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Luftwärmepumpe/Erdwärmepumpe oder doch Gas
Verfasser:
turbovr
Zeit: 25.01.2020 07:29:13
0
2898670
Hallo liebes Forum,

da ich die letzten Stunden verbracht habe mich zu belesen aber leider keine genauen Informationen bekommen habe eröffne ich jetzt ein eigenen Thread.

Und zwar, Wir sind gerade dabei ein Haus zu planen, es wird eine Stadtvilla mit Einliegerwohnung, Wohnfläche ca 220 qm. Fußbodenheizung auf beiden Etagen. Jetzt bin ich mir doch unsicher welche Energiequelle genommen werden soll, vor und Nachteile haben ja alle.

Was aufjedenfall verbaut werden soll ist eine PV Anlage mit 10kwp + Speicher.

Infrage kommen kommen ja nur Gas-Therme, Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe.

Vor und Nachteile:

Gas-Therme:

Der Vorteil wäre der günstige Einbau der Therme, der sparsame Verbrauch. Durch die PV würde ich zusätzlich eine Heizstab im Wasserspeicher einbauen um das Wasser zu erwärmen.

Nachteil: Die Gasleitung liegt zwar an der Straße müsste aber ca 30 m zum Haus verlegt werden, Anschlusskosten zwischen 2000-3500€.
Abhängig von Gaspreisen.

Luftwärmepumpe:

Der Vorteil wäre den erzeugten Strom für die LWP zu nutzen. Preislich warte ich noch auf ein passendes Angebot. Kein Gasanschluss.

Nachteil: Der unschöne Kasten der im Garten steht, Geräusche der Ventilatoren. Im Winter zusätzlicher Stromverbrauch da die PV nicht voll Produziert. Haltbarkeit/Wartungskosten

Erdwärmepumpe hat die Vorteile wie die Luftwärmepumpe, zusätzlich kein Kasten im Garten

Nachteile: Teure Installationskosten durch Tiefenbohrungen. Im Winter zusätzlicher Stromverbrauch. Haltbarkeit/Wartungskosten?


Da meine Frau und ich Freunde des Kamins sind und wir jeden Tag den Kamin nutzen,wollen Wir im Haus auch ein Kamin einbauen. Der soll aber Wasserführend sein um mit der Wärme noch zusätzlich den Wasserspeicher zu erwärmen.

Was meint ihr, in Hinblick auf die kommenden Jahre, keiner weiß wo die Preise hingehen. Welche Heizquelle würde am effizientesten bei uns sein?

Danke für eure Antworten.

Gruß Stephan

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 25.01.2020 07:57:57
0
2898675
Ähnliches ist hier im Forum mehrfach in verschiedenen Threads durchgekaut worden.

Wer bei Neubau in 2020 auf Gasverbrennung setzt hat die Zeichen nicht erkannt!

Idealfall wäre eine Erdwärmequelle in Form eines Ringgrabenkollektors zu erschließen, um daran eine vollmodulierende Sole-Wasser-Erdwärmepumpe anbinden zu können.

Die wichtigsten Informationen dazu sind unter den verschiedenen Punkten auf folgend verlinkter Seite nachzulesen:

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 25.01.2020 08:11:32
0
2898680
ERDWÄRME allemal. Ob die vorgeschlagene Lösung den 'Idealfall' darstellt bezweifele ich mal, da es wirtschaftlichere Optionen für die Nutzung der Erdwärme gibt!
Hier kannst Du Dich über eine besondere Technik schlaumachen: www.pro-dx.de
Ich verfüge über Erfahrungswerte eines Hauses (bewohnt seit 3 Jahren) in der Kombination PV (9,9 kWp) Batteriespeicher, Elektrocloud und Wärmepumpe.
Ergebnis: der Bauherr hat mehr Strom produziert als er für den Betrieb seines Hauses (incl. Wärmepumpe) benötigte!!
Etliche Angaben zu Deinem Haus fehlen aber um eine exakte Betrachtung durchzuführen. Als da wären z.B. WO wird gebaut? Wie groß ist das Grundstück? Sind umfangreiche Eigenleistungn geplant? Wieviele Personen werden das Haus bewohnen? Hast Du Dich über die neuesten bafa-Förderungen informiert?
Kurt

Verfasser:
psy.35i
Zeit: 25.01.2020 08:23:53
2
2898685
Hallo Stephan,
Nutze die Zeit und lies hier viel im Forum, auch das Photovoltaikforum kann ich empfehlen.
Steht einiges an totalem Quatsch in deinem Beitrag.

