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Detailfragen zu Mitsubishi Zubadan Luft-WP
Verfasser:
MissT
Zeit: 03.03.2020 11:15:35
0
2924423
Update: Leider ist es jetzt auch im RT-geführten Heizmodus wiederholt dazu gekommen, dass die WP für mehrere Stunden durchgehend stark taktet. Warum sie nicht entweder stoppt oder durchläuft, kann ich leider nicht benennen. Die Raumtemperatur scheint mir nicht ausschlaggebend zu sein, diese ist idR 1K über dem Soll. Ich werde als nächstes die Hysterese ("Thermo-Diff.") auf der niedrigsten Einstellung aktivieren und das ganze weiter beobachten.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 04.03.2020 13:38:52
1
2925140
So wie es ausschaut ist der niedrigste Modulationsgrad offensichtlich noch immer um ca 50% zuviel an Leistung.

Ich würde (mit einer TA Regelung mit 0-10V Ansteuerung) ab einer gewissen durch Versuch zu ermittelnden AT auf einen RL-gesteuerten ON-/OFF Betrieb auf niedrigster Modulationsstufe mit entsprechender Hysterese gehen.
Mit entsprechenden "Schnüffellauf" der Heizkreispumpe alle 10 min.

Damit würden zwar auch einige Starts pro Tag zusammenkommen, aber im Gegenzug auch vernünftige Laufzeiten.

Verfasser:
MissT
Zeit: 08.03.2020 14:20:06
1
2927239
Es hat sich zwischenzeitlich eine neue Fragestellung hinsichtlich ENERGIEVERBRAUCH UND -PRODUKTION meiner WP ergeben, da wir insgesamt einen sehr hohen Energieverbrauch haben. Der Hintergrund:

2 Personen
Niedrigenergiehaus, gebaut 2017/18, HWB(SK) 32
160m2 WNF (plus etwas temperiertes KG, plus nicht geheiztes NG)
Luft-Wasser-Wärmepumpe modulierend, E-Heizstab noch unbenutzt
KWL (mit Enthalpie-WT)
(Noch) Keine PV-Anlage

Stromverbrauch März 2019 bis Februar 2020: 10.300 kWh
Davon LW-WP (laut internem Zähler): 5.143 kWh (Produktion: 16.690 kWh, COP 3,25)

Die Energieproduktion der WP passt überhaupt nicht zur Energiekennzahl des Hauses passt:

Energieproduktion
HWB(SK) 32 kWh/a * 240m2 = 7.680 kWh pro Jahr fürs Heizen
WW von Feb. 2020 hochgerechnet = ca. 2.000 kWh pro Jahr fürs WW

Wohin kommt die Differenz von 7.010 kWh??? Der reale HWB müsste bei ca. 61 liegen, um die Summe damit zu erklären. Dass das starke Takten den Verbrauch erhöht ist klar, aber dass es auch die Produktion verfälscht, und zwar so massiv?

Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass die genannten Summen
die Aufzeichnungen des FTC5 sind - bei der Anzeige in der MEL-Cloud steht auch immer in Klammer "geschätzt" dabei.

Zum Energiemonitoring gibt es folgende Einstellmöglichkeiten im Servicemenü:
+ Stromzähler (Impulse/kWh): 1 (= Standardeinstellung; Auswahl: 0,1/1/10/100/1000)
+ Wärmemengenzähler (Impulse/kWh): 1 (= Standardeinstellung; Auswahl: 0,1/1/10/100/1000)
+ Abgleich erzeugte Energie: 0% (= Standardeinstellung; Auswahl von +50% bis -50%)

Lässt sich bzw. wie lässt sich ggf. herausfinden, ob das richtig eingestellt ist bzw. welche Korrekturen sinnvoll wären? Welche Abweichungen zwischen internen Zählern und realem Verbrauch sind hier überhaupt realistisch?

