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Besteuerung von Einkommen vs. Erbe vs. ...
Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 09.11.2019 19:56:55
1
2852936
ist es nicht bezeichnent, dass führende Gewerkschafter sich die Gesetzeslage zu Zeiten der Birne und "die Rente ist sicher"-Blüm wieder zurück wünschen?

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 10.11.2019 11:31:13
6
2853147
Hallo Nicole!
Kennst Du den Witz „was ist der Unterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus“, die Antwort ist ganz einfach.

Im Kapitalismus beuten Menschen andere Menschen aus und im Kommunismus ist es genau umgekehrt!

Du bist in meinen Augen eine „Sozifundi“, mit der Ansicht alles was erarbeitet wird gehört denen die es erarbeitet haben, blendest aber gleichzeitig völlig aus dass andere (eben die oben genannten Pfeffersäcke) erst viele der Möglichkeiten geschaffen haben damit „die unten“ überhaupt erst einmal etwas erarbeiten können.

Um nochmals zu Deinem Studium zurückzukommen, die Allgemeinheit der Steuerzahler hat Dein Studium zum größten Teil finanziert und jetzt sitzt Du im „risikolosen Wolkenkuckuksheim“ und führst tolle Sprüche, ohne jede Verantwortung und kassierst dafür noch gutes Steuergeld als „Arbeitslohn“, was eigentlich eine Verhöhnung dieses Begriffes darstellt.

Eigentlich bist Du das klassische Beispiel eines Sozialschmarotzers, denn Du hast weder mit Deiner Hände noch mit deiner Kopfarbeit je einen Cent an ehrlichem Lohn verdient und nun bist Du auch noch „gewählte Mandatarin“ mit der Lizenz noch weiter große Sprüche zu klopfen!

Und jedem der Dir (wie hier im Forum) irgendwie widerspricht stellst Du die bekannten Stereotypen entgegen; Fremdenfeindlichkeit, Kapitalismus, Ausbeutung und Behinderung der unteren „armen“ Bevölkerungsschichte am Bildungs- bzw Vermögensaufbau.

Im Gegensatz zu Dir habe ich außer meiner ersten Berufsausbildung (Lehre Landwirtschaft mit Facharbeiterabschluss mit Auszeichnung) alle meine weiteren Ausbildungen (Elektrotechnik, Mess-und Regeltechnik, Kälte und Klimatechnik, Abgasmessbefugnis etc.) selbst bezahlt und den größten Teil davon in mühsamen Abendschulen / Kursen oder an Wochenenden in meiner Freizeit neben der normalen Arbeit absolviert.

Nicht so wie viele „Beamte oder Vertragsbedienstete im Staatsnahen Bereich“ welche natürlich vielfach ganz einfach in „Bildungskarenz“ gehen und so ganz bequem weitere Qualifikationen erwerben können!

Oder wie es bei uns möglich ist daß Bundesbedienstete (im konkreten Fall Fachschullehrer) einfach ein „Sabatical“ machen (man sehe mir hier nach wenn ich den Ausdruck eventuell nicht richtig benannt habe) wo sie 2 Jahre voll arbeiten und 1 Jahr pausieren und der Lohn von 2 Jahren auf die 3 Jahre aufgeteilt wird.

Im normalen Wirtschaftsleben wären derartige Dinge unmöglich, aber da bei uns im Parlament schon mehr als 65% Beamte bzw Vertreter von staatsnahen Körperschaften sitzen ist es ganz natürlich dass es da ganz andere Regelungen gibt als im Gewerbebereich, ist halt Demokratie wo jede Stimme zählt und wenn die „qualifizierte“ Mehrheit dies als Gesetzesvorlage beschließt!?!?

Verfasser:
RuthGl
Zeit: 10.11.2019 12:02:47
3
2853176
Wenn ich könnte, würde ich dir 100 Daumen dafür geben!!!!!


