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Wie vorgehen, wenn kein Geld für alles da ist
Verfasser:
Kathrin Ell
Zeit: 09.10.2019 09:30:55
0
2837012
Hallo,

ich habe schon im Heizungsforum gute Ratschläge bekommen und wollte nun auch hier nachfragen.

Wir haben ein Reihenmittelhaus von 1977 gekauft (145 Quadratmeter Wohnfläche, 2,5 Geschosse, Dach ist ausgebaut, Keller ist nicht gerade ausgebaut aber durchaus beheizt, jedenfalls der Hobbyraum) und möchten nun sanieren. Unser Budget reicht leider nicht für das Komplett-Paket. Wir wollen die Nachtspeicheröfen durch eine Pelletheizung ersetzen und das frisst uns gute 40.000 Euro weg. Dann muss natürlich innen auch noch was gemacht werden.

Es bleiben für die Dämmmaßnahmen etwa 50.000 Euro. Jetzt ist die Frage, was wir mit diesem Geld machen.

Variante 1:
Dach von außen dämmen und neu decken.
Alle Fenster tauschen.
Fassade könnte man später nachholen.
Nachteil: Schimmelproblem wegen fehlender Fassadendämmung?

Variante 2:
Dach von innen dämmen.
Alle Fenster tauschen.
Fassade dämmen.
Nachteil: Dach ist zwar in Ordnung, aber alt und muss irgendwann neu eingedeckt werden.

Variante 3:
Dach von außen dämmen und neu decken.
Fenster und Fassade auf der Nordseite tauschen.
Nordseite der Fasade dämmen.
(Südseite mit Balkon bliebe wie sie ist. Die Idee für diese Variante kam auf, weil wir sowieso überlegen, die Terrassentür auf der Südseite so zu belassen wie sie ist, somit wären im Obergeschoss nur noch zwei Balkontüren. Die Seite des Hauses könnte man später noch dämmen.)
Nachteil: Ist es sinnvoll so zerstückelt zu dämmen?

Variante 4:
Alle Dämmmaßnahmen inkl. Fenstertausch durchführen.
In ein paar Jahren dann die Heizung tauschen, so könnte man die Heizung passend zur Dämmung installieren (und sie wäre nicht überdimensioniert).
Nachteil: Die Installation ist möglich, weil die Rohre sowieso auf dem Putz verlegt werden, aber aufwendiger, da wir dann schon dort wohnen (wie gesagt: bisher gibt es kein wasserführendes System), außerdem sind die Stromkosten hoch und wir wüssten auch nicht genau, wann wir das Geld für die Heizung zusammen hätten.


Was meint ihr?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.10.2019 09:38:26
1
2837018
Tja, da stellt sich auch die fRage: wie viel Eigenleistung geht? wenn die Südseite unten Teasse und oben Balkon hat hört sichd as so an, als könnte man die ohne Gerüst dämmen. Den Balkon als herausragenden Kühlkörper müsste mand abei getrennt betrachten.
Dach einmal richtig machen, und dabei Dachübersteände bedarfsweise anpassen hört sich erst mal gut an.
Bei der HEizung kann man auch noch die Option Geisha gegenüber dem Pelleter ansehen, denn Peleter sind nicht ganz billig, und mit DAchdämmung+neue Fenster+Fassadendämmung sollte die Heizlast nur noch klein sein, so dass man da Wärepumpentauglcih sein sollte.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 09.10.2019 09:55:05
2
2837025
Hi,

grundsätzlich:

Man kann auch einzelne Gebäudeteile dämmen. und gerade im Reihenmittelhaus vielleicht auch nur auf einer (von zwei) Seiten.

Wenn ihr die Heizung zuerst macht, wird sie nachher gnadenlos überdimensioniert sein. Gasgeräte können da relativ weit modulieren, aber bei Pellets, Öl und Wärmepumpen geht das eher nicht und dann müssen sie wegen Überdimensionierung ständig takten.
Die Stromkosten für die Heizung sollten nach Dämmung sicher auch merklich sinken, aber 1:1 ist immer noch teuer.

