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Neubau + PV Anlage: was lohnt heutzutage sich wirklich?
Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 20.01.2020 11:23:18
0
2895154
Guten Morgen,

angelehnt an meinen Thread zum Hausbauen möchte ich parallel, euch, Profis, nach Tipps fragen.
Generell ist bei uns die PV Anlange kein Muss. Aber: wir werden mit einer Sole-Wärmepumpe heizen und mit einer zentralen KWL lüften. Theoretisch würde sich also eine kleine PV Anlage lohnen, vor allem wo wir jetzt neu bauen und die Anlage im Laufe der Baustelle somit einfacher installiert werden könnte.

Ich habe mehrere Angebote bereits angefordert und eines habe ich bereits mündlich erhalten. Demnach würde mich die Anlage netto 1050€/kWp kosten (eine bekannte Firma aus der Region). Dabei ist ein Rundum-Sorglos-Paket, also Anlieferung, Installation, Anschließen und Abnahme etc.
So wie ich bereits mitbekommen habe, ist das Angebot so in Ordnung, man könnte also zugreifen.

Nun frage ich mich: WENN wir uns für eine PVA entscheiden, welche Leistung sollen wir nehmen?
Das Dach ist relativ groß und hat mit Dachüberstand insgesamt etwa 13m Länge und etwa 6m Diagonale bei 20 Grad Dachneigung ohne Unterbrechungen durch bspw. Dachfenster oder Schornstein. Es gibt also Platz für eine größere Anlage. Die Dachausrichtung ist Süd-West, etwa 20 Grad nach Westen gedreht. Die Region hat relativ viel Sonnenstunden, da höher gelegen (560m ü.NN)
Was wäre bei unserem Dach überhaupt in etwa möglich (kWp)?

Rentieren sich heutzutage überhaupt solche großen Anlagen oder sollte man sich viel mehr auf Eigenbedarf konzentrieren und bspw. statt 20000€ in eine fette Anlage zu investieren, lieber auf eine kleinere mit z.B. 5-7kWp setzen und aus der Preisdifferenz lieber einen größeren Batteriespeicher anschaffen, um so möglichst viel vom eigenen Strom selbst zu verbrauchen?

Ich bitte um allgemeine Tipps, was heute noch rentabel oder am meisten sinnvoll ist.

Ich bedanke mich im Voraus für eure wertvolle Hilfe!

Verfasser:
mdonau
Zeit: 20.01.2020 11:35:39
4
2895163
Bei den Daten sollte das Ziel klar bei 30kWp
Liegen. Kfw40+ mitnehmen und einen kleinen
Speicher dazu (4-5kWh).

Mal ein grobes Beispiel:
30kWp zu 30.000€
Generiert in 20 Jahren schon bei fiktiver Volleinspeisung
43000€ Einnahmen, wenn man von mageren
800kWh/kWp ausgeht, die mit 9ct vergütet werden


Mit Eigenverbrauch wird das dann nur besser
Und man ist für den selbst verbrauchten Teil von Energiepreissteigerungen geschützt.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 20.01.2020 11:36:59
1
2895164
Mehr = besser.
Je größer die Anlage desto geringer der Preis pro kWp.
Dein Autarkiegrad wächst mit jeder kWp.
Die Amortisierung wird immer schneller.
Speicher lohnt nicht. (außer bei KFW40+)

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 20.01.2020 11:38:54
0
2895166
KfW mitzunehmen ist ausgeschlossen, habe ich vergessen zu sagen. Die Finanzierung steht schon seit letztem Jahr fest.

Danke.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 20.01.2020 11:41:02
2
2895167
... Speicher lohnt sich nur, wenn er nichts kostet ;)
Die aufgebohrte 40+ mit bis zu 120.000€ und 25% Tilgung
Lässt solches Spielzeug zu...

Dann ohne Speicher und Dach voll.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 20.01.2020 12:00:37
0
2895180
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Nun frage ich mich: WENN wir uns für eine PVA entscheiden, welche Leistung sollen wir nehmen?[...]


PV as much as possible, noch während des Hausbaus. Du hast bisher alles richtig gemacht mit Deinem Haus. Ich würde dazu noch einen Aufschlag bei der Bank holen, wenn die Finanzierung noch nicht abgeschlossen ist und das Portemonnaie wegen des Baus im Stress ist.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 20.01.2020 13:02:12
0
2895229
Finanzieren könnte man sowas auch über KfW, da gibt es gute Finanzierungsangebote für PV.

Verfasser:
crink
Zeit: 20.01.2020 13:23:34
1
2895246
Hi,

im Photovoltaikforum bekommst Du umfassendere Beratung.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 20.01.2020 13:23:54
0
2895248
Dach randvoll kaputt belegen.

- PV Module schützen deine Dachhaut und schützen durch Hinterlüftung vor Überhitzung im Sommer -> längere Lebensdauer Dach
- Anlagetechnisch ist Geld in erneuerbaren aktuell sehr lukrativ
- Nachrüsten ist überdurchschnittlich teuer
- so günstig wie beim Neubau mit Gerüst, vorgesehenen Leitungswegen usw wird es NIE wieder.