Verfasser:
Chrashi
Zeit: 25.01.2020 08:46:24
1
2898691
Zitat von turbovr Beitrag anzeigen
Da meine Frau und ich Freunde des Kamins sind und wir jeden Tag den Kamin nutzen,wollen[...]


Und das wird sich vermutlich auch nach ein paar Jahren relativieren, spätestens wenn die ersten Wehwehchen kommen, hat man keine Lust mehr, das Holz zu schleppen. Holz Vorrat muss man ja auch irgendwo haben.

Und 1 m vor die WP könnte man bestimmt eine Hecke pflanzen, dann ist der Kasten weg und dürfte auch Schalltechnisch ‘weg’ sein.

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 25.01.2020 09:59:00
2
2898725
nee psy, ein ratsuchender Bauherr stellt seine Ideen bzgl. nachhaltiger und wirrtschaftlicher Heiztechniken vor und bittet um Ratschläge. Als 'totalen Quatsch' kann man das absolut NICHT bezeichnen.
Anstandshalber könntest Du aber mal sagen, was Du als Quatsch ansiehst - ist sicher interessant.
Man sollte die Besucher des Forums ernst nehmen und nicht von oben herab abbügeln - ist kein guter Stil.
Kurt

Verfasser:
Bramme
Zeit: 25.01.2020 10:14:03
8
2898731
Zitat von DV-Gergen Beitrag anzeigen
Ich verfüge über Erfahrungswerte eines Hauses (bewohnt seit 3 Jahren) in der Kombination PV (9,9 kWp) Batteriespeicher, Elektrocloud und Wärmepumpe.
Ergebnis: der Bauherr hat mehr Strom produziert als er für den Betrieb seines Hauses (incl. Wärmepumpe) benötigte!!

Dafür braucht man aber weder Speicher noch Cloud, die Ausgabe kann man sich sparen.

Verfasser:
turbovr
Zeit: 25.01.2020 10:39:26
0
2898746
Das Haus wird in Brandenburg/Havel bebaut.

Wohnfläche wie bereits erwähnt ca 220qm. Gemauert mit 36,5 Poroton T9.
Fenster 0,6UG.
Das Grundstück hat 1250qm( 450qm Grünfläche)
Personenanzahl Max.6

Eigenleistung, innen Maler arbeiten, außen wird alles selber gemacht.

BAFA Förderungen werde ich mich heute Abend mit befassen.

Stephan

Verfasser:
sgulond
Zeit: 25.01.2020 10:42:26
5
2898749
Nimm eine Erdwärme WP mit Ringgrabenkollektor, wenn Du auf dem Grundstück Platz für einen Ringgraben hast.
Zuerst eine gute Berechnung der Heizlast.
Dann eine modulierende WP mit einem möglichst breiten Modulationsbereich mit effizientem Lauf im unteren Modulationsbereich, da sie mindestes 2/3 der Heiztage im unteren Modulationsbereich laufen wird.
Wenn du gerne den Pyromanen spielst dann nimm am besten einen Specksteinofen oder sonst einen Kamin aber ohne Wassereinsatz!
Die Temperaturen vom Wassereinsatz passen absolut nicht zu einem modernen Heizsystem und würden einen Speicher benötigen der nur kostet, Platz verschwendet und vor allem dauernd die Effizienz der WP herabsetzt.
Die WP direkt an ein effizientes Fussbodenheizsystem mit viel Rohr / m2 Boden.
Der wasserführende Kamin war das erste was ich bei uns rausgeschmissen habe nachdem ich das haus gekauft hatte, Wurde durch einen finnischen Specksteinofen ersetzt, den ich nicht mehr hergeben würde. Der heizt mir im Notfall das ganze Haus.
Eine gut dimesionierte Sole WP läuft lange Jahre ohne Probleme. Unsere 1, WP hats fast 40 Jahre gemacht ohne Reparatur oder Service.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 25.01.2020 10:44:59
10
2898752
Das Konzept das du geplant hast ist sehr teuer - ganz gleich welche der Varianten - und energetisch suboptimal.

