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Umrüstung von Öl auf eventuell Erdgas mit PV und BWWP
Verfasser:
Stuetzer466
Zeit: 08.09.2019 20:38:05
0
2820983
Hallo Zusammen,

Kurz die Facts: Das Haus haben wir letztes Jahr gekauft. BJ 1978. Die Ölheizung ist noch aus der Zeit und wurde mal nachgerüstet für eine Niedertemperatur.
Haus ist freistehend, 180m2. EG+ausgebautes Dachgeschoss. Wir bewohnen derzeit nur das EG und haben ca. 1500l Öl verbraucht.
Fenster, Elektrik, Heizkörper wurden 2014 erneuert. keine Wärmedämmung.

Nun haben wir folgendes vor:

Als erstes eine PV-Anlage mit ca. 9.000Kw aufs Dach und schonmal einen Gasanschluss ins Haus legen, falls die Ölheizung im Winter doch schon ausfällt.

Für nächstes Jahr planen wir eine neue Gasheizung und eine Brauchwasserwärmepumpe.

Ist es zu empfehlen, die Geräte von einem Hersteller zu nehmen oder kann diese auch anders sein?

Anbei ein Bild vom Keller: Wo würdet ihr dieses Aufstellen? Der Heizungsraum ist 2,8x2x2,25. Also eigentlich zu klein für den Umluftbetrieb?

Gibt es BWWP, die sowohl als Umluft vom Keller als auch per Rohre von aussen funktionieren? Wir haben einen Wintergarten, der sich ziemlich aufheizt. Hier könnte man die warme Luft gut ansaugen.

Im Wintergarten wäre auch ein Luftauslass vom Kamin, wo leichte Wärme in den WG kommt.

Ich weiß, Beratung vor Ort ist wichtig. jedoch hat hier in der Region irgendwie niemand Zeit.

Könnte man auch erstmal nur die BWWP einbauen und später, wenn wieder Geld vorhanden ist, die Ölheizung zur GasHeizung austauschen?

Danke vorab für ein Feedback. Vielleicht habt ihr auch noch andere Lösungsvorschläge, sind da noch offen für Ideen.



https://www.dropbox.com/s/7ubs1nqts9vmfj6/IMG_20190907_131534_resized_20190908_082902330.jpg[

https://www.dropbox.com/s/4g3pkbtdl5w3rls/IMG_20190907_131555_resized_20190908_082901726.jpg

https://www.dropbox.com/s/9j4neaodej3clym/IMG_1524687895461_55238.jpg

Verfasser:
sukram
Zeit: 08.09.2019 21:26:33
0
2820996
Der Biferral links war schon immer ein NT-Kessel und sollte einiges jünger sein- steht auf den jährl. Zetteln des SChornis obendrinne,
DasTeil hält lange, sein Brenner (Bj. ebenfalls auf dem obigem Zettel) könnte aber ablagewürdig sein.

Heutzutage montiert man neue Verbrenner möglichst raumluftunabhängig via konzentrischem LAS- innen Abgas, außenrum wird Verbrennungsluft angesaugt.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 08.09.2019 21:55:06
2
2821006
Der Viessman-Vitola-biferral ist NIE aus 1978, der ist jünger, schätze 1985-1990.
Der angebaute Brenner Körting ist zwar wohl genauso alt, würde ich aber als durchaus robusten einfachen Ölbrenner einstufen.
Mit der neuen Kesselregelung kann der Kessel nahezu ewig laufen....bei entsprechender Betriebsweise.
Ist der andere Vorgängerkessel noch am anderen Schornstein angeschlossen?

Gibts Abgaswerte vom Schorni oder Heizungsmann?

ACHTUNG : Wirklich Sorgen macht mir der Schornsteinanschluß des Heizkessel-Rauchrohres!! Es sieht so aus als wäre das ringsum undicht
und das wäre nicht das erste Rauchrohr das unmittelbar an der Schornsteineinführung durch- und ab-rostet, so dass es herunterfällt. Die Abgase gehen dann in den Raum !

BITTE UNBEDINGT ÜBERPRÜFEN !!


