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Fragen zu Drain Back System
Verfasser:
manilo101
Zeit: 13.10.2019 21:22:49
0
2839625
Hallo ins Forum,

ich plane nun ernsthaft meine ST-Anlage. Im Groben bin ich damit auch fertig. Nur das DrainBack macht mir noch ein paar Verständnisprobleme.
Wenn ich es richtig verstanden habe ist ein DrainBack ein druckloses System. Daraus ergibt sich eine Frage, an der ich vorbei gestolpert bin. Was macht die Solarpumpe? ich würde die so montieren, dass diese immer geflutet ist. Kann es Probleme beim Anlauf geben? Ich las irgendwo was von Kavitation.Verstehe es aber nicht ganz. Meine Gedanke ist, wenn die Pumpe "im Wasser steht" , d.h. der Drainback-Behälter ist etwa 1,2 Meter über der Pumpe und die Kollies natürlich noch höher, dann müsste die Pumpe doch die Kollies problemlos fluten können? Oder habe ich da etwas falsch verstanden. Die Pumpe saugt aus dem Behälter und drückt es in die Kollies - so stell ich mir das vor.
In dem Zuge schließt sich die Frage an, ob das DrainBack eine besondere Regelung braucht. Verwendet wird eine UVR 1611 oder 16x2 - da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Kollies Hewalex KS 2600, 500 Liter Puffer für WW, 1000 Liter an der Holzheizung sind auch da und werden unterstüzend mit angebunden.
Über erhellende Gedankenanregungen bin ich sehr dankbar.

MfG
Manilo

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 13.10.2019 21:36:35
0
2839630
Die Pumpe muss beim Systemstart mindestens die Höhe schaffen, die sich aus der
(Höhendifferenz von Oberkante Kollektorkreislauf - Boden Drain Back Gefäß) + Druckverlust Rohrleitungssysten vom Drain Back Gefäß via Pumpe zur Oberkante Kollektorkreislauf ergibt.

Verfasser:
manilo101
Zeit: 13.10.2019 21:44:10
0
2839634
Da hätte ich knapp 6 Meter zu überwinden. Als Pumpe hätte ich da an eine WILO Star RS 25/6 gedacht. Die müsste es doch schaffen.Wie würde das die Temperaturdifferenz-Steuerung der UVR händeln? Kann die das? Also Anlauf müsste wohl mit Pmax starten zum füllen und nach einer kurzen Füllzeit regeln.

Danke
MfG
Manilo

Verfasser:
Buddy5
Zeit: 13.10.2019 23:50:47
0
2839668
Mein erster erhellende Gedanke, die Pumpenauswahl ist falsch. Die angegebene Restförderhöhe einer Umwälzpumpe hat nicht das geringste mit der statischen Höhe zu tun, sondern bezeichnet welche Widerstände in einem System überwunden werden können. Mein zweiter Gedanke, setzt euch mit jemanden zusammen der etwas von der Materie kennt. Endlos Fachliteratur kopieren und hier einstellen können wir nicht leisten.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 14.10.2019 08:14:51
0
2839702
@Buddy5:
Drain Back! Nicht Steam Back. -> Förderhöhe

Verfasser:
pe.da
Zeit: 14.10.2019 11:28:33
0
2839758
@ Manilo

Hallo Manilo, mich würde es interessieren wie du deine Drain-Back Anlage aufgebaut hast und die Anbindung an den beiden Speichern.

Die Drain-Back Anlagen mit drucklosen Speichern, die ich kenne, lassen sich sehr schlecht mit gleichbleibender Temperatur am Kolli regeln.

Ich würde zu einer stärkeren PWM Pumpe raten, die du nach dem Füllvorgang von der Leistung reduzieren kannst.

Verfasser:
manilo101
Zeit: 14.10.2019 18:41:46
0
2839914
@pe.da
gebaut ist solar noch nix. Ich bin am planen. Das soll dann etwa so werden:



Das Drain Back ist da jetzt nicht mit gezeichnet. Vorhanden ist der BK15 Holzscheitkessel, der Puffer 1100 Liter, und die FriWa, die allerdings derzeit aus dem 1100l-Puffer gespeist wird. Funktioniert auch alles sehr gut und ist ein kompletter Eigenbau inkl. Planung und Ausführung, von mir. Die Steuerung des Holzkessels mit Pufferladung und Heizung erfolgt mit Bi-Metall-Schalter am Abgaskamin für die Pufferladepumpe und mit einer zeitgesteuerten Funksteckdose mit Temperatursensor in Wohnbereich für Heizungsanforderung.