Speicher nur bei kfw40+.

Verfasser:
BayernSeppi
Zeit: 20.01.2020 13:30:53
0
2895256
Und lass dir von Solarteur nicht kleine PV+Speicher schönrechnen.
Ja, mit einer kleineren Anlage hast du weniger Eigenverbrauch und weniger %uale Rendite.

Wenn der Preis des Solarteurs in Ordnung ist (1050€ denk ich ist okay, wobei ich gedacht hätte ohne Gerüst usw müsste weniger gehen) dann steht auch komplett ohne Eigenverbrauch eine Rendite > Bankzinsen an. Also umso größer umso mehr ABSOLUTE Rendite.

Speicher nachrüsten wenn die Dinger billiger sind.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 20.01.2020 13:56:15
0
2895276
Das war erstmal das erste Angebot. Ich erwarte noch ein zweites Angebot von dem Handwerker meines BU.

Ihr tendiert also auch zu "Dach voll machen und ohne Speicher"?
Über Speicher habe ich gelesen, dass er sich so gut wie nie lohnt.

Danke euch!

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 20.01.2020 14:08:28
1
2895289
Hey,

wir haben gerade eine PV-Anlage mit Speicher bei unseren Neubau installieren lassen. Das PV-Forum hilft, aber Vorsicht, da gibt es teilweise klare Lager und das sollte man beim lesen Wissen. Meine persönlich Meinung ist:

1. PV jetzt aufs Dach, da das Gerüst etc. schon steht
2. Dach sol voll machen wie möglich (rät eigentlich jeder dazu)
3. Angeblich ist es nicht wirtschaftlich die Anlage zwischen 10-12kWp zu haben. Also entweder bis 10kWp, oder mehr als 12kWp. Da das für mich kein Thema war, habe ich mich nicht näher mit beschäftigt. Ist aber irgendwas mit der Steuer
4. Speicher und hier gibt es zwei Lager. Auch wenn wir einen haben, braucht man keinen. Aus rein wirtschaftlicher Sicht lohnt es sich nur, wenn du den Speicher nachts brauchst. Hier wird gern argumentiert, dass man ihn nicht braucht und wenn User dann ihre nächtlichen Verbräuche nennen, womit sich ein Speicher lohnen könnte, werden die Angaben angezweifelt. Ich versuch es einfach zu machen:
Hast du nachts keinen Verbrauch durch z.B. Kinder, PCs, Aquarium, etc. dann lohnt sich ein Speicher def. nicht. Ist dein Verbrauch nachts höher, weil du lange wach bist. Viel Licht hast etc. dann KANN sich ein Speicher lohnen. Einen Speicher kann man sich holen, wenn man unabhängig sein will etc.

Verfasser:
sklrep
Zeit: 20.01.2020 14:41:18
1
2895327
Wobei die Unabhängigkeit eher eine gefühlte ist. Ohne Netz kommt man nicht aus oder es wird extrem teuer (Winter = Dunkel = nur mit PV ist der Bedarf selbst bei großem Speicher kaum zu decken).

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 20.01.2020 14:44:48
0
2895330
Hallo JD.MKK,
wie viel kWp hast du installiert und was hast du gezahlt, wenn ich fragen darf?

Letzten Montag, als ich mit der ersten Firma telefoniert hatte und ihn nach "mit oder ohne Speicher" fragte, klang es auf mich auch eher nach "lass es mit dem Speicher vorerst sein". Er meinte zwar, die installieren immer mehr Anlagen mit Speicher, und ja, es kann sich u.U. lohnen, aber so wie es auf mich klang, sind sie heutzutage noch nicht wirklich rentabel und sind höchstens noch für das "+" am "KfW40" Abzeichen gut. Lieber mehr kWp und Einspeisen, das war auch seine Tendenz.

Was hat es mit diesen 10 und 12 kWp Grenzen auf sich?

Danke!

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 20.01.2020 14:56:11
1
2895341
Zitat:
->3,68kWp: bis hier muss keine Blindleistung bereitgestellt werden. Ab hier muss ein WR Blindleistung bereitstellen können. -> Vorgabe des Netzbetreibers in der Einspeisezusage

bis 4,6kVA kann man mit einphasigen WR arbeiten, wegen maximaler Schieflast der Netzphasen. (Einsatz dreiphasiger Wechselrichter oder kommunikative Kopplung dreier einphasiger Geräte für die Leistung, die 4,6 kVA pro Phase übersteigt)

>7kWp: ab hier wird man früher mit einer intelligenten Messeinrichtung beglückt. (eher unwichtig, kommt sowieso)

>10kWp: ab hier wird anteilig (derzeit 40%) EEG-Abgabe auf Eigenverbrauch erhoben, Vergütungsstufung

>13,8kVA: ab hier muss die Anlage Blindleistung im Bereich von -0,9->0,95 bereitstellen können
(unwichtig, können alle; siehe Einspeisezusage des Netzbetreibers)

