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WP Neuling - Interessent diverse Fragen
Verfasser:
Azunutz
Zeit: 18.08.2019 10:55:31
0
2814240
Moin,
Ich interessiere mich seit ein paar Wochen sehr für Wärmepumpen.
Vorher hatte ich nur Gasbrennwert im Kopf.
Aber zu den WP hab ich noch viele offene Fragen die ich mir im Internet nicht wirklich beantworten kann. Erstmal ein paar Eckdaten, falls Fragen kommen:


Ich verbrauche ~2500m³ Gas im Schnitt (25.000 - 33.000Kw/h +3RM/Jahr Palettenholz Hatte ich schon gehabt)
-8 Platten große solar Anlage mit ~650 Liter Speicher (solvis)
-EG - Fußbodenheizung und Heizkörper + Kachelofen und OG sowie Keller nur Heizkörper.
Im Obergeschoss wird bald ein Heizkörper gegen einen mindestens doppelt so großen getauscht da ich nur wegen dem Raum >60 Grad Vorlauf benötige, der Rest kommt mit 40-45 Grad aus.
Haus ist BJ 79 aber 2001/2002 ist das Dach und das OG neu und Gedämmt.
-2,5kw Photovoltaik Anlage auf dem Dach. Soll aber 2021/2022 auf 9,6kw erneuert werden.(Evtl)
-Bis lang hab ich mit Nachtabsenkung und Zeitgesteuerten Thermostaten die Heizung völlig falsch benutzt , habe den ganzen Smart Home Müll verbannt und heize jetzt durch mit manuellen Thermostaten, hydraulischer Abgleich ist nicht gemacht!!!
Da wir das OG noch vermieten!!!

Kessel ist von 1991 Viessmann Rexola Bifferal mit 27KW.
laut der Formel aus dem Netz:
2500m³ Gas / 230 = würde ich ja nur 11KW benötigen Wenn das stimmt.

So zu meinen WP Fragen (für mich kommt wenn dann Luft-Wasser oder Grundwasser infrage. Tiefenbohrung oder Graben ist für mich keine Option) Tendiere aber zu Luft/Wasser-WP!!!
Grundwasser ist bei uns top. Kein Eisen- trink Wasserqualität.

1. Wie berechnet man die KW Leistung für das OG Haus? Oder Allgemein für
ein Haus?
In den Details steht ja immer bei A2 oder -7Grad= XXX KW Wärmeleistung…
Aber was wenn es mal -20 Grad ist!? Heizt man dann nur mit Heitz stab?
Dies hatte ich mal überflogen aber nicht richtig verstanden….
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-
braucht-die-WP

2. Bei Luft/WP - wie ist das da mit Vereisung? Hab gelesen das es da zu
erheblichen Problemen kommen kann !?
( Monoblock würde ich Favorisieren)

3. Wie ist die Lautstärke bei Luft /Wasser?
Kann man den Angaben trauen?

4. Bei Grundwasser-WP, muss es eine Tiefenpumpe sein oder reicht da nicht
auch eine zuverlässige Kolbenpumpe mit 370Watt - 1200Liter/h? die von
einem Bohrloch saugt und einem anderen Bohrloch schluckt? Was ist da
eigentlich der Literdurchfluss die die WP braucht? Wasserpumpen können ja
nur AN/AUS!?

5. Wie ist das mit der Steuerung? Hab durch das Forum hier ein großes
Interesse an die Panasonic Geisha (Aktuell "J" Serie) aber sie soll ja nicht
nur die Heizkurve regeln können sondern auch vorrangig den
Schichtenspeicher mit Warmwasser zum Duschen bereit stellen? Kann die
das ist das in der Steuerung integriert?

6. Ich hab in einem youtube Video mal gesehen das die Versorger nicht nur
Aluminiumwerke sondern auch WP ab einer Leistung von ~4kw/h (strom)
abstellen können und das 3x/Tag für 2Std wenn das Netz überlastet ist, wäre
es dann nicht sinnvoll eine WP mit 3,5kw/h zu nehmen die dann ja >~9KW
Wärme kann? Da das deutsche Netz ja durch die Energiewende am Limit ist.

7. sollte man einen WP Strom Tarif wählen und die zusätzlichen Gebühren in
Kauf nehmen oder den vorhandenen Zähler und Tarif über die WP nutzen?

8. Kann man den Heizstab von vornherein Ausschalten? Kommt die WP
Regelungstechnisch damit klar oder geht die dann auf Störung?