Bzgl. Heizung:
Habt ihr Heizkörper geplant oder Flächenheizung (Fußboden, Wand und /oder Decke?)
Gerade Wand und Decke bieten sich vielleicht eher an da diese im Zuge der Innenarbeiten sowieso neu gemacht werden müssen?

Verfasser:
Kathrin Ell
Zeit: 09.10.2019 10:22:18
0
2837032
Danke für eure Antworten.

Wir planen mit normalen Heizkörpern. Bei der Lösung mit der Wärmepumpe sind wir unsicher, ob dies auch ohne Flächenheizung funktioniert, da wir definitiv keine Fußbodenheizung wollen (zu teuer, da der Estrich raus müsste). Deswegen Pellets, weil Gas nicht geht (liegt nicht in der Straße) und wir Öl ausschließen.

Wände und Decken wollen wir eigentlich nur streichen bzw. Tapete runter und dann streichen. Ob sich da Heizungen anbieten, weiß ich nicht, wohl eher nicht.

Die Pelletheizung möchten wir auf die jetzt erfolgenden Dämmmaßnahmen abstimmen. Wenn man das gleichzeitig macht, müsste es ja passen, oder? Die Hoffnung ist natürlich, dass spätere Dämmmaßnahmen noch im Rahmen der Heizung liegen... (Wir wissen, dass Pelletheizungen auf Volllast am effektivsten sind.)

Möglich ist natürlich, die Heizung später zu machen, aber mit Nachtstrom zu heizen, macht uns keinen Spaß...

Langfristig die Außenwanddämmung wegzulassen und nur Fenster zu tauschen ist wohl auch keine Option?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.10.2019 10:32:09
0
2837037
Ausenwanddämmung weglassen: Nun, zumindest ist es bauphysikalisch riskanter und zum wohenn unkomfortabler.

Bezüglich Heizkörper: heute eine Alte Haizung neu zu bauen würde ich zu vermeiden suchen. Lies mal Andiwaffelns Thread zu dem Thema.

Im Bestand bieten sich Wand und Deckenheizungen an, wenn man sowiso an die Wäde und dEcken geht. Da schraubt man Klemmschienen auf, legt die Heizungsrohre ein und Putz einmal ca. 2-2,5 cm darüber dann ist die Flächenheizung fertig. Man kann auch mit Mauernutfräsen in den Putz fräsen (bei nichttragenden Wänden, bzw tragenden Wänden >115mm Steidicke, sonst wenigstens Putz am Ende wieder verstärken wg. Brandschutzwirkung des Putzes bei dünnen tragenden Wänden wieder herzustellen)
Ebenso gibt es Firmen, die den bestehenden Estrich für das Einlegen einer Fussbodenheizung fräsen, dafür gibt es auch genügend Beispiele hier im Forum.


Zur Not läuft aber auch eine WP mit ausreichend grossen Heizkörpern, besonders wenn die verbleibende Heizlast klein ist (gute Dämmung spart hier Investitionskosten in die Heizung.) Die meisten Pelleter dürften für ein gut gedämmtes Reihenmittelhaus zu gross sein, mit der Gefahr sich zu Tode zu takten.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 09.10.2019 10:32:16
2
2837038
Ich warte schon darauf, wann der Einbau von Heizkörpern verboten wird ;>))

Da wäre noch ein Einsparungspotenzial. Bei ener Heizungssanierung sieht das anders aus.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.10.2019 10:36:59
2
2837041
Verbieten sicher nicht, aber mit Braunkohlebriketts befeuerte Einzelöfen als Neuausstattung bei Haussanierung sind auch irgendwann aus der Mode gekommen... :-)

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 09.10.2019 10:45:37
0
2837043
Zitat von Kathrin Ell Beitrag anzeigen
Wände und Decken wollen wir eigentlich nur streichen bzw. Tapete runter und dann streichen. Ob sich da Heizungen anbieten, weiß ich nicht, wohl eher nicht.