Ungünstig sind auch die Anzeichen von Kondenswasserausfluß am Schornsteinreinigungsverschluß des Ölheizungs-Schonsteins links. Vermutlich kommt es im Schornstein zu schädlicher Abgaskondensation. Die ist unbedingt zu verhindern! Der Schornstein ist mit Sicherheit NICHT dafür geeignet! Deshalb auch die Anfrage nach Abgaswerten. Sehr ungünstig ist auch das lange UNGEDÄMMTE Abgasrohr und dass offensichtlich keine Schornsteinbelüftung über einen Zugbegrenzer/Nebenluftvorrichtung erfolgt.

Bekommt der zuständige Schorni überhaupt Geld für seine "Arbeit" ??

Verfasser:
Anbau78
Zeit: 08.09.2019 22:00:53
1
2821007
Raumhöhe scheint ja ausreichend, das war bei uns so ein wenig der Knackpunkt. Wo kommt denn der Wechselrichter der PV hin? Der produziert - gerade im Sommer - ja auch ordentlich Abwärme. Könnte man mit der BWWP ggf. recyceln. Man muss die BWWP nicht zwingend in den Heizungskeller stellen, aber ich würde sie wegen des Wärmestroms eben in die Nähe des Wechselrichters stellen.

Allerdings ist das eben auch ziemlich viel Invest. Zum Thema Hersteller: Unser Installateur macht nur Viessmann - und heutzutage muss man ja glücklich sein überhaupt jemanden zu finden.... Also ist Heizung, BWWP (die 262er) und Entkalkungsanlage (!) von Viessmann... Die BWWP macht an sich einen guten Job, aber das Benutzermenü ist so 80iger. Leider nicht wirklich intuitiv und wenig Einstellmöglichkeiten. Da wünschte ich mir WLAN & App, aber wohl etwas viel verlangt. Immerhin, Zeitprogramm hat sie - wichtig, um sicherzugehen dass eigener PV-Strom zur Anwendung kommt :)

Raum scheint etwas klein, ggf. alle Türen offen halten oder gleich aushängen?

Viel Saß beim Planen!!

Verfasser:
Wolfgang Dehoust
Zeit: 10.09.2019 14:32:58
0
2822623
Das Vorhaben, die alte Ölheizung mit Solar und Brennwert zu ertüchtigen erscheint sinnvoll. Nur stelle ich mir die Frage, warum bei deutlich geringerem Energieeinsatz (zumindest was fossil angeht) eine leitungsgebundene Energie mit entsprechenden Fixkosten gewählt werden soll. Eine Ölbrennwert Heizung sollte man zumindest ins Kalkül ziehen. Gesamtemissionen unterscheiden sich kaum ( ebenso wie Bio Gas gibt es Bio Öl und Power to X) und eine gewisse Unabhängigkeit von Versorgern ist auch nicht schlecht. Und WP ist ja nur bei eigenem PV Strom wirklich grün.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 10.09.2019 16:57:08
1
2822708
Also eine BWWP und eine Geisha als bivalente Heizung zum Öler abzüglich BAFA-Förderung sind kostenmäßig ähnlich, die Geisha ist aber wesentlich effizienter, und kann auch heizen. Nur zum Keller entfeuchten und Wintergaren kühlen beim Warmwasser machen müsste man sich dann etwas mehr einfallen lassen.
Die WP schlägt was Umweltfreundlichkeit angeht auch mit Kohlestrom noch den alten Öler.
Eine Öl-Brennwerttherme schafft wenn's gut geht so 4-5% mehr Wirkungsgrad als der NT-Kessel, das wird sich nie rechnen wenn der alte Kessel noch läuft. Mit der WP ist da deutlich mehr zu holen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.09.2019 17:19:21
0
2822719
Zitat von Stuetzer466 Beitrag anzeigen
... die Facts: Das Haus haben wir letztes Jahr gekauft. BJ 1978. Die Ölheizung ist noch aus der Zeit ... Haus ist freistehend, 180m2. EG+ausgebautes Dachgeschoss ... bewohnen derzeit nur das EG und haben ca. 1500l Öl verbraucht.
Fenster, Elektrik, Heizkörper wurden 2014 erneuert. keine Wärmedämmung.

Für nächstes Jahr planen wir eine neue Gasheizung und eine Brauchwasserwärmepumpe ...
Glückwunsch das Du hier im Forum um Rat fragst.