PV: ich bin absoluter PV-Fan, habe selbst 2 Anlagen mit zusammen 57 kW.
Mach drauf was geht, wenn deutlich mehr drauf geht als 10 kW dann mach das Dach voll.
Speicher ist derzeit noch wirtschaftlicher wie energetischer Irrsinn. Wenn der nicht durch bessere Förderung komplett finanziert wird lass ihn weg. Entgegen der "Rechnungen" der Hersteller kannst du mit dem Speicher so gut wie keinen Überschuss im laufenden Betrieb erwirtschaften, weil du allein zwischen 20-30% Verluste einkalkulieren musst und weil du einen Teil dieser Verluste teuer als Netzstrom beziehen musst für Erhaltungsladungen und Standby.
Was man schon gar nicht macht ist PV-Strom mit einem Heizstab zu verbraten - dafür gibt es doch die Wärmepumpe.

Wasserführender Kaminofen nein. Der macht die Anlage erstens sehr teuer und macht außerdem Probleme im Zusammenspiel mit der Wärmepumpe. Die WP will so lau wie möglich und ohne Puffer, der Holzofen will über 60° und braucht einen Puffer. Das ist sehr ungünstig und verschlingt viel Platz und Geld.

Zu Gas will ich nicht viel schreiben - macht man nicht mehr in 2020, schon gar nicht in einem Neubau.

Mein Rat wäre: lass den PV-Speicher weg und statt eines wasserführenden nimm einen normalen Kaminofen oder einen Pelletofen. PV so groß wie geht. Es ist meilenweit wirtschaftlicher ein Norddach mit PV zu belegen als in einen Speicher zu investieren. Größere PV erhöht auch den Eigenverbrauchsanteil. Bei Regenwetter bringt ein Norddach so viel wie ein Süddach.

Lese gerade du hast genug Platz für einen Grabenkollektor- Jackpot. Für < 1.000 Euro Material und 1.000 Euro Baggerkosten bekommst du eine exzellente Wärmequelle für eine Sole-WP.

Mit einer modulierenden Sole-EWP bekommst du einen sehr niedrigen Stromverbrauch für das Haus, kannst zusätzlich passiv kühlen bei Bedarf. Durch die Modulation erhöhst du übrigens den Eigenverbrauch von PV-Strom deutlich.

Grüße
Frank

Verfasser:
psy.35i
Zeit: 25.01.2020 19:47:18
1
2899171
Zitat von DV-Gergen Beitrag anzeigen
nee psy, ein ratsuchender Bauherr stellt seine Ideen bzgl. nachhaltiger und wirrtschaftlicher Heiztechniken vor und bittet um Ratschläge. Als 'totalen Quatsch' kann man das absolut NICHT bezeichnen.
Anstandshalber könntest Du aber mal sagen, was Du als Quatsch ansiehst - ist sicher[...]

Frank hat alles gesagt

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 26.01.2020 09:22:07
0
2899409
Hi Stephan.
Der Feststellung von fdl 'wirschaftlicher und energetischer Irrsinn' widerspreche ich, da die FAKTEN eine ganz andere Sprache sprechen.
Nur die Tatsache dass man etwas nicht versteht heißt noch lange nicht, dass es einen wirtschaftichen und eneregetischen Sinn ergibt!
Dazu gibt es aber andere Foren oder websites um sich detailliert zu informieren. Einfach mal im Ihternet suchen unter Elektrospeicher und Energiecloud - da wirst Du fachmännische Infos bekommen.
Kurt

Verfasser:
mdonau
Zeit: 26.01.2020 09:52:31
2
2899426
Mein Speicher ist verlustfrei und die Grenzkosten sind
0.
Nennt man Girokonto.
Man baut keine PV, um sich unabhängiger von Strompreisen zu machen um dann einen überteuerten Speicher samt Bindung an einen Anbieter zu haben.
Ob nun Shell/Sonnen oder EnBW/Senec,
man ist völlig der Preisgestaltung des Anbieters ausgeliefert.