LG Ruth

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.11.2019 12:09:47
0
2853182
§ 185 StGB Beleidigung
Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 186 StGB Üble Nachrede
Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 10.11.2019 12:15:09
3
2853183
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Und jedem der Dir (wie hier im Forum) irgendwie widerspricht stellst Du die bekannten Stereotypen entgegen; Fremdenfeindlichkeit, Kapitalismus, Ausbeutung und Behinderung der unteren „armen“ Bevölkerungsschichte am Bildungs- bzw Vermögensaufbau.

Hallo Hannes,

dem kann ich aus Erfahrung widersprechen!

Mir ist jeder Selbständige und jeder Inhaber eines Unternehmens, welches er auch noch selbst führt, näher als ein Beamter. Das ändert aber nichts daran, dass man einen Mix unterschiedlichster Kompetenzen, Berufe und Institutionen benötigt. In der Politik ist der Anteil an Beamten sicherlich zu hoch, das versuchen dann aber u.a. die Lobbyorganisationen wieder auszugleichen...:-)

Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Um nochmals zu Deinem Studium zurückzukommen, die Allgemeinheit der Steuerzahler hat Dein Studium zum größten Teil finanziert und jetzt sitzt Du im „risikolosen Wolkenkuckuksheim“ und führst tolle Sprüche, ohne jede Verantwortung und kassierst dafür noch gutes Steuergeld als „Arbeitslohn“, was eigentlich eine Verhöhnung dieses Begriffes darstellt.

Eigentlich bist Du das klassische Beispiel eines Sozialschmarotzers, denn Du hast weder mit Deiner Hände noch mit deiner Kopfarbeit je einen Cent an ehrlichem Lohn verdient und nun bist Du auch noch „gewählte Mandatarin“ mit der Lizenz noch weiter große Sprüche zu klopfen!

Die "Risikolosigkeit" des Beamtentums geht aber auch mit "fehlenden Gewinnchancen" einher. Topverdiener sind in der Regel eher keine Beamten...

Was soll denn der Begriff des Sozialschmarotzers in Verbindung mit dem Vorwurf, nie einen "ehrlichen Lohn" verdient zu haben? Für das Nixtun wird man nicht verbeamtet und auch nicht innerhalb der Hierarchie befördert. Kann ja sein, dass manche dann das Nixtun für sich entdecken und als Beamte schwer zu entlassen sind, aber das gibt es im Rahmen des Kündigungsschutzes auch in der freien Wirtschaft.

Grüße
Stefan

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 10.11.2019 13:18:28
4
2853236
Hallo Nicole!
Ist das alles was Dir nach x-jahren an Studium dazu eingefallen ist ?

Wenn man den Leuten den sprichwörtlichen Spiegel vor die Nase hält, dann werden Sie plötzlich extrem dünnhäutig!

Und ich möchte hier ausdrücklich betonen dass wir auch unsere Beamten brauchen, auch wenn in diesem Zusammenhang manche Dinde sehr schief laufen, denn ein ungebildeter Trottel welcher Beamter wird wird es dort auch nicht weiterbringen, ander verstehen es hingegen manche Dinge zu Ihren Vorteil optimal zu verknüpfen!

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.11.2019 14:58:22
1
2853307
Du behauptest also weiterhin, dass ich noch nie ehrlich Geld verdient habe, weil du sowohl unterstellst, dass ich niemals etwas anderes beruflich gemacht habe, als Beamter zu sein und Beamtentum per se unehrlich ist.

Ferner behauptest du, dass ich ein Sozialschmarotzer bin.

Ich neige dazu diese Aussagen als strafwürdig einzustufen.

Abgesehen davon haben diese ehrverletzenden Äußerungen nichts mit dem Umstand zu tun, dass die Ungleichheit in Deutschland zugenommen hat und die soziale Mobilität relativ niedrig ist. Dies lässt sich durch Studien belegen. Sachlich hast du dem bisher nichts entgegenzusetzen gehabt.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 10.11.2019 15:12:05
3
2853316
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Hallo Nicole!
Ist das alles was Dir nach x-jahren an Studium dazu eingefallen ist ?


