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Bauvorhaben und Fragen zur Heizung
Verfasser:
Caveman8
Zeit: 11.10.2019 10:49:32
0
2838690
Hallo liebe Community,

wir stehen kurz vor der Vertragsunterzeichnung für einen Bauplatz und einem EFH von Hanse Haus. Leider sind wir noch unschlüssig was die Technik angeht und hoffe auf eure Hilfe:

Geplant ist folgendes:
400qm Grundstück mit Südausrichtung. 177qm Wohnfläche auf zwei Vollgeschossen mit Walmdach. Die Heizlast wird aktuell auf etwa 6-7 kW geschätzt (kommt mir viel vor!?)

Seitens Hanse Haus wurde uns folgende Technik empfohlen:
KFW 40+ mittels: Lüftungswärmepumpe Stiebel Eltron LWZ 5 CS und Photovoltaik Anlage „Solar Fabrik M-Serie 310W (4,96 KWp) + Speicher BYD B-Box HV 6,4 (6,4 kWh)

Da ich bereits etwas in eurem Forum gestöbert habe, bin ich allerdings eher gegen dieses Kombigerät und habe ebenfalls eine Sole-Wasser Wärmepumpe angefragt:
Dort wäre die Hänse Haus Lösung wie folgt:
Stiebel Etron WPC07 + Lüftungsanlage Wolf CWL 350

Leider haben wir wir nun ein erstes Angebot zur Bohrung bekommen:
120m für 16.000€. Wir hatten eher mit 10.000€ gerechnet.

Jetzt meine Fragen:
Macht diese Kombination Sinn?
Ist das Angebot zur Bohrung realistisch oder überteuert?
Können wir mit der Heizung auch auf Grabenkollektoren setzen und wo liegt man dort in etwa preislich? Wäre die Kühlleistung im Sommer deutlich geringer als bei der Tiefenbohrung?

Vielen Dank für jeglichen Input

Grüße Katrin und Sven

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.10.2019 12:18:44
1
2838762
Also Grabenkollektor kann knapp gehen auf 400m², wie ein Bespiel mit 300m² und KfW55 aus dem Forum zeigt.Muss aber nicht -> Trenchplanner mal mit dem Grundstück füttern und ausporbieren. Zum kühlen werden beide funktionieren, aber nicht zum entfeuchten (Dafür müsste auch ein Kühlregister in die KWL eingefügt werden)

Eine einzelne 120m Bohrung ist technisch sinnvoll, nach dem was ich an Preisen im Hinterkopf habe, kann es sinnvoll sein nach Alternativangeboten zu fragen.


Ist es ein Massivbau? BKA eingeplant? Wärmesenke gut dimensioniert für 30° oder weniger Vorauftempaeratur?

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 12.10.2019 15:07:02
0
2839186
Vielen Dank für die Antwort!

Nach etwas Recherche gefällt mir die Lösung mit dem Grabekollektor wirklich gut! Das scheint möglich zu sein.
Ich warte auf das Bodengutachten und die genaue Heizlast. Dann füttere ich mal den Rechner.

Was genau ist mit Wärmesenke gemeint? Ich bin leider leihe auf dem Gebiet.

Es ist eine Holzständer Bauweise.

Grüße Sven

Verfasser:
gnika7
Zeit: 12.10.2019 16:36:17
2
2839212
Zitat von Caveman8 Beitrag anzeigen
Was genau ist mit Wärmesenke gemeint? Ich bin leider leihe auf dem Gebiet.
[...]

Wärmesenke sind deine Heizungsflächen. Diese sollte am besten auf eine maximale VLT=30°C ausgelegt werden. Bei KfW40 sollte das unproblematisch sein. Dafür wird im Grunde nur eine zusätzliche Wandheizung im Bad benötigt. Diese ist auch aus Komfortgründen ganz nett.

Grüße Nika

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 12.10.2019 17:37:40
0
2839228
Zitat von Caveman8 Beitrag anzeigen
... 177qm Wohnfläche auf zwei Vollgeschossen mit Walmdach. Die Heizlast wird aktuell auf etwa 6-7 kW geschätzt (kommt mir viel vor!?) ...
Würde ich persönlich ebenfalls anzweifeln!

Ich gehe davon aus, dass Du keine Berechnung nach PHPP Dr. Feist bekommen wirst und entsprechend die errechnete Heizlast bei Norm-Außentemperatur niemals gegeben sein wird, weil innere und äußere Wärmegewinne z.b. bei der Berechnung nach DIN 12831 nicht berücksichtigt werden.

Das wäre mit einer vollmodulierenden Sole-Wasser-Erdwärmepumpe nicht wirklich problematisch, denn so ein Teil könnte die thermische Leistungsabgabe ziemlich weit heruntermodulieren.

Die Berechnung der raumweisen Heizlasten, welche für die Auslegung der hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen herhalten muss, sorgt dann eben für positive Überdimensionierung des Niedrigsttemperaturwärmeverteilungssystems. 🤔

Verfasser:
KoelnerSueden
Zeit: 12.10.2019 17:55:30
0
2839232
Wegen der PV-Anlage solltest du einmal das photovoltaikforum.de besuchen. Dort wird man dich gut beraten.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 12.10.2019 18:10:58
0
2839236
Zitat von KoelnerSueden Beitrag anzeigen
Wegen der PV-Anlage solltest du einmal das photovoltaikforum.de besuchen.