Wie gut diese Systeme funktionieren sieht man immer wieder:
Sonnen
Senec

Selbst Premiumhersteller wie Mercedes verkaufen Schrott

Und ganz Kapitaler Verlust von ca. 20.000€ mit caterva

So mancher würde sich nach Kenntnis aller Fakten gehen einen Speicher entscheiden

Wer bewusst aus Spieltrieb einen haben will, nur zu.
Einen finanziellen Vorteil erzielt man in den wenigsten
Situationen. Sagt auch die Verbraucherzentrale.

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 26.01.2020 10:30:13
0
2899451
wir reden offenkundig von unterschiedlichen Installationen.
Wenn ich nachweise, dass mein Kunde im Jahr 2018/2019 eine Strom-Rückvergütung von senec bekommen hat (trotz DV-Wärmepumpenverbrauch!!) so sind das FAKTEN. Natürlich handelt es sich dabei NICHT um einen Blei-Akku (ist ja wohl aus der Mode) INFORMIEREN - das ist die Zauberformel, keine Gerüchte oder falsche Vergleiche.
Ich habe die Detailkurven von den ganzjährigen Verbräuchen meines Kunden.
Fazit: er hat mehr produziert mit seiner 9,9 kWp-Anlage als er im ganzen Jahr an Strrom verbraucht hat. Was dann der Vorschlag soll soviel als möglich an PV aufs Dach zu installieren versteht kein Fachmann..
Kurt

Verfasser:
mdonau
Zeit: 26.01.2020 10:41:12
3
2899460
Der Grund so viel PV wie möglich zu montieren
Ist auch nur ein wirtschaftlicher.
Für 10000€; bekommt man statt speicher weitere 10kWp
Die erzeugen selbst auf mancher suboptimaler Fläche
6000kWh jährlich. Macht 600€ oder 2000kWh Netzbezug.
Kein Ausfallrisiko des Speichers, weniger Ressourcen
Eingesetzt, mehr Strom produziert.
Alle bis auf speicher Hersteller und Verkäufer gewinnen.

Den höheren Eigenverbrauch (direkten)
noch nicht berücksichtigt!

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 26.01.2020 10:44:04
1
2899463
Die Aussage erzeugt mehr Strom als benötigt ist doch nichts besonderes.


Wir haben ne 9,85kWp PV Anlage in einem kfw60 haus.
Und ne wenig effiziente Luft wp (JAZ 2,5-2,9).

Die Anlage erzeugt etwa 9000kWh.
Wir benötigen inzwischen aufgrund eines sich anbahnenden WP schaden ein verbrauch von 8.000kWh.
Viel zu viel ...

Haushalt hat da einen Anteil von ca. 3000kWh.
4 Personen Haushalt.

Interessanter ist die Betrachtung in EURO.
Einspeisevergütung (bei uns 12cent)
Reststrombezug
Und hier haben wir selbst hier ein gutes Nullsummenspiel.
Neumodisch null Energiehaus :-)

Wenn PV + Akku dann in Verbindung mit kfw40+. Hier ist der Akku umsonst. Da kann man den Akku eingehen.... Sonst eher nicht....


Unsere Mutter hat ein Passivhaus, wenig Eigenverbrauch und ne 9kWp PV + sole-WP.
Sie bekommt mehr Einspeisevergütung als sie einkaufen muss... Sie macht ein deutliches Plus in EURO.
Aber auch sie erzeugt mehr Strom als benötigt, und bekommt 11cent Einspeisevergütung.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 26.01.2020 10:44:10
0
2899464
Zitat von turbovr Beitrag anzeigen
... sind gerade dabei ein Haus zu planen, es wird eine Stadtvilla mit Einliegerwohnung ...
Bzgl. der Hausplanung vom Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung würde ich persönlich darauf achten, dass die zur Raumtemperierung und Trinkwassererwärmung für jede Wohneinheit benötigte Menge Energie möglichst einfach einzeln ermittelt werden kann, falls Teilvermietung erfolgt.