9. Welches Kältemittel ist heute gut? R32 oder R410? Manche haben dies der
andere das?

10. Welcher Hersteller ist empfehlenswert?
Bin da er der Meinung nicht die Marken zu nehmen die vor "kurzen" auf dem
WP
Zug aufgesprungen sind sondern lieber Hersteller die WP schon lange
machen.
Hersteller die ich im Auge habe sind Panasonic, Dimplex, Junkers (bosch),
vaillant.

11. sind modulierende WP besser oder mehr zu empfehlen? oder lohnt der
Mehrpreis

Ich hoffe Ihr könnt meine Fragen beantworten und mein Interesse dafür beflügeln DANKE

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.08.2019 11:25:20
0
2814254
Würde persönlich zuerst prüfen ob es bei Wasser-Wasser-Erdwärmepumpenanlage mit dem Saugheberprinzip funzt.
Dann kann es wirklich effizient werden!

Siehe dazu auf folgend verlinkter Seite: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/208957/Grundwasser-Waermepumpe-mit-Saugheber-Sammelfaden

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 18.08.2019 12:10:34
0
2814277
verstehe das Saugheber Prinzip jetzt nicht.
sieht für mich wie ein ganz normaler spühl- Brunnen aus.
Unsere Grundwasserstand ist bei 5Meter.
wir haben hier 2015/16 ein neues Bohrloch gespült und da ging das Filter + Schlauch 5M in der Erde. seit dem läuft die Kolbenpume wie ein Uhrwerk und fördert Wasser.

Verfasser:
passra
Zeit: 18.08.2019 14:25:36
1
2814319
Saugheber heißt, BEIDE Leitungsenden stehen im Wasser und dadurch zieht die fallende Wassersäule die steigende mit hoch, ähnlich wie wenn du einen Schlauch in ein Faß/Aquarium hältst, am Ende ansaugst und dann das Wasser einfach auf den Boden laufen lässt: Da braucht es auch keine Pumpe...somit benötigt die Pumpe nur die geringe Leistung, um die Widerstände der Rohrleitung und der Wärmetauscher zu überwinden.
Haben einige hier mit einfachen Heizungspumpen gelöst.

Mit der passenden Pumpe (z.b. Magna 3) könnte man das auch geregelt aufbauen, wenn man als Gegenstück eine modulierte WP hat. Eine Standard-WP fährt ja auch An/Aus, da braucht es das natürlich nicht.

Statt 370 Watt mit der Kolbenpumpe kannst du auch eine Tiefenpumpe (Grundfos SP-Serie) nehmen und diese frequenzregeln, dann bist du schon bei 200W. Bei der Saugheberlösung dagegen reden wird von 20-40W!!!

Eine Grundwasser-WP benötigt pro kW Heizleistung rund 250 Liter Wasser pro Stunde.

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 18.08.2019 14:51:54
0
2814326
Achso Ok. Ja das Prinzip kenn ich.
Benutzen wir in der Firma um was zu kühlen. Da haben wir eine große wilo Pumpe dran sitzen.

Ist natürlich eine Möglichkeit aber kann mir vorstellen das das Problem bereiten kann.


Was ist mit meinem anderen Fragen.
Kann mir da noch wer aufklären?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.08.2019 16:48:14
1
2814371
Antworten auf all Deine Fragen findest mit etwas Geduld hier im Forum zu Hauf - ist alles sehr gut in vielen Threads erklärt!

Solltest zudem auch auf folgend verlinkter Seite querlesen: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps

😉

Verfasser:
HFrik
Zeit: 18.08.2019 17:15:23
1
2814383
Die KW-Leistung berechnet man entweder durch eine HEizlasberechnung, nach DIN oder PHPP, oder auch eine raumweise Heizlastberechnung, z.B. mit der Auslegungstabelle hier im Forum.
Auslegung der Heizung: da schaut man welche Leistung die Heizung bei der bei Dir geltenden Normtemperatur hat. Das ist die Temperatur die im tagesmittel in 10 Jahren etwa 1-3 mal auftritt. Stundenweise tiefere Temperaturen sind unkritisch soschnell kühlt ein Haus nicht aus wenn wenige Watt Heizleistung fehlen.
Neuere LWWP die gut modulieren haben oft einen Kompressor mithoch genugem Fördervolumen dass sie in der Heizleistung nicht so schnell einbrechen.
(Die "klassischen" WP sind deshalb in der Leistung eingebrochen weil der Kompressor das mit der Kälte dünner werdende Kältemittelgas (fallender Druck) nicht mehr in ausreichender Menge födern konnten, und daher nicht mehr genügend Leistung zusammen kam) Ein grösserer Kompressor hätte dann bei hohen Temperaturen zu viel gefördert, was die Wärmetasucher kaum weg bekommen hätten an Leistung, das war das Dilemma bei alten Fixed Speed Wärmepumpen)

Vereisen: von welchen Problemen hast Du gelesen? Die hydraulik im Haus muss ausreichend volumenstrom zum Abtauen bringen.