Das wird nichts bzw. wäre sehr kurzfristig gedacht.
Wollt ihr die Elektrik etwa so belassen wie sie ist? Falls nicht, müssen die Wände doch sowieso auf.
Alte Tapete runter und neue drauf dürfte bei dem Baujahr schwierig werden, da kommt gerne mal etwas vom Wandputz mit runter und dann muss neu verspachtelt werden.
Und zumindest bei uns haben diverse Fachleute unisono gemeint, dass man auf die alte Untertapete nicht drübertapezieren kann. Ok vlt hätte man es doch können, aber wäre halt Murks geworden.

Du musst auch nicht alle Wände für eine Wandheizung neumachen, die wird ja normal auch eher an 1-2 Wände und nicht an alle 4 im Raum gebaut.
Deckenheizung als Option ist auch nicht schlecht, wenn man sowieso Decken abhängen möchte um Kabel zu ziehen und Spots einzubauen. (Bitte einmal Google benutzen - ja heiße Luft gehen nach oben aber Strahlung geht auch Senkrecht nach unten!) Und das kann man auch ab 3cm Aufbauhöhe realisieren.

Ich würde auch an eurer Stelle erstmal klären, ob man eine Luftwärmepumpe überhaupt auf dem Grundstück aufstellen kann ohne direkt beim Nachbarn zu sein.


Gibt es eigentlich einen Energieausweis? - Die taugen zwar nicht allzu viel, aber so als Hinweis können sie helfen.

Verfasser:
Kalle75
Zeit: 09.10.2019 11:32:05
1
2837074
Wie sieht denn eigentlich das Dach aus ?
Aufbau & Zustand.
Schon mit Unterspannbahn & Trockenfirst.... oder vermörtelte Ziegel ohne 2.Wasserableitung... oder gar was anderes?
Flachdach, oder nicht?
Ausrichtung ?


Wenn das dach in einem überschaubaren Zeitraum eh gemacht werden muss, dann vor jeder Dämmung, denn sonst passen Überstand & Anschlüsse eh nicht mehr.


Statt Dach zu dämmen... Oberste Geschossdecke dämmen.
Günstig und in Eigenleistung möglich.

Was sind denn für Fenster verbaut, das diese unbedingt getauscht werden müssen ?
Wenn es noch alte einfach verglaste Holzfenster sind... keine Frage, dann kommt das "Schimmelproblem" aber am Ende nicht wegen der Fenster... sondern der damit verbundenen niedrigeren Lufwechselrate.

Warme Wände "verzeihen" halt eine höhere Luftfeuchtigkeit als kalte.

40T€ für neue Heizung ?
Was ist den in dem Angebot alles enthalten?

Pellet lohnt nur mit Förderung, die gibt es nur wenn man Solarthermie aufs Dach schraubt und die nimmt PV wertvollen Platz weg.
Dazu braucht es noch einen staubtrockenen Keller, sonst ziehen die Pellets Feuchtigkeit aus der Luft, verstopfen die Anlage... Spaß garantiert.
Pellets werden immer teurer, Schornsteinfeger und Systemwartung ist auch nicht umsonst.


Gerade wenn nur wenig Geld vorhanden ist... sollte man darauf achten es nur 1x auszugeben.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.10.2019 11:32:52
2
2837077
Nun, ein Energieausweis für den Bestandsbau wird wenig aussagen wenn man danach Dach und Wände dämmt sowie die Fenster tauschr. Alles 3 zu machen ist eigentlich die saubere Lösung, dann noch etwas Kellerdeckendämmung, sowie bei den Dämmdicken nicht sparen, dann kratzt das Reihenmittelhaus bei der Heizleistung je Fläche am Passivhausniveau, wegen seines günstigen Verhältnisses von Wohnfläche zu Aussenfläche.

Verfasser:
Kathrin Ell
Zeit: 09.10.2019 11:53:19
0
2837080
Huh, das sind jetzt ja jede Menge Eindrücke. Nein, Elektrik wollten wir eigentlich nicht machen. Die sieht noch gut aus... Natürlich wollten wir einen Blick drauf werfen.

Die Fenster sind aus Holz und zweifach verglast, aber halt älter. Unbedingt müssen sie nicht getauscht werden (abgesehen von den Dachfenstern), aber auf lange Sicht...

