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Elektroheizung ersetzen Heizlast
Verfasser:
gerdisat5
Zeit: 16.08.2019 10:53:59
0
2813630
Hallo,
es geht um mein Elternhaus mit 2 Wohnungen a 80 m², in dem die Elektroheizung ersetzt werden soll. Ich (Laie, aber technisch interessiert) bin noch ganz am Anfang der Planungen. Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, hatte ich bis jetzt 2 Heizungsbauer für eine Angebotserstellung da, aber die haben es wohl nicht so mit den theoretischen Werten (..."18KW Öl-Kessel reicht schon"... ). Ich möchte das Ganze aber etwas genauer wissen:
Bisheriger Verbrauch je Wohnung sind 14.000 kWh (Strom). Bei 80 m² wären das ja 175 kW/m²/Jahr. Kann man mit dem Wert rechnen oder ist der Verbrauch deutlich niedriger (wegen Wirkungsgrad der Elektroheizung und so). Die 14.000 kWh wurden zwar bezahlt, aber ist das auch die Heizlast (?), die die Wohnung verbraucht ?
Danke schon mal im Voraus.

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 16.08.2019 11:00:19
2
2813631
Hi,

14000kwh nur für Heizung oder auch für Warmwasser?


28000kw deuten auf eine Heizlast von ~ 10kw hin.

Wollt ihr heute wirklich noch eine Ölheizung einbauen?

Gruß Tobias

Verfasser:
Exergie
Zeit: 16.08.2019 12:24:19
1
2813666
Zitat von gerdisat5 Beitrag anzeigen
Die 14.000 kWh wurden zwar bezahlt, aber ist das auch die Heizlast (?), die die Wohnung verbraucht ?


@gerdisat5,

nein, die 14000 kWh ist eine Energiemenge, die über das Jahr aufsummiert wurde.
Die Heizlast hat die Einheit kW (Leistung,) das ist etwas ganz anderes.
Die Heizlast des Gebäudes, wird für die Normaußentemperatur (Region) ermittelt.
Hierzu muß eine Heizlastberechnung erstellt werden, um einen Wärmeerzeuger für diese Heizlast (in kW) auszuwählen.
Um die Heizkörper für die einzelnen Räume Leistungsmäßig (Watt) auszuwählen, benötigt man noch die Raumheizlast.

Grüsse

Verfasser:
Socko
Zeit: 16.08.2019 19:18:22
1
2813782
Zitat von gerdisat5 Beitrag anzeigen
Hallo,
es geht um mein Elternhaus mit 2 Wohnungen a 80 m², in dem die Elektroheizung ersetzt werden soll. Ich (Laie, aber technisch interessiert) bin noch ganz am Anfang der Planungen. Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, hatte ich bis jetzt 2 Heizungsbauer für eine[...]


14kW Jahresverbrauch ist, wenn das alles zusammen ist, recht wenig in Bezug auf eine Heizung mit Gas oder Öl.

Die max. Leistung ist so klein, da gibt es nur recht wenig bis nichts am Markt.
Auf der Öl-Seite wäre der Buderus KB195i-15 (3,6kW min.) eine sinnige Sache. Alle anderen machen so viel Leistung das es ratsam ist einen dicken Puffer hinzustellen.

Also die Frage nach AN und AUS - was nicht so gut für alle Teile ist.

Bei Gasanschluß gibt es Sachen bis 10kW oder mehr, und diese kommen auf ca. 2kW runter.


Vll. sollte erst einmal die Frage geklärt werden welche Heizungsflächen sollen denn in das Haus kommen. Wenn ohnehin auf Fuss-, Decken- oder Wandheizung umgebaut wird geht auch eine WP. Bei Heizkörpern ist davon eher Abstand zu nehmen.

Also wenn Flächenheizung, besser eine WP

Sonst Öl oder Gas.

Wie weit reicht denn der Nutzungshorizont? Der "teure" Umbau auf Flächenheizung hat wirkungsgradmäßig Vorteile.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.08.2019 00:28:03
1
2813862
Der Wirkungsgrad einer Elektroheizung ist fast 100 %.
Der Verbrauch ist also eine gute Basis für die Heizungsauslegung.

Ich würde die Heizlast auch bei etwa 10 kW sehen.

Grüsse

winni

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 17.08.2019 08:42:13
1
2813898
Zitat von gerdisat5 Beitrag anzeigen
... es geht um mein Elternhaus mit 2 Wohnungen a 80 m², in dem die Elektroheizung ersetzt werden soll. Ich (Laie, aber technisch interessiert) bin noch ganz am Anfang der Planungen. Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, hatte ich bis jetzt 2 Heizungsbauer ...
Sollen die bzw. eine der beiden Wohnungen zukünftig eventuell mal vermietet werden?

Dann würde ich persönlich jeweils eine separate vollmodulierende kompakte Sole-Wasser-Wärmepumpe (Leistungsmodulation 1,25 bis 5,95 kW) für Raumtemperierung (Heizen + Kühlen) und Trinkwassererwärmung pro Wohneinheit installieren lassen.

