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Hilfe zur ermittlung maximaler Leistung RGK
Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 17.09.2019 09:18:30
0
2825087
Hallo zusammen,

leider ist dies meine letzte Möglichkeit meinen RGK zu verwirklichen.
wir haben imensen Termindruck.
Ich habe mal im Trenchplaner die endgültigen Dimensionen von Garage, Haus und Einfahrt dargestellt und die Positionen der Soleverteiler dargestellt.
Meine Frage:
Da wir noch immer nicht die Heizlast bekommen haben, würde ich gerne wissen, wieviel kW ich maximal aus meinem Grundstück ziehen kann?
Ich muss leider das Pferd von hinten aufzäumen um eine Entscheidung treffen zu können.
Ich hoffe, dass die Profis unter euch mir hierbei helfen können.

vielen lieben Dank schon im voraus

Gruß
Sani


https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=LqIRdQWs0ncWbPTIJ6fq

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.09.2019 10:34:19
0
2825116
Hi,

ausgehend davon, das unten eine Strasse verläuft, die Normaussentemperatur
- 14 Grad beträgt und Einfahrt und Terrasse einen halb wasserdurchlässigen
Belag bekommen, sehe ich maximal 7900 Watt Heizlast auf Deinem Grund-
stück:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=hHUnBK4oN7p6fhSE8vKI

Es wäre noch zu überlegen, welches Rohr Du verbaust?
Mit 2 mal 40er, 300 Meter lang hättest Du alle Freiheit bei der Wärmepumpen-
wahl, aber ich gehe mal davon aus, das die Heizlast unter 7 kW sein wird?
Dann wäre 32 Rohr okay.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 17.09.2019 11:48:03
0
2825154
Hallo Winni,

ich hoffe dass ich diese Woche die Heizlast bekomme..
Leider bekomme ich ide Heizlast nach ENEV berechnet.
Diese wird ja dann höher ausfallen, als per PHPP berechnet, richtig?
Gibt es irgendwelche "Faustformeln" die sagen, dass man ca. x% von ENEV abziehen kann um in die Nähe von der PHPP Berechnung zu kommen?

Gruß
Sani

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.09.2019 12:52:26
0
2825181
Ja, die Heizlast nach PHPP sollte immer niedriger sein, weil diese interne
und solare Wärmegewinne berücksichtigt.

Eine Faustformel kenne ich nicht.
Je besser ein Haus gedämmt ist, desto heftiger kann der prozentuale
Abzug von der ENEV-Heizlast sein.
Das können schon mal an die 50 % sein, wie beim Haus von Talli:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/198165/Ringgrabenkollektor-in-Unterfranken

Der Graben muss aber nach ENEV ausgelegt werden, nicht nach PHPP, während
die Wärmepumpe nach PHPP wählbar ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 17.09.2019 14:43:50
0
2825225
ohhhh, dass man den Graben nach ENEV auslegen muss wusste ich nicht....
da hätte ich ja jetzt nen echten bock geschossen!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.09.2019 15:07:44
0
2825233
:-))

Bei der Wärmeerzeugerwahl nach PHPP wäre noch ein Warmwasserzuschlag
pro Bewohner zu berücksichtigen.
Wir gehen hier meist bei normalem Verbrauch von 100 Watt/Person aus.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 17.09.2019 15:54:22
0
2826245
wie macht man die Wärmepumpenauswahl wenn man nur die Berechnung nach ENEV hat?
Zählt man den Warmwasserbedarf anhand der Anzahl der Personen dazu udn sonst nichts?
Soll ich den Angstzuschlag von 10% den der Planer rein rechnet raus nehmen?

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 17.09.2019 15:59:14
0
2826247
hier wird "bodentechnisch" vom "best case" ton/schluff ausgegangen..
das sollte man nur machen wenn man sich da 110% sicher ist..

mit lehm wäre es noch ok, aber schlechter sollte die realität nicht sein.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.09.2019 16:04:37
0
2826253
Ich würde die Wärmepumpe für ein übliches EFH eine Nummer kleiner wählen,
wenn das Model dann so maximal 2 kW weniger Leistung hat.
Legt man die Heizflächen auf weniger als 35/30 Grad aus, was immer zu
empfehlen ist, steigt die verfügbare Leistung, gegenüber der Nennleistung der Wärmepumpe, eh noch an.

Ja, 100 Watt pro Person, mindestens 4 Personen und sonst nichts für Warmwasser.

Angstzuschläge in ENEV-Berechnungen immer weglassen.
Die ENEV-Berechnung an sich ist schon ein einziger Angstzuschlag, weil
keine internen und solaren Wärmegewinne berücksichtigt werden.

hbrockmann, ja stimmt, das hätte ich noch abfragen sollen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 17.09.2019 16:06:14
0
2826254
Falls ich eine Heizlast erreiche, die größer als 7kW ist, muss ich das Projekt einstampfen?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.09.2019 16:08:15
0
2826255
Falls die Heizlast größer als 7 kW ist, solltest Du Dein Projekt Haus überprüfen,
denke ich?
Welche Wohnfläche wird das Haus haben?

