Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Detailfragen zu Mitsubishi Zubadan Luft-WP
Verfasser:
MissT
Zeit: 13.01.2020 23:38:44
0
2890874
Wir haben ein Niedrigenergie-Einfamilienhaus gebaut, welches über folgende Mitsubishi Zubadan Luft-Wärmepumpe geheizt wird:
Außengerät: PUHZ-SWH80YAA
Innengerät: Hydrobox EHSC-YM9ECR2

Das Haus (ca. 160m2 Wohnnutzfläche) wird mittels Fußbodenheizung geheizt.
Es gibt keinen Pufferspeicher, der Warmwasserboiler hat ca. 300L Fassungsvermögen, geheizt wird über Heizkurve.

Leider hat unser Installateur in mehreren Bereichen einen furchtbaren Pfusch abgeliefert, was langwierige Rechtsstreitigkeiten und nur teilweise befriedigende Nachbesserungen zur Folge hatte. Die WP ist kurz gesagt deutlich überdimensioniert. Auch die Österreich-Vertrieb (FläktGroup) war mir kaum eine Hilfe und hat lieber dem unfähigen Installateur die Stange gehalten. Ich beschäftige mich daher seit geraumer Zeit selber damit, aus dem System das Bestmögliche heraus zu holen. Dabei sind für mich ein paar Fragen offen:

Ich zeichne regelmäßig zahlreiche Betriebsparameter auf, u. a. natürlich die Betriebsstunden und Starts des Verdichters - letztere sind viel zu hoch. Natürlich sind auch der Stromverbrauch bzw. der COP unbefriedigend. Worauf ich bis dato noch keine Antwort gefunden habe:

1. Was löst eigentlich alles einen Neustart des Verdichters aus? Passiert das auch beim Umschalten zwischen Heizen und WW-Bereitung? Oder beim Abtauen? Ich würde gerne die Anzahl an Starts etwas besser einschätzen können.

2. Welche Möglichkeiten gibt, um das insbesondere in der Übergangszeit, in der die WP nicht weit genug hinunter modulieren kann, besonders eklatante Takt-Problem etwas einzudämmen? Wäre das über ein Zeitprogramm möglich? Wenn ja, wie sollte dieses eingestellt werden?

3. Gibt es eine Möglichkeit, die Betriebsdauer des Heizstabes abzufragen? Ich finde dazu keinen Abfragecode.

4. Es gibt einen Menüpunkt "Anpassung Wärmepumpe Temperaturdifferenz", von dem ich mir ev. eine Verbesserung des Takt-Problems erhoffe. Ich bin mir unsicher, ob ich die Einstellungsmöglichkeiten bzw. die spärlichen Detailinfos dazu im Handbuch richtig verstehe:

Anpassung Wärmepumpe Temperatur Differenz:
+ Ein/Aus: Zum Minimieren des Verlustes durch häufiges EIN und AUS in Jahreszeiten mit milder Außentemperatur - Standardeinstellung = EIN
+ Untergrenze (-9 bis -1): Unterbindet Betrieb der Wärmepumpe, bis die Vorlauftemperatur unter die Soll-Vorlauftemperatur plus unterem Grenzwert fällt. Standardeinstellung = -5.
+ Obergrenze (+3 bis +5): Erlaubt Betrieb der Wärmepumpe, bis die Vorlauftemperatur über die Soll-Vorlauftemperatur plus oberem Grenzwert steigt. Standardeinstellung = +5.
(> Es sind über bei allen drei Punkten die Standardeinstellungen aktiv.)


Soll das heißen, damit erhöht man die erlaubte Abweichung von den eingestellten Heizkurve-Werten - sprich ein stärkeres Absinken der RL-Temperatur und höheres Aufheizen der VL-Temperatur, damit die Stehzeiten und in weiterer Folge auch die Laufzeiten länger werden?


Gibt es hier jemanden, der sich mit Mitsubishi Luft-WP gut auskennt und mir bei der Beantwortung meiner Fragen helfen kann?

