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Dämmung obere Geschossdecke Fragen hierzu
Verfasser:
Dennisni
Zeit: 05.12.2019 23:00:18
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2868402
Hallo zusammen, Ich bin bereits fleißiger Mitleser hier im Forum und bin begeistert von den kompetenten Infos die man hier bekommt 👍. In meiner Fragestellung geht es um ein EFH Bj.68 ca. 180m2 Wohnfläche auf einer Etage (Bungalow).Das Haus wurde im Jahr 2010 recht umfassend saniert, hauptsächlich optisch (Böden, Küche, usw.) aber auch heiztechnisch. Viele der alten Heizkörper sind entweder einer FBH oder einer Wandheizung gewichen. Soweit so gut, ich habe allerdings ein Problem. In den kalten Monaten wird es nicht so richtig warm im Haus. Auch bei offenen Reglern habe ich maximal 18-19C im Haus wenn es außen Minusgrade hat. Es war hierzu bereits ein Energieberater im Haus. Als Haupt Potentiale bzgl. Wärmeverlusten wurden damals die Geschossdecke, sowie die Decke des unbeheizten Kellers identifiziert. Dennoch sollten die Räume doch warm zu bekommen sein? Ist habe fast Bedenken, dass die Heizleistung nicht ausreicht, obwohl wir sehr viel Brennstoff (öl) verbrauchen. Zur bereits existierenden Dämmung:1. obere Geschossdecke: 2x 3-4cm Polystyrolplatten schwimmend verlegt. An der Traufe befindet sich jedoch umlaufend zwischen den Sparren ein Spalt wodurch Luft ungehindert in den nicht beheizten Dachboden strömen kann. Ist das so gewollt? Mit dem Thermometer gemessen Ist die Temperatur im Dachboden ca 5Grad wärmer als die Aussentemperatur. Ist das dämmtechnisch noch was zu holen? Ich meine Ja kann aber nicht beurteilen wie viel. 2. kellerdecke: Ebenfalls Polystyrol 1x 3cm an die Decke geklebt in der Garage welche sich unter dem Haus befindet. Der Rest des Kellers hat keine Dämmung zum Obergeschoss. Er kommt mir auch relativ warm vor, dafür dass er nicht beheizt wird. Etwa 3-4C weniger als im darüberliegenden Wohnraum.Wie soll ich eurer Meinung nach am besten vorgehen. Wo könnte das Problem liegen, dass wir zwar viel öl verheizen, die Räume allerdings nicht richtig warm werden? Hört sich das eher nach einem Problem mit der Dämmung, oder mit der Heizungsauslegung an?Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Hilfe!Viele GrüßeDennis

Verfasser:
Solarnudel
Zeit: 06.12.2019 11:32:23
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2868568
Hi,

wir brauchen noch ein paar Angaben:

- was für eine Deckenkonstruktion hat die oberste Geschossdecke? Holzbalkendecke oder Beton?
- liegen die Styroporplatten flächig und fugenfrei auf der obersten Geschossdecke? Bei mir z.B. nicht und man sieht mit der Wärmebildkamera jede Fuge hell leuchten. Dann bringt das Styropor nichts.
- Ein paar Zahlen: Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, wie ist der Durchfluss, Fläche, Verlegeabstand?

Wenn die Geschossdecke gedämmt ist soll der Dachboden gut gelüftet sein, um Schimmel zu vermeiden. Außer das Dach ist auch gedämmt, hörte sich aber nicht danach an.

Grüße, Solarnudel

Verfasser:
HFrik
Zeit: 06.12.2019 11:47:54
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2868578
Also Kellerdecke sollte dann gedämmt werden, die könte bei dem Baujahr aktuell einen U-WErt von 2,5-3 haben (qualifiziert geraten) d.h. da hauen je m 2 schon mal mindestens 10-12W ab, d.h. 2-2,5kW insgesamt.Dito dann die Geschossdecke nach oben (siehe Vorredner) bis nach Aussen, Ebenso sind oft Rolladenkästen leicht zu verbessern. Auch ein Gläsertausch der Fenster wenn die gut, aber älter sind kann schnell etwas nützen.
Alte Bungalows waren oft Ölfresser.

Verfasser:
Dennisni
Zeit: 06.12.2019 13:50:30
0
2868648
Hallo zusammen,
vielen Dank für die Antworten!

Die Decke ist aus Stahlbeton, Dicke 24cm. Die Styroporplatten liegen dabei flächig auf dem Boden überlappenden Fugen, allerdings nicht wirklich fugenfrei.
Besonders kritisch ist aus meiner Sicht die Tatsache, dass die Traufe gänzlich ungedämmt ist (man sieht einen recht großen Lichtspalt) und kalte Luft somit ungehindert in den Dachstuhl strömen kann.

