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Leistung der zukünftigen Wärmepumpe am bisherigen Ölverbrauch berechnen.
Verfasser:
mario7709
Zeit: 24.01.2020 16:51:40
0
2898404
Hallo, ich habe momentan eine Ölheizung und möchte umsteigen auf eine Luft-Wärmepumpe da ich den Ölkeller benötige und die Fördermöglichkeiten gut sind.
Ergänzend kommt eine PV-Anlage auf das Dach.
Vor einigen Jahre ist das Haus größtenteils energetisch saniert worden. (Dämmung / Fenster)

Nun habe ich im Internet eine Formel gefunden mit der ich mithilfe meines Ölverbrauchs die Größe einer Wärmepumpe ermitteln kann.
2200L (Ölverbrauch) : 250L * 0,9 = 7,92kw
Die 0,9 bildet den Wirkungsgrad der Heizung ab. Wenn ich den auf 1 lasse wäre ich bei 8,8kw.
Ich Frage mich ob das so richtig sein kann, hat doch die verbaute Heizung eine Nennleistung von 25kw. Die energetische Sanierung hat nach dem Einbau der Heizung stattgefunden.

Die Daten:
Durchschnittlicher Heizölverbrauch 2200L/Jahr
Wohnfläche gesamt 350qm, 2 Parteien (wovon 100qm kaum geheizt werden)
Heizung: Rotex A1 B0 27 inline Nennwärmeleistung 25kw, eingebaut 2006
Vitosol 200 Röhrenkollektoren auf dem Dach (etwa 4qm groß)
Zusätzlich wird sporadisch im Winter mit einem Kachelofen und einem Kaminofen dazugeheizt.

Vielen Dank

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 24.01.2020 16:59:11
1
2898408
In deinem Fall kannst Du die Formel nicht so ohne Weiteres anwenden, da der Ölverbrauch der aktuellen Heizung geschmälert wird durch

-die thermische Solaranlage und
-der Kaminofen

Wenn dann noch eine Teilbeheizung des Hauses dazu kommt -also, wenn nicht immer alle beheizbaren Räume auch beheizt oder zumindest temperiert werden- dann isses mit der Formel eh Essig.

Hier im Forum hat sich die sogn. Schweizer Formel für eine Abschätzung der Heizlast auf der Basis des Brennstoffverbrauchs gut bewährt. Auch die setzt aber eine Vollbeheizung des Hauses voraus. "Eingepreist" werden muss dann noch der Holzverbrauch für den Kaminofen und der Beitrag der Solaranlage.

Ist das eine Solaranlage nur für Warmwasser oder eine für Warmwasser und Heizungsunterstützung?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 24.01.2020 17:00:08
1
2898409
Ja, das kommt hin. Die alten Brenner sind in der regel hoffnungslos zu gross dimensioniert. Hat ja auch das gleiche gekostet, bzw. war unter 20kW garnicht zu haben. Texlahomas Korrektur für Solaranlage und Kachelofen ist korrekt, aber "sporadisch" deutet auf eine kleine Korretur hin, und 90% Wirkungsgrad passt mehr für einen Brennwertkessel als für ein älteres Modell (welches von beiden hast Du? kenne nicht jedes Produkt, und bin zu faul zu suchen...)

Verfasser:
schorni1
Zeit: 24.01.2020 17:03:58
0
2898411
Heizung: Rotex A1 B0 27 inline

IST ein Brennwertkessel, genannt "Das Ei"

Verfasser:
HFrik
Zeit: 24.01.2020 17:10:29
2
2898412
Danke Schorni, dann passen die 0,9.

Verfasser:
mario7709
Zeit: 24.01.2020 18:05:50
0
2898444
Vielen Dank für Eure Hinweise, das hilft mir sehr.

Was hat denn eine zu groß gewählte Heizung für Folgen? Nur den höheren Anschaffungswert?

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 24.01.2020 18:14:47
0
2898450
Mit "sporadisch" kann man nix anfangen.

2 RM Buchenholz /a sind da schon deutlich konkretere Angaben ;-) Ebenso, wenn geklärt wäre, ob die STA eine nur für WW oder eine für HU und WW ist.