Mehr dazu zum Beispiel auf dieser Seite beschrieben:https://www.roth-werke.de/de/2099.htm

In welcher Form dann die gemeinsame Erdwärmequelle für beide Wärmepumpen erschlossen werden kann, müsste eruiert werden - im Idealfall ist auf Grundstück ausreichend Möglichkeit zur Realisierung eines Ringgrabenkollektors.

Ich würde zudem hinterfragen, in wie weit die thermische Gebäudehülle in Punkto möglichst kleinem Transmissionswärmeverlustkoeffizienten zu optimieren ist und definitiv je Wohnung eine Niedertemperaturwärmeverteilung (wasserführende Boden-, Wand-, Deckenflächenheizung) realisieren lassen.

!Thema thermodynamisch optimiertes Heizen!

Falls eine Erneuerung des Daches anstehen sollte, die Optimierung der Dämmung könnte dabei von außen erfolgen (Aufsparrendämmung) und es könnte die Installation einer Photovoltaikanlage mit integriert werden.

Verfasser:
gerdisat5
Zeit: 17.08.2019 10:05:19
0
2813921
Hallo,
Danke erstmal für die Rückmeldungen.

@ Turbotobi76:
Wir sind gerade in der Findungsphase, was wir einbauen wollen.
Eigentlich wollten wir auf Gas gehen, aber die Gasleitung hört leider am Anfang unserer Straße auf und wir müssten ca. 50m von den Stadtwerken verlegen und natürlich bezahlen (ca. 20.000 €). Auch unsere Gemeinde/Stadt hat kein Interesse, die Gasleitung weiter auszubauen.
Öl wollen wir nicht (das war nur die Standard-Empfehlung der Heizungsbauer), daher ist aktuell eine Palletheizung unser Favorit. Da ich allerdings Bedenken habe (Palletqualität ?, Trocknungsgrad ?, Abgall eingemischt ?, viele anfällige Teile ?... ) suche ich gerade noch nach Alternativen.
Wärmepumpe bei Einzelheizkörpern (eventuell mit Solarunterstützung) scheidet wohl aus Leistungsgründen aus ?!

@ Exergie:
Danke für die Erklärung, aber es ging mir nur erstmal um eine überschägige Größenordnung wie die von Turbotobi76.

@ Socko:
Es handelt sich um einen Bau von 1966 mit entsprechender Dämmung. Abgesehen von der Aufbauhöhe scheiden Boden oder Deckenheizungen aus, außerdem müssten die wohl zu heiß gefahren werden ? Wandheizung ist ein interesanter Denkansatz, muss ich mich mal einlesen. Wäre die mit einer Wärmepumpe sinnvoll zur betreiben (Leistung?) ?

@ winni 2: Danke für die Bestätigung.

@ lowenergy:
Eine Wohnung soll erstmal vermietet werden (ca. 10 Jahre). Danach sehen wir weiter.
Erdwärmequelle/Ringgrabenkollektors hört sich auch interessant an, aber hört sich teuer an (Grundstück wäre groß genug). Über welche Investitionskosten reden wir hier ?

Aktueller Planungsstand sieht so aus:
- Palletheizung, da wir da mit KfW100 15% Zuschuss pro Wohnung bekommen.
- Dach neu eindecken (alte Latten sind durchgebogen, Ziegel teilweise rissig und Schornsteineindeckung undicht), incl. Aufdachdämmung, um den als Hobbyraum ausgebauten Dachraum besser nutzen zu können (Im Winter es es zu kalt, im Sommer zu heiß).
- Gebaudehülle nicht zusätzlich dämmen , da sich das meiner Meinung nach finanziell nicht lohnt (Innendämmung wurde mal gemacht)
- Einzelheizkörper einbauen, wobei ich mich noch nach der Wandheizung umschauen muss.

Alles nicht so einfach...

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 17.08.2019 10:10:45
0
2813927
Zitat von gerdisat5 Beitrag anzeigen
... hört sich teuer an (Grundstück wäre groß genug). Über welche Investitionskosten reden wir hier ?
Kommt immer darauf an, wie und was im Einzelfall möglich ist.

Ein großer Anteil von selbst zu erbringenden Eigenleistungen (Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis) beispielsweise kann äußerst hilfreich sein!

Auf jeden Fall würde ich mich persönlich objektiv mit den Problemen der verschiedenen Pelletheizungen beschäftigen.

PS: Bzgl. der hausinternen wasserführenden Wärmeverteilung: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Wie_sollte_die_W%C3%A4rmeverteilung_im_Idealfall_aussehen%3F#Eine_sehr_gute_Erkl.C3.A4rung

😉

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.08.2019 10:26:48
2
2813935
Zitat von gerdisat5 Beitrag anzeigen
- Gebaudehülle nicht zusätzlich dämmen , da sich das meiner Meinung nach finanziell nicht lohnt (Innendämmung wurde mal gemacht)[...]

