Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Zustimmen" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.

Alle
Foren
Upgrade oder Update - Heizungsanlage Brötje X25 in Ferienhaus
Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 10:37:18
0
2912723
Grüße,

es handelt sich um ein EFH, welches von meiner Familie als Ferienhaus genutzt wird. Folglich wird nur wenige Wochen im Jahr geheizt. Der Stromverbrauch liegt beispielsweise bei 600-1000 kWh/a trotz Rolladensteuerung usw.

EFH innerorts, freistehend
etwa 240qm, wovon 90% aktiv beheizt werden
Grundfläche 7*14m
KG, EG und DG sind ausgebaut
Standort Bayreuth = Normausentemperatur -16°C
Zweirohrsystem mit getrennter Raumregelung für die Etagen EG+KG und OG
und zusätzlichen Heizkörperethermostaten

Die Heizungsanlage besteht aus 2 Kesseln (Holz plus Öl), wobei in den letzten 20 Jahren vielleicht 2 mal (von mir selbst) der Holzkessel in versuchsweise Betrieb genommen wurde. Das heißt faktisch findet eine Ölheizung Verwendung. Aus diesem Grund konzentriere ich mich in der folgenden Anlagebeschreibung auch zunächst mal auf die Ölheizung und soweit erforderlich auf die vorhandenen Bauteile in den Etagen.


Es handelt sich um einen Brötje Heizkessel aus etwa 1977 mit Handmischer und, meines Wissens nach, bisher ohne eine Außentemperaturregelung. Typ X25




Etwa 2012 in wurde ein Blaubrenner Golling GLV2 B2 installiert.




Mit getrennt geschalteten Umwälzpumpen von Grundfos (EG+KG) und Contec (OG) gelangt das Heizwasser in den Wohnraum.




Überschüssige Wärme kann durch eine weitere Pumpe an einen Warmwasserspeicher CosmoCellE TT90 geleitet werden.




Das Ganze dürfte nach folgendem Anschlussschema geregelt sein:



Meinem Verständnis nach laufen also entweder die UP (jeweils getrennt durch Raumleitgeräte EIN/AUS geschaltet) oder eben auch mal die Pumpe zum Warmwasserspeicher!?

Hier nochmal ein paar Bilder aus dem Heizungsraum, zum besseren Überblick:



Nicht sicher bin ich mir über die Funktion und den Einbauort von folgendem Teil, welche also den Unterlagen entnommen wurde



Der Vollständigkeit halber noch die Infos zum Holzkessel:
Brötje Y30, welcher über eine Wilo UP an den Handmischer und damit den Heizkreis angeschlossen ist.





Was ich mir erhoffe..
Das sich die Anlage mit relativ geringem Invest nochmal an die gestiegenen technischen Anforderungen für den Betrieb einer Heizanlage anpassen lässt.

Sprich: Vielleicht läßt sich, bspw. durch das Nachrüsten eines temperaturgeführten Mischers und evtl. den Austausch der Pumpen, im Zusammenspiel mit den Raumleitgeräten (Busch Jaeger 1098 U101), eine normkonform geregelte Beheizung erzielen?

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 10:41:52
0
2912728
Schön wäre auch, wenn mir jemand die Technischen Datenblätter zu den Umwälzpumpen
1. Contec U35-25
2. Grundfoss UP31-65
verlinken könnte.


Und hier noch 1-2 Impressionen von den Heizkörpern usw., die ich vergessen habe mit in die Beschreibung zu packen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 11:05:56
1
2912744
Tj, da wirds a) viel Aufheizleistung brauchen und b) wird das kein Niedertemperaturkessel sein. Wenns kein Umtstellbrander sein soll, wird der wohl irgendwann fällig werden.
Welche Vorlauftemperatur benötigt wird, kann man mit den bisherigen Angaben nur erraten. WEnn man die wüsste, könnte man über eine WP eine Grundtemperierung bereitstellen, und über ein paar günstige Splitklimas die Aufheizlleistung.
Eine generalsanierung des Ölers (Neuer Kessel, Sanierung Kamin, Sanierung Tankanlage) wird wohl mit CO2-bepreisung für die Zukunft kaum wirtschftlich sein.
Und Aufrüsten wird spannend werden - ginge nur wennd er Kessel bereits eine NT-kompatible untere Sockeltemperatur hätte....

