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Suche händeringend Heizungsinstallateur
Verfasser:
Uwe Haferland
Zeit: 25.10.2019 15:10:07
8
2844568
Guten Tag zusammen!

Ich suche seit langer Zeit einen Heizungsinstallateur für für einen schon vorhandenen und noch originalverpackten Wolf COB-29 Ölbrennwertkessel im Landkreis Regen (Bayerischer Wald). Wasserspeicher bleibt erhalten, es müssen noch 12m DN80 Rohr durch den geradlinigen Kamin gezogen werden.

Aus Gründen des entgangenen Maximalprofits weigern sich nämlich Handwerker reihenweise, nicht selbst gekaufte Kessel zu installieren. Reichen heutzutage die üblichen Stundenlöhne nicht mehr aus? Selbst 1000 Gebote für max. 16 Mannstunden werden ignoriert! Gibt es in Deutschland nur noch Abzocke nach dem Motto, unter 5.000 € Arbeitslohn für etwa 16 Arbeitsstunden kommen wir gar nicht erst? Das sind jedenfalls meine zigfachen Erlebnisse!

MfG

Uwe Haferland

Verfasser:
Heidemann
Zeit: 25.10.2019 15:39:08
11
2844580
Für den Handwerksbetrieb stellen sich doch folgende fragen:
1. Warum wurde der Kessel bislang nicht installiert? Ist das Geld ausgegangen?
Bonität?
2. Handelt es sich um einen schwierigen Kunden, der letzte HB hat ja nicht fertig
gestellt.
3. Warum sollte ich einen Kessel einbauen den ich nicht selber projektiert habe?
4. Es ist eine Nachberechnung erforderlich, der Aufwand wird nicht vergütet.
5. Ich arbeite nicht mit Wolf und kann daher keinen adäquaten Service bieten.
6. Ich stehe für ein Gerät in der Gewährleistung wo ich nur Wagnis und keinen Gewinn
erziele.
7. Ich grabe mir und anderen auf lange Sicht selber das Grab. Herr Internet kann das
installieren.
8. Ich habe genug zu tun, darum komme ich nach Betrachtung von 1 bis 7 zu dem
Schluß das es völlig abwegig ist.
9. Wegen 8 schicke ich ein Angebot welches garantiert nicht angenommen wird oder gar
kein Angebot.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 25.10.2019 15:51:35
8
2844586
So, und nun kommen wieder die gleichen Beiträge zu beigestelltem Material.

Verfasser:
ispi
Zeit: 25.10.2019 15:59:59
13
2844588
Ich kann mich dem Theard Ersteller nur anschließen!
Max. 2 Tage Arbeit und einen Gewinn von 3-4T€ mitnehmen, nach dem Motto friss oder stirb.

An alle HBs: es kommen auch wieder schwierige Zeiten!

Verfasser:
ispi
Zeit: 25.10.2019 16:01:04
11
2844591
Zum 2. Beitrag: hier kommt ganz schön Arroganz rüber!

Verfasser:
Uwe Haferland
Zeit: 25.10.2019 16:04:49
9
2844595
Die Punkte 1-2 sind wilde Spekulationen. Der Handwerker, der mir das einbauen sollte, wollte mich mich nach der Vereinbarung kostenmäßig über den Tisch ziehen, deswegen sitze ich nun auf dem Kessel.

"Warum sollte ich einen Kessel einbauen den ich nicht selber projektiert habe?" Gemäß diese unglaublichen Argumentationslinie dürften Autobesitzer ihre Autos nur dort reparieren lassen, wo man sie gekauft hat! Freie Werkstätten dürfe es dann nicht geben. Zum Glück herrschen auf dem Automarkt bei Weitem nicht solche Kartellstrukturen wie in der Heizungs- und Tankreinigungsbranche .