Wenn wir die Heizlast auf "Passivhausniveau" drücken könnten, dann würden wir wohl die Nachtspeicher drinnen lassen.

Laut Stromrechnung wurden bisher zwischen 13000 und 14000 kwh für Nachtstrom verbraucht (wobei das Haus im Energieausweis unter F klassifiziert ist). Wir müssten mindestens halbieren, damit es sich fast nicht mehr lohnt, eine Heizung einzubauen... In dem Fall würden wir wohl über einen kleinen Kachelofen im Wohnzimmer nachdenken und den Rest so lassen.

Aber ist das realistisch?
6000-7000 kwh im Jahr, wenn wir Dach, Fenster, Fassade, Haustür und Kellerdecke machen?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 09.10.2019 12:00:58
2
2837083
Hi,

Zitat von Kathrin Ell Beitrag anzeigen
Danke für eure Antworten.

Wir planen mit normalen Heizkörpern. Bei der Lösung mit der Wärmepumpe sind wir unsicher, ob dies auch ohne Flächenheizung funktioniert, da wir definitiv keine Fußbodenheizung wollen (zu teuer, da der Estrich raus müsste). Deswegen Pellets, weil Gas nicht geht[...]

Unabhängig vom Wärmeerzeuger würde ich an euer Stelle versuchen eine Flächenheizung nachzurüsten, da dies nicht nur eine Effizienzfrage ist, sondern auch Auswirkungen auf Komfort, Optik und Wiederverkaufswert der Immobilie hat. Dafür gibt es in eurem Fall im Wesentlichen zwei Optionen:
1. Wand- und Deckenheizung nachrüsten. Die Machbarkeit hängt offensichtlich von verschiedenen Rahmenbedingungen ab.

2. FBH nachrüsten. Dazu muss man nicht zwingend den Estrich herausreißen. Es haben hier schon einige Nutzer sich eine FBH in bestehende Estrich einfräsen lassen. Die Kosten lagen bei ca. 2000€ für ein Haus größer als euer. Da müssen dann aber die Bodenbeläge offensichtlich neu gemacht werden. Der Vorteil des Einfräsens ist, dass die Heizung nicht so träge ist, wie eine richtige FBH. Dazu ist die Heizleistung einer FBH höher als die einer WH oder DH.

Bei Option 2 seid ihr dann absolut frei bei der Wahl des Wärmeerzeugers. Persönlich würde ich da dann natürlich zu WP greifen, da
1. Im Reihenhaus die Heizlasten extrem niedrig sind
2. Man eine großen Anteil durch PV abdecken kann, die man sinnvollerweise gleich mit der Dachsanierung macht.

PV ist jedoch in jedem Fall sinnvoll und belastet weder euer Budget noch eure zukünftigen Liquidität. Die PV kann zu 100% fremdfinanzieren und diese refinanziert sich dann selber und senkt sogar eure finazielle monatliche Belastung im Vergleich zu dem Fall ohne PV

Was ich jedoch nicht kapiere, warum sollen bei deiner Variante 1 Schimmlprobleme auftreten? Das klingt eher nach Halbwissen und dem üblichen Unsinn, das man hier öfters liest.

Ansonsten hört sich das Ganze nach einem recht interessanten Projekt an. Hast du denn bereits (KfW)-Förderungen dazu angeguckt?

Grüße Nika

Verfasser:
Kathrin Ell
Zeit: 09.10.2019 12:12:40
0
2837084
Aber die Wärmepumpe in Kombination mit Fußbodenheizung dürfte auch den 40.000 Euro kratzen, schätze ich. Auch dann kann ich nicht alles dämmen und ob es dann wohl warm genug wird?

Das mit dem Schimmelproblem weiß ich natürlich nicht sicher, hab ich nur gehört... Wenn es nicht so ist, ist es mir recht.


Danke für euren Input!

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 09.10.2019 12:27:37
3
2837089
Zitat:
Reihenmittelhaus von 1977 145 Quadratmeter Wohnfläche


Und dann Pellet? Halleluja!