Zudem sind auch auf folgend verlinkter Seite ein paar Tipps für Planung eines Neubaus zusammengestellt:

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Bei_Neubau_sind_die_besten_Chancen_...

Zitat von turbovr Beitrag anzeigen
... Frau und ich Freunde des Kamins ... und wir jeden Tag den Kamin nutzen,wollen Wir im Haus auch ein Kamin einbauen. Der soll aber Wasserführend sein um mit der Wärme noch zusätzlich den Wasserspeicher zu erwärmen ...
Auch wenn das Brenngut für den wasserführenden Ofen kostenlos zur Verfügung steht, ist das definitiv ein äußerst teures Hobby!

Zudem sind, ganz davon abgesehen, dass wohl nur wenige Geräte am Markt gibt, die für Niedrigstenegiehäuser geeignet sind, ist z.b. das Problem Feinstaub sowie zur möglichst emissionsarmen Verbrennung der dazu nötige Mindestlastbetrieb zu thematisieren!

Des weiteren muss erstmal ein Heizungsbauer gefunden werden, der die Hydraulik des Gesamtsystems so realisiert, dass effizientes und materialschonendes Wärmepumpen möglich ist.

Aber falls es unbedingt die Feuerstätte mit Wärmetauscher wird ... mein Tipp dazu:
Einen wasserführenden Vergaserofen an einen bzgl. Wärmeverluste sehr gut gedämmten Pufferwasserspeicher anbinden, der definitiv ausreichend Volumeninhalt hat, um die thermische Energie des konsequent in Vollastbetriebsweise genutzten Ofens aufnehmen zu können.

Am Pufferwasserspeicher wird sekundärseitig eine leistungsfähige Frischwasserstation für die Trinkwassererwärmung angebunden und eine außentemperaturgeführte Pumpen-Mischer-Gruppe dafür genutzt, dass in den Hausheizkreis thermische Energie aus dem Speicher so bedarfsgerecht wie möglich eingeleitet werden kann.

Das funktioniert z.b. bei unserer bivalenten Heizungsanlage im Vorlauf völlig simpel mit zwei T-Stücken und einer Rückschlagklappe absolut zufriedenstellend ...


Verfasser:
turbovr
Zeit: 26.01.2020 10:59:09
1
2899477
Ihr habt schon recht mit dem Speicher, die Kosten sind sehr hoch. Mir wurde eine Powerwall 2 von Tesla angeboten. Aufgrund der Größe unseres Hauses wären 2 Speicher von Vorteil. Kosten für beide Speicher ca 16000€! Ich finde die Speicher schon eine gute Sache aber wenn sie leider den Zweck noch nicht erfüllen kann ich mir das Geld auch sparen bzw. auf meiner Garage eine weitere PV Anlage installieren.
Da ich mich vor unserer Hausplanung mit dem Therma noch nicht wirklich befasst habe ist das quasi Neuland für mich.

Jeder SINNVOLLE Rat hilft da natürlich!

Stephan

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 27.01.2020 08:04:54
3
2900142
Der PV-Speicher ist ein Nebenkriegsschauplatz, aber da das von gewisser Seite so hoch gespielt wird ein paar Worte dazu.

Ich habe eine 29,9 kW PV auf meinem Wohn - und Praxisgebäude.
Dank intelligentem Discovergy Zähler kann ich sowohl meine Verbräuche als auch die Produktion sekundengenau aufschlüsseln.
Heize mit einer SW-WP, natürlich modulierend, an einem Ringgtrabenkollektor und erreiche damit trotz Heizkörperheizung eine Jahresarbeitszahl von 5,75 in 2019.
Fahre seit 7 Jahren Elektroauto, aktuell ein Tesla Model 3. Die Powerwall ist mir natürlich bekannt, aber trotz großer Affinität zu dieser Firma würde ich nicht im Traum daran denken, in näherer Zeit eine zu installieren. In 10 Jahren werde ich einen Speicher haben, da bin ich mir sicher.

Problem der Speicher: sie erreichen niemals die prognostizierten Werte der Anbieter.
Die Verluste werden ignoriert oder kleiner gerechnet, die Zahl der Vollzyklen wird viel zu hoch angesetzt.