Ich habe vor, zusätzliche, separate Zähler für die WP nachzurüsten. Jener für den Stromverbrauch ist sicher mit den geringeren Kosten bzw. Aufwand verbunden, im Unterschied zu einem Wärmemengenzähler. Wenn ich durch den Abgleich von separatem Zähler und internem Zähler herausfinde, um welchen Faktor das voneinander abweicht, ließe sich dieser Faktor dann auch 1:1 auf die Energieproduktion übertragen, so dass ich mir das Nachrüsten des Wärmemengenzählers sparen könnte?



Ergänzen möchte ich an dieser Stelle, dass die Beurteilung von Energieverbrauch und -produktion ggf. auch den daraus resultierenden COP völlig in Frage stellt! Meine Überlegungen bzw. ein Rechenspiel dazu:

Der Energieverbrauch der WP scheint mir recht realistisch:
+ Wenn ich meine laufenden Aufzeichnungen des Stromverbrauchs von letztem Jahr hernehme und jene Monate ohne Heizbetrieb für das ganze Jahr hochrechne, dann komme ich auf 6.400 kWh/Jahr für alles (inkl. WW) außer Heizen.
+ Ziehe ich von unserem Jahresstromverbrauch (März 2019-Feb 2020) von 10.300 kWh die interne Zählung der WP von 5.143 kWh ab, komme ich auf 5.157 kWh für alles außer Heizen und WW. Die hochgerechneten 2.000 kWh dazu ergeben 7.157 kWh für alles außer Heizen - knapp 12% mehr als laut obiger Hochrechnung aus den Stromzähler-Messwerten.

Die Energieproduktion der WP fürs Heizen scheint mir über alle Maßen fragwürdig: Rechnerisch sollten fürs Heizen grob 7.680 kWh (HWB(SK) 32 * 240m2) produziert worden sein. Ich schlage mal ganz pessimistisch noch 10% drauf = 8.448 kWh/a.

Heizung Verbrauch: 3.500 kWh (Jahresgesamtverbrauch 10.300 kWh minus 6.800 kWh als Mittelwert aus den obigen beiden Werten für alles außer Heizen))
Heizung Produktion: 8.500 kWh (Rechnerisches Soll plus 10%)
COP: 2,43 (!!!)

Kann das sein oder ist in meiner "Milchmädchenrechnung" ein grober Fehler enthalten?

Dass die Hersteller Energiezähler mit dem Zusatz "geschätzt" zu ihren Gunsten etwas schönrechnen, kann ich mir gut vorstellen. Aber wenn es soweit ginge, wie von mir überschlagsmäßig nachgerechnet, dann wäre das in meinen Augen glatter Betrug am Kunden.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 08.03.2020 16:36:27
2
2927287
Dein Verbrauch ist ungefähr Faktor 2 zu viel....
Einfach mal im Notbetrieb nur mit Heizstab heizen. Dann siehst du ob WMZ und Stromzähler richtig gehen.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 09.03.2020 10:47:37
1
2927650
Ich persönlich traue den Werksseitig (als Software) verbauten WMZ in den WP überhaupt nicht, denn erstens sind sie oft "geschönt" und zweitens wird damit die "reverse Energie" des Abtauvorganges nicht erfasst.

Leider hilft da auch ein normaler geeichter WMZ nicht viel, da er negative Temperaturdifferenzen nicht erfassen kann.

Kann man die Anzahl der Starts und die Anzahl der Abtauvorgänge getrennt auslesen (Achtung, für jeden Abtauvorgang gibt es auch einen Start, allerdings ist nicht klar ob dieser in den angezeigten Starts dabei ist oder nicht), da nähere Details über die Software ja nicht bekannt sind könnten ja gewisse Dinge nicht mitgezählt werden ??

Eine Möglichkeit diese Dinge zuverlässig zu erfassen, wäre mit einer UVR16x2, wo man SW ,mäßig 2 WMZ kreirt, einer für die Lieferleistung und einer für die Abtauleistung.
Dafür wären zwei AC/DC Wandler nötig, einer am Kompressorabgang und einer am Abtauumschaltventil, sowie ein Durchflußsensor und 2 Temperatursensoren, Gesamtaufwand Hardware ca 700,-€, wenn man einen gewissen "Komfortabstrich" hinnimmt, dann gehts auch mit der UVR610 welche die Hälfte der 16x2 kostet aber halt kein Vollgrafikdisplay hat.