Geisha, Wandheizung, fertig. <10k€ in Eigenleistung.

Fußbodenheizung 145qm komplett Fertig gibts für <15k€ mit Fließestrich, wenn der Estrich vorher raus ist.

14tkWh Stromverbrauch sind irgendwo 5-6kW Heizleistung. Fenster neu und die Geisha reicht vollständig aus.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.10.2019 12:30:22
5
2837090
Das hängt davon ab....

Wenn mann wie oben empfohlen, für 2000€ das Haus fräsen lässt, die ca. 1200m Rohre selbst kauft und einlegt ( 1000€ inkl Fliesenkleber zum zuspachteln), vom Heizungsbauer die senkrechten Stränge, Verteiler und die Zuleitung zur Geisha samt tauglichem Warmwasserspeicher setzen lässt (6000€), dann eine Geisha in Augsburg besorgt (2800€ Abzgl. 1800€ BAFA-Förderung) und das Fundament selbst macht, sehe ich nicht wo da 40.000€ hingehen sollten.
Wenn man alles vom Heizungsbauer machen lässt, der zusätzliche Teure Pufferseicher einbaut, die teure aber ineffiziente Wärmepumpe seiner Gasgeräte Hausmarke, und acuh sonst keine Hand mit anlegt, kann man für jede Art Heizung 40.000€ ausgeben.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 09.10.2019 12:31:00
0
2837091
Wo wohnt das Haus?

Verfasser:
nochnix
Zeit: 09.10.2019 12:52:01
0
2837104
40.000€ sind maßlos übertrieben das habe ich in Eigenleistung für 1/4 hingebracht. Schau auch mal im Holzheizerforum vorbei.
Grob geschätzt sollte man das Häuschen doch mit 5-6t Pellets warm bekommen ohne groß einen aufstand zumachen.

Verfasser:
chieff
Zeit: 09.10.2019 12:57:38
1
2837108
Wo stellt den die Geisha Fraktion die Auseneinheit hin? Bei einem Reihenmittelhaus garnicht so einfach ohen es sich mit den Nachbarn zu verscherzen!

@Kathrin,
nimm hier bitte nicht alles was hier von manchen geschrieben wird für Gold.
Keiner hier Drin kann dir nur ansatzweise verlässliche Zahlen sagen.
Fachleute vorort oder einfach nur leute mit Erfahrung die dein Objekt gesehen haben können das besser beurteilen als die Forenfraktion.

Ich hoffe ihr findet den richtigen Weg der euch glücklich macht.

Verfasser:
Kathrin Ell
Zeit: 09.10.2019 13:01:19
0
2837111
Etwas Eigenleistung trauen wir uns schon zu, aber Wasserrohre verlegen klingt erst einmal gruselig...

Das Haus wohnt in der Nähe von Karlsruhe. ;)

Achja, bei einem anderen Reihenmittelhaus in der Nähe hab ich schon eine Wärmepumpe auf dem kleinen "Dach" über der Haustür gesehen. Aber ob das geht...

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.10.2019 13:07:42
2
2837115
Daher habe ich das eigentliche "Wasserrohrvelegen" beim Heizungsbauer gelassen - und nur die Fleissarbeit mit den "Plastikschläuchen" der Flächenheizug euch zugeteilt - das st dann immer die exakt gleiche Verbindung, das bekommt auch ein Laie hin und bekommt dann bei der 40.sten Verbindung darin auch Übung.

@ Chief: ab 7-steilligen Bausummen (nur HKLS) mach ich Dir auch eine professionelle HKLS-Planung samt professioneller Kostenschätzung. Hier mache ich Hilfe aus Hobby.
Die geisha unterbringen - i.d.R am Vorgarten, ggf. z.B. Carport. Oder getarnt als Müllbox (d.h. eingehaust- was ich nicht sehe macht auch keinen Krach zeigt die Erfahrung) Zur ganz grossen Nor im Keller zwischen zwei Lichtschächten auf der Strassenseite, auch die Lösung hatten wir hier schon im Forum. Oder unter der Eingangstreppe, etwas eingegraben. Platz: ca. 1,2m lang, 40cm tief, 1m hoch, und genügend Luft muss von vorne und hinten zuströmen können.