Meine spontanen ersten Gedanken nach den Ansichten des Technikmuseums im Keller.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 11:31:05
0
2912761
Hehe, danke

Also die Kesseltemperatur ist aktuell bei 60°C. In die Abschaltung geht die Anlage bei maximal 80°C, wenn ich das richtig im Kopf habe.

Für den Vorlauf entnehme ich der Anleitung von Brötje (Vorlauf ist über den Handmischer geregelt), je nach Außentemperatur 60°C = -10°C, 55°C = 0°C und 50°C = +10°C.

In der Praxis tuckert das Ding an normalen Wintertagen mit 55°C, wenn jmd. vor Ort ist. Wenn nur Frostschutz aktiv ist, reichen auch 45°C.

Dr Anleitung entnehme ich weiterhin das auch mit Gas oder Koks geheizt werden dürfte? Stichwort Umstellbrandner

Es ist auch nicht so, als ob nicht noch ältere Umwälzpumpen im Bestand zu finden wären (Garant UPS 15-45x20, Grundfos UPS 25-60, Grundfos UPS 20-60). Könnte man damit bspw. die ganz alte UP zum Warmwasserspeicher gleichwertig ersetzen? Oder die Contec dahin und eine von diesen an deren Stelle das OG bedienen lassen (weil günstiger im Betrieb z.B.). Etwas puzzeln, einmal Arbeit. Kosten reduziert, wäre ja auch erstmal ganz schön.

Im Ferienhaus liegt auch bereits noch ein weiterer Brenner (wer auch immer den dort hinterlegt hat). Der ist allerdings aus 2006 und damit ein Jahr jünger als der Golling. Und er hat einen höheren Durchsatz


In Zukunft mit Strom heizen, sprich eine WP installieren, wollte ich in den nächsten 5 Jahren eher nicht. So weit will ich die Anlage auch nochmal retten, wenn möglich/zulässig

Verfasser:
muscheid
Zeit: 12.02.2020 11:50:55
2
2912774
So wie sich das liest, bist du wohl erst seit wenigen Jahren in Besitz des Hauses. Dieser Kessel ist ein Konstantkessel und unterliegt daher einer Austauschpflicht.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 12:19:01
0
2912788
Bin garnicht im Besitz des Hauses. Gehört seit etwa 25Jahren einer Erbengemeinschaft aus der Generation vor mir (Onkels, Tanten, Vater ist auch mit im Boot)

Habe dort aber während der Ausbildung viele Sanierungsmaßnahmen und Umbauten mitgemacht und fahre seitdem eigentlich jedes Jahr 1-2 Wochen dort hin. Es liegt mir also am Herzen

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 13:09:57
1
2912820
Nun, wenn das ein Umstellbrander ist, und der Schornteinfeger dem nicht die rote KArte zeigt, dann kann man ihn auch noch eine weile vor sich hin laufen lassen, bis er im betrieb zu teur wird oder der Ölhändler aus Altersgründen zusperrt.
Mittelfristig sollte man das Haus dann auf eine Beheizung mit Strom vorbereiten,,denn über kurz oder lang wird Öl teuer, und wenn man noch der einzige Ölheizer in weiterer Umgebung ist auch schwer kaufbar.
Man kann dann über Stromeinsparungen nachdenken. Wie oft ist das Haus denn im Winter genutzt?

