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Erdwärme im Bestand - 3 Punkte Plan
Verfasser:
Der Brandt
Zeit: 10.10.2019 11:43:15
0
2837402
Hi,
ich versuche für unsere Partner gerade einen knackigen 3-Punkte Plan für die Umstellung von Öl/Gas auf Erdwärme im Bestandshaus zu bauen. Wenn das gut ankommt und technisch funktioniert, werde ich nächstes Jahr durch Deutschland touren und Schulungen für unsere Heizungsbauer dazu abhalten. Ich glaube mit dem neuen Klimaschutzprogramm ist die Zeit reif. Meine bitte an die Experten hier ist, meine technische Einschätzung zu validieren. Sie wurde natürlich schon von einigen Seiten validiert, allerdings schätze ich stets den Input, den ich hier bekomme. Es eröffnet manchmal einen anderen Blick auf die Dinge.

Haustyp:

EFH/ZFH
Gas/Ölkessel
Heizkörper
ab 60er Jahre
irgendetwas wurde in der Vergangenheit energetisch saniert (Dach, Fenster, Kellerdecke, Fassade) -> Das führt dazu, dass die Heizkörper überdimensioniert sind und deshalb mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten könnten (Wenn sie nicht eh schon überdimensioniert waren)

3 Punkte Plan:

1. Vorlauftemperatur testen (keine Kosten)

wenn Heizkurve bei Normaußentemperatur auf weniger als 60°C möglich dann:

2. hydraulischen Abgleich durchführen, Thermostate abbauen und Vorlauftemperatur noch einmal prüfen (geringe Kosten -> und immer Vorteil für den Kunden)

wenn Haus warm und Vorlauftemperatur auf weniger als 50°C möglich dann:

3. bis 3000 L Ölverbrauch modulierendes 12kW Gerät ohne Pufferspeicher und Überstromventil einbauen und Bohrung/Kollektor von uns machen lassen. Im Normalfall soll es eine sehr tiefe Bohrung und eine Anbindung mit Erdrakete geben (keine Flurschäden) (hohe Kosten)


Meine Fragen:

Kann ich Hochdruckstörungen bei Heizkörpern wirklich vermeiden, indem ich die Thermostate abbaue oder brauche ich doch wenigstens einen kleinen Pufferspeicher im Rücklauf?

Denkt ihr die Heizungsbauer trauen sich die Heizkurve massiv runter zu drehen?

Macht ein 3-12 kW Gerät bei zum Beispiel 7 kW Heizlast ohne Pufferspeicher trotzdem zu viele Takte?

Kann ich die Taktlänge mit Hysterese, Wasservolumen, Kesselleistung und Leistung der Heizkörper berechnen oder übersehe ich etwas?

Ist das zu viel Aufwand nur um ein paar Erdwärmequellen mehr zu verkaufen? :D

Glück Auf
Ludwig

Verfasser:
JoRy
Zeit: 10.10.2019 11:54:50
0
2837408
"" Denkt ihr die Heizungsbauer trauen sich die Heizkurve massiv runter zu drehen?""

Nicht nur konservative HB, sondern insbesondere auch die Eigentümer werden
garnicht zuhören !
Wenn die zu denen gehören, die mit Heizkpörpern, egal welchen, mit mehr als 50°
fahren um ihre Hütten auf mehr als 23° zu heizen, in die bekommt man die Infos
für Niedertemperatur und Erdwärmetechnik nicht rein !

Da deine Fragen offenbaren, dass dir die Thermodynamik einer solchen Umstellung
im Detail selbst nicht klar sind, solltest du die Finger davon lassen oder Profis holen.

Gruß JoRy

Verfasser:
HFrik
Zeit: 10.10.2019 12:20:47
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2837419
Also ich würde dem erst einmal eine erläuterung der Bedeutung der Vorlauftemperatur für Wärmepumpenwirkungsgrade voranstellen, und das mal in Geld ausdrücken. Damit verstanden wird, warum es einen wesentlichen Unterschied macht ob die Heizung mit 40,60 oder 80° Vorlauftemperatur fährt. Für Ottonormalverbraucher ist da blos ein Unterschied in den Wärmeverlusten vom Rohr durch die Wand nach draussen, und die minimalen Verluste sind ihm egal.

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