Grüsse

winni

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 17.09.2019 16:29:00
0
2826265
EG und OG zusammen 180m²
UG ca. 50m²
Die diemensionen sind 8m x 15m

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 17.09.2019 16:31:19
0
2826267
Wie schaut das ganze denn mit Erdkörben aus?
Was gibt es denn noch außer dem RGK für kleine Grundstücke?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.09.2019 17:03:11
0
2826275
Selbstbaufreundliche alternative Lösungen gibt es da nicht.

Von Erdwärmekörben halte ich wenig und sehe damit auch nicht mehr
realisierbare Heizlast.
Alternativen wären der Tiefenkollektor von Nicijan oder eine Erdwärme-
bohrung.

Der Kollekor muss nicht ganz die Heizlast erreichen. Da gibt es einen gewissen
Spielraum, bevor der Trenchplaner eine Fehlermeldung auswirft.

Ich habe mal noch ein paar Watt gesucht, weil ein beheiztes UG hatte
ich nicht auf dem Schirm.
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=aUUHtVYxb66HGpyG6258

Damit kannst Du bis 8750 Watt Heizlast bedienen.
Wenn das nicht reicht, ca. 38 Watt Heizlast/m2, wäre Dein Gebäude nicht
zeitgemäss ausgeführt, denke ich.
Am einfachsten läst sich die Heizlast mit einer Lüftungsanlage mit Wärme-
rückgewinnung senken.
Ansonsten könnten wir uns auch mal hier die geplanten Dämmungen im
Detail ansehen.

Grüsse

winni

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 17.09.2019 17:25:44
1
2826286
Meine Erfahrungswerte zur Heizlast - habe ich schon mehrfach hier berichtet:
Erste Schätzung (lange Sperrung, WRG nicht berücksichtigt etc.): 18kW
Erfahrungswert des HB nach Sichtung der Unterlagen: ca. 12kW
Selbst mit ubakus/u-Wert.net berechnet: ca. 7kW
HB auf 7,5kW heruntergehandelt und eingebaut. Echte Wärmeleistung der WP ist am RGK hier im Heizbetrieb ca. 8kW selbst am Ende der Heizperiode. Gereicht hätte bisher (Einzug 2016) auch eine 5kW-WP - ohne Heizstab natürlich.

Viel Spaß beim Projekt Haus!

Gruß
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 18.09.2019 08:27:44
0
2826317
Gibt es denn schon eine ENEV-Berechnung?

Die Aussage, dass man den RGK nach ENEV auslegen muss ist insofern missverständlich, als auch im Bauantrag eine Heizlast bzw. ein Wärmebedarf nach ENEV berechnet wird - und die ist viel zu hoch.
Mit den ENEV-Werten kann man die Heizlast ziemlich gut abschätzen. Sobald diese vorliegen bitte melden. Kann mir nicht vorstellen dass die über 7 kW liegt in einem Haus dieser Größe.

Wenn es ganz knapp werden sollte kann man immer noch zweistöckig arbeiten, dann reicht es auf jeden Fall.

Grüße
Frank

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 18.09.2019 08:58:52
0
2826330
@ Winni:
du hast geschrieben, dass die Heizlast runtergeschraubt werden kann mit einer KWL mit WRG...
Ist es aber nicht so, dass diese mir die Heizlast eher erhöht, weill sie mir die Warme Luft rausbläst und nur ca. 80% der Wärme zurückgewinnt?

Übrigens werden wir eine KWL+WRG einbauen....

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 18.09.2019 09:15:30
0
2826337
Nein,

Mit KWL verlierst Du grob 5-20% je nach Wärmetauscher
Bei der Fensterlüftung verlierst Du 100% :)

Verfasser:
nicijan
Zeit: 18.09.2019 09:35:53
0
2826351
Zitat von Sanchez1970 Beitrag anzeigen
Da wir noch immer nicht die Heizlast bekommen haben, würde ich gerne wissen, wieviel kW ich maximal aus meinem Grundstück ziehen kann?


Rechenbeispiel in Energieabgabe der WP
Den Energiegehalt vom 1m³ Nahbereich kannst du im Zeitraum 01.12 bis 01.03 (45% Jahresenergie) etwa 360 mal austauschen.
Dein Kollektor im Gartenbereich mit etwa 3,3 x 24 Meter RGK ergibt 3,3 x 24 x 0,3 = 24m³ Nahbereich

24m³ x 0,55 Kwh x 360 = 4752 KWh Energieabgabe der WP.
Eine mögliche Jahresenergieabgabe ergibt demnach10560 Kwh.
Bei einem On/Off gerät wäre die rechnerische maximale Anlagengröße 5,8 KW.
Anhand der Hausgröße EG und OG zusammen von 180m² wird die erforderliche Anlagengröße bei mindestens 6,5 KW liegen.
Eine modulierende WP müsste demnach bei 2,2 KW Dauerbetrieb dein Haus warm halten.
Bei einem Boden mit etwa 1W/m/K Wärmeleitfähigkeit und 15% Erdfeuchte erreichst du Ende Januar den Latentbereich des Kollektors,
wobei die Soletemperaturen bei -1°C liegen und je nach Modulationsleistung auch kälter liegen können.