Verfasser:
muscheid
Zeit: 12.02.2020 13:34:06
1
2912838
Der Stichtag ist der Eigentümerwechsel. wenn das nach dem 1.2.2002 war, ist der Kessel fällig. Denn der ist sicher vor den 1.10 78 in Betrieb gegangen.
Da aber auch keine Regelung vorhanden ist greifen hier seit langem Nachrüstpflichten - das lohnt aus Altersgründen aber nicht.
Seis wie es wolle - der Oldie sollte in Rente.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 14:22:47
0
2912873
Rente ist schon das richtige Stichwort. Die Erbengemeinschaft ist, natürlich vollkommen unverschuldet, stark reduziert. Will sagen, die Kosten für eine Umrüstung verteilen sich mittlerweile auf weniger Schultern. Das brauche ich also garnicht vorzuschlagen..

Der Eigentümerwechsel war definitiv vor 2002, denn zu der Zeit war ich aus dem gröbsten raus und der Umbau somit auch weitgehend abgeschlossen. Müsste eher ca. ´95-98 gewesen sein.


Das Haus ist in den harten Wintermonaten natürlich beheizt. Genutzt wird es während der Heizperiode etwa 3 bis vielleicht 4 Wochen. Im Sommer schonmal mehr


Was hat es denn mit den Nachrüstpflichten im Detail auf sich? Bin gerne bereit da was nachzurüsten. Irgendwer schmeißt sowas sicherlich gerade aus seinem Keller, kann ich mir vorstellen

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 15:41:51
0
2912925
Also schlag mal die Beiträge von Sukram nach. Dem sein Oldie ist noch deutlich älter - und als Ustellbrander von der Umrüstung befreit.
Man könnte theoretisch eine gebracuhten Biferral oder ähliches gebraucht erwerben und nach Absprache mit dem Bezirksschornsteinfeger dort wieder einbauen. Dann hätte man einen NT-Kessel, der ebenfalls von der Umrüstung befreit ist. Aber das läst das Ersatzteilproblem nicht, das löst die steigenden Ölkosten nicht (CO2-Abgabe), und das löst die sich abzeichnenden Versorgungsprobleme wegen der laufenden Welle von Betriebsschliessungen bei Heizölhändlern nicht.

Was man tun sollte ist nebenher die notwendige Vorlauftemeratur für die Beheizung des AHuses auf zukunftsfähige Werte senken. Solltest Du in der Branche Tätig sein kannst Du ja noch brauchbare Typ 33 Heizkörper sammeln und mal installieren.
Dann kann man am Tag X wen der Altöler die Grätsche macht oder einem das Öl zu teuer ist eine preiswerte aber effiziente WP wie die Geisha für kleines Geld installieren.
Ich denke es nutzt nix sich da in die Tschae zu lügen, aber mehr als 10 Jahren gebe ich dem Ölheizen da nicht mehr mit Garantie. kann sein dass das noch etwas länger läuft, kann aber um den dreh rum auch schon flächendeckend Schluss sein. Wenn so was mal ins Kippen kommt geht das erstaunlich schnell.
Zwischen dem Zeitpunkt wo man bei unserem lokalen grossen Heizölhändler noch Berge von Kohlen auf dem Gelände liegen sah, und dem Zeitpunkt wo man absolut von keinem Händler mehr Kohlen bekam waren auch weniger als 10 Jahre.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 17:11:39
0
2912991
Bin nicht in der Branche. Typ33 sind aber, zumindest in den beiden Bädern, mal gekommen.

Ich sehe das gerade erst.. der Y30, also der Holzkessel, mit Baujahr 1984 ist ja jünger! Jetzt bin ich meilenweit von meinem bisherigen Bild weg.