Dann hast Du aber alles was Du brauchst um dem Unding so wirklich auf den Zahn zu fühlen!

Verfasser:
MissT
Zeit: 09.03.2020 12:05:40
0
2927683
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Kann man die Anzahl der Starts und die Anzahl der Abtauvorgänge getrennt auslesen (Achtung, für jeden Abtauvorgang gibt es auch einen Start, allerdings ist nicht klar ob dieser in den angezeigten Starts dabei ist oder nicht), da nähere Details über die Software ja nicht bekannt sind könnten ja gewisse Dinge nicht mitgezählt werden ??


Nein, die Starts werden nur als Gesamtsumme gezählt, und bei Mitsubishi werden im Unterschied zu anderen Herstellern auch jene fürs Abtauen mitgezählt. Pro Abtauvorgang fallen 2-3 Starts an.

Ich möchte in diese Anlage nur mehr möglichst wenig investieren, da ich damit rechnen muss, dass sie eine stark reduzierte Lebensdauer hat. Das wäre sonst mMn ein bisschen wie gutes Geld schlechtem Geld hinterher zu werfen. Deshalb würde ich das wenn möglich gerne mit geringstmöglichem Aufwand abklären.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 09.03.2020 13:19:26
0
2927726
Aso soweit ich weiß fällt beim Abtauvorgang normalerweise genau 1 Start an, ausser die Energiequelle dafür (beim Abtauen das Heizungswasser) fällt unter einem bestimmten Sollwert!
Oder vielleicht ist die Durchflussmenge zu gering, dass dabei die WT-Austrittstemperatur unter den oben genannten Sollwert fällt.

Verfasser:
sunday747
Zeit: 09.03.2020 15:49:42
0
2927811
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Aso soweit ich weiß fällt beim Abtauvorgang normalerweise genau 1 Start an, ausser die Energiequelle dafür (beim Abtauen das Heizungswasser) fällt unter einem bestimmten Sollwert!
Oder vielleicht ist die Durchflussmenge zu gering, dass dabei die WT-Austrittstemperatur unter den oben genannten[...]


Richtig! So ist es bei meine Mitsu. Hatte auch noch nie ein unterschreiten beim Abtauen, zumindest hat die Mitsu. m.W. noch nie gemeckert das ihr beim abbauen zu kalt wurde.

Gruß
Frank

Verfasser:
MissT
Zeit: 09.03.2020 19:10:17
0
2927913
Mein Informationsstand:
1. Heizung läuft, Wärmepumpe stoppt für den folgenden Abtauvorgang.
2. Abtauvorgang beginnt, Kältemittelumkehr wird eingeleitet = 1. Start.
3. Abtauvorgang endet, Wärmepumpe stoppt.
4. Heizung läuft wieder an = 2. Start.
5. Falls die Temperatur im Kältemittelkreis zu hoch ist (Bezeichnung lautet irgendwas mit "Heißgas...") stoppt die Wärmepumpe ggf. und pausiert kurz, bevor sie erneut anläuft - das wäre dann der 3. Start, bei Wiederholung sogar der 4. Start.

Laut meinen Beobachtungen (MEL-Cloud: Stündlicher Temperaturverlauf) besteht bei meiner WP ein Abtauvorgang meist aus drei Starts.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 09.03.2020 19:22:42
0
2927924
Das macht meine Daikin genau so! Je ein Verdichterneustart in Verbindung mit Anfang und Ende der Prozessumkehr (Umschaltung 4-Wege-Ventil). Wird bei Neustart des Verdichters nach dem Abtauen ein zu hoher Heißgasdruck (bzw. Heißgastemperatur) festgestellt, stoppt der Verdichter erneut und macht eine Pause für den Druckabbau. Ggfs. passiert das Pausieren des Verdichters mehrfach, bis der Heißgasdruck ausreichend abgebaut ist.