Demnach scheint die Lösung von Winni mit der zusätzlichen Garageneinfahrt und den hausnahen Ergänzungen ausreichend zu sein.

Wenn du die Garageneinfahrt nicht nutzen möchtest empfehle ich den Einsatz eines Tiefenkollektors mit 2 x 14 Laufmeter.
Hiefür würde der Platz E | F | G völlig ausreichen. Bei Lehm könntest du wie abgebildet die Grabarbeiten als V - Format selbst ausführen und ohne Erdaufbereitung wieder verfüllen.

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 18.09.2019 10:18:17
0
2826367
Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
Nein,

Mit KWL verlierst Du grob 5-20% je nach Wärmetauscher
Bei der Fensterlüftung verlierst Du 100% :)



Das wir sicher in der ENEV-Berechnung mitberücksichtig ob eine KWL+RGW eingebaut wird oder nicht, richtig?

@ fdl1490: Danke Frank, sobald ich den Wert bekomme melde ich mich

WP modulierend oder nicht?

Oder ist das nicht so einfach zu beantworten?

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 18.09.2019 10:22:55
0
2826368
Modulierend hat erhebliche Vorteile. Der einzige Grund eine On/Off Maschine zu nehmen wäre ein sehr viel günstigerer Preis.

Grüße
Frank

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 18.09.2019 10:34:12
0
2826373
Amortisiert die sich überhaupt?
Wenn ja, in wievielen Jahren ca.?

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 18.09.2019 19:10:00
0
2826557
@nicijan....

meinst du den Tiefenkollektor zusätzlich zum waagrechten RGK im Bereich E, F, G oder nur den Tiefenkollektor?

Verfasser:
nicijan
Zeit: 18.09.2019 22:25:14
0
2826677
Zitat von Sanchez1970 Beitrag anzeigen
@nicijan....

meinst du den Tiefenkollektor zusätzlich zum waagrechten RGK im Bereich E, F, G oder nur den Tiefenkollektor?

Nur Tiefenkollektor

Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 20.09.2019 23:18:07
0
2828428
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Gibt es denn schon eine ENEV-Berechnung?

Die Aussage, dass man den RGK nach ENEV auslegen muss ist insofern missverständlich, als auch im Bauantrag eine Heizlast bzw. ein Wärmebedarf nach ENEV berechnet wird - und die ist viel zu hoch.
Mit den ENEV-Werten kann man die Heizlast[...]



Halte gerade druckfrisch die ENEV-Berechnung in meiner Hand...
Hier die Werte:
Transmissionswärmeverluste: 7372 W
Lüftungswärmeverluste: 2269 W
Normgebäudeheizlast: 9641 W
Lüftungswärmeanteil: 0,50
Gerechnet wurde noch OHNE KWL, wir werden aber eine KWL verbauen!
Berechnung ohne Warmwasseraufbereitung für 5 Personen...

Kann ich die Lüftungswärmeverluste von 2269 W zum berechnen der Lüftungsverluste mit KWL herannehmen? Also bei 80% Wirkungsgrad der WRG 2269 W *0,20= 453,8W Wärmeverlust.
Warmwasser für 5 Personen 100 W / Person =500 W

Transmissionswärmeverluste: 7372 W
Lüftungswärmeverluste: 454 W
Warmwasser für 5 P. 500 W
Gesamtlast 8362 W

Was sagen die Profis?
Umsetzbar?
Gruß
Sani

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Hilfe zur ermittlung maximaler Leistung RGK
Verfasser:
Sanchez1970
Zeit: 20.09.2019 23:18:07
0
2828428
Zitat:
...
Gibt es denn schon eine ENEV-Berechnung?

Die Aussage, dass man den RGK nach ENEV auslegen muss ist insofern missverständlich, als auch im Bauantrag eine Heizlast bzw. ein Wärmebedarf nach ENEV berechnet wird - und die ist viel zu hoch.
Mit den ENEV-Werten kann man die Heizlast[...]


Halte gerade druckfrisch die ENEV-Berechnung in meiner Hand...
Hier die Werte:
Transmissionswärmeverluste: 7372 W
Lüftungswärmeverluste: 2269 W
Normgebäudeheizlast: 9641 W
Lüftungswärmeanteil: 0,50
Gerechnet wurde noch OHNE KWL, wir werden aber eine KWL verbauen!
Berechnung ohne Warmwasseraufbereitung für 5 Personen...

Kann ich die Lüftungswärmeverluste von 2269 W zum berechnen der Lüftungsverluste mit KWL herannehmen? Also bei 80% Wirkungsgrad der WRG 2269 W *0,20= 453,8W Wärmeverlust.
Warmwasser für 5 Personen 100 W / Person =500 W

Transmissionswärmeverluste: 7372 W
Lüftungswärmeverluste: 454 W
Warmwasser für 5 P. 500 W
Gesamtlast 8362 W

Was sagen die Profis?
Umsetzbar?
Gruß
Sani
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