Ich habe jetzt bissel rumgelesen und irgendwie sollte das solare Füllen der Kollies mit einer UVR 1611 oder 16x2 und Phasenanschnitt bzw. Wellenpaketsteuerung und einer normalen Pumpe - ich hab halt noch paar hier am rumliegen - umsetzbar sein.
Grunsätzlich geht es mir noch um das Verständnis des DrainBack. Also ist das nur ein Behälter im frosfreien Bereich des Rücklaufs? Und die Kollies entleeren sich bei Pumpenstillstand über die Schwerkraft? Wenn ja, warum machen das scheinbar so wenige und mischen Glykol ins Wasser? Und bei der Schwerkraft noch die Frage, ob es Schwerkraftbremsen gibt, die elektrisch geschalten weren können. Also über Frosttemperatur Schwerkraftbremse an -> verhindert Rücklauf ins DrainBack-Gefäß -> Anlage nach z.B. Bewölkungsdurchgang,schneller wieder betriebsbereit, unter 0°C Schwerkraftbremse offen damit Rücklauf gewährleistet ist.

MfG
Manilo

Verfasser:
uwh_de
Zeit: 14.10.2019 21:12:44
0
2839964
Moin moin,
Zonenventil für WW im Mischkreis, so was gehört doch davor.
Die Hydraulik ist m.M. nach auch etwas überladen und macht das "Regeln" nur unnütz kompliziert ohne nennenswerte Gewinne bzw. Vorteile.

☼ Grüße
Uwe ☺

Verfasser:
manilo101
Zeit: 14.10.2019 21:27:47
0
2839977
Hallo Uwe,
wie meinst du das? ZV um direkt solar in den WT der FriWa zu gehen?
Hast du ein Beispiel als Gedankenspiel?
Und die Hydraulik ist stückweise gewachen. Und ich kann an manchen Stellen mit den Rohren nicht so, wie ich gern wollte.
Ladekonzept: WW-Puffer oben bis ca. 70 Grad, dann umschalten auf WW-Puffer unten , ebenfalls bis ca. 70 Grad, wenn dann noch was kommt, vor allem im Winter, ab in den Heizpuffer.
Meine FriWa hab ich jetzt seit 3 Wochen im Betrieb und mir fehlt noch etwas das Gefühl, wie lange der Puffer, derzeit ja der 1100er, reicht. Bei den derzeitigen Aussentemperaturen geht die Heizung gar nicht erst an und der Puffer reicht gefühlt mehr als 1 Woche. Wirs ind nur 2 Personen und duschen recht wenig. Geht auf Arbeit preiswerter. ;-)

MfG
Manilo

Verfasser:
uwh_de
Zeit: 14.10.2019 22:11:31
0
2839997
Zitat von manilo101 Beitrag anzeigen
Hallo Uwe,
wie meinst du das? ZV um direkt solar in den WT der FriWa zu gehen?
[...]

Nein, ich meinte das für die WW-Ladung. Rot markiert.



☼ Grüße
Uwe ☺

Verfasser:
manilo101
Zeit: 14.10.2019 23:26:52
0
2840013
Hallo Uwe,
ok, ich verstehe.
Das ist genau dem geschuldet, dass ich an manchen Stellen keineRohre mehr legen kann. Die Heizrohre gehen durch den Raum, wo der WW-Puffer steht. Und für den den Fall, dass mal solar nix geht, ich aber warm duschen will, zapfe ich ,handgeregelt, den Heizkreis an und lade durch. Das geht dann auch aus dem Holzkessel.. Statt in die Heizung einfach in den WW-Puffer. Da die Heizungspumpe Vorrang vor der Pufferladung hat einmal Holz in den Kessel und die Temperatur der Heizungsanforderung manipulieren. Dank SmartHome-Steuerung vom Handy aus schnell erledigt. Das Ganze dann wirklichich als Notfall in Handregelung. Als Backup. Eine Ladeleitung vom Kessel bekomme ich nicht eingebaut. Mit Zoneventil und UVR 1611 kann ich evtl. noch eine Vorrangschaltung bei Bedarf umsetzen. Aber trotzdem Danke für den Hinweis. Ich denk noch mal drüber nach
Evtl. fällt mir dazu auch noch eine bessere Lösung ein. Bis jetzt gehe ich, wie gesagt, davon aus, WW zu 100% solar decken zu können. 15,9m² Hewalex KS 2600 sind geplant. Vergleiche mit ähnlichen Anlagen zeigen, dass das leistungsmäsig gehen sollte. Dazu habe ich noch 15jährige solare Daten meiner Wetterstation. Und evtl. entscheide ich mich auch noch zu einem größeren WW-Puffer. Wie gesagt geht nicht unbedingt primär ums Geld.