Lautstäre der WP: am besten vor Ort ansehen und hören. Wenn die so Laut ist dass du deinen Augen trauen kannst sprich das Ergebnis der Schallabstrahlung sichtbar und nicht nur hörbar ist - dann besser diese WP nicht nehmen. Ansonsten besser den Ohren trauen als den Augen - wenn Du nix oder fast nix hörst wird sie wohl OK sein. (Die heutigen Modelle sind in der Regel leise)

Abschaltzeiten: das hängt davon ab welchen vertrag Du abschliesst, da musst Du selbst rechnen was das passende für Dich ist.

Heizsstab abschalten: die meisten WP kommen damit klar.

Ansonsten: wenn eine Saugheberlösung geht ist das die noch bessere Wahl. Die einzigen Anlagen mit JAZ stabil über 6 die ich kenne sind Saugheberlösungen.

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 18.08.2019 22:14:49
0
2814477
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Antworten auf all Deine Fragen findest mit etwas Geduld hier im Forum zu Hauf - ist alles sehr gut in vielen Threads erklärt!

Solltest zudem auch auf folgend verlinkter Seite querlesen:[...]



Der link ist sehr hilfreich. Vor allem weil ich auch ein wmz fürs Haus verbaut habe und sogar einen wmz für das Obergeschoss.
Danke werde mir das mal zur Brust nehmen

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 19.08.2019 08:57:05
0
2814529
Ich muss sagen ich finde Punkt 5) Varianten der Trinkwassererwärmung sehr interessant.
Wir haben aktuell noch die Zirkulation an und WW über einen großen Speicher aber die Leitungswege vom Speicher zum Abnehmer sind so lang das locker >15Liter Wasser fließen müssen bevor WW an kommt.
Da könnte es "meiner Meinung" durchaus Sinn machen mit einem Durchlauferhitzer zu Arbeiten. Oder in meinem Fall mit mehreren.

Da wir das WW ja nur 30 Minuten am Tag brauchen (paar Minuten zum Duschen) aber der Speicher 24/7 auf >50Grad beheizt ist.
6 Personen Haushalt - mit Mietern ...

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.08.2019 10:17:08
0
2814553
Nin, 15l wären schon sehr viel - aber das kann man mit Länge und Leitungsdurchmesser rechnen, und wenn die Leitungen noch ungedämmt sind kommen da einige L kalt an weil sie die Wand erwärmt haben.

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 19.08.2019 11:00:15
0
2814577
Als ich das Bad neu gemacht hatte, war die warm Wasser Leitung im Estrich nur mit einem dünnen flies überzogen. Also Dämmung gleich null.
Wenn wir in der Küche ww brauchen müssen wir (ohne Zirkulation) 1-2 Gieskannen warten bis es warm ist. Dusche geht etwas schneller.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.08.2019 12:25:06
0
2814606
Zitat von Azunutz Beitrag anzeigen
Als ich das Bad neu gemacht hatte, war die warm Wasser Leitung im Estrich nur mit einem dünnen flies überzogen. Also Dämmung gleich null ...
So ist's leider bei der Warmwasserverteilungsneubauinstallation in 1999/2000 auch bei uns gemacht worden.

Aber seit dem der Trinkwassererwärmer relativ zentral im Haus platziert worden ist, sind die Leitungslängen bis zu den Warmwasserzapfstellen um einiges kürzer als bei Neubau des Hauses, als ein E-Speicher im Keller installiert war.

Mit der Eliminierung unserer kompletten Warmwasserzirkulation und dem Umbau von E-Speicher auf den vollelektronischen Durchlauferhitzer haben wir den Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung um 2/3 reduzieren können.

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 19.08.2019 13:07:24
0
2814620
"Die" Leitungen sind noch von 1979!!!

Ich habe mir dein Wikipedia Beitrag durch gelesen
@lowenergy. Sehr gut gemacht.

Seit dem geht mir der Gedanke auch nicht mehr aus dem Kopf mit der Geisha und dem Durchlauferhitzer.
Ich "denke" immer daran wie verschwenderisch der Speicher ist wenn er 24/7 auf >50 Grad gehalten werden muss. Obwohl man am Tag 1 Mal/p-P duscht und evtl hier und da mal ein Liter WW braucht. ICH kanns leider nicht gegenrechnen was jetzt Günstiger ist.

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