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Flüssiggas Gaskosten bei Mietanlage
Verfasser:
KalliM
Zeit: 22.09.2019 22:45:25
0
2829163
Hallo zusammen,

unsere Ölheizung liegt in den letzten Zügen und bei dem aktuellen Klimawahn wagen wir uns nicht an einen neuen Brenner. Da auch die Tanks neu müssten, denken wir über eine Flüssiggasanlage nach.

Die technischen Eckpunkte sind soweit geklärt, bleibt noch der Punkt mieten oder kaufen.

Die Anbieter rechnen natürlich die Miete in den schillernsten Farben schön. Wenn allerdings die Frage nach den Kosten beim Nachtanken kommt, ist schnell Schweigen im Walde. Es sind einfach keine Zahlen von den Kollegen vor Vertragsabschluss zu bekommen.

Wie weit man hier über den Tisch gezogen wird, hängt sicher auch vom Anbieter ab. Bei der Stiftung Warentest berichtet ein Tyczka-Kunde von 73,20 Cent (Netto) für den Liter Flüssiggas (im März 2018). Die Brennstoffbörse listet hier für diesen Zeitraum 38 Cent (Netto). Das kann natürlich ein Ausreisser sein.

Deshalb hier meine Frage an die Forumsteilnehmer mit Mietanlage: Was berechnen die Anbieter der Mietanlagen tatsächlich für den Liter Flüssiggas (oder KWh). Vielleicht hat ja auch mal jemand den Vergleich mit den Kosten auf dem freien Markt gemacht.


Danke schonmal im Voraus

KH

Verfasser:
sukram
Zeit: 22.09.2019 23:12:33
1
2829174
Das Zeuch kommt auch aus den Ölraffinerien, deswegen heißt es auch LPG, Liquified Petrol Gas (oder Autogas);



Und es ist meist teurer als der flüssige Stoff gewesen



und viele Thermen können mit ihm nicht so weit runtermodulieren wie mit Erdgas.

Verfasser:
Stefan87
Zeit: 22.09.2019 23:22:50
0
2829176
Wenn du noch kein Tank hast, dann würde ich den kaufen.

Habe jetzt 2 Anbieter durch und es ist jedes mal das selbe Spiel.
Umso länger du Kunde bist umso höher werden die Preise.

Letzte Woche habe ich für 48,50 getankt und bei anderen Anbietern hätte ich teils nur 36 gezahlt. (ca. 400€)

Laut mein Lieferanten hieß es: Diese Anbieter beziehen ihr Gas direkt von der Raffinerie und lagern nichts vor und können damit ein günstigeren Preis erzielen. Allerdings hat man im Winter auch längere Wartezeiten. Wahrscheinlich auch noch schlechte Qualität usw.

Allerdings gibt es auch verschiedenste Mietverträge und daher kommen auch teils hohe kosten zusammen, weil der Lieferant dann bis zu deinem Zähler für alles zuständig ist.

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 22.09.2019 23:45:25
1
2829180
Hi,

wie schon gesagt Flüssiggas ist ein Erdöl Produkt wird in den nächsten Jahren vermutlich auch deutlich teurer.

Eigentums Tank kann man immer tanken wenn es am günstigsten ist, vorausgesetzt er ist groß genug das man entsprechend flexibel ist immer im Sommer zu tanken wenn es günstig ist.

Man muss sich halt drum kümmern und Preise beobachten, geht inzwischen aber oft Online das macht es leicht, vor 10 Jahren musste man oft noch extra Anfragen.

Der Tank muss alle 2 Jahre kontrolliert werden (~50€) und je nach Aufstellung ist alle 10 Jahre ein Prüfung fällig, kann 500-1000€ kosten.

Generell würde ich heute nicht mehr auf Flüssiggas setzen. Ungewisse Preisentwicklung und hohe Nebenkosten.

Gruß Tobias

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 22.09.2019 23:51:47
1
2829182
Hier mal eine ganz blöde Zwischenfrage:
Kommt außer Flüssiggas oder Öl nichts anderes In Frage?

Welche Voraussetzungen gibt es überhaupt?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 23.09.2019 07:20:52
1
2829202
Zitat von KalliM Beitrag anzeigen
... unsere Ölheizung liegt in den letzten Zügen und bei dem aktuellen Klimawahn wagen wir uns nicht an einen neuen Brenner. Da auch die Tanks neu müssten, denken wir über eine Flüssiggasanlage nach.

Die technischen Eckpunkte sind soweit geklärt ...
Da kommst vom Regen in die Traufe! Das ist ein Schuss von hinten durchs Knie!

Bitte mal ein paar Informationen zur Wärmesenke bekannt geben.

Z.b. ...
Realer Heizleistungsbedarf?
Örtliche Norm-Außentemperatur?
Erforderliche maximale Vorlauftemperatur?
Bedarf an warmem Trinkwasser?
... usw.

Verfasser:
Fitch
Zeit: 23.09.2019 07:26:47
0
2829203
Wenn Flüssigas, dann Tank selber kaufen.

Wir haben einen Miettank und zahlen wesentlich mehr fürs Gas, als wie wenn man freie Wahl hätte.