Mal logisch gedacht: Sollte der neue Kessel einen Defekt haben, so hat der Kunde den Ärger und die Arbeit, nicht der Handwerker! Letzterer kann sich doch gemütlich zurücklehnen und kann sagen: "Nun kümmer dich mal darum, lieber Kunde"! Deswegen ist es ein Täuschungsmanöver, wenn Handwerker gerne behaupten, für das Risiko eines defekten Kessels muss ich paar tausend Euro Extragewinn verbuchen! Nein, muss er gar nicht, der Kunde hat die Arbeit und den Ärger, denn der Kunde bezahlt dem Dienstleister alle Arbeiten, auch die, die der kaputte Kessel verursacht!

Verfasser:
Martin24
Zeit: 25.10.2019 16:17:36
7
2844601
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
So, und nun kommen wieder die gleichen Beiträge zu beigestelltem Material.


Nur wenn die Handwerker hier die immer gleichen unsinnigen Behauptungen zum Gewährleistungsrecht bringen. Was leider zu erwarten ist ...

Der tatsächliche Grund, warum der TE keinen Handwerker findet dürfte sein, dass diese Unwissenheit über die Rechtslage sehr weit verbreitet ist und auch hier immer wieder befeuert wird.
Darum haben die meisten Handwerker keine Lust auf solche Aufträge und bei der heutigen Auftragslage ist keiner auf so einen Auftrag angewiesen und nimmt dann eben lieber die "einfachen" und augenscheinlich problemlosen Fälle.

Grüße
Martin

Verfasser:
Heidemann
Zeit: 25.10.2019 16:26:41
4
2844605
Herr Haferland durch Ihren zweiten Beitrag haben Sie tatsächlich alle Anforderungen erfüllt um von Handwerksbetrieben ignoriert zu werden.

Schönen Tag noch
M. Heidemän

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 25.10.2019 16:37:46
5
2844611
Zitat von Uwe Haferland Beitrag anzeigen
Sollte der neue Kessel einen Defekt haben, so hat der Kunde den Ärger und die Arbeit, nicht der Handwerker!

Die Rechtsprechung ist da aber anderer Meinung.

MfG. Schmit

Verfasser:
HFrik
Zeit: 25.10.2019 16:44:00
5
2844612
Zitat von ispi Beitrag anzeigen
Zum 2. Beitrag: hier kommt ganz schön Arroganz rüber!

Nö, denn nach geltender rechtslage haftet der Handwerker allein dafür die xm Rohr drch den KAmin fachgercht verlegt und Angeschlossen zu haben. Und dafür dabei die Heizung sowie andere in der nähe stehende Gegnstände nicht mutwillig zertrümmert zu haben.
Für die Heizung und deren Funktion haftet er garnicht. Aber da werden wirde 50 Handwerker ankommen und behaupten,das was die deutschen Gerichte sagen sei nicht die rechtslage und sie wüssten das alles viiiiel viiiiel besser.

So wie z.B. Schmit...

Verfasser: Paule 5019
Beitrag entfernt. Grund: Nicht zum eigentlichen Thema gehörig (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Heidemann
Zeit: 25.10.2019 17:02:00
5
2844618
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von ispi Beitrag anzeigen
[...]

Nö, denn nach geltender rechtslage haftet der Handwerker allein dafür die xm Rohr drch den KAmin fachgercht verlegt und Angeschlossen zu haben. Und dafür dabei die Heizung sowie andere in der nähe stehende Gegnstände nicht mutwillig zertrümmert zu haben.
Für die Heizung und deren[...]


Die VOB und das BGB sagen ganz klar und unmissverständlich dass der HB auch für beigestelltes Material haftet.

Selbst wenn der HB seine Bedenken anmeldet und diese schriftlich einreicht, kommt er aus der Nummer nicht mehr raus. Begründung: Da Sie dennoch die Teile verbaut haben können Ihre Bedenken ja nicht gegeben sein. Sie hätten dann diese eben nicht einbauen dürfen.

Da gibt es unendlich viele Gerichtsurteile die ebenfalls der VOB und dem BGB folgen.

