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Solarthermieanlage Schlauch geplatzt
Verfasser:
Andreas 84
Zeit: 26.08.2019 13:09:11
0
2816497
Hallo zusammen, ich habe ein Problem mit meiner Solarthermieanlage.Folgende Eckdaten:Doppelhaushälfte 130 Quadratmetern Wohnfläche.Junkers Solarthermieanlage für Heizung und Warmwasser Unterstützung (Anlage Baujahr 2013).4x5 Quadratmeter Kollektoren auf dem Dach.Folgendes Problem:Die Anlage lief bis vor kurzem problemlos. Nachdem eine Wartung von einem Gas Wasser Fachbetrieb gemacht wurde (Solaranlage gespült und neu gefüllt) platzte einige Tage nach der Wartung ein Flexschlauch auf dem Dach am Kollektor. Der Schlauch wurde repariert und die Anlage dann wieder neu befüllt und in betrieb genommen.Eine paar Tage später platze dann ein Schlauch unter der Dachhaut mit der Folge von einem Wasserschaden (Solarflüssigkeit ist im ausgebauten Dachgeschoss in den Trockenbau gelaufen) im Dachgeschoss. Der Schlauch ist beidemale an der Stahlschelle geplatzt, an der Stelle an der der Flexschlauch an dem massiven Rohr übergeht.Beide Vorfälle passierten an ein einem sehr heißen Tag in der Mittagszeit.Das Überdruckventil hat bei beidemale nicht ausgelöst. Der voreingestellte Druck war 3,2 bar.Momentan laufen noch die Trocknungsarbeiten. Die Solaranlage muss im Anschluss repariert werden (Schlauch muss ersetzt werden) und wieder befällt werden. Ich habe jetzt natürlich große Panik das es erneut zu einem schlauchplatzer kommt, da bisher niemand die genaue Ursache erkannt hat.Hat jemand eine Idee wodurch die Schläuche geplatzt sein könnten oder hat jemand . ähnliche Erfahrungen gemacht?Vielen Dank und schöne Grüße Andreas

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 26.08.2019 13:57:38
0
2816513
Vielleicht ist was beim befüllen schiefgelaufen? Welchen Ansprechdruck hat das Sicherheitsventil? Arbeitet das MAG zuverlässig? Klingt stark nach Stagnation und massiver Druckerhöhung.

Flexschlauch mit Stahlschelle auf massives Rohr hört sich auch sehr abenteuerlich an. Ein Foto wäre nett.

Gruss
Dom

Verfasser:
Andreas 84
Zeit: 26.08.2019 15:10:18
0
2816536
Das Sicherheitsventil löst bei 6bar aus wurde mir von einem Monteur gesagt.
Diese Flexschläuche sind wohl nicht unüblich.
Ich frage mich warum beide Schläuche an der gleichen Stelle an der Metallschelle geplatzt sind. Ob evtl die Schelle so heiss wurde das der Schlauch dadurch beschädigt wurde? Das Medium kann ja durchaus sehr heiss werden. Aber der Schlauch darf ja dadurch eigentlich keinen Schaden nehmen.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 26.08.2019 15:25:26
1
2816541
Wenn der geplatzte Flexschlauch ein für ST Anlagen zugelassener Edelstahl Wellrohrschlauch war, muss dei Druckanstieg weit über 50 bar vorgelegen haben, da die Berstdrücke in diesem Bereich liegen.

Das ist nur vorstellbar, wenn das Sicherheitsventil defekt, bzw. (unzulässig ) absperrbar eingebaut wurde und die Absperrung erfolgt ist und ein für die Anlage zu kleines Ausdehnungsgefäß eingebaut ist.

Wenn das Problem wiederholt nach einem Befüllen dann in der Mittagszeit aufgetreten ist liegt ein systematischer Fehler vor, der durch diesen Montagefehler oder einen Fehler am Sicherheitsventil erklärbar wäre.

Vorstellbar wäre noch, dass im Vor – und Rücklauf irgendwo vor der Sicherheitsbaugruppe Absperrungen eingebaut sind, die nach einem Spül- und Befüllvorgang geschlossen wurden.

Wurde die Anlage von einem Fachbetrieb errichtet ?


Dietmar Lange

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 26.08.2019 15:30:02
0
2816542
Spülen und dabei das Mag vergessen....

Dann hat man schonmal einen schönen Druckanstieg dass das Sicherheitsventil kommen muss.

Ist das nun wie Dietmar schreibt defekt / abgesperrt hast du den Schlamassel

Verfasser:
Martin24
Zeit: 26.08.2019 19:46:28
1
2816609
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Spülen und dabei das Mag vergessen....
Dann hat man schonmal einen schönen Druckanstieg dass das Sicherheitsventil kommen muss.
Ist das nun wie Dietmar schreibt defekt / abgesperrt hast du den Schlamassel

Genau so stelle ich mir das auch vor.
Allerdings muss der Fachbetrieb schon ganz schön blöd sein, wenn nach dem ersten geplatzten Flexrohr kurz nach der Wartung nicht MAG und Sicherheitsventil überprüft werden.