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 13.01.2020 23:41:09
1
2890880
Ohne Pufferspeicher ist es einfach wichtig den MIndestvolumenstrom zu erreichen bzw. deutlich zu überschreiten

Verfasser:
MissT
Zeit: 13.01.2020 23:56:12
0
2890882
Bezieht sich "Mindestvolumenstrom" auf die Fußbodenheizung? Wenn ja: Die Umwälzpumpe läuft auf Stufe 3 (von 5) und liefert dabei 19L/min und eine Spreizung von 3K. Heute habe ich sie versuchshalber mal auf Stufe 2 abgesenkt, was 17L/min zur Folge hat. Wie kann ich den Mindestvolumenstrom eruieren?

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 14.01.2020 00:14:08
0
2890887
Steht in den Unterlagen:

https://www.mitsubishi-les.info/database/servicemanual/files/290386_Planungshandbuch_Ecodan_2015_2016_V2.pdf

PUHZ-SHW80VHA 10,21–22,9 l/min

Von daher mal gar nicht so verkehrt


Einzelraumregler hast du aus ??

Verfasser:
MissT
Zeit: 14.01.2020 00:28:38
0
2890889
Einzelraumregler habe ich keine.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 14.01.2020 15:45:56
0
2891184
Ich melde mich mal, weil die Mitsubishi offenbar und sehr wahrscheinlich wie die Rotex/Daikin arbeitet.

zu 1)
Der Verdichter schaltet vor und nach dem Abtauen kurz ab. Nach der WW -Erzeugung schaltet der Verdichter ab und wartet 5 Minuten auf den Druckabbau in der Heißgasleitung. Dann startet er wieder. Wird dabei ein noch immer zu hoher Heißgasdruck festgestellt, macht der Verdichter nochmals 5 Minuten Pause. Bei meiner Daikin kann sich dieser Vorgang 4mal wiederholen.

zu 2)
Mit einem Raumthermostaten im Führungsraum und +/- 0,2K Hysterese kannst Du das System beruhigen.

zu 4)
Dein System ist Vorlaufgeregelt.
Das System startet nach Kompressor-Stillstand erst wieder, wenn der Vorlauf um den eingestellten Betrag unter Soll gefallen ist. Mehr als 3°C macht im Neubau bei VL-Temperaturen von 25-26°C in der Übergangszeit keinen Sinn. Die zulässige VL-Überhöhung definiert die VL- Temperatur, bei deren Erreichen der Kompressor abschaltet. Sie steht bei mir bei 3K, erreicht in der Praxis aber nie Werte über 2K. In der Übergangszeit bedeuten die +2K aber schon eine merkliche Überheizung. Das spricht wieder für einen Raumthermostaten, der die WP steuert.

Gruß
Karl

Verfasser:
MissT
Zeit: 14.01.2020 19:50:14
0
2891312
Danke für diese Infos!

Betreffend 1: Ich finde das etwas seltsam gelöst, denn damit sind eine Vielzahl zusätzlicher Verdichterstarts vorprogrammiert. Hinsichtlich Lebensdauer scheint mir das ungünstig bzw. problematisch. Hinterfragenswert finde ich dann auch, inwiefern die vorliegenden Takt-Zahlen mit jenen von WP anderer Hersteller vergleichbar sind, die das entweder anders gelöst haben oder nicht mitzählen.

Betreffend 2: In das Thema Hysterese muss ich mich erst noch einlesen. Einen Raumfühler in einem Führungsraum (= mit kaum fremden Wärmeeinträgen) gibt, es dessen Messergebnis bzw. die damit eingestellte Temperatur (23°C) werden aber nur zu einem gewissen Prozentsatz berücksichtigt - laut meinem Kenntnisstand.

Betreffend 3: Das heißt, Du würdest die Standardeinstellungen von +5 bzw. -5 eher herabsetzen? Wird das dann nicht für noch höhere Taktzahlen sorgen?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 14.01.2020 20:02:21
0
2891326
zu 1)
Die Sache mit den Verdichterstarts kommt aus der Zeit, als die Verdichter reine ON/OFF-Geräte waren. Bei Invertergeräten ist der Anlauf sehr sanft. Trotzdem finde auch ich das mehrfache Starten gegen zu hohen Heißgasdruck wenig intelligent.

zu3)
Dein Einwand ist berechtigt. Aber mit +/- 3K hat meine WP schon extrem lange Takte. Du müsstest zunächst rausfinden, wodurch das häufige Abstellen bei Deinem Gerät verursacht wird. Normal ist das nicht!