Selbständige Handwerker neigen hierzulande extrem dazu, ihren wirtschaftlichen Erfolg alleine auf ihre persönliche Leistung zurück zu führen. Dass dafür das soziokulturelle, wirtschaftliche und politische Umfeld und die von allen finanzierte und erarfbeitete Infrastruktur einen extrem viel höheren Beitrag zu deren wirtschaftlichen Erfolg beiträgt als sie selbst, ist ihnen nur sehr schwer vermittelbar. Du scheinst den gleichen Fehler zu begehen.

Ein einfaches Bild wird Dir vielleicht die Augen öffnen: Warum verdient ein selbstständiger Sanitärfachmann z.B. in Uganda nur ungefähr 1% von dem, was ein selbstständiger Sanitärfachmann bei uns verdient? Der Mann in Uganda wird dabei ziemlich sicher noch viel härter arbeiten müssen.

Der Wohlstand, den wir alle zusammen und jeder einzelne für sich erleben und ausleben, ist fast vollständig ein Produkt unseres gemeinsamen Handelns. Der Einfluss des Einzelnen ist nur sehr gering. Und leider ist es bei uns aufgrund unzulänglicher Regulierungen sogar so, dass sich Leistung weniger lohnt als Nichtleistung. Einkommen aus Erbschaften oder aus Kapitalerträgen wird sehr viel weniger besteuert als Einkommen aus Arbeit. Warum ist das so?

Die Verteilung des gemeinsam erwirtschafteten Wohlstands auf die Bürger folgt alleine politischen und kulturellen Regeln. Wir leben im Kapitalismus, in dem die Eigner von Kapital gegenüber denjenigen, die von ihrer Arbeit leben müssen, stark bevorzugt werden. Dabei gibt es mit den selbständigen Handwerkern, Künstlern usw Schichten zwischen diesen Extremen. V.a. die Handwerker vertreten dabei noch weitaus stärker als die Großkapitalisten die Interessen des Kapitals.

Verfasser:
loli
Zeit: 10.11.2019 18:28:29
5
2853458
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
V.a. die Handwerker vertreten dabei noch weitaus stärker als die Großkapitalisten die Interessen des Kapitals.[...]

Weil sie den direkten Zusammenhang zwischen Leistung und Einkommen erkennen!
Etwas was z.B. die Beamten überhaupt nicht zu spüren bekommen... ;-(

Verfasser:
loli
Zeit: 10.11.2019 19:08:58
5
2853490
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Abgesehen davon haben diese ehrverletzenden Äußerungen nichts mit dem Umstand zu tun, dass die Ungleichheit in Deutschland zugenommen hat und die soziale Mobilität relativ niedrig ist. Dies lässt sich durch Studien belegen.[...]

Hallo Nicole,

niemand behauptet, dass Gegenteil. Nur was die Ursachen betrifft, ziehst Du (und auch einige andere) die falschen Schlüssen. Es gibt kaum Länder, die noch mehr für die Unterschicht tun als Deutschland - im Gegenteil es wird sogar zu viel getan, was dazu führt, dass die Unterschicht es gar nicht nötig hat, sich aus der "misslichen Lage" zu befreien.

Gruß

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 10.11.2019 19:58:55
0
2853540
wewegeb das Urteil des BVG zur Kürzung von H4-Leistungen auch nicht wirklich disskutiert wird

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 10.11.2019 20:36:10
1
2853561
Zitat von loli Beitrag anzeigen
Es gibt kaum Länder, die noch mehr für die Unterschicht tun als Deutschland - im Gegenteil es wird sogar zu viel getan, was dazu führt, dass die Unterschicht es gar nicht nötig hat, sich aus der "misslichen Lage" zu befreien.


