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Optimale Lage des Taupunktes in WDVS
Verfasser:
Karl-Alfred_Roemer
Zeit: 31.10.2019 23:16:20
0
2847677
Hallo zusammen,

durch eine außen aufgebrachte Wärmedämmung verschiebt sich ja bekanntlich auch der Taupunkt nach außen. Bei relativ starker Dämmschicht kann der Taupunkt auch in der Dämmung liegen. Das ist schlecht, weil am Taupunkt Wasser kondensieren kann und nasse Dämmung dämmt schlecht.
Andererseits: Wenn der Taupunkt in der Mauer ist, dann wird diese nass. Ist sicherlich auch nicht besonders gut.
Wo sollte idealerweise der Taupunkt liegen?

Danke und viele Grüße
Karl

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 01.11.2019 00:10:30
0
2847685
Meines Wissens sollte der Taupunkt schlicht so weit außen liegen wie möglich.


Gruß
Frank

Verfasser:
Martin24
Zeit: 01.11.2019 10:31:09
0
2847780
Idealterweise liegt der Taupunkt an einer Stelle, an der keine Feuchtigkeit ist. Dann kondensiert auch nichts.

Grüße
Martin

Verfasser:
Stefan2601
Zeit: 01.11.2019 10:42:31
0
2847792
Der Taupunkt liegt bei der WDVS immer in der Dämmebene. Taupunkt heißt nicht, dass dort Feuchtigkeit entsteht. Feuchtigkeit entsteht erst, wenn der Taupunkt unterschritten wird. Und das ist bei einer WDVS kaum möglich.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.11.2019 11:25:39
0
2847815
Hallo Karl,

idealerweise gibt es gar keinen Taupunkt im Aufbau.
Das ist auch mit WDVS möglich.
https://www.bauexpertenforum.de/threads/porenbeton-wdvs-taupunktproblem.42289/
(Graphik von Hundertwasser, weiter unten)

Gibt es doch einen, ist das nicht grundsätzlich tragisch, kommt auf die
Tauwassermenge an und da spielen auch noch andere Vorgänge
in der Wand eine Rolle.
Jede alte Mauer hat den Taupunkt im Querschnitt, ohne das das i.d.R.
Pobleme macht.
Der Taupunkt ist auch mehr ein theoretisches Konstrukt. So klar definiert
an einer Linie findet das nur im Glaser-Diagramm statt, denke ich.

Grüsse

winni

Verfasser:
Karl-Alfred_Roemer
Zeit: 02.11.2019 20:52:42
0
2848690
Danke für Eure Antworten.

Zitat:
Der Taupunkt liegt bei der WDVS immer in der Dämmebene. Taupunkt heißt nicht, dass dort Feuchtigkeit entsteht. Feuchtigkeit entsteht erst, wenn der Taupunkt unterschritten wird. Und das ist bei einer WDVS kaum möglich.


Ja aber wird der Taupunkt nicht IMMER hinter dem Taupunkt unterschritten?

Nehmen wir an, der Taupunkt liegt in der Heizperiode in der Mitte der Dämmung, dann wird die Taupunkttemperatur doch auf jeden Fall hinter diesem örtlichen Taupunkt unterschritten oder?

Zitat:
Gibt es doch einen, ist das nicht grundsätzlich tragisch, kommt auf die
Tauwassermenge an und da spielen auch noch andere Vorgänge
in der Wand eine Rolle.



Das leuchtet ein. Fällt keine Feuchtigkeit an, gibt es auch kein Tauwasser in der Wand. Oder fällt weniger Tauwasser an, als an den trockenen Tagen wieder hinaus diffundieren kann, dann sollte es auch kein Problem werden.

Aber es gibt doch auch "abgesoffene" Dämmungen. Was ist bei denen den genau schief gelaufen? Hat das nichts mit dem Taupunkt zu tun?

Verfasser:
Karl-Alfred_Roemer
Zeit: 03.11.2019 23:38:18
0
2849524
Ich habe mir heute Gedanken gemacht, warum ihr meint, dass trotz vorhandenem Taupunkt kein Wasser in der Wand anfallen muss.

Ich bin glaube ich implizit davon ausgegangen, dass eine Wand nicht luftdicht ist. WENN tatsächlich Luft durch Undichtigkeiten durch die Wand zieht, dann MUSS ab dem Taupunkt Wasser kondensieren. Wenn dieser Punkt in der Wärmedämmung liegt, dann durchfeuchtet diese.

Aber idealerweise ist eine Wand ja fast Luftdicht. Wasserdampf kann also schlimmstenfalls höchstens in die Wand hinein diffundieren.

Die nächste Frage ist: Nehmen wir an, wir befinden uns in einem Raum mit sagen wir 50% relativer Luftfeuchte und die Wände wären Luftdicht aber diffusionsoffen: Würde in dem Fall Wasserdampf aus der Raumluft in die Wand hinein in Richtung des Taupunktes diffundieren? Oder wäre das Gegenteil der Fall, dass Feuchte aus der Wand sogar heraus in den Raum abtrocknet? Wie seht Ihr das?

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 03.11.2019 23:58:16
0
2849531
Zitat von Karl-Alfred_Roemer Beitrag anzeigen
[...]Aber idealerweise ist eine Wand ja fast Luftdicht.[...]


Nein, eine Wand ist luftdicht! Wegen dem Innenputz! Und vergiß die "kranken" Gedanken von K. F.!

Und deshalb wird es auch keine Kondensation am Taupunkt (und da ist es auch egal, ob IN der Wand oder in der Dämmung) geben. Eben weil da keine Feuchtigkeit hin kommt.

Nur dann, wenn der Taupunkt innen auf der Oberfläche der Wand liegt fällt Kondenswasser (und schlimmstenfalls Schimmel) an. Und damit das nicht passiert kommt außen 20 cm Dämmung drauf. Dadurch erhöht sich die Oberflächentemperatur auf der Wandinnenseite und der Taupunkt verschiebt sich weit nach außen.

Verfasser:
Karl-Alfred_Roemer
Zeit: 06.11.2019 18:57:56
0
2851179
Nehmen wir an, die Wände sind tatsächlich luftdicht (aber dürfen beliebig diffusionsoffen sein) . Kann man dann sagen, dass der Taupunkt liegen kann, wo er will? Es ist ja dann nur ein Punkt von akademischem Interesse aber ohne Praxisrelevanz, bei dem Dampf kondensieren WÜRDE, wenn er denn irgendwie dort hin gelangen WÜRDE?

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