Würde u. a. aufgrund langfristig resultierender Kosten (Brennstoff und Wartung z.b.) keinesfalls eine Brauchwasserwärmepumpe und einen Gaswärmeerzeuger kombinieren.

Bei Verbrennung von 1.500 Liter HEL pro Jahr würde ich überschlägig weniger als 8 kW real erforderlichen Heizleistungsbedarf schätzen.

Entsprechend ist natürlich bei steigenden Außentemperaturen die Heizlast geringer als an wirklich knackig kalten Tagen und wenn's draußen wärmer als Null Grad Celsius sind, ist meist nur etwas mehr als 50 % der Heizlast bei Norm-Außentemperatur gegeben.

Wäre wohl auf dem Grundstück ausreichend Möglichkeit zur Erschließung einer preiswerten Erdwärmequelle in Form eines Ringgrabenkollektors gegeben?

Siehe dazu hier: https://www.nibe.eu/de-de/produkte/ringgrabenkollektor

Für diese Technik gibt's ordentliche finanzielle Unterstützung vom BAFA und mit einer vollmodulierenden optimal dimensionierten Sole-Wasser-Erdwärmepumpe kann dann der per Photovoltaikanlage generierte Strom für die Trinkwassererwärmung und ebefalls die relativ effiziente Raumtemperierung mit Heizkörpern genutzt werden.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 10.09.2019 20:10:03
1
2822764
Ich bin immer noch der Meinung, dass man nicht jedes Problem lösen kan, indem man eine Wärmepumpe draufwirft.

Grundsätzlich sehe ich bei dem Kessel gar keinen dringenden Handlungsbedarf, der ist nun einmal sehr langlebig.
Und wenn die Anlage funktioniert, dann wird es schwierig, eine neue Heizung so schönzurechnen, dass die sich wirtschaftlich lohnt (das beherrscht allerdings fast jeder, der neue Heizungen verkaufen will ...).

Richtig ist natürlich, sich frühzeitig Gedanken zu machen, wo die Reise hingehen soll, wenn die Anlage doch mal aufgibt.

Gasbrennwert und BWWP halte ich für eine eher teure Kombi, die sich nicht rentieren wird. Eine moderne Gasbrennwerttherme hat so wenig Wasserinhalt und so geringe Kesselmasse, dass die auch Warmwasser im Sommer halbwegs effizient erzeugen kann. Das ist bei einem alten schweren Ölkessel schon was anderes.
Die Kühlung der BWWP kann ein netter Nebeneffekt sein, wird aber oft überschätzt. Sie entnimmt halt nur so viel Wärme wie zur Bereitstellung des Warmwassers benötigt wird. Das isr meist gar nicht so besonders viel (bei uns, 4 Personen, nur etwa 5-7 kWh/Tag).

Geisha parallel zur Ölheizung kann sich lohnen, muss aber nicht. Da mein Strom um den Faktor 5,5 teurer ist als mein Gas müsste die Geisha mindestens diese JAZ erreichen, um mit den Verbrauchstkosten gleichauf mit der Gasheizung zu ziehen. Das halte ich kaum für realistisch. Und in den Monaten in denen ich viel Wärme brauche, habe ich leider auch keinen PV-Überschuss. Ihren Anschaffungspreis wird sie so auf keinen Fall wieder reinholen.

Gerade wenn Geld eher knapp ist, würde ich die Heizung erstmal drinlassen. Lieber mal überlegen, wo man den Energiebedarf noch senken kann.

Dann prüfen, wie gut das Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist (besonder die benötigte Vorlauftemperatur). Ob ein Ringgrabenkollektor möglich ist.
Denn wenn Wärmepumpe, dann versuchen, die JAZ so hoch wie irgend möglich zu bekommen. Und dann nur Wärmepumpe, dann fällt eben auch der ganze Kram mit Öltank/Gasanschluss, Schornstein (und Schornsteinfegerkosten) etc. weg.

Grüße
Martin

ps: Warum sehe ich da so viele ungedämmte Rohre?