Für 1 RM Buchenholz setzt Du etwa 160 l Öl an, nach der reinen Lehre rechnet man mit 200 l, aber ein Kaminofen hat nun mal eher bescheidenere Wirkungsgrade.

Für eine STA für WW rechnest Du etwa 7-8 % des Jahresölverbrauchs dazu und für eine WW + HU-Anlage würde ich mal zwischen 15-20% des Jahresölverbrauchs bei der Kollektorfläche ansetzen.

Verfasser:
Chrashi
Zeit: 24.01.2020 18:42:16
0
2898469
Die STA würde ich gar nicht mit einrechnen. Im Kernwinter trägt sie sehr wenig zur HU geschweige denn WW bei. Und in den Übergangszeiten Hat die WP noch Reserven um den STA-Betrag zu kompensieren.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 24.01.2020 18:45:10
2
2898470
Die STA schmälert den Ölverbrauch, ergo ist sie bei einer Heizlastabschätzung auf der Basis des Jahresverbrauchs sehr wohl mit "einzupreisen".

Verfasser:
mario7709
Zeit: 24.01.2020 18:57:18
0
2898480
Die STA hilft beim WW und bei der Heizungswärme. Sie sitzt auf der Südöstlichen Dachseite und ist ja auch nicht sehr groß.
Verheizen tun wir vielleicht 1,5 Raummeter Mischholz aus eigenen Beständen im Jahr.

Wenn ich ein Wenig Sicherheit haben möchte, wegen der bisher kaum geheizten 100qm sollte die neue Heizung also eher 10Kw als 8Kw haben denke ich.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.01.2020 18:57:25
1
2898481
Zitat von mario7709 Beitrag anzeigen
Was hat denn eine zu groß gewählte Heizung für Folgen? Nur den höheren Anschaffungswert?
Bei Wärmepumpentechnik sorgt Überdimensionierung in der Regel für Ineffizienz und schnelleren Verdichtertod!

Ein paar Informationen zum Thema beispielsweise auf folgend verlinkter Seite: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Wie_finde_ich_die_ben%C3%B6tigte_Heizleistung_heraus%3F

Verfasser:
Chrashi
Zeit: 24.01.2020 18:59:37
0
2898483
Genau genommen natürlich, aber da finde ich die Berücksichtigung einer vorhandenen oder zukünftig möglichen EVU-Sperre schon wichtiger.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 24.01.2020 19:13:28
1
2898488
Na, dann rechnen wir mal:

2200 HEL/a
1,5 RM mit ca. 240 l/a
STA mit 15% von 2200 l/a ~330 l/a

Macht 2770 l für ein teilbeheiztes Haus. Die alte Schweizer Formel ergibt hier etwa 9 kW. Die aktuell nicht beheizten und bestenfalls temperierten 100 m² schlagen bei einer Gesamtfläche von 350 m² mit ca. Faktor 0,2 zu Buche.

Macht dann 2200l/a * 0,2 = 440 l/a, lass' es 400 sein.

Macht dann in Summe ~3200 l/a oder ca. 10,7 kW.

Man würde dann wahrscheinlich auf eine 8-9 kW-Maschine gehen.

Andere Meinungen?

Verfasser:
solerling
Zeit: 24.01.2020 19:25:40
1
2898494
Zitat von mario7709 Beitrag anzeigen
Die STA hilft beim WW und bei der Heizungswärme. Sie sitzt auf der Südöstlichen Dachseite und ist ja auch nicht sehr groß.
Verheizen tun wir vielleicht 1,5 Raummeter Mischholz aus eigenen Beständen im Jahr.

Wenn ich ein Wenig Sicherheit haben möchte, wegen der bisher kaum[...]


Mit welchen Vorlauftemperaturen läuft Deine Heizung z.B. bei 0°AT bzw. Rücklauftemperatur..?
Je niedriger desto besser.

Viele Grüsse

Verfasser:
micha_el
Zeit: 24.01.2020 19:32:59
0
2898503
Um die Berechnung aus der Schweizer Formel zu verifizieren würde ich das Haus 3-5 Tage ohne Nachtabsenkung durchheizen.
Dann an einem trüben Tag mit möglichst durchgehend unter 0 Grad mit einer Stoppuhr in den Keller stellen und an Hand des Einschalt-Verhältnisses des Brenner und den 25kw die nötige Leistung bei z.B. -2 Grad errechnen.

