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VL-Temperatur bei WP+FBH abhängig von Bodenbelag
Verfasser:
Markus BSK
Zeit: 13.02.2020 09:01:10
0
2913360
Hallo,

wir wollen für unseren Neubau eine FBH mit Sole-Wasser-Wärmepumpe und Grabenkollektor verwenden. Derzeit überlegen wir, welchen Fußbodenverlag wir verwenden. Zur Auswahl stehen Vinyl (bzw. "Bio-Vinyl" aus PU) oder Kork, jeweils als ca. 5 mm dicke Platten auf dem Estrich verklebt.
Ich tendiere aufgrund des Laufgefühls und der Fußwärme eher zu Kork. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Meinungen wie "Kork geht gar nicht" <- Fachverkäufer im Bodengeschäft und "überhaupt kein Problem" bin ich nun etwas ratlos.

Der favorisierte Korkboden hätte einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,068 m²K/W und soll FBH-geeignet sein. Muss ich, wenn ich diesen verwende, im Vergleich zu Vinly mit 0,015 die VL-Temperatur der Heizung hochsetzen und somit die Effizienz verschlechtern?

Viele Grüße
Markus

Verfasser:
OldBo
Zeit: 13.02.2020 09:07:53
2
2913365
Ja, Kork ist auch ein Dämmstoff. Aber dafür hast Du während der Nichtbeheizung ein wärmeres Füßegefühl ;>))

Verfasser:
Noch_a_Waidler
Zeit: 14.02.2020 10:15:41
1
2913963
Das kommt stark auf Deine Heizlast an.
Mal angenommen, Du musst 20W/m² "durch Deinen Bodelbelag bringen", dann kostet Dich der Korkboden 1.36K Vorlauftemperatur, der Vinylboden 0,3K.

Falls Du also im ganzen Haus (auch im Bad etc., also überall wo geheizt wird) den Korkboden hast, würde das einen Mehrverbrauch von 2,5% auf der Stromrechnung bedeuten (die 2,5% habe ich nicht nachgerechnet, findet sich oft als Angabe in diversen Artikeln)

Hast Du im Mittel über die Heizperiode eine geringere Leistung, die durch den Boden muss, sinkt der Wert, bei 10 W/m² wäre der Temperaturunterschied noch ca, 0,5K, die Mehrkosten 1,25%

Das nur als Rechenbeispiel ohne Deine Werte zu kennen.
Zu Bedenken ist, dass die Oberflächentemperatur des Bodens in einem (hoffentlich) gut gedämmten Neubau nicht wesentlich über der Raumtemperatur liegen wird. D.h. im Vergleich zu 30 °C warmen Füßen fühlt sich ein Boden mit 25 °C kalt an. Der Korkboden wird hier spürbar angenehmer sein.
Und ebenfalls unter der Annahme einer guten Dämmung sind die absoluten Mehrkosten in € auch relativ gering, sodass hier ein etwaiger Preisunterschied zwischen den Bodenbelägen wesentlich stärker in's Gewicht fällt.

Verfasser:
Markus BSK
Zeit: 14.02.2020 15:17:44
0
2914163
Danke für Eure Antworten. Das hilft mir weiter.

Bisher habe ich Wärmeschutz- und Heizlastberechnung noch nicht, daher kann ich noch nicht mit konkreten Zahlen rechnen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.02.2020 17:08:19
0
2914226
Wir haben bei uns in 2017 die schwimmend auf Dampfbremsfolie verlegte Holzfaserdämmung (6mm) sowie das daraufliegende Laminat (8mm) komplett rausgenommen und nur 2mm dicke Vinyl-Designdielen auf den etwa 35 qm Fußbodenheizungsfläche direkt am CA-Estrich verkleben lassen ... phänomenal was das für ein Unterschied ist!

Um die gewünschte thermische Behaglichkeit im Raum halten zu können sind in den Heizrohren der mittlerweile über 20 Jahre alten Fußbodenheizung aber trotzdem bis zu +32 Grad Celsius Vorlauftemperatur an mehreren zusammenhängenden kältesten Tagen nötig.

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muscheid schrieb: 1979 wurde kein Blei verarbeitet. Da gabs schon HT - und selbst Anfang der 70er Jahre hatte man KA Rohr. Blei kommt aus den 60ern. Mir ist der 333 auch lieber - schon wg. dem Edelstahlspeicher.
gnika7 schrieb: Gasheizung braucht Schornstein, Gasanschluss und aktuell noch zwingend ST. Damit sollte die WP im Normalfall bei Installationskosten bereits günstiger sein. Dann kommt noch die BAFA-Förderung. PV verdient...
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