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 25.10.2019 17:03:26
0
2844620
hier was aktuelles vom BUND der Energieverbraucher zum Thema Recht zur Rechnungskürzung

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 25.10.2019 17:10:11
1
2844623
Hallo HFrik,

lesen ist das eine, verstehen das andere.

Auf welcher Aussage in meinem Beitrag habe ich, dein Zitat
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
,das was die deutschen Gerichte sagen sei nicht die rechtslage
gesagt, dass, was die Deutschen Gerichte sagen sei nicht die Rechtslage?

Du weißt doch hoffentlich, dass Rechtsprechung nur durch ein Gericht erfolgt oder?

Wo habe ich, wenn ich mit Schmit gemeint bin, gesagt, dass Sie, die Handwerker alles, siehe Zitat:
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
und sie wüssten das alles viiiiel viiiiel besser.
viel besser wissen?

MfG. Schmitt, mit zwei "tt"

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 25.10.2019 17:13:57
3
2844624
Wie groß ist denn das Bauvorhaben ?
1 Familienwohnhaus ?
4 Familienwohnhaus ?

Wer hat die 16 Std festgelegt die anscheinend notwendig sind ?

Verfasser:
Martin24
Zeit: 25.10.2019 17:24:38
6
2844630
Zitat von Schmitt Beitrag anzeigen
Zitat von Uwe Haferland Beitrag anzeigen
[...]

Die Rechtsprechung ist da aber anderer Meinung.
MfG. Schmit


War klar, das dieser Mist wieder losgeht.
Wie schon 1000 mal vorher: Nenne ein Beispiel für ein relevantes Urteil, bei dem der Handwerker zur Gewährleistung für beigestelltes (geeignetes) Material verurteilt wurde.

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 25.10.2019 17:27:23
6
2844635
Zitat von Heidemann Beitrag anzeigen
Da gibt es unendlich viele Gerichtsurteile die ebenfalls der VOB und dem BGB folgen.

Dann sollte es Dir ja leicht sein, ein passendes Urteil zu nennen.
Ansonsten ist das eben wieder nur ahnungsloses Stammtischgelaber.

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 25.10.2019 17:28:33
7
2844636
Zitat von Paule 5019 Beitrag anzeigen
Welcher Kunde, möchte denn diese..... In seiner Wohnung (oder auf der Baustelle) haben, der verbundenne Ärger ist doch Vorprogramiert... Gerade auf einer größeren Baustelle so erlebt, das für diese (Foto oben) Neu Beruf Einsteiger, dort sogar ein Gebet -Raum Container eingerichtet worden ist.


Paule, Du bist einfach nur widerlich.

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 25.10.2019 17:34:09
2
2844637
So sieht das der BGH.

Verfasser:
Stefan2601
Zeit: 25.10.2019 17:35:00
4
2844638
Zitat von Heidemann Beitrag anzeigen


Die VOB und das BGB sagen ganz klar und unmissverständlich dass der HB auch für beigestelltes Material haftet.



Falsch. Eventuell sollte man mal die weiteren Absätze lesen und nicht nur die Überschrift.

Verfasser:
WilliHH
Zeit: 25.10.2019 17:44:15
6
2844641
Die Heizungsbauer sind von Haus aus etwas sensibilisiert was Gewährleistung angeht. Den genauen Grund kennen Sie aber auch nicht.

Wir bauen in der Firma oft gestelltes Material der Kunden. Beim letzen AG sogar oft im 6. stelligen Bereich. Da hat unsere 2 Mann Rechtsabteilung wohl gepennt oder was ist beim Heizungsbauer anders?

Verfasser:
Martin24
Zeit: 25.10.2019 17:44:17
3
2844642
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
So sieht das der BGH.

Und was hat das nun mit gestelltem Material zu tun?

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 25.10.2019 17:48:05
2
2844643
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[Nenne ein Beispiel für ein relevantes Urteil, bei dem der Handwerker zur Gewährleistung für beigestelltes (geeignetes) Material verurteilt wurde.