Gruß
Karl

Verfasser:
MissT
Zeit: 14.01.2020 20:59:57
0
2891371
Hast Du einen Tipp, wie ich das herausfinden könnte?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 15.01.2020 07:15:02
0
2891546
Am besten mal während eines Heiztaktes mit einem IR-Thermometer die Spreizung der einzelnen Heizkreise ermitteln ... unter Umständen gibt's einen thermischen Kurzschluss.

Gibt's einen separaten Wärmemengenzähler?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 15.01.2020 07:54:36
0
2891559
Ohne die intensive Erfassung und Beobachtung der Temperaturen Deiner Anlage geht es nicht. Ganz wichtig in Deinem Fall ist die Vorlauftemperatur. Welche Temperaturen kannst Du denn über die Inneneinheit ablesen?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 15.01.2020 08:13:24
0
2891567
Nachtrag:
Ich würde mir den zu Deiner Anlage passenden Wifi-Adapter PAC-WF010-E zulegen. Dann hast Du bequemen Datenzugriff auf Deine Anlage über die Mitsubishi-Cloud. Ich persönlich habe für meine Rotex/Daikin das entsprechende Gateway und wäre ohne es völlig „blind“.

Verfasser:
MissT
Zeit: 15.01.2020 21:07:26
0
2892054
@Kala Nag:
+ Ich kann über die Inneneinheit folgende Fühler auslesen: Außentemperatur, Raumtemperatur (Raumfühler), Temperatur im WW-Speicher, VL-Temperatur, RL-Temperatur sowie einen Fühler in der Inneneinheit, der ebenfalls die RL-Temperatur anzeigt, dessen Sinn sich mir aber nicht erschließt.
+ Danke für den Tipp mit dem Wifi-Adapter! Ich werde recherchieren, was ich über die App bzw. Cloud alles auslesen und aufzeichnen kann. Es wäre natürlich schön, wenn das so umfangreich und übersichtlich wie bei KNV's NIBE-Uplink wäre. Die Abfragen mittels der Codes an der Inneneinheit sind recht mühsam - es gibt abgesehen von der Heizkurve auch keinerlei Kurven.

@lowenergy:
+ Betreffend Wärmemengenzähler: Ich kann die verbrauchte und die produzierte Energie in kWh im laufenden Monaten, in den beiden vergangenen Monaten, im laufenden sowie im letzten Jahr abfragen. Ist es das, was Du meinst?

Was die VL- und RL-Temperaturen der einzelnen Kreise und Summen betrifft: Da dürfte es keinerlei negative Überraschungen geben, und zwar aus folgendem Grund: Mein Installateur hat die FBH einfach überall mit 10cm Abstand verlegt und mir keine Berechnungen vorgelegt. Erst auf großen Druck hin hat er im Nachhinein vom Rohrhersteller (Pipelife) raumweise Heizlasten und einen hydraulischen Abgleich berechnen lassen. Das Ergebnis war verheerend, obwohl die Berechnung bzw. deren Grundlagen im Sinne eines "Feigenblatts" für den Installateur geschönt worden waren. Bei manchen Kreisen hätten weniger als 0,2L/min eingestellt werden sollen, andere haben trotz voll geöffneter Ventile nicht annähernd die benötigten Mengen zusammengebracht, weil die Kreise viel zu lang waren (120-130m), dazu trotzdem 40% Unterdeckung in den Bädern. Kurz gesagt: Die Berechnung waren für die Tonne, auch die Längenbeschriftungen der Kreise haben sich als unglaubwürdig herausgestellt. Ich habe dann selber in einer wochenlangen Prozedur den hydraulischen Abgleich vorgenommen: Alle Ventile voll geöffnet, jeden Tag morgens mittels IR-Thermometer an allen Kreisen die VL und RL notiert, die kürzeren Kreise schrittweise immer mehr einreduziert, bis alle Kreise in etwa die gleiche RL hatten = hydraulischer Abgleich abgeschlossen. Dann habe ich schrittweise einen gewissen thermischen Abgleich vorgenommen und in Maßen Wärme zwischen den Räumen umgeschichtet. Das alles natürlich bei maximal möglichem Fehlerausschluss: Messungen morgens - über Nacht alle Innentüren geschlossen, morgens noch alle Raffstore geschlossen, langfristige Beobachtung der Messergebnisse bzw. -veränderungen.