Ich habe im letzten Jahr 52% meines gesamten Verbrauchs direkt von der WP bezogen und nur 3.283 kWh aus dem Netz gezogen. Begünstigend ist dabei natürlich das Elektroauto. Weil ich Wohnung und Praxis im gleichen Haus habe kann ich dann laden, wenn die Sonne scheint - was in den Wintermonaten natürlich niemals reicht.
Durch Abgleich des Netzbezuges und der Einspeisung pro Tag kann ich leicht ermitteln, dass ein Speicher wie die Powerwall meinen Eigenverbrauch um etwa 1.200 bis maximal 1.500 kWh erhöhen könnte. Eine zweite Powerwall habe ich jetzt noch nicht geschaut, aber da dürften höchstens noch mal weitere 200 kWh dazu kommen. Im ganzen Sommerhalbjahr gibt es nicht einen Tag, an dem eine einzelne Powerwall nicht reichen würde und im Winter nur ganz wenige Tage, an dem eine Powerwall nicht den gesamten Überschuss aufnehmen könnte.

Im Sommer bringt mir ein Speicher nichts mangels Bedarf. In den 3 Sommermonaten Juni - August habe ich nur 80 kWh aus dem Netz gezogen.
Im Winter bringt er nicht viel weil ich kaum etwas ins Netz speise. Seit 1. November bis heute nur 280 kWh Einspeisung.
Deshalb erreicht man niemals die Zyklenzahl, die von den Anbietern in ihren Berechnungen verwendet werden. Bei mir wären es bei einem Speicher mit nutzbaren 10 kWh maximal 150 Zyklen pro Jahr, und je größer der Speicher desto weniger wird das.

Die Verluste solcher Speicher liegen bei mindestens 20%, typischerweise näher an 30%. Das ist viel höher als angenommen. Die Differenz kommt dadurch zustande dass die Wechselrichter meistens nur mit sehr kleiner Auslastung laufen. Dann ist der Wirkungsgrad schlecht. Die Verluste muss man bei der Wirtschaftlichkeit berücksichtigen. Das ist meist nicht der Fall. Ein Teil der Verluste ist Netzstrom. Wenn im Winter Schnee auf dem Dach liegt zieht die Anlage Strom aus dem Netz für Standby und Erhaltungsladungen. Wenn der Speicher leer ist auch. Das ist im Winter oft der Fall.

Ich habe noch keine Berechnung gesehen in der mir jemand belegen konnte dass über einen Zeitraum von 20 Jahren das Geld für den Speicher wieder erwirtschaftet wurde.

Statt einer Powerwall würde ich lieber das Norddach belegen, wenn das nicht gerade sehr steil ist. Bis 30% würde ich das heute belegen.
Angenommen auf das Süddach passen 10 kW. Jetzt lege ich noch das Norddach voll.
Auch wenn das nur 600 kWh / kWp liefert rechnet sich das viel besser als ein Speicher.
Der Aufwand für Zähler, Versicherung und Steuerberater bleibt gleich.
Der Wechselrichter kostet nur wenig mehr. Nicht das Doppelte, sondern eher 20-30% mehr.
Ich verliere so gut wie keinen Ertrag durch die 70% Regelung. Der eigentliche Ertrag des Norddaches erhöht sich um ca. 5% Prozent vermiedener Abregelung der Südseite.
Der Eigenverbrauch steigt noch etwas an. Nicht so viel wie durch einen Speicher, aber doch deutlich, weil ich gerade bei Schwachlicht meinen Ertrag in etwa verdopple.

Zusätzlicher Stromertrag ist gut für die Umwelt. Wir können nicht genug davon bekommen. Der Speicher bringt in dieser Hinsicht nichts, im Gegenteil reduziert er durch seine Verluste die verfügbare Menge an PV-Strom.
Weil jedes zusätzliche kW PV nur wenig kostet rechnen sich selbst Flächen mit bescheidenen Erträgen noch.

