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Wasserführender Kaminofen bei 200qm
Verfasser:
tobiaserz
Zeit: 04.10.2019 16:17:09
0
2834098
Hallo zusammen,

wir haben ein Haus von 1989, welches zu 90% mit Hohlblocksteinen gebaut wurde. Ich habe 2017 überall doppelt verglaste Fenster eingebaut. Wichtige Räume wie die Küche 35qm und Badezimmer 30 qm (FBH) wurden mit innen gedämmt. Im 45 qm großen Wohnzimmer (ungedämmt) steht aktuell ein Kaminofen. Mit dem heizen wir im Winter das Wohnzimmer (leider oftmals viel zu warm) und die angrenzende Küche aus.
Wir haben im Haus noch eine Einliegerwohnung (komplett gedämmt) und einen Wintergarten (55qm, FBH, wird im Winter kaum benutzt). Ansonsten gibt es noch perspektivisch 2 Kinderzimmer die ausgeheizt werden müssen.

Pro Jahr verbrauchen wir aktuell 1200 bis 1500 Liter Heizöl für Heizung und Warmwasser.

Da der jetzige Baumarkt-Kaminofen ersetzt werden müsste, überlege ich mir einen wasserführenden Kaminofen installieren zu lassen. Genau unter dem Aufstellort befindet sich die Viessmann Ölheizung von 1992. Kurze Wege und Platz für einen kleinen Pufferspeicher wären ja gute Voraussetzungen. Mir ist bewusst, was Holz für eine Arbeit macht. Bei meinen Eltern haben wir früher 30 bis 40 Raummeter Buche für ein altes Bauernhaus durchgefeuert. Da wir einen eigenen Wald haben, kostet mich das Holz außer Arbeit nicht viel.
Letzten Winter habe ich 5 RM Fichte durchgefeuert.

Wer hat Erfahrungen zu vielleicht ähnlichen Voraussetzungen? Kann mir jemand einen soliden Wasserführenden Kaminofen empfehlen? Eigene Erfahrungen gemacht? Mir ist wichtig, dass es im Wohnzimmer nicht mehr so extrem heiß, ich die Wärme im Haus sinnvoll verteilen kann und sich das ganze auch nach absehbarer Zeit amortisiert.

Ich freue mich über eure Antworten.

Verfasser:
Reiner.E
Zeit: 06.10.2019 13:33:57
0
2835604
Hallo,

das Vorhaben würde ich genau mit deinem Schornie durchsprechen aber ein 10kW Ofen sollte normalerweise bei der Größe nicht Messpflichtig sein. Als Öfen würde ich dir den hier oder diesen.

Sonnige Grüße Reiner

Verfasser:
passra
Zeit: 06.10.2019 14:35:25
0
2835643
Das wird dein Problem mit dem überheiztem Wohnzimmer aber nicht verbessern, sondern schlimmer machen. Wenn aus der Wassertasche nennenswert Energie kommen soll, musst du schon dauerhaft und mit richtig Leistung einheizen.
Der Aufwand mit neuem Ofen, einen Puffer (was verstehst du eigentlich unter klein?), Verrohrung etc. rechnet sich nie..

Verfasser:
gnika7
Zeit: 06.10.2019 14:53:35
0
2835653
Hi,

Zitat von tobiaserz Beitrag anzeigen
Wer hat Erfahrungen zu vielleicht ähnlichen Voraussetzungen? Kann mir jemand einen soliden Wasserführenden Kaminofen empfehlen? Eigene Erfahrungen gemacht? Mir ist wichtig, dass es im Wohnzimmer nicht mehr so extrem heiß, ich die Wärme im Haus sinnvoll verteilen kann und sich das ganze auch nach absehbarer Zeit amortisiert.[...]

Dass die Wärmegestehungskosten eines wasserführenden Ofens im allgemeinen zu hoch sind, wurde hier oft genug aufgezeigt. Natürlich löst es dein Problem nicht. Persönlich würde ich in deinem Fall folgende Optionen bevorzugen.

1. Im WoZi und Küche (auch sonstige Räume) FBH durch Einfräsen in Estrich nachrüsten.

2. Den Holzofen durch Grund- oder Kleinspeicherofen ersetzen. Damit sollte nach dem Einheizen die Wärme länger verfügbar sein und die Überhitzung des Raumes vermieden werden. Und den ganzen Hickhack mit der Hydraulik kann man sparen. Zudem funktioniert so ein Ofen im Gegensatz zu einem wasserführendem Ofen auch bei Stromausfall.

Grüße Nika

Verfasser:
tobiaserz
Zeit: 07.10.2019 08:31:51
0
2836034
Danke für die unterschiedlichen Antworten.

Die Holzvergaser fürs Wohnzimmer hatte ich mir vor 2 Jahren schon mal angeschaut. Wegen des hohen Anschaffungspreis allerdings verworfen. Jetzt wo ich grob mit der Haussanierung durch bin, wäre das schon interessant.
Aber bei den Kaufpreis + Hygienespeicher + Installation ist man ja schnell bei 8.000 bis 10.000 Euro. Das dauert ja sicher sehr lang bis sich das ganze amortisiert. Vorausgesetzt es geht nichts kaputt am Holzvergaser.

Das nachrüsten einer FBH in der Küche kommt auf jeden Fall nicht in Frage.
Speicheröfen sind sicherlich auch eine interessante Lösung. Ich habe noch massenhaft Speichersteine von alten Nachtspeicheröfen in der Garage liegen. Wäre interessant ob man die für einen Kamin verwenden könnte.