Nun, das klingt zwar sehr nach Müntefering ("Wer nichts arbeitet, der soll auch nichts essen"), ist aber faktisch falsch. Erstens gibt es natürlich Länder, die mehr für die Unterschicht tun als Deutschland, und das auch mit mehr Erfolg. Zweitens gibt es aber in kaum einem anderen hochentwickelten Staat einen so extremen Niedriglohnsektor wie in Deutschland. In anderen hochentwickelten Staaten, in denen Mindestlöhne vereinbart sind, liegen diese in der Regel sehr viel höher als in Deutschland. Noch schlimmer aber ist, dass diese ohnehin schon schlechten Mindestlohnstandards in Deutschland massenhaft unterlaufen werden. Als "Werkvertragler" in deutshcen Schlachthöfen eingestellte rumänische und bulgarische Fleischzerleger leben in sklavenartigen Verhältnissen mit realen Stundenlöhnen von unter 5 Euro, um die sie dann auch noch häufig betrogen werden. Damit hat die deutsche Fleischindustrie schon die Fleischindustrie in Dänemark und Frankreich fasdt komplett platt gemacht. Für Paketdienstleister in Subsubsubsub-Arbeitsverhältnissen gilt das Gleiche.

Die deutsche Unterschicht hat gar nicht mehr die Möglichkeit, sich aus der "misslichen Lage" zu befreien. Das fängt schon beim Bildungsystem an, das stark davon abhängig ist, dass die Eltern die Kinder motivieren. Dazu ist das Prekariat gar nicht in der Lage, und deshalb ist Armut in Deutschland erblich. Deutschland vergeudet Talente, auf die es aufgrund seiner Demographie eigentlich dringendst angewiesen wäre. Kaum ein anderer Industriestaat hat eine geringere soziale Durchlässigkeit als Deutschland.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.11.2019 21:23:59
1
2853597
Zitat von loli Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]

Nur was die Ursachen betrifft, ziehst Du (und auch einige andere) die falschen Schlüssen. Es gibt kaum Länder, die noch mehr für die Unterschicht tun als Deutschland - im Gegenteil es wird sogar zu viel getan, was dazu führt, dass die Unterschicht es gar nicht nötig hat, sich aus der "misslichen Lage" zu befreien.

Gruß


Aus deinem Posting ist zu erkennen, dass du offensichtlich nicht eine Studie zu dem Thema gelesen hast. Es gibt mehr als genug Arbeiten zu den Ursachen der geringen sozialen Mobilität. Als eines der wichtigsten Ursachen ist beispielsweise das Schulsystem identifiziert worden. Dies kam in dem verlinkten Artikel auch deutlich zum Ausdruck. Aber wissenschaftliche Erkenntnisse können es ja schließlich nicht mit "Ich kenne ein paar faule Hartzer und faule Beamte" vermutlich einfach nicht mithalten.


P.S.
Ich als Sozialschmarotzer komme übrigens gerade von einer mehrstündigen Sitzung um wichtige Entscheidungen in der Kommunalvertretung vorzubereiten.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.11.2019 21:33:52
0
2853612
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
wewegeb das Urteil des BVG zur Kürzung von H4-Leistungen auch nicht wirklich disskutiert wird


Was für Beiträge zum Thema Menschenwürde erwartest du denn nachdem du dir hier die Beitrage angeschaut hast?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.11.2019 11:15:57
1
2853909
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.11.2019 11:33:16
0
2853920
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
So sieht das ein[...]


Kofler: Ungleichheit wird dann zum Problem, wenn es keine Chancengleichheit gibt. Alle müssen vergleichbare Startbedingungen im Leben haben, danach zählt die Leistungsgerechtigkeit. Wer mehr leistet, soll auch mehr verdienen.


Die von mir bereits mehrfach erwähnten Studien der OECD aber auch andere monieren unisono die mangelnde Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem.

Wer sowas verlinkt, ist hier aber nur ein Sozialschmarotzer. Vielleicht wird das mehr zur Kenntnis genommen, wenn es aus dem Munde eines Millionärs kommt.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.11.2019 11:52:03
1
2853928
Ja, das deutsche Bildungs-"System" ist ein Ärgernis in meinen Augen.