Wie weiter oben erwähnt, habe ich die Umwälzpumpe am Montag von Stufe 3 (19L/min, 3K Spreizung) auf Stufe 2 (17L/min) abgesenkt. Heute habe ich festgestellt, dass sich an der Spreizung dadurch nichts geändert hat.

Was ich auch mit Sicherheit weiß: Die Filter im Heizkreis sind frei. Wir hatten davor ein massives Problem mit sehr geringem Gesamtdurchfluss. Ein Sachverständiger hat dann festgestellt, dass die Hauptursache - neben den hohen Widerständen/Verlusten aufgrund der zu langen Kreise - ein total verlegtes Sieb im Heizkreis war. Es musste binnen 48 Stunden zwei Mal ausgebaut und gereinigt werden. Seit dem blieb die Durchflussmenge auf Stufe 3 unverändert 19L/min und eine prophylaktische Kontrolle im Sommer hat bestätigt, dass das Filtersieb frei ist.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 15.01.2020 22:29:03
0
2892116
Fehlersuche ohne Datenerfassung und Analyse ist praktisch aussichtslos. Es sei denn, Du hast die Zeit, vor dem Display Deiner Anlage zu stehen und über längere Zeit ein Protokoll der Betriebsdaten zu schreiben. Du musst herausfinden, welches Ereignis Deine WP zum Abschalten bewegt. Mit den +/- 5K Vorlaufhysterese bei offenen Heizkreisen müsste sie eigentlich stundenlang durchlaufen.

Gruß
Karl

Verfasser:
MissT
Zeit: 16.01.2020 10:57:19
0
2892366
Kannst Du mir vielleicht sagen, ob es über die MELCloud auch Zugang zu einer Monteursebene o. ä. mit detaillierteren Abfragen und Auswertungen gibt? Ich habe mittlerweile das Handbuch zur App als auch die App selber im Demomodus durchgesehen: Ich finde keine Berichte/Abfragemöglichkeiten was die Betriebsstunden und Verdichterstarts betrifft. Ich zweifle daher momentan etwas daran, ob Wifi-Adapter plus App wirklich entscheidende Infos liefern und auch in weiterer Folge für die laufenden Abfragen ihren Preis wert sind.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 16.01.2020 11:32:34
0
2892392
Oha, da hast Du wohl Recht mit den Einschränkungen der MELCloud-App! Die Temperaturverläufe werden offenbar nur für Außen- und Zimmertemperatur aufgezeichnet und nicht für Vorlauf, Rücklauf etc.. Das kannst Du vergessen :-(

Verfasser:
MissT
Zeit: 16.01.2020 12:44:09
0
2892419
Doch, folgende Parameter können über die Funktion "Berichte" ausgelesen werden:

+ Temperatur: Eingestellt, Raum, Außen, Speicher
+ Betriebsarten prozentual: Heizen, Heißwasser, Stopp
+ Systemtemperaturen: Vorlauf, Vorlauf Kessel, Rücklauf, Rücklauf Kessel, Temperatureinstellung Speicher, Temperatur Speicher
+ Stündliche Temperatur: Vorlauf, Vorlauf Kessel, Rücklauf, Rücklauf Kessel, Temperatureinstellung Speicher, Temperatur Speicher
+ Energienutzung prozentual & kWh: Heizbetrieb, Warmwasser
+ Fehlerberichte

Was fehlt, wenn es sich nicht noch irgendwo passwortgeschützt versteckt:
+ Betriebsstunden Verdichter
+ Starts Verdichter
+ Betriebsleistung
+ Durchflusssensor Heizkreis

BTW, für ev. Mit- oder Nachleser: Es gibt mittlerweile einen neuen und auch etwas günstigeren Wifi-Adapter mit der Bezeichnung MAC-567IF.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 16.01.2020 13:01:09
0
2892432
Na, das sieht doch gut aus!

