch besser zu hören sind...

Ich bleibe dabei: vernünftig geplante Anlagen sind nicht störend! Aber lautlos (bei nötigen Luftmengen)... das klappt einfach nicht. Und leiser als ein offenes Fenster ist das ohnehin!

Verfasser:
loli
Zeit: 13.08.2019 22:23:20
0
2812860
Hallo,

ich finde die Idee gut und plane auch was in der Art als Alterswohnsitz (irgendwann in ferner Zukunft ;-)
Nur würde ich auf die teuerere Iso-Rohre verzichten, da ja innerhalb der Hülle.
Für die Abluft wollte ich sogar KG- oder HT-Rohre nehmen. Da wären mir evtl. Ausdunstungen egal.

Ausserdem würde ich statt Zu-/Abluftventilen zu nehmen, lieber eine Art Kästen mit Gipskarton abkoffern und Luftauslässe an den Seiten freilassen.
Sowas in der Art habe ich mir aktuell im Wohnzimmer für das Licht (mag indirektes Licht) gebaut und es wäre kein Problem wenn da auch die Luft großflächig ausströmt, bzw. einströmt.

Volumenstromeinstellung muss dann an den Verteilern möglich sein.

Wenn das Lüftungsgerät auch oben platziert wird, ist eine gute Entkopplung von der Betondecke wichtig! Kondensatablauf nicht vergessen!

Gruß

Verfasser:
loli
Zeit: 13.08.2019 22:34:44
0
2812863
NeuDLi hat natürlcih Recht was die Querschnitte angeht. Groß sollten sie nur sein, um niedrige Geschwindigkeiten zu erreichen und geringen Stromverbrauch zu haben. Aber wenn alles ober frei zugänglich bleibt, dann kann man so viele Schalldämpfer einbauen wie man lustig ist ;-)

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 13.08.2019 23:02:00
0
2812876
Hm, die Frage ist einfach, ob man mit so großen Durchmessern im Gesamtstrang insgesamt quasi lautlos werden kann. Ich weiß es nicht.

Ich hatte gehofft, dass Experten hier so etwas vielleicht einfach mal ausprobiert haben Die Längen der Einzelstränge wären dann zwischen 5 und 9 Meter lang. Sternverteilung natürlich.

1000 mm lange Schalldämpfer DN160 sind ja günstig zu haben (dieser für 60,00 oder dieser für nur 29,80) und würde ich in jeden Einzelstrang NACH dem Verteiler einbauen (und natürlich sowieso zwischen Gerät und Verteiler).

Ich hatte Isorohre vorgeschlagen, weil ich dachte, dass die noch zusätzlich etwas dämmen, auch gegen Schall im Dachboden. Ich schätze, dass die Strömungsgeschwindigkeit in DN160 sehr niedrig sein kann. Kann das jemand vielleicht jemand ausrechnen für 15 cbm/h?

Noch jemand Kommentare oder Erfahrungswerte zu meiner Idee?

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 13.08.2019 23:40:45
0
2812890
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Kann das jemand vielleicht jemand ausrechnen für 15 cbm/h?

Dn160-> Querschnitt=ca. 2dm^2

15000dm^3 / 2dm^2=7500dm=750m
750m/h=0,75km/h
Das ist...sehr langsam... :)

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Verfasser:
FranksBude
Zeit: 13.08.2019 23:40:45
0
2812890
Zitat:
...
Kann das jemand vielleicht jemand ausrechnen für 15 cbm/h?
Dn160-> Querschnitt=ca. 2dm^2

15000dm^3 / 2dm^2=7500dm=750m
750m/h=0,75km/h
Das ist...sehr langsam... :)
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