Wird sicher bald besser, weil die Lehrer meiner Tochter gehen jetzt mal
wieder einen Tag geschlossen in Fortbildung...
Ich weiss bloss nicht, warum das in der schulfreien Zeit nicht möglich ist,
wie so manches andere auch?
Da haben die Lehrer ja jedes Jahr ein paar Monate von.

Grüsse

winni

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 11.11.2019 12:28:20
3
2853947
Zitat:
Im Gegensatz zu Dir habe ich außer meiner ersten Berufsausbildung (Lehre Landwirtschaft mit Facharbeiterabschluss mit Auszeichnung) alle meine weiteren Ausbildungen (Elektrotechnik, Mess-und Regeltechnik, Kälte und Klimatechnik, Abgasmessbefugnis etc.) selbst bezahlt und den größten Teil davon in mühsamen Abendschulen / Kursen oder an Wochenenden in meiner Freizeit neben der normalen Arbeit absolviert.


Also zu behaupten, dass Studenten Sozialschmarotzer sind und du alles selbst bezahlt hast, ist entweder ziemlich kurzsichtig oder einfach nur...

Deine erste Ausbildung hast weder du, noch dein Arbeitgeber komplett bezahlt. Berufsschulen sind nämlich auch staatlich finanziert. Die Zeit bis zur Ausbildungsreife war natürlich auch staatlich bezahlt (klar beim Studenten auch) und für deine weiteren Ausbildungen gibt es zumindest noch Steuervergünstigungen

Und zur beruflichen Laufbahn: Das steht ja jedem frei, im Normalfall sind aber Beamtenstellen momentan schlechter bezahlt als in der freien Wirtschaft, man erkauft sich diese Sicherheit also. Des Weiteren muss man auch bei Beamten befähigt sein und sich für den Job bewerben. Klar da hilft in manchen Fällen das Parteibuch oder die Verwandschaft...Sohn vom Chef ist aber auch in der freien Wirtschaft eine nicht unübliche Qualifikation.

Die Erstausbildung sollte kostenlos sein und gesamtwirtschaftlich verliert man andernsfalls. Intelligenz kann man durchaus als gleichverteilt über die Einkommensschichten ansehen. Wenn sich aber nur noch reiche die Ausbildung leisten können, hast du eben nur noch die Hälfte an fähigen Ärzten etc.
Das würde übrigens unweigerlich auch wieder die Kosten für eine Behanldung etc treiben.


Zitat:
Oder wie es bei uns möglich ist daß Bundesbedienstete (im konkreten Fall Fachschullehrer) einfach ein „Sabatical“ machen (man sehe mir hier nach wenn ich den Ausdruck eventuell nicht richtig benannt habe) wo sie 2 Jahre voll arbeiten und 1 Jahr pausieren und der Lohn von 2 Jahren auf die 3 Jahre aufgeteilt wird.


Naja als Selbstständiger steht es dir ja eigentlich frei genau das zu tun und evt einen Geschäftsführer oder so einzustellen Ob das Einkommen dann reicht, ist eine andere Frage. Im Großunternehmen geht sowas aber auch, ist aber verhandlungssache.

Noch eine Anmerkung:
Nicht alle, aber doch so einige Handwerksbetriebe werden auch "weitervererbt". Selbst wenn da nicht nennenswert Betriebsvermögen vererbt wird, so ist der Name und Kundenstamm doch nicht zu verachten. Als neue Firma komplett unbekannt zu starten ist sicher etwas schwieriger als einen komfortablen Start zu haben!

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.11.2019 12:35:35
0
2853955
Es geht vor allem um die Mehrgliedrigkeit, die niedrige Betreuungsquoten in Krippe und Kita und die praktisch nicht vorhandenen Ganztagsschulbereich. Mit der Ausbildung / Fortbildung hat das zunächst nichts zu tun. In den nächsten Jahren werden wir massiv Seiteneinsteiger sehen aufgrund des Lehrermangels. Das wird sich sicherlich nicht günstig auswirken, war aber absehbar und ist auch ein Ergebnis der Arbeitsbedingungen.