Es ist photovoltaikforum.com

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 12.10.2019 19:22:43
0
2839253
Danke euch! Dann plane ich das erstmal so!

Sobald das Grundstück vermessen, der Boden analysiert und die Heizlast berechnet (oder geschätzt) wurde, kann ich an die Planung des Kollektors gehen.

Zwecks der Solaranlage mache ich mich mal in dem genannten Forum schlau. Vielen Dank auch für den Link!

Grüße Sven

Verfasser:
dorothea.schwarz83
Zeit: 17.10.2019 09:53:29
0
2840845
Hallo Sven,

du hast ja schon einige gute Antworten bekommen. Nur nochmal
so zur Bestärkung ;)
Ich würde auch eher eine Sole-Wasser-WP mit Grabenkollektor bevorzugen.
Wir haben gute Erfahrungen mit diesem System gemacht.
16.000€ für die Bohrung ist schon sportlich, das sollte günstiger gehen.

Es lohnt sich wirklich einige verschiedene Angebote einzuholen und etwas Zeit in die Suche nach dem passenden Fachbetrieb zu stecken.

LG, Doro

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 30.11.2019 20:47:00
0
2865232
Hallo zusammen,

wir haben nun ein weiteres Angebot für eine Bohrung erhalten. Nun 2x 35 Meter zu 9.300€.
Das Unternehmen hat uns von einem Kollektor abgeraten, da laut ihren Informationen ab 2m Tiefe nur noch Kies liegt (Kies, sandig, schwach schluffig)

Das Bodengutachten kommt leider erst im Januar. Dann haben wir Gewissheit.

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 24.01.2020 11:01:01
0
2898103
Hallo zusammen,

uns liegt das aktuelle Ergebnis des Bodengutachtens vor. Das Grundwasser liegt in 6m tiefe. Bis dorthin handelt es sich um sandigen Kies.

Eher nicht so optimal für einen Ringgrabenkollektor?

Leider sind die Bohrungen ebenfalls unglaublich teuer.

Wie schätzt ihr die Endzugsleistung des Bodens ein?
Ist 60w/m realistisch?

Unsere Angebote reichen von 60-120m bei 7 kw Heizlast.

Grüße Sven

Verfasser:
mdonau
Zeit: 24.01.2020 11:36:08
0
2898138
7kW heizlast mit 180m² KfW40 ist viel zu hoch.
Real wird das bei 4 liegen.
Die WPC5 mit 300m DA40 bietet sich da an, besser wäre natürlich ein Invertergerät.

Die PV ist auch ein Witz, 10kWp sollte es schon sein,
Denn ohne Futter ist der Speicher eher unnütz.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 24.01.2020 11:42:11
0
2898142
Zitat von Caveman8 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

uns liegt das aktuelle Ergebnis des Bodengutachtens vor. Das Grundwasser liegt in 6m tiefe. Bis dorthin handelt es sich um sandigen Kies.


Grundwasser Wärmepumpe wäre dann vielleicht auch eine Option? Würde eine noch bessere Arbeitszahl liefern als die Erdwärme.

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 24.01.2020 14:34:35
0
2898280
Vielen Dank für eure Nachrichten!

Wir hatte auch schon recherchiert und eher die WPC05 favorisiert. Leider bleibt unser Häuslebauer bei seinen 7,5kw Heizlast. Auf eigene Verantwortung haben wir etwas Angst, auf die kleine Anlage zu wechseln. Sollen wir es wagen?

Die PV wird auf 10 oder 16 kwp. Erhöht. Da haben wir nun endlich gute Angebote bekommen :)

Eine Grundwasser-Wärmepumpe bietet unser Haushersteller leider nicht an. Umliegende Heizungsbauer waren alle deutlich teurer.

Grüße Sven

Verfasser:
Gespenst
Zeit: 24.01.2020 15:06:07
0
2898310
Zitat von Caveman8 Beitrag anzeigen
Vielen Dank für eure Nachrichten!

Wir hatte auch schon recherchiert und eher die WPC05 favorisiert. Leider bleibt unser Häuslebauer bei seinen 7,5kw Heizlast. Auf eigene Verantwortung haben wir etwas Angst, auf die kleine Anlage zu wechseln. Sollen wir es wagen?

Die PV[...]


Sicher! Wag es. Ne große on/off braucht ne größere Kollektor. Kleine on/off = kleine Kollektor, weniger Arbeit, und Materialschonende Takten. Resultat ist dasselbe: ein warmes Haus.

Verfasser:
Gespenst
Zeit: 24.01.2020 15:26:19
0
2898334
Wenn möglich lass Mal eine Heizlastberechnung nach PHPP durchführen. Könnte gut sein das ne kleinere AI 4.7 oder noch kleineres Gerät passen würde. Die Unterschied zwischen Altbau und KfW40 ist enorm. Gute Dämmung ist Alles.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 24.01.2020 15:29:58
0
2898339
Zitat von Caveman8 Beitrag anzeigen
Eine Grundwasser-Wärmepumpe bietet unser Haushersteller leider nicht an. Umliegende Heizungsbauer waren alle deutlich teurer.