Das Dach selber ist ungedämmt (von Außen nach innen: Betonpfanne, Bitumen Unterspannbahn, Vollschalung aus Holz mit Fugen verlegt 18mm stark)

Vorlauf für Fußbodenheizung und Wandheizung liegt bei 39C, Rücklauf bei 32C. Verlegeabstand müssten 10cm sein. Durchfluss liegt überall bei 2,0m/s.

Die Flächen teilen sich folgendermaßen auf:
-Wohnzimmer, Esszimmer, Küche (ein Raum 77m2), beheizte Fläche Wandheizung 15,6m2+ 4,1m2. Zusätzlich ist vor der Terrassenfensterwand noch ein 3m Bodenkollektor zur Erwärmung der Fallluft.
- Flur (19m2), beheizte Fläche Wand 3,1m2 + 3,2m2
- Schlafzimmer über Garage: 28m2, beheizte Fläche Fußboden 28m2
Die Badezimmer (3Stk) und ein Gästezimmer sind noch mit normalen Heizkörpern beheizt.

Fenster sind doppelt verglast mit Kunststoffrahmen, allerdings sind die Fensterflächen sehr groß.

Das mit dem Ölfresser kann ich so unterschreiben...

Danke für eure Mühe und schon einmal vorab ein schönes Wochenende.

Grüße
Dennis

Verfasser:
Solarnudel
Zeit: 06.12.2019 21:36:09
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2868921
Hallo,

das Detail mit der Traufe ist natürlich aus der Ferne schwer zu beurteilen, aber generell kein Problem solange die Grenzfläche zum beheizten Wohnraum gedämmt ist. Idealerweise auch die Oberseite der Aussenwand, manchmal geht das aber geometrisch einfach nicht.

Dank Stahlbetondecke zum Dachboden musst du dir ja über Dampfdiffusion durch die Decke keine Sorgen machen und kannst daher auf die bestehenden, eher dünnen Styroporplatten ohne Probleme Glaswolle auslegen. Das ist am kosteneffizientesten, sehr simpel selbst zu machen und wird sich bei der dünnen bestehenden Dämmung wahrscheinlich schnell amortisieren (und warm machen). Wenn es begehbar sein soll muss man sich was anderes überlegen, aber ich nehme an es ist nicht begehbar aktuell?

Kellerdecke hängt ein bisschen davon ab wie viel Deckenhöhe ihr habt. Wenn ausreichend Platz vorhanden, dann mit Mineralwolle dämmen. Bei wenig Platz PUR. Bei gerader Decke auch gut in Eigenleistung machbar.

Es gibt im Netz simple Dämmstoff Dicke Rechner, damit kann man auch ohne Energieberater sehr gut abschätzen wie dick es sein sollte. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein U-wert von 0,24 für die Geschossdecke und 0,3 für die Kellerdecke, finanziell lohnen aber gerade an diesen einfach zu dämmenden Fläche aber eher deutlich niedrigere U-Werte.

Will man es abschätzen am besten die Website Ubakus verwenden, Registrierung ist kostenlos und man kann mit dem Heizlastrechner schön Szenarien durchspielen.

Viel Spaß und berichte Mal wie es weitergeht, Solarnudel

Verfasser:
Dennisni
Zeit: 07.12.2019 22:07:39
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2869462
Hallo,
Danke für die Infos. Der Dachboden ist aktuell bedingt begehbar aufgrund des Styropor Platten, eine gewisse Druckfestigkeit haben die ja doch. Glaswolle ist ansich fein, sehr günstig und effektiv. Wie verhält sie sich in Hinsicht auf Ungeziefer, wie beispielsweise Wespen. Möchte ungern, dass die meine neue Dämmung als Nistplatz aufsuchen 😀. Ansonsten wäre auch eine Kombination aus Glaswolle und der begehbaren Mineralwolle von Isover möglich, um den Dachboden zumindest teilweise nutzbar zu machen.
Werde berichten wie es weitergeht, danke an dieser Stelle schon einmal für die Unterstützung
Schönes Wochenende
Dennis

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.12.2019 15:02:55
0
2870301
Also besonders aussuchen tun Wespen sich Mineralwolle nicht, sie fressen sie allerdings weg wenn sie beim Nestbau im Weg ist und ersetzten sie durch Wespennest. Zum Glück dämmt so ein Wespennest auch ganz gut.

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PaulSch schrieb: Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht. Die Ziegel habe ich vielleicht nicht mehr da, zumindest nicht in der Menge, aber das Dach ist wie gesagt...
kathrin schrieb: @Mechatroniker Vielen Dank für die interessanten Zahlen! Grob überschlagen kommst du auf etwa 35000 kWh (Output) in 5 Jahren für Heizung und WW, also etwa 7000 kWh für gut 170 m2, also rund 40 kWh/m2a...
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