Verfasser:
Heizkasper
Zeit: 12.09.2019 11:31:55
1
2823339
Hallo,
erst mal Gratulation zum neuen Haus und der schönen Heizungsanlage.
Offenbar hat man (oder Du Dir) eingeredet das diese Heizung alter Müll sei.
Damit liegst Du schon mal völlig falsch. Deine Anlage lässt sich mit sehr wenig Aufwand so modernisieren, das alle Gedanken zu Wärmepumpen und Co. reine Zeitverschwendung sind. Es sei denn Du siehst das Thema Heizung und Energie als Hobby das gerne viel Geld kosten darf. Das ist dann etwas anderes.
Wenn Du aber die Energiekosten als solche siehst und gering halten möchtest, versteh erst einmal eines: Was da im Keller steht ist gekauft und so lange eine erheblicher Wert, wie es arbeitet. Die Ölheizung ist immer noch eine (die?) günstigste Heizungsform, auch wenn sie immer als der große Feind dargestellt wird. Klar, wenn man Dir etwas gut und sicher funktionierendes für Geld "entsorgen" will, um dann etwas unendlich kompliziertes, von Dir nicht mehr durchschaubares, für noch viel mehr Geld zu verkaufen. Ich verdiene mein Geld NICHT mit Heizungen und dergleichen, deshalb werde ich vermutlich gleich heftig angefeindet.
Überlege mal, wenn Du die Anlage in Top Form bringst, kostet das vielleicht, mit neuem Brenner, Edelstahlzug im Kamin (und Verbrennungsluftansaugung durch den Schornstein), sowie etwas Rohrisolierung, vielleicht 2500 Euro. Jetzt überlege wie viel Heizöl Du für die Differenz zu Deiner Wärmepumpe (die das gesparte Öl an Stromkosten mehr als auffrisst) kaufen kannst.
Sicher eine in Handel und Handwerk als Geschäftsschädigung geltende, unbequeme Wahrheit. Beim Neubau, wo Du Kamin und Öltank erst bauen müsstest, sieht die Rechnung anders aus, aber Du hast das alles schon in sehr guter Qualität, selbst eine richtig gute Umwälzpumpe. Du baust also einen Wert von 10-20tsd. Euro aus um das selbe Geld noch mal für empfindliche Technik zu bezahlen. Ey, nicht schlau!
So, Butter bei die Fische:
Ich sehe erst mal Deinen Brenner als Problemfall, bis das Gegenteil bewiesen wird.
Klarheit, auch über die Zuverlässigkeit des zuletzt tätigen Heizungsmonteurs, bekommst Du, wenn Du die 4 Schrauben die den Kessel verschließen, entfernst und dort einmal rein schaust. Die große Runde Tür klappt dann auf dem durch geschobenen Spint auf. Vorher Haube vom Brenner abmachen und Den unverwechselbaren Brennerstecker abziehen (Verriegelung eindrücken).
Wenn Dir dann bereits haufenweise Dreck entgegen kommt, kannst Du da erst mal gewaltig Heizkosten sparen.
Lasse bitte, bevor Du da aufschraubst, die Heizung 10 Minuten laufen, der Zug des Kamins saugt dann den feinsten Staub etwas weg und Du wirst nicht sofort ersticken. Daher schon mal eins: Vor der Kesselreinigung Mundschutz anlegen. So, nun ist der Feuerraum offen.
Zieh den Topf, in den der Brenner zielt, heraus. Jetzt sollte da der Blick bis zur ersten Biegung des Abgasrohres frei sein. Die Rippen des Kessels sollten sauber sein, nur mit einem leichten, rötlichen oder grau-braunen Belag. Wenn nicht, ist der Brenner fragwürdig. Auch im Rohr hinter dem Kessel sollte nichts liegen.
Ich habe solche Kessel gesehen, wo nur noch ganz oben wenige Rippen frei waren. Die Heizung lief und hatte gerade den "Schorni Segen" bekommen...
Regelmäßig gewartet, mit hohen Rechnungen.
Entweder Du schraubst jetzt wieder zu oder machst mit der Drahtbürste sauber. Jedenfalls weist Du jetzt wie es um die Anlage steht.
Ich vermute ein neuer Brenner wird die Anlage enorm aufwerten. Ein richtig eingestellter, mit schwefelarmem Öl betriebener Brenner produziert praktisch keinen Dreck mehr. Dabei unbedingt die Heizleistung auf die unterste Grenze schrauben. Wenn Du ein Edelstahlrohr im Kamin hast, ist, wenn man für Abfluss sorgt, ist dort Kondensation gar nicht schlimm und die Abgastemperatur kann runter,solange der Kessel nicht anfängt innen nass zu werden. Seit es kein schwefelreiches Öl mehr gibt, ist das Kondensat nicht einmal mehr sauer. lass Dir keine Bären aufbinden. Darf so wie es ist in den Ausguss.
Dann isolier noch die Warmwasser führenden Rohre und schau das eine Abgasklappe in das Abgasrohr kommt und ein Zugbegrenzer.
Wenn Du jetzt noch die Steuerung, nach und nach optimierst, kannst Du die nächsten Jahre in Ruhe schauen, wie sich der Markt für Wärmepumpen entwickelt.