Und das dann auf die zu erwartenden NormAT umrechnen.

Verfasser:
mario7709
Zeit: 24.01.2020 19:34:55
0
2898505
Mit welchen Vorlauftemperaturen läuft Deine Heizung z.B. bei 0°AT bzw. Rücklauftemperatur..?
Je niedriger desto besser.


Bisher war die Vorlauftemperatur der Heizung auf 72 Grad eingestellt.
Mit dem Wunsch zum Wechsel zur Wärmepumpe habe ich die Vorlauftemperatur durch unseren Heizungsbauer auf 50 Grad absenken lassen. Wir hatten jetzt einige recht kalte Nächte mit klaren Minuswerten. (-5, -8, -3 usw.) Tagsüber um die Null Grad.
Ich wollte wissen ob der Einsatz der Wärmepumpe überhaupt gut möglich ist. Wir haben durch die Absenkung der Vorlauftemperatur im Haus keinen Unterschied feststellen können. Einige Heizkörper nutzen wir nach wie vor gar nicht.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.01.2020 19:40:06
0
2898510
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
... würde dann wahrscheinlich auf eine 8-9 kW-Maschine gehen.

Andere Meinungen?
Ich persönlich würde zwei vollmodulierende 5 kW Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblocks vom Typ Panasonic WH-MDC05H3E5 (a' 2.300 Euro) als Kaskade installieren und die Heizstäbe beider Maschinen nicht abklemmen!

Zitat von mario7709 Beitrag anzeigen
Bisher war die Vorlauftemperatur der Heizung auf 72 Grad eingestellt.
Mit dem Wunsch zum Wechsel zur Wärmepumpe habe ich die Vorlauftemperatur durch unseren Heizungsbauer auf 50 Grad absenken lassen ...
Ihr solltet alle Heizkörper nutzen ... Stichwort TA (https://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/2711/Thermischer-Abgleich) ... dann wird sicherlich noch ein wesentlich geringeres Heizwassertemperaturniveau möglich sein!

Verfasser:
mario7709
Zeit: 24.01.2020 19:51:47
0
2898513
Vielen Dank Euch allen.
Ich möchte dem Heizungsbauer nicht so blind vertrauen.
Nun bin ich gespannt was er mir vorschlägt.

Zur Heizungswahl möchte ich mich gerne noch einmal melden, aber dann mit einem eigenen neuen Thema.

Verfasser:
Habedere
Zeit: 24.01.2020 22:47:31
0
2898600
Zitat von micha_el Beitrag anzeigen
Und das dann auf die zu erwartenden NormAT umrechnen.[...]

Das funktioniert dann wie am besten?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 24.01.2020 23:09:06
1
2898607


Bisher war die Vorlauftemperatur der Heizung auf 72 Grad eingestellt.
Mit dem Wunsch zum Wechsel zur Wärmepumpe habe ich die Vorlauftemperatur durch unseren Heizungsbauer auf 50 Grad absenken lassen.


Von WAS erzählst Du denn DA??? Das ist doch nicht fix!

Die Anlage hat doch eine außentemperaturabhängige Regelung der Kessel/Vorlauftemperatur nach der HEIZKURVE !!

An DER siehst Du doch genau bei welcher Außentemperatur welche Vorlauftemperatur erzeugt wird, das ist ja ein Diagramm.


hat doch die verbaute Heizung eine Nennleistung von 25kw.


DAS ist ein Papierwert! Die tatsächliche Leistung ergibt sich aus der Brennerleistung und dem Abgasverlust.

Die Brennerleistung ermitteln wir aus den Angaben der verwendeten Öldüse und dem eingestellten Öldruck. Diese Angaben findest Du in einer Wartungstabelle an der Wand oder am Kessel oder in der Tabelle der Anlagenunterlagen oder auf einem Aufkleber auf dem Kessel. Ein GUTER Heizi dokumentiert das gewissenhaft!

Der Abgasverlust ist aus einem der beiden letzten Schorni-Messbescheinigungen oder dem Kesselaufkleber des Heizis zu entnehmen.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 25.01.2020 00:06:06
1
2898627
Zitat von mario7709 Beitrag anzeigen
Mit welchen Vorlauftemperaturen läuft Deine Heizung z.B. bei 0°AT bzw. Rücklauftemperatur..?
Je niedriger desto besser.