Gruß Karl

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 09.03.2020 21:09:56
1
2928007
Eigentlich ist das "programmierter Schwachsinn", denn wenn man 2 min länger wartet nach dem Abtauvorgang kommts nicht zu diesen mehrfachen Anläufen!

Aber damit würde die "durchschnittliche Heizleistung" der Kste wohl nochmals um 5 bis 8% runtergedrückt!!

Ist meiner bescheidenen Meinung nach "Kundenbeschiss" in Reinkultur!

Verfasser:
Rheinlaender199
Zeit: 10.03.2020 07:19:41
0
2928144
Hallo MissT,

der eingebaute Wärmemengenzähler bei einer Mitsubishi Electric Regelung ist nicht softwarebasierend sondern ein "echter" Durchflusssensor welcher mittels Vorlauf und Rücklauftemperaturen die gelieferte Wärmemenge sehr genau erfasst, ein externer, Wärmepumpentauglicher Wärmengenzähler kostet ein bisschen was, ist die Frage ob das Geld nicht sinnvoller investiert werden sollte.

Die von dir genannten Einstellungen zu den Stromzählern und Wärmemengenzählern sind relevant wenn es externe Zähler gibt welche einen S0 Ausgang haben, dann kann man die Anzahl der Impulse / kWh anpassen an den jeweiligen verbauten Zähler, das ist aber bei dir wenn ich richtig gelesen habe nicht der Fall.

Zu deiner Abtauproblematik: Welchen Durchfluss und welche Temperaturen sind denn im Abtaufall noch vorhanden? Bei direkten Systemen ohne Puffer wie bei dir verbaut ist die Gefahr groß das die Mindestrücklauftemperatur und der Volumenstrom unterschritten werden.

Verfasser:
sunday747
Zeit: 10.03.2020 16:03:36
0
2928500
Zitat von MissT Beitrag anzeigen
Mein Informationsstand:
1. Heizung läuft, Wärmepumpe stoppt für den folgenden Abtauvorgang.
2. Abtauvorgang beginnt, Kältemittelumkehr wird eingeleitet = 1. Start.
3. Abtauvorgang endet, Wärmepumpe stoppt.
4. Heizung läuft wieder an = 2. Start.
5. Falls die Temperatur[...]


Also ich logge den Verdichterausgang der PAC11 mit der UVR. Beim Start des Abtauzyklus schaltet der Verdichter aus und wenn sie damit fertig ist, schaltet der Verdichter wieder ein und heizt weiter. Ergo 1 Takt

Das alles natürlich ohne FTC. Vielleicht agiert der anders als die UVR gesteuerte PAC11.

Gruß
Frank

Verfasser:
MissT
Zeit: 10.03.2020 16:54:06
0
2928521
Zitat von Rheinlaender199 Beitrag anzeigen
der eingebaute Wärmemengenzähler bei einer Mitsubishi Electric Regelung ist nicht softwarebasierend sondern ein "echter" Durchflusssensor welcher mittels Vorlauf und Rücklauftemperaturen die gelieferte Wärmemenge sehr genau erfasst[...]


Danke für diesen Hinweis! Mein Modell hat auch einen Durchflusssensor, Fühler für VL und RL sind auch vorhanden, also wird das bei mir genauso funktionieren. Somit kann es nur mehr eine eingeschränkte Ungenauigkeit geben, da der Durchflusssensor mEn auf Einer gerundet und VL- und RL-Sensor auf 0,5 gerundet messen. In diesem Fall ist aber folgende Frage um so drängender:

Wo kommen die für mein Haus laut E-Ausweis nicht benötigte, aber von der Wärmepumpe produzierte überschüssige Heizwärme von 7.000kW hin?!?

@Frank: Das heißt, beim Abtauen wird nicht "in die falsche Richtung geheizt", sondern es zirkuliert nur das Kältemittel ohne Verdichteraktivität mit der eben vorhandenen Temperatur in die andere Richtung?