Weiterbildung wird auch in den Schulferien gemacht, allerdings sind nicht immer Termine frei. Je nach Bundesland müssen diese in der Unterrichtszeit gemacht werden, weil Fortbildungen in der Unterrichtsfreien Zeit die durchschnittliche Arbeitszeit über das legale Maß erhöhen würden. Wenn der Personalansatz auch über 100% liegen würde, wäre das auch ohne Unterrichtsausfall möglich. Dafür müsste man natürlich mehr Personal finden und bezahlen und wie wir wissen, sind höhere Steuern ja Sozialismus.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.11.2019 12:48:05
1
2853964
Iss schon klar, das Fortbildung die Probleme nicht lösst, war nur ein
aktuelles Beispiel, was mich an der Schule ärgert.

"Je nach Bundesland müssen diese in der Unterrichtszeit gemacht werden, weil Fortbildungen in der Unterrichtsfreien Zeit die durchschnittliche Arbeitszeit über das legale Maß erhöhen würden."
Hää!? Mit mehreren Monaten unterrichtsfreier Zeit?

Mehr Lehrer bedeutet nicht automatisch mehr Steuern.
Da müßte "nur" im Beamtenapparat umgeschichtet werden, von sinnlosen, weil
schlecht organiserten Tätigkeiten, auf Lehrpersonal.
Z.B. tippte da doch tatsächlich bei der Erstanmeldung meines Autos eine von
dieser sinnlosen Tätigkeit genervte Dame etliche Angaben in die KFZ-Papiere.
Das in Zeiten des Internets...
Bin sicher, da gibt es ohne Ende ähnliche Tätigkeiten im deutschen Apparat.

Grüsse

winni

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.11.2019 13:41:56
0
2854017
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Iss schon klar, das Fortbildung die Probleme nicht lösst, war nur ein
aktuelles Beispiel, was mich an der Schule ärgert.

"Je nach Bundesland müssen diese in der Unterrichtszeit gemacht werden, weil Fortbildungen in der Unterrichtsfreien Zeit die durchschnittliche Arbeitszeit über[...]


Im Schnitt arbeiten Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien 48:18 Stunden wöchentlich gegenüber der Vergleichsbasis von 46:38 Stunden, die sich rechnerisch ergibt, wenn man die 40-Stunden-Woche der Verwaltungsbeamten auf die Schulwochen umrechnet. Selbst unter Einrechnung der Ferienzeiten, die zumeist erhebliche Arbeit zu Hause bedeuteten, kämen Lehrkräfte im Mittel auf 48:18 Stunden, also 1:40 Stunden über der Vergleichsbasis, erklärte Mußmann.


https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/studie-zur-arbeitszeit-lehrkraefte-sind-hochmotiviert-aber-hochbelastet/

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.11.2019 13:51:53
0
2854024
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Mehr Lehrer bedeutet nicht automatisch mehr Steuern.
Da müßte "nur" im Beamtenapparat umgeschichtet werden, von sinnlosen, weil
schlecht organiserten Tätigkeiten, auf Lehrpersonal.
Z.B. tippte da doch tatsächlich bei der Erstanmeldung meines Autos eine von
dieser sinnlosen Tätigkeit genervte Dame etliche Angaben in die KFZ-Papiere.
Das in Zeiten des Internets...
Bin sicher, da gibt es ohne Ende ähnliche Tätigkeiten im deutschen Apparat.


Wenn du glaubst, dass jemand von der KfZ-Zulassungsstelle deine Kinder unterrichten kann, hättest du Recht ;-)

Außerdem ist gesamte öffentliche Dienst unterbesetzt, auch wenn die Digitalisierung, zu mehr Effizienz führen könnte. Die Digitalisierung kommt ja unter anderem deshalb nicht voran, weil wir als öffentliche Hand uns nicht die Experten leisten (können).

In meinem Bereich versuchen wir seit Jahren ein System einzuführen. Jetzt wird es weiter nach hinten geschoben, so dass sie selbst nicht mehr mit einer Einführung vor 2025 rechnen.