1. Ich habe auch zu vielem eine Meinung. Trotzdem rechne ich erstmal nach bevor ich diese Meinung in der Praxis umsetze.

2. Innendämmung hat üblicherweise Probleme in Bezug auf Schimmel. Das solltest du mal checken. Außendämmung hat das Problem nicht. Zudem bietet es z.B. die Möglichkeit der nachträglichen KWL Installation

3. Außendämmung hat auch was mit Komfort zu tun. Die Außenwände sind dann wärmer, was deutlich besseres Raumklima bedingt. Dazu kommt dann, dass die Raumtemperatur bei warmen Wänden höher empfunden wird und die Raumtemperaturen dann i.A. gesenkt werden. Das heißt, die Dämmung reduziert nicht nur die Verluste sondern auch den Bedarf aufgrund niedrigerer Raumtemperatur.

Welchen U-Wert haben denn die Wände aktuell. In Bezug auf die Ersparnis sollte man die in Zukunft steigende Energiekosten auch berücksichtigen.

Grüße Nika

Verfasser:
Socko
Zeit: 17.08.2019 12:30:20
2
2813972
Die Wände als Wandheizung zu benutzen ist eine sehr gute Sache. Und nein, die werden nicht "heißer" betrieben als z.B. FBH. Daher wäre hier eine Wärmepumpe sehr gut möglich. Sogar eine Luft WP. Wenn du Platz im Gelände hast kann man Ringgrabenkollektor machen für eine Sole-Wasser-WP. Sondenbohrungen sind nicht unbedingt günstig und richten sich sehr nach dem Untergrund.

Innendämmung ist nicht so einfach wegen der Schimmelproblematik.

Aber die äußeren Wände mit Wandheizung zu belegen geht sehr gut und funktioniert - trotz Luft-Wasser-WP - gut. "AndyWaffeln" hat dazu eine belgbares Projekt hier im Forum eingehend beschrieben und ist bei 0 gestartet. Und es braucht eben nicht Unmengen Energie sondern läuft, entgegen aller Unkenrufe, sehr gut mit einer Luft-Wasser-WP.

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/200170/Luft-Waermepumpe-im-ungedaemmten-Altbau

Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.08.2019 20:23:21
1
2814113
Es handelt sich um einen Bau von 1966 mit entsprechender Dämmung.

..also praktisch NICHTS. :-)

Die Original-Außenwände werden einen U-Wert von um die 0,8-1,0 W/m²K haben.

Wie alt sind denn die Fenster?

Für die Heizkörpergröße müssen die einzelnen Raumheizlasten ermittelt werden.

Verfasser:
gerdisat5
Zeit: 17.08.2019 21:36:57
0
2814135
Das Thema scheint mir dann doch zu komplex zu sein, als dass ich das alleine regeln kann.
Wie finde ich denn einen UNABHÄNGIGEN Berater, der mir die wirtschaftlichste Möglichkeit aufzeigt, auf was muss ich da achten (Gütesiegel... ) ?
Ob mit oder ohne zusätzliche Dämmung ist mir eigentlich egal, aber es sollte halt wirtschaftlich sein. Aus rein ideeller Sicht oder wegen Wohlfühlfaktor würde ich das nicht machen. Und nach allen Zahlen, die ich bisher gesehen habe, rechnet sich so eine Isolierung halt nicht.
- Die bisher angefragten Heizungsbauer empfehlen Öl (ist halt für sie einfach, weil sie das schon immer so gemacht haben)
- Der Energieberater empfiehlt Pellets, da es da halt Zuschüsse gibt.
- Der Architekt, bei dem ich angefragt habe, arbeitet halt auch nur mit seinen Stammhandwerkern zusammen, die ihre Favoriten haben, siehe oben.
- usw.
Aber bisher hat noch keiner die Heizlastermittlung (oder wie das heißt) angesprochen !!!

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.08.2019 22:31:33
1
2814149
Zitat von gerdisat5 Beitrag anzeigen
Das Thema scheint mir dann doch zu komplex zu sein, als dass ich das alleine regeln kann.
Wie finde ich denn einen UNABHÄNGIGEN Berater, der mir die wirtschaftlichste Möglichkeit aufzeigt, auf was muss ich da achten (Gütesiegel... ) ?
[...]

Unabhängig ist nicht so das Problem. Einen guten Berater zu finden ist jedoch recht schwierig. IMHO bekommst du nur dann eine für dich optimale Lösung, wenn du dich selber in das Thema einarbeitest.

Dämmung und Heizlast kann man eigentlich leicht selber berechnen... Kennst du https://www.ubakus.de

Persönlich würde ich mit Poroton WDF nachträglich dämmen, siehe
https://www.baunetzwissen.de/mauerwerk/tipps/news-produkte/nachtraegliche-waermedaemmung-mit-ziegeln-4890225
Wahrscheinlich wird es aber im Vergleich zu "normaler" Dämmung teuerer sein :-(

Grüße Nika

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