X25 - Baujahr 1977 - Öl/Gas/Koks - 29/29/15kW
Y30 - Baujahr 1984 - Öl/Gas/Koks/Holz - 35/35/17/20kW

Dachte mir bisher: da tauscht du die ein oder andere, alte Pumpe sinnvoll durch (vielleicht welche für etwas mehr Zusammenspiel mit den beiden Raumthermostaten) und ersetzt nach Rücksprache mit den Cracks aus dem Forum den 4Wege-Handmischer durch einen mit Außentemperaturregelung. Dazu noch neueVentile mit Regulierung an den Heizkörpern an, um einen hydraulischen Abgleich zu ermöglichen. Fertig

Nun, finde ich das immer noch eine sinnvolle Idee. Aber ob und wie das dem Schornsteinfeger davon überzeugen kann die Anlage nicht zu beanstanden, ist mir nicht klar?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 17:17:50
1
2912995
Das kannst Du machen, hört sich auch plausibel an, aber das löst das mittelfristige Problem nicht, dass der Öler immer älter wird, neue Ölgeräte schon seit längerem nicht mehr entwickelt und auch von den stückzahlen her kau noch verkauft werden - und dass dieser Trend sich durch die CO2-besteuerung zumindest nach den Anfragen hier im Forum sich drastisch beschleunigt.
Für das Frostfrei halten des Hauses hilft leider der Holzer nix, der füttert sich nicht selbst. Das könnte aber jede kleine WP leisten. Wenn dann der Fall des Exitus des Ölers einmal eintritt.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 17:27:50
0
2913001
Ich finde es auch garnicht schlimm, wenn sich der Stand in den Haushalten mal weg von den traditionellen Verbrennern zeigt. Bin ja selber gerade erst vom Ölbrenner weg (anderer Thread).

Aber das hilft mir in der Situation nichts, denn die Anlage ist nunmal da und kann nur mit vertretbarem Aufwand ertüchtigt werden. Sinnvolle Upgrades sind das Stichwort.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 18:02:40
0
2913024
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Also schlag mal die Beiträge von Sukram nach...


Über den Umweg über das Profil von Sukram bin ich nun auf einige weitere Optionen zur Optimierung gestoßen

- Schamottesteine im Kessel; verringern des Brennraums und damit bessere Abgaswerte?
- Luftklappe aus Pappe; verbessert warum die Abgaswerte?
- Man könnte die Dichtung der Kesseltür, in der der Brenner sitzt, wohl mal richten. Denn die sitzt leicht Spack, hat außerdem keine Dichtung und auch noch keine Dämmung auf der Innenseite. Falschluft vermeiden verbessert doch sicherlich auch die Abgaswerte, oder?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 18:17:57
1
2913037
Da solltest Du mal Sukram und Schorni in den Thread locken :-)

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 18:28:05
0
2913046
Das glaube ich sofort!

Weiter geht die Bestandsaufnahme..
Aus meiner Heizungsanlage stammt noch dieses schöne Stück


Einschraubfühler

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 12.02.2020 18:45:36
1
2913050
Mal anders gefragt, was wird denn pro Jahr an Öl verfeuert bisher?

Wenn es nur ca einen Monat in der Heitsaison wirklich genutzt wird, ist das ja evt nicht so viel was man optimieren kann.

Andererseits könnte ja auch eine wp dann ausreichen für die Grundtemperatur und dann ein paar Split Klimas oder evt sogar Holzkamin wenn man vor Ort ist und es wärmer sein muss.
Wenn es ohne Kamin geht wären ja doch einige Fixkosten für Schornsteinfeger weg... Dafür kann man sogar auch mit Strom direkt heizen...

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 18:54:35
0
2913059
Die Rechnung klingt erstmal nachvollziehbar. Wird, aus den genannten Besitzverhältnissen heraus, aber so nicht umsetzbar sein.

Getankt werden ca. 1500l. Die reichen für 2 Winter. Ist aber schonmal knapp im 2. Jahr. Je nachdem wer, wann und wieviel Zeit dort verbracht hat. Ich war im Verlauf der letzten 12 Monate bspw. nur am letzten Wochenende, und da auch nur wegen Sturm Sabine, in diesem Haus. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass ich genauere Nachfragen zu bestimmten Details teilweise nur verzögert klären kann.

Mir ist noch etwas eingefallen..
Der 2. Schornsteinzug wurde nie richtig stillgelegt. Das heißt ich müsste mal aufs Dach, um eine geeignete Abschlusskappe aufzusetzen.


