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Beratung neues System für großes EFH - von Grund auf!
Verfasser:
massel
Zeit: 21.08.2019 19:08:50
0
2815393
Hallo,
Als neuer Eigentümer eines EFH mit Einliegerwohnung, freistehend, dürfen meine Frau und ich uns in den nächsten Jahren um die energetische Sanierung des Hauses kümmern. Juhu.
Da ich bisher hier im Forum immer tolle Hilfe erhalten habe, und die Diskussion von Argumenten durch euch alle hier sehr schätze, will ich kurz meine Situation darstellen.
Die Heizung ist das erste, was wir angehen müssen.

Zu Uns:
5 Köpfige Familie
Kinder 4,6,8 Jahre alt
+ ELW für 1 Person

Zum Haus
Energiebedarf der letzten Jahre: 42000kwh pro Jahr (!)
Baujahr 1953, Anbau 1974. teilweise verklinkert/ Hohlschicht, teilweise sehr dünn mit Stryopor gedämmt (ca 5cm)
Satteldach (ca. 40° Dachneigung nach Süden) + große Gaube nach Süden (1974)
245qm Wohnfläche,
Dachgeschoss ausgebaut, leidlich gedämmt.
voll unterkellert.
Heizung Gas 1992, Defekt: Speicher ist undicht

Die To-Do-Liste:
1. noch vor dem Winter:

Heizung erneuern
- Gas Brennwert?
- Solarthermie für Warmwasser !
- Vorbereitung Anschluss eines wasserführenden Ofens für Scheitholz im Wohnraum. Ich habe noch einiges an Holz übrig und feuere gern mit Holz.

2. Langfristig:
- Kellerdecke dämmen 60- 80mm Mineralwolle o.ä.
- Dachdämmung erneuern und erhöhen auf 12-14mm Zwischensparrendämmung
- Fenster & Haustür nach und nach wechseln gegen 3-fach-verglast
- evtl. Hohlschicht ausblasen lassen

Wir wollen das Haus nicht mit einem WDVS einpacken.

Könnt ihr mir Heizungstechnisch schon ein paar Tipps geben, worauf man da achten sollte?
Wir wollen unseren Wärmebedarf für WW in den Sommermonaten mit Sonnenkollektoren vollständig decken können.
Heizungsunterstützung durch Solar wollen wir nicht. Dazu scheint hier in der Übergangszeit zu wenig die Sonne und das Dach bietet es aufgrund der Gaube/Anbau nicht unbedingt an. 4-6 qm ließen sich aber locker in perfekter Südausrichtung neben dem zweizugigen Schornstein realisieren.
Mit dem wasserführenden Ofen wollen wir die Heizung so unterstützen, dass man abends in einen (kleinen) Puffer laden kann um mit der Wärme am nächsten Morgen zwischen 6 und 8 die Küche und Badezimmer zu heizen. Mittags, spätestens Nachmittags, wenn alle heimkommen, kann man ihn dann ja wieder anzünden. Und wenn man zu faul ist, läuft eben die Gasuhr.

Haltet ihr das für ein sinnvolles System?
Ich lese was von Nano-Blockheizkraftwerken... gibt da ja zig Systeme, Modelle, Größen, auch an Heizungen... Vielleicht könnt ihr mir ein bisschen helfen, ob meine Ideen so sinn ergeben. Danke!

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.08.2019 19:22:08
1
2815396
Die Energetische Sanierung der thermischen Gebäudehülle auf möglichst hohem Qualitätsniveau durchführen und die hausinterne wasserführende Wärmeverteilung auf so niedriges Heizwassertemperaturniveau wie möglich trimmen.

Dann eine stromerzeugende Photovoltaikanlage installieren und im Idealfall funzt das Erschließen einer Erdwärmequelle in Form eines Ringgrabenkollektors, an die eine Sole-Wasser-Wärmepumpe angebunden werden kann, mit der die Raumtemperierung und Trinkwassererwärmung bedarfsgerecht zu realisieren ist.

