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Rohrbruch durch Enthärtungsanlage?
Verfasser:
mkraus81
Zeit: 15.11.2019 15:25:11
0
2856548
Hallo,

kurze Schilderung.
Wir haben im Oktober 2018 eine Enthärtungsanlage einbauen lassen, in ein Haus BJ 1999
Enthärtungsanlage auf 4 Grad eingestellt
Der Warmwasserspeicher wurde nicht getauscht und ist vermutlich noch schön dick voll mit Kalk.

Im Sommer hatten wir den ersten Rohrbruch. Das TECE Verbindungsstück zum Eckventil in der Wand ist einfach am Ende des Kunststoffrohres weggegammelt... sah wie ein glatter Schnitt aus.

Heute ist das Gleiche im Bad passiert.

Es sind immer die Warmwasserleitungen betroffen.

Irgendwie haben wir nicht das Gefühl das es Zufall ist. Hat jemand Erfahrung damit?
Haben halt Angst das das jetzt bei den Anderen Warmwasserleitungen auch noch auftritt....

Vielen Dank für Eure Hilfe

Verfasser:
Socko
Zeit: 15.11.2019 16:54:52
0
2856597
Das sich Kunststoff ohne niedermolekulare Zusätze auflöst ist eher unwahrscheinlich.

Möglicherweise treten Materialfehler und/oder Verarbeitungsfehler jetzt auf da der Kunststoff, gerade wenn er warm wird, über lange Zeit redardiert ist.

Das ist Pech.

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 15.11.2019 18:01:35
0
2856649
hi,

der Kunststoff ist nicht defekt... es sind immer die "Fittings"
bin gerade auf "Entzinkung" gestoßen
über den Beitrag bin ich gestoßen und so abgegammelt sieht es bei uns auch aus

https://www.ifs-ev.org/schadenursache-liegt-im-trinkwasser/

ich habe diie alte agegammelten Messingwandscheibe in Zitronensäure gepackt und sie sieht ziemlich rot aus

Bild gibt es hier (kann ihn nicht direkt einblenden da ich kein https Zertifikat habe)

http://www.mkraus81.de/bilder/wandscheibe.png

seht ihr das auch so? Was kann man dagegen tun? nicht das noch mehr weggammelt

DANKE

Verfasser:
Socko
Zeit: 15.11.2019 18:40:43
0
2856682
Ja, das kann so sein. Das "enthärtete" Wasser lässt keine Oxidationsschicht auf dem Metall entstehen. Darum kann es dann zu lokalen Reaktionen kommen die ein Bauteilversagen bewirken.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 15.11.2019 18:48:21
0
2856692
Was passiert denn da chemisch? Was ist für die Entzinkung verantwortlich?
Der Link auf den Artikel "Schadenursache liegt im Trinkwasser" hilft da nicht weiter.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 15.11.2019 18:59:56
0
2856703
Fitting metalurgisch untersuchen lassen.
Heute wird von TECE nur noch Rotguss bei Metallteilen für Trinkwasserinstallationen empfohlen. Wie das anno Tuck war --->?

Wasseranalyse machen lassen vor allem *Chloridgehalt*.

4° DH Wasserhärte sind vermutlich deutlich zu wenig.
Ich kenne Empfehlungen von ca. 8° DH, was auch noch variieren kann je nach Wasserhärte des Eingangswassers. Abhängig von den Werten vor der Enthärtungsanlage muss erst mal geprüft werden wieviel Kalk entfernt werden kann, da es in der Trinkwasserverordnung nen Grenzwert für Chlorid gibt, der durch die Wasserbehandlung nicht überschritten werden darf.

Vermutlich führt das zu enthärtete Wasser zu einer Entzinkung der Metallbauteile was dann in Folge zum Materialbruch führt ....

Es kann gut sein dass die Enthärtungsanlage mit falschen Einstellungen als Übeltäter oder Korrosionsverstärker in Frage kommt.

Wer hat die Anlage denn auf die 4 Grad Härte eingestellt ?

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 15.11.2019 19:12:33
0
2856715
die Sanitärfirma die die Anlage eingebaut hat, hat auf 4 Grad gestellt

Verfasser:
geiz3
Zeit: 15.11.2019 19:21:59
0
2856722
Wieviel Härtegrade hat denn das Wasser vom Wasserversorger?

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 15.11.2019 19:28:51
0
2856726
auf deren Website kann ich die Analyse von mehreren Entnahmestellen sehen...
zwischen 17 und 24 dH

sieht das für euch auf dem Bild normal für Messing nach ca. 20 Jahren aus oder nach Entzinkung?

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 15.11.2019 19:45:30
0
2856735
habe gerade den ph wert gemessen (so gut ich das konnte)… Neutral PH7

Verfasser:
sweetsweethome
Zeit: 15.11.2019 21:11:33
0
2856781
Ich würde den Fehler eher bei den Fittingen vermuten,als bei der Enthärtungsanlage.
Die Probleme sind nicht ganz unbekannt.
Ich hatte diese Fälle bei TECE und Sanfix P
Nicht grundlos setzen heute fast alle auf Rotguss.
Die Hersteller sind da leider nicht sehr kooperativ...