Runter modulieren kann man auch mit LPG, das is quatsch dass das nich geht.

Wir wollen unseren Tank demnächst rausschmeissen, weil Gas in der Strasse liegt.

Verfasser:
la boca
Zeit: 23.09.2019 08:25:33
1
2829219
Zitat von Fitch Beitrag anzeigen

Runter modulieren kann man auch mit LPG, das is quatsch dass das nich geht.


Ja, aber! Es gibt tatsächlich Hersteller,wo die Mindestmodulation bei LPG deutlich höher liegt als mit Erdgas. Also muss man da schon mal ins Datenblatt schauen. Bestes Beispiel Wolf CGB 2 - 20. Mit Erdgas min. 5,3kw bei 50/30. Mit LPG 7,4kw bei 50/30.

la boca

Verfasser:
Jogi14
Zeit: 23.09.2019 10:46:20
1
2829252
Hallo KalliM,
ich habe vor 4 Jahren den Schritt gewagt und bis heute nicht bereut.
Seitdem liegt unter meiner Garagenzufahrt ein 2,1 to überfahrbarer U-Tank (Eigentum).
Das Problem mit den Kosten für die 2- und 10- jährigen Prüfungen habe ich damit erschlagen, dass ich bei meinem seinerzeitigen Lieferanten für den Tank und die Erstbefüllung einen Wartungsvertrag abgeschlossen habe. Dieser kostet mich jährlich 60 € netto.
Seitdem tanke ich 1x jährlich beim jeweils günstigsten Anbieter. Den Vergleich zu den Miettank-Preisen habe ich leider nicht, sehr wohl aber den Vergleich zu den jeweils günstigsten Heizöllieferanten für meine Region (über Heizöl24.de). Diese lagen in diesem Zeitraum immer höher als mein gezahlter Preis (auf die kWh bezogen).
Beispiel: Zuletzt habe ich Anfang Mai 2019 getankt. Gezahlt habe ich Brutto: 44,03 Ct/l
entspricht 6,17 ct/kWh. Der günstigste HEL-Preis lag bei 68,15 ct/l entspricht 6,37 ct/kWh. Alles auf Ho (oberer Brennwert) bezogen.
Leider kommt das Zeug tatsächlich aus den Ölraffinerien. Wenn es nicht verkauft werden kann, wird es einfach abgefackelt. Ob das wohl besser ist?
Die Modulationsfähigkeit bei LPG kommt auf den Hersteller an. Ich weiss z.B. von Brötje, Weishaupt und Viessmann, das bei denen die Geräte auch bei Flüssiggas auf den Mindestwert runter kommen (habe Brötje, min. ist 2,9 kW bei 45/41- selbst gemessen).
Wenn Du weitergehende Fragen hast, kannst Du mich auch gern direkt kontaktieren.
Viel Erfolg

Verfasser:
sukram
Zeit: 23.09.2019 14:18:03
0
2829361
Zitat von Jogi14 Beitrag anzeigen
Ich weiss z.B. von Brötje, Weishaupt und Viessmann, das bei denen die Geräte auch bei Flüssiggas auf den Mindestwert runter kommen (habe Brötje, min. ist 2,9 kW bei 45/41- selbst gemessen).[...]


Fast ;-) mal abgesehen von der 200er-Serie:
300-W B3HF
Erdgas kW 1,7 - 10,1 1,7 - 17,4 1,7 - 22,9 1,7 - 29,3
Flüssiggas kW 2,2 - 10,1 2,2 - 17,4 2,2 - 22,9 2,2 - 29,3


Die Weishaupt scheint's allerdings zu können.

Verfasser:
KalliM
Zeit: 24.09.2019 20:26:45
0
2829936
Hallo,

herzlichen Dank erstmal für die vielen Antworten.

Wie ich mir schon dachte, ist der Miettank bequem aber teuer (wie so vieles). Die Kosten für Gas auf dem freien Markt kenne ich auch. Danke Stefan für den Preis beim Vermieter. Das war, was ich gesucht habe.

Warum Flüssiggas?

Neben der Heizung fürs Haus soll auch noch eine Getreidetrocknung mitversorgt werden. Die wird aktuell noch mit Heizöl betrieben und haut in einem nassen Sommer mal eben 1500 Liter Öl weg. Da wir ziemlich weit weg von der nächsten Ortschaft (und damit der nächsten Erdgasleitung) liegen, wären allein die Kosten für die Leitung schon mal Flüssiggas für die ersten 20 Jahre.

Das angeschlossene Haus braucht ca. 1000 Liter/Jahr. Alles FB-Heizung. Wasser wird komplett mit Solar gemacht. Was da im Winter noch an Öl gebraucht wird, ist zu vernachlässigen.

Wenn es noch andere Alternativen gibt, die mit diesen Anforderungen günstiger zu realisieren sind, bin ich für alles offen.

Gruss

KH

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.09.2019 20:58:54
0
2829951
Hie und da gibt es Getreideheizungen, soviel ich weiß muss man aber meist etwas Kalk beigeben.

Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen

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