Aktuell wird ja noch ausgelotet was so alles gehen kann.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 09.10.2019 13:39:35
0
2837126
Hi nochmals,

Zitat von Kathrin Ell Beitrag anzeigen

Wir haben ein Reihenmittelhaus von 1977 gekauft (145 Quadratmeter Wohnfläche, 2,5 Geschosse, Dach ist ausgebaut, Keller ist nicht gerade ausgebaut aber durchaus beheizt, jedenfalls der Hobbyraum) und möchten nun sanieren. Unser Budget reicht leider nicht für das Komplett-Paket. Wir wollen die Nachtspeicheröfen durch eine Pelletheizung ersetzen und das frisst uns gute 40.000 Euro weg. Dann muss natürlich innen auch noch was gemacht werden.

Es bleiben für die Dämmmaßnahmen etwa 50.000 Euro. Jetzt ist die Frage, was wir mit diesem Geld machen.

Variante 1:
Dach von außen dämmen und neu decken.
Alle Fenster tauschen.
Fassade könnte man später nachholen.
Nachteil: Schimmelproblem wegen fehlender Fassadendämmung?[...]

Wie gesagt, scheint recht interessantes Projekt zu sein. Deshalb nochmals ein etwas umfangreicherer Vorschlag

1. Wärmeverteilung
Wie einige hier schon geschrieben haben, sind 40k€ für Heizung doch etwas zu viel, insbesondere, wenn nicht mal eine Flächenheizung einbaut. Das sollte definitiv zu einem niedrigerem Preis möglich sein, insbesondere wenn man etwas Eigenleistung einbringt. Daher würde ich an eurer Stelle, wie schon geschrieben, eine FBH nachrüsten, indem der Estrich eingefräst wird. Die Heizkreise kann man dann z.B. leicht in Eigenleistung verlegen. Der HB mach den Kesselraum und hängt alles an die Verteiler dran. IMHO sollte das definitiv unter 40k€ möglich sein.

2. Dämmung
Das Haus so umfänglich wie möglich dämmen. Ich würde tatsächlich die Variante 1 plus Fassadendämmung anvisieren. Da die Fenster passend zu Fassadendämmung eingebaut werden sollten, wäre es meiner Meinung das beste Fenster und Fassadendämmung zusammen zu machen. Falls das Geld für Fassadendämmung nicht reicht, würde ich warten bis man Fenster und Fassadendämmung zusammen machen kann. Dach sollte v. a. wegen dem folgendem Punkt gemacht werden.

3. PV
Unabhängig vom Wärmeerzeuger solltet ihr zusammen mit der Dachsanierung sofort eine PV drauf setzen. Dies ist am kostengünstigsten, da eh am Dach gewerketl wird und das Gerüst schon da steht. PV deshalb, weil es das einzige Bestandteil des Hauses ist, dass sogar bei 100% Fremdfinanzierung die monatliche Belastung senkt und sogar Rendite einbringt.

4. Wärmeerzeuger
Das wird hier sicherlich sehr "kontrovers" diskutiert werden. ;-)

Persönlich würde ich im vorliegendem Fall, wenn möglich, zu einer WP greifen. Einfach deshalb, weil diese am besten zu dem Gesamtkonzept (RMH+PV+gute Dämmung+Flächenheizung) passen würde, recht günstig hingestellt werden kann und langfristig die niedrigsten Betriebskosten haben wird. Voraussetzung ist natürlich, dass man für eine LWP einen Aufstellort finden kann. Üblicherweise kann man bei RH diese vorne Richtung Zugangsstraße hinstellen, sodass niemand belästigt wird. WP deshalb, weil für die kleine Heizlast man recht günstig hinkommen kann. Das heißt u.A. , mit LWP ist aus meiner Sicht eine Flächenheizung für unter 40k€ möglich. Ob es dann eine Geisha sein muss, müsst ihr selber wissen. Ich selber bin kein Fan davon. Andere sind begeistert.