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 16.11.2019 08:17:02
1
2856940
Hallo,

und warum soll man dann das Heizungswasser enthärten, wenn diese Enthärtung zu Problemen führen kann?

Verfasser:
Socko
Zeit: 16.11.2019 09:08:03
1
2856961
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Hallo,

und warum soll man dann das Heizungswasser enthärten, wenn diese Enthärtung zu Problemen führen kann?



Wer sagt denn das man das soll?

Verfasser:
Martin24
Zeit: 16.11.2019 09:21:30
2
2856970
Ich bin kein Fachmann für sowas, aber es fällt mir schwer, zu glauben, dass Entzinkung durch enthärtetes Wasser innerhalb von 1 Jahr zu solchen Schäden führt.
Dann eher, dass der Schaden seit 20 Jahren langsam fortschreitet und zufällig jetzt auftritt, oder die Enthärtung den geschädigten Fittingen jetzt "den Rest" gegeben hat, z.B. weil "stabilisierende" Kalkschichten aufgelöst wurden.

Grüße
Martin

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 16.11.2019 15:32:53
0
2857142
ja ich weiss auch nicht... irgendwie hängt es bestimmt mit der Enthärtungsanlage zusammen... glaube nicht das es die Ursache ist aber vielleicht echt der Sargnagel

Hat jemand von euch schon mal Messing was an Entzinkung leidet gesehen? Sieht das so aus wie auf meinem Bild?

Die Frage ist was nun machen... warten bis der nächste Rohrbruch auftaucht?

Habe die Enthärtung jetzt mal auf 5 dH gestellt

Verfasser:
Neuerchris
Zeit: 16.11.2019 16:18:42
0
2857169
Zitat von mkraus81 Beitrag anzeigen
ja ich weiss auch nicht... irgendwie hängt es bestimmt mit der Enthärtungsanlage zusammen... glaube nicht das es die Ursache ist aber vielleicht echt der Sargnagel

Hat jemand von euch schon mal Messing was an Entzinkung leidet gesehen? Sieht das so aus wie auf meinem[...]


Du entzinkst natürlich deinen Fitting, wenn du ihn in Citronensäure legst. Das ist ganz normal, dass er dann rot ist, da sich dann das Zink auflöst. Unedle Metalle tun das in einer sauren Lösung.
Zink aus dem Messing weg, Kupfer bleibt zurück: rot.

Ich denke jedoch auch, dass die Enthärter-Anlage nicht ganz unschuldig daran sein könnte - natürlich immer in Kombo mit deinen vorhandenen Rohren und Fittingen. Es ist nunmal so, dass (leider) die meisten Enthärteranlagen die Carbonat-Ionen des Wassers gegen Chlorid-Ionen tauschen. Das macht man deswegen, damit man den Ionentauscher einfach mit Natriumchlorid (landläufig Kochsalz) regenerieren kann. Ich persönlich halte das aus technischen und auch aus gesundheitlichen Gründen für keine gute Idee, aber ich komme vom Thema ab ...

Chloride entzinken auf die Dauer Messing-Fittinge, vor allem in Warmwasserleitungen. Wenn die Chloridkonzentration zusätzlich durch die Enthärter-Anlage erhöht wird geht`s natürlicher schneller.

Daher setzt man normalerweise auf stabilere Legierungen wie Rotguss oder auch Edelstahl in den Leitungen, wie oben bereits zu lesen war. Bei mir z.B. ist`s eine Verbundrohr-Edelstahl-Kombo, da entzinkt natürlich nichts.

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 16.11.2019 16:56:44
0
2857182
und was macht man nun am Sinnvollsten?

ich kann ja nicht überall die Wände aufstemmen und die Fittinge austauschen :-(

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 16.11.2019 17:12:41
0
2857193
noch eine Frag, hätte mich die Firma die den Einbau und Einstellung der BWT Aqua Perla (wurde mir von denen auch empfohlen) informieren müssen und auch einen Wassertest machen müssen?

Sollte ich die Anlage besser von 5 Grad auf 8 Grad stellen?

Verfasser:
Werner1
Zeit: 16.11.2019 17:19:34
0
2857197
Evt. hilft das vorbeugend:
Grünbeck Dosiercomputer Exados EK 6

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 16.11.2019 18:22:52
0
2857230
Ich schrieb schon oben :

Wasseranalyse

und

Metallurgische Untersuchung

zur Feststellung der Schadensursache.

Der Betrieb der Enthärtung mit 8° DH dürfte kein Fehler sein.
PH Wert um 7 könnte u.U. ne PH-Wertanhebung (über eine Dosieranlage) empfehlenswert machen.