Welche Richtung sinnvoll ist, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt irgendwie nicht rausfinden.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 07.10.2019 08:55:34
0
2836042
Ich verstehe nicht so ganz, was genau du an einem recht jungen Haus aus 1989 "saniert" hast... Gabs da vorher keine Fenster mit Isolierglas? Wie hat sich der U-Wert der Wände mit der Innendämmung verbessert?
Und ein Schlafzimmer gibts auch nicht, ihr pennt im Wintergarten? Oder warum werden nur
-Einliegerwohnung
-Wohnzimmer+Küche
-Wintergarten
-2 Kinderzimmer
als zu beheizende Räume genannt? Keine Badezimmer? Wo kommend da 200qm zusammen?

Ich habe den Eindruck, dass hier eine vorkriegsähnliche Einstellung zum raumweisen Beheizen eines mitunter modernen Gebäudes besteht. Eure thermische Gebäudehülle liegt ziemlich sicher außen, sprich es macht wenig Sinn, nicht das gesamte Gebäude gleichmäßig zu beheizen. Ist nkomfortabel, aber spart kaum Energie.

Ölheizung von 1992 ist auch so ein Ding, da solltest du dir Gedanken machen. Entweder muss die Anlage mittelfristig neu oder weg. Ewig wird die nicht leben, von den ganzen Klimaspekulationen ganz zu schweigen.

Als ersten Schritt empfehle ich eine raumweise Heizlastberechnung. Dann kann man viel differenzierter und zielführender helfen.

5rm Fichte entspricht etwa 650l Heizöl. Gesamtverbrauch also bei 1800-2100l/anno. Das sind grob 7-10kW Heizlast für das ganze Gebäude im Kernwinter! Mit einem Kaminofen (ggf wasserführend) in der Größenordnung 5-10kW Luftleistung musst du die angrenzenden Räume permanent überheizen, das geht gar nicht anders, wenn das Gebäude die meiste Zeit des Jahres so bei 3-6kW Heizleistung liegt.

Wenn ihr wirklich plant, die Gebäudeheizung mit Holz zu erledigen, führt an einem gescheiten Holzvergaser und einigen Tausend Litern Puffer kein Weg vorbei. Mit einem wasserführenden Kaminofen bekommst du das nicht in den Griff.

Last but not least: Wie alt bist du, wie lange kannst und willst du noch Holz machen?

Verfasser:
tobiaserz
Zeit: 09.10.2019 18:55:29
0
2837242
Es waren einfach verglaste Holzfenster im kompletten Haus verbaut.
Wie sich der U-Wert verbessert hat, kann ich leider nicht beantworten.

Natürlich gibt es ein Schlafzimmer, welches wir noch nie beheizt haben. Meine Frau und ich mögen es so kalt wie möglich im Winter.
Das Badezimmer hatte ich mit der FBH genannt.

Allein unsere Wohnung hat 210qm. Die Räume sind alle groß. Es gibt auch noch einen Dachboden mit vollausgebauten Räumen. Die sind allerdings ungenutzt.
Die Einliegerwohnung hat 45qm.

Vorkriegsähnlich heizen wir sicherlich nicht. Allerdings halte ich in den4 ungenutzten Räume (2 Kinderzimmer + 2 Dachbodenräume) nur Grundwärme.

Die Ölheizung läuft noch gut und es gibt laut meinem Klempner auch noch Ersatzteile. Von daher sah ich bislang noch keinen Anlass, daran etwas zu ändern.

Ein Holzvergaser im Heizraum kommt für mich nicht in Frage.

Ich dachte es gibt wasserführende Kaminöfen mit 2 bis 3 kW luftseitig und 7kW wasserseitig. Ein Holzvergaser fürs Wohnzimmer wäre auch interessant.
Das ich mit dem ganzen nur zu heize ist mir klar. Da ich das Holz kostenlos bekomme, wäre halt interessant wie schnell sich das ganze amortisiert.
Ich bin 28 Jahre alt und denke das ich noch einige Jahrzehnte Holz machen kann.

Verfasser:
Reiner.E
Zeit: 10.10.2019 08:08:40
0
2837325
Hallo,

wasserführende Öfen mit einer Luftseitigen Leistung von 2-3kW bekommst du nur in Bauart Holzvergaser fürs Wohnzimmer, normale wasserführende Öfen haben eine ca., 50/50 Aufteilung. Wenn du das machen lassen mußt dann kannst du beim Holzvergaser fürs Wohnzimmer so 10-12k € rechnen und bei einem wasserführende Ofen ist es ca.2,5k€ günstiger und es gibt einen HV fürs WZ von Künzel den HW.

Du mußt halt schauen das der Ofen nicht messpflichtig wird sonnst kommen noch ca.100€/a an kosten für den Schorni dazu.

Sonnige Grüße Reiner

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 10.10.2019 08:42:16
0
2837333
1989 einfach verglaste Fenster?
Das Gebäude steht in Deutschland?
Falls ja, dann wurde die Wärmeschutzverordnung 82/84 missachtet... Oder sollte das ein Stall sein?

Vor dem Hintergrund erst recht: Bauteilanalyse machen (z.B. mit ubakus) und ausnahmslos die raumweise Heizlast berechnen (DanBasic 6 z.B.), um das Gebäude erstmal richtig einschätzen zu können.

Du solltest dir einen Plan für die Zeit nach dem jetzigen Öler zurechtlegen, bevor du nun 5-stellige Summen für eine Zusatzholzheizung ausgibst.

Alles andere könnte hier und heute einen Fehlinvest bedeuten.

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