Ich gebe dann mal folgendes Motto aus:
Austausch der Anlage wäre so, wie sich die Niederlage einzugestehen. No way!

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 12.02.2020 19:20:00
0
2913073
Aber was ist denn überhaupt das Ziel?
Je nach notwendiger Betriebszeit wird sich fast gar nichts rechnen, außer du bekommst die Teile für lau und siehst den Einbau als Hobby.


Radikale Idee:
Umbau der Anlage und Trinkwasser so, dass man vollständig entleeren kann. (Vlt auch mit Kompressor mehr oder weniger einfach) und Heizung ausschalten.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 19:53:46
0
2913092
In EG und OG befinden sich jeweils Durchlauferhitzer. Die Heizung ist also ohnehin im Sommerhalbjahr aus. Hatte ich das nicht in den Einführungspost reingeschrieben? Ist dann wohl untergegangen


Ziel ist es die Anlage, mit viel Spucke aber wenig Invest, aufzupolieren. Am Wochenende habe ich dazu bspw. schon die Pumpen, den Handmischer und einige Rohre mit Dämmung versehen (nachdem die Bilder entstanden sind). Viele kleine Maßnahmen sind mir da in Summe oft vielversprechender als ein vermeintlich sauberer Schnitt, bei dem aber die bereits bestehenden Mängel in der Konzeption nicht erkannt/beseitigt oder sogar überdeckt werden.

Ist doch ähnlich wie mit neuen Fenstern. Kommen rein. Man spürt im Komfort eine Verbesserung. Aber den wirklichen Gewinn zu realisieren, nämlich das man die Heizung nun etwas runterfahren könnte, wird oft vergessen. Ergo, halbe Miete verschenkt.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 12.02.2020 20:11:28
0
2913108
Also ja, stimmt. Die Info zu den DLE fehlt. Sollte in den Teil mit dem Warmwasserspeicher einfließen. Deswegen hatte ich da auch im Konjunktiv geschrieben.

"Überschüssige Wärme kann durch eine weitere Pumpe an einen Warmwasserspeicher CosmoCellE TT90 geleitet werden."

Es wird aktuell der Warmwasserspeicher nicht genutzt. Dooferweise läuft aber die Pumpe immer mal wieder. Da wäre ein etwas schlauere Steuerung vielleicht auch ganz angebracht.

Guter Hinweis. Danke

Verfasser:
sukram
Zeit: 12.02.2020 21:26:14
2
2913165
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Also schlag mal die Beiträge von Sukram nach. Dem sein Oldie ist noch deutlich älter - und als Ustellbrander von der Umrüstung befreit.
Man könnte theoretisch eine gebracuhten Biferral oder ähliches gebraucht erwerben und nach Absprache mit dem Bezirksschornsteinfeger dort wieder einbauen.[...]


Ich muss leider darauf hinweisen, dass man diese Ausnahme im ablösenden GEG, dessen erste Ölung letzten Monat stattfand, "vergessen" hat- lediglich die Alteigentümer
sind noch geschützt.

Verfasser:
ClearY
Zeit: 13.02.2020 11:30:16
0
2913470
Ok,
ich habe den Threadverlauf und vor allem den letzten Input jetzt erstmal umkommentiert so stehen und auf mich wirken lassen. Und, bin zu der Erkenntnis gelangt das mit Basteln da eben wirklich nichts mehr zu holen sein könnte.

Kleiner Exkurs: Es gab da mal einen Saab in meiner Familie. Das Auto wurde über gefühlt 10-12 Jahre komplett durchgetauscht. Hinterher hatte es Holzinterieur, die Radkästen waren neu geschweisst und lackiert, verstärkter Federn an der Hinterachse + Anhängerkupplung usw. usf.. Das ging bis dahin das sämtliche Dichtungen und Filter irgendwie mal erneuert wurden. Im Keller stapelten sich die Kisten mit Ersatzteilen, die wahlweise ein- und dann oft auch wieder ausgebaut wurden.. Aber eins war in all der Zeit nie gegeben, nämlich das dieses Auto wirklich einwandfrei lief!