Bisher war die Vorlauftemperatur der Heizung auf 72 Grad eingestellt.
Mit dem Wunsch zum Wechsel zur Wärmepumpe habe ich die Vorlauftemperatur[...]



Und so rotieren die Zahlen.

Wenn du wirklich einen 72 Grad Konstanttemperaturkessel im Keller hast, kannst du gerne mal 50 % deines Ölverbauchs auf "Schornsteinbeheizung" schieben.

Ups... ich weiß das ich nichts weiß :-D

Nein im Ernst.. Ich habe auch einen 65 Grad Konstanttemperaturtrümmer geerbt und mit einer neuen Regelung den seit 15 Jahren feststehenden Verbrauch von 2400 - 2600l Heizöl auf 1400 L runtergefahren.

Dach / Fenster / Dämmung ist alles später gekommen... und aktuell taktet sich eine 7 kW Wärmepumpe hin und her :-D


Also am besten Auslastung messen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 00:17:38
0
2898630

Wenn du wirklich einen 72 Grad Konstanttemperaturkessel im Keller hast, kannst du gerne mal 50 % deines Ölverbauchs auf "Schornsteinbeheizung" schieben.


Kann es an sich seit 1980 etwa NICHT mehr neu geben !


Edit: nachgelesen, er hat ja den Rotex Boah Ehy A1 Öl-Brennwertkessel, der HAT eine Regelung

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 25.01.2020 11:26:32
2
2898779
...und damit ist klar, dass die Schweizer Fomel hier durchaus ansetzbar ist, da der Ölbrennwerter so niemals nicht als Brennwerter gelaufen ist.

@mario
Wenn das mit einer WP was werden soll, musst Du mit der Vorlauftemp weiter runter. Ließ' Dich mal in die Bedienungsanleitung Deines Kessels und der Regelung ein. Und reduziere dann die Heizkurvenneigung bei voll geöffneten Thermostatventilen so lange, bis es in einnem Raum nicht mehr warm genug wird, dann die Neigung wieder leicht erhöhen und die TV zurück auf Raumwunschtemp.

Dann siehst Du klarer.

Für eine WP sollte die erforderliche Systemtemp nicht über 55/45/20, besser nicht über 50/40/20 liegen. Wenn Du bei den aktuellen Temperaturen schon 50°C VLT benötigst, um die Bude warm zu bekommen, kannste das Thema WP IMHO getrost vergessen.

Die frisst Dir dann die Haare vom Kopf!

Verfasser:
micha_el
Zeit: 25.01.2020 17:20:46
3
2899012
Zitat von Habedere Beitrag anzeigen
Zitat von micha_el Beitrag anzeigen
[...]

Das funktioniert dann wie am besten?



Wenn ich meine Auslastungsmessung z.B. an einem durchgehen trüben Tag mit etwa 0 Grad gemacht habe und da 6 KW herausbekommen habe.
20 Grad RaumT und 0 Grad AT = Delta T 20K
Meine NormAT -16 Grad sind
Delta T bei NormAT sind dann 36K
36K/20K = 1,8
Dann wäre das eine Spitzenleistung von 6*1,8 10,8KW =

Es stellt sich die Frage ob man die Auslegung auf -16 Grad machen will.
Bei mir wird es zwar alle paar Jahre mal so kalt.
Das ist aber dann nur Nachts mal für 6-8 Stunden.
Wenn es so kalte Tage gibt, ist es meist schönes Wetter, klarer Himmel und deswegen unter Tags eher um die -10 Grad und sonnig.
Durch die solaren Gewinne unter Tags und durch die Dämpfung des Mauerwerks muss man aus meiner Sicht nicht unbedingt für diesen worst Case planen.
Wenn das alles Jubeljahre 3 Nächte im Jahr sind, muss zur Not der Heizstab einspringen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 17:31:47
0
2899023
dito. Eben! genau SO!

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Leistung der zukünftigen Wärmepumpe am bisherigen Ölverbrauch berechnen.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 17:31:47
0
2899023
dito. Eben! genau SO!
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