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Nachtspeicheröfen und große PV, welche Alternative?
Verfasser:
SebastianSeb
Zeit: 12.10.2019 22:20:01
0
2839304
Hallo,

Ich suche gerade ein Haus und bin auf eine Rarität gestossen. BJ. 1968, 160 qm Wohnfl., 85 qm Nutzfläche(Vollkeller)
und separates Nebengebäude (ehemalige Praxis ca. 60 qm), keine Modernisierungen seit 1968.

Warum auch immer hat der Vorbesitzer statt in eine ordentliche Heizung wohl 2005 kräftig in PV investiert. Ich vermute 4x 5 Module je Ost und Westseite. Lt. Maklerin wird der Strom eingespeist.

Es gibt keine Heizungsanlage.
Es wird über uralte Nachtspeicheröfen und Heizlüfter in den Badezimmern beheizt. WW über Durchlauferhitzer.

Die Speicheröfen müssen aufjedenfall raus. Was wäre nun das beste was man an neuer Heizung machen kann und was würde das ca kosten?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.10.2019 11:23:02
0
2839417
Persönlich denke ich, dass am besten eine Wärmepumpe installiert werden sollte.

Im Idealfall könnte beispielsweise mit der auf folgend verlinkter Seite beschriebenen Technik eine preiswerte Erdwärmequelle auf dem Grundstück erschlossen werden ...

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/

Dazu müsste unter anderem hausintern entsprechende wasserführende Wärmeverteilung realisiert werden ... einige Informationen dazu hier unter Punkt 2) verlinkt:

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 13.10.2019 12:00:38
0
2839428
2005 ist bestimmt eine Volleinspeiseanlage aber 2025 ist die Förderung eh hinfällig.

Ab da kann die auf den Eigenverbrauch geklemmt werden oder eine neue Anlage auf die bestehenden Halterungen mit 20 Jahren Förderung mit Eigenverbrauch.

Ansonsten normale Kernsanierung mit Heizung

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 13.10.2019 12:50:46
0
2839449
Ich würde empfehlen das allgemein auch eher getrennt zu betrachten:

1. Du hast deine PV-Anlage welche Strom generiert und den du einspeisen kannst und damit Geld verdienst.
2. Du hast eine Nachtspeicherheizung welche ordentlich Strom zieht.

Und im Winter würde wohl auch die PV kaum den Strombedarf der Nachtspeicherheizung decken können.

Aber bei Baujahr 68 wirst du ja sowieso kernsanieren müssen...Elektro, Wasserleitung, Bäder etc. Also gleich mit prüfen ob Fußboden- Wand- und/oder Deckenheizung sinnvoll sind? Und das ganze dann mittels Wärmepumpe betreiben.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 15.10.2019 14:54:12
1
2840228
1968...

Da kostete ein Liter Heizöl ein paar Pfennige. Genauso sind die Häuser aus der Zeit auch gedämmt: Im Wesentlichen bessere Zelte.

Insofern wird man nicht um eine umfassende energetische Sanierung der Gebäudehülle herumkommen, wenn man ein solches Haus mit einer WP wirtschaftlich beheizen will. Dazu gehört dann selbstredend die Installation einer Niedertemp.-Heizung mit Wasser als Wärmeträger, im Klartext eine FBH.

Als Kaufpreis würde ich deshalb max. den Grundstückspreis minus die Abrisskosten für das vorhandene Haus akzeptieren, denn häufig ist ein Abriss und ein anschließender Neubau die wirtschaftlichere Alternative.

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