Mehr dazu auf folgend verlinkter Seite: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/

Verfasser:
sukram
Zeit: 21.08.2019 19:31:01
2
2815398
Ich glaube, dass hier ein Energiebräter mal durchaus nützlich sein kann- da ist so ziemlich alles daneben, angefangen von den 14 cm Dach

EnEV § 9 Änderung, Erweiterung und Ausbau von Gebäuden

Also, bezuschussten (BAFA) engagieren, Sanierungskonzept aufstellen lassen, und vorerst i neuen Speicher investieren- neue Heizung(sart) kommt bei sowas nämlich dann ziemlich am Schluss ;-)

Kannst ja auch mal mit dem Modernisierungsratgeber von CO2online spielen, der wirft auch Rentabilitäten* aus und hat nebebei eine Fördermitteldatenbank.

*Wobei ich nicht weiß, wie aktuell der die Preise unseres Baugewerbes hält ;-)

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 21.08.2019 19:33:08
1
2815400
Wollt ihr auch vorm Winter noch einziehen?

Bei Baujahr 1953 krempeln sich meine Fußnägel hoch. Kurz nach dem Krieg, wenig Geld und Rohstoffe.
Holt euch einen guten Energieberater dazu.
So blöd das klingt, aber je nachdem wie viel in den Jahren gemacht wurde, ist vielleicht ein Abriss sinnvoller.
Ich erlebe es gerade bei meinen Nachbarn, aus dem 50er Jahre Haus kann man nichts gescheites mehr machen.
Die Heizung auf jeden Fall regenerativ. Wenn eine Wärmepumpe nicht möglich ist dann eben Pellets.

Gruß Philipp

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 21.08.2019 19:57:00
1
2815405
Und um mal allgemein auf euren Plan einzugehen:

Ihr fangt genau verkehrtherum an.

Was ist wenn man mehr dämmt:

Dann kann die Heizung kleiner ausfallen
Dann hält ein Puffer länger

weiterhin:

je niedriger die Heiztemperaturen sind desto länger hält ein Puffer.

Schlecht wäre es jetzt eine neue Heizung vor dem Winter schnell reinzuwerfen wenn ( gerade bei 50iger Bauten ) zB noch riesige Mängel da sind wie zB:

Vollbelüftete Kasettenholzdecken ( Also der kalte Wind zieht in der Decke quer durchs Haus, weil man die Abdichtungen im Dachüberstand auf "hält doch" gebaut hat )
Dämmung mit vielen Luftschlitzen
usw...

Gleichzeitig, wenn man die Mängel abstellt merkt man erst was ein wohl temperiertes Haus mit warmen Wänden bringt und hat ggf gar nicht mehr den Elan einen Ofen "Dauerzubetreiben" da es
a. viel zu warm wird
b. gar nicht so übertrieben warm sein muss

Also überlegt gut...

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 21.08.2019 20:01:38
1
2815408
Dachdämmung auf 12-14cm (nicht mm ;-) erhöhen: Deutlich mehr, wegen so wenig sollte man heute nicht mehr anfangen.

Solar: Nimm lieber Photovoltaik, Strom kann man viel besser verwenden.

Ansonsten: Schließe mich den anderen an, lass ein Gesamtkonzept machen. Wenn auf die Schnelle doch mehr als nur der Speicher sein soll, dann nur ne Gastherme. Nicht "auf die schnelle" noch Solar und Pufferspeicher für Holzofen. Für letzteren vor Einzug nur Rohre legen, den Rest erst wenn das ganze Konzept steht.

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micha_el schrieb: Kann man die BW-Bereitung zu einem Zeitpunk starten wenn das Geräusch nicht stört? ich vermute die Funktion ist dazu da, kein heisses Wasser zu den Heizkörpern/FBH zu lassen. Mit max Pumpendrehzahl...
lukashen schrieb: Hi, Deine Einrohrheizung könnte mit Saugdüsen realisiert sein (ist im verlinkten Artikel sehr gut beschrieben). Das Prinzip sollte man so lassen. Damit ein neuer Heizkörper funktioniert, muss ein passendes...
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