Verfasser:
MissT
Zeit: 17.01.2020 08:18:04
0
2892969
Ich habe den Adapter mittlerweile bestellt, er sollte in ein paar Tagen zugestellt werden. Ich melde Dich wieder, wenn ich die neuen Berichtdaten habe! Danke schon mal für Deine große Hilfe!

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 17.01.2020 08:33:14
0
2892975
Gerne! :-)

Verfasser:
MissT
Zeit: 25.01.2020 18:30:44
0
2899084
Also: Seit Mittwoch habe ich den Wifi-Adapter in Betrieb und kann jetzt mit ein paar laufenden Betriebsdaten in Kurvenform dienen:

Temperaturverläufe Do, Fr, Sa:








Betriebsmodi & Energieverbrauch seit Mi Abend:








Systemtemperaturen gestern und heute:






Detaillierter, stündlicher Verlauf der Betriebstemperaturen der letzten paar Stunden:








Ich interpretiere diese Daten folgendermaßen:
Grundsätzlich scheint die Wärmepumpe gut zu laufen, und zwar offensichtlich durchgehend. Die starken Ausschläge nach unten in der VL-Temperatur erkläre ich mir mit der Abtaufunktion für das Außengerät. die Warmwasserbereitung kann es nicht sein, diese ist im Zusammenspiel mit der Kurve des WW-Speichers gut als solche identifizierbar. Fragwürdig scheint mir in diesem Zusammenhang, dass das Abtauen sehr oft passiert, und zwar ca. alle 45-60min. Leider finde ich dazu überhaupt keine Informationen (weder in den Betriebs- und Installationshandbüchern noch im Planunghandbuch) geschweige denn einstellbare Parameter. Ich kann mir die häufigen Verdichterstarts nur so erklären, dass jede Abtauprozess (= Kältemittelumkehr) und jede WW-Bereitung (zumindest) einen Verdichterstart verursacht.

Liege ich mit diesen Annahmen richtig? Fachkundige Meinungen und Empfehlungen dazu?


Zum Vergleich dazu die Betriebsdaten, die für Mo, 13. - Mo, 20.01.2020 bei quasi gleichen Temperaturbedingungen händisch am Innengerät abgefragt habe:

ZÄHLERSTÄNDE
Verbrauch im lfd. Monat (kwH) 512
Produktion im lfd. Monat (kwH) 1.685
resultierender COP 3,29

Verbrauch seit letzter Ablese 189
Produktion seit letzter Ablese 643
resultierender COP 3,40

Betriebsstd. (=*10) 8.260
Schaltzyklen (=*100) 39.400
Laufzeit pro Zyklus (min) 12,58

Betriebsstd. (=*10) seit letzter Ablese 160
Schaltzyklen (=*100) seit letzter Ablese 200
Laufzeit pro Zyklus (min) 48,00


200 Schaltzyklen binnen einer Woche unter diesen winterlichen Optimalbedingungen finde ich halt eine ziemliche Hausnummer. Im Oktober/November hatte ich Wochen mit sogar 1.000 bis 1.300 (!!!) Verdichterstarts pro Woche.

Verfasser:
BayernSeppi
Zeit: 25.01.2020 18:58:01
0
2899115
Ohne die Mitsubishi zu kennen, aktuell ist "Hauptabtauzeit". Daher kann das mit dem stündlichen abtauen schon hinkommen (wobei, bei einer überdimensionierten Anlage sollte das etwas seltener vorkommen). Dann kommt man auf 24+ Abtauungen pro Stunde und damit ebenso viele Verdichterstopps und Starts.

Die 1000+ im Oktober/November sollten natürlich gar nicht sein, denke da merkt man das Teil ist einfach überdimensioniert.

Der COP von 3,3 ist zwar nicht überragend, aber scheint zum Datenblatt zu passen. Also wenn der korrekt erfasst wurde (interne Wärmemengenzähler und Stromzähler sind gerne Mist) dann wäre das ja okay. Ein externer WMZ wäre trotzdem besser um das genauer nachvollziehen zu können.