Eine der Ursachen ist schlicht das fehlende Personal, weil wir IT-Leute mit der normalen Besoldung einfach nicht bekommen. So wird schön teuer externer Sachverstand eingekauft.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.11.2019 13:57:58
1
2854028
Daraus:
"Der Anteil des reinen Unterrichtens hat sich über die Jahrzehnte um etwa zehn Prozentpunkte reduziert (in Grundschulen von etwa 50 Prozent auf 40 Prozent und in Gymnasien von 40 Prozent auf 30 Prozent), während nicht unmittelbar unterrichtsbezogene Tätigkeiten mehr Zeit verlangen"

Mit anderen Worten, im Gymnasium ist der Lehrer satte 25 % weniger bei seinen
Schülern präsent...
Dafür wird aber alles ganz prima dokummentiert. :-)

Ich kann mir durchaus vorstellen, auch je nach Lehrfächern, das gute Lehrer
viel arbeiten, ich hab nur den Eindruck, so viele gibt es davon nicht.

Grüsse

winni

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.11.2019 14:08:58
0
2854038
Wie lange dauert die Korrektur eines Tests in Klasse 1 und wie lange die Korrektur eines Abiturs. Die unterschiedlichen Relationen zwischen den Schulformen ist Ergebnis in des unterschiedlichen Korrekturaufwandes. In Hamburg (?) ist die zu unterrichtende Pflichtstundenzahl auch abhängig vom Unterrichtsfach. D.h. du musst als Englisch,Deutschlehrer weniger unterrichten als als Sport und Kunstlehrer.

Wenn der Beruf als Lehrer(in) so attraktiv ist - weil man ja kaum arbeiten muss -, muss man sich schon fragen, warum wir sowenig davon haben. Die Abbruchquoten bei den Seiteneinsteiger und das durchschnittliche Pensionierungsalter ist da vielleicht ganz aufschlussreich.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.11.2019 14:18:14
1
2854044
"Wenn du glaubst, dass jemand von der KfZ-Zulassungsstelle deine Kinder unterrichten kann, hättest du Recht ;-)"
Das ist jetzt ein wenig platt oder Nicole?
Es geht darum, wofür ich die staatlichen Mittel verwende.

Ich erinnere noch mal an Estland, die waren sicher nicht überfinanziert, als
sie ein wesentlich effizienteres System eingeführt haben.
Das ist vermutlich mehr ein Problem kleinteiliger Strukturen?
Wenn jeder seine Verwaltung alleine organisiert, brauchst Du viele
Computerexperten.
Wird eine übergeordnete Plattform bereit gestellt, relativ wenige.

Die selbe Kleinteiligkeit gibt es durch die Länderzuständigkeit im Schulwesen.
Zig Ministerien, Bildungsexperten, aber zu wenig Bildung und kein einheitlicher
Standard.

Grüsse

winni

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Besteuerung von Einkommen vs. Erbe vs. ...
Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.11.2019 14:18:14
1
2854044
"Wenn du glaubst, dass jemand von der KfZ-Zulassungsstelle deine Kinder unterrichten kann, hättest du Recht ;-)"
Das ist jetzt ein wenig platt oder Nicole?
Es geht darum, wofür ich die staatlichen Mittel verwende.

Ich erinnere noch mal an Estland, die waren sicher nicht überfinanziert, als
sie ein wesentlich effizienteres System eingeführt haben.
Das ist vermutlich mehr ein Problem kleinteiliger Strukturen?
Wenn jeder seine Verwaltung alleine organisiert, brauchst Du viele
Computerexperten.
Wird eine übergeordnete Plattform bereit gestellt, relativ wenige.

Die selbe Kleinteiligkeit gibt es durch die Länderzuständigkeit im Schulwesen.
Zig Ministerien, Bildungsexperten, aber zu wenig Bildung und kein einheitlicher
Standard.

Grüsse

winni
Weiter zur
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