Vielleicht kann man ja irgendwann den im Sommer per PV produzierten Strom einlagern, damit man damit wenn es kalt und dunkel ist, die Wärmepumpe betreiben kann. So lange das aber nicht geht, gehen die Rechnungen der Energieberater aber alle nicht auf, für Altbauten. Bei Nullenergiehäusern ist das etwas anders.

So, jetzt holt die Steine raus und werft mich tot!

Verfasser:
Reggae
Zeit: 12.09.2019 12:23:40
1
2823366
Bei einer Max Heizlast von ca 6,5 Kw
wieder einen Öler einzusetzen,
Bitte nicht

Gruß Arne

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.09.2019 12:37:23
1
2823374
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Ich bin immer noch der Meinung, dass man nicht jedes Problem lösen kan, indem man eine Wärmepumpe draufwirft.

Grundsätzlich sehe ich bei dem Kessel gar keinen dringenden Handlungsbedarf, der ist nun einmal sehr langlebig.
Und wenn die Anlage funktioniert, dann wird es schwierig,[...]

Nein die JAZ muss nicht mindestens diesen Faktor erreichen denn
a) hat deine Gasterme keinen nutzungsgrad von 1 sondern eher 0,9
b) bracuht auch die Gastherme Strom, und oft noch die Grundgebühr für Gas
Das ist bei geringen Heizlasten keine unerhebliche Strommenge.
Da Öl aktuell teurer ist als Gas und der Ölbrenner eher ineffizienter ist, sehen die Werte da nochmal anders aus. Zudem steht da oben auch noch was von "PV" was die WP mit günstigerem Strom versorgen kann.
Ebenfalls steht in den Sternen, wie der Gaspreis nach Einführung einer CO2-Abgabe aussieht, und ob die Abgabenbelastung auf Strom so exorbitant hoch bleibt wie sie heute ist.
Man löst nicht jedes Problem dadurch dass man eine Gasbüchse oder einen Öler darauf wirft

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 12.09.2019 12:56:52
2
2823383
Bei Verbrennung von 1.500 Liter HEL pro Jahr würde ich überschlägig weniger als 8 kW real erforderlichen Heizleistungsbedarf schätzen.

Nach der Schweizer Formel dürften hier eher 5 kW Heizlast passen.

Wenn machbar würde ich dieses Haus gleich auf eine Wärmepumpe umrüsten, dann ist man zukunftsfähig.

Unter der optimistischen Annahme eines Jahresnutzungsgrades von 80% haben wir hier einen Wärmebedarf von 12.000 kWh. Eine Wärmepumpe mit einer Arbeitszahl von 4 braucht dann 3.000 kWh Strom. Abzüglich geschätzt 500 kWh die die alte Ölheizung zieht. Das ist alles sehr grob geschätzt aber man sieht die Richtung. Wenn auch noch ein Teil von dem Strom von der eigenen PV kommt macht man damit nichts falsch.
Zudem schon in näherer Zukunft Strom entlastet, Öl und Gas mit zusätzlichen Abgaben belastet werden - nächste Woche wissen wir mehr.
Auf den Besuch des Schornsteinfegers kann man auch verzichten.

Erzähl uns mal etwas mehr über die Lage.
Wie groß ist das Grundstück. Gibt es da eine größere Rasenfläche / Wiese?
Klima? Wo steht das Haus?

Grüße
Frank

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