Grüße
Martin

Verfasser:
Andreas 84
Zeit: 26.08.2019 22:33:18
0
2816676
Es handelt sich nicht um Flexrohre aus Edelstahl sondern um so schwarze Hochdruckschläuche.
Das Sicherheitsventil wurde ausgetauscht nachdem der erste Schlauch geplatzt war.
Die Anlage wurde von einem Fachbetrieb aufgebaut, das Ausgleichsgefäß ist ausreichend groß laut der Gas Wasser Firma.

Verwunderlich finde ich das bei beiden Platzern das Sicherheitsventil nicht ausgelöst hat und das es bei beiden Platzern die Stelle am Übergang zu dem formstabilen Metallrohr die Schwachstelle war.
An der jeweiligen Stelle wird der Hochdruckschlauch auf ein formstabiles Metallrohr gestülpt und dann mittels einer Stahlschelle befestigt.

Verfasser:
Andreas 84
Zeit: 26.08.2019 22:40:18
0
2816682
Meine Theorie ist das der Druck in der Anlage garnicht zu hoch war, sondern dass das Medium so heiss wurde und die Stahlschelle dadurch so erhitzt wurde das der Hochdruckschlauch an dieser Stelle zu schwach wurde und dann der anstehende Druck ausreichte um den Schlauch zum platzen zu bringen.
Aber dann frage ich mich ob Junkers diese Problematik nicht evtl bekannt ist und warum diese Schläuche für diese Anlage zugelassen sind.

Mir ist außerdem noch aufgefallen das die Solarflüssigkeit von der Firma vaillant verwendet wurde und nicht von Junkers.
Könnte es dadurch auch evtl zu Problemen kommen?

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 27.08.2019 09:18:56
0
2816745
Zitat von Andreas 84 Beitrag anzeigen
Die Anlage wurde von einem Fachbetrieb aufgebaut, das Ausgleichsgefäß ist ausreichend groß laut der Gas Wasser Firma. [...]

Bei einem Betriebsdruck? von 3,5 Bar kann etwas nicht stimmen, oder hat dein Haus 35 m Höhe? Bei einem gut ausgelegten Solarsystem sollten Druckschwankungen < 0,5 Bar betragen.

Um dir zukünftigen Ärger zu ersparen würde ich zu einem großzügig dimensionierten MAG tendieren. Mein damaliger HB hatte mir ein 120 l MAG "gegönnt". Meine STA (10,5 m², 840 l Pufferspeicher) läuft seit 5 Jahren absolut störungsfrei. Betriebsdruck ca. 1,2 Bar, wird in Kürze auf ca. 1,5 Bar erhöht.

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 27.08.2019 10:57:12
0
2816797
Ich kenne keine Solaranlage in unserem Bestand, die mit schwarzen Schläuchen und Klemmschelle auf ein Metallrohr verbunden ist. Bitte Bilder und eventuell Hersteller der Anlage nachreichen.

danke

Verfasser:
rudi
Zeit: 27.08.2019 18:50:14
0
2816980
Zitat von Do Mestos Beitrag anzeigen
Ich kenne keine Solaranlage in unserem Bestand, die mit schwarzen Schläuchen und Klemmschelle auf ein Metallrohr verbunden ist. Bitte Bilder und eventuell Hersteller der Anlage nachreichen.

danke


Wir haben vor einigen Jahren (10-15) mal eine Solaranlage von Buderus installiert. Waren Flachkollektoren die auch mit Schläuchen und Klemmschellen miteinander verbunden wurden. Die ist allerdings heute noch dicht und funktioniert.
Mich hatte das damals auch gewundert, da wir meist Viessmann-Anlagen bauten die feste metallische Steckverbindungen,gesichert mit Steckschellen hatten.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 29.08.2019 01:15:23
1
2817467
Zitat von rudi Beitrag anzeigen
Zitat von Do Mestos Beitrag anzeigen
[...]


Wir haben vor einigen Jahren (10-15) mal eine Solaranlage von Buderus installiert. Waren Flachkollektoren die auch mit Schläuchen und Klemmschellen miteinander verbunden wurden. Die ist allerdings heute noch dicht und funktioniert.
Mich hatte das damals auch gewundert, da wir[...]


Buderus hat seinerzeit diese Technik von einem aufgekaufte Unternehmen (Solardiamant) mit übernommen.

Probleme waren damals in der Branche nicht bekannt.

Solardiamant war ein deutsches Pionierunternehmen in Solarthermie
Kollektoren und Anlagentechnik hatten einen guten Ruf in der Branche und erzielten gute Noten bei Vergleichstests.

Dietmar Lange

Verfasser:
timben
Zeit: 13.09.2019 21:25:33
0
2823922
Zitat:
"Der Schlauch ist beidemale an der Stahlschelle geplatzt,"

Wie stark ist denn die Stahlschelle angezogen? Vielleicht sollte man zwischen Stahlschelle und Schlauch eine weiche Zwischenlage von 1-2 mm Stärke legen, welche die dort entstehenden Temperaturen verträgt und vermeidet, daß die vermutlich scharfen Kanten der Stahlschelle direkt auf dem Schlauch liegen.

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