MfG
Manilo

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 09.11.2019 23:01:18
0
2852987
Hallo Manilo,

mich würde interessieren, wie weit Deine Planungen bezüglich drain-back inzwischen gediehen sind. Ich habe ebenfalls eine drain back Anlage und bin sehr zufrieden damit.
Dabei ist außer Flach-Kollektoren und Pufferspeicher alles Selbstbau.
Ich habe zwei Pumpen, die stärkere füllt die Kollektoren und läuft beim Starten 1,5 Minuten. Nach dieser Zeit stellt ein Dreiwegeventil um auf eine 12V Pumpe (Laing ecocirc), die dann den Kreislauf aufrecht erhält. Die Startpumpe wird nach dem Umschalten abgeschaltet. Es gibt noch ein zweites Dreiwegeventil, das den Solarwärmetauscher im Pufferspeicher erst dann mit dem drain back Kreis verbindet, wenn dessen Temperatur höher ist als die Temperatur im unteren Bereich des Speichers. So macht z.B. eine vorbeiziehende Wolkenfront oder Aprilwetter nichts aus, die kleine Pumpe läuft weiter, bis die Temperatur wieder hoch genug ist. Dadurch muss die Anlage nicht immer wieder neu gestartet werden. Wird eine halbe Stunde lang keine Wärme mehr in den Speicher übertragen, schaltet auch die kleine Pumpe ab. Matched flow ist dadurch auch nicht notwendig, das funktioniert bei drain back sowieso nur bedingt: wenn der Durchfluss zu gering ist, entleert sich der Kreis in den drain-back Behälter. Dieser ist so ausgelegt, dass das enthaltene Luftvolumen gleichzeitig als Druckausgleichspolster dient, denn der Kreis ist geschlossen und mit 1bar Druck beaufschlagt (damit kein Vakuum entsteht). Ein DBV sichert gegen Überdruck >5 bar ab. Ein druckfestes Glasrohr dient als Schauglas zur Kontrolle des Wasserstands. Das Wasser ist entmineralisiertes Leitungswasser ohne Zusätze.
Der Behälter sitzt im Keller oberhalb des Solarwärmetauschers, die Pumpen darunter.
In den Kollektoren sind zwei Thermoschalter verbaut:
Der eine verhindert, dass die Anlage gestartet wird, wenn die Kollektoren zu heiß sind (>80°, z.B. nach Stromausfall im Sommer) und es nicht zu Dampfschlag kommt. Der andere verindert den Start, wenn die Kollektoren zu kalt sind. Unterhalb 8°C kann die Anlage nicht starten. Dadurch ist die Anlage das ganze Jahr über betriebsbereit, auch im Winter bei Minusgraden.
Eine weitere Sicherheitsfunktion ist, dass das Wasser immer zurück in den Behälter fließen kann, auch wenn das Umschaltventil einmal klemmen sollte. Das Wasser kann bei Abschalten oder Stromausfall immer über die Startpumpe zurücklaufen, zur Not, wenn das 3WV klemmen sollte, auch über die 12V Pumpe. Keine Rückschlagventile o.Ä.! Das Wasser muss auch bei Ausfall der Steuerung immer vollständig zurückfließen können!
Die Kollektoren und die Rohrleitungen sind mit 3% Gefälle montiert, die Anlage entleert sich immer problemlos.
Zum Stromverbrauch: ist fast null, ein Solarpanel liefert die 12V für die kleine Pumpe, vom Stromüberschuss wird ein Akku geladen, ein Netzteil ist vorhanden, schaltet aber nur ein, wenn der Akku leer ist. Hätte ich ein größeres Panel, könnte ich über einen Umrichter auch die Startpumpe (120W, läuft in der Regel nur 1x am Tag) über den Akku betreiben. Wenn ich richtig gerechnet habe, verbraucht sie gerade einmal 1kWh/Jahr! Die Startpumpe hat ca. 200€ gekostet; ich habe sie in England bestellt, weil ich hierzulande keine Heizungspumpe unter 1000 € gefunden habe, die 20l/min bei 1 bar Druck fördern kann und kein Stahlgußgehäuse hat. Die Laing ecocirc könnte auch ein einfacheres Modell sein, da ich sie nur mit konstanter (maximaler)Drehzahl laufen lasse. Die Anlage startet automatisch, wenn der Selbstbau- Sonnensensor Strahlungswärme detektiert und schaltet ab, wenn der Speicher vollgeladen ist oder wenn keine Wärmeübertragung mehr stattfindet.

Viele Grüße,
Blechdeckel

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Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast du dich schonmal mit deiner Anlage und deiner Regelung beschäftigt Wie...
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