Hier Textauszug aus einer Stellungnahme zu einem Urteil:

Der Bauherr geht - für ihn ohne weiteres erkennbar - von vorneherein ein mögliches Risiko ein, wenn er - insbesondere aus Kostengründen - davon Abstand nimmt, ein Fachunternehmen mit der Auswahl, Beschaffung und Montage der Baustoffe zu beauftragen und sich insoweit auf eine einheitliche werkvertragliche Erfolgshaftung des Fachunternehmens stützen zu können, sondern stattdessen Werkleistungen mit von ihm selbst zusammengestellten und beschafften Baustoffen ausführen lässt und damit für die fachgerechte Auswahl, Eignung und Kompatibilität der Baustoffe grundsätzlich selbst verantwortlich ist.*)

Alles klar?

MfG. Schmitt

Verfasser:
Martin24
Zeit: 25.10.2019 17:59:36
3
2844648
Zitat von Schmitt Beitrag anzeigen
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[...]

Hier Textauszug aus einer Stellungnahme zu einem Urteil:


Ja aber auch das steht doch in krassem Gegensatz zu der eben noch von Dir vertretenen Meinung beigestelltes Material sei unvermeidlich ein Gewährleistungsrisiko für den, der es einbaut.

Grüße
Martin

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 25.10.2019 18:10:21
0
2844652
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Und was hat das nun mit gestelltem Material zu tun?
Zitat: - Die Praxisfolgen

Handwerksbetriebe, die Material verbauen oder verlegen, das sich später als schadhaft herausstellt, unterliegen dem Werkvertragsrecht. Sie haften für ihre Arbeit und fürs Material. (... ) Ein großes Risiko, „denn die Kosten, die durch mangelhaftes Material entstehen, sind oftmals ein Vielfaches höher als die eigentlichen Materialkosten und können für Bauunternehmer ein erhebliches Risiko darstellen“, (...)

Das neue BGH-Urteil bestätigt dieses Risiko. Denn Handwerksbetrieb und Lieferant sind Unternehmer, der Lieferant kann es ablehnen, die Ein- und Ausbaukosten zu übernehmen.

Tipp: Einen Ausweg gibt es nur bei Privatkunden. Kaufen diese das Material selbst, das der Betrieb verbaut, oder der Handwerker auf ihre Rechnung, muss der Verkäufer auch den Ein- und Ausbau bezahlen, wenn das Material schadhaft ist. Bei Geschäftskunden funktioniert der Praxistipp mit dem neuen Urteil dagegen nicht.

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Suche händeringend Heizungsinstallateur
Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 25.10.2019 18:10:21
0
2844652
Zitat:
...
Und was hat das nun mit gestelltem Material zu tun? Zitat: - Die Praxisfolgen

Handwerksbetriebe, die Material verbauen oder verlegen, das sich später als schadhaft herausstellt, unterliegen dem Werkvertragsrecht. Sie haften für ihre Arbeit und fürs Material. (... ) Ein großes Risiko, „denn die Kosten, die durch mangelhaftes Material entstehen, sind oftmals ein Vielfaches höher als die eigentlichen Materialkosten und können für Bauunternehmer ein erhebliches Risiko darstellen“, (...)

Das neue BGH-Urteil bestätigt dieses Risiko. Denn Handwerksbetrieb und Lieferant sind Unternehmer, der Lieferant kann es ablehnen, die Ein- und Ausbaukosten zu übernehmen.

Tipp: Einen Ausweg gibt es nur bei Privatkunden. Kaufen diese das Material selbst, das der Betrieb verbaut, oder der Handwerker auf ihre Rechnung, muss der Verkäufer auch den Ein- und Ausbau bezahlen, wenn das Material schadhaft ist. Bei Geschäftskunden funktioniert der Praxistipp mit dem neuen Urteil dagegen nicht.
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