Alles erst nach einer Schadensanalyse mit entsprechender Ursachenbewertung/-feststellung und nicht im Blindflug nach Forenschätzungen.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 16.11.2019 18:37:16
0
2857236
Zitat von mkraus81 Beitrag anzeigen
und was macht man nun am Sinnvollsten?
ich kann ja nicht überall die Wände aufstemmen und die Fittinge austauschen :-(


Na ja, was bleibt Dir bei realistischer Betrachtung anderes?
Die Dinger sind offenbar so weit geschädigt, dass jederzeit das nächste Teil aufgeben könnte.
Und wenn das Entzinkung ist, dann ist das nicht reversibel, dann bleibt Dir nichts anderes übrig als alle Fittinge auszutauschen.

Wenn Du die Schäden über die Gebäudeversicherung abrechnest, dann wird Dir die Versicherung jetzt nach dem 2. Schaden in kurzer Zeit vermutlich etwas ähnliches sagen - oder Dich gleich rauswerfen.

Grüße
Martin

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 16.11.2019 19:16:03
0
2857252
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen
Ich schrieb schon oben :

Wasseranalyse

und

Metallurgische Untersuchung

zur Feststellung der Schadensursache.

Der Betrieb der Enthärtung mit 8° DH dürfte kein Fehler sein.
PH Wert um 7 könnte u.U. ne PH-Wertanhebung (über[...]


8° DH... der Sanitärfachbetrieb hat die eingebaut und 4° DH eingestellt

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 16.11.2019 19:21:34
0
2857254
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von mkraus81 Beitrag anzeigen
[...]


Na ja, was bleibt Dir bei realistischer Betrachtung anderes?
Die Dinger sind offenbar so weit geschädigt, dass jederzeit das nächste Teil aufgeben könnte.
Und wenn das Entzinkung ist, dann ist das nicht reversibel, dann bleibt Dir nichts anderes übrig als alle Fittinge[...]



Ich habe gar keine Ahnung wo die Leitungen lang laufen... haben das Haus erst im letzten Jahr erworben. Die Leitung geht vom Heizungsraum nach oben... dort drüber ist zwar eine Küche... aber der Anschluss an der Wand auf der komplett gegenüberliegenden Seite... also muss da schon mal irgendwo ein Verzweiger im Boden oder so sein.... das finde ich nie...

Der Schaden gestern wurde sehr früh gemerkt, so dass nur geringe Kosten für die Leitungsreperatur auf mich zu kommen, verspachteln und eine Fliese bekomme ich selbst hin, muss also nicht über die Versicherung laufen

Verfasser:
mkraus81
Zeit: 16.11.2019 20:42:32
0
2857290
so sah das im Sommer in der Küche aus
sieht das für euch nach Entzinkung aus oder "normaler" Verschleiß bzw vielleicht Material/Montage Fehler? Muss dazu sagen das ich das die Kunststoffleitungen nicht immer senkrecht nach oben gingen... sondern immer so leicht schief und dadurch vermutlich ein wenig auf Spannung waren

http://www.mkraus81.de/bilder/image033.jpg
http://www.mkraus81.de/bilder/image035.jpg

Verfasser:
Martin24
Zeit: 16.11.2019 21:33:27
0
2857324
Zitat von mkraus81 Beitrag anzeigen
Ich habe gar keine Ahnung wo die Leitungen lang laufen... haben das Haus erst im letzten Jahr erworben. Die Leitung geht vom Heizungsraum nach oben... dort drüber ist zwar eine Küche... aber der Anschluss an der Wand auf der komplett gegenüberliegenden Seite... also muss da schon mal irgendwo ein Verzweiger im Boden oder so sein.... das finde ich nie...

Gerade wenn es um Warmwasserleitungen geht, sind die mit Wärmebildkamera meist durchaus zu finden.

Ansonsten: Schon einmal über Leckageschutz, z.B. Syr Safe-T nachgedacht? Der kann die Menge des austretenden Wassers zumindest deutlich reduzieren.
100 oder 200 Liter Wasser im Haus sind ärgerlich aber nicht zu vergleichen mit vielen Kubikmetern.

Grüße
Martin

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Rohrbruch durch Enthärtungsanlage?
Verfasser:
Martin24
Zeit: 16.11.2019 21:33:27
0
2857324
Zitat:
...
Ich habe gar keine Ahnung wo die Leitungen lang laufen... haben das Haus erst im letzten Jahr erworben. Die Leitung geht vom Heizungsraum nach oben... dort drüber ist zwar eine Küche... aber der Anschluss an der Wand auf der komplett gegenüberliegenden Seite... also muss da schon mal irgendwo ein Verzweiger im Boden oder so sein.... das finde ich nie...
Gerade wenn es um Warmwasserleitungen geht, sind die mit Wärmebildkamera meist durchaus zu finden.

Ansonsten: Schon einmal über Leckageschutz, z.B. Syr Safe-T nachgedacht? Der kann die Menge des austretenden Wassers zumindest deutlich reduzieren.
100 oder 200 Liter Wasser im Haus sind ärgerlich aber nicht zu vergleichen mit vielen Kubikmetern.

Grüße
Martin
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