Grüße
Frank

Verfasser:
HFrik
Zeit: 27.01.2020 10:29:43
0
2900221
Also, schliesse mich den meisten Vorrednern an:

bezüglich Gas: das Gas angeblich billig sie spukt noc in vielen Kpfen rum. Es wurde aber schon 50 mal durchgerechnet dass sich Stand 2019 Gas und WP in den Kosten nicht wesentlich unterscheiden. Was dann Stand 2020-2026 bedeutet, das Gas mit der CO2-Abgabe zu einem teuren Hobby wird.
WP+PV war bereits 2019 die günstigere Lösung im Vergleich zur Gasheizung.
Wenn sowiso ein Bagger auf das Grundsürck muss, und das Grundstück gross genug ist bietet scih ein Ringgrabenkollektor an. Der sollte dann auch effizient genug sein um eine BAFA-Förderung zu bekommen.
Ansonsten: die BKA in Massivdecken nicht vergessen. Und bei Dämmungen klotzen, nicht kleckern.
Das wird was mit dem Bau wenn man vorher nachdenkt, und nicht erst nach dem Bau denkt!. (Nachdenken, nicht nachher denken....)

Verfasser:
Nordtanne
Zeit: 27.01.2020 11:24:23
1
2900266
Aber nur Wenn der Strompreis nicht steigt und wenn der Gaspreis sich deutlich erhöht.


Da es weiterhin auch einen mehr oder weniger großen Anteil von Gaskraftwerken zur stromerzeugung geben wird , wird bei einer erhöhten CO2 Bepreisung von Gas automatisch der Strompreis steigen.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 27.01.2020 11:27:45
0
2900268
Bei einer CO2-Bepreisung von Gas steigt zwar der Strompreis, der Gaspreis prozentual aber stärker.

Außerdem kann man mit einer PV einen nicht unbeträchtlichen Teil seines Stromverbrauchs sehr preiswert selbst erzeugen. Mit Gas wird das schwierig.

Grüße
Frank

Verfasser:
HFrik
Zeit: 27.01.2020 11:36:57
0
2900273
Zitat von Nordtanne Beitrag anzeigen
Aber nur Wenn der Strompreis nicht steigt und wenn der Gaspreis sich deutlich erhöht.


Da es weiterhin auch einen mehr oder weniger großen Anteil von Gaskraftwerken zur stromerzeugung geben wird , wird bei einer erhöhten CO2 Bepreisung von Gas automatisch der Strompreis steigen.

Der Strompreis ist bereits mit CO2-Preis versehen, da iast das Steigerungspotetial eher klein. Zudem wird das eingesammelte Geld aus der CO2-bepreisung von Öl und Gas ausserhalb des stromsektors für die senkung der EEG-Umlage eingesetzt, von dem her kann der Strompreis auch gut sinken. Nach aktuellen Zahlen müsste er in 2021 um 1,5ct/kWh nach unten können, bit 2026 dann etwa 3ct/kWh. Man wird sehen ob das so eintritt.

Verfasser:
Nordtanne
Zeit: 27.01.2020 11:37:14
1
2900274
PV ist richtig, nur produziert man im Winter nicht soviel Strom damit um die WP zu betreiben, also ist PV für den Haushaltsstromverbrauch relevanter.

Was meinst du damit der Strom ist schon mit CO2 Einpreisung versehen ?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 27.01.2020 11:39:22
0
2900279
Es reicht in den Übergangszeiten sowie mit der warmwasserberetung im Sommer dass man bei grösserer PV bis etwa 50% des Stromes von der PV-Anlage bekommen kann - besonders wenn man mit leichter Anhebung fährt wenn PV-Strom da ist (und die Gebäudemasse als Batterie nutzt),
Je mehr PV, desto besser kann man die WP damit speisen.

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Luftwärmepumpe/Erdwärmepumpe oder doch Gas
Verfasser:
HFrik
Zeit: 27.01.2020 11:39:22
0
2900279
Es reicht in den Übergangszeiten sowie mit der warmwasserberetung im Sommer dass man bei grösserer PV bis etwa 50% des Stromes von der PV-Anlage bekommen kann - besonders wenn man mit leichter Anhebung fährt wenn PV-Strom da ist (und die Gebäudemasse als Batterie nutzt),
Je mehr PV, desto besser kann man die WP damit speisen.
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