Man kann prinzipiell jede Sole Wärmepumpe auch als Grundwasser Wärmepumpe nutzen. Es braucht lediglich einen Wärmetauscher zwischen Grundwasserkreis und Solekreis.

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 24.01.2020 16:53:14
0
2898405
Ich habe die Werte einmal bei:

http://www.energieportal24.de/cms1/wissensportale/heiztechnik/heizlast-berechnen/

eingegeben und dort: 4270w rausbekommen.


Norm Außentemp: -12
Norm Innentemp: 22
Fläche 177qm
U Außenwand 0,131
Geschosse: 2
U Fenster: 0,5
Keller: 0
U Geschossdecke: 0,17
Fensteranteil: 9%
U Zwischendecke: 0,27
Geschosshöhe: 2,60

Wenn ich eine Anlage für 5 Kw nehme, müsste das ja dicke passen...

Verfasser:
northwell
Zeit: 24.01.2020 18:08:31
0
2898446
0,5 beim Fenster ist wenn überhaupt nur das Glas, gesamter U-Wert mir Rahmen ist höher. Wärmebrückenzuschlag fehlt vermutlich noch.

Bei uns ist die nach DIN berechnete Heizlast etwa 40% höher als die real benötigte.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 24.01.2020 18:30:50
0
2898463
Zitat von Caveman8 Beitrag anzeigen
I
eingegeben und dort: 4270w rausbekommen.
[...]


das dürfte eher der realität entsprechen:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 25.01.2020 17:51:11
0
2899036
Aber dann sollten wir mit der Stiebel Eltron WPC05 (5,8Kw) doch gut hinkommen oder?

Waren heute nochmal bei einem Bohrunternehmen: interessant ist, dass die Bohrtiefen mittlerweile von 62m bis 175m reichen.

Ich hatte mit 60w pro Meter gerechnet. Damit würden doch 3 x 35m (Bohrtiefenbegrenzung) passen?

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 04.02.2020 19:39:39
0
2906064
Hallo zusammen,

nachdem nun alle Angebote zu den Bohrungen reingeflattert sind, steht der Entschluss:
Wir bauen einen Ringgrabenkollektor!

Dafür hoffe ich auf eure Unterstützung.

Wir haben zuerst die Heizlast mit folgendem Tool berechnet:

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html

Dort kommen 3,9kw raus. Wir planen mit ordentlich Puffer auf 5kw.

Das Tool:

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/grabenkollektor2.html

spuckt bei 64m Länge, 2,50m Tiefe (aktuell liegt das Grundstück bereits -1m) und 1,5m Breite -0,7Grad Soletemperatur aus.

An Material hätte ich mir nun folgendes bestellt:

https://santherr-geothermietechnik.com/paket%205%20da40-a.htm

oder

https://santherr-geothermietechnik.com/paket%204%20da40.htm

Zur Endabnahme, zum befüllen des Kreislaufes und um die Dichtigkeit zu prüfen suchen wir nun noch einen Heizungsbauer. Auf was müssen wir sonst noch achten? ist das so realisierbar?

Danke und Grüße

Sven


Verfasser:
Caveman8
Zeit: 04.02.2020 19:59:07
0
2906093

Verfasser:
rheinlahner
Zeit: 05.02.2020 07:52:06
1
2906290
na das passt doch. Bei deiner Normaussentemp. nach der neuen DIN könnte auch noch 1 Grad Luft sein.
Gruss

Verfasser:
Caveman8
Zeit: 14.02.2020 14:34:36
0
2914131
Hallo zusammen,

eine Frage bleibt mir noch zur Kühlleistung:

Die WPC05 stellt 3,2 kw Kühlleistung zur Verfügung, die WPC07 immerhin 4,2kw.

Wie viel Leistung benötige ich etwa, um das Haus im Sommer kühl zu halten?

Danke für eure Erfahrungen!

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muscheid schrieb: 1979 wurde kein Blei verarbeitet. Da gabs schon HT - und selbst Anfang der 70er Jahre hatte man KA Rohr. Blei kommt aus den 60ern. Mir ist der 333 auch lieber - schon wg. dem Edelstahlspeicher.
gnika7 schrieb: Gasheizung braucht Schornstein, Gasanschluss und aktuell noch zwingend ST. Damit sollte die WP im Normalfall bei Installationskosten bereits günstiger sein. Dann kommt noch die BAFA-Förderung. PV verdient...
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Bauvorhaben und Fragen zur Heizung
Verfasser:
Caveman8
Zeit: 14.02.2020 14:34:36
0
2914131
Hallo zusammen,

eine Frage bleibt mir noch zur Kühlleistung:

Die WPC05 stellt 3,2 kw Kühlleistung zur Verfügung, die WPC07 immerhin 4,2kw.

Wie viel Leistung benötige ich etwa, um das Haus im Sommer kühl zu halten?

Danke für eure Erfahrungen!
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