>30kVA: ab hier wird in 99% der Fälle ein NA-Schutz erforderlich -> TAB Netzbetreiber, Ende Wahlbereich für Funkrundsteuerempfänger oder 70% hart/weich am Netzverknüpfungspunkt

>40kWp: Vergütungsstufung

>100kWp: Pflicht zur Teilnahem an der Direktvermarktung und Vergütungsstufung, Funkrundsteuerempfänger oder Fernwirkanlage verpflichtend (Ergänzung zu den TAB -> Netzbetreiber)

>750kWp: Pflicht zur Ausschreibung, Ende der Vergütungsstufung

> 30kWp ferngesteuerte Reduzierung der Einspeiseleistung z.B. durch Rundsteuerempfänger. Bei kleineren Anlagen kann stattdessen die Einspeiseleistung am Verknüpfungspunkt* auf 70% zu reduzieren.

* Sensor für 70% darf vor ALLE Verbrauchszähler an die Hauszuleitung angeschlossen werden auch wenn z.B. ein Mieter einen eigenen Zähler mit Vollversorgung durch ein EVU hat.


Mal aus dem PV Forum Zitiert.
Durch die 40% EEG Umlage ab 10kWp lohnt es sich dann erst wieder ab 12kWp.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 20.01.2020 15:04:53
0
2895351
Oder gleich bei 10kWp aufhören, oder?
Davon hat der Mann am Telefon auch was gesprochen.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 20.01.2020 15:40:30
1
2895380
Warum aufhören? Du kommst doch ganz locker über die 12kWp drüber.
Wie gesagt wird das kWp immer billiger umso mehr du drauf baust.
Du hast Einmalkosten wie Wechselrichter, Gerüst, Elektriker,...Umso mehr kWp du drauf baust umso weniger wirken sich diese aus. Der Ertrag steigt aber linear mit jedem kWp und somit amortisiert sich die Anlage früher.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 20.01.2020 15:44:11
2
2895383
Wenn du auf dein Dach (freie, ungestörte Fläche) wirklich an die 30kWp bauen kannst, dann hörst du bitte nicht bei 10kWp auf!

Verfasser:
mdonau
Zeit: 20.01.2020 16:13:23
0
2895403
Das Thema sind die Grenzkosten:
Wechselrichter 10kW kostet 2000€
25kW kostet 2800€
Der Montageaufwand ist identisch.
Baustelle einrichten, Planung, Anmeldung usw. Alles gleich,
ob 10,20 oder 30kWp.

Bei einem Angebot von 1050€/kWp für 10 kWp
Sollte man bei 30kWp Richtung 900€/kWp kommen.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 20.01.2020 16:39:55
1
2895421
Vielen Dank euch allen!
Ich fordere dann noch ein offizielles Angebot über 29,9kWp an.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 13.02.2020 18:28:24
0
2913715
Mittlerweile ist das erste Angebot ins Haus geflattert.
Leistung: 9,75kWp, Module 11000€ netto inklusive allem.

Module:

- Heckert Solar PV-Modul NeMo 2.0 60M 325 30,00 Stück, 100% Made in Germany, monokristallin, 325Wp (+4,99 Wp), 1670 x 1006 x 38 mm, 18,3 kg, 11 Jahre Produktgewährleistung, 10 Jahre 90% Leistungsgewährleistung, 25 Jahre 80% Leistungsgewährleistung

Was meint ihr zu diesem Angebot?

Danke :)

Verfasser:
mdonau
Zeit: 13.02.2020 18:36:58
2
2913716
Die Richtung ist gut, im Neubau sollte das noch etwas günstiger sein. was kostet die Vollbelegung?

Paul hat die Vorteile einer großen PV hier recht deutlich
Klar gemacht.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 13.02.2020 18:41:54
0
2913718
Jetzt lässt du es mal auf 30kWp erweitern. Dann fallen einige einmalkosten weg und es wird pro kWp billiger. Rendite steigt damit.
Ich liege bei 100% Eigenleistung bei ca 15k€ für 20kWp. Also dein Angebot ist von okay, aber wie gesagt wird es mit mehr am Ende billiger.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 13.02.2020 19:28:17
0
2913730
Das Haus ist 11,8x9,5m groß und hat 20 Grad Dachneigung (Satteldach). 29,9kWp sollen bei der Dachfläche nicht möglich sein.
Wegen Vollbelegung habe ich angefragt, warte nun auf die Rückmeldung.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 13.02.2020 19:37:29
0
2913736
Nein, auf 30 komme ich auch nicht. Aber 20 sind drinne :)
Oben hattest du noch 13x6m pro Seite geschrieben.
Sind die Maße mit überstand oder ohne?

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Neubau + PV Anlage: was lohnt heutzutage sich wirklich?
Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 13.02.2020 19:37:29
0
2913736
Nein, auf 30 komme ich auch nicht. Aber 20 sind drinne :)
Oben hattest du noch 13x6m pro Seite geschrieben.
Sind die Maße mit überstand oder ohne?
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