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Foren
Anlagendimesnion bei Röhrenkollektoren . Kann eine Anlage zu groß sein?
Verfasser:
Koy406
Zeit: 18.12.2019 22:33:08
0
2875394
Hallo,

ich hätte eine Frage zur Anlagen Dimension. Kann eine Anlage überhaupt zu groß Dimensioniert sein bei Röhrenkollektoren? Was ist die Konsequenz davon?

Danke Koy

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 19.12.2019 01:16:43
0
2875436
Naja kostet unnötig geld und heißes Wasser im Sommer, was du nicht verbrauchen kannst... Aber irgendwie musst du die Hitze ja loswerden, also Keller heizen...Heizkörper im Garten oder Poolheizung etc..

Verfasser:
passra
Zeit: 19.12.2019 05:48:35
0
2875440
Konsequenz: enorme Überschüsse und ständige Stagnation/Auskochen im Sommer und sehr schwierig in Griff zu bekommen, Stichwort "Steam back". Dazu sinnlos Geld und Platz auf dem Dach verschwendet.

Verfasser:
passra
Zeit: 19.12.2019 06:44:50
0
2875446
Nachtrag: Nach 22 Jahren Solar sehe ich "zu groß" deutlich schlimmer und schwieriger als "zu klein"!!!

Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 19.12.2019 07:48:39
0
2875464
Zu gross gibt es nicht.
Was es aber geben kann: Kollektorleistungen passen nicht zum Speicher.
Für eine Anlage mit Heizungsunterstützung gibt es eine Untergrenze wegen der Sockelkosten (Speicher, Kollektoren, Leitungen, Regelung und Pumpen) und ab einer gewissen Grösse nimmt die Wirtschaftlichkeit dann ab. Es gibt eine optimale Grösse aus wirtschaftlicher Sicht.

Gruss, Jörg

Verfasser:
Chrashi
Zeit: 19.12.2019 08:08:45
0
2875473
Bei Röhrenkollektoren ist die Stagnation mit schnellerer Alterung der Solarfüssigkeit ein Problem. Bei falscher Größe des Ausdehnungsgefässes kann auch Dampf bis in die Pumpe zurückdrücken, was zu Anlaufschwierigkeiten beim Abkühlen führen kann. Mein Heizi meinte auch, dass die Röhren öfter mal das Vakuum verlieren und getauscht werden müssen, das kann ich aber nicht beurteilen.

Ich habe 4 Flachkollektoren, als 2x2 nach Tichelmann angeschlossen, 800L Pufferspeicher. Dadurch natürlich auch etwas geringere Erträge. Ein bisschen mehr kann man rausholen, wenn die HKs auch auch niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt sind. Hatte noch keine einzige Stagnation gehabt.

Wenn du Röhre machst, muss die Anlage vor allem technisch/hydraulisch passen. Wirtschaftlich wird’s eh eher ne Nullnummer werden. Aber egal ob ST oder PV, alles ist ökologisch besser als nichts.

Verfasser:
Chrashi
Zeit: 19.12.2019 08:15:10
0
2875477
Verfasser:
Chrashi
Zeit: 19.12.2019 08:27:42
0
2875483
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 19.12.2019 08:32:06
0
2875487
Wie definierst Du "zu groß"?

Zu groß kann sein:

-ein Kollektorfeld, das nicht zum Speichervolumen passt (für eine Anlege für WW und HU rechnet man für VRK ca. 120 l auf 1m² Kollektorfläche). Ist das Kollektorfeld zu gross, hat die Anlage ständig Probleme mit Stagnation

-Kollektorfeld und Speicher sind für die Übergangszeit zu groß, d.h. auch in den Übergangszeiten kommt es zu Stagnation, weil das Haus die Wärme nicht abnimmt.

Eine thermische Solaranlage für WW und HU hat ihr Hauptbetätigungsfeld in den Übergangszeiten. In dieser Zeit soll sie die Heizung bestmöglich unterstützen und möglichst oft solare Volldeckung erreichen. Für diese Zeit im Jahr ist sie auszulegen.

Da isses ziemlich logisch, dass im Sommer überschüssige Wärme produziert wird, für die man idealerweise eine halbwegs sinnvolle Verwendung haben sollte.

Insofern ist "zu groß" ein ziemlich weites Feld.

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 19.12.2019 09:04:57
0
2875505
Jede thermische Solaranlage zur Brauchwassererwärmung oder Heizungsuntertstützung wird in den Sommermonaten mehr Wärme liefern können, als abgenommen werden kann. Wenn nicht, wäre sie zu klein für irgend eine sinnvolle Nutzung.

Also muß die Anlage so beschaffen sein, daß die solche Zeiten schadlos übersteht. Solange das gegeben ist, ist sie nicht zu groß.

Oliver

Verfasser:
passra
Zeit: 19.12.2019 11:14:08
0
2875583
Zitat:
ein Kollektorfeld, das nicht zum Speichervolumen passt (für eine Anlege für WW und HU rechnet man für VRK ca. 120 l auf 1m² Kollektorfläche)


Selbst bei dieser Quote würde ich das Kollektorfeld als "zu groß" im Bezug auf den Speicher bezeichnen.
Meine Anlage hat mittlerweile nur noch 10m² Flachkollektoren, die auf 1600 Liter Puffer arbeiten. Durch die Verluste stagniert die Puffertemperatur auch im Hochsommer bei 85°C, dann läuft die Anlage nur noch im Kreis und es wird keine Energie mehr übertragen.

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 19.12.2019 11:39:05
0
2875599
Zitat von passra Beitrag anzeigen

Meine Anlage hat mittlerweile nur noch 10m² Flachkollektoren, die auf 1600 Liter Puffer arbeiten.


Da sehe ich aber noch erhebliches Optimierungspotential ;) 1qm auf 10.000 Liter würde im Sommer gar nicht in den Stillstand gehen, und in den anderen Monaten nur unwesentlich weniger nutzbare Wärme liefern.

Darf aber jeder machen, wie er will.

Oliver

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