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 10.03.2020 16:59:13
0
2928523
Fehler in der baulichen Ausführung?
Hatten ja neulich erst den Fall mit einer ins Haus gebauten Garage, welche vergessen wurde zu isolieren und daraus resultierte eine deutlich erhöhte Heizlast.
Schreib doch mal ein bisschen was zu deinem haus, vielleicht gibt es ja potentielle Schwachstellen.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 10.03.2020 19:33:52
3
2928608
Allso um einmal die verschiedenen Ansichten / Meinungen über den technischen Ablauf der "Abtauung" einer LWWP klarzustellen, der genaue Ablauf derselben!

1.) WP ist im Heizbetrieb, Kompressor läuft, Umschaltventil ist auf WP-Betrieb (mit Spannung), Maschinensteuerung erkennt "Abtaubedarf"!

2.) Kompressor stopt (bzw wird kontrolliert auf 0% niedergefahren) Ventilator der Ausseneinheit wird AUS-geschalten.

3.) Nach einer Wartezeit von 1 bis 3 min (interner Duckausgleich) wird Umschaltventil "spannungslos".

4.) Der Kompressor startet und der KM-Differenzdruck schiebt den Umschaltkolben im Umschaltventil auf "Kühlbetrieb" oder bei der WP auch Abtaubetrieb genannt.

5.) Der Kompressor läuft und kühlt (mittels Kältemittel) das Heizungswasser ab, die dabei aufgenommene Wärme wird verwendet um Das Verdampferregister der Außeneinheit aufzuheizen um das Eis abzuschmelzen.

6.) sobald der Fühler im Verdampferregister eine genügend hohe Temperatur erreicht hat (was bedeutet dass das Eis abgetaut ist), schaltet der Kompressor wieder AUS.

7.) Nach einer Wartezeit von wieder etwa 1 bis 3 min (interner Druckausgleich) wird das Umschaltventil mit Spannung versorgt (WP-Betriebsart), danach wird der Kompressor wieder eingeschaltet und der KM-Differenzdruck schiebt nun den Umschaltkolben wieder auf WP-Betrieb.

8.) der Ventilator der Ausseneinheit wird wieder EIN-geschalten und der Kompressor wird wieder leistungsmäßig höher angesteuert , ist wieder HEIZBETRIEB.

Natürlich wird im Hintergrund der Durchfluß und die Temperatur des Heizungswassers sowie einige andere Parameter ständig überwacht um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Besonders wichtig ist dass jeweils vor Punkt 4 und Punkt 7 ein weitgehender Druckausgleich des Kältemittelkreises stattfindet um ein sauberes Umschalten mit niedrigem Geräuschniveau (und Materialschonung des U-Ventils) zu gewährleisten.
Dazu wird bei elektronischen Einspritzventilen eine definierte Öffnung derselben angesteuert.

Es gibt vereinzelt bei LWWP auch die Möglichkeit bei Außentemperaturen über ca +5°C die Abtauung nicht über Kreislaufumkehr zu machen, sondern über natürliche Abtauung mittels Ventilatorlauf, dabei wird nur der Kompressor abgeschalten und der Ventilator läuft weiter, ist aber sehr selten.

Verfasser:
MissT
Zeit: 10.03.2020 20:05:39
0
2928625
Ich kann mir nicht vorstellen, wo ein Fehler in der baulichen Ausführung sein könnte. Der müsste doch massiv sein und sich deutlich bemerkbar machen? Die ausführende Baufirma gibt es seit Jahrzehnten, baut in unserer Region sehr viel und hat einen ausgezeichneten Ruf, wir hatten einen extrem genauen Polier, der - erfreulich für uns - ein richtiger i-Tüpferl-Reiter war, es gab Polierpläne, welchen auch wichtige Anschluss- und Ausführungsdetails angefügt wurden, und ich war selber ständig auf der Baustelle. Nachfolgend die wichtigsten Ausführungsdetails:

Wohnhaus (ca. 80m2 WNF pro Geschoß)

KG:
+ Auf der W-Seite schaut der Keller zu 1/3 aus der Erde heraus, damit hochgestellte Fensterbänder gemacht werden konnten.
+ Schwerer Lehmboden
+ Fundamentplatte auf Schotterschicht, keine Dämmplatten oder Glasschaumschotter darunter.
+ Kelleraußenwände aus Stahlbeton, Dämmung mEn 20cm (wenn wichtig, kann ich das noch raussuchen).
+ Elementdecke.