Sowas will ich, übertragen auf die Heizungsanlage, nicht nochmal erleben. Also lasst uns das mit dem Austausch durch einen Biferal bitte einmal hier durchspielen.

Ich habe mich am vergangenen Wochenende auch schonmal an einer Norm-Heizlastermittlung nach DIN_EN_12831-Vereinfacht- Beiblatt3 versucht:


Bereinigt um die Transmissionswärmeverlust über Innewände, sieht es dann so aus:


Anmerkungen: Heizkörpertyp stimmt natürlich nicht. Aber irgendeinen Vergleich musste ich heranziehen. Außerdem haben nicht alle Heizkörper gleiches Volumen (also die Tiefe variiert; 5-10cm).

Das heißt für mich, ein Viesmann Vitola-Biferal Öl-Heizkessel 18-20kW sollte bei Normaußentemperatur von -16°C langen. Gibt ja auch noch einige Möglichkeiten die Dämmung zu verbessern (2 Balkonplatten könnte man z.B. mal dämmen) Andererseits sind Fenster damals schon neu gekommen und auch die Außenwände sind innen mit Rigips+Steinwolle schon ausgekleidet sowie die Decke über OG abgedichtet + neue Dachbodenklappe).

Jetzt lese ich quer durch die Forenbeiträge zu diesem Modell und erfahre, dass die Zuluftklappe nen kleineres Problem mit dem Anschlag haben soll. Das es verschiedene Steuergeräte gibt, die man nur in begrenztem Maße austauschen kann, ohne die Anlage wesentlich zu verändern, usw.. Alles im allem sind das aber alles positive Erfahrungen. Klar, sonst würde das Teil ja hier auch nicht empfohlen. Aber woraud genau sollte ich beim Kauf achten?

Nun zeigt sich außerdem, dass in der Region Bayreuth diese Kessel gebraucht für Selbstabholer für um die 250€ angeboten werden (Kleinanzeigen). Dazu kämen noch etwa 250€ für 2 neue Grundfos UPM3 und ein Schmutzabscheider (Magnetitfilter)? Das heißt 500-1000€ Material und 1,5 Arbeitstage mit 2-3 Helfern, vielleicht? Schrottler holt die alten Kessel, regelbare Ventile sind schon verbaut..

Und wie bekomme ich den Schornsteinfeger ins Boot?

Verfasser:
sukram
Zeit: 13.02.2020 12:38:22
0
2913504
Ich vermute stark, da wirst Du dich beeilen müssen - Enev bisher

Zitat:
§ 13 Inbetriebnahme von Heizkesseln und sonstigen Wärmeerzeugersystemen

(1)

Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und deren Nennleistung mindestens vier Kilowatt und höchstens 400 Kilowatt beträgt, dürfen zum Zwecke der Inbetriebnahme in Gebäuden nur eingebaut oder aufgestellt werden, wenn sie mit der CE-Kennzeichnung nach § 5 Abs. 1 und 2 der Verordnung über das Inverkehrbringen von Heizkesseln und Geräten nach dem Bauproduktengesetz vom 28. April 1998 (BGBl. I S. 796) die zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 5. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2449) geändert worden ist, oder nach Artikel 7 Abs. 1 Satz 2 der Richtlinie 92/42/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 über die Wirkungsgrade von mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickten neuen Warmwasserheizkesseln (ABl. EG Nr. L 167 S. 17, L 195 S. 32), die zuletzt durch die Richtlinie 2008/28/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2008 (ABl. L 81 vom 20.3.2008, S. 48) geändert worden ist, versehen sind. Satz 1 gilt auch für Heizkessel, die aus Geräten zusammengefügt werden, soweit dabei die Parameter beachtet werden, die sich aus der den Geräten beiliegenden EG-Konformitätserklärung ergeben.