Eine EWP mit RGK würde ich wahrscheinlich aufgrund der voraussichtlich sehr niedrigen Heizlast und einer eigenen PV gar nicht in Betracht ziehen, da der absolute Effizienvorteil einfach zu niedrig ist. Falls du oder deine bessere Hälfte mal selber mit dem Bagger das Verwüsten des Gartens ausprobieren wollt, wäre es vielleicht doch eine Option ;-)

Alternativ zu WP kann man natürlich zu Holz greifen. Aus meiner Sicht spricht nicht viel dagegen außer, dass es schlechter in das Gesamtkonzept der ersten drei Punkte passt. Wesentlich ist aus meiner Sicht nicht der Wärmeerzeuger, sondern ein stimmiger Gesamtkonzept. Mit Pellets ist es halt IMHO weniger stimmig und wahrscheinlich teuerer, aber immer noch recht gut.

5. Förderung
Keine Ahnung, wie gut du informiert bist. Aber bei entsprechend optimierten Vorgehen kannst du am Ende niedrigere laufende Kosten haben und niedrigere eigene Investitionskosten. Einfach bei KfW nach Förderung von Bestandsimmobilien gucken. Bei erreichen fon KfW55 (durchaus denkbar bei euch) kannst du 30k€ kassieren. Die Mehrkosten sind aber ggfs. niedriger als die Förderung. Noch besser wäre es, wenn das RMH eine Planung von zwei Wohneinheiten erlaubt. Dann kann man die doppelte Förderung kassieren.


Fazit
Bei den üblichen Reihenhäusern, die ich aus der Zeit so kennen, sollten die Punkte 1,2 und 4 für 90k€ (ggfs. mit etwas Eigenleistung) machbar sein. PV würde ich, wie gesagt, unabhängig von Budget betrachten und diese dann fremdfinanzieren, wenn diese nicht mit den 90k€ abgedeckt werden kann. Zu einem Gesamtkonzept gehört auch unbedingt die Förderung. Mit dieser kann man ggfs. ein energetisch besseres Haus zu niedrigeren eigenen Kosten bekommen. Also unbedingt sich ausführlichst dazu informieren. Damit wären umfangreichere Maßnahmen budgetneutral möglich

Grüße Nika

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 09.10.2019 13:43:37
2
2837128
Zitat von Kathrin Ell Beitrag anzeigen
Danke für eure Antworten.

Wir planen mit normalen Heizkörpern. Bei der Lösung mit der Wärmepumpe sind wir unsicher, ob dies auch ohne Flächenheizung funktioniert, da wir definitiv keine Fußbodenheizung wollen (zu teuer, da der Estrich raus müsste). Deswegen Pellets, weil Gas nicht geht[...]


Die 40.000 für die Pelletheizung sind natürlich schon ein ganz, ganz dicker Hammer, der Euch finanziell kaum noch Spielraum für ordentliche Dämmmaßnahmen lässt. Das Problem dabei wurde ja schon genannt: Ihr müsst jetzt eine deutlich größere Heizleistung einbauen, als Ihr später nach der Dämmung an Heizlast haben werdet.

Warum nicht anders herum: erst mal ordentlich dämmen, und Split-Klimas als temporäre Heizung einsetzen. Da habt Ihr sofort 30.000 bis 35.000 Euro frei. Und falls Ihr später mal mit den Split-Klimas nicht zurecht kommt, dann könnt Ihr, wenn wieder Geld da ist, immer noch eine Heizung dann passender Größe einbauen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 09.10.2019 13:44:12
0
2837129
Zitat von Kathrin Ell Beitrag anzeigen
Etwas Eigenleistung trauen wir uns schon zu, aber Wasserrohre verlegen klingt erst einmal gruselig...

Das Haus wohnt in der Nähe von Karlsruhe. ;)

Achja, bei einem anderen Reihenmittelhaus in der Nähe hab ich schon eine Wärmepumpe auf dem kleinen "Dach" über der Haustür[...]

1. Die Plastikrohre von der Heizung in die Fräsungen zu legen, schafft auch ein 12-jähriges Kind ;-) Ist eine wirklich dankbare Arbeit, mit der man gut Geld spart ohne sich in irgendeiner Weise zu fordern.