Fällt die Speichertemperatur nicht zu sehr ab, merkt ihr das dann nicht beim duschen, dass da nur noch 36° kommen?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 25.01.2020 19:20:41
0
2899141
Zitat von MissT Beitrag anzeigen
...Liege ich mit diesen Annahmen richtig? Fachkundige Meinungen und Empfehlungen dazu?...
Sehr schön, jetzt sieht man was! Aus meiner Sicht interpretierst Du die Daten richtig. Die WP läuft schön durch, ohne zu takten.

Zu den Verdichterstarts: Der Verdichter macht nach der WW-Erzeugung eine kurze Pause und dann einen Neustart. Eventuell gibt es nach der WW-Bereitung sogar mehrere Neustarts, bis der Druck im noch heißen System tief genug ist. Das Abtauen bedeutet zwei Neustarts. Bei einer invertergesteuerten Maschine sind die Verdichterstarts sehr schonend mit niedriger Drehzahl.

Stündliches Abtauen ist bei entsprechend feuchter Luft durchaus in Ordnung. Du musst aber zumindest stichprobenartig überprüfen, ob der Verdampfer vor dem Abtauen wirklich vereist ist. Wenn es ohne starke Vereisung einen Abtauprozess gibt, stimmt was nicht.

Gruß
Karl

Verfasser:
MissT
Zeit: 25.01.2020 23:25:36
0
2899347
Danke für Eure Antworten!

@BayernSeppi: Einen externen Wärmemengenzähler habe ich leider nicht, die Daten oben sind vom internen Zähler. Beim Duschen gibt es keine Probleme: Der Speicher ist auf 42 oder 43 Grad Celsius und 10K als Signal fürs Nachheizen eingestellt. Der Fühler sitzt ziemlich weit unten, bei der Entnahme oben hat es ca. 5 Grad mehr.

@Kala Nag: Ich werde den tatsächlichen Zustand des Verdampfers unmittelbar vor dem Abtauen noch prüfen. Es wäre halt interessant zu wissen, ob der Impuls nur das Ergebnis von Außentemperatur plus Zeit plus ... ist, oder ob es einen Sensor hierfür gibt. Ich hoffe, dass ich mit Hilfe der Kurven zumindest den Extremwerten von Oktober/November in Maßen entgegen wirken kann.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 26.01.2020 08:24:50
0
2899391
Zitat von MissT Beitrag anzeigen
...@Kala Nag: Ich werde den tatsächlichen Zustand des Verdampfers unmittelbar vor dem Abtauen noch prüfen. Es wäre halt interessant zu wissen, ob der Impuls nur das Ergebnis von Außentemperatur plus Zeit plus ... ist, oder ob es einen Sensor hierfür gibt...
Der Abtaubedarf wird durch Sensoren am Verdampfer ermittelt. Diese Sensoren erkennen, wenn der Wärmeaustausch zwischen Außenluft und Kältemittel durch Vereisung schlechter wird.

Gruß
Karl

Aktuelle Forenbeiträge
Prüfer schrieb: An viele, die zu solchen Themen immer antworten: Warum wird immer gleich „Knüppel aus dem Sack“ gespielt? Warum kann man...
Klaus Beh schrieb: 300m nur in Sandboden könnte schiefgehen... Kenntnisse über die "Kälteleistung" des in Frage kommenden Bodens wären schon...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Die ganze Heizung aus einer Hand
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
Website-Statistik

Detailfragen zu Mitsubishi Zubadan Luft-WP
Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 26.01.2020 08:24:50
0
2899391
Zitat:
...
...@Kala Nag: Ich werde den tatsächlichen Zustand des Verdampfers unmittelbar vor dem Abtauen noch prüfen. Es wäre halt interessant zu wissen, ob der Impuls nur das Ergebnis von Außentemperatur plus Zeit plus ... ist, oder ob es einen Sensor hierfür gibt...Der Abtaubedarf wird durch Sensoren am Verdampfer ermittelt. Diese Sensoren erkennen, wenn der Wärmeaustausch zwischen Außenluft und Kältemittel durch Vereisung schlechter wird.

Gruß
Karl
Weiter zur
Seite 2