(2)

Heizkessel dürfen in Gebäuden nur dann zum Zwecke der Inbetriebnahme eingebaut oder aufgestellt werden, wenn die Anforderungen nach Anlage 4a eingehalten werden6
..


Das wäre bei dem Bifi vermutlich kein Problämm- gewesen, denn die EnEV wird gerade durch das GEG abgelöst, worin im Vortext steht

Zitat:
Die bislang in § 13 Absatz 1 und 3 der Energieeinsparverordnung (Inbetriebnahme von Heizkesseln) festgelegten technischen Anforderungen werden nicht in das neue Gesetz übernommen. Die Regelungen sind zu streichen. Sie stehen im Widerspruch zur EU-Durchführungsverordnung Nr. 813/2013 über die umweltgerechte Gestaltung von Raum-heizgeräten, die seit dem 27. September 2015 abschließend die Inbetriebnahme von Heizkesseln regelt, und damit auch nicht im Einklang zu § 4 Absatz 1 des Gesetzes über die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte (EVPG), der als nationale Umsetzung dieser Ökodesign-Verordnung die Voraussetzungen des Inverkehr-bringens energieverbrauchsrelevanter Produkte festlegt, die von einer Durchführungsvor-schrift erfasst werden.
Im Hinblick auf die strengen Anforderungen der oben genannten EU-Durchführungsverordnung an die Inbetriebnahme von Heizkesseln ist auch das Rege-lungsbedürfnis für die bisherige Vorschrift in § 13 Absatz 2 und den Inhalt der zugehöri-gen Anlage 4a der Energieeinsparverordnung entfallen. Der verbleibende Anwendungs-bereich wäre äußerst gering. Letztlich würde nur die Inbetriebnahme von solchen Kesseln erfasst, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen. Diese Art der Warmwas-serbereitung ist jedoch praktisch kaum relevant, so dass keine Notwendigkeit für eine gesetzliche Vorgabe mehr besteht.


WimrE müsstest Du dann eher einen gebrauchten Brennwerter suchen :-/

"Man" muss hat Opfer bringen, oder: ein bissele Schwund ist halt immer.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 13.02.2020 13:08:44
0
2913521
Also ich vermute bei teilweiser Dämmung wird die Heizlast bei einer detaillierten Berechnung (kann man mit der Auslegungstabelle heir im Forum machen ) noch etwas kleiner wird. Ansonsten ist guter Rat da halt schwierig, da sich wenig so richtig lohnt, und irgendwann eine grössere Änderung notwendig wird.

Wäre es mein Haus würde ich vermutlich je Stockwerk eine oder zwei Splitklimas verbauen, und für den Rest sehen ob der Altöler mit ein paar Reparaturen noch eine Weile läuft.
Dämmen schadet in keinem Fall.

Aktuelle Forenbeiträge
meStefan schrieb: Raum- Thermostate sind hoch gedreht? Dann den Stellmotor runter...
Peter_Kle schrieb: 1. Für die maximale Leistung ist die Sonneneinstrahlung wichtig. Nur...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
Website-Statistik

Upgrade oder Update - Heizungsanlage Brötje X25 in Ferienhaus
Verfasser:
HFrik
Zeit: 13.02.2020 13:08:44
0
2913521
Also ich vermute bei teilweiser Dämmung wird die Heizlast bei einer detaillierten Berechnung (kann man mit der Auslegungstabelle heir im Forum machen ) noch etwas kleiner wird. Ansonsten ist guter Rat da halt schwierig, da sich wenig so richtig lohnt, und irgendwann eine grössere Änderung notwendig wird.

Wäre es mein Haus würde ich vermutlich je Stockwerk eine oder zwei Splitklimas verbauen, und für den Rest sehen ob der Altöler mit ein paar Reparaturen noch eine Weile läuft.
Dämmen schadet in keinem Fall.
Weiter zur
Seite 2