2. Wenn Nachbarn das haben, dann sollte das mit der Geräuschproblematik wohl erledigt sein ;-))

Grüße Nika

Verfasser:
chieff
Zeit: 09.10.2019 14:56:49
0
2837150
Orr, ich lgaub nicht das die Pelletheizung allein 40t Euro kostet, daher find ich das darauf rumgereite schon mal mehr als fraglich. Vorallem weil niemand weis was darin alles enthalten ist.

JA es sind darin auch Heizflächen (Heizkörper) enthalten und dessen verrohrung.
EIne Verorhrung samit Aufputzversorgung wenn ich richtig gelesen habe.
Natürlich sind Flächenheizungen primär besser,
im der ANschaffung ähnlcvih teuer, aber den nebenarbeiten muss man da schon mit einkalkulieren. Es bringt nichts, das dem Bauwilligen jetzt schönzurechnen und dann klemmt es nachher an den kosten für Putz oder Trockenbau oder Elektroarbeiten den das Forum hier gerne mal unter den tisch fallen lässt oder pauschal als private eigenleistung unterordnet.
NUr weil es der einzelen mal bei sich gemacht hat muss das nicht auch der hier fragende Auch können, wollen oder ganz lapidar nicht selber machen wollen, weil keine Zeit dazu....


Was man nicht sieht, hört man auch nicht? Achja? es gibt viele Mänagelbaustellen wo man was störendes hört, aber nicht weis wo es herkommt....
Euren Murks(Notlösung) noch weiterzuempfehlen halt ich für äußerst gefährlich.!!!!

Nur mal als Beispiel:
Wandheizung: Aufbauen ist das kleinste problem. Jetzt kommt aber noch Nebenbei die Elektrik dazu die angepasst werden muss, evt die Fensterbretter werden zu kurz, Verputzt werden muss, dazu noch gewebe eingearbeitet und dann kommt das obligatorische streichen. Achja, dafür brauch tes dann ein elektr Raumthermostat, weil ein raum TH nicht möglich ist. irgendwo muss ein Verteiler gesetzt werden und der will auch noch angeschlossen werden........

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 09.10.2019 15:05:29
0
2837155
Ich stelle mal noch eine Option zur Beheizung zur Dikussion:

Nach ordentlicher Dämmung eine Luft-Luft-Wärmepumpe für den Großteil der dann benötigten Heizlast und für die richtig kalten Tage eben noch die Nachtspeicher zuschalten.
Die LLWP - bzw. Klimaanlage ist auch im Sommer ganz hilfreich und man würde sich zumindest die Kosten der ganzen Rohrinstallation sparen.

Mal so ne ganz blöde Frage:
Wie alt seid ihr und wie sieht es mit Familiengröße und Änderungen selbiger aus?
Es macht vielleicht schon einen Unterschied ob man so eher für 10-20 Jahre plant oder für die nächsten 50 und mehr. Wie wird eigentlich Warmwasser bereitet? (da spielt die Benutzerzahl eine wichtige Rolle)

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Wie vorgehen, wenn kein Geld für alles da ist
Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 09.10.2019 15:05:29
0
2837155
Ich stelle mal noch eine Option zur Beheizung zur Dikussion:

Nach ordentlicher Dämmung eine Luft-Luft-Wärmepumpe für den Großteil der dann benötigten Heizlast und für die richtig kalten Tage eben noch die Nachtspeicher zuschalten.
Die LLWP - bzw. Klimaanlage ist auch im Sommer ganz hilfreich und man würde sich zumindest die Kosten der ganzen Rohrinstallation sparen.

Mal so ne ganz blöde Frage:
Wie alt seid ihr und wie sieht es mit Familiengröße und Änderungen selbiger aus?
Es macht vielleicht schon einen Unterschied ob man so eher für 10-20 Jahre plant oder für die nächsten 50 und mehr. Wie wird eigentlich Warmwasser bereitet? (da spielt die Benutzerzahl eine wichtige Rolle)
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