EG & OG:
+ Außenwände aus 50er Ziegel plus 3cm Thermoputz.
+ Sockelbereich gedämmt
+ Elementdecke mit Aufbeton. Auf der obersten Geschoßdecke sind 2x 15cm Dämmung ("Styropor") verlegt.
+ Walmdach mit Tondachsteinen

2 Erker:
+ N-seitig durch alle Geschoße (Treppe)
+ S-seitig durch KG und EG, EG-Decke gedämmt

Fenster:
+ Relativ viele Glasflächen, hauptsächlich S-seitig, kaum auf der N-Seite
+ Alles Holz-Alu, 3fach verglast (ausgenommen 2 Lichtschachtfenster im KG).
+ Beschattung durch Raffstore in UP-Kästen (ausgenommen N-seitig ein WC-Fenster und ein Speis/AR-Fenster ohne alles sowie eine Terrassentüre mit Rolladen statt Raffstore).

Heizung:
+ Luft-Wasser-Wärmepumpe
+ Überall Fußbodenheizung, ausgenommen die Treppen sowie ca. 40% des Kellers (Lager & Technikraum). Auslegung leider verpfuscht - überall 10cm Verlegeabstand, teilweise überlange Kreise mit angeblich 120m (tatsächlich vermutlich 130m)
+ Gewünschte und erreichte Solltemperatur in allen Wohnräumen = 22,5°C, ausgenommen der beheizte Keller: Dieser ist auf 20-21°C gedrosselt. Viel weniger geht leider nicht, die Kreise sind bereits auf 0,2-0,3L/min, sonst müsste ich sie komplett abdrehen.
+ Ergänzend zum E-Ausweis wurde (im Nachhinein) auch eine raumweise Heizlastberechnung unter Berücksichtigung von Ausrichtung, Fenster, Bodenbelag etc. etc. gemacht. Diese Berechnung ist zwar nicht frei von Fehlern und Ungenauigkeiten, bestätigt aber im Grunde den im E-Ausweis errechneten Heizwärmebedarf.
+ FBH läuft - in Anbetracht der Umstände - durch viel Einsatz meinerseits auf Optimum: Alle Kreise anhand der RL-Temperaturen hydraulisch abgeglichen, thermischer Abgleich nur in Maßen, Durchfluss mittlerweile von 19 auf 17L/min reduziert, Spreizung von ca. 3 auf ca. 4K erhöht.

Sonstige Haustechnik:
+ KWL mit Ansaugung durch einen Kiesspeicher-Luftbrunnen; Blowerdoor-Test wurde selbstverständlich auch durchgeführt.
+ Haustechniksteuerung über Loxone.


Nebengebäude (ca. 70m2)

+ Bestehend aus Doppelgarage (ungedämmtes Tor) und Werkstatt/Garten-AR.
+ Im Halbstock zwischen EG und KG des Wohnhauses
+ Außenmauern aus 30er Ziegel, abgesehen von Sockeldämmung keine Dämmung, Thermoputz
+ Das NG steht direkt am Wohnhaus dran: Die Garage 30er Mauer an 50er Mauer, die Werkstatt steht ohne eine 30er Mauer am Wohnhaus an. Verbindung Wohnhaus zur Werkstatt durch eine Klimaklassen-Innentür.
+ Flachdach: Beton-Elementdecke im Gefälle, darauf Dämmung (10cm mEn), EPDM-Folie, Schotter.
+ Unbeheizt, aber trotzdem bis dato im Winter frostfrei: Garage zumindest knapp über 0°C, Werkstatt zumindest 5°C.
+ zwei Kunststoff-Alu-Fenster, mEn 2fach verglast.


Wir wohnen seit April 2018 im Haus, und es gab bis auf eine Kleinigkeit nirgends ein Problem mit Wärmebrücken oder Kondensat. Die Kleinigkeit, auf die ich im Zuge der Probleme mit der Heizung mit Hilfe eines IR-Thermometers draufgekommen bin: Einer der beiden Entlüftungsstränge war am Dachboden nicht richtig abgedichtet, es konnte kalte Luft bis ins Gästebad im EG absinken. Das habe ich aber behoben.

Wo könnte hier ein Hund begraben sein?

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 10.03.2020 20:50:03
1
2928652
Ist im Keller unter der FBH eine Dämmung, wenn ja wieviel ?

Warum wird die FBH im Keller nicht ganz abgedreht, wenn kein Wohnraum, ich denke dass sich dann eine Gleichgewichtstemperatur von etwa 17 °C einstellen wird!

Mit welchem Luftwechsel wird die Lüftung betrieben, bzw wieviele m³/h ?

Welche Ansaugtemperatur (beim Lüftungsgerät gemessen) ?

Welche Fortlufttemperatur (beim Lüftungsgerät gemessen) ?

Die 50 cm Porotherm mit beidseitig Thermoputz oder nur außen ?

Die Decken sind außen mit Styrobetonabschluss ?

Ist die Übermauerung zum Dachboden ebenfalls aus Porotherm Ziegeln, mit welcher Stärke und luftdicht verputzt bzw Fugen verschmiert ?

Vielleicht auch einmal den Wandanschluss zur oberen Decke mit einem Infrarotthermometer checken (zur Vergleichbarkeit der Messungen immer ein schwarzes Gewebeband an die Messstelle kleben) !

Verfasser:
MissT
Zeit: 10.03.2020 21:42:11
0
2928700
Ad Keller: Unter der FBH ist eine Thermowhite-Schüttung, deren Höhe habe ich aber leider nicht mehr Kopf. Ein erhöhten Wärmeverlust über die Fundamentplatte halte ich für äußerst unwahrscheinlich, die RL-Temperaturen der FBH sind ganz unauffällig. FBH ganz abdrehen scheint mir nicht so viel Sinn zu machen, weil zwei Räume wenig aber doch als Wohnräume genutzt werden und auch über die KWL (in reduzierter Form) belüftet werden. Je kühler die Temperatur, desto problematischer wird die rel. Luftfeuchtigkeit.

Ad Lüftung: Von 9:00-24:00 auf Stufe 1 (160m3/h) und von 0:00-9:00 auf Stufe 2 (220m3/h). Die Temperaturen kontrolliere ich immer wieder, sie sind völlig unauffällig, Enthalpie-WT & Bypass funktionieren so wie sie sollen. Aktuell: Ab 22,2°C, Fort 10,5°C, Außen (= nach Kiesspeicher) 6,1°C, Zu 20,9°C.

Thermoputz ist nur außen. Die Decken sind mit Styrobeton-Abschluss. Das ist auch alles so ausgeführt, wie es im E-Ausweis berechnet wurde.

Was meinst Du mit "Übermauerung zum Dachboden"?

Oberflächentemperaturen werde ich noch mal prüfen.

Verfasser:
gutefrage
Zeit: 11.03.2020 09:44:19
0
2928922
Hallo Miss T,

hatte dich mal gefragt zum Umschaltventil fährt Deine Anlage gleitend zb. WW und Heizung. Oder geht geht Sie aus dann um und fährt wider an ?

Zur Leistung deiner Wp Warmwasserspeicher runterfahren. Speicher durchmischen lassen. Warmwassertemperatur aufschreiben Stromzähler notieren. Warmwasser hochfahren. Datenblatt zur AT vergleichen COP ermitteln. Ist ganz einfach.

Gruss Gutefrage

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 11.03.2020 09:45:05
0
2928923
Mit "Übermauerung zum Dachboden" ist die Mauer auf der oberen Decke bis zum Aufliegepunkt der Dachbalken gemeint, meist ist diese in 25 oder 30cm ausgeführt und zum (kalten) Dachboden hin nicht gedämmt und nicht verputzt (alte Bausünde)!

Verfasser:
MissT
Zeit: 11.03.2020 12:00:27
0
2929008
@gutefrage:
Was den Wechsel von Heizen auf WW-Bereitung betrifft, so entnehme ich dem Verlauf der VL, dass der Wechsel ohne einen Stopp dazwischen erfolgt. Was den Wechsel von WW-Bereitung retour auf Heizen betrifft, so entnehme ich dem Verlauf der VL, dass es hier schon einen Stopp dazwischen gibt. Das macht mMn auch Sinn, weil die VL ja am Ende der WW-Bereitung sehr hoch ist.

Was Deine Schilderung betreffend Warmwasserspeicher betrifft, so verstehe ich leider nicht den Sinn. In der MEL-Cloud werden Energieverbrauch und -produktion fürs WW separat angezeigt, WW wird in den letzten Wochen mit einem COP von durchschnittlich 2 bereitet. Ich sehe auch den Messwert des Fühlers (im unteren Drittel), kann aber nicht beurteilen wie schnell oder stark sich der Inhalt des WW-Speichers vermischt, wenn oben warmes Wasser entnommen und unten kaltes Wasser nachgefüllt wird. Ich verstehe auch nicht, was der Vergleich mit einem Mitsubishi-Datenblatt bringen soll, die ausgewiesenen COPs erreiche ich sowieso nie.

Verfasser:
gutefrage
Zeit: 11.03.2020 14:51:33
0
2929102
Hallo MissT,

das ist aber schade das die Energie in der wp verbleibt. Da ist die Frage wider hast Du ein Kugelventil mit L oder T Bohrung oder ein Tellerventil. Eine WW Erzeugung bei den AT sollte doch an Cop 3 mind. herankommen. Du sucht doch an deinem hohen Stromverbrauch. Wenn du den WW Speicher hochfährst kannst du doch den Cop wunderbar errechnen. Ladepumpe vorher auf dauer stellen Speicher durchmischen um 10 K hochfahren Strom messen ist doch ganz einfach .1,16 Watt p.K. mal Liter.

Gruss Gutefrage

Verfasser:
sunday747
Zeit: 11.03.2020 18:12:06
0
2929197
@MissT: So zumindest sieht es aus. Kann aber auch sein, dass es in Wirklichkeit so ist wie Hannes/esbg sagt nur das sich das nicht auf den Ausgang der PAC für den Verdichterstatus auswirkt. Dieser zeigt vielleicht nur die Heiztakte des Verdichters an, obwohl ich auch schon gesehen habe das bei Überhitzung der Verdichter für 3 Minuten ausgegangen ist. 49 Grad WW Soll und über 30 Grad Außentemperatur vertragen sich nicht immer gut.

Gruß
Frank

Verfasser:
40785
Zeit: 20.03.2020 21:03:22
0
2932870
Mal eine blöde Frage:

Warum schaltet meine Mitsubishi beim Abtauen manchmal die elektrische Zusatzheizung ein und manchmal nicht (siehe Bild)?



Was genau passiert bei der Restwärmeentfernung?

PS: Habe jetzt Zugriff auf die Detaildaten der Anlage über das Modbus-Modul 'Procon MelcoBEMS MINI (A1M)' und da ist mir diese Eigenart aufgefallen!

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Detailfragen zu Mitsubishi Zubadan Luft-WP
Verfasser:
40785
Zeit: 20.03.2020 21:03:22
0
2932870
Mal eine blöde Frage:

Warum schaltet meine Mitsubishi beim Abtauen manchmal die elektrische Zusatzheizung ein und manchmal nicht (siehe Bild)?



Was genau passiert bei der Restwärmeentfernung?

PS: Habe jetzt Zugriff auf die Detaildaten der Anlage über das Modbus-Modul 'Procon MelcoBEMS MINI (A1M)